18.06.2020 Bücher von Starken Frauen

Spannende Frauenbücher von Elizabeth Gilbert und Jodi Picoult

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Ihr Weltbestseller „Eat Pray Love“ verkaufte sich 15 Millionen Mal, Elizabeth Gilberts neuestes Werk „City of Girls“ verspricht auch wieder, die Verlagshäuser reich(er) zu machen:

Vivian wird aus der Provinz in die große Stadt geschickt, New York natürlich, wohin sonst, und findet sich in einem Trubel von Musicals, Bars, Jazz und selbstverständlich fiesen Gangstern wieder, bis sie in einen Skandal verwickelt wird, der ihr Leben für immer verändert.

Oha! Genau. Die ganze Schose spielt in den Vierzigern und, das muß Mann schon sagen dürfen, ist auf Frauen gemünzt, ähnlich wie „Eat Pray Love“ gestrickt ist. Vermutlich wird „City of Girls“ auch mit Julia Roberts verfilmt werden, denn das Muster Ende gut, alles gut, trägt die 496 Seiten für nur 16,99 Euro aus dem Hause S. Fischer (www.fischerverlage.de) wohl.

„Der Funke des Lebens“ ist Jodi Picoults 27. Buch und hat wesentlich mehr Tiefgang. Es beschäftigt sich mit dem immer wieder aktuellen Thema: Wie können die Rechte schwangerer Frauen in Einklang mit den rechten ungeborener Kinder gebracht werden?

Was sich zunächst nach einer Wiederholung von „hart aber fair“ anhört, liest ich in der Tat sehr spannend: An einem warmen Herbsttag stürmt ein Schütze in eine Frauenklinik in Jackson, Mississippi, nimmt alle Anwesenden als Geiseln, darunter auch die Tochter des leitenden Polizeiunterhändlers wie eine als Patientin getarnte Pro-Leben-Aktivistin.

Viele andere Nebenpersonen, die alle ihre eigene Geschichte haben, tragen zum Plot bei, ohne nur Seitenfüller zu sein. „Der Funke des Lebens“ ist emotional aufwühlend, ohne dabei zu manipulieren.

Zumindest nicht politisch, was die Autorin, die in Princeton und Harvard ausgebildet wurde, schon mal auszeichnet und verdient zu einer der mutigsten Gegenwartsautorinnen der USA macht.

„Der Funke des Lebens“ gibt keine Antworten, was vermutlich auch die Stärke des Buches ist. Erschienen bei C. Bertelsmann (www.randomhouse.de), hat der Roman 448 Seiten und kostet 20 Euro.

Sönke C. Weiss

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