06.09.2019 Penis-Werbung von True Fruits

Pimmelkrieg um True Fruits - Charlotte Roche will keine mehr sehen

von: GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über einen Aufreger, den ich nicht nachvollziehen kann. Dabei geht es um eine Penis-Werbung die vor allem unter Frauen einen riesigen Shitstorm entfacht hat. In Österreich fordert eine Petition Handelspartner von True Fruits auf, das Produkt aus dem Sortiment zu nehmen.

True Fruits selbst hat auf Facebook auf die Kritik reagiert. In einem Statement schreibt das Unternehmen, Fanatiker und Radikalapostel würden es angreifen und eine Diktatur darüber anstreben, welcher Humor erlaubt ist und welcher nicht. Zu dem Bild schreibt True Fruits „Achtung: Diese Werbung könnte von dummen Menschen missverstanden werden“.

True-Fruits-Boykott von Charlotte Roche

  „Sei Teil der Bewegung“, ruft Roche ihre rund 110.000 Follower auf. Aber Vorsicht Frau Roche, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen.

Charlotte Roche, die Frau die noch 2008 freudig in ihrem Buch "Feuchtgebiete" über Analverkehr, Intimhygiene, Masturbationstechniken, Intimrasur und Prostitution geschrieben hat, kann jetzt keine Pimmel mehr sehen.

Damals gab sie an, das dass Buch zu 70 % autobiografisch sei, und weil das alles so toll war, schrieb sie umgehend  den Roman Schoß-gebete, Stoß-Gebete hätte auch gepasst. Nun was soll ich jetzt von ihrem True-Fruits-Boykott halten? Na ja, eines steht fest, 11 Jahre nach ihrem Schmuddelbuch, will Charlotte Roche von Schwänzen nichts mehr Wissen. Liegt wohl am Alter.

Die True Fruits Gründer Marco Knauf, Inga Koster und Nicolas Lecloux werden uns weiter mir sprüchen wie diesen unterhalten -  „Oralverzehr – schneller kommst Du nicht zum Samengenuss“ oder  „Schafft es selten über die Grenze“ mit einer schwarzen Flasche.

True-Fruits nimmt Stellung auf Facebook: „Ein paar sogenannte Aktivisten (bisher keine zertifizierte IHK Ausbildung) organisieren den Kreuzzug gegen jede Art von unkorrektem Humor.

Unter dem Deckmantel der Fürsorge der Schwachen werden alle durch Empörungslärm zum Schweigen gebracht, die es wagen, sich gegen ihre moralische Vorherrschaft und Meinungsdiktatur auszusprechen.“

Lieber Herr Böhmer,

Charlotte Roche räumt auf. Nein, das ist nicht der Name eines neuen Reality-TV-Formats. Das ist die Wirklichkeit, wie sie gerade in deutschen Supermärkten stattfindet. Denn die Ex-Viva-Moderatorin ruft nicht nur zum Boykott des umstrittenen Smoothie-Herstellers True Fruits auf.

Sie fasst auch selbst an und räumt die Fruchtpüree-Flaschen einfach aus den Supermarktregalen – oder stellt passenderweise die von Innocent davor.

Ihre Fans tun es ihr gleich und posten ihre Aktionen auf Instagram. "Läuft", lautet Roches Kommentar. "Läuft eher nicht so", sollte sich True Fruits inzwischen endlich denken.

In Sachen Karma kann sich der Safthersteller einiges von der Rügenwalder Mühle abschauen. Die geht im Zeichen des Tierwohls einen mutigen Schritt und verbannt des Deutschen liebstes Fastfood aus dem Sortiment: die Currywurst.

Der Wursthersteller brauche mehr Platz für seine vegetarischen Produkte. Ohnehin ist "Wursthersteller" nicht mehr ganz richtig. Denn 35 bis 38 Prozent des Umsatzes stammen inzwischen vom Verkauf des Veggie-Aufschnitts.

Dass Fleisch so langsam ein Kommunikationsproblem bekommt, weiß wohl auch der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller.

Deshalb versucht er mit der aktuellen Kampagne gegenzusteuern. Unbedingt anschauen, denn die Videos sind jung, sexy und selbstironisch. Cooler kann Schwarzwälder Schinken kaum werden.

Ihre Verena Gründel

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