28.06.2019 Traue keinen Gerüchten

Berührende Männerhände, sind kein Grund für Nivea Ausstieg bei FCB

von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, rückt die Stühle mal zurecht. Auf Gerüchte fällt er genauso wenig rein wie wir. Laut dem Branchenblatt Ad Age ist die Ursache für die Trennung ein Streit über den Umgang mit dem Thema Homosexualität  Angeblich wies Nivea einen Bildvorschlag der Agentur zurück.

Lieber Herr Böhmer,

schon gehört? Die Agentur FCB schlägt vor, zwei sich berührende Männerhände auf ein Motiv zu nehmen, und Nivea lehnt ab mit der Begründung, man mache bei Nivea nichts Schwules. Diese Geschichte kolportiert das Branchenblatt Ad Age. Ob sie stimmt? Man darf daran zweifeln.

Tatsache ist: Beiersdorf hat einen Pitch-Prozess für die globale Marke Nivea eingeleitet. Das bestätigt das Unternehmen gegenüber W&V. Alles andere sind Gerüchte.

Was bedeutet das für FCB Deutschland? Die Hamburger werben damit, die einzige inhabergeführte Networkagentur Deutschlands zu sein. Tatsächlich aber haben sie mit dem US-amerikanischen Network recht wenig am Hut. FCB Hamburg agiert aus eigener Kraft.

FCB, ausgeschrieben Foote Cone & Belding, ist eine Traditionsmarke. Die 1873 gegründete Agentur gibt an, in 90 Ländern vertreten zu sein. Was heißt das? In Deutschland jedenfalls basiert die Verbindung auf einem Lizenzgeschäft. FCB Hamburg zahlt eine Gebühr, um den großen Namen und das Design von FCB tragen zu dürfen.

FCB Deutschland leistet für Beiersdorf-Marken wie Nivea, Eucerin, Hansaplast, Labello und Tesa solide Arbeit. Und zwar schon seit sage und schreibe 1876. Ein Zerwürfnis zwischen der Beiersdorf AG in Hamburg und FCB in New York muss also nicht zwangsläufig das Ende zwischen Beiersdorf und FCB Deutschland bedeuten.

Der Fall zeigt zumindest, dass Networks nicht immer das sind, was sie zu sein vorgeben.

Eine optische Täuschung liefert auch die Agentur BrinkertMetzelder. Die Hamburger haben vor kurzem veröffentlichte Hass-Posts aus den sozialen Netzwerken in historische Fotografien von nationalsozialistischen Akteuren montiert . Das Ganze sieht erschreckend echt aus. „Die Worte sind zurück. Die Taten müssen wir verhindern“, textet BrinkertMetzelder.

Unbedingt anschauen… und daraus lernen

Unbedingt anschauen – das gilt auch für den W&V Liveblog von den Screenforce Days. Vor allem weil es zum Schluss noch einen Personalkracher gegeben hat: Andreas Kösling verkündet seinen Abgang als El-Cartel-Chef und… ach, lest einfach selbst.

Einen angenehmen Abend wünscht

Rolf Schröter

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