11.08.2019 ist Carsten Linnemann ein Rechter Brandstifter

Babylonische Sprachverwirrung an deutschen Grundschulen

von: GFDK - Reden ist Silber

Da sagt einer mal das Richtige, und schon bekommt er es vom Orden der politisch Korrekten in Politik und Medien aufs Maul. Die Realitätsverweigerer haben die Oberhand auf allen Ebenen gewonnen, so wie es aussieht. Und der Empörungsreflex hat voll zugeschlagen.

Der CDU-Politiker Carsten Linnemann hatte in der „Rheinischen Post“ unter Hinweis auf „neue Parallelgesellschaften“ erklärt: „Um es auf den Punkt zu bringen:

Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen.“ Für die betroffenen Kinder schlug er eine Vorschulpflicht vor. Notfalls müsse eine Einschulung auch zurückgestellt werden.

Hintergrund dieser Anregung ist die dramatische Veränderung des deutschen Schulalltages. In vielen Grundschulen ist ein ordnungsgemäßer Lehrbetrieb nicht mehr möglich.

Anmerkung der GFDK Redaktion: Nun ist es so, ich bin mit einer Grundschul-Lehrerin befreundet. Sie erzählte mir, in ihrer Klasse sind gerade mal zwei Kinder ohne Migrationshintergrund. Die meisten, sind sau frech, stroh dumm, und sprechen kein Deutsch.

Aber Linnemanns Aussage wurde in den Schlagzeilen völlig entstellt und unter größtmöglicher Empörung in die Tonne getreten. Und was ist das Ziel, man will aus Carsten Linnemann einen "Rechten" machen.

Gabor Steingart hat in seinem Morning Briefing mal die Fakten zusammengetragen.

In Deutschland leben rund 13,4 Millionen Kinder, davon besitzen 4,9 Millionen – das sind mehr als ein Drittel – einen Migrationshintergrund.

Laut einer Pisa-Sonderauswertung weisen fast die Hälfte der Jugendlichen mit Migrationshintergrund „sehr schwache Leistungen“ in der Schule auf, was vor allem in geringer Sprachkompetenz begründet ist.

Laut derselben Studie sprechen rund 80 Prozent der Kinder aus der ersten Migranten-Generation in der Familie eine andere Sprache als Deutsch. Bei in Deutschland geborenen Migranten zweiter Generation liegt der Anteil noch bei rund 50 Prozent.

In den Großstädten herrschen chaotische Zustände, weil das Lehrpersonal nicht verstanden wird. Laut einer Erhebung des Hamburger Senats sind an den 191 Hamburger Grundschulen Kinder mit Migrationshintergrund erstmals in der Mehrheit. An 65 Hamburger Schulen liegt der Anteil bei mehr als 70 Prozent.

Der Aufschrei war groß

Der Orden der politisch Korrekten in Politik und Medien schlug erbarmungslos zu, wie Gabor Steingart feststellte.

Linken-Chefin Katja Kipping warf Linnemann „Stimmenfang im rechten Sumpf“ vor.

SPD-Bildungspolitikerin Marja-Liisa Völlers sagte, die Aussagen Linnemanns seien „wirklich zum fremdschämen“.

Die schleswig-holsteinische CDU-Bildungsministerin Karin Prien empörte sich in der „Süddeutschen Zeitung“ über „populistischen Unfug“.

Die Zeitung sekundierte artig: „Der CDU-Politiker nutzt eine Rhetorik der Ausgrenzung“.

Die „dpa“ spitzte weiter zu und setzte eine Meldung in Umlauf mit der Überschrift: „CDU-Politiker: Grundschulverbot für Kinder, die kein Deutsch können“.

„Linnemann für Schulverbot bei mangelnden Deutschkenntnissen“, titelte etwa Zeit Online, aber auch die Welt und viele andere Medien machten mit. Er gipfelte darin, dass sich Carsten Linnemann als „Dumpfbacke“ oder Populist oder rechter Brandstifter beschimpfen lassen musste.

Und das ist die Realität

Heinz-Peter Meidinger Präsident des Deutschen Lehrerverbands meinte dazu. „Wir müssen uns endlich ideologiefrei dem Problem widmen, dass inzwischen ein Fünftel bis ein Viertel der Erstklässler nur schlecht oder gar kein Deutsch kann“, sagte er WELT-Online.

Berlin – Auch wenn Carsten Linnemann die Übeltäter, also die Linken und Grünen, nicht explizit benennt, wissen wir alle wer gemeint ist: Der stellvertretende Unions-Fraktionschef hat die Art, wie in Deutschland über seine Vorschläge zur Verbesserung von Deutschkenntnissen von Kindern mit Migrationshintergrund geführt wurde, kritisiert.

„Um unsere Debattenkultur ist es nicht gut bestellt. Wenn wir hier nicht schnell umsteuern, droht unsere Gesellschaft weiter gespalten und polarisiert zu werden“, sagte Linnemann gegenüber „Cicero“.

Die Zustände an manchen Schulen seien sogar noch dramatischer als befürchtet. Und die Gesellschaft schon so sehr gespalten und polarisiert, dass wichtige Themen kaum noch sachlich und differenziert diskutieren werden können, so Linnemann.

Seine Forderung nach einer Vorschulpflicht für Kinder, die kaum Deutsch können, habe eine Welle emotionaler Reaktionen ausgelöst, wie er sie bisher selten erlebt habe.

Vernunft ist ein Fremdwort für Linke und Grüne, sie sind zu sehr von Hass zerfressen, mit ihnen kann man auch nicht mehr sachlich diskutieren. Die Zeiten sind vorbei, weil sie dann zugeben müssten, dass sie versagt haben. (Quelle: dts)

Was sagen die Fachleute?

Viele Schulabgänger können sich kaum adäquat artikulieren schreibt die WELT am 11. August 2019, und titelt: Das Deutsch vieler Azubis lässt Ausbilder schaudern. Der Präsident der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlée beobachtet mit Sorge, wie das Rechtschreib- und Sprachniveau der Lehrstellenbewerber seit Jahren abnimmt.

„Deutsche Sprachkenntnisse sind unabdingbar, um hierzulande eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren – das sagen mehr als 90 Prozent der ausbildenden Unternehmen“, betont DIHK-Experte Dercks.

Gabor Steingart (Jahrgang 1962) ist ein deutscher Journalist, Autor und Medienmanager. Sein kostenloses Morning Briefing finden Sie hier: www.gaborsteingart.com

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