28.02.2014 08:00 Designikone

Zeitlos, modern und komfortabel: Marcel Breuers Stahlrohrsessel

Stil TECTA Stahlrohrsessel

Der neue Baumwoll-Leinen-Bezug „Colin“ für den D4 ist in 132 verschiedenen Farben erhältlich. © TECTA

Von: GeSK

Er ist die Designikone schlechthin, der Inbegriff für eine zeitlos gültige Ästhetik – Marcel Breuers Stahlrohrsessel B4. Werkgetreu und in Lizenz gefertigt, wird die Klappversion des Bauhausklassikers von TECTA unter der Bezeichnung D4 angeboten. In vielen frischen Farben hebt der renommierte Möbelhersteller den Bauhausklassiker in einen zeitgemäßen Kontext.

Vor bald neun Jahrzehnten entworfen, ist der Stahlrohrsessel ein zentrales Symbol der Moderne - ein Zeichen des Aufbruchs in eine neue Zeit, ein Gegenentwurf zum Historismus und dem ihm zugrunde liegenden Gesellschaftsbild. Marcel Breuers Stahlrohrsessel zeigt sich selbstbewusst und schnörkellos - auf die reine nackte Form reduziert. Sein Fokus ist die Funktion, nicht das Ornament - „form follows function“. Als Material wählte Marcel Breuer nicht Holz, wie seinerzeit üblich, sondern erstmals Stahlrohr. Kunst und Technik – kein anderes Material führt diese beiden Dimensionen so perfekt zusammen.

Inspiriert von seinem Adler-Fahrradlenker, glaubte Marcel Breuer an das Potential des Werkstoffs, hatte jedoch am Bauhaus keine Möglichkeit, das Material zu verarbeiten. Dies führte in eine Zusammenarbeit mit dem Flugzeugbauer Junkers. Gestaltung und Ingenieursarbeit - schon diese ungewöhnliche Konstellation offenbart den Geist des Neuen.Trotz seiner Sachlichkeit und der einfachen Konstruktion ist Marcel Breuers Stahlrohrsessel ausgesprochen komfortabel. Sitzfläche und Rückenlehne sind bezogen mit elastischen, formbeständigen Gurten, z.B. aus originalgetreuem Eisengarn, Kernleder oder dem zeitgenössischen Baumwoll-Leinen-Stoff COLIN, erhältlich in 132 Farben. Durch die Schrägstellung der Sitzfläche werden die Oberschenkel ohne Druckstellen in voller Länge unterstützt. Bequem ist auch die schräge Stellung des Oberkörpers. Die Rückengurte stützen Kreuz und Schulterblätter ab, lassen aber das empfindliche Rückgrat frei. Der Stahlrohrsessel entspricht dem Komfort eines guten Polstersessels, ist aber gleichzeitig leicht, offen, mobil und dynamisch.

Wie schon im ersten Breuer-Stahlrohrkatalog von 1927 beworben, eignet sich der Stuhl daher besonders für „Schiffe, Sportplätze, Terrassen, Sommerhäuser, Gärten, Gartencafés etc“ – in der Edelstahlvariante auch als Outdoor-Möbel. Damals wie heute - als Designikone findet der D4 in jeder Raum-Architektur Geltung.

Über TECTA

TECTA ist bekannt für ihre werkgetreu und in Lizenz gefertigten Bauhaus-Reeditionen und deren Weiterentwicklungen. Diese Reeditionen werden vom Bauhaus-Archiv in Berlin genehmigt. Als solche sind sie eine exakte Abbildung der Originale – sowohl in den Proportionen, als auch was die Materialien und die Verarbeitung angeht. Dazu zählen etwa die vernickelten Stahlrohroberflächen oder die Bespannung der Stühle mit Eisengarngurten. Sie bestehen aus mehrfach gezwirnten Baumwollfäden, die ihre Festigkeit durch Paraffinierung erhalten. TECTA wurde 1956 von dem Architekten Hans Könecke in Lauenförde gegründet. 1972 übernahmen Werner und Axel Bruchhäuser das Unternehmen.

Zusammen mit seinem Neffen Christian Drescher leitet Axel Bruchhäuser bis heute das Unternehmen. Gefertigt wird ausschließlich in Lauenförde mit eigener Schreinerei, Schlosserei und Polsterei. Alle Modelle von TECTA werden in den Werkstätten in Lauenförde in Handarbeit gefertigt. Zu den Reeditionen der Bauhaus-Modelle zählen u.a. Entwürfe von Walter Gropius, Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Peter Keler  und El Lissitzky. In Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Architekten und Künstlern, wie jüngst mit Andree Weissert, transformiert TECTA den Bauhausgedanken in einen aktuellen Kontext. Auch Entwürfe unter eigenem Namen, die den Gestaltungsprämissen des Bauhauses folgen, finden international hohen Anklang.

 
Weiterführende Links:
www.tecta.de