16.09.2016 00:05 E-Zigaretten am Arbeitsplatz

Rauchverbot am Arbeitsplatz – sind E-Zigaretten erlaubt?

E-Zigaretten Rauchen am Arbeitsplatz und in Gaststaetten

E-Zigaretten qualmen nicht, sondern dampfen. © istock.com/George Clerk

E-Zigaretten die gesunde Alternative zur Zigarette

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, es darf gedampft werden. © istock.com/Leonardo Patrizi

Von: GFDK - Redaktion

Schon lange sind in Deutschland die Zeiten von vollgequalmten und stinkenden Büros vorbei. Mittlerweile gilt nicht nur in öffentlichen Gebäuden, sondern auch in den meisten Privatunternehmen ein flächendeckendes Rauchverbot. Schließlich ist der Schutz der Nichtraucher schon lange auch gesetzlich geregelt. Gilt dieses Verbot eigentlich auch für E-Zigaretten?

E-Zigaretten qualmen nicht, sondern dampfen

Der Genuss von elektrischen Zigaretten gilt nicht als Rauchen, da hierbei kein Tabak verbrannt wird. Stattdessen wird eine Flüssigkeit verdampft, die entweder Nikotin enthält oder nikotinfrei ist. Doch im allgemeinen und auch im Fach-Sprachgebrauch wird unter Rauchen das Einatmen von Rauch verstanden, welcher bei der Verbrennung von klassischen Tabakzigaretten entsteht.

Dies urteilte das Oberverwaltungsgericht Münster im November 2014 mit dem Aktenzeichen 4 A 775/14. Mit dem Urteil wurde entschieden, dass trotz strenger Nichtraucherschutzgesetze in Gaststätten in Nordrhein-Westfalen trotzdem gedampft werden darf. Denn laut den Richtern seien die Gefahren für Dritte beim Dampfen nicht mit denen des Zigarettenqualms zu vergleichen.

Die Funktionsweise einer elektrischen Zigarette

Elektrische Zigaretten verdampfen eine Flüssigkeit durch elektrothermische Erhitzung. Bei dem Dampf handelt es sich um ein Gemisch aus Glycerindämpfen und aus Propylenglycol – sie dienen als Träger des Nikotins und der Aromen.

Im Wesentlichen besteht eine E-Zigarette aus einem Akku, einer Verdampfereinheit sowie einem Tank für die Flüssigkeit. Bei einigen Modellen simuliert eine rote LED die Glut. Während manche Modelle durch Tastendruck aktiviert werden, funktionieren andere mit Unterdruck, indem der Konsument daran zieht. Noch mehr Infos zu der Funktionsweise gibt es hier.

E-Zigaretten am Arbeitsplatz

Aus den vorgenannten Gründen kann ein Arbeitgeber den Genuss von E-Zigaretten nicht grundsätzlich und umfassend während der Arbeit verbieten. Das gilt allerdings nur so lange, wie keine betrieblichen Belange betroffen sind. Anders sieht es aus, wenn ein Mitarbeiter zum Beispiel in der Kundenbetreuung tätig ist.

Sollte es wegen des Konsums von elektrischen Zigaretten zu Ärger kommen, sollten beide Parteien zunächst versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das wäre beispielsweise die Unterbringung von mehreren E-Zigaretten-Konsumenten gemeinsam in anderen Räumen – sofern sich das organisatorisch und finanziell durchführen lässt.

 

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