26.09.2016 12:49 Antik ist wieder "in"

Kunst statt Plüsch: Die neuesten Vintage-Wohntrends

Kolonialmoebel wieder im Kommen

Die neue Vintage-Welle macht auch vor sogenannten Kolonialmöbeln nicht halt. © istock.com/Relentless_one

Von: GFDK Redaktion

Vintage hieß in der Einrichtung jahrelang vor allem kunterbunter Shabby Chic, idealerweise selbst auf dem Flohmarkt für ein paar Euro erstanden und neu gerichtet. Doch mittlerweile ist Vintage erwachsen geworden: Erlesene Antikmöbel und Kunstwerke liegen voll im Trend.

Chesterfields und die Privatbar

Die neuesten Entwicklungen sind gute Nachrichten für alle, die mit der nüchternen Kälte des Industrial Designs nichts anfangen können und auch keine Lust mehr auf wacklige Beistelltischchen aus angemalten Obstkisten haben. Wer es sich leisten kann, setzt auf echte Antikmöbel mit Patina und Geschichte: Das Chesterfield-Sofa, auf dem schon der Urgroßvater Pfeife rauchend die Tageszeitung studierte und die Kommode aus edlem Nussholz, in der die Uroma die Aussteuer verwahrte.

Doch auch die großen Möbelhändler im Internet und kleine Nischenanbieter stellen sich allmählich auf den Vintage-Trend ein. Stark im Kommen ist beispielsweise die gute alte Bar für zu Hause. Allerdings handelt sich heute nicht mehr um eine muffig riechende Kellerbar, in der sich nur dreimal im Jahr Gäste aufhielten, sondern kleine pfiffige Barregale mit ausreichend Platz für Getränke, Gläser und Zubehör sowie zwei oder drei Barhockern. Passt in jedes Wohnzimmer und kann im Sommer zur Grillparty leicht auf die Terrasse gebracht werden.

Kleine Kunstwerke setzen Akzente

Der Retro-Trend macht sich auch in der Wohndekoration bemerkbar. Es muss nicht unbedingt der berüchtigte röhrende Hirsch sein oder Dürers betende Hände, die früher in kaum einem Haus fehlten. Doch nach Jahren der kunterbunten Wandtattoos und dem Nippes vom Flohmarkt legen wieder mehr Menschen Wert auf Wandgemälde und andere Kunstwerke. Wer es sich leisten kann, kauft Originale als Wertanlage.

Doch auch bei Antikhändlern und sogar auf Antikflohmärkten lassen sich häufig wunderschöne kleine Kunstwerke zu günstigen Preisen kaufen. Diese stammen meist aus Wohnungsauflösungen, wenn alte Menschen entweder ganz ohne Erben verstorben sind oder diese sich nicht für die Einrichtung interessierten. Zwischen viel Kitsch sind hier durchaus attraktive echte Ölgemälde oder Aquarelle zu finden – und das ein oder andere wertvolle Sammlerstück.

Der Duft der weiten Welt

Die neue Vintage-Welle macht auch vor sogenannten Kolonialmöbeln nicht halt: Schwere Möbel aus Tropenholz, geschnitzte Figuren aus Afrika oder filigrane Schmuckkästchen aus China sind eine gute Wahl für alle, die an Fernweh leiden. Doch auch hier gilt, dass weniger eher mehr ist:  Lieber eine einzige teure chinesische Antikvase auf Omas Vintage-Kommode als viel bunter "Made in China"-Nippes aus dem Dekoladen.

 

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