07.04.2013 08:30 Schmuck in allen Facetten

Juwelen aus und für Fernost: Rekordbeteiligung auf der HKTDC Hong Kong International Jewellery Show

© HKTDC

Von: Christiane Koesling

Über 42.000 Einkäufer aus 140 Ländern, mehr als je zuvor, zog es zur 30. HKTDC Hong Kong International Jewellery Show, die vom 5. bis 9. März 2013 im Hongkong Convention and Exhibition Center (HKCEC) Kollektionen und Trends brillant in Szene setzte.


Allen voran waren es Einkäufer aus den Wachstumsmärkten China (+24%), Russland und Indien (+16%), die für den neuen Besucherrekord auf der vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) organisierten Fachmesse sorgten. Die Nachfrage nach hochwertigen Juwelen erfüllten 3.341 Aussteller (2012: rund 3.110 Aussteller) mit Gold und Silber, Jade und Perlen oder Diamanten und Halbedelsteinen auf rund 94.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Unter den 49 teilnehmenden Ländern und Regionen waren erstmals Aussteller aus Zypern, dem Libanon und Peru vertreten und ergänzten mit ihren Pavillons das ohnehin schon internationale Aussteller-Spektrum. Auch Deutsch war recht oft zu hören, rund 68 Firmen aus dem deutschsprachigen Raum, davon 40 aus Deutschland, nutzten die Schmuckmesse, um ihr Können zu präsentieren, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und sich von Materialien, Designs und Trends in Hongkong (siehe HKTDC-Informationen zur Schmuckindustrie) und aller Welt inspirieren zu lassen.

Wie auch in den Jahren zuvor war das Angebot der HKTDC Hong Kong International Jewellery Show riesig. In 10 Ausstellungsbereiche übersichtlich gegliedert, fand sich alles unter einem Dach: Während sich die „World of Glamour“ um Hongkonger Designer drehte, konzentrierte sich die „Hall of Fame“ auf internationale Markenkollektionen (siehe Hall of Fame-Booklet), die sich durch erstklassiges Design und Verarbeitung auszeichnen. Hier waren aus Deutschland etwa die Breuning GmbH und Gert Hellmuth GmbH aus Pforzheim zu finden. Lose Diamanten, Edelsteine und Perlen präsentierte die „Hall of Nature“, Uhrenkollektionen die „Hall of Time“, edle Schmuckkollektionen die „Hall of Extraordinary“ und Silberschmuck die „Hall of Chic“. Darüber hinaus stand den Ausstellern im „Exclusive Showroom“, ein Bereich mit Séparées für ihre Geschäftsverhandlungen für Juwelen, Diamanten und Perlen zur Verfügung, wobei in diesem Jahr der Fokus auf „Girls best friends“, den Diamanten lag. Antike Schmuckstücke kamen in der „Antique & Vintage Jewellery Galeria“ zur Geltung, wohingegen hippe Designerstücke in der in der „Designer Galleria“ bereit lagen. Für Jade und Perlen in allen Schattierungen gab es jeweils eigene Bereiche.

 

Internationale Ausrichtung

Zusätzlich zu den themenorientierten Ausstellungsbereichen stellten sich 17 Länder in Gemeinschaftspavillons vor, darunter auch Deutschland. Ebenfalls mit eigenen Pavillons vertreten waren sieben Handelsorganisationen und Institutionen, etwa Antwerp World Diamond Centre, International Colored Gemstone Association oder Platinum Guild International. Über 90 Einkaufsdelegationen repräsentierten rund 5.000 Firmen aus 80 Ländern, darunter Australiens Leading Edge Jewellers, The Shopping Channel aus Kanada, die Moscow Jewellery Plant aus Russland oder die On Cheong Company aus Singapur.


Trendbarometer für die Schmuckbranche

 Insgesamt, so das Fazit einer unabhängigen Messeumfrage, schätzt der Großteil der 800 befragten Einkäufer die Geschäftsaussichten positiv ein und geht trotz steigender Kosten von weiterem Wachstum aus. Das größte Wachstumspotenzial sehen sie in den kommenden zwei Jahren vor allem in China, aber auch in Russland, Indien und den ASEAN-Staaten. Hongkongs Schmuckmesse bleibt also Dreh- und Angelpunkt - bereits 2012 exportierte Hongkong Echtschmuck im Wert von 6,8 Milliarden USD, eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber Vorjahr.

Wie die Messe selbst und die Messeumfragen zeigten, stehen derzeit Diamanten, gefolgt von Perlen und Jade hoch im Kur: In puncto Design liegen neben modernen, minimalistischen auch verspielte, feminine Formen im Trend (siehe Übersicht interessanter Schmuckstücke). Ein genaueres Bild zukünftiger Trends vermittelten zahlreiche Seminare, sei es zu farbigen Edelsteinen und Diamanten, zu Markt- und Marketingtrends in Europa und Amerika oder zum Kaufverhalten in unterschiedlichen Regionen Chinas.
 

Schmuckschauen und Designwettbewerbe

Unter den mehr als 20 Veranstaltungen, darunter Schmuckschauen und Perlenauktionen, sorgten besonders zwei Designwettbewerbe für Aufmerksamkeit: Sowohl die Gewinner und Meisterwerke des lokalen Design-Wettbewerbs „Hong Kong Jewellery Design Competition“, zu dem 240 Schmuckstücke unter dem Motto „Glitter in Moon“ eingereicht wurden, als auch die des international ausgerichteten Wettbewerbs “International Jewellery Design Excellence Award (IJDE)” wurden auf der Messe präsentiert. Um den IJDE Award 2013 „Champion of the Champions“-Titel bewarben sich 187 Designer aus 28 Ländern. Er ging zum zweiten Mal an den russische Designer Ilgiz F.