08.12.2016 09:39 Lukrativer als der Dax

Investieren in Sachwerte: Alternative zu Festgeld und Co.?

Von: GFDK Redaktion

Wer in diesen Tagen einen Kredit aufnimmt, kann sich über historisch niedrige Zinsen freuen - vor allem Bauherrn profitieren davon, dass die Europäische Zentralbank derzeit versucht, die Wirtschaft mithilfe billigen Geldes zu stimulieren.

Doch die niedrige Kapitalverzinsung hat auch eine Kehrseite - und die trifft vor allem Anleger. Konventionelle Investments wie Lebensversicherungen, Tages- und Festgeld werfen kaum noch Zinsen ab. Wer für sein Alter vorsorgen möchte, muss sich nun nach Alternativen umsehen.

Old- und Youngtimer: Lukrativer als der Dax

Bisher als Hobby zumeist Herren fortgeschrittenen Alters belächelt, kann sich die Investition in Oldtimer durchaus lohnen. Ein eigens dafür geschaffener Index, der den Wert der 90 wichtigsten Modelle umfasst, ist allein 2011 um 9,3 Prozent gestiegen. Auch wenn das Wachstum nicht in jedem Jahr vergleichbar ausfiel, zeigt die Wertentwicklung gleichermaßen eine Stabilität und Dynamik, die am Aktienmarkt kaum zu beobachten ist.

Daran dürfte sich Fachleuten zufolge kaum etwas ändern, denn bei steigender Nachfrage ist die Zahl der Oldtimer nun einmal begrenzt - zumindest, wenn es um bestimmte Modelle geht. Natürlich rücken stetig Fahrzeuge nach, die die magische Altersschwelle von 30 Jahren überschreiten. Wer klug ist, investiert rechtzeitig; künftig werden selbst Fahrzeuge wie der Golf II oder der Mercedes 190 einen erheblichen Wertzuwachs erleben.

Zu den Voraussetzungen gehören - neben dem tadellosen Gesamtzustand - auch eine gute Ausstattung und nach Möglichkeit eine der Topmotorisierungen. Sondermodelle sind natürlich besonders gefragt; bei verbastelten Exemplaren darf hingegen allzu bald keine nennenswerte Wertsteigerung zu erwarten sein.

Sammlermünzen mit hohem Renditepotenzial

Auch Münzsammler können sich darüber freuen, dass hier Hobby eine echte Aufwertung erfährt: Vor allem sogenannte Sammlermünzen werden aus Sicht der Kapitalanleger immer interessanter, weil hier bei bestimmten Münzen die Nachfrage proportional steigt. Demgegenüber richtet sich der Wert von Anlagemünzen vor allem nach dem Materialwert, und damit nach der Entwicklung des Gold- oder Silberpreises - und hier sind keine besonderen Kurssprünge zu erwarten.

Dabei sind jene Münzen besonders ratsam, die sich einem aktuellen Hype entziehen können. So explodierten Münzsammlungen von Sondermünzen aus der ehemaligen DDR nach der Wende förmlich im Preis; Sammlungen die zwischenzeitlich 15.000 Euro wert waren, sind heute bereits für 9.000 Euro zu haben. Wer auf Münzen setzt, die derzeit unterbewertet erscheinen, kann allerdings auch eine umgekehrte Entwicklung erleben.

Kunst oder Kitsch?

Ähnlich ist die Wertanlage in Weine, Briefmarken oder Kunst zu bewerten. In allen Fällen ist kein objektiver Wert gegeben; die Kaufpreise resultieren aus der Nachfrage. Hier zeigt sich: Klassiker haben die größten Wertsteigerungen bereits hinter sich, bleiben aber stabil. Bei zeitgenössischer Kunst ist die Beurteilung schwieriger:

Einige Kunstwerke haben hinsichtlich der Wertentwicklung Potenzial; andere den Zenit bereits erreicht- Nicht immer fällt es leicht beides zu unterscheiden. Dafür wird ein entsprechendes Fachwissen benötigt. Um jene Expertise zu erlangen, sollte das Münz- oder Briefmarkensammeln nicht nur der Kapitalvermehrung dienen, sondern auch dem Vergnügen - dann kann Angenehmes mit dem Nützlichen verbunden werden.

 

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