17.01.2017 15:22 Hörhilfen erleichtern den Alltag

Gutes Hören hält den Geist fit

15 Millionen Menschen sind in Deutschland schwerhoerig

Schätzungen zufolge sind etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland schwerhörig – und viele wissen es nicht einmal. Foto:© istock.com/pixelfit

Von: GFDK - Redaktion

Schwerhörigkeit betrifft nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen. Oftmals bleibt sie lange unerkannt, bis sie den Alltag der Betroffenen erheblich einschränkt. Moderne Hörgeräte schaffen hier Abhilfe. Doch nicht nur das: Laut einer Studie hängen Hörvermögen und geistige Fähigkeiten eng zusammen.

Forscher analysieren den Zusammenhang von Hörverlust und Demenz

Wissenschaftler um den renommierten Hörakustik-Experten Frank R. Lin an der John Hopkins Universität in Baltimore gingen der Frage nach, inwieweit Hörverlust und Demenz zusammenhängen. Sie stellten fest, dass der Hörverlust den Rückgang der geistigen Fähigkeiten begünstigt.

Und nicht nur das: Er erschwert die Teilhabe am sozialen Leben. Für die Betroffenen ist es anstrengend, Gesprächen zu folgen, insbesondere in einer lauten Umgebung. Sie nehmen nur schwer oder gar nicht mehr das Klingeln an Telefon und Tür wahr. Auch im Straßenverkehr sind sie höheren Risiken ausgesetzt, da sie heranfahrende Autos oder eine Fahrradhupe leicht überhören.

Schwerhörigkeit kann in jedem Alter auftreten

Dabei ist Schwerhörigkeit keine Krankheit, die allein die ältere Bevölkerung betrifft. Fehlbildungen am bzw. im Ohr, starke Lärmbelästigung, Unfälle oder ein Hörsturz können bereits in jungen Jahren für ein verringertes Hörvermögen verantwortlich sein, wie Unbeschwert Hören erklärt.

Schätzungen zufolge sind etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland schwerhörig – und viele wissen es nicht einmal. Die Erkrankung bleibt lange unerkannt. Es beginnt mit leisen Geräuschen, die Betroffene nicht mehr wahrnehmen. Ein Gewöhnungseffekt tritt ein.

Oftmals sind es die Beobachtungen von Familie, Freunden oder Kollegen, die einen Aha-Effekt bewirken und zum Besuch bei einem HNO-Facharzt führen. Er kann mithilfe von Hörtests und anderen medizinischen Untersuchungen feststellen, welche Ursachen die Schwerhörigkeit hat und wie stark sie ausgeprägt ist. Außerdem definiert er eine entsprechende Therapie, die mitunter das Tragen eines Hörgeräts umfasst.

Hörhilfen erleichtern den Alltag der Betroffenen

Die Hörhilfen von heute funktionieren digital und sind sehr klein, dass sie kaum beim Tragen auffallen. Selbst bei irreversiblen Hörschäden gibt es dank modernster Technik Möglichkeiten, ein Stück weit Normalität in den Alltag zurückzubringen. Hören geschieht zwar im Ohr, das Gehirn ist aber für das Verstehen von Tönen, Klängen und Geräuschen zuständig.

Der dauerhafte Ausgleich der Hörminderung ist für den Körper sehr anstrengend. Die Betroffenen sind dadurch schneller erschöpft. Das hat auch negative Auswirkungen auf die Teilnahme am sozialen Leben.

Die Hörgeräte nehmen einen Teil der Arbeit ab, das Gehirn kann die vernachlässigten geistigen Leistungen reaktivieren. So haben die Hörgeschädigten dank der Hörhilfen wieder mehr Freude am Leben. Sie steigern ihre soziale Interaktion und wirken damit Erkrankungen wie Demenz bewusst entgegen.

 

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