26.11.2012 12:14 Lotus LMP2 Saisonrückblick

Eine gute und spannende erste Saison für Lotus in der FIA World Endurance Championship

Lotus hat die FIA World Endurance Championship Saison 2012 erfolgreich beendet. Das Team zeigte eine überzeugende Leistung in seinem ersten Jahr im Langstreckenrennsport. Ein erfreulicher Saisonabschluss war der Start von der Pole Position bei den 6 Stunden von Shanghai.

Lotus LMP2 (c) Lotus

Ende Januar hat das Team seine Teilnahme in der Sportwagen-Weltmeisterschaft, die die legendären 24 Stunden von Le Mans beinhaltet, bekanntgegeben. Nach einem ersten Roll out war Lotus bereit für sein Debüt im Langstreckenrennsport.
Von: GFDK - Julia Spacek - 3 Bilder

Lotus hat die FIA World Endurance Championship Saison 2012 erfolgreich beendet. Das Team zeigte eine überzeugende Leistung in seinem ersten Jahr im Langstreckenrennsport. Ein erfreulicher Saisonabschluss war der Start von der Pole Position bei den 6 Stunden von Shanghai.

Ende Januar hat das Team seine Teilnahme in der Sportwagen-Weltmeisterschaft, die die legendären 24 Stunden von Le Mans beinhaltet, bekanntgegeben. Nach einem ersten Roll out war Lotus bereit für sein Debüt im Langstreckenrennsport.

Die Auftaktsaison der FIA World Endurance Championship begann im März mit den 12 Stunden von Sebring, wo nur ein Lotus LMP2-Auto im Einsatz war. Thomas Holzer, Mirco Schultis und Luca Moro waren am Steuer von Fahrzeug #31. Die drei Fahrer zeigten eine gute Leistung bei der Eröffnungsveranstaltung der Saison 2012 und beendeten das Rennen als Sechster in der LMP2-Klasse und Gesamt-Zehnter.

Bei den 6 Stunden von Spa setzte Lotus zum ersten Mal zwei seiner LMP2-Autos ein. Kevin Weeda und der frühere Formel 1-Testfahrer James Rossiter stießen in Belgien zum Team hinzu. Der schnelle und talentierte Brite Rossiter qualifizierte Fahrzeug #32 auf Anhieb in der ersten Reihe der LMP2-Kategorie und war nur vier Hundertstelsekunden hinter dem Führenden.

Da nach einem Motorwechsel aus der Boxengasse gestartet werden musste, bahnten sich Rossiter und seine Teamkollegen Kevin Weeda und Luca Moro ihren Weg durch das Feld und beendeten das Rennen als Elfter. Thomas Holzer, Mirco Schultis und Renger van der Zande in #31 konnten ihr bestes Qualifying-Ergebnis der Saison einfahren und starteten von Position fünf. Das Rennen endete für sie jedoch plötzlich nach einem Unfall eine Stunde vor dem Ablauf der Zeit.

Das Team setzte seine Reise fort zur größten Veranstaltung im Kalender, den 24 Stunden von Le Mans, die außerdem die dritte Runde der FIA World Endurance Championship war. Aufgrund von sportlichen Regularien und Beschränkungen durfte nur ein Lotus LMP2-Auto am legendären Langstreckenklassiker teilnehmen. So präsentierten Thomas Holzer, Mirco Schultis und Luca Moro die schwarz-goldenen Lotusfarben auf dem Circuit des 24 Heures.

Der Event wurde beeinträchtigt von technischen Problemen und führte zu einem vorzeitigen Ende in den Morgenstunden. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Auto im Rennen gut unterwegs und alle Fahrer zeigten eine solide Leistung bei deren ersten Teilnahme in Le Mans.

Die FIA World Endurance Championship legte eine zweimonatige Pause ein bevor das Starterfeld zur vierten Veranstaltung des Jahres in der Heimat des britischen Motorsports aufbrach. Ab den 6 Stunden von Silverstone trat Lotus bei jedem Rennen mit zwei seiner LMP2-Autos an. Der ehemalige Formel 1-Fahrer Vitantonio Liuzzi schloss sich dem Team an und fuhr an der Seite von Kevin Weeda und James Rossiter in Fahrzeug #32.

Das Wochenende des Italieners Liuzzi und seiner Teamkameraden verlief alles andere als ideal mit Motorschäden in den Trainingseinheiten und im Rennen. Mit Christijan Albers kehrte ein bekanntes Gesicht zurück ins Renncockpit. Der Niederländer ersetzte Luca Moro in #31, der aus privaten Gründen nicht beim Team sein konnte. Albers freute sich nach einer zweijährigen Abwesenheit wieder in einem Rennauto zu sitzen und zusammen mit seinen Teamkollegen Thomas Holzer und Mirco Schultis beendete er das Rennen als Zwölfter.

Die zweite Hälfte der FIA World Endurance Championship begann mit den 6 Stunden von Sao Paulo. Die fünfte Veranstaltung im Kalender war das erste von vier aufeinanderfolgenden Überseerennen und Lotus war in Brasilien gut aufgestellt. Nach sechs Stunden sahen beide Lotus LMP2-Autos die schwarz-weiß karierte Zielflagge.

Fahrzeug #32 kämpfte um das Podium, aber nach einer unangemessenen Entscheidung der Marshals verlor die Mannschaft wertvolle Zeit in der Box und beendete das Rennen auf Position sechs. #31 war problemlos unterwegs und wurde Achter in der LMP2-Wertung.

Lotus reiste nach der starken Leistung im vorangegangenen Rennen mit einem positiven Gefühl zu den 6 Stunden von Bahrain. Die Veranstaltung in der Wüste war besonders, da das Rennen bei Tageslicht gestartet und nachts beendet wurde. Mirco Schultis war leider krank und konnte an der sechsten Runde der FIA World Endurance Championship nicht teilnehmen. Also waren allein Thomas Holzer und Luca Moro am Steuer von #31.

Dass es in der LMP2-Kategorie sehr eng zugeht demonstrierte die Besetzung von Auto #32. James Rossiter qualifizierte sich auf Platz sechs, aber nur eine Zehntelsekunde hinter dem Mitstreiter auf Position drei. Im Rennen kämpften Kevin Weeda, James Rossiter und Vitantonio Liuzzi um eine Podestplatzierung und stellten erneut unter Beweis, dass der Lotus LMP2 konkurrenzfähig ist. Das Team beendete das Rennen auf Position vier mit nur 30 Sekunden Rückstand auf den Zweitplatzierten.

Das vorletzte Rennen der Auftaktsaison der FIA World Endurance Championship wurde ausgetragen am Fuße des Mount Fuji. Das Wochenende begann für Lotus mit Problemen, aber das Team konnte das Ruder herumreißen. Vitantonio Liuzzi qualifizierte Auto #32 auf Position drei, Thomas Holzer in #31 wiederholte mit Startplatz acht sein bis dahin bestes Qualifying-Ergebnis. Das 6 Stunden Rennen von Fuji begann vielversprechend für beide Lotus LMP2-Fahrzeuge. #32 war lange Zeit Führender in der Klasse, überquerte die Ziellinie aber nach einigen Kollisionen mit Wettbewerbern und einem ungeplanten aber angeforderten Wechsel der Heckpartie als Fünfter.

Thomas Holzer und Mirco Schultis in #31 waren solide unterwegs und hatten das Tempo, um das Rennen auf Platz sechs zu beenden. Allerdings zwang ein Lichtmaschinendefekt das deutsche Duo zur Aufgabe. Nichtsdestotrotz war das Team in der Lage, erneut eine gute Leistung im Rennen zu zeigen bevor es zum Saisonfinale ging.

Mit den 6 Stunden von Shanghai wurde die FIA World Endurance Championship 2012 abgeschlossen. Lotus kam hoch motiviert nach China und wollte die Saison auf dem Höhepunkt beenden. LMP2-Klassensieger Jan Charouz wurde Teil des Teams, da Vitantonio Liuzzi nicht in Shanghai antreten konnte. Es war ein gutes Wochenende für die gesamte Lotus-Mannschaft mit Thomas Holzer (#31) auf Platz zwei im ersten Training und James Rossiter (#32) als Führendem vor allen Wettbewerbern in der zweiten Trainingseinheit.

Beide Rennfahrer setzten ihren Aufwärtstrend fort und erzielten ihr bestes Qualifying-Ergebnis der Saison. Thomas Holzer qualifizierte sich als Sechster in der LMP2-Klasse, wohingegen James Rossiter mit seinem Lotus LMP2-Auto auf Pole Position fuhr, was einen großen Erfolg für das ganze Team bedeutete. Es war die erste Pole Position in Lotus‘ noch junger Historie im Langstreckenrennsport und eine angemessene Belohnung für jedermanns harte Arbeit.

Im Rennen war der Brite Rossiter mit einem guten Tempo unterwegs und hatte seine Reifen nicht zu sehr beansprucht, weshalb er gut mit den Konkurrenten mithalten konnte. Unglücklicherweise endete das Rennen für Fahrzeug #32 vorzeitig aufgrund von Bremsproblemen. Thomas Holzer und Mirco Schultis in #31 hatten ein gutes Rennen und konnten mit Position sechs ihr bestes Resultat des Jahres einfahren.

Es war eine gute und spannende erste Saison für Lotus in der FIA World Endurance Championship. Die Mannschaft steigerte sich kontinuierlich und war ein ernstzunehmender Wettbewerber in der LMP2-Kategorie. Die Fahrer und Teammitglieder leisteten eine unglaubliche Arbeit und haben sehr hart für gute Ergebnisse gearbeitet. Die Pole Position in Shanghai war das i-Tüpfelchen einer anspruchsvollen aber auch erfolgreichen ersten Saison im Langstreckenrennsport.

Lotus nutzt die Winterpause, um gut für die neuen Herausforderungen in der FIA World Endurance Championship gerüstet zu sein und freut sich, mit seinem eigenen und brandneuen Sportwagen, dem Lotus T128, anzutreten.

Julia Spacek

E: js@lotus-lmp2.com
www.lotus-lmp2.com