19.09.2013 08:10 Edles Design mit hohem Anspruch an Qualität

Edle Lederprodukte "Made in Germany" - Nachhaltigkeit durch soziale Verantwortung

Handtasche Boat

Ob Gürtel, Taschen oder Etuis, die Lederwaren sind allesamt Unikate. © Hanford & Römer (Bild 1-3)

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Von: Öforma

Dirk Römer und Silke Hanford haben vor zwei Jahren ein deutsches Label für edle Lederprodukte gegründet. Der Anspruch des Paares: Wir produzieren ausschließlich in Deutschland, arbeiten mit zertifizierten Gerbereien zusammen und beschäftigen Täschner, die unsere Lederwaren in Deutschland handwerklich fertigen. Ob Gürtel, Taschen oder Etuis, die Lederwaren sind allesamt Unikate. "Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, dass wir als Unternehmer eine soziale Verantwortung übernehmen", betont Dirk Römer. Das Ehepaar verfolgt mit Herzblut und Leidenschaft sein Konzept: Edles Design mit hohem Anspruch an Qualität, Made in Germany.

Mehr denn je produzieren Unternehmen im Ausland, zahlen Dumpinglöhne, beuten Menschen aus, belasten die Umwelt und liefern sich harte Wettbewerbskämpfe. Unser Wirtschaftssystem braucht eine Korrektur: Der Unternehmer Dirk Römer trotzt der Billigmentalität - "wir machen diesen Wahnsinn nicht mit“ und setzt mit seiner Marke Hanford & Römer Maßstäbe. „Qualität und Nachhaltigkeit müssen eine größere Rolle für eine Kaufentscheidung spielen", ist Dirk Römers Überzeugung. Made in Germany muss seinen Wert behalten.

Handgefertigte Taschen

Ein Produkt das in professioneller Handarbeit entsteht, will unvergleichlich sein und als wertiges, langlebiges Unikat einen ihm eigenen Charakter tragen. Ein Feintäschner benötigt für eine handgefertigte Tasche, je nach Modell etwa 15 bis 20 Stunden - eine Hanford & Römer Tasche besteht aus 75 bis 100 Einzelteilen, die der Kunde nach seinen Vorstellungen auswählen kann.

Billigprodukte meiden

Aus sozial-ökologischen Gründen, bekennt sich Hanford & Römer zu der Produktion in Deutschland. Ein in Deutschland aussterbendes Handwerk wird gefördert und Löhne gezahlt, die gerechtfertigt und fair sind: Der Unternehmer setzt darauf, dass Verbraucher langfristig umdenken. "Unsere Kollektion kommt an, unsere Produkte werden hoch geschätzt, und wir bekommen viel Anerkennung dafür, dass wir in Deutschland produzieren", sagt Dirk Römer.

Der Kunde entscheidet

Der Preis ist natürlich immer auch ein Kaufentscheidungskriterium. Hanford & Römer will nicht in Wettbewerb treten mit Prestigelabels oder Massenprodukten aus industrieller Fertigung. Dirk Römer ist davon überzeugt, dass sich die Qualität und Einzigartigkeit ihrer Lederwaren langfristig durchsetzt, denn immer mehr Verbraucher prüfen bei der Kaufentscheidung kritisch die Herkunft und Produktionsbedingungen. Die Frage nach den ethischen Werten spielt eine immer stärkere Rolle. Der neue Konsument mischt sich ein, prangert Unternehmen an, nimmt Kritik an Arbeitsbedingungen, Umweltstandards und Produktionsabläufen. Somit entscheidet der Kunde, und darin liegt die Chance für das junge Label aus Düsseldorf, das sich der Verantwortung stellt.  

Der Preis für Billigpreise 

Noch in den 60er Jahren waren etwa 30.000 Menschen in Gerbereien beschäftigt. Sattler, Schuhmacher, Handschuhmacher, Täschner oder Riemenschneider haben eine Tradition und Handwerk hochgehalten. Doch der einst blühende Gewerbezweig hat sich inzwischen verabschiedet. In Deutschland gibt es nur noch wenige Gerbereien. Sie machen ihren Umsatz hauptsächlich über die Automobilindustrie. "Wegen der hohen Umweltstandards und der teuren Arbeitskräfte sind viele Unternehmen ins Ausland abgewandert", erklärt Dirk Römer. „So wird inzwischen ein Großteil der Rohhäute in Billiglohnländer transportiert, dort gegerbt und weiterverarbeitet und zurück nach Deutschland verfrachtet.

Dem Verbraucher wird dadurch suggeriert, ein deutsches Produkt zu erwerben. Die Bedingungen unter denen in Indien oder China unter Belastung der Menschen und der Umwelt der Rohstoff bearbeitet wird, geraten leicht aus dem Fokus. Barfuß, ohne Mundschutz oder Schutzbekleidung sind die Beschäftigten den chemischen Giften während der Gerbverfahren ausgesetzt, werden nur mit Hungerlöhnen bezahlt und in einem hohen Maß gesundheitlich gefährdet: Hauterkrankungen, Infektionen der Atemwege oder Darmerkrankungen sind die Folgen. Auch Kinder verrichten diese Arbeiten."

Weitere informationen unter: www.feinelederwaren.de

Dirk Römer leitet seit 1997 in der dritten Generation den Düsseldorfer Familienbetrieb, der ursprünglich als Polsterei vom Großvater gegründet und vom Vater als Hersteller gehobenen Bürointerieurs fortgeführt wurde. Zusammen mit seiner Frau Silke Hanford hat er 2011 das Label Hanford & Römer ® gegründet. Hierin wird der hohe Anspruch des Ehepaars an Design, Qualität, Umweltverträglichkeit und soziale Verantwortung vereint.

Pressekontakt: kronenberger@oeforma.de