28.05.2012 07:57 ASANDRI – Herbst/Winter 2012/13

ASANDRI – der Mut, die Konventionen und Werte von heute in Frage zu stellen, gibt uns die Freiheit, neue Standpunkte für die Zukunft zu definieren!

(c)ASANDRI

Von: Anja Kaltenbach - 3 Bilder

Mit der neuen Herbst/Winter-Kollektion 2012/13 von ASANDRI sind Alexandra Pfister und Stefan Wiedmer kompromisslos ihren Weg gegangen, haben ihre persönlichen Haltungen in einen starken Look umgesetzt und die Lanze für ein umstrittenes Naturprodukt gebrochen.

Der Einsatz von echtem Pelz ist ein Risiko, aber auch eine Chance, über Nachhaltigkeit aufzuklären, ohne in gutmenschlicher Heuchelei hängen zu bleiben. Der Schweizer Rotfuchs wird bejagt, weil die Bestände nicht mehr durch natürliche Fressfeinde reguliert werden – und bisher werden die meisten Pelze über die Kehrichtverbrennung entsorgt.

Die persönliche Einschätzung von Alexandra Pfister lässt sich in der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion des Designduos ablesen: “Ich bin davon überzeugt,“ hält sie fest, „dass wir uns in einer Phase des Wertewandels bewegen. Die Menschen suchen Authentizität und definieren sich damit mehr über eine spezifische Geisteshaltung als einen trendbestimmten Lifestyle.“

Bei ASANDRI wird verstärkt darauf gesetzt, ein neues Konzept des Begriffes Luxus zu entwerfen. Das kreative Team will mit seinen Entwürfen die Sinne in einer Weise ansprechen, die weit über einen primär optischen und eher oberflächlichen Reiz hinausgeht. „Für uns ist Luxus eine intensive Erfahrung von Substanz, Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit!“ meint Alexandra Pfister.

Auf die typische ASANDRI-Frau angesprochen, lacht die Designerin, denn für sie sind Frauen äusserst komplexe Wesen, die sich ganz grundsätzlich gegen jede Form der Kategorisierung sträuben. „Am ehesten“, räumt sie ein, „entspricht unsere ASANDRI-Frau einem Wesen des neuen Zeitgeistes verantwortungsbewussten Handelns.“

Der Fokus richtet sich dabei auf den Anspruch aussergewöhnlicher Qualität, hervorragenden Handwerks, entspannter Behaglichkeit und zwangloser Eleganz.

Für diese Frauen hat ASANDRI in der Herbst/Winter-Kollektion einen authentischen und schnörkellosen Ansatz gewählt. Die Farbpalette reflektiert die intensive und sinnliche Atmosphäre der schwer fassbaren, mystischen „Blauen Stunde“ – den kurzen Zeitraum der Dämmerung, der allen Farben eine magische Eleganz verleiht und attraktive Konturen zeichnet.

Dunkle Blaubeere, Nuancen von Grau, tiefes Burgunderrot, intensives Schokobraun und Nachtschwarz kombinieren sich mit subtilen Metallic-Elementen und Tönen in mattem Silber und Bronze. Präzise Schnitte und clever angelegte Nahtführungen betonen die Intensität und Schärfe des Looks.

Eng am Körper anliegendes Stretch-Leder wird mit elegant fliessender Seide, kuschelweichem Grobstrick, erstklassigem Doubleface-Woll-Angora-Mix und – zum allerersten Mal – Schweizer Rotfuchspelz kombiniert.

Pelz ist einer der umstrittensten Rohstoffe in der Modeindustrie und der Einsatz dieses wunderbaren Naturprodukts muss allerhöchsten ethischen Ansprüchen genügen. Für das Designerduo von ASANDRI stand die Verwendung von Pelz lange Zeit ausser Frage.

„Wir verwenden keine Pelze von Tieren, die nur ihres Pelzes wegen gezüchtet und getötet werden“, ist die strikte Haltung von Alexandra Pfister, „und diesen Grundsatz werden wir auch niemals in Frage stellen.“

Durch eine Freundin wurden Pfister und Wiedmer aufmerksam auf die Pelze der Schweizer Rotfüchse.

Die Behördenauflagen zur Bestandsregulierung der Fuchspopulation in der Schweiz schreiben die regelmässige Bejagung der Tiere mit Kontingenten vor. Die Pelze werden meist in der Kehrichtverbrennung entsorgt, da sich der Aufwand zur Weiterverarbeitung nicht lohnt.

Es sind Pelze von Tieren, die ihr Leben in der Wildnis und in Freiheit verbracht haben. Der Wuchs und die Färbung wurden nicht durch Züchtung manipuliert. Es sind echte, unverfälschte und damit ganz wunderbare Naturprodukte. „Wir möchten zeigen, dass es in dieser Welt nicht nur Schwarz und Weiss gibt.

Wenn diese Tiere schon bejagt werden, sollen sie am Ende nicht nur sinnlos in der Müll-Entsorgung landen“, so Pfister. Das sei Verschwendung von etwas Wunderbarem und Grossartigem. Nachhaltigkeit habe viel mit Aufklärung und Ehrlichkeit zu tun, ist die Designerin überzeugt.

ASANDRI – der Mut, die Konventionen und Werte von heute in Frage zu stellen, gibt uns die Freiheit, neue Standpunkte für die Zukunft zu definieren!