05.04.2014 08:00 Edles Möbeldesign

60 Jahre Stuhl D48/D49: Bauhaus-Reedition von TECTA

Stil TECTA Stuhl

Ein großes Thema in Mailand sind Reeditionen von Möbelklassikern. Von Designliebhabern derzeit wiederentdeckt wird der Stuhlentwurf D48/D49 von Hans Könecke, den TECTA seit den 50er Jahren fertigt - ein Sinnbild für beständiges, zeitloses Möbeldesign. © TECTA

Von: GeSK

Tecta ist vor allem für seine Bauhaus-Editionen von berühmten Gestaltern wie Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe oder Walter Gropius bekannt. Doch die Leidenschaft der Firma gilt nicht den berühmten Namen, sondern schlüssig konstruierten Möbeln - solche von wenig bekannten Designern werden bei TECTA "Anonyme Aristokraten" genannt. Der Stuhl D48/D49 ist so einer. Der Architekt Hans Könecke entwarf diese in seinem Studio in Caracas, Venezuela. Erst zu diesem Zeitpunkt war es möglich Schichtholz in großem Maßstab zu verformen. Die aus Rückenlehne, Armlehnen und Sitzfläche zusammengefügte Schale setzte Könecke auf ein verchromtes Drehgestell mit Rollen.

Der Glanz gepaart mit dem Furnier aus Santos-Palisander und schwarzem Lederkissen, verhalf zum Erfolg als repräsentativer Schreibtisch-und Konferenzstuhl. Für die Reedition hat TECTA eine neue Version erdacht, bei der die Schale mit einer Sitzfederung auf einem vierbeinigen Gestell befestigt ist. Dadurch entsteht ein schwingendes, äußerst bequemes Sitzgefühl, so dass sich der Sessel ebenso für informelle Sitzgruppen oder am Esstisch anbietet. Das vierbeinige Gestell wird in verchromter Ausführung oder matt schwarz pulverbeschichtet angeboten. Die Sitzschale ist neben Palisander in Eiche oder in transparentem Plexiglas erhältlich.

Über TECTA

TECTA ist bekannt für ihre werkgetreu und in Lizenz gefertigten Bauhaus-Reeditionen und deren Weiterentwicklungen. Diese Reeditionen werden vom Bauhaus-Archiv in Berlin genehmigt. Als solche sind sie eine exakte Abbildung der Originale – sowohl in den Proportionen, als auch was die Materialien und die Verarbeitung angeht. Dazu zählen etwa die vernickelten Stahlrohroberflächen oder die Bespannung der Stühle mit Eisengarngurten. Sie bestehen aus mehrfach gezwirnten Baumwollfäden, die ihre Festigkeit durch Paraffinierung erhalten. TECTA wurde 1956 von dem Architekten Hans Könecke in Lauenförde gegründet. 1972 übernahmen Werner und Axel Bruchhäuser das Unternehmen.

Zusammen mit seinem Neffen Christian Drescher leitet Axel Bruchhäuser bis heute das Unternehmen. Gefertigt wird ausschließlich in Lauenförde mit eigener Schreinerei, Schlosserei und Polsterei. Alle Modelle von TECTA werden in den Werkstätten in Lauenförde in Handarbeit gefertigt. Zu den Reeditionen der Bauhaus-Modelle zählen u.a. Entwürfe von Walter Gropius, Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Peter Keler und El Lissitzky. In Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Architekten und Künstlern, wie jüngst mit Andree Weissert, transformiert TECTA den Bauhausgedanken in einen aktuellen Kontext. Auch Entwürfe unter eigenem Namen, die den Gestaltungsprämissen des Bauhauses folgen, finden international hohen Anklang.

Pressekontakt: pr@gesk.info

 

Weiterführende Links:
www.tecta.de