14.09.2019 The Winner is Medisana

IFA 2019, Medisana startet durch - Unterhaltungselektronik in der Krise

von: GFDK - Stil und Lifestyle

IFA Nachlese 2019 - The Winner is Medisana. Es gab verdammt viel zu sehen auf der IFA 2019, so zum Beispiel der erste smarte Fahrradhelm mit Bremslicht, Sprachnavigation und SOS-Taste, nur Radfahren müssen sie noch selber.

Fast 2.000 Aussteller präsentierten ihre Neuigkeiten, wie Tablets, Notebooks, Smartphones, Gaming-Produkte, Haushaltsgeräte und natürlich Fernseher.

Und wie schon angekündigt war KI das große Thema der Messe. Waschmaschinen, Trockner bis zum Heizkörper können nun miteinander kommunizieren. Vergessen wird dabei, dass dies alles viel Strom fressen wird. Was soll´s, dann müssen wir eben noch mehr Windräder aufstellen, auch wenn die keiner haben will.

„KI wird künftig in jedem Gerät drin sein, aber wir werden nicht darüber nachdenken, sondern es für selbstverständlich halten“, sagt der IFA-Direktor Jens Heithecker schon vor Messebeginn. Auch die Sprachsteuerung sei bei vielen Geräten schon fast eine Selbstverständlichkeit.

In diesem Jahr stünden Künstliche Intelligenz, 5G sowie die Sprachsteuerung von Geräten der Unterhaltungselektronik klar im Fokus der Top-Themen, sagte Jens Heithecker zur offiziellen Eröffnung in Berlin.

Heithecker sprach von einer „kleinen, stillen Revolution“ in der Unterhaltungselektronik, Hausgeräten und in der Gesundheitsvorsorge sowie technischer Gesundheitsprodukte.

Und da bin ich schon bei meinem ersten Thema, bei den technischen Gesundheitsprodukten von Medisana. Zur IFA 2019 stellte Medisana gleich sieben neue Connect Highlight Produkte in Berlin vor, von neuen Körperanalyse-Waagen, die mit WLAN funktionieren bis hin zu einer Blutdruckmessuhr.

Medisana präsentierte den Home Care Robot Temi

Auf dem offiziellen IFA Innovations Media Briefing hatte es sich schon angedeutet, eine der großen Innovationen war der Home Care Robot von Medisana, der erstmals dem Publikum vorgestellt wurde. Aber eins nach dem anderen.

Aufschlag bei Barbara Schöneberger - Der Goldene Computer

Für die Marketing Direktorin EMEA von Medisana Anja Schimmelpfennig und Kollegen André Lehnen ging es schon am Montag vor dem Messestart richtig los. Der Medisana Home Care Robot war der Stargast auf der Bühne bei Barbara Schöneberger beim „Goldenen Computer“ und wurde vor 300 geladenen Gästen aus der Technik- und Unterhaltungselektronikbranche als Innovation gewürdigt.

Die begehrten Trophäen des „Goldenen Computer“ werden nur an ausgezeichnete Produkte verliehen. Die begehrten Technikpreise werden von Computer Bild, Audio Video Foto Bild, der IFA, Otto, One.de und TechniSat verleihen. 91 Favoriten in zwölf Kategorien standen dieses Jahr zur Wahl.

André Lehnen, Projektmanager new Business Areas bei Medisana, führte den Home Care Robot über den roten Teppich und erläuterte Barbara Schöneberger und Dirk General-Kuchel, Chefredakteur der Computer Bild, als Gastgeber unterhaltsam die spannenden Funktionen und Features des neuen digitalen Alltagshelfers von Medisana vor. Dieses Jahr stand die Verleihung unter dem Motto „Robotics“.

Der Temi von Medisana wurde von den Medien gefeiert

Aber das war erst der Anfang eines nun einsetzenden Presse und TV-Marathons für Anja Schimmelpfennig und Medisana. Von nun an ging es Schlag auf Schlag, TV Medien und Print Medien wechselten sich fast stündlich ab, und das acht Tage lang.

Es begann mit dem Digitalexperten Dennis Horn im ARD Morgenmagazin, es folgte die SWR Sendung ARD Büffet, die zur Mittagszeit ausgestrahlt wurde. Im Sat 1 Frühstücksfernsehen stellte Sascha Zöller den Temi vor, und ntv brachte einen Beitrag in den IFA-Nachrichten. Weiter ging es mit dem MDR, RBB, Media Markt TV und dem Spreewald TV.

LEAD Digital stellte die zehn besten IFA-Neuheiten 2019 vor. Willkommen in der Zukunft hieß es und der Home Care Robot Temi von Medisana war unter den zehn besten IFA-Neuheiten. Mehr Lob geht nicht, und Smart Wohnen brachte einen ellenlangen Beitrag über den Temi in dem alles erklärt wurde. Laut Anja Schimmelpfennig wird der Home Care Robot Temi im Frühjahr 2020 von Medisana eingeführt.

Die Spezialisten im Home Health Care-Markt stellten geballte Highlights von Medisana über fast alle Produktkategorien vor, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Die Pioniere im Bereich Mobile Gesundheit haben aber mit dem Temi den größten medialen Erfolg in der über 30 jährigen Firmengeschichte erzielt.

Unterhaltungselektronik nicht mehr im Aufwind

Die Hersteller für Unterhaltungselektronik haben 2019 nicht viel zu lachen. Die TV-Hersteller versuchen die Absatzflaute mit immer neueren Technologien zu überwinden. Auf der wichtigsten Leistungsschau für Unterhaltungselektronik und Hausgeräte, der IFA, wollten die Hersteller das Blatt vor dem Weihnachtsgeschäft noch einmal wenden.

LG, Samsung und Sony übertrumpften sich mit Bildschirmen, die immer größer, dünner, farbenprächtiger, und sogar einrollbar sind. Das Problem, die Geräte werden immer teurer. Durchschnittlich geht in Deutschland ein TV-Gerät aber nur noch für 564 Euro über den Ladentisch.

Das ist bitter für die Branche, da Fernseher 45 Prozent des gesamten Geschäfts mit Unterhaltungselektronik ausmachen. Im ersten Halbjahr 2019 sehen die Zahlen mehr als tiefrot aus, das Geschäft ist um zehn Prozent eingebrochen.

Noch schlechter sieht es bei Spielkonsolen aus, hier ist der Umsatz um 25 Prozent gesunken, und bei Home-Cinema-Systemen sogar um fast 50 Prozent.

Ist das Irrsinn - Flachbildschirme so groß wie Zimmerwände

Trotz alledem setzen die Hersteller weiter auf die neuen 8K-Fernseher. Und Sharp zeigte den größten 8K-LCD-TV der Welt. Seine Bildschirmdiagonale beträgt etwas mehr als drei Meter. Aber es geht sogar noch größer, Samsung zeigte den The Wall Luxury mit einer Bilddiagonale von 7,4 Meter. Also anbauen oder umziehen.

Und der Publikumsmagnet auf der IFA war der LG Fernseher, der sich bei bedarf einrollen läßt. LG zeigte in Berlin den 88 Zoll großen LG OLED Z9 mit 8K für rund 40.000 Euro, ein echtes Schnäppchen.

Da läßt sich Sony nicht lumpen und stellte auf der IFA seinen rund 15.000 Euro teuren 8K-Fernseher mit riesiger 85-Zoll-Diagonale vor. Schon im letzten Jahr haben wir kritisiert, dass es noch keine Filme und Fernsehsendungen für 4K und erst recht nicht für 8K gibt. 

Eine schöne Nachricht für Retro-Fans gab es auch: Die IFA 2019 erlebte die Rückkehr einer Legende. Nach 29 Jahren Abstinenz gab es erstmals wieder Audio-Geräte unter dem Namen Braun. Die neuen Braun-Geräte kommen aber vom englischen Audiospezialisten Pure. Egal, die Legende lebt auf.

Smartphones überrollen Unterhaltungselektronik

Die Unterhaltungselektronik ist zwar  in der Flaute, dafür boomt der Markt für Smartphones. Für Deutschland wird ein Wachstum von mehr als zehn Prozent 2019 erwartet. Mit knapp zwölf Milliarden Euro haben die Smartphones die Unterhaltungselektronik mehr als nur abgehängt.

Die faltbaren Smartphones werden durchstarten. Jeder dritte Verbraucher in Deutschland (35 Prozent) könnte sich vorstellen, ein Falt-Smartphone zu nutzen, geht aus einer Trendstudie hervor, die das Beratungshaus Deloitte gemeinsam mit dem Digitalverband Bitkom am Mittwoch zum Start der IFA in Berlin vorstellte.

Auf der IFA in Berlin zeigte der südkoreanische Konzern Samsung sein "Galaxy Fold" und will so das Wettrennen gegen Huawei gewinnen. Dafür präsentierte Huawei seinen neusten Smartphone-Chip in Berlin.

Und die Presse schrieb: Nach PR-Desaster: Samsungs Falt-Handy Galaxy Fold feiert Knaller-Comeback auf der IFA. Das Galaxy Fold 5G wird am 18. September in den Handel kommen. Sony präsentierte das Sony Xperia 5 zum Preis von 799 Euro, und wird laut Sony ab Anfang Oktober mit Android 9 in den Farben Black, Grey, Blue und Red erhältlich sein.

Ganz anders macht es der Handy-Veteran Nokia. Fünf neue Mittelklasse-Modelle zu Preisen, die man sich auch leisten kann, hat Nokia vorgestellt. Die Handys haben auch die wichtigsten Apps, wie Whatsapp ,Youtube und auch den Google Assistant. Die Preise liegen zwischen 90 und 300 Euro.

Zum Beispiel 90 Euro für das Klapphandy, 110 Euro für das Outdoor-Modell. Geht doch - Das Nokia 7.2, gibt es ab rund 300 Euro, und das Nokia 6.2, für rund 250 Euro.

Apple nicht auf der IFA

Nur, und das hat mich erstaunt, wo waren eigentlich die Smartphones von Apple zu sehen. Auf der IFA in Berlin jedenfalls nicht. Apple hat es vorgezogen seine neuen Modelle, das iPhone XI und die neue Apple Watch erst nach der IFA in den USA vorzustellen, was für eine Enttäuschung für die IFA Gäste.

Das 6,1 Zoll große iPhone 11 kommt am 20. September ab 799 Euro in den Handel. Das 11 Pro fängt bei 1.149 € an und das 11 Pro Max bei 1.249 €. Die Apple Watch Series 5 startet wie gehabt bei 449 Euro. Aber richtig spannend wird es erst 2020 bei Apple.

Der E-Scooter-Trend auf der IFA?

An vielen Ständen waren E-Tretroller zu sehen und sogar Fahrräder mit Maserati-Logo, was die auf der IFA zu suchen hatten, hat sich mir nicht erschlossen. Der E-Scooter-Trend ging aber an der IFA nicht vorbei: Der Hersteller Trekstor stellte gleich vier Modelle zu Preisen von 399 Euro bis 1.499 Euro vor.

Mitten in die IFA platzt dann für die Hersteller der E-Tretroller eine unangenehme Meldung. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sprach sich für ein Verbot von E-Scootern aus. „E-Tretroller sollten komplett verboten werden. Nur das würde helfen, Verletzungen zu vermeiden“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ („NOZ“). „Aus medizinischer Sicht sind sie einfach zu gefährlich, also weg damit.“ Da sag ich mal: Basta

Hausarbeit hat sich erledigt

Gute Nachrichten gab es für Putzmuffel auf der IFA, denn laut einer Umfrage des globalen Marktforschungsunternehmens Mintel gibt es immer wieder Streit bei der Aufteilung der häuslichen Tätigkeiten. Das ist nun vorbei. Saugroboter reinigen die Wohnung, den können sie über eine App steuern, und müssen dafür nicht einmal Zuhause sein.

Waschmaschinen können nun auch per App und WLAN mit Tablet oder Smartphone gesteuert werden, alles aus der Ferne. Via Smartphone können sie, dank Innenraumkameras einen Blick in ihren Kühlschrank werfen, und wissen nun das dringend Bier nachgeholt werden muß. Prima, das nenne ich mal eine digitale Innovationen, die auch ich gebrauchen kann.

Das muß auch noch erwähnt werden

Die Chemnitzerin Stefanie Müller hat in diesem Jahr den ARD ZDF-Förderpreis 2019 erhalten, der mit 5000 Euro notiert ist. Im letzem Jahr ging der erste Preis an Aruscha Kramm für die Bachelorarbeit "Barrierefreiheit in mobilen Applikationen - Implementierung einer Sprachsteuerung.
Die Chemnitzerin Stefanie Müller wurde am Freitag, dem ersten Messetag mit dem ARD/ZDF-Förderpreis "Frauen und Medientechnologie" ausgezeichnet. Sie hat ein Verfahren entwickelt, mit dem man altes Videomaterial auf Fehler untersuchen kann und darüber an der TU Chemnitz ihre Dissertation geschrieben.

So, das war es von der IFA 2019. Mit 2.800 Kollegen, deutlich weniger als im letzten Jahr, habe ich mich durch den IFA-Dschungel geschlagen, und längst nicht alles gesehen, aber es hat mir gereicht.

Die IFA-Bilanz 2019 kann sich sehen lassen. Fast 2.000 Aussteller, 245.000 Besucher und einem neuen Allzeithoch mit Fachbesuchern aus mehr als 100 Ländern konnte man glänzen. Die nächste IFA findet vom 4. bis zum 9. September 2020 statt.

Also, bis zum nächsten Jahr

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