08.03.2020 Auszeitdörfer in Tirol

Von der Karriereleiter ins Tiroler Auszeitdorf

von: GFDK - Reisen und Urlaub

Das Auswärtige Amt rät nun auch von Reisen nach Südtirol ab. Der Regierungschef der Region hat dafür wenig Verständnis – und fürchtet um die Tourismuswirtschaft.

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung ausgeweitet und rät nun auch von nicht erforderlichen Reisen in die norditalienischen Regionen Südtirol, Emilia-Romagna und Lombardei ab. Nun wir von der GFDK-Reise-Redaktion halten das für übertrieben. Zudem gelten unsere Reiseempfehlungen erst für die Monate April, Mai und Juni.

Zur Ruhe kommen, abschalten und neue Kraft schöpfen – so gestalten sich Alltagsfluchten in die Auszeitdörfer Gramais, Hinterhornbach, Pfafflar und Kaisers. Die vier österreichischen Kleinstgemeinden sind Partner des EU-Projekts „Lebensspur Lech“ und gelten als Sehnsuchtsorte für Erholungssuchende.

In den versteckten Seitentälern des Tiroler Lechtals gelegen, haben sie sich über die Jahre ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Lifte, Pisten und große Hotels sucht man vergebens, auch infrastrukturell geben sich Bewohner und Besucher mit dem Nötigsten zufrieden.

Von „toter Hose“ kann dennoch keine Rede sein: Das beweisen immer mehr junge Visionäre, die sich ganz bewusst für ein Leben im Auszeitdorf entscheiden und in den abgeschiedenen Ortschaften für frischen Wind sorgen. Zu entdecken gibt es demnach einiges, nicht zuletzt sich selbst.

Auszeitdörfer in Tirol

Hubertus (45) und Claudia (38) Lindner betreiben ihr alpintouristisches Zwei-Mann-Unternehmen in Gramais, mit derzeit nur 68 Bewohnern Österreichs kleinste Gemeinde.

In ihrem ersten Leben standen sie für das, was eigentlich typische Städter ausmacht: jung, dynamisch, ehrgeizig, studiert und erfolgreich in Marketing und Management tätig. Irgendwann aber machten Dienstwagen und Gehalt allein nicht mehr glücklich, beide hängten ihre beruflichen Karrieren kurzerhand an den Nagel.

Die Entscheidung für ein entschleunigtes und nachhaltiges Leben im Auszeitdorf haben sie nie bereut. Mittlerweile führt Hubertus wanderaffine Urlauber durch die Lechtaler Bergwelt, während Claudia, Mutter eines kleinen Sohns, das neue „Basecamp Hinterstein“ für die Hausgäste in Schuss hält.

Ähnliche Biographien haben Produktmanagerin Ramona Sprenger aus Pfafflar oder Christoph Eisnecker vom Landgasthof Adler in Hinterhornbach zu erzählen – allesamt junge Visionäre, die in den vier Tiroler Auszeitdörfern ihr Glück gefunden haben und dort ihre ganz persönliche „Lebensspur“ hinterlassen.

Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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