06.04.2013 Zum Schnitzen in die Freiluft-Werkstatt

Erst Baumstamm, dann Kunstwerk: Holzbildhauer Ernst Franz weiht seine Schüler unter freiem Himmel in die Geheimnisse der Schnitzkunst ein

von: Kunz PR

Formgefühl sollten die Teilnehmer schon mitbringen und auch ein bisschen Mut. Denn der richtige Schlag beim Ansetzen des Schnitzeisens will gelernt sein. Wie aus einem groben Fichtenstamm in vier Tagen ein Kunstwerk wird, erlernen Schnitz-Begeisterte bei neuen Kursen in den Ammergauer Alpen, und zwar unter professioneller Anleitung von Holzbildhauer Ernst Franz. Ein Waldstück an Unterammergaus Hausberg „Pürschling“ dient als Freiluft-Werkstatt, in der jeder einem ca. 1,60 Meter hohen Baumstumpf mit Eisen und Klüpfel an die Rinde geht, um sein Innerstes nach Außen zu kehren. Der Vier-Tageskurs mit 20 Unterrichtsstunden findet zu ausgewählten Terminen von Juni bis Oktober statt und kostet 240 Euro. Anfänger, die noch an den Grundlagen des Schnitzens feilen möchten, besuchen den zweitägigen Einführungskurs (120 Euro).


„Draußen ist’s einfach viel schöner“, erzählt Ernst Franz, der in diesem Sommer erstmals Schnitzkurse im Freien anbietet. Inmitten der unberührten Natur der Ammergauer Alpen können bis zu sieben Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf lassen und profitieren von der rund 25-jährigen Berufserfahrung des passionierten Holzbildhauers, der den Schülern mit Techniktipps und Gestaltungsideen zur Seite steht. Und sollte mal ein Schlag daneben gehen, setzt der Meister selbst die Eisen an.

„Wichtig dabei ist natürlich, dass die Skulptur immer noch die Handschrift ihres Erschaffers trägt, denn jeder bringt seine eigene Persönlichkeit mit ins Kunstwerk ein“, erläutert der 52-jährige Unterammergauer, für den das handwerkliche Gestalten noch einen anderen positiven Nebeneffekt mit sich bringt: Denn das Arbeiten in der Natur, die Konzentration auf eine bewusste Tätigkeit sowie das regelmäßige Klopfen mit dem Klüpfel-Hammer auf das Eisen hat auch etwas Entspannendes. „Viele Menschen kommen in unserer hektischen Zeit schwer zur Ruhe und wissen nach einem Arbeitstag häufig nicht mehr, was sie eigentlich geleistet haben. Der Aha-Effekt nach einem Kurs, wie wir ihn anbieten, ist mit einem selbstgefertigten Kunstobjekt natürlich groß“, ergänzt Ernst Franz, der sein Handwerk übrigens in der Schnitzschule Oberammergau gelernt hat, die sich als renommierte Ausbildungsstätte für Holzschnitzer und Bildhauer einen Namen gemacht hat.

„Seit über acht Jahrhunderten hat die fingerfertige Schnitzkunst bei uns Tradition“, erzählt Nicole Richter von der Ammergauer Alpen GmbH. Von Heiligen- und Krippenfiguren über alltägliche Gebrauchsgegenstände bis hin zu moderner Kunst – bis heute gibt es rund 60 Holzbildhauer in der Region, die Meister ihres Fachs sind und Gäste in ihren Werkräumen sowie in der „Lebenden Werkstatt“ im Pilatushaus über ihre Schultern schauen lassen. Aber nicht nur Holzkünstler fühlen sich von der bayerischen Bilderbuchidylle inspiriert. Auch Kunstschaffende, wie Töpfer, Goldschmiedemeister, Maler und Steinmetze sorgen für ein lebendiges und authentisches Kunsthandwerk in den Ammergauer Alpen. 

 

Termine Einführungskurs (zweitägig):

17. / 18. Mai

31. Mai / 1. Juni

21. / 22. Juni

5. / 6. Juli

2. / 3. August

4. / 5. Oktober

 

Termine Bildhauerkurs am Pürschling (viertägig):

4. bis 7. Juni

9. bis 12. Juli

6. bis 9. August

10. bis 13. September

8. bis 11. Oktober

 

 

Weitere Infos:

Ammergauer Alpen GmbH, Eugen-Papst-Str. 9a, 82487 Oberammergau

Tel: 08822/922 740, Fax 08822/922 745

www.ammergauer-alpen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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