13.03.2021 Einzug Jesu in Jerusalem

Die Segensreiche Palmboschen-Weihe im Allgäu

von: GFDK - Reisen und Urlaub

Die meisten Bräuche sind eng mit dem christlichen Glauben verbunden und vor allem im Alpenraum weit verbreitet. So erinnern im Allgäu Palmboschen an den Einzug Jesu in Jerusalem. 

Entlang der „Lebensspur Lech“ im bayerischen Allgäu gehört der Palmsonntag zu den gelebten religiösen Bräuchen und markiert als letzter Sonntag vor Ostern den Beginn der Karwoche.

Dabei erinnern Gläubige und Kirche an den Einzug Jesu in Jerusalem. Mit Palmzweigen wurde er als Fürst des Friedens und der Gerechtigkeit geehrt.

Aus Mangel an Palmen oder Olivenbäumen behalf man sich hierzulande mit immergrünen Gewächsen für die Herstellung der so genannten Palmbuschen oder -boschen.

Dazu zählen unter anderem Buchs, Thuja, Tanne, Fichte, Weidenkätzchen, Eibe und Wacholder. Diese wurden an Holunder- oder Haselnussruten und einem Holzkreuz fixiert.

Mithilfe der geweihten Gebinde sollte christlicher Segen für Haus und Hof erbeten werden. Vielerorts werden die Palmzweige noch heute vor dem Palmsonntags-Gottesdienst gegen eine kleine Spende angeboten, so zum Beispiel in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Mang in Füssen (2021 nur auf Vorbestellung).

Deren traditionelle Palmprozession durch die Reichenstraße in der Altstadt, bei der auch ein hölzerner Palmesel mitgeführt wird, fällt in diesem Jahr aus. Eigentlich aber gehört er fest in den Brauchtumskalender des süddeutschen Kneippkurorts. www.fuessen.dewww.lebensspur-lech.com

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