27.11.2012 07:59 Hexenkult und Lichterfest am Lago Maggiore

Traditionsreicher Jahresbeginn mit Befana-Bräuchen und La Festa dei Lumineri

La Befana vien di notte con le scarpe tutte rotte… Wie vielerorts in Italien, so wird auch am Lago Maggiore rund um den Dreikönigstag die Ankunft der folkloristischen Sagengestalt Befana auf vielfältige Weise gefeiert und besungen. Dargestellt als hässliche, aber zumeist gute alte Hexe, fliegt sie laut Legende in der Nacht vom 05. auf den 06. Januar auf ihrem Besen von Haus zu Haus und füllt die Strümpfe der Kinder mit Süßigkeiten und Geschenken. Kohlen (aus Schokolade!) bekommt, wer unartig war! Doch damit nicht genug: kaum ist die Befana, deren Name sich von Epifania, vom Fest der Heiligen Drei Könige, ableitet, von dannen gezogen, steht in Cannobio La Festa dei Lumineri auf dem Programm. Dahinter verbirgt sich eine stimmungsvolle Lichterprozession, in deren Glanze die kleine Gemeinde nahe der Schweizer Grenze am Abend des 07. Januar erstrahlt. Das religiöse Fest mit Ursprüngen in der Renaissance endet mit einem traditionellen Gemeinschafts-Essen!

Bild 1-4: Festa dei Lumineri am Lago Maggiore © Associazione Cannobio4you

Von: MAGGIONI Tourist Marketing - 4 Bilder

La Befana vien di notte con le scarpe tutte rotte… Wie vielerorts in Italien, so wird auch am Lago Maggiore rund um den Dreikönigstag die Ankunft der folkloristischen Sagengestalt Befana auf vielfältige Weise gefeiert und besungen. Dargestellt als hässliche, aber zumeist gute alte Hexe, fliegt sie laut Legende in der Nacht vom 05. auf den 06. Januar auf ihrem Besen von Haus zu Haus und füllt die Strümpfe der Kinder mit Süßigkeiten und Geschenken. Kohlen (aus Schokolade!) bekommt, wer unartig war! Doch damit nicht genug: kaum ist die Befana, deren Name sich von Epifania, vom Fest der Heiligen Drei Könige, ableitet, von dannen gezogen, steht in Cannobio La Festa dei Lumineri auf dem Programm. Dahinter verbirgt sich eine stimmungsvolle Lichterprozession, in deren Glanze die kleine Gemeinde nahe der Schweizer Grenze am Abend des 07. Januar erstrahlt. Das religiöse Fest mit Ursprüngen in der Renaissance endet mit einem traditionellen Gemeinschafts-Essen! Zurück zur Befana und zur Epifania: in Massino Visconti südlich von Stresa beginnen die Feierlichkeiten bereits am 03.01.2013.

Dementsprechend heißt es hier auchAspettando la Befana – schließlich wird auf ihre Ankunft gewartet und das auf ziemlich laute Weise! Mit Kuhglocken (aufgrund der landwirtschaftlich geprägten Vergangenheit) ziehen die Wartenden an drei aufeinanderfolgenden Abenden durch die Straßen der Ortschaft. Im Anschluss an den dritten Rundgang erscheinen dann endlich die Befana und die Heiligen Drei Könige. Bei Live-Musik, heißer Schokolade und Glühwein wird bis spätabends gefeiert. Glühwein und heiße Schokolade gibt es am 05.01. auch in Baceno, weiter nördlich in den Ossola-Tälern. Zwischen 16.00 und 21.30 Uhr werden hier die Banchetti dei Re Magi e Arrivo della Befana gefeiert – mit einem Bastelworkshop für Kinder, einer „Engelsprozession“ durch den Ort und einem kurzen Dreikönigsgottesdienst. Später saust die Befana vom Kirchturm herab und verteilt Bonbons an alle. Am Dreikönigstag selbst kommt sie dann sogar mit dem Gleitschirm angeflogen! Arriva la Befana in Parapendio heißt es ab 14.00 Uhr in der schönen (Schornsteinfeger-)Gemeinde Santa Maria Maggiore im Vigezzo-Tal. Nach einer Auftakt-Flugvorführung von 30 Jugendlichen des örtlichen Freiflugclubs erscheint die Befana„höchstpersönlich“ mit Süßem und Luftballons, Panettone und Schokolade. In Orta San Giulio am Lago d’Orta wird am 06.01. dagegen die schönste bzw. hässlichsteBefana gekürt. Und auch hier gibt es im Anschluss an das Schaulaufen Leckereien für Groß und Klein!

Weitere Informationen bietet www.derlagomaggiore.de  – auch zu traditionellen Hexenfeuern wie dem Falò d’là Vegia in Piedimulera. Tags darauf, am 07.01.2013 findet in Cannobio besagte Festa dei Lumineri statt, eine der wichtigsten Veranstaltungen des Ortes, auch Festa del Santo Miracolo genannt. Mit ihr wird an ein Wunder erinnert, das sich im Jahre 1522 zugetragen haben soll – an einem Bild Christi in einem Wohnhaus, an dessen Stelle sich heute die Wallfahrtskirche Santissima Pietà erhebt. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche San Vittore beginnen die Hauptfeierlichkeiten um 17.30 Uhr. Danach findet eine Prozession mit der Reliquie Sacra Costa durch die mit tausenden von Lichtern und Kerzen geschmückte Ortschaft bis zur Wallfahrtskirche statt. Abends wird in Cannobios Restaurants und Gaststätten das begleitende Traditionsessen serviert: Luganighe-Würstchen mit Salzkartoffeln und Wirsing, vorweg gibt’s eine Minestrone mit Pasta und Bohnen. Anderntags endet das Fest mit einem weiteren Gottesdienst und einer „Rückprozession“ zur Kirche San Vittore. Weitere Informationen unter www.santuariosantapieta.it

Pressekontakt: ak.boch@maggioni-tm.de