05.01.2012 07:16 eine unendlich scheinende Blütenpracht

Mandelblüte auf Mallorca - Früher Frühling am Mittelmeer - als bedecke Schnee die Mittelmeerinsel

Mit dem feinen Duft der Mandelblüten in der Nase schmeckt es gleich doppelt gut

Von: Aletta Hofmann

Rund sieben Millionen Mandelbäume gibt es auf Mallorca. Jedes Jahr beginnt hier ab Ende Januar ein magisches Naturschauspiel und von Weitem sieht es sogar aus, als bedecke Schnee die Mittelmeerinsel – kein Wunder also, dass die Mandelblüte auch „Schnee Mallorcas“ genannt wird.

Der Blütenzauber beginnt im Osten bei Porto Christo und wandert westwärts durch die vielen Ebenen und Täler. Dann erstreckt sich ein weiß-rosa Blütenteppich über die Landschaften und wohlige Düfte sowie ein ganz besonderer Zauber liegen in der Frühlingsluft. Hotels verschiedener Kategorien begrüßen in dieser Zeit ihre Gäste mit speziellen Angeboten.

Besucher wie Einheimische schätzen jedes Jahr aufs Neue die unendlich scheinende Blütenpracht während der Mandelblüte, beispielsweise im Tal von Llucmajor, östlich von Palma de Mallorca.

Auch eine Wanderung im Südwesten der Insel, von den berühmten Windmühlen Santa Ponsas nach Calvià, verspricht beste Aussichten auf die zahlreich blühenden Bäume. Die Morgenstunden bieten ein einzigartiges Farbspiel: Vom Raureif umhüllte Blüten glitzern vor einem tiefblauen Himmel. Frühes Aufstehen lohnt sich.

Ihre üppige Mandelblüte verdankt die Baleareninsel der Reblaus. Dieser eigentlich lästige Parasit brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Weinbau auf Mallorca fast zum Erliegen. Zahlreiche Winzer suchten eine alternative Einnahmequelle und sattelten auf Mandelbäume um.

Mandel ist übrigens nicht gleich Mandel. Die Bittermandel enthält Blausäure und eignet sich roh nicht zum Verzehr, aus ihr werden hauptsächlich Parfüms und Heilmittel gewonnen. Süßmandeln dagegen werden zu Marzipan, gebrannten Mandeln oder Likören verarbeitet und finden in Mehlspeisen sowie Backwaren Verwendung.

Aletta Hofmann

aletta.hofmann@hermann-meier.de