14.11.2021 Voraussetzungen bei verpassten Anschlüssen

Zug verspätet, Flug verpasst. Wer zahlt den Ersatzflug?

von: GFDK - Reisen und Urlaub

Die Urlaubszeit ist wohl die schönste Zeit des Jahres für viele Deutsche. Auch wenn man in Zeiten der Pandemie nicht mehr ganz so sorglos verreisen kann wie früher, ist der Jahresurlaub doch heilig für viele Menschen und darf daher nicht vernachlässigt werden.

Aber wer bezahlt eigentlich den Ersatzflug, wenn man seinen Flug verpasst hat? Wir haben einige typische Fälle untersucht und geschaut, was man tun kann, wenn es einen auch einmal erwischt!

Voraussetzungen bei verpassten Anschlüssen

Eine vollständige Entschädigung wäre meistens der Idealfall für die Reisenden. Doch leider sträuben sich Anbieter von Reisen immer wieder gegen die Anerkennung und Auszahlung von Forderungen geprellter Kunden.

Um die Ansprüche zu prüfen, gibt es einige wichtige Voraussetzungen. Besonders interessant ist die Zuweisung von Pflichten, die den einzelnen Parteien aus dem Vertrag entstehen. Die Fluggesellschaft könnte ebenso verantwortlich sein wie die Bahngesellschaft oder die Reisenden selbst.

Eigene Anreise oder Paketreise

Zunächst muss unterschieden werden, ob die Fluggesellschaft auch für die Anreise zuständig war. Falls die Zugfahrkarten separat gekauft und die dafür nötigen Verbindungen selbst gewählt wurden, liegt die Verantwortung für eine pünktliche Ankunft bei den Urlaubern selbst.

Viele Reisende buchen jedoch kombinierte Flugtickets, die bereits die Anreise zum Flughafen beinhalten. In diesem Fall ist Fluggesellschaft natürlich auch dafür verantwortlich, dass die Kunden ihr endgültiges Ziel pünktlich erreichen. Diese Option ist in der Regel also deutlich sicherer als die Selbstabholung mit separaten Fahrkarten für Zug und Flugzeug.

Rechte, wenn Sie den Flug wegen eines verspäteten Zuges verpassen

Reisende mit einem kombinierten Zug- und Flugticket und nur einer einzigen Buchungsnummer haben die gleichen Rechte wie Passagiere eines Anschlussfluges.

Solange beide Teile der Reise auf derselben Buchung gelistet sind, haben die Reisenden mit großer Wahrscheinlichkeit auch Ansprüche gegen die Fluglinie. Ein geeigneter Vergleich ist ein Anschlussflug auf der gleichen Buchung.

Hier würde wohl niemand bezweifeln, dass die Fluglinie zuständig ist. Wenn Sie Ihren Flug also wegen eines verspäteten Zuges verpassen, ist die Fluggesellschaft auch dafür verantwortlich, Ihnen alle Mittel zur Verfügung stellen, um Sie an Ihren endgültigen Bestimmungsort zu bringen.

Zusätzliche Leistungen

Betreuungsleistungen sind in der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 festgelegt. Sie enthält die Grundlagen der Entschädigung bei Verspätung, Flugannullierung oder Überbuchung und gilt auch für Anschlussreisen.

Die ersten Rechte sind zwei Telefonanrufe, das Versenden von zwei E-Mails sowie Mahlzeiten und Getränke für die Wartezeit. Dies gilt für alle Verspätungen über zwei Stunden und wird bei längeren Verspätungen aufgestockt.

Falls Sie gar über Nacht auf Ihren Ersatzflug warten müssen, ist die Fluggesellschaft dafür verantwortlich, Ihnen eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen oder eine angemessene Unterkunft nach Ihrer Wahl zu bezahlen.

Rücksprache mit dem Schalter

Bevor Sie auf eigene Faust Leistungen wie Hotelzimmer, Essen oder Transporte buchen, sollte der Schalter aufgesucht werden. In der Regel wird man Ihnen mitteilen, dass Sie auf eigene Kosten essen, telefonieren oder übernachten können.

Die Auslagen werden später auf Kosten der Fluggesellschaft erstattet. Darum sollten Sie unbedingt auch die Rechnungen aufbewahren. Zudem erhalten sie dort verbindliche Informationen über die Weiterreise und Ihr Status wird in der Buchung vermerkt.

Dies sind wichtige Punkte, die bei einer späteren Klage auf Entschädigung wichtig sein könnten. Daher sollte der erste Weg Sie zum Service-Schalter der Airline führen.

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