02.10.2016 13:21 Leidenschaft für die Spitzenpatisserie

Wettbewerb Patissier des Jahres: zwei Stuttgarter stehen im Finale

Kandidat Roland Huber im Wettbewerbsfieber

Alexander Hubers (top air*, Airport Stuttgart) und Christian Walter vom Hotel Restaurant Lamm Rosswag* in Vaihingen haben sich für die Teilnahme beim Wettbewerb Patissier des Jahres qualifiziert, im Bild Kandidat Roland Huber im Wettbewerbsfieber (c) PDJ/Melanie Bauer

Christian Walter

Christian Walter (c) Christian Walter

Kreation von Tatsuya Shimizu

Kreation von Tatsuya Shimizu (c) PDJ/Melanie Bauer

Dessertkreation für die Patissier des Jahres

Dessertkreation für die Patissier des Jahres (c) PDJ/Melanie Bauer

Von: GFDK- Linda Beck

Nach dem großen Erfolg Alexander Hubers (top air*, Airport Stuttgart) hat sich nun auch Christian Walter vom Hotel Restaurant Lamm Rosswag* in Vaihingen für die Teilnahme beim renommierten Wettbewerb Patissier des Jahres qualifiziert.

Als einer von fünf Nachwuchstalenten wird er am 9. Oktober in der Panzerhalle Salzburg gegen seine vier Konkurrenten aus der D-A-CH Region antreten. Schafft er es unter die ersten zwei Plätze, stehen zwei Stuttgarter im Finale auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga 2017.

Der seit 2014 im deutschsprachigen Raum ausgetragene Wettbewerb hat sich in letzter Zeit zu einer der wichtigsten Auszeichnungen in der Welt der Spitzengastronomie etabliert. Aus über 80 Bewerbungen wählte eine hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Pierre Lingelser (Schwarzwaldstube*** Hotel Traube Tonbach, Baiersbronn) die besten fünf Kandidaten für das zweite von insgesamt vier Vorfinalen aus. Darunter auch Christian Walter.

Wettbewerb Patissier des Jahres

In seinem zweiten Lehrjahr probierte Walter zwei Desserts von Christoph Lindpointner (Geschäftsführer Dallmayr Pralinenmanufaktur, München), die er auf einer Show-Bühne auf der Intergastra zubereitete. „Danach dachte ich mir: genau das will ich auch können!“, erklärt der 27-jährige Stuttgarter die Herkunft seiner Leidenschaft für die Spitzenpatisserie.

Im Adler* (Asperg, D) lernte er als Entremetier das Arbeiten und seine Liebe zum Gemüse und frischen Kräutern kennen. Diese hat er nach und nach als Patissier in seine Kreationen eingebaut. Walters Kompositionen sind modern, kreativ und frisch, wobei er nie den Charakter eines klassischen Desserts aus den Augen verliert.

Er spielt mit verschiedenen Konsistenzen und versucht stets das gesamte Spektrum an Geschmäckern abzubilden: „Hier etwas Süßes, dort etwas Säuerliches und dann noch etwas Herbes. So dass der Teller ein komplettes Gesamterlebnis ergibt.“ Wie er diesen Stil in seinem Wettbewerbsmenü umsetzen wird, bleibt bis bis zur Veranstaltung noch geheim. Für die Zukunft wünscht er sich eine eigene kleine Patisserie, in der er seine modernen Dessertmenüs aber auch Eis, Pralinen und Maccarons anbieten würde.

Live Show beim Koch des Jahres

In dem spannenden Live-Show-Wettkampf nimmt Walter sich der Herausforderung an, in nur fünf Stunden ein 3-Pflichtkomponenten-Dessert aus Ivoire-Schokolade, Zwetschge und Kürbiskernöl, ein Freestyle-Dessert in je sechsfacher Ausführung sowie 15 Freestyle-Pralinen zu kreieren. Zusätzlich standhalten muss er dabei den gefesselten Blicken der hunderten erwarteten Zuschauer, unter denen wichtige Vertreter der Branche sein werden.

Schafft Walter es unter die ersten zwei Plätze, qualifiziert er sich für das Finale, das im Herbst 2017 auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga in Köln stattfindet. Neben dem karrierefördernden Titel des Patissier des Jahres winken den Gewinnern Preisgelder in Höhe von insgesamt 3000 Euro.

Platinsponsor RAMA Cremefine vergibt zudem bereits in Salzburg einen Publikums-Sonderpreis: hierfür dürfen die Zuschauer entscheiden, welche der von den Kandidaten mitgebrachten Pralinen am besten mundet. Es heißt also Daumen drücken für Freunde, Verwandte und alle Stuttgarter Fans der süßen Künste, wenn Walter am 9. Oktober um den Titel Patissier des Jahres kämpft.  


 

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