16.02.2013 08:00 Innovatives Restaurantkonzept

Schnitzel trifft auf Gourmetmenü: Sternekoch Philipp Wolter als kulinarischer Grenzgänger

Bild 1-3: © Gourmet Connection

Von: Gourmet Connection

Gourmetrestaurants sind steif, elitär und viel zu teuer. Wer das glaubt, der hat einen entscheidenden Wandel der letzten Jahre verpasst, denn immer mehr Spitzenrestaurants setzen auf eine entspannte, gemütliche Atmosphäre und gewinnen mit preiswerten und interessanten Arrangements ihre Gäste. Das Landhaus Spatzenhof nahe Köln geht im neuen Jahr jetzt noch einen Schritt weiter: Wo früher Gourmetrestaurant und Landhausküche strikt getrennt waren, treffen im Landhaus Spatzenhof ab sofort zwei Stile in einem Gastraum zusammen. Mit einem innovativen Restaurantkonzept setzen die Betreiber, Sternekoch Philipp und Restaurantleiterin Tanja Wolter, 2013 neue Akzente in der Gastronomie. Das Ziel: mehr Flexibilität und Genuss für die Gäste.


In ländlichen Regionen ist es keine Seltenheit, dass Sterneköche neben ihrem Gourmetrestaurant noch ein zweites Restaurant mit gutbürgerlicher, oftmals regionaler Küche führen. Das galt bisher auch für das Landhaus Spatzenhof in Wermelskirchen, ein exklusives Boutiquehotel nahe Köln, das 2010 eröffnet wurde und die Region um zwei individuelle Restaurants bereicherte: Im Gourmetrestaurant Clara von Krüger kochte Philipp Wolter eine elegante, klassisch-innovative Küche. Für seine Leistung wurde er 2011 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und erhielt 17 Punkte im Gault&Millau, außerdem ist der junge Küchenchef seit 2007 Mitglied in der Vereinigung der Jeunes Restaurateurs d'Europe. Im Landhaus-Restaurant bot Wolter von jeher eine eher bodenständige, aber kreativ verfeinerte Küche aus qualitativ hochwertigen und vorwiegend regionalen Produkten an.

Aller gastronomischen Erfolge der beiden Restaurants zum Trotz hat sich das Ehepaar Wolter jetzt für eine Veränderung entschieden und die beiden Restaurants zum Jahreswechsel kulinarisch im Landhaus-Restaurant zusammengeführt. Ab sofort steht dort neben den verschiedenen gutbürgerlichen Gerichten auch ein Gourmetmenü zur Auswahl. „Wir hatten den Wunsch, etwas an unserem Konzept zu verändern, damit Genuss und Gemütlichkeit für unsere Gäste noch stärker im Mittelpunkt stehen können“, erklärt Philipp Wolter. „Mehr Flexibilität und Kinderfreundlichkeit waren bei unseren Überlegungen besonders wichtige Aspekte. Durch die Kombination von Landhaus- und Gourmetküche werden wir den verschiedenen Ansprüchen unserer Gäste gerecht, die in kulinarischer Hinsicht jetzt alle Freiheiten haben.

Das angenehme und unprätentiöse Ambiente unserer Räumlichkeiten schafft eine besondere Wohlfühlatmosphäre, in den nächsten Wochen werden wir die einzelnen Bereiche außerdem noch ein wenig umgestalten und mit bequemen Stühlen und Bänken ausstatten.“ Damit liegt der Spatzenhof voll im Trend, denn immer mehr Spitzenrestaurants entwickeln sich weg vom früheren Bild eines steifen Gourmettempels mit befrackten Kellnern, Damast und Kristall hin zu einem entspannten und ungezwungenem Ambiente, und selbst in besternten Lokalen liegt beileibe nicht mehr immer eine Decke auf dem Tisch. Die räumliche Grenze zwischen zwei Speisekarten hebt Wolter jedoch als einer der ersten auf.

Und damit treffen die Betreiber genau den Nerv der Zeit und machen das Gourmetessen alltagstauglicher für Jung und Alt. „Unsere Gäste müssen keinen Babysitter engagieren, um ins Gourmetrestaurant gehen zu können. Bei uns können sie ein Menü genießen, während die Kleinen im offenen Spielzimmer beschäftigt sind“, so Tanja Wolter. Das Haus im Bergischen Land hofft aber auch mit dem neuen Konzept vor allem junge Menschen leichter an die Gourmetküche heranführen zu können, denn das Menü ist preislich an das Landhaus-Restaurant angepasst.

„Außerdem bieten wir das Menü nicht nur tischweise an. Bei uns darf jeder nach Herzenslust das bestellen, wonach ihm gerade ist, auch wenn der Partner einfach nur ein Schnitzel essen möchte“, erklärt die Restaurantleiterin.  „Was wir ebenfalls in den ersten Tagen feststellen konnten, ist, dass viele unserer Gäste ihre Schwellenängste vor der Gourmetküche überwinden, da ihnen das Landhaus-Restaurant vertrauter ist. Das liegt vor allem an der angenehmen und ungezwungenen Atmosphäre. Das Essen steht noch stärker im Vordergrund, dafür braucht es kein Tafelsilber und keinen steifen Rahmen. Bei uns soll man sich einfach nur wohlfühlen und genießen, wer möchte, der darf auch einmal laut lachen“, so der Küchenchef.

Das angebotene Hommage-Menü wechselt regelmäßig, damit die Gäste immer wieder neue Facetten von Philipp Wolters Küche kennenlernen, und ist den berühmten Waisen des Hauses gewidmet, die auch als Namensgeber für die Suiten und dem Küchenchef als Inspiration für neue Gerichte dienen. „Bei Coco Chanel wird daraus ein Gericht wie Gänsestopfleber mit Mais, Kashmircurry, Brioche und Koriander, bei Miss Marple gibt es beispielsweise eine moderne Interpretation von Fish ’n‘ Chips mit St. Pierre, Kartoffeln, Lardo und Lauch“, erklärt der Küchenchef. Die Weinkarte wurde weitestgehend beibehalten. „Hier hatten wir in Anlehnung an das ehemalige Gourmetrestaurant Clara von Krüger schon immer eine umfangreiche und vielseitige Auswahl“, so Restaurantchefin Tanja Wolter.  „Eine Weinbegleitung zu unserem Menü und die professionelle Beratung bei der Auswahl der Weine werden wir aber noch stärker forcieren, damit es unseren Gästen an nichts fehlt.“

Nahezu unverändert bleiben die einzelnen Bereiche des Landhaus-Restaurants, die in Anlehnung an die Geschichte des Spatzenhofs nach den Funktionsbereichen eines Waisenhauses benannt sind. Der Gast kann in der Alten Küche, der Speise- oder Besenkammer, dem Schlafsaal oder in der Büßerecke Platz nehmen, im Sommer bietet eine große Terrasse die Möglichkeit im Freien zu speisen.

Die Räume des ehemaligen Gourmetrestaurants werden ab sofort für Veranstaltungen und Feierlichkeiten genutzt. Die Veränderungen kommen schon in den ersten Tagen sehr gut bei den Gästen an: „Viele unserer Stammgäste schätzen die lockere und entspannte Atmosphäre des Landhaus-Restaurants und freuen sich, dass sie zukünftig die Wahl haben zwischen unseren Landhausgerichten und dem Gourmetmenü. So kann jeder genau das bestellen, worauf er gerade am meisten Lust hat, unabhängig vom Restaurant und unabhängig davon, was die anderen am Tisch bestellen“, erklärt die Gastgeberin.

 

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