29.06.2013 08:00 „Kirschwochen der Welterbe-Gastgeber“

Schluss mit Spargel, her mit den Kirschen: die Kirschwochen im Mittelrheintal

Koeche mit Kirschen

uf den Tellern und im Glas findet man während der Kirschwochen viele Köstlichkeiten, die den kleinen roten Perlen alle Ehre machen. © Suzanne Breitbach

Von: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal

Mittelrhein. Die Natur des Welterbes Oberes Mittelrheintal ist voller Kostbarkeiten -  die dazu noch köstlich schmecken! Das Juwel unter diesen Köstlichkeiten ist die Mittelrheinkirsche. „Ihre Köstlichkeit“, die Mittelrheinkirsche, tritt Mitte Juni die wohlverdiente Nachfolge von „König Spargel“ auf den Speisekarten der Welterbe-Gastgeber im Oberen Mittelrheintal an.

Der Thronwechsel erfolgt dabei gemeinsam und freundschaftlich, denn Kirsche und Spargel verstehen sich in der Menüfolge und auf dem Speiseteller vortrefflich!

Aufstieg und Fall der roten Perlen des Mittelrheins

Doch wie kam es zu dem plötzlichen Aufstieg der Mittelrheinkirsche? Seit dem Mittelalter wurde am Mittelrhein Obstbau betrieben. Die frühen Kirschsorten, die hier dank des milden Klimas schnell heran reiften, waren besonders begehrt. Ihre Blütezeit erlebte die Mittelrheinkirsche Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Nachfolgekultur des durch Krisen geschüttelten Weinbaus sorgten sie für Ruhm und Ehre. An die 100 Sorten sind dokumentiert, die Palette reicht vom „Bopparder Krächer“ über die “Kesterter Schwarze“, von der „Lahnsteiner“ bis hin zur „Perle von Filsen“.

Die Kirschen wurden per Schiff und Bahn in die Ballungszentren und ins Ausland gebracht. Noch bis in die sechziger Jahre blühte der Obstanbau am Mittelrhein – jetzt parallel zum Weinbau. Doch dann setzte der Rückgang ein. Zu beschwerlich war es vielen Obstbauern geworden, die alten Bäume zu pflegen und die roten Perlen von den Bäumen zu pflücken. Zu dem kam, dass auf Grund der preiswerten Konkurrenz aus dem Ausland auch die Nachfrage und das Interesse an den alten Sorten nachließen.

Die Eroberung der Speisekarten der Welterbe-Gastgeber

Aktuell erleben die Mittelrheinkirschen eine kleine Renaissance. Nach der erfolgreichen Aktion im letzten Jahr werden die roten Köstlichkeiten in den „Kirschwochen der Welterbe-Gastgeber“ auch ab Mitte Juni 2013 wieder liebevoll zubereitet – von den Welterbe-Gastgebern, die hier im Mittelrheintal zu Hause sind. Auf den Tellern und im Glas findet man während der Kirschwochen viele Köstlichkeiten, die den kleinen roten Perlen alle Ehre machen. Sie schmecken paradiesisch, denn in den Sorten steckt eine Aromenvielfalt, die die Geschmacksknospen tanzen lässt. Liebevoll zubereitet, findet man die Mittelrheinkirsche sowohl in Vorspeise, Hauptgang, Dessert als auch flüssig im Glas.

Weltererbe-Gastgeber

Mittlerweile sind fast 20 Betriebe auf beiden Rheinseiten zum „Welterbe-Gastgeber“ ernannt worden. Alle ziehen an einem Strang, sind miteinander vernetzt und setzen alles daran, ihren Gästen Tür und Tor für einen Aufenthalt mit echter Erlebnisqualität zu öffnen. Hotels und Pensionen, Anbieter von Ferienwohnungen und Gasthäuser sind mit dabei. Erklärtes Ziel der „Welterbe-Gastgeber“ ist es, ihren Gästen das Mittelrheintal in allen seinen Facetten auf sehr persönliche Art nahe zu bringen. Die Qualitäts-Offensive der „Welterbe-Gastgeber“ ist ein Projekt des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Weitere Informationen finden Sie unter www.welterbe-gastgeber.com

Pressekontakt: info@zv-welterbe.de