27.04.2014 08:20 Kulinarische Wanderungen

In Südtirol heißen zahlreiche Schenken und Gaststuben hungrige Wanderer willkommen

Einige „Roter Hahn“-Schankbetriebe liegen nur einen Katzensprung vom Keschtnweg entfernt, hier der Ebnerhof mit Schlernblick. © Familie Unterthiner

Der Meraner Höhenweg führt direkt am Naturnser Hofschank Pirchhof, Mitglied der Marke „Roter Hahn“, vorbei. © Marketinggesellschaft Meran/Mario Entero

Für die 13 Kilometer Laufleistung auf dem Kalterer Höhenweg wird man am vorzüglichsten beim Luggin Steffelehof belohnt. © Südtirol Marketing/Clemens Zahn

Einkehrschwünge gibt es auf dem Oachner Höfeweg in den Dolomiten jede Menge, darunter der Fronthof von „Roter Hahn“. © Seiser Alm Marketing/Helmuth Rier

Vom Jaufentaler Panoramaweg führt eine Abzweigung zum Ungererhof mit seinen hofeigenen Fleischspezialitäten. © „Roter Hahn“/Frieder Blickle

Direkt am Gschneirer Waalweg gelegen, bietet das „Roter Hahn“-Mitglied Birkenhof Vinschger Köstlichkeiten mit Ortlerblick an. © Vinschgau Marketing

Der Armentara-Rundweg führt auf die gleichnamige Hochalm im Gadertal. Hinterher geht's zum Hofschank Lüch de Survisc in Wengen. © Alta Badia/Freddy Planinschek

Von: Jessica Harazim

Wer Südtirol auf Schusters Rappen erobern will, hat sich die Stärkung unterwegs mehr als verdient. Zahlreiche Hof- und Buschenschänke der Marke „Roter Hahn“ liegen direkt an den schönsten Pfaden von den Dolomiten bis zur Weinstraße. Die bäuerlichen Gastgeber heißen hungrige Wanderer herzlich willkommen und verwöhnen mit regionalen Köstlichkeiten von Knödeln bis zu Kaiserschmarrn. Hier eine Auswahl der beliebtesten Strecken plus urig-authentische Einkehr-Tipps am Wegesrand.

Regionenübergreifend: Eisacktaler Keschtnweg

Den Spuren der Südtiroler Edelkastanie folgen Wanderer auf dem Eisacktaler Keschtnweg. Von Kloster Neustift bei Brixen über das Rittner Hochplateau bis hinunter in den Bozner Talkessel führt er auf über 60 Kilometern Länge durch Wälder, über Wiesen, durch Kastanienhaine und wird vorzugsweise in mehreren Etappen zurückgelegt. Einkehrmöglichkeiten der Marke „Roter Hahn“ gibt es reichlich entlang des Wegs: Typische Eisacktaler Buschenschänke wie der Villscheiderhof in Brixen (www.villscheider.info) oder der Oberpartegger in Villanders (www.oberpartegger.com) servieren ihren Gästen nicht nur hofeigene Köstlichkeiten der Südtiroler Küche, sondern auch Wein aus Eigenanbau. Auf dem Ritten stärken sich Keschtnweg-Wanderer beim Ebnicherhof (www.roterhahn.it) hoch über Bozen oder beim Ebnerhof (www.roterhahn.it) mit Fernblick bis zum Schlern.

Keschtnweg von Vahrn zum Villscheiderhof (2 Stunden) oder von Klausen zum Oberpartegger (1 Stunde). Zum Ebnerhof (etwa 35 Minuten) und Ebnicherhof (1 Stunde) einfach den Abzweigungen vom Keschtnweg folgen. Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel

Die große Runde: Meraner Höhenweg

Der fast 100 Kilometer lange Meraner Höhenweg gilt als eine der schönsten Wanderungen Südtirols und umrundet das Bergmassiv der Texelgruppe auf fast gleichbleibender Höhe von etwa 1.400 Metern. Wer die Route in einem Stück bewältigen möchte, sollte vier bis sechs Tagesetappen mit um die sieben Stunden Gehzeit einplanen. Es können aber auch nur Teilstrecken zurückgelegt werden. Der Pirchhof (www.pirchhof.it), Mitglied der Qualitätsmarke „Roter Hahn“ befindet sich direkt am Meraner Höhenweg bei Naturns. Dort bekommen Besucher neben einem Logenplatz mit Sonnenterrasse hoch über Meran hausgemachte Köstlichkeiten wie Kasknödel, Mohnkrapfen sowie hofeigene Fleischspezialitäten serviert.

Von Katharinaberg bei Naturns über den Meraner Höhenweg ist der Pirchhof in etwa 3 Stunden erreichbar. Schwierigkeitsgrad: mittel

Mit See- und Bergblick: Kalterer Höhenweg

Von der Talstation der Mendelbahn in St. Anton/Kaltern führt der Panoramaweg nach Altenburg und wieder zurück. Zwischen den vorwiegend bewaldeten Streckenabschnitten reichen einige weite Aussichten vom Kalterer See über das Südtiroler Unterland bis hin zu den Gipfeln der Dolomiten. Dreieinhalb bis vier Stunden sollten Wanderer für den 13 Kilometer langen Kalterer Höhenweg schon einplanen – dafür lockt am Ende die Einkehr beim Luggin Steffelehof (www.luggin-steffelehof.com) in St. Nikolaus bei Kaltern. In stilvollem Ambiente genießen Urlauber saisonale Spezialitäten wie Kalterer Plent (Polenta), selbstgemachtes Himbeereis sowie Wein und Destillate aus eigener Bio-Produktion.

Der Luggin Steffelehof bietet sich nach einer Wanderung auf dem Kalterer Höhenweg (3,5 bis 4,5 Stunden) an. Schwierigkeitsgrad: mittel

Pures Dolomiten-Glück: Oachner Höfeweg

Am Rundweg vom bekannten Schloss Prösels bei Völs bis nach St. Kathrein und wieder zurück liegen einige der schönsten Bauernhöfe der Region. Südtirols markantes Wahrzeichen, den Schlern, haben Wanderer dabei ebenso im Blick wie den Rosengarten oberhalb des Tierser Tals. Die 13 Kilometer sind in etwa viereinhalb Stunden gut zu schaffen – vor allem weil unterwegs zahlreiche Einkehrmöglichkeiten locken. Einen besonderen Hochgenuss der Marke „Roter Hahn“ erwartet Feinschmecker auf etwa halber Strecke beim historischen Fronthof (www.fronthof.com) in Völs. Wein aus Eigenanbau kommt dort ebenso auf den Tisch wie Speck von den eigenen Schweinen, Salate und Schlutzer (zarte gefüllte Teigtaschen).

Der Oachner Höfeweg führt sowohl von Schloss Prösels als auch von St. Kathrein aus zum Fronthof und wieder zurück (4,5 Stunden). Schwierigkeitsgrad: leicht.

Der Geruhsame: Jaufentaler Panoramaweg

Mehr einem Spaziergang als einer Wanderung gleicht die Runde auf dem Jaufentaler Panoramaweg oberhalb von Ratschings. Mit einem Höhenunterschied von nur etwa 350 Metern geht es auf gut acht Kilometern Länge von Gasteig in Richtung Mittertal und zurück. Wer der Abzweigung zur Ungererhofschenke (www.ungerer.bz.it) im Talschluss folgt, wird den kleinen Umweg nicht bereuen: Gastgeberfamilie Rainer ist über die Talgrenzen hinaus bekannt für Speck und Kaminwurzen bis hin zu Wildgerichten aus eigener Jagd. 

Von Gasteig geht es über den Jaufentaler Panoramaweg auf einer beschilderten Abzweigung bis zur Ungererhofschenke (2,5 Stunden) im Talschluss.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Vinschgau leise plätschernd: Gschneirer Waalweg

Das regenarme Klima im Vinschgau ist ideal für Urlauber, die lokalen Bauern hingegen haben seit je mit der Trockenheit in Südtirols sonnigem Westen zu kämpfen. Erst die Entwicklung der so genannten Waale ermöglichte es, das für den Ackerbau notwendige Wasser aus den höheren Lagen ins Tal zu schaffen. Entlang der für die Region typischen Bewässerungskanäle führen zahlreiche Wanderpfade, darunter der beschauliche Gschneirer Waalweg. In etwa drei bis vier Stunden geht es von Schluderns aus über die Churburg durch Felder und Wiesen zur Höfegruppe Gschneir. Dort verläuft die Route neben dem plätschernden Wasserlauf wieder bergab. Der Birkenhof (www.roterhahn.it) direkt am Waalweg bietet neben Panoramablick auf den Ortler selbst gemachtes Brot, Fleisch aus eigener Herstellung sowie eine riesige Auswahl an Knödel und Süßspeisen.

Von Schluderns zum Greinhof und dann über den Gschneirer Waalweg zum Birkenhof (etwa 1,5 Stunden). Schwierigkeitsgrad: leicht

Gadertal deluxe: Armentara-Rundweg

Von Wengen im Gadertal aus startet der etwa vierstündige Rundweg zu den berühmten Armentara-Wiesen. Die Hochalm gilt als Schauplatz der Fanes-Sage, Nationalepos der Ladiner, und beeindruckt vor allem im Frühling mit ihrer Blütenfülle von Trollblumen bis hin zu Enzianen. Umringt von Gipfelformationen wie der Heiligkreuzkofelgruppe und der Zehnerspitze geht’s weiter zur Wallfahrtskirche Hospiz Heiligkreuz. Über den Wengener Höhenweg führt die Strecke zurück zu einem weiteren Pilgerort, diesmal allerdings für Feinschmecker: Auf dem Erbhof Lüch de Survisc (www.roterhahn.it) tischt Bäuerin Annamaria Vallazza ihren Gästen feinste ladinische Spezialitäten auf, zum Beispiel Tutres gefüllt mit Spinat, Topfen, Kraut, Kartoffeln oder Mohn. Unbedingt versuchen sollte man auch ihre Cajinci arstis (Teigtaschen) und hausgemachten Säfte.

Vom Lüch de Survisc zur St.-Barbara-Kirche, dann über die Armentara-Almen auf Weg 15 zur Wallfahrtskirche Hospiz Heiligkreuz (3 Stunden) und über Weg 15 A wieder zurück zum Hof in Wengen (1 Stunde). Schwierigkeitsgrad: mittel

Infos und Reservierungsadressen unter www.roterhahn.it

Unter der Marke „Roter Hahn“ vereint der Südtiroler Bauernbund 1.600 authentisch geführte Höfe in allen Teilen des Landes. Mit den Produktlinien „Urlaub auf dem Bauernhof“ (gleichnamiger Katalog), „Bäuerliche Schankbetriebe“ (Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“), „Qualitätsprodukte vom Bauern“ (Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern“) und „Bäuerliches Handwerk“ (gleichnamige Broschüre) weisen die Südtiroler den Weg für den Reisetrend der Zukunft: „Roter Hahn“ steht für Qualität und unverfälschtes Reise-Erlebnis. Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol – Brauchtum, Natur und Leben hautnah.

Pressekontakt: jessica.harazim@hermann-meier.de