01.05.2014 08:20 Dänische Insel

Die alte Tradition der Salzherstellung kennenlernen auf der Insel Læsø

Essen und Trinken Laesoe Salz

In einer großen Eisenpfanne bleiben am Ende nur noch die Kristalle übrig. Dies können die Besucher selbst ausprobieren. © Læsø Salt Syderi

Von: Visit Nordjylland

Poul Christensen lebt seit 35 Jahren auf der kleinen Insel Læsø im nördlichen Kattegat. Er geht hier einem ungewöhnlichen Beruf nach, denn er siedet Salz. In einer traditionellen Hütte erhitzt er wie im Mittelalter salzhaltiges Grundwasser über dem Feuer. In einer großen Eisenpfanne bleiben am Ende nur noch die Kristalle aus der Sole übrig. Dieses Handwerk hat auf der Insel Tradition. Læsø galt dank des salzigen Grundwassers im Mittelalter lange als das nordische Salzzentrum. Erst als der Baumbestand für das Feuer komplett abgeholzt war, musste die Produktion eingestellt werden.

Heute können Besucher diese Zeit wieder hautnah erleben. Vor über 20 Jahren wurde die erste Salzsiederhütte rekonstruiert, mittlerweile ist ein ganzes Dorf mit 15 Gebäuden entstanden. „Ich war der erste, der in der ,Neuzeit’ wieder Salz auf Læsø hergestellt hat“, berichtet Poul. „Wer zu uns kommt, kann das in Mini-Pfannen sogar selber ausprobieren.“ Er zeigt dann, wie das Sieden damals funktioniert hat und erzählt die Geschichte des Salzes auf Læsø. „Ich liebe es, hier zu arbeiten. Wir haben ein authentisches Mittelalter geschaffen und ich kann für unsere Besucher die Geschichte erlebbar machen“, sagt er.

Wer sich auf Zeitreise begeben will, schlendert durch das Salzdorf. Jede Stunde findet ein kleiner Vortrag statt. Die Salzsiederei auf Læsø besuchen pro Jahr etwa 60.000 Touristen. Vor ihnen hält Poul insgesamt etwa 500 bis 600 Vorträge, organisiert spezielle Themenabende sowie Theatervorführungen. Wenn er nicht in der Salzsiederei ist, dann kümmert er sich um verschiedene andere Projekte auf der Insel.

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