27.06.2013 08:10 Die Geheimnisse belgischen Biers

Acht Brauereien öffnen in Lüttich die Türen für Besucher und zeigen das vielfältige Biersortiment Belgiens

Luettich Val Dieu Brauerei

In Val Dieu braut eine Frau: Virginie Harzé produziert hauptsächlich die Biere Blonde mit 6 Prozent, Brune mit 8 Prozent und Triple mit 9 Prozent Alkohol. © Val Dieu

Von: Ehrenberg Kommunikation

Sich mit dem großen Deutschland zu vergleichen ist für ein kleines Land manchmal nicht so einfach. Aber in punkto Bier muss sich Belgien nicht verstecken. Deutschland hat zwar eine Vielzahl von Pilssorten im Angebot, aber das kleine Nachbarland trumpft dank fehlendem Reinheitsgebot mit einem der vielfältigsten Biersortimente der Welt auf ­ um die 1.000 verschiedene Sorten soll es hier geben. In der Provinz Lüttich öffnen acht Brauereien für Besucher ihre Türen und bieten neben Führungen auch Verkostungen an.

In Val-Dieu liegt die Brauerei beispielsweise in einer Zisterzienser-Abtei. Hier braut eine Frau: Virginie Harzé produziert hauptsächlich die Biere Blonde mit 6 Prozent, Brune mit 8 Prozent und Triple mit 9 Prozent Alkohol. Der ehemalige Apotheker William Schuwer hingegen verkauft seit einigen Jahren keine Medikamente mehr, sondern hat auf Gerstensaft umgesattelt. In seiner Mikrobrauerei im Dorf Bellevaux erklärt er jedes Wochenende ­ im Sommer sogar unter der Woche ­ wie er seine Sorten Black, Blanche, Blonde, Brune und Triple braut. Acht Brauereien im Lütticher Land sind für das Publikum geöffnet. Die Führungen inklusive Verkostungen kosten zwischen vier und sechs Euro. Alle Informationen unter www.liegetourisme.be.

Seit Generationen pflegt Belgien seine Braukultur und Bier gilt als ein wichtiger Faktor der Gastlichkeit. Während in Deutschland für ein gemütliches Beisammensein oft das "Kaffeetrinken" ganz oben steht, wählen die Belgier eher den Gerstensaft. Die Vielfalt des Angebots ist den verschiedenen Zutaten zu verdanken, die die Braumeister für ihr Werk benutzen. Ob Früchte, Holunderblüten oder Kräuter ­ in Belgien herrscht kein Reinheitsgebot und somit darf alles verwendet werden, was schmeckt. Die Belgier benutzen aber nur Naturprodukte in ihren Kreationen und brauen ihre Biere hauptsächlich durch die drei Gärungsmethoden untergärig, obergärig und spontangärig.

Wer mehr über die belgische Braukunst erfahren will, erhält auf der Webseite des Tourismusverbandes der Provinz Lüttich Informationen über die Brauereien der Region mit Besichtigungen. Neben Val Dieu und Bellevaux stehen auch La Botteresse (Sur-les-Bois), die Brauereien du Flo, Grain d´Orge, Elfique, Cosse sowie die Mikrobrauerei von Marsinne Besuchern offen. Letztere startete erst Anfang des Jahres mit dem Ziel, bis 2015 CO2-neutral zu produzieren: Abwässer werden recycelt, ebenso die Verpackung und auf Etiketten wird wegen des Klebstoffes komplett verzichtet. Leopold 7 heißt das ökologische Bier der beiden jungen Braumeister Tanguy Van der Eecken und Nicolas Declercq.

Die Provinz Lüttich in Belgien liegt kurz hinter der deutschen Grenze bei Aachen. Die Stadt mit dem gleichen Namen ist die drittgrößte Stadt Belgiens und gilt als kulturelles Zentrum der Wallonie. Allgemein ist die Region für ihre Hochmoorlandschaft Hohes Venn, die Berge der Ardennen, die Mutterstadt aller Thermen, Spa, sowie die legendäre Rennstrecke von Spa-Francorchamps bekannt. In der ganzen Provinz wird Französisch und zum Teil auch Deutsch gesprochen. An der Grenze zu Deutschland befinden sich die neun Gemeinden der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Weitere Informationen
Tourismusverband der Provinz Lüttich
Jérôme Aussems
Pressesprecher
Boulevard de la Sauvenière, 77
BE ­ 4000 Liège
Telefon: +32-(0)4-2379554
E-Mail: jerome.aussems@provincedeliege.be
Internet: www.liegetourisme.be

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