02.02.2015 Belebte Räume

Werk der Woche: Papierkunstwerke von dem Kölner Künstler Jo Pellenz

von: GFDK - Herwig Nowak

 

Nicht das handwerklich-raumausstattende ist Gegenstand der Arbeit des Kölner Künstlers Jo Pellenz. Der Raum, der öffentliche Raum zumal, ist es zwar, mit dem der sich der Autodidakt, Jahrgang 1959, beschäftigt.

Aber er möchte dessen Aufgaben herausstellen, die Aufgaben, die der Raum für den Menschen hat. Mit anderen Worten die Relation Raum-Mensch künstlerisch darstellen, aufzeigen. Also bringt er den Menschen in den Raum und lässt beide interaktiv aufeinander wirken.

Menschen aus Papier

Der Mensch ist aus Papier, eine Art Pergamentpapier, bevorzugt weiss, dem die menschlichen Formen durch Schnitte, Risse, Doppelungen eindrucksvoll zu eigen gemacht werden. In den sozialen Räumen ist der Mensch nie allein. Man könnte sagen, er tritt in Rudeln auf, was dem Künstler die Möglichkeit eröffnet, eindrucksvoll das Miteinander aber auch das Gegeneinander des Menschen zu dokumentieren: liebevoll, helfend, aufeinander zugehend ebenso wie aggressiv und bösartig.

Jo Pellenz kreiert belebte Räume

Besonders eindrucksvoll sind Installationen dieser Art in kirchlichen Räumen zu sehen, deren Aura Jo Pellenz eine besondere Sinndeutung vermittelt. Das war zuletzt im Mai 2014 in St. Agnes in Köln der Fall und ist bis zum 8.2.2015 in Frechen- Buschbell zu sehen.

Ausstellungsort:

Alt St.Ulrich, inklusives Begegnungszentrum der Gold-Krämer-Stiftung, Ulrichstrasse 110, Frechen-Buschbell