Präsentation von Künstlern und ihren Werken

10.12.2013 zwischen glamour und dekadenz

GFDK - Eva-Maria Wiest

Inspirierte Tamara de Lempicka nicht nur die Parfumwelt zur Entwicklung eines Parfums (Lolita de Lempicka = eine Ode an die Weiblicheit) – sondern auch das Mobellabel Louis Vuitton setzte Madonna wie eine Hollywood-Diva im Stil der Malerin Tamara de Lempicka 2009 in Szene.

Die Stilikone Victoria Beckham blickt selbstbewusst auf Heiner Meyers Werk. Hier trifft europäische Pop Art der 50er Jahre auf gestischen Expressionismus. Heiner Meyers Malerei wirkt doppelbödig. Meyer zeigt die glamouröse Welt und lässt zugleich die Brüchigkeit hinter der Fassade durchschimmern. Das ausgestellte Werk zeigt Fashionista und Ex Spice Girl Victoria Beckham stickend auf einem Ball des Künstler Takashi Murakami sitzend. Takashi Murakami lieferte 2003 das Design für Louis Vuitton.

Heiner Meyer läßt Dekadenz auf Galmour treffen

Heiner Meyer arbeitet in der Tradition der amerikanischen "Pop-Art", welche u.a. vom Bildgut der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massenmedien und der Werbung Gebrauch macht.

Heiner Meyer entwickelt für das 21. Jahrhundert von Deutschland aus kongenial eine eigene Bildsprache. Es gelingt ihm, in seinem Werk das Defilee der Werbe-, Konsum-, Alltags- und Kinowelt, sowie die Strukturen von Gier, Macht, Glamour und Genuss in einer ausgewogenen Mischung aus Ironie und Verherrlichung festzuhalten.

Heiner Meyer ist international bekannt, seine Arbeit wird weltweit mit Ausstellungen gewürdigt.

Heiner Meyer:

1953 in Bielefeld geboren
1973 Assistent bei Salvador Dalì, Port Liggat, Spanien
1977 Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig, bei den Professoren Hermann Albert, Lienhard von Monkiewitsch, Karl Schulz und Malthe Sartorius.
1981 Meisterschüler bei Prof. Malthe Sartorius
1982 Lehrauftrag an der HBK Braunschweig, Heirat mit Brigitte Worbs, Einrichtung des ersten Ateliers in Bielefeld
1986-1990 Lehrauftrag an der Fachhochschule Bielefeld am Fachbereich Visuelle Kommunikation
1996 Reisestipendium für Japan durch das Goethe-Institut Kansai
2010 Heiner Meyer lebt und arbeitet in Bielefeld

       
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Eva-Maria Wiest M.A.
Öffentlichkeitsarbeit

GALERIE NOAH GmbH
Beim Glaspalast 1
86153 Augsburg

eva.wiest@galerienoah.com

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25.11.2013 digital manipulierte Fotografien

GFDK - Eva Maria Wiest

Die Basis der Bilder von Robert Reiter sind digital manipulierte Fotografien, die aus dem  umfangreichen Bildarchiv des Künstlers stammen. Auf die Phase der Bildkomposition folgt mit Hilfe von digitalen Zeichenwerkzeugen eine Übermalung dieser Fotocollage mit Vektor-Formen, bis das Ursprungs-Motiv vollständig mit monochromen Farbflächen überlagert ist. Dabei spielt der Künstler bewusst mit der Ästhetik von modernen Grafik-Filtern und ist doch von seiner Arbeitsweise eher mit einem Marketerie-Schneider des 17. Jahrhunderts verwandt. Jede Einzelfläche des Bildes erhält, von Hand an virtuellen Gummibändern und Ankerpunkten gezogen, ihre definierte Form und Farbe. Die Farbwerte der jeweiligen Flächen repräsentieren dabei den Mischwert der ursprünglichen Farbigkeit.

Fotografie und Malerei gehen ineinander über

Kategorien von Fotografie und Malerei gehen ineinander über. Somit entsteht, einem Echo des ursprünglichen Bildes gleich, eine neue Wirklichkeit, eine Essenz aus Farbe und Form. Es bilden sich neue Flächen und Bildbereiche, die eine ganz eigene, charakteristische Bildsprache besitzen. Lichtreflexe werden in flusskieselartige Strukturen transformiert, in manchen Schattenbereichen glaubt man fremdartige Wesen zu erkennen. Durch die gezielt gesteuerte Reduktion von Form und Farbe wird statt eines bloßen Abbildes ein Medium geschaffen, das in der Lage ist, dem Rezipienten eine neue, universelle Vorstellung der Wirklichkeit zu vermitteln.

Robert Reiter: “Es geht im Kern um das Platon’sche Höhlengleichnis - ich drehe nur den Spieß um, denn es funktioniert auch anders herum. Die Herausforderung ist, durch das Eindampfen von Farbe und Form die Zensur unserer Wahrnehmung auszutricksen und einen Zugang zum eigentlichen Wesen der Dinge zu eröffnen. Das anfängliche Bild in meinen Werken ist längst verschwunden - alles was der Betrachter noch vorfindet,ist ein Widerhall der ursprünglichen Darstellung. Deren Wirkung hat sich jedoch, einem Homöopathikum gleich, im Verlauf dieses Prozesses potenziert. Im Ergebnis  entsteht die Möglichkeit, sich im Platon’schen Sinne von den Schatten abzuwenden und aus der Höhle ins Licht zu treten.

Robert Reiter:

1961 in Augsburg geboren

1980 Mitbegründer einer Künstlergruppe, die mit neuartigen bildnerischen Techniken experimentiert

2005 erste Werke der "Digital Art" - Reihe

2006 Teilnahme an der Großen Schwäbischen Kunstausstellung

2009 Ausstellung in der Galerie Noah: 24.07. – 30.08.2009 Neue Bilder: Robert Reiter und Roger Fritz

Lebt und arbeitet in Augsburg. Robert Reiter beschäftigt sich seit einigen Jahren als Fotograf und Illustrator mit digitaler Malerei. In seinen Arbeiten zeigt er die Umsetzung und Bearbeitung von eigenen Fotografien am Computer. Durch diese Verfremdung entstehen spannende, beziehungsreiche neue Werke, die durch ihre eigenständige Aussage überraschen.Robert Reiter zum Entstehungsprozess seiner Bilder:„In der Phase der Reduktion von Bild und Farbdetails innerhalb eines Bildes erreiche ich (idealerweise) einen sehr eng definierten Punkt, an dem das Zusammenspiel der Farbflächen plötzlich von einem "Geräusch" zu einem reinen "Klang" führt, der, bei geringsten Änderungen der Flächenzusammenstellung, wieder in ein "Rauschen" zurückfällt. Mein Ziel und meine Faszination ist es also, mich in den von mir ausgewählten und bearbeiteten Fotografien auf die Suche nach dem verborgenen reinen Klang zu begeben.“Der Ausstellungstitel Scrabble, nimmt Bezug auf das vom Architekten Alfred Mosher Butts 1931 entwickelten Spiel Scrabble. Butts Ziel war es, ein Spiel zu schaffen, das je zur Hälfte durch Glück und Können der Spieler beeinflusst wird.


Kontakt:
Galerie Noah
Tel.: 0821 8151163
E-Mail: office@galerienoah.com

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14.10.2013 Momentaufnahmen

GFDK - Ana Pusica

Ana Pusica beschäftigt sich mit Identität und Intimität, verweigert sich gleichzeitig aber einem Überangebot an Information. Schon immer war sie an denselben Dingen interessiert: Räume, Figuren, Körperformen und Kontraste. Dabei fokussiert sie sich auf die Komposition, die Farben und das Bildformat.

Konzentration aufs Wesentliche

Bei der Komposition bleiben alle Figuren stets anonym. Die Bildsprache ist auf das Wesentliche reduziert, auf Details, die einem jedoch im Gedächtnis bleiben. Es fasziniert Ana Pusica, zu erfahren und herauszuarbeiten,  was mit einer Figur vor einem farbigen Hintergrund alles gemacht werden kann. Klare Farben, starke Bewegungen und einfache Strukturen sind die Mittel der Künstlerin, um einem prägenden Eindruck zu schaffen.

So untersucht sie in Momentaufnahmen die Wirkung unterschiedlicher Bewegungen des menschlichen Körpers. Deswegen haben Modelle, mit denen sie arbeitet, einen großen Einfluss auf ihre Ideen. Mit den sie umgebenden  Räumen und Flächen intensiviere sie den Effekt der Dynamik, Stärke und Spontaneität der Komposition.

Leuchtkraft der Farben

Die Zusammenstellung der Farben basiert auf Varianten und Abstufungen, deren Kombination darauf abzielt, räumliche Tiefe zu erzeugen und die von den Bildrändern her eingeblendeten Figuren oder Figurendetails in eine räumliche Struktur einzubinden. Die  Leuchtkraft  der Farben und intensiven Kontraste entstehen durch die Technik, mehrere Lagen von Farben übereinander aufzutragen.

Die erste Grundfarbe ist meistens schwarz. In früheren Bildern hat  Ana Pusica ausschließlich drei Farben verwendet, wobei sich die Farbtöne des Hintergrunds immer von denen der Figuren unterscheiden.  In letzter Zeit arbeite sie mit mehr Farben, insbesondere bei der Gestaltung der Figuren. Dadurch wird das Bild im Ausdruck  vielseitiger, komplexer und vitaler.

Ana Pusica arbeitet mit Vorzug auf großformatigen Leinwänden 

Dies beruht insbesondere auf der angewendeten Technik des Farbauftrages. Durch  die mehrfache Aufbringung von Farben übereinander und Verwendung von viel Farbmaterial  erzeugt sie eine sichtbar gewordene Struktur von Farbschichtungen auf der Leinwand, die jedoch bei jeder Arbeit anders ausfallen und  dementsprechend  eine unterschiedliche Wirkung erzeugen. Sie reicht von undurchsichtiger Dichte bis hin zur Klarsicht durch zart milchige Schichten.  Diese verleihen den Figuren eine plastische Anmutung und werden zugleich klar vom Hintergrund abgegrenzt.

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01.10.2013 Zeichen für das menschliche Maß

GFDK - Dr. Gudrun Pamme-Vogelsang

„Das Wesen des Unbekannten“ lautete der Titel der ersten Einzelausstellung von Stefan Rosendahl in der Galerie Pamme-Vogelsang. Gezeigt werden Skulpturen, Installationen und Zeichnungen des münsteraner Bildhauers.  

Grundsätzliche Fragen der Bildhauerei

Die Frage um das rechte Maß zieht sich wie ein roter Faden durch das künstlerische Werk von Stefan Rosendahl. Dabei nimmt der Künstler vor allem bei sich selbst Maß, nicht aus narzistischen Gründen, sondern eher unter einem praktischen Aspekt, denn nichts liegt näher als am eigenen Körper Maß zu nehmen um hiervon ausgehend grundsätzliche Fragen der Bildhauerei und des Menschenbildes zu verhandeln.

Biometrischen Daten auf Körperschablonen abstrahiert

Die Anthropometrie, die Idee um die exakte Bestimmung menschlicher Maßverhältnisse, ist gleichsam die Basis von der aus Stefan Rosendahl seine bildhauerischen Arbeiten entwickelt und diese, indirekt, mit den modernen Möglichkeiten, biometrische Daten zu gewinnen, konfrontiert. Rosendahl reduziert und abstrahiert seine biometrischen Daten auf Körperschablonen, die dem Bildhauer maximale künstlerische Freiheit geben um die so gewonnene Form in ihrer Statik und Dynamik weiter zu entwickeln.

Monumentalität der Skulpturen

Die Arbeiten von Rosendahl beeindrucken im wahrsten Sinne des Wortes in mehrfacher Hinsicht: die Vervielfachung der Körpermaße führen zu einer Monumentalität der Skulpturen; die Reduktion auf Schablonen und die expressive Farbigkeit bringt den Betrachter auf Distanz zum vermeintlich natürlichen Vorbild. Nicht zuletzt führt die Installierung der Skulpturen an ungewöhnlichen Orten und Umgebungen zu einer weiteren Abstrahierung und inhaltlichen Erweiterung des ursprünglichen Abbildes

Auseinandersetzung mit der eigenen Körperlichkeit

Dabei wird der aufmerksame Betrachter immer weiter vom Impuls seiner Gedanken, dem Kunstwerk, weggeführt hin zur Auseinandersetzung mit seiner eigenen Körperlichkeit und dem Menschsein im Allgemeinen und Besonderen. Umgekehrt werden die Ergebnisse seines Denkens wieder zum Kunstwerk und an den Ort zurückgeführt. So oszilliert der Dialog zwischen der konkreten Existenz der Skulptur am Ort und der “Nicht-Existenz“ der gedanklich konstruierten Körper.

Stefan Rosendahl (*1970) hat nach seiner Ausbildung zum Steinmetz in Bremen, Marseille und Münster studiert. In Münster war er Meisterschüler bei Katharina Fritsch. Seit 1994 werden seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen international gezeigt.

Ausstellung in Köln

Galeriekontakt:

Galerie Pamme-Vogelsang

Dr. Gudrun Pamme-Vogelsang

Hahnenstraße 33 

D-50667 Köln

info@pamme-vogelsang.de

www.pamme-vogelsang.de

 

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03.09.2013 Subtile Techniken der Malerei

GFDK - Harald Krämer

Es sind heikle Motive, die uns in der aktuellen Serie “Süße Lügen” erwarten. Nach “Sabotage” und “Keine Tränen für die Kreaturen der Nacht”, “Mind Candy” und den “Cadavre Exquis” nun also Halbnackte und Nackte in den Büschen. Eigentlich ein klassisches in der Geschichte der Kunst gut abgehangenes Sujet mit solch prominenten Altlasten wie Botticelli und Rubens und Manet und Cézanne und Picasso und so weiter.

Fairerweise wäre auch Paula Modersohn-Becker zu nennen, diejenige Künstlerin, die 1906 das erste Aktselbstbildnis gemalt hat. Damals ein Affront sondergleichen. Eigentlich glaubt man schon alles gesehen zu haben. Doch es wäre nicht Tanja Selzer, wenn es ihr nicht gelungen wäre, diesem an sich abgedroschenen Thema neues (vibrierendes) Leben einzuhauchen. Angesichts der neuen Werke scheint es so, als ob Tanja Selzer den Begriff “Akt” in seinem ursprünglichen Sinne versteht; sich aus den Begriffen des “actus”, also der Gestikulation und des “agere”, was soviel meint wie sich in Bewegung setzen, ableitend.

Ihre Motive sind Screenshots aus dem globalen Bilderalbum des Internet

Outdoor-Momente, die sich irgendwo abspielen können. Kaum kompromittierend, wenn man sie am Bildschirm sieht. Andererseits sind diese Gemälde nicht nur von beachtlicher Größe, sondern zeigen die Körper in einem Farbraum, der auf uns beängstigend, irrational und in seiner gemalten Ekstase lustvoll zugleich wirkt. Irgendwie absurd wie sich die hautfarbenen Formen in diese unsagbare Welt farbiger Abstraktionen verirrt haben.

Es ist genau dieser Widerspruch, der uns irritiert und der uns herausfordert. Aus der Nähe betrachtet wird diese Ekstase noch sichtbarer und spürbarer. So verschmelzen im floral-vegetabilen Liebesakt die Formen des Davor und Dahinter, die Schatten der Menschen und Büsche, die Farben der Gewänder und Pflanzen miteinander. Das Liebesspiel ist ein unmittelbares und ein Intimes; dem Moment und Ausschnitt ähnlich, den die Künstlerin aus der Fülle des ihr zur Verfügung stehenden Materials gewählt hat.

Werk der Woche

Tanja Selzers subtile Techniken der Malerei sind dem dargestellten Thema entsprechend angepaßt. Kraftvolle kontrastreiche Stöße wechseln mit sanften rhythmischen Lasuren ab. Dramaturgisch überaus gekonnt lenkt sie den Blick der Betrachtenden über eine Vielfalt von malerisch geschickt inszenierten Augenblicken hin zum vermeintlichen Höhepunkt. Dieser bleibt im Unscharfen. Wie so oft bleibt es uns überlassen das Dargestellte in unserer Phantasie auszumalen oder das Dargestellte als das zu geniessen, was es nun einmal zuallererst ist: bemalte Leinwand und dies in einer überaus lustvollen Art und Weise.

Subtile Techniken der Malerei

Mit ihrer neuen Serie greift Tanja Selzer auf die Frühgeschichte des Aktes zurück, denn damals war dieser nicht religiös-moralisch verklärt, sondern diente zuallererst dem Kult der Fruchtbarkeit. So lotet Tanja Selzer in den Gemälden ihrer aktuellen Serie “Süße Lügen” nicht nur auf überaus gekonnte Art und Weise die Gesetze der Malerei aus, sondern spielt ebenso mit der seltsamen Gesinnung einer Gesellschaft, die vor lauter Überdruß an virtueller Pornographie scheinbar zurück ins Gebüsch muß.

Text von Harald Krämer

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Über die Künstlerin:

1970

geboren in Idar-Oberstein

1993-1999

Studium in Hamburg an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachbereich Gestaltung, Hamburg

seit 2003 lebt und arbeitet in Berlin

Vita der Künstlerin

Einzelausstellungen

2013

Tanja Selzer neue Arbeiten, 31.August – 12.Oktober, janinebeangallery, Berlin

2012

“Sub Rosa”, janinebeangallery, Berlin

“Mind Candy”, Galerie Karin Sutter, Basel, Schweiz

2011

„Keine Tränen für die Kreaturen der Nacht“, janinebeangallery, Berlin

„Sabotage“, art.ist Galerie, Castrop-Rauxel

Galerie Mühlfeld+Stohrer, Frankfurt a. M.

2010

„Gib mir dein Rot“, janinebeangallery, Berlin

„Nothing Happened“, Galerie Mühlfeld+Stohrer, Frankfurt a. M.

2009

„Surface“, Verve Gallery, Berlin

2007

„New Works“, Galerie Andreas Engler, Berlin

2006

„Full Coverage“, Galerie Andreas Engler, Berlin

Gruppenausstellungen

2013

“Schöne Landschaft – Bedrohte Natur. Alte Meister im Dialog mit zeitgenössischer Kunst” Landschaftsbilder aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin in der Kunsthalle Osnabrück, 9. Juni bis 13. Oktober

„I Amsterdam you Berlin“, St. Johannes-Evangelist-Kirche, Auguststraße 90 in Berlin

“Tierstücke” der Sammlung SØR Rusche Oelde/Berlin

Niederländische Tiergemälde des 17. Jahrhunderts im Dialog mit zeitgenössischer Malerei, 10. 02.-28. 04.2013, Museum Abtei Liesborn

2012

„KREATUREN“, Malerei, Fotografie, Video und Skulptur, Tanja Selzer, Sabine Wenzel, Sevrina Giard, Kerstin Grimm, janinebeangallery, Berlin

„Eros und Thanatos“, 28. April – 26. Mai, Sammlung SØR Rusche Berlin/Oelde, Baumwollspinnerei, Leipzig,

2011

„SATT“, Kunstverein artmx.eV, während der Langen Nacht der Museen, Köln

532 Gallery Thomas Jaeckel, New York City

„röhrender Hirsch“, Galerie Karin Sutter, Basel

„HotSpot Berlin – Eine Momentaufnahme“, Georg Kolbe Museum, Berlin, in Verbindung mit einer Benefiz-Auktionfeaturing mit Simon de Pury

„WANTED“, janinebeangallery, Berlin

„Kreaturen“, Kunstverein Lemgo

„Kreaturen“, Galerie Bernau

2010

„NORDSCHAU 4 – Neue Blicke in die Kunstsammlung der HSH Nordbank“, Hamburg

Café Endlager, kuratiert von Ralf Schmerberg, Stuttgart

2009

„Idyllic Abysses“, Lucas Carrieri Gallery, Berlin

„8 Years Gallery“, Galerie Mühlfeld+Stohrer, Frankfurt a. M.

„NORDSCHAU 1 – Blick in die Kunstsammlung der HSH Nordbank“, Hamburg

2008

„artmx cologne vol.01“, Köln

3rd prize at the Members Art Award 2008, ART FAIR 21, Köln

2005

„Electric Ladyland“, Umformwerk Bewag, Berlin

Messen

2013

Art Karlsruhe, janinebeangallery (Einzelschau)

Messen

2013 Art Karlsruhe, janinebeangallery (Einzelschau)

2012

Art Karlsruhe, janinebeangallery (Einzelschau)

Art Wynwood Miami, 532 Gallery Thomas Jaeckel

2011

Aqua Art Fair Miami, 532 Gallery Thomas Jaeckel

Scope Basel, janinebeangallery

Scope New York, janinebeangallery

2010

Scope Basel, janinebeangallery

Kunst 10 Zürich, Galerie Mühlfeld+Stohrer

art fair 21, Köln, Galerie Mühlfeld+Stohrer

art Karlsruhe, Galerie Mühlfeld+Stohrer

2006

Art Zürich, Galerie Artdirekt

2005

Berliner Kunstsalon, Galerie Andreas Engler

Sammlungen

Sammlung Familie Schneider, Dreieich

Rusche SØR Collection, Berlin, Oelde

Museum am Dom, Würzburg

HSH Nordbank, Hamburg

Sammlung Schirm, Berlin

 

Kontakt: janinebeangallery info@janinebeangallery.com

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27.08.2013 werk der woche

Angelika Kallenbach


Die karge Gegenständlichkeit Kahlhofers – es tauchen umrisshaft gefasste Boote und Menschenformen auf – vollzieht sich in irrealen Räumen. „Sie überwältigen einen, schaffen zuerst Verunsicherung. Dann stellen sich andere Empfindungen ein als in klar definierten Räumen. (Klaus Honnef)

Suggestiv wirken diese Räume, die aus Nebel und gleißendem Licht, Luft oder Wasser geschöpft zu sein scheinen und doch laut Honnef „keine Referenz zu sichtbaren Welt“ aufweisen.

Aus den Tiefenschichten kontemplativen Schauens filtert Karin Kahlhofer Bild gewordene Einsichten über Sein und Welt. Form- und Farbformulierungen zeugen dabei von disziplinierter Handwerklichkeit und gleichzeitig offenbaren große Pinselschwünge spontane Malweise. (Hildegard Ginzler)

Meisterschülerin von Josef Beuys

Karin Kahlhofer studierte gleich bei drei bekannten Künstlern an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei und Bildhauerei: Gerhard Hoehme, K.O. Götz und vor allem bei Josef Beuys, dessen Meisterschülerin sie wurde.


Karin Kahlhofer lebte nicht von ungefähr jahrelang während der Wintermonate auf Bali. Schon immer fühlte sie sich zum Buddhismus hingezogen, speziell zum Zenbuddhismus mit seiner abstrakten Kalligraphie. In Bali entdeckte sie aber auch Figuren, die ihr merkwürdig vertraut vorkamen. „Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir“ sind die Fragen, denen die Künstlerin in ihrem Werk nachspürt. Es geht um das Eindringen in die Tiefe, sowohl in die eigene als auch in die der Menschheitsgeschichte. Wichtige Stationen in Kahlhofers Leben sind auch das bekannte Fuertoventura-Projekt sowie ein Stipendium für einen Aufenthalt in Japan.

Bildende Kunst

Aktuell ist Karin Kahlhofer bei Garwain Kunstprojekte Kallenbach in Koblenz zu sehen. Die Künstlerin zeigt Malerei auf Leinwand und Papier und Skulpturen aus den Jahren 2007 bis 2013. Die Ausstellung trägt den Titel „Unterwegs“ und wird am 1. September 2013, 12.00 Uhr eröffnet. Jürgen Raap, Kölner Kunstjournalist, wird die Einführung in die Ausstellung halten.

 

GARWAIN

 

Verlag & Kunstprojekte Kallenbach

 

 

 

Martin Gropius Bau

Im Teichert 110 a  |  56076 Koblenz

 

 

akallenbach@garwain.de

 

galerie@garwain.de

 

www.garwainkoblenz.de

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01.07.2013 vielschichtig

GFDK - Kerstin Karge

 Mit dem akribischen Strich eines wissenschaftlichen Zeichners und Vorliebe für kühle Neon- und Bildschirmfarben malt Valentin Magaro1 gegenständliche Bilder in Acryl, die in ihrer synthetischen Künstlichkeit an die Ästhetik der virtuellen Computerwelt erinnern.2

Seine Bilder bestehen aus vielen– teils selbst schon vielschichtigen –Bildfragmenten, die in einem langen Überlegungsprozeß zu homogenen Bildwelten zusammenwachsen.
Es gelingt ihm dabei, im tradierten Medium der Malerei , die Sehnsüchte und Ausflüchte seiner Generation in einer zeitgemäßen, unserer technisch-konstruierenden Sehweise entsprechenden Formensprache auszudrücken.

Dabei ist Raum wichtig für Magaro – das Atelier als Innenraum, als Außenraum die Stadt, der Denkraum im Kopf. Verschiedene Raumgebilde werden in seinen Malereien zu neuen Kompositionen zusammengefügt. Die Linien und Flächen seiner Zeichnungen und Gemälde sind so präzise und perfekt platziert wie die eines Renaissancekünstlers, der mit malerischen Mitteln ein illusionistisches Loch in eine Wand reißt... sie ...beschreiben unheimliche Volumina mechanischer Perspektiven, die zu Universen gehören3, die außerhalb unserer vertrauten Vorstellungen liegen und uns vor neue Herausforderungen der Wahrnehmung stellen. Der Schweizer Maler und Zeichner ist dabei kein Konzeptkünstler –seine Ideen entstehen immer direkt beim Arbeiten.

Im Herbst 2012 war er auf Einladung des Art Kapital Verlags für zwei Monate Gast in der artist-in-residency der Ateliergemeinschaft Milchhof mitten im Zentrum von Berlin.

Valentin Magaro kam bewußt ohne inhaltliche Ideen in die Metropole, um hier neue Inspirationen für seine Bilderwelt zu finden. Auf langen Spaziergängen versuchte er, die Atmosphäre der neuen Umgebung einzuatmen und den fremden pulsierenden Rhythmus der Stadt aufzunehmen.

Die Großstadt bietet die Möglichkeit und Versuchung, sich zu verlieren und die wenig bestimmte Aufgabe, sich dabei nicht verlorenzugehen. Valentin Magaro fand die Gegenwart der Künstler des Milchhofs als sein Mittel der Wahl. Wie kaum ein Gast zuvor regte er Begegnungen und Gespräche an, förderte in langen, intensiven Gesprächen Geschichten aus der älteren und jüngeren Vergangenheit der Stadt zutage und regte zu fruchtbaren Kontakten mit gegenseitigen Atelierbesuchen und gemeinsamen Küchenabenden an.

So gelang es ihm, dem Sturm der visuellen Eindrücke der Großstadt standzuhalten und aus ihm Energie zu gewinnen, die in seinem breit gefächerten Formenvokabular mit immer wieder neuen Bilderfindungen und Motiven Gestalt gewann. Während seines Aufenthalts entstanden 60 Zeichnungen in verschiedenen Techniken, meist im Format A3, die Fiktionalität und Perfektionismus im Detail verbinden und die nun – über den Zwischenschritt mehrerer zeichnerische Kompositionsentwürfe im Format A2 – in großformatige, komplexe Malerei umgesetzt werden.

Magaro hatte die Zeichnungen am Ende seines Auftenhalts im Gastatelier vorgestellt und damit die Künstler der Ateliergemeinschaft Milchhof beeindruckt. Deshalb ist er nun eingeladen worden, vom 21. Juni bis zum 9. Juli 2013 seine neu entstandenen Malereien im Pavillon am Milchhof 4 der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die von Magaro (unabsichtlich) erprobte Form des art dinners soll dabei wieder eingesetzt werden, den begonnenen Dialog fortzusetzen und nach außen zu öffnen. Moderator wird Dr. phil. Kai Lorenz sein, der seit Jahren eng mit dem Milchhof und seinen Künstlern verbunden ist und die Arbeit von Valentin Magaro im letzten Herbst schätzen gelernt hat. 

Kerstin Karge (Kuratorin)

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1996 schloss VALENTIN MAGARO (1972) sein Studium als wissenschaftlicher Zeichner an der Schule für Gestaltung in Zürich ab. Seither baut er ein komplexes künstlerisches Werk auf, welches sich vorwiegend im Bereich Malerei, Zeichnung und Objekt bewegt. Seine Arbeiten waren an diversen Gruppenausstellungen wie z. B. dem Seedamm Kulturzentrum, Kunstmuseum Winterthur, Kunstmuseum St. Gallen, Kunstmuseum Kanton Thurgau, Haus für Kunst Uri, Georg-Kolbe Museum Berlin, Kunstmuseum Singen.


Wichtige Einzelausstellungen waren 2007 im Kunstraum Kreuzlingen und 2009 in der Kunsthalle Winterthur, zu der eineumfassende Monografie (Verlag Arnoldsche Art Publishers) erschien.
Valentin Magaro erhielt für seine Arbeit den Adolf-Dietrich Förderpreis (2007), einen Förderpreis der UBS Kulturstiftung (2009), den Förderpreis der Internationalen Bodensee Konferenz (2010) und einen Förderbeitrag des Kantons
Thurgau (2012).Jährlich erscheinen Künstlerbücher zu seiner Arbeit mit Texten von Dieter Schwarz, Paulina Szczesniak, Peter Killer, Dominique von Burg, Norberto Gramaccini usw. Valentin Magaro stellt seine Arbeiten regelmäßig in Galerien in der Schweiz, Deutschland und in Luxemburg aus.

Pressekontakt: kerstin.karge@web.de
mehr Informationen: pavillon@milchhof-berlin.de, www.milchhofpavillon.de

valentin@valentinmagaro.ch

 

1  Adolf-Dietrich-Preisträger, 2007; Förderpreisträger der Internationalen Bodensee Konferenz, 2010; Förderpreisträger des Kantons Thurgau, 2012; www.valentinmagaro.ch/

2  Lucia Angela Cavegn

3  Richard Grayson

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25.06.2013 Annährung an das Weibliche

GFDK - Anja Szech - 7 Bilder

Bilderwelten von Barbara Petzold sind von rätselhaften Frauen bewohnt. Man begegnet Ihnen auf der Strasse, am Strand, in Bars, im Wasser, im Wald, an gewöhnlichen und weniger gewöhnlichen Orten. Zauberhafte Wesen, die wie schwebend aus den durch feine Lichtregie gestalteten Farbräumen auftauchen.

Träumend, in sich versunken, mal poetisch, mal spielerisch, gehen sie ihren Beschäftigungen nach. Nur schwer zu erraten, wer sie sind und woher sie kommen, wirken sie sehr verführerisch in ihrer irdischen und doch so geheimnisvollen Art. So nah und gleichzeitig unnahbar, lassen sie viel Raum für Phantasie und Interpretation.

Die Malweise trägt zur Fragilität und Sinnlichkeit dieser Figuren bei. Im zeitaufwendigen Verfahren werden die Farben mit einer speziellen Pinselführung Schicht für Schicht aufgetragen. Ob tiefes Blau, Braun, Violett oder zarte und doch intensive Grüntöne der offenen Naturflächen entfalten die Farben eine starke Tiefenwirkung. Die Gemälde erscheinen wie ein Übergang zwischen dieser Welt und einer Welt der Träume. Die Farben sind intensiv und transparent zugleich. Wie im Zwielicht changieren sie zwischen Licht und Schatten.

Wie verträumt und märchenhaft sie auf den ersten Blick auch wirken mögen, man kann diese Bilder auch in Bezug auf die Identität einer Frau und ihrer Wahrnehmung in der Gesellschaft befragen. Welche Rollenbilder verstecken sich hinter diesen Darstellungen? Sind diese Frauen bewusst Verführerinnen oder sind sie auch ungewollte Projektionsflächen für Träume und Wünsche?

Das Motiv der Braut, das hier eines der zentralen Themen ist und das üblicherweise mit romantischem Klischee von Liebe verbunden ist, wandelt sich schnell zum Unheimlichen.

Die Frauen befinden sich oft im Wald, einem O

rt, an dem viele Märchen geschehen, doch sie sind immer allein. Zwar sind sie von märchenhaften Motiven, solchen wie Frösche oder Zauberpflanzen umgeben, doch entfalten sich diese sehr schnell von ihrer den Unheil bringenden Seite. Der Frosch hat sich nicht in den Prinzen verwandelt und beim aufmerksamen Betrachten sieht man ein kleines Rinnsal am Handgelenk der Braut hinablaufen. Ist sie am Verbluten?

Die magische Wirkung der Tollkirsche (so ein Bildtitel) wurde schon seit dem Mittelalter mit Frauen und ihrer Fähigkeit zum Verzaubern oder sogar zum Verhexen in Verbindung gebracht und somit als Symbol der weiblichen Macht gedeutet.

Schwarze Tollkirsche, auch als Belladonna bekannt, ist ein Nachtschattengewächs. Sie galt nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als ein Mittel der Verführung. Einige Tropfen in die Augen gegeben führen zur Pupillenerweiterung, was als erotisches Signal bewusst oder unbewusst wahrgenommen wird. Diese magische Pflanze kann aber auch eine tödliche Wirkung haben. Das Einnehmen von Beeren führt zu Atemstillstand und Tod.

Die von der Malerin inszenierten malerischen und emotionalen Situationen sind sanft und beklemmend zugleich. Ihre Bilder sind wie die Annäherung an das Weibliche. Die von ihr geschaffenen Frauen sind verträumt, doch nie abwesend. Schwer fassbar, aber nie geisterhaft. Sie sind verführerisch und verletzbar zugleich. Ihre Körper sind wie Träume, wie Erinnerungen, wie Phantasien. Und genau wie diese könnten sie jederzeit entschwinden.

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Text von Anja Szech/ Assistant Curator, Fondation Beyeler, Basel

info@barbara-petzold.de

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11.06.2013 wasser als geheimnisvolles element

GFDK - Kasia Sandhofer - 6 Bilder

Wasser ist die Quelle des Erkennens, des Lebens, der Aufklärung und der Wiedergeburt aber auch die des Todes. Als Element ist es voll von Geheimnissen und Gefahren. Die Meerestiefen bergen in sich seltene und gefährliche Geschöpfe.

Dieses Potenzial von Bösem und Dunklem kontrastiert mit der besänftigenden Sicht des Meeres und dem relaxierenden Wellenrauschen. Doch der moderne Mensch vergisst oft auf diese duale Natur des Wassers, und beschränkt sich auf die in den Reisekatalogen abgelichtete Attraktivität.

Gerade diese Sorglosigkeit und die Hingabe an den angenehmen Aufenthalt am Meer wurden zum Ausgangspunkt und zum Hauptthema des Werkes der jungen, polnischen Malerin Julita Malinowska. Die in der Ausstellung „At the Sea-Side“ in der Galerie Sandhofer präsentierten Bilder bilden gleichsam ein Resümee des bisherigen Schaffens der Künstlerin. Die Leinwände stammen aus 2010 und gehen zurück bis 2006, sie ergänzen einander und vermischen sich inhaltlich.

Ausstellung in Salzburg

Malinowska widmet sich, wie auch Claude Monet, der endlos seine berühmten Seerosen malte, dem Thema des Strandes als eines Ortes, der psychosoziologisch ungewöhnlich ist. Einerseits ist es ein öffentlicher Platz, auf dem wir überdeutlich sichtbar sind. Menschen in Badeanzügen stellen sich zur Schau und sind den kritischen Blicken anderer Strandbesucher ausgesetzt.

Jedoch bewirken die Hitze, die entspannte und verspielte Atmosphäre, dass die Menschen schrittweise lockerer werden und sich auf sich selbst konzentrieren und vergessen dabei die Regeln, die auf öffentlichen Plätzen normalerweise gelten. Wie die Künstlerin selbst bemerkt: Die Anwesenheit eines Individuums unter der unzähligen Masse gibt das Gefühl der Anonymität, was einem erlaubt sich gehen zu lassen. Auf dieser Weise wird der Strand zur riesigen Bühne, auf welcher unzählige Auftrittszenen statt finden. Gerade diese sind das Thema von Julita Malinowskas Bildern.

Die Aufmerksamkeit des Zuschauers konzentriert sich auf die Helden dieser Szenen – Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Die Leinwände aus 2006 zeigen thailändische Kinder, die unbekümmert im Meer spielen. Die Künstlerin verewigte sie zwei Jahre zuvor auf ihren Fotos um sie später zu malen und ihre reine und aufrichtige emanierende Lebensfreude aufs Neue auf Leinwand zu bannen. Die dunkle Hautkarnation der Kinder erinnert an die polynesischen Frauen Gauguins.

Bildende Kunst

Besonders augenfällig wir dies auf den Bildern „Gesten IV“ und „Gesten V“: Vor klarem, puristischem Hintergrund, dominieren Kindersilhouetten den Bildausschnitt. Ihre expressive Haltung drückt ihre gegenseitige Relationen und Emotionen aus. Aus ihnen emaniert die Natürlichkeit und der Mangel an Scham angesichts ihrer eigener Nacktheit; so muss das verlorene Paradies ausgesehen haben. Die Nacktheit der Kinder in Malinowskas Bildern ist rein und ursprünglich. Es erinnert an die Antike und die Liebe zum eigenen Körper wie z.B. im Bild „By the swimming-pool“ (2008), das nackte Jünglinge beim Springen in den Pool und beim Verlassen des Pools zeigt.

Malinowska registriert auch ungeniertes Zeigen von Zuneigung auf den Strand.
Besonders interessant ist ein Bild, auf welchem sich drei Paare küssen und sinnlich im Wasser umarmen. Bis zur Hüfte eingetaucht, scheinen sie vollständig vergessen zu haben, dass sie von anderen Menschen beobachtet werden. Indem sie auf diese Szene zurückgreift, zeigt uns die Künstlerin, dass Wasser einen erotischen Anklang hat und auf natürliche Weise mit körperlicher Liebe verbunden ist.

Freunde der Kunst

Obwohl Wasser und Strand sehr wichtige Elemente in den Bildern Malinowskas sind, wurden sie nicht realistisch gemalt. Sie wurden eher wie eine Szenografie behandelt: als unaufdringlicher Hintergrund der es dem Zuschauer erlaubt seine Aufmerksamkeit auf die menschlichen Verhaltensweise, Emotionen und gegenseitige Relationen zu richten.

Der Himmel, das Meer und sandige Strände erzeugen des Öfteren flach postierte Farbflächen. Diese Einfachheit macht die gemalten Motive unreal, sodass sie als Kompositionen schön und angenehm fürs Auge wirken. Durch diesen Griff führt die Künstlerin den Betrachter in die Irre. Statt Beunruhigung empfinden wir Begeisterung, bei dem Betrachten von Menschen die von einem unsichtbaren Kliff in das tiefe Meer springen.

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Über die Künstlerin:

Julita Malinowska studierte Malerei an der Kunst Fakultät der Marie Sklodowska Curie Universität  in Lublin. 2003 bekam sie das Socrates-Erasmus Stipendium und es folgte ein Aufenthalt in  Wolverhampton England. Danach studierte sie Malerei an der Akademie in Krakau wo sie 2005 mit Auszeichnung diplomierte. 2008 folgte ein Stipendium "Artist in Residence" in Tammisaari, Finland.

2013 stellt sie ihre Werke bei SCOPE Basel aus.

Malinowska hatte über 27 Einzel und über 300 Gemeinschaftsausstellungen.

Galerie Sandhofer
Dietrichsteinstraße 6a
125020 Salzburg
www.galerie-sandhofer.com
info@galerie-sandhofer.com


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02.06.2013 Johannes Lotz umkreist die menschliche Figur

GFDK - GALERIE PARROTTA CONTEMPORARY ART - 6 Bilder

Johannes Lotz lässt in seinen Gemälden auf Leinwand und Holztüren Bildwelten entstehen, die bevölkert sind von bizarren Figuren auf verschlungenen Wegen zu seltsamen Orten. Sie scheinen mal mehr und mal weniger in vertraute Märchen zu führen, deren Geschichten jedoch durch die Zerstücklung der Narration und formale Uneinheitlichkeit gebrochen sind und damit verschlüsselt bleiben.

Ähnlich wie  Märchen auf eine bedrohliche und schwer zu ergründende Welt verweisen, führen Lotz` Arbeiten in brüchige und ambivalente Lebensräume, die hintergründig auch gesellschaftliche Mechanismen reflektieren. Nicht nur die Thematik der Bildwelten, sondern auch deren malerischer Prozess erinnert an Vorgehensweisen, die uns aus Literatur und Malerei mitunter aus dem Kreis der Surrealisten bekannt sind.

Allen voran prägte André Breton die Écriture automatique, welche Texte und Bilder anstrebte, die ohne jede Kontrolle der Vernunft entstehen sollten. Vergleichbar bedient sich Lotz der Kraft psychischer Prozesse, mit der er die kontrollierende Realitätswahrnehmung des Bewusstseins teilweise bricht und das Ergebnis in seinen Gemälden bannt und ausformt.

In seiner künstlerischen Arbeit umkreist Johannes Lotz die menschliche Figur, um sie malerisch entweder zu verorten oder ihr jeden Bezugspunkt zu entziehen. Mal wird sie zur Randfigur einer übersteigerten Umwelt, mal gewinnt sie eine labile Dominanz über den Bildraum, der sich zurückzuziehen scheint wie in ein schwarzes Loch. Hier liegt der Grat, an dem sich die Ausstellung orientiert und der sich im Werk des Künstlers abzeichnet.

So sind die Bildflächen bei Johannes Lotz zum Teil vollständig von dynamischen Elementen beherrscht, die an den malerischen Gestus fauvistischer, frühkubistischer und expressionistischer Tradition denken lassen. Die gleichsam aus einem exaltierten Wirbel heraus geborenen Figuren sind lediglich Elemente eines vielstimmigen Raumes. Weite Teile des Bildraums antworten den Figuren auf der Handlungsebene nicht. Sie scheinen in einer zeitlosen, »absurden Einsamkeit« (Johannes Lotz), in eine von ihnen nicht zu kontrollierende Umgebung verwickelt.

Diesem Horror Vacui steht eine Ausdrucksform gegenüber, die eine radikale Trennung, einen Bruch zwischen Figur und Lebensraum forciert. In den Gemälden verhalten sich die farbigen Figuren kontrapunktisch zu einem entleerten und fast steril wirkenden Hintergrund. Die Figuren sind isoliert und im Dialog mit sich selbst, eingebettet in eine unbestimmbare Beziehungs- oder Dingwelt. Es sind Motive, die der Welt der Phantasie und Groteske zu entspringen scheinen, um dabei die menschliche Bandbreite und ihre Abgründe zwischen Eros und Thanatos wie in einer gauklerischen Halluzination zu verhandeln.

Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland

Johannes Lotz (*1975) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Mainz bei Friedemann Hahn und in München bei Gertraud Schottenloher. Nach verschiedenen Einzelausstellungen, u.a. in der Galerie Michael Janssen in Berlin und Köln und im Künstlerhaus Saarbrücken, widmete ihm die Galerie Parrotta bereits zum zweiten Mal eine Ausstellung. (C) Galerie Parrotta Contemporary Art Stuttgart / Berlin.

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GALERIE PARROTTA CONTEMPORARY ART

Augustenstrasse 87–89
70197 Stuttgart
T +49.711.69 94 79 10
F +49.711.69 94 79 20
mail@remove-this.parrotta.de
www.Parrotta.de

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