Präsentation von Künstlern und ihren Werken

18.01.2019 Circus

GFDK - Ute Bauermeister

Rolf Knie stammt aus der berühmten Schweizer Zirkusdynastie und war selbst lange Jahre als Clown in der Manage, bevor er sich für die Malerei entschied. Seine Motive findet er nach wie vor überwiegend in der bunten Zirkuswelt: wilde Tiere, gelenkige Artisten und deren waghalsige Kunststücke.

Zirkus sei eine Show von Menschen für Menschen, keine virtuelle, sondern eine reale Welt, so Rolf Knie. Mit seinen 65 Jahren hat der populäre Künstler noch genauso viel Lust und Freude am Ausprobieren und an Veränderungen wie als Jugendlicher.

Seine blauen Augen blitzen verschmitzt, er ist offen, neugierig und humorvoll, ein Maler, Künstler, Bildhauer, Freigeist. Auf Mallorca, seiner zweiten Heimat, lässt sich Knie den Wind um die Nase wehen und findet Inspiration für neue Motive.

Rolf Knie hat den Zirkus im Blut

Der Übergang von Zirkus zu Malerei ist für ihn fließend, das eine bedingt das andere. „Schon in meiner Kindheit und Jugend bin ich mit vielen berühmten Malern in Kontakt gekommen. Viele Künstler waren vom Zirkus begeistert und besuchten regelmäßig die Vorstellung.

Oskar Kokoschka, Jean Miró und Marc Chagall kamen bei uns vorbei, sie alle haben Zirkusmotive gemalt, ich war mit Jean Tinguely befreundet, der uns oft besuchte. All diese Künstler haben mich geprägt. Durch den engen Kontakt zu ihnen bin ich wie durch eine Kunstschule gegangen“, erinnert er sich.

Von 1968 bis 1983 stand er selbst als Clown in der Manege, danach hat er Film und Theater gespielt. Seit den 1990ern malt, zeichnet, modelliert er und beherrscht alle Varianten des Druckes. Er arbeitet mit Acryl, Kohle, Leimfarben Fettkreide auf lithographierten Zirkusplakaten. Immer wieder nutzt er auch das geliebte Zirkuszelt selbst als Bildträger.

Kunstwerke von Rolf Knie

Die farbenfrohen Gemälde von Rolf Knie sind kraftstrotzend, dynamisch, voller Fantasie und Fröhlichkeit. Seine Zebras haben blaue, gelbe und pinkfarbene Streifen und auch die Elefanten sind alles andere als grau. Er malt frech, lebendig mal direkt auf Zirkuszeltplane oder auch auf Leinwand und Plakate. Immer mit Respekt vor der großen bunten Welt der Manege.

Rolf Knies Kunst ist weltweit zu sehen

Kürzlich hatte er eine Ausstellung in China. In Thailand entstehen gerade drei lebensgroße Elefanten aus Bronze. Und auch im Europa-Park war Rolf Knie schon einmal sehr erfolgreich: Bereits 2001 verzauberten über 200 Exponate des Schweizer Malers im Botta Dome die Besucher.

Legendär ist die tiefe Freundschaft zwischen Rolf Knie und Charlie Chaplin. Das Kino-Genie Charlie Chaplin hat Rolf Knie immer wieder im Circus besucht und nach seinem Tod vermachte er seinem Freund Rolf Knie sogar seinen Rolls Royce, der dieses Kleinod bis heute hegt und pflegt. Charlie Chaplin sagte: "Wer das Leben zu ernst nimmt, braucht eine Menge Humor, um es zu verstehen." Rolf Knie hat viel von Chaplins Weisheiten übernommen.

Fantasiewelt Zirkus

In der neuen Winterausstellung steht erneut die fantasievolle Welt des Zirkus im Mittelpunkt. Eine besondere Aura strahlen die Arbeiten auf Zirkuszeltplanen aus, deren Struktur mit Ösen und Stricken dem Bild einen ganz eigenen Charakter verleihen. Affen im Frack, Pferde im Galopp, Löwen im Sprung tummeln sich auf den Bildern, kopfüber und in neuen Perspektiven. Man schnuppert beim Betrachten von Knie’s Werken direkt Zirkusluft.  „Es ist mir wichtig, die Kunst zu den Menschen zu bringen. Kunst soll mit Freizeit und Unterhaltung verbunden werden, der Europa-Park ist dafür der beste Platz“, kommentiert Rolf Knie.

Übrigens, wer sich für die Bilder von Rolf Knie interessiert, kommt im Europa-Park immer auf seine Kosten: Viele Zeichnungen und Gemälde hängen dauerhaft in den Hotels und beispielsweise in der Bar „El Circo“ im Hotel „El Andaluz“. Eine monumentale Eisenskulptur von Rolf Knie mit Artisten und Clowns "begrüßt" vor dem Mario Botta Dome am Haupteingang des Europa-Park die Gäste.

Ausstellung im Europa-Park Rust

Familie Knie und Familie Mack sind eng miteinander verbunden. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg hat die Familie Knie die ersten aufwendigen Zirkuswagen vom "Mutterunternehmen"  Mack Waldkirch besessen. Die Ausstellung "Rolf Knie – Circus" steht in einer Reihe mit sehr erfolgreichen  Kunstausstellungen, bei denen der Europa-Park in den vergangenen Jahren unter anderem Arbeiten der Künstler Marc Chagall, Tomi Ungerer und Raymond Waydelich gezeigt hatte.

Info:

"Rolf Knie – Circus"

Eine große Kunstausstellung rund um das Thema Zirkus fand im Europa-Park statt. In der Mercedes-Benz Hall

Rolf Knie

geb. 1949 in Bern

Clown, Vater, Zirkusmensch. Maler, Bildhauer, kreativer Kopf. Für ihn ist das Leben eine dauernde Veränderung. Mutter: Profitennisspielerin und Eiskunstläuferin, Vater: Zirkusdynastie Knie. Verbrachte Kindheit reisend im Zirkus, 1973 Heirat mit Erica Brosi. 1977 Geburt seines Sohnes Gregory. 1991 heiratete er zum zweiten Mal. Seine Frau Anabela Lorador-Rodriguez ist eine portugiesische Artistin.

www.rolfknie.ch 

www.saltonatale.ch

Ansprechpartner Presse: Ute Bauermeister

bauermeister@koppelstaetter-media.de

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18.01.2019 der pott der gegensätze

Redaktion GFDK - Funda Toprak

Ein Porsche erzählt von der Welt des Mangels...ein vom Zerfall gekennzeichnetes Haus wiederum entlarvt die Oberflächlichkeit einer Scheinwelt...somit dient die Begegnung zweier Welten als Spiegel für die Welt des Gegenpols...

Armut bedingt Reichtum....Reichtum bedingt Armut...sie stehen in einer unauflöslichen Verbindung

Luxus-Autos im Revier

Was bei mir persönlich ankommt, ist der Blick für das Wesentliche...Eva erzählt oftmals mit einem Blick die dualen Gegensätzlichkeiten zwischen illusionärem Streben und dem, was wir Realität nennen...

In Gelsenkirchen haben wir den kleinsten Puff des Reviers erkundschaften mit Hilfe eines Ortskundigen.

Der Ruhrpott - ein Revier voll Gegensätze

Ich fand es immer schrill, wie hier im Revier die Menschen auf Autos abfahren, aber eben günstig einkaufen gehen, wie in das Matratzenlager oder auch in eine Spielhölle einkehren.

Art@Live.de

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04.01.2019 barockes kunstwerk

GFDK - Werk der Woche

Sala Liebers Bilder sind mehr barocker Garten, Menagerie und opulente Zauberwelten in einem. Der Faltenwurf, die Radkrägen und die Frisuren lassen sofort das goldene Zeitalter des 17. Jahrhunderts lebendig werden.

Die Entdeckung der Welt, das Sprengen aller Grenzen und der unermessliche Reichtum der Oberschicht, die sich in glanzvoller Kunst und Architektur feierten und sich exotische Tiere im Haus und Pflanzen im Garten als Hausgenossen zu halten begonnen, gehören untrennbar in diese Zeit.

Und auch der strenge, ernste Blick, keine Gefühlsregung, unnahbar und distanziert lassen den Betrachter erschauern und faszinieren ihn gleichzeitig.

Es ist alles edel, exklusiv und sehr kostbar. Personen, Tiere, Gärten, Gebäude Pflanzen, einfach alles. Der Betrachter ist zwar zugelassen, aber durch die gewählten Großformate nicht wirklich auf Augenhöhe, eher eine Stufe tiefer, niedriger abgestuft.

Sala Lieber übertragt Elemente alter Kunst in ihre Bilder

Überall überraschend viel, überraschend anders und doch vertraut, durch die Zitate die die Künstlerin aus der alten Kunst in ihre neuen zeitgenössischen Bilder aufnimmt. Ein ganzer Kosmos, fremd und faszinierend zugleich.

Die Tiere, meist Vögel, nie geschaute Vögel und schon gar nicht in Europa zu Hause seiende Arten, sitzen dicht an dicht und verhalten sich so gar nicht artgerecht. Figuren meist Frauen, die distanziert und blasiert ins Bild gesetzt sind, sind ebenso exotisch und fremd.

Die meist im Hintergrund vorhandenen historischen barocken Gebäude und Räume vertraut und auch fremd.

Sala Lieber stellt Mut zur Opulenz, Schönheit und der Erotik in Frage

Erst wenn man sich durch die verwirrende Vielfalt von allem auf der Leinwand gearbeitet hat, kommt der Verdacht auf, dass die scheinbare Historienmalerei gar nicht aus dem Europa der Vergangenheit stammt, sondern auch eine eigene Spezies ist, ähnlich aber nicht gleich auf einem Planeten, ähnlich aber doch anders.

Ob sie jetzt oder vergangen sind, so ganz ist das nicht zu entscheiden. Sind die technisch perfekt dargestellten Figuren und Panneaux hier oder doch eine eigene Welt? Sind die jungen rotblonden Frauen wirklich jung, jung geblieben oder vielleicht unsterblich immerwährend alterslos?

Sieht so Glück in unermesslichem Reichtum aus? Und wer ist der Exot, Figur, Vogel oder der Betrachter, der wiederum von den Figuren und Tieren, wenn sie nicht selbstvergessen mit sich beschäftigt sind, als Exot, weil so anders betrachtet werden.

Sala Lieber stellt die Gewissheiten wie Vergangenheit, Wissen und Zukunft verdeckt durch brillante Malkunst und dem Mut zur Opulenz, Schönheit und der Erotik in Frage.

Über die Künstlerin Sala Lieber

Die gebürtige Ungarin (geb. 1980), Meisterschülerin von Prof. Herbert Brandl und Kunstakademie Düsseldorf-Absolventin zeigt, dass sie die Kunstgeschichte im Blut hat und sie weiß sie stark, überraschend heißblütig und überwältigend in ihren Bildern umzusetzen.

Berühmte Geschichten und Gesten werden so zu neuen Hinguckern und entwickeln ihre sensationelle Sprengkraft auf den Betrachter ein weiteres mal. Klug und überraschend ist die Kunst von Sala Lieber nichts für schwache leichte Betrachternerven.

Hier regiert das Leben pur, nur welches, dass bleibt offen und lässt Bewunderung und Schwindel im Kopf des Betrachters zurück.

Kurzvita Sala Lieber

1980 geboren in Budapest (Ungarn)
1999-2001 Kunstakademie Dresden, Studium der freien Malerei,Prof. Elke Hoppfe, Prof. Siegfried Klotz, Prof. Max Uhlig
2001-2005 Kunstakademie Düsseldorf,Prof. Jörg Immendorff, Prof. G. Merz, Prof. H. Brandl
Februar 2006 Abschluss mit Akademiebrief, Meisterschülerin bei Prof. H. Brandl
Gaststudentin bei Karin Kneffel, Bremen

Galerie Hoffmann Contemporary Art – Lange Straße 50 – 33378 Rheda-Wiedenbrück – Tel: 05242/400 623 – info@kunstagentur-hoffmann.dewww.kunstagentur-hoffmann.de

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04.01.2019 Wirklichkeitsschichten

GFDK - Adrian Luncke

Nehmen wir auf unsere Wirklichkeit Bezug, so wenden wir für gewöhnlich die Kategorien von Raum und Zeit auf sie an. Wir gliedern sie in ein Hier und Jetzt, ein Dort und Dann... und schaffen somit Systeme der Abfolge und der Trennung. Für die Beschreibung von Ereignissen oder Situationen greifen wir Momente aus diesen Systemen heraus: Sie geschehen zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort.


Anne Wölk setzt einer derart eingeschränkten Betrachtungsweise eine vielfältige entgegen. So schlägt sie vor, Momente der Wirklichkeit in Schichten zu fassen – Schichten, die aufeinandertreffen, die sich wie unterschiedliche Meinungen aneinander reiben und sich letztlich zu einem reichen Ergebnis zusammenfügen:

Ihren Umgang mit dem Thema Zeit verdeutlicht Anne Wölk, indem sie Science Fiction Material zurückliegender Jahrzehnte aufgreift. Ebenso wie die Vergangenheit die Gegenwart vorbereitet und auf diese Weise in ihr enthalten ist, verhält sich die Gegenwart zur Zukunft – an die Stelle der zeitlichen Reihung setzt Anne Wölk also Beobachtungen der Gleichzeitigkeit.


Ähnlich verhält es sich Wölk zufolge mit dem Raum: Ein Hier ist ohne ein Dort unbestimmt und letztlich gar nicht zu denken – und trotzdem sind Hier und Dort nicht zwangsläufig auch örtlich voneinander getrennt. So versinnbildlicht die Stadtlandschaft eben die Zusammenkunft von Stadt und Land – zwei Räume, die meist als distinkt verstanden werden. Mit der Aufnahme von Markierungen, wie sie Menschen in der Natur, etwa auf Baumstämmen, hinterlassen, überträgt die Künstlerin diese Gedanken zur Überlagerung auf das einzelne Objekt.


Dabei betrifft Gleichzeitigkeit auch den Charakter vieler anderer Gegenstände und unserer Bezugnahme auf sie: Das Wesen einer Eislandschaft besteht nicht allein in dem visuellen Eindruck, den sie beim Betrachter hinterlässt; auch ihre kaum sichtbare molekulare Struktur ist unabdingbar Teil desselben.


Ähnliches gilt für Tags und Schriftzüge, mit denen Writer der Streetart-Szene ihre Reviere im Stadtraum markieren. Wie Betrachter sie verstehen, hängt nicht zuletzt von ihren Vorkenntnissen ab: Können Eingeweihte die Codes auch inhaltlich deuten, bleibt Uninformierten allein die Auseinandersetzung mit ihren ästhetischen Qualitäten.

Keine dieser Verständnisweisen übertrifft jedoch die andere – sie sind schlicht unterschiedlicher Art. Und ein Phänomen in seiner vollen Wirkung zu erfassen, so legt Anne Wölks Arbeit letztlich nahe, heißt, viele dieser Facetten in einem Crossover-Prozess zu einem Eindruck zu verdichten.

Das tut die Künstlerin , indem sie nicht nur Elemente zeigt, die zunächst recht unterschiedlich erscheinen, sondern auch, indem sie ihr eigenes künstlerisches Medium, die Malerei, auf seine Möglichkeiten untersucht:

Anne Wölk deutet Räumlichkeit durch Überlagerungen an, zeigt Konkretes und Abstraktes, arbeitet mit einer breiten Farbpalette und hinterfragt das Verhältnis von Leinwand und aufnehmendem Raum. Das ergibt Kunstwerke, die den Betrachter wohl deshalb in ihren Bann ziehen, da sie sich, gestalterisch vielfältig und farblich intensiv, als harmonisches Ganzes darstellen. So macht das beeindruckende Spiel mit Vielfalt und Einhalt den besonderen Reiz von Anne Wölks Arbeiten aus.


Adrian Luncke M.A

Vita
geboren 18.10. 1982 in Jena, Thüringen
Ausbildung
2008-2009 Meisterschülerin bei Prof. Antje Majewski
2004-2007 Malereistudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, (Diplom 2007) Klasse Prof. Katharina Grosse und Prof. Antje Majewski
2006 Chelsea College of Fine Art and Design, London, UK Sudienreise nach Tokyo, Kyoto, Japan
2001-2004 Malereistudium an der Burg Giebichenstein Halle, Klasse Ute Pleuger
2004 Tutor 3./4. Studienjahr Naturstudium/ Aktzeichnen Burg Giebichenstein Halle


Auszeichnungen:
2012 Feldforschung in situ, artist in residence, Bodensee Art Fund, Wasserburg am Bodensee
Katalogförderung der Union Investment Stiftung, Frankfurt am Main
Finalistin Jean-Claude Reynal Scholarship,
Bordeaux Frankreich
2011 Grand Prize, Papirmasse Art Magazine, Montréal, Kanada
Finalistin Art Takes Miami, 2011, New York, USA
2008 Residenzstipendium Kunstverein Werkstatt Plettenberg
Stipendium der Marianne Ingenwerth-Stiftung, Bonn
2006 Erasmus Stipendium, exchange program, Chelsea College of Fine Art and Design, London
2004-2008 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes,
2001 1.Platz Malerei 9. Thüringer Landesausstellung, Erfurt

Ausstellungen (Auswahl)
2012 “Plausible Dreams“, Kreuzberg Pavillon, Berlin
“Feldforschung in situ. Anne Wölk“, Bodensee Art Fund, Wasserburg (Solo)
“This Is Hardcore“, Shanghai Business Center, Potsdam
“MyPlace“, Kunstverein Münsterland, Coesfeld (Kat.)
“Beautiful!“, Private View - Platform for Contemporary Art Projects, Berlin
“I‘M SORRY. I DID NOT REALIZE YOU!“, Port Art Gallery, Ankara, Türkei
“Home Office of the Fan Fiction Empire“, The Residence Gallery, London, Großbritannien
“Formation“, PLAN.OPEN, Arbeit Gallery, London, Großbritannien
“Postcards From the Edge“, Cheim & Read, New York, USA
2011 “Slideluck Berlin IV“, .HBC, Berlin
“Realismus“, orth für aktuelle Kunst, Aulich Merkle Stiftung, Offenbach am Main, (Kat.)
“Drawing Connections“, Siena Art Institute, Sienna, Italien
“A drawback“, Atelierhof Kreuzberg, Berlin, (Kat.)
“Technology won‘t save us“, im Rahmenprogramm der 12. Istanbul Bienniale Art Suites Gallery, Istanbul, Türkei, (Kat.)
“On Painting“, Ghyczy, Berlin
“Young European Landscape“, Galerie Wolfsen, Aalborg, Dänemark, (Kat.)
“Peep Show“, Tape Modern, Berlin
“Krieg im Frieden“, Kunstpavillon, München
“FITAX 1500“, GRIMMUSEUM, Tupajumi foundation, Berlin
“The Sketchbook Project“, Brooklyn Art Library, New York und Austin Museum of Art, Texas, ... USA
“Young European Landscape“, Collegium Hungaricum Berlin, (Kat.)
“Realismus“, Galerie Epikur, Wuppertal
“Lost“, Galerie im Park, Bremen
2010 “A HARD RAIN ́S GONNA FALL“, BSA Showroom, Berlin
Teilnahme am editorial project, organisiert von Latitudes,
“The Last -Newspaper“, New Museum, New York, USA
“D12/ Dirty Dozen“, Alter Ego archive, Grimmuseum, Berlin
“Die Kunst der Natur ist die Natur der Kunst“, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden, (Kat.)
“Lyrics“, Galerija EX ARTE, Ljubljana, Slowenien, Solo
“A Communist Gala“, Cuchifritos Gallery, New York, USA
2009 “CHRISTMAS PALM“, Freies Museum Berlin
“DOUBLE-SELF“, mbf-Kunstprojekte, München, Solo
“Young Art Promotion Project“, Galerie Zulauf, Freinsheim
“Watchlist 10“, JKB Temporary, Berlin
“1,2,3“, Uferhallen, Berlin
“Zirkus Minimus“, Walden Kunstausstellungen, Berlin
2008 “Eberhard-Dietzsch Award“, Geraer Bank eG, Gera, (Kat.)
“Highlights of German Academies“, Dina4 Projekte, Berlin
“Utopia of Space“, Kyrgyz National Museum of Fine Arts, Bishkek, Kyrgisien
“Horizons“, Galerie Adlergasse, Kulturverein riesa efau, Dresden, Solo
“Tag und Nacht“, Kunstverein Werkstatt Plettenberg, Solo
“Quotes - The Art of Allusion“, Vonderbank Artgalleries, Berlin
2007 “Selection 2007“, Elgiz Museum of Contemporary Art, Istanbul, Türkei
“Signale“, Ostrale, Dresden
“Life Spotting“, Vonderbank Artgalleries, Berlin

www.annewoelk.de

 

 

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07.03.2018 ritualisiert die versteckte Gewalt zwischen den Figuren

GFDK/ Dr. Gudrun Pamme-Vogelsang

Ein wichtiges Thema, das die Londoner Künstlerin Joanna Price in ihrer Malerei verhandelt, ist die Begegnung und Kommunikation unter Männern. Die Künstlerin verallgemeinert und standardisiert, indem sie die Figuren nahezu monochrom in Gruppen zusammenstellt oder auch einzelne Figuren zwischen den Gruppen isoliert.

Die Männerbegegnungen scheinen – einem Tanz vergleichbar - sorgfältig choreographiert. Price untersucht mit malerischen Mitteln Phänomene wie Männerbünde und Kameraderie, Rivalität und Strategie, Intimität und Distanz im privaten und öffentlichen Raum.

Dabei wirken die Berührungen, Gesten oder auch der ausgetauschte Handschlag keineswegs freundlich sondern verhalten aggressiv. Price ritualisiert die versteckte Gewalt zwischen den Figuren – eine Gewalt, die in den unspezifischen, aber beengten, monochromen Bildräumen eine eigenartige Dynamik entfaltet.

Die Männergruppen in den Werken von Joanna Price scheinen zu schweben, ungeachtet konventioneller Perspektiven. Isoliert voneinander wirken die Männer wie kleine Porzellanfiguren. Jede der ´Ming-blauen` Gruppen erinnert zunächst an das Design auf einem Willow Pattern Teller. Doch lassen sich auch Parallelen zur mittelalterlichen Kunst und den Erzählrhythmen z.B. auf Wandteppichen und in der Buchmalerei entdecken.

Als junge Künstlerin war Joanna Price fasziniert von der griechischen Vasenmalerei mit ihren klaren standardisierten Bildprogrammen, den vorbildhaften Geschichten und Heldensagen. Die gemalten Geschichten von Price bleiben aber unklar, die Protagonisten meist unkenntlich. Price studiert Typologien und Verhaltensmuster, die Geschichten hierzu muss der Betrachter selbst erfinden.

Obwohl sich manche Titel der Künstlerin auf Orte wie Millwall beziehen, wo regelmäßig Hooligan Auseinandersetzungen stattfinden, ist Ihre Arbeit ganz und gar nicht dokumentarisch, soziologisch oder gar feministisch anzusehen. Die Gemälde von Joanna Price haben ebenso wenig mit dem Thema Männergewalt zu tun wie Degas Tänzer mit Ballett.

Aufgrund der emotionalen Aufladung und Unmittelbarkeit bevorzugt die Künstlerin die Darstellung von Gewalt gegenüber anderer dynamischer Bewegungsabläufe, wie man sie vom Sport oder Tanz her kennt.

Joanna Price gelingt es in ihrer Malerei Gewalt darzustellen ohne dabei in der Anklage stecken zu bleiben. Ihre einzigartige Bildstrategie führt aus der Betroffenheit heraus und ermöglicht so einen ironisch distanzierten Blick auf ihre Bilderwelten.

Joanna Price wurde 1956 in Irland geboren. Die City and Guilds of London Art School absolvierte sie 1982 mit einem Abschluss als Bildhauerin. Später erhielt sie ein Stipendium für die New York Studio School. Im Jahr 1990 zeigte Joanna Price ihre erste Einzelaus-stellung als Malerin in der Anna Bornholt Gallery in London.

In Deutschland war ihre erste Einzelausstellung 2005 in der Galerie Michael Heufelder, München, zu sehen. Sie beteiligte sich u.a. an den Gruppenausstellungen Migrant Artists Council Biennale, St. Petersburg (2001), Paintings for hospitals, The Saatchi Gallery, London (2002), “Zurück zur Figur", Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München (2006).

Werke von Joanna Price befinden sich in öffentlichen Sammlungen, z.B.: Unilever, State Street Bank, Cinven, Hambros Bank, Saatchi Collection, Sierra Serapion, Puerto Rico, Norddeutsche Landesbank, Nancy Balfour Collection, The Inland Revenue, Rugby County Council, Robert Webster, Arthur Anderson, The Arts Council of Great Britain.

Joanna Price, *1956 in Irland
Lebt und arbeitet in London (UK)

Galerie Pamme-Vogelsang

Dr. Gudrun Pamme-Vogelsang

Hahnenstraße 33

D-50667 Köln

T.:  +49 - (0)221 - 80 15 87 63

F.:  +49 - (0)221 - 80 15 87 64

M.: +49 - (0)171 - 86 31 823

info@pamme-vogelsang.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 12 bis 18.00 Uhr

Samstag 11 bis 15 Uhr u.n.V.

1) "Good Form and nice Style", Öl auf Leinwand, 122x122 cm © Joanna Price

2) "Nice Style", Öl auf Leinwand, 183x183 cm © Joanna Price

3) "Serial Handshake", Öl auf Leinwand, 183x183 cm © Joanna Price

4) "Good Form and nice Style", 2005, Öl auf Leinwand, 122x122 cm © Joanna Price

5) "Ushering out the Old I", 1997, Öl auf Leinwand, 183x183 cm © Joanna Price

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31.01.2018 von Kippenberger bis Disney

GFDK - Michael Sanchez

Cosima von Bonin ist die prominenteste Vertreterin der Konzeptkunst. Sie arbeitet mit Textilien, Filmen, Installationen, Malerei, Skulptur bis hin zur Fotografie und widmet sich mit Vorliebe den "Übermaßen".

Die gezeigten frühen Arbeiten von Cosima von Bonin umfassen eine Reihe von Gefängnisfenstern aus Pappe und Tape, die 1993 bei American Fine Arts in New York zu sehen waren. Für jene Ausstellung hatte von Bonin oberhalb der Arbeiten Vogelkäfige mit Wellensittichen angebracht, was zu unregelmäßigen Ablagerungen von Vogeldreck führte, die auf der Oberfläche der Arbeiten nach wie vor zu erkennen sind.

Weitere frühe Arbeiten beispielsweise der im Jahr 1994 über einer Tür des Kunstvereins Kippenberger im Fridericianum, Kassel, drapierte Bikini, sowie ein Raster aus zusammengenähten Herrentaschentüchern  wurden für Grandville and the Decision of Grandville komplett in Weiß nachgebildet.

Mehrere freistehende Möbelbeine aus dem Jahr 1992 werden auf weißen Sockeln präsentiert, wie Soldaten, die sich zu einem Angriffsmanöver versammelt haben. Ein Sperrholz-Lkw und sein Gegenüber aus Pappe, erstmals gezeigt 2010 anlässlich der Ausstellung The Fatigue Empire im Kunsthaus Bregenz, wurden von ihrer Ladung befreit, die möglicherweise durch etwas anderes oder durch gar nichts ersetzt werden wird.

Indem sie den unheimlichen Animismus von J. J. Grandvilles satirischen Graphiken (beispielsweise Un autre monde, 1844) umkehrt, präsentiert von Bonin ihre Tier-Avatare, etwa den auf einem biomorphen Fake-50er-Jahre-Tisch hängenden roten Einsiedlerkrebs, seit ihrer Bregenzer Ausstellung im vergangenen Jahr als schlaffe und erschöpfte Wesen.

In dieser neuen Installation nun griff der Ermattungseffekt bei einer Skulpturengruppe auf einer Tischplatte ineinander verschränkt liegende weiche Wesen auch auf die Farbe über. So wird die Ausstellung, ungewöhnlich für von Bonin, von Weiß beherrscht.

Während er in Düsseldorf lebte und dort an seiner Section Cinéma arbeitete, bezeichnete Marcel Broodthaers sich selbst einmal als Vampir von Düsseldorf. Ebenso wie Broodthaers in seinem selbstreflexiven Spätwerk ist auch von Bonin vom Vampirismus gegenüber anderen schließlich zum Selbstvampirismus übergegangen.

Als Vampir ihrer selbst und Vampir von Köln agiert von Bonin innerhalb eines Autovampirismus-Loops, man könnte auch sagen: innerhalb einer Möbiusschleife, die Köln 1993 mit Berlin 2011 verbindet und in einer Galerie präsentiert wird, deren Räume in Form eines Loops angeordnet sind, wobei zu jeder Arbeit ein geloopter Soundtrack gehört.

Auf Grundlage ihres untoten Netzwerks aus Referenzen und sozialen Beziehungen scheint von Bonin ein Document of the Dead geschaffen zu haben, um an dieser Stelle den Titel einer ebenfalls in der Ausstellung gezeigten Videodokumentation über den Zombie-Filmemacher George Romero zu zitieren.
Michael Sanchez (Quelle: Galerie Buchholz/ Ausstellung GRANDVILLE AND THE DECISION AT GRANDVILLE, 2012)

Cosima von Bonin geboren 1962 in Mombasa, Kenia studierte Freie Kunst, Szenografie und Medienkunst bei Günter Förg und Johannes Schütz. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Im Verlag DuMont ist ein Kunstkatalog The Lazy Susan Series über erschienen, der einen einen Überblick über die vierteilige und bislang größte Ausstellung von Cosima von Bonin gibt, die von Rotterdam über Bristol nach Genf und zuletzt in die Heimatstadt der Künstlerin, Köln, führt. Sie unterscheidet sich von einer herkömmlichen Wanderausstellung, da sie sich von Ort zu Ort verändert hat.

Überdimensionale Kuscheltiere, genähte Bilder und minimalistische Skulpturen füllen die Ausstellungsräume. Mit ihren Installationen changiert die Künstlerin zwischen Ernsthaftigkeit und Witz und hinterfragt die Grenzen zwischen Kunst und Alltag. Begleitend zu ihren Arbeiten thematisiert sie Autorenfunktionen. Künstler aus den Disziplinen Literatur, Musik und Film realisieren zu den Arbeiten von Cosima von Bonin eigene Werke.(Quelle: DuMont Verlag)

 

Kontakt:

Galerie Buchholz in Köln post@galeriebuchholz.de

www.galeriebuchholz.de

 

 

 

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11.12.2017 Der Blick ist die Neige der Menschen

Prof. Dr. Marschel Schöne

Werk der Woche auf GFDK. An Axel Görmarsson ist alles echt, er ist ein Multitalent, Alleskönner, Universalgenie und Maler. Eben ein Wunderwuzzi.

Zitat und Original - Der Maler Axel Görmarsson

Der Maler Axel „Görmarsson“ Görmar, geboren 1975 in Weimar, ist ein Phänomen im besten Sinne. Eine Erscheinung zwischen den Welten. Ein verspieltes und ernstes Crescendo. Fassbar und nebulös. Lebensrauschend und nachdenklich. Neugierig und altväterlich.

Zielgerichtet und aufs Geratewohl. Zitat und Original. Und in allem. Echt. Ohne doppelten Boden. Von analogem Tabakrauch und Terpentin umschwebt. Im nächtlichen Atelier von Schloss Baumersroda. Seinem gegenwärtigen Arbeitssitz.

In Weimar kennt man ihn als einen, der in Österreich Wunderwuzzi genannt wird. Einen einschlägigen Tausendsassa also. Reiselustig und gesegnet mit vielen Begabungen. Die er verschwendet an die Welt. So seine Musikalität und Experimentierlust.

Geprägt an der Weimarer Musikschule, weiterentwickelt durch den Experimental-Chor des Michael von Hintzenstern und zum fortissimo gesteigert in seinem Concertcontor und als Impresario der Weimarer DADA-DEKADE 2012-2022.

Die alle Künste vereint. Und auf fruchtbaren Boden fällt bei einem, der in Halle/Saale, auf der Insel Hiddensee, im Herrenhaus Heinrichsruh und in Südschweden überaus vitale offene Ateliers schuf, Kleinkunstbühnen, Galerien und Pensionen.

Einem, der in seinen Zwanzigern sonderbar schöne Prosa schrieb, der in den letzten Jahren als Plakat-, Schilder- und Kulissen-Maler die Tiergärten, Zoos und Freizeitparks Europas lebendig machte.

Und der zuletzt mit der Gründung und dem Aufbau des Krister-Follin-Archivs in Glemmingebro (Süd-Schweden) einen beeindruckenden Maler mit Verve vor dem Vergessen rettete.

Und das alles immer lernend. Mit wachen Augen. Fragend. Diskutierend. Den selbstverständlichen Blick in einen verstehenden wandelnd. Eine Erscheinung zwischen den Welten.

Ein verspieltes und ernstes Crescendo. Fassbar und nebulös. Lebensrauschend und nachdenklich. Neugierig und altväterlich. Zielgerichtet und aufs Geratewohl. Zitat und Original. Und in allem. Echt. Ohne doppelten Boden.

Prof. Dr. Marschel Schöne

„Der Blick ist die Neige der Menschen“

Ausstellung mit Malerei von Axel Görmarsson

22.09. bis 18.10.2017 in Weimar, Galerie Markt 21, täglich von 16 bis 23 Uhr geöffnet

Vernissage am Freitag, 22.09. ab 21 Uhr:
Gastredner ist Heinz Barth von Schloss Kannawurf.
Musikalisches gibt es von Norico Kimura (Gesang) und Ramona Reißmann (Laute).

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08.11.2017 spielt mit gegensätzen

GFDK - Redaktion

Aus Zufall passiert laut vielen nichts – meist sei es Schicksal – aber wie auch immer man es hier betrachtet, bei der Entstehung dieser Bildserie erschuf der glückliche Zusammenhang verschiedener Ereignisse eine neue Bildidee in Schäfers Gedanken.

Die während des Besuchs bei einem befreundeten Großwild-Jäger gesammelten Eindrücke und die damit verbundene Begegnung mit majestätischen Tieren in einem Umfeld, dass einen harten Kontrast zum eigentlichen Lebensraum dieser darstellt, faszinierte den Künstler.

Dieser harte Gegensatz wird in der Urban Animals Bild-Serie durch die Kulisse des Großstadtbiotops New Yorks vertreten. Eine Stadt die niemals still steht, in der die Bewohner in der Hektik des Alltags meistens von einem Punkt zum nächsten huschen, ohne die ihnen gebotenen, ungewöhnlichen Begegnungen wahrzunehmen.

Über Norbert Schäfers PhotoArt

Als Künstler fasziniert Schäfer die Darstellung von Bewegung und Zeit und das grenzenlose Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Seine PhotoArt war schon immer das Ergebnis unterschiedlicher Bewegungen von Sujet und Kamera. Die vielschichtigen Motive spielen mit Realität und Abstraktion. Durch Schichtungen und Überlagerungen entstehen weniger klassische Fotos, sondern Gemälde aus Licht.

Wie sehen wir? Und wie viel hat das Bild in unserem Kopf mit der Realität zu tun? Diese Fragen haben Schäfer schon immer interessiert. Den Anstoß, eine künstlerische Antwort darauf zu finden, gab das Foto Touch of Red, aufgenommen vor 30 Jahren in Paris.

Den Menschen im Blick

Worum geht es? Der Mensch sieht in Wirklichkeit selektiv. Nur einen winzigen Ausschnitt unseres Gesichtsfeldes sehen wir scharf. Die Augen machen gewissermaßen eine Kamerafahrt, und das Gehirn setzt viele Einzelbilder zu einem Gesamteindruck zusammen.

Unser Bild im Kopf ist also kein korrektes Abbild der Wirklichkeit, sondern immer eine Interpretation der Realität durch unser Gehirn. Mit seiner PhotoArt versucht Norbert Schäfer, diesen Prozess der Bildverarbeitung im Gehirn wieder zurück zu spulen; all die “Blind Spots”, die Unschärfen und Bewegungen wieder sichtbar zu machen.

Ästhetische Überhöhungen banaler Motive

Zwar bleiben der “magische Moment” und die Fähigkeit (und das Glück), das richtige Motiv zu erkennen und festzuhalten, die Grundlage für jedes gute Foto. Dennoch spielen dem Fotografen die heute verfügbaren technischen Werkzeuge natürlich in die Hände.

Computer und Software eröffnen faszinierende Möglichkeiten: ästhetische Überhöhungen banaler Motive, übersteigerte Farbwirkungen oder Schichtungen unterschiedlicher Wirklichkeiten und Zeitebenen. So kann Schäfer fast wie ein Maler mit Farbe, Licht und Formen agieren.

Mit viel Fantasie und Experimentierfreude an der Arbeit

Seit Touch of Red ist die PhotoArt ein faszinierendes Spielfeld für Fantasie und Experimentierfreude des Düsseldorfers. "Bei der Entstehung der Bilder ist der Zufall ein mächtiger Verbündeter, auf den ich mich immer wieder gern verlasse", sagt Schäfer.

"Ein Beispiel sind die Tiermotive aus der Urban Animals-Reihe, die ich ganz neu für mich entdeckt habe. Ohne die zufällige Begegnung mit einem Großwildjäger und intensive Einblicke in seine faszinierende Welt wäre es wohl nie dazu gekommen." Jetzt tummeln sich Steinbock & Co in urbanen Straßenschluchten und geben den New York-Impressionen des Künstlers eine neue überraschende Dimension.

Über Norbert Schäfer

Norbert Schäfer ist seit 30 Jahren als Künstler und Porträt-Fotograf erfolgreich. In seinen Studios in Düsseldorf und auf Mallorca arbeitet er außerdem als Werbefotograf für renommierte Unternehmen und Marken.

Alle Bilder (c) Norbert Schäfer

Mehr Infos: www.photoart-dus.de

Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-19 Uhr, Sa. 12-17 Uhr

Norbert Schäfer PhotoArt

Heerdter Lohweg 226 b

40549 Düsseldorf

info@norbertschaefer.com

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07.11.2017 die grenzen werden verwischt

GFDK - Ana Pusica

2011 begann die auf mehrere Jahre hin angelegte Kooperation und Ausstellungsserie "Szenenwechsel". Die Beschäftigung mit junger, zeitgenössischer Kunst, die einen Grundsatz der Arbeit in den 150 Instituten weltweit darstellt, findet somit ihren sichtbaren Ausdruck in der Zentrale des Goethe-Instituts.

2011 begann die auf mehrere Jahre hin angelegte Kooperation und Ausstellungsserie "Szenenwechsel". Die Werke wahren für zwei Jahre in den Korridoren und Räumen der Zentrale des Goethe-Instituts zu sehen. Szenenwechsel II wurde in Zusammenarbeit zwischen der Akademie der Bildenden Künste München und der Zentrale des Goethe-Instituts in 2014 fortgesetzt.

Installation „Jungfrauen 2“ von Ana Pusica

Das Projekt „Jungfrauen 2“ beschäftigt sich mit den Fragen der Identität, der Verformung des Körpers und des menschlichen Charakters. Akzeptiert ein Individuum in der heutigen Konsumgesellschaft die Zuordnungen und Zwänge, die ihm auferlegt werden bis hin zur Aufgabe der eigenen persönlichen Identität? Und kann ein Künstler, der Teil dieser Gesellschaft ist, überhaupt eine kritische Position dazu beziehen?

Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit

Die Dynamik der modernen Welt scheint alles zu akzeptieren und für alles Verständnis zu haben. Doch gleichzeitig stellt sie eine Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit heraus. Jegliches Anderssein und Abweichungen von der Norm werden in Frage gestellt.  

Moralische Einstellung, sexuelle Orientierung, Deformierung des menschlichen Körpers und Charakters, Pornografie und Religion, all dies sind Themen, die unmittelbares Aufsehen erregen. Sie sind allgegenwärtig präsent, bewusst akzeptiert, aber zugleich provozierend.

Mit der Installation „Jungfrauen 2“ verlässt die Künstlerin Ana Pusica ihre übliche Schaffenswelt, die Malerei, und überprüft ihre persönliche Position und Meinung zu diesem Thema und wechselt dazu in ein anderes Medium.

Ana Pusica vermischt Grenzen

Die Installation „Jungfrauen 2“ besteht aus 51, auf Wäscheleinen aufgespannten halbtransparenten Strumpfhosen. Sie ist in der Zentrale des Goethe Instituts München in einem 25 Meter langen Glasdurchgang, der zwei Bürokomplexe miteinander verbindet, aufgebaut.

Mit der Exposition dieses Materials der weiblichen Intimsphäre in einem Arbeitsumfeld, verwischen die Grenzen zwischen privat und öffentlich, diskret und vulgär.  Die Strumpfhosen sind durch die Präparierung in ihrer Form deformiert und dreibeinig.

Sie stellen eine Analogie zu den Figuren dar, die sich in Ana Pusicas Gemälden wiederfinden. Sie stehen für die Vermischung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Hässlichkeit und Schönheit, von Toleranz und Intoleranz.

Gleichzeitig repräsentiert diese Aufreihung von 51 identischen Strumpfhosen den Verlust der persönlichen Identität. Der Versuch, gesellschaftlichen Anforderungen wie Anerkennung und Ästhetik gerecht zu werden, geht in Uniformität unter.

Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft

„Jungfrauen 2“ ist durch ein intensives und starkes Pink charakterisiert und hat dadurch eine regelrechte Signalwirkung. Die Farbe Pink symbolisiert Unschuld, Jungfräulichkeit, Süße, Eleganz und Liebenswürdigkeit.

Dadurch entsteht bei der Betrachtung eine vermeintliche Sinnesfreude und Glücksehlichkeit. Ana Pusicas Installation und der Versuch, Antworten zu geben, mündet in einem zwiespältigen Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft.

Kontakt: info@ana-pusica.com

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19.10.2017 fragende Blicke auf die Wirklichkeit

GFDK/ GALERIE MICHAEL W. SCHMALFUSS

Der 1958 in Marburg geborene Künstler, Stefan S. Schmidt, studierte Malerei, Grafik und Kunstgeschichte an der HbK  in Kassel (Prof. Kurt Haug), der Philipps Universität in Marburg  und der Loughborough University in England.

Seit 1979 werden seine Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland ausgestellt. Er hat bereits mehrere Preise erhalten, darunter den Preis der Internationalen Biennale der Zeichnung, Pilsen, Tschechische Republik. 

Stefan S. Schmidt schafft realistische Gemälde (Stillleben), die die gewohnt traditionellen Stillleben, durch seine Auswahl und Anordnung der Objekte, gezielt in Frage stellt.

Seine besonderen Stärken, stellt er in seinen Werken beeindruckend gegenüber. Das ist zum einen, die malerische Lust der Darstellung an Farbe, Stofflichkeiten, Transparenz und Spiegelungen und zum anderen das Gespür für mitunter provokante Kompositionen.

So schafft er es, mit teilweise absurden Konstellationen, die Ordnungs- und Wertvorstellungen ins Wanken zu bringen. Seine Werke ziehen zunächst durch die Schönheit der Oberflächen in den Bann.

Doch sogleich entsteht ein fragender Blick auf die Wirklichkeit. Die Dinge verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung und verwandeln sich in Metaphern menschlicher Existenz, ihrer Verhaltens- und Seinsweisen. 

GALERIE MICHAEL W. SCHMALFUSS
Galerie für nationale und internationale zeitgenössische Kunst
www.galerie-schmalfuss.de

Steinweg 33 - D-35037 Marburg
Fon/Fax 0049 (0) 6421 590 950
Mobil 0049 (0)170 94 666 39
art@galerie-schmalfuss.de

Dienstag bis Freitag von 10 - 13 Uhr und 15 - 18.30 Uhr
Samstag von 10 bis 16 Uhr

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