Präsentation von Künstlern und ihren Werken

11.12.2017 Hund, Katz und Maus

GFDK - Redaktion

Geliebte Gefährten - Künstlerin Anne Kückelhaus stellt Herrchens bester Freund und Frauchens Schmusekatze – unser aller Lieblinge -in den Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Zu sehen sind die tierischen Installationen aktuell im Kunstverein Trier.

Geschichten, die ich in meinen Arbeiten erzähle, haben ihren Ursprung im täglichen Leben -
die kleinen Komödien und Tragödien des Alltags werden in ihrer Überführung in eine Skulptur oder Installation bisweilen kritisch, immer aber humorvoll kommentiert.
In der Überzeichnung der Figuren und der Neuordnung ihres Kontextes, zeigen meine Arbeiten ihre erzählerische Kraft.

[…] Das gemischte Material wie auch die reduzierte Oberflächengestaltung korrespondieren mit [Anne Kückelhaus‘] Hang zur Abstraktion, und es ist der Künstlerin nie um naturalistische Abbildlichkeit zu tun: Die keramischen Kückelhaustiere haben kein Fell, kein Gefieder - oft nicht einmal die Andeutung eines solchen - es sind gespachtelte, geknetete Oberflächen; plastisch ja, körperlich anwesend, aber haptisch nicht greifbar. Und ganz bestimmt: Kein Streichelzoo.
Überhaupt hat man vor Kückelhaus’ Skulpturen den Eindruck, sie wollten stets auf ihr Ursprungsmaterial hinweisen, auf den formbaren Ton - so als besäßen alle Wesen, aber eben auch die Gegenstände noch metamorphotisches Potential; wenn nicht aus sich selbst heraus, dann doch unter den Händen ihrer Schöpferin, so als könnten sie sich jederzeit in etwas völlig anderes verwandeln. […]

Durch das Arrangement der Einzelkomponenten provoziere ich bewusst die Projektion menschlicher Eigenschaften auf die Tiere und Situationen und spreche die Empfindungen des Betrachters gezielt an, so dass die vom Tier gezeigten Handlungen und Verhaltensweisen doch auch zugleich vom Menschen erzählen.

[…]Es ist grundsätzlich einer der spannenden Züge an der Kunst von Anne Kückelhaus, dass sie – mal offensichtlich, mal unterschwellig - einen starken Zug ins Narrative aufweist. Und zwar dergestalt, dass nicht etwa in Bildern und Figuren Geschichten erzählt werden, sondern dass wir Motiven begegnen, die Erzählerisches, aufs höchste verdichtet, im Keim enthalten: Wir müssen sie nur noch mit dem Wasser unserer Phantasie begießen, um Geschichten daraus sprießen zu lassen. […]

In meinen Arbeiten konfrontiere ich den Betrachter mit bekannten und doch unerwarteten Bildern. Vertraut Geglaubtes wird zum Denkanlass, in der Reflexion werden individuelle Sichtweisen vielfach beleuchtet, divergente Sichtweisen durchgespielt, vielleicht Verbindendes gefunden und so Geschichten erzählt/gefunden.

Kunst von Anne Kückelhaus

Ich präsentiere meine Figuren häufig in installativen Zusammenstellungen. Dabei finden unterschiedliche Materialitäten in meinen Arbeiten zusammen (Keramik, Textil, Zeichnung, …) und erweitern die meist keramische Grundkomponente. Jedes Material mit seinem erzählerischen Potential wird ein wichtiger Bestandteil der Gesamtarbeit – so nutze ich beispielsweise in der Arbeit „Verkündung“ fluoreszierende pinke Sprayfarbe zur Verstärkung des Ausdrucks der tierischen Aggression.

Neben dem erzählerischen Zusammenspiel der unterschiedlichen Materialien, trägt auch der Präsentationsraum mit seiner eigenen Geschichte, seinen architektonischen Besonderheiten und seiner Stimmung zur Gesamtwahrnehmung meiner figürlichen Arbeiten bei. Diese werden vielfach für bestimmte Orte entwickelt, oder in ihrer Ausarbeitung und Präsentation an gegebene Raumsituationen angebunden.
Ausstellungen folgen oftmals einem übergeordneten Thema – die Geschichten der Einzelarbeiten ergänzen sich und verflechten sich so zu einem größeren Gesamtbild.

Kursiv: Auszüge aus: Dr. Stephan Trescher: „Frei & Wild“

Ausstellung in Trier

Die Arbeit von Anne Kückelhaus sind im Kunstverein Trier zu sehen:

Anne Kückelhaus, Geliebte Gefährten, 2. 12. 2017 bis 13. 1. 2018

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11.12.2017 Der Blick ist die Neige der Menschen

Prof. Dr. Marschel Schöne

Werk der Woche auf GFDK. An Axel Görmarsson ist alles echt, er ist ein Multitalent, Alleskönner, Universalgenie und Maler. Eben ein Wunderwuzzi.

Zitat und Original - Der Maler Axel Görmarsson

Der Maler Axel „Görmarsson“ Görmar, geboren 1975 in Weimar, ist ein Phänomen im besten Sinne. Eine Erscheinung zwischen den Welten. Ein verspieltes und ernstes Crescendo. Fassbar und nebulös. Lebensrauschend und nachdenklich. Neugierig und altväterlich.

Zielgerichtet und aufs Geratewohl. Zitat und Original. Und in allem. Echt. Ohne doppelten Boden. Von analogem Tabakrauch und Terpentin umschwebt. Im nächtlichen Atelier von Schloss Baumersroda. Seinem gegenwärtigen Arbeitssitz.

In Weimar kennt man ihn als einen, der in Österreich Wunderwuzzi genannt wird. Einen einschlägigen Tausendsassa also. Reiselustig und gesegnet mit vielen Begabungen. Die er verschwendet an die Welt. So seine Musikalität und Experimentierlust.

Geprägt an der Weimarer Musikschule, weiterentwickelt durch den Experimental-Chor des Michael von Hintzenstern und zum fortissimo gesteigert in seinem Concertcontor und als Impresario der Weimarer DADA-DEKADE 2012-2022.

Die alle Künste vereint. Und auf fruchtbaren Boden fällt bei einem, der in Halle/Saale, auf der Insel Hiddensee, im Herrenhaus Heinrichsruh und in Südschweden überaus vitale offene Ateliers schuf, Kleinkunstbühnen, Galerien und Pensionen.

Einem, der in seinen Zwanzigern sonderbar schöne Prosa schrieb, der in den letzten Jahren als Plakat-, Schilder- und Kulissen-Maler die Tiergärten, Zoos und Freizeitparks Europas lebendig machte.

Und der zuletzt mit der Gründung und dem Aufbau des Krister-Follin-Archivs in Glemmingebro (Süd-Schweden) einen beeindruckenden Maler mit Verve vor dem Vergessen rettete.

Und das alles immer lernend. Mit wachen Augen. Fragend. Diskutierend. Den selbstverständlichen Blick in einen verstehenden wandelnd. Eine Erscheinung zwischen den Welten.

Ein verspieltes und ernstes Crescendo. Fassbar und nebulös. Lebensrauschend und nachdenklich. Neugierig und altväterlich. Zielgerichtet und aufs Geratewohl. Zitat und Original. Und in allem. Echt. Ohne doppelten Boden.

Prof. Dr. Marschel Schöne

„Der Blick ist die Neige der Menschen“

Ausstellung mit Malerei von Axel Görmarsson

22.09. bis 18.10.2017 in Weimar, Galerie Markt 21, täglich von 16 bis 23 Uhr geöffnet

Vernissage am Freitag, 22.09. ab 21 Uhr:
Gastredner ist Heinz Barth von Schloss Kannawurf.
Musikalisches gibt es von Norico Kimura (Gesang) und Ramona Reißmann (Laute).

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08.11.2017 spielt mit gegensätzen

GFDK - Redaktion

Aus Zufall passiert laut vielen nichts – meist sei es Schicksal – aber wie auch immer man es hier betrachtet, bei der Entstehung dieser Bildserie erschuf der glückliche Zusammenhang verschiedener Ereignisse eine neue Bildidee in Schäfers Gedanken.

Die während des Besuchs bei einem befreundeten Großwild-Jäger gesammelten Eindrücke und die damit verbundene Begegnung mit majestätischen Tieren in einem Umfeld, dass einen harten Kontrast zum eigentlichen Lebensraum dieser darstellt, faszinierte den Künstler.

Dieser harte Gegensatz wird in der Urban Animals Bild-Serie durch die Kulisse des Großstadtbiotops New Yorks vertreten. Eine Stadt die niemals still steht, in der die Bewohner in der Hektik des Alltags meistens von einem Punkt zum nächsten huschen, ohne die ihnen gebotenen, ungewöhnlichen Begegnungen wahrzunehmen.

Über Norbert Schäfers PhotoArt

Als Künstler fasziniert Schäfer die Darstellung von Bewegung und Zeit und das grenzenlose Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Seine PhotoArt war schon immer das Ergebnis unterschiedlicher Bewegungen von Sujet und Kamera. Die vielschichtigen Motive spielen mit Realität und Abstraktion. Durch Schichtungen und Überlagerungen entstehen weniger klassische Fotos, sondern Gemälde aus Licht.

Wie sehen wir? Und wie viel hat das Bild in unserem Kopf mit der Realität zu tun? Diese Fragen haben Schäfer schon immer interessiert. Den Anstoß, eine künstlerische Antwort darauf zu finden, gab das Foto Touch of Red, aufgenommen vor 30 Jahren in Paris.

Den Menschen im Blick

Worum geht es? Der Mensch sieht in Wirklichkeit selektiv. Nur einen winzigen Ausschnitt unseres Gesichtsfeldes sehen wir scharf. Die Augen machen gewissermaßen eine Kamerafahrt, und das Gehirn setzt viele Einzelbilder zu einem Gesamteindruck zusammen.

Unser Bild im Kopf ist also kein korrektes Abbild der Wirklichkeit, sondern immer eine Interpretation der Realität durch unser Gehirn. Mit seiner PhotoArt versucht Norbert Schäfer, diesen Prozess der Bildverarbeitung im Gehirn wieder zurück zu spulen; all die “Blind Spots”, die Unschärfen und Bewegungen wieder sichtbar zu machen.

Ästhetische Überhöhungen banaler Motive

Zwar bleiben der “magische Moment” und die Fähigkeit (und das Glück), das richtige Motiv zu erkennen und festzuhalten, die Grundlage für jedes gute Foto. Dennoch spielen dem Fotografen die heute verfügbaren technischen Werkzeuge natürlich in die Hände.

Computer und Software eröffnen faszinierende Möglichkeiten: ästhetische Überhöhungen banaler Motive, übersteigerte Farbwirkungen oder Schichtungen unterschiedlicher Wirklichkeiten und Zeitebenen. So kann Schäfer fast wie ein Maler mit Farbe, Licht und Formen agieren.

Mit viel Fantasie und Experimentierfreude an der Arbeit

Seit Touch of Red ist die PhotoArt ein faszinierendes Spielfeld für Fantasie und Experimentierfreude des Düsseldorfers. "Bei der Entstehung der Bilder ist der Zufall ein mächtiger Verbündeter, auf den ich mich immer wieder gern verlasse", sagt Schäfer.

"Ein Beispiel sind die Tiermotive aus der Urban Animals-Reihe, die ich ganz neu für mich entdeckt habe. Ohne die zufällige Begegnung mit einem Großwildjäger und intensive Einblicke in seine faszinierende Welt wäre es wohl nie dazu gekommen." Jetzt tummeln sich Steinbock & Co in urbanen Straßenschluchten und geben den New York-Impressionen des Künstlers eine neue überraschende Dimension.

Über Norbert Schäfer

Norbert Schäfer ist seit 30 Jahren als Künstler und Porträt-Fotograf erfolgreich. In seinen Studios in Düsseldorf und auf Mallorca arbeitet er außerdem als Werbefotograf für renommierte Unternehmen und Marken.

Alle Bilder (c) Norbert Schäfer

Mehr Infos: www.photoart-dus.de

Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-19 Uhr, Sa. 12-17 Uhr

Norbert Schäfer PhotoArt

Heerdter Lohweg 226 b

40549 Düsseldorf

info@norbertschaefer.com

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07.11.2017 die grenzen werden verwischt

GFDK - Ana Pusica

2011 begann die auf mehrere Jahre hin angelegte Kooperation und Ausstellungsserie "Szenenwechsel". Die Beschäftigung mit junger, zeitgenössischer Kunst, die einen Grundsatz der Arbeit in den 150 Instituten weltweit darstellt, findet somit ihren sichtbaren Ausdruck in der Zentrale des Goethe-Instituts.

2011 begann die auf mehrere Jahre hin angelegte Kooperation und Ausstellungsserie "Szenenwechsel". Die Werke wahren für zwei Jahre in den Korridoren und Räumen der Zentrale des Goethe-Instituts zu sehen. Szenenwechsel II wurde in Zusammenarbeit zwischen der Akademie der Bildenden Künste München und der Zentrale des Goethe-Instituts in 2014 fortgesetzt.

Installation „Jungfrauen 2“ von Ana Pusica

Das Projekt „Jungfrauen 2“ beschäftigt sich mit den Fragen der Identität, der Verformung des Körpers und des menschlichen Charakters. Akzeptiert ein Individuum in der heutigen Konsumgesellschaft die Zuordnungen und Zwänge, die ihm auferlegt werden bis hin zur Aufgabe der eigenen persönlichen Identität? Und kann ein Künstler, der Teil dieser Gesellschaft ist, überhaupt eine kritische Position dazu beziehen?

Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit

Die Dynamik der modernen Welt scheint alles zu akzeptieren und für alles Verständnis zu haben. Doch gleichzeitig stellt sie eine Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit heraus. Jegliches Anderssein und Abweichungen von der Norm werden in Frage gestellt.  

Moralische Einstellung, sexuelle Orientierung, Deformierung des menschlichen Körpers und Charakters, Pornografie und Religion, all dies sind Themen, die unmittelbares Aufsehen erregen. Sie sind allgegenwärtig präsent, bewusst akzeptiert, aber zugleich provozierend.

Mit der Installation „Jungfrauen 2“ verlässt die Künstlerin Ana Pusica ihre übliche Schaffenswelt, die Malerei, und überprüft ihre persönliche Position und Meinung zu diesem Thema und wechselt dazu in ein anderes Medium.

Ana Pusica vermischt Grenzen

Die Installation „Jungfrauen 2“ besteht aus 51, auf Wäscheleinen aufgespannten halbtransparenten Strumpfhosen. Sie ist in der Zentrale des Goethe Instituts München in einem 25 Meter langen Glasdurchgang, der zwei Bürokomplexe miteinander verbindet, aufgebaut.

Mit der Exposition dieses Materials der weiblichen Intimsphäre in einem Arbeitsumfeld, verwischen die Grenzen zwischen privat und öffentlich, diskret und vulgär.  Die Strumpfhosen sind durch die Präparierung in ihrer Form deformiert und dreibeinig.

Sie stellen eine Analogie zu den Figuren dar, die sich in Ana Pusicas Gemälden wiederfinden. Sie stehen für die Vermischung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Hässlichkeit und Schönheit, von Toleranz und Intoleranz.

Gleichzeitig repräsentiert diese Aufreihung von 51 identischen Strumpfhosen den Verlust der persönlichen Identität. Der Versuch, gesellschaftlichen Anforderungen wie Anerkennung und Ästhetik gerecht zu werden, geht in Uniformität unter.

Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft

„Jungfrauen 2“ ist durch ein intensives und starkes Pink charakterisiert und hat dadurch eine regelrechte Signalwirkung. Die Farbe Pink symbolisiert Unschuld, Jungfräulichkeit, Süße, Eleganz und Liebenswürdigkeit.

Dadurch entsteht bei der Betrachtung eine vermeintliche Sinnesfreude und Glücksehlichkeit. Ana Pusicas Installation und der Versuch, Antworten zu geben, mündet in einem zwiespältigen Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft.

Kontakt: info@ana-pusica.com

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27.09.2017 Sie kann es einfach nicht lassen

GFDK - Redaktion

Sie kann es einfach nicht lassen. Schon wieder hat sie es getan, schon wieder nackt. Es gibt wohl kaum einen Ort, wo die Künstlerin nicht schon nackt aufgetreten ist. Am 22.09.2017 um 19:00 Uhr hat Milo Moiré mit ihrer Performance „Ceci n’est pas une femme nue“  ,auf deutsch: „Das ist keine nackte Frau“ in Rijeka, Kroatien das "Museum of Modern and Contemporary Art" (MMSU) eröffnen. 

Dabei spaziert Milo nackt mit der VR-Brille und Schriftzügen auf dem Körper von der Innenstadt bis ins Museum. Der Blick aus der VR-Brille wurde auf Milo’s Facebook-Seite gestreamt und kann live verfolgt und kommentiert werden.

Am Folgetag (23.Sept) hatte Milo ihre Plopegg-Painiting-Performance im Museum durchführen. Nach der Plopegg-Premiere 2014 auf der Art Cologne ist es das zweite Mal das Milo diese Performance erneut öffentlich aufführt. Die Leinwand ist mit Bildern zum Thema „Bad news travels fast“ collagiert. Dazu titelt der "Berliner Kurier" Mitten in Touri-Paradies. Milo Moiré presst wieder Eier aus ihrer Vagina.

Dazu schreibt Paul in einem Kommentar auf "heute.at"

Wir brauchen mehr Kunstförderung. Die Alternative (Ausbau der Irrenanstalten) würde uns noch mehr kosten ;-)

Zu sehen sind u.a. Erdogan, Merkel, Trump, (auf diese läßt sie ihre Eier ab) Kriegsszenen und Katastrophenbilder. Darauf presst Milo auf Leitern stehend verschieden farbgefüllte Eier nach und nach aus ihrer Vagina.

Es ist eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von international renommierten Performancekünstler wie beispielsweise Tomislav Gotovac (CRO).

Der Skandal ist das Programm von Milo Moiré

Die Schweizerin Milo Moiré ist 34 Jahre alt und lebt in Düsseldorf. Zur "Art Cologne" 2014 reiste sie nach Köln und sorgte für einen handfesten Skandal.

Die hübsche Künstlerin und Psycholog spanisch-slowakischer Abstammung zog sich pudelnackt aus, stellte sich auf ein selbstgebasteltes Podest und legte Eier. Was das mit Kunst zu tun hat? Milo füllte sechs Eier mit Tinte und Acrylfarbe, führte sie in ihre Vagina ein und "gebar" sie. Durch das Hinunterfallen zerbrach die Schale und die Farbe spritzte auf die Leinwand.

Kann man Kunst gebären?

Nackt, auf einem Podest "gebar" sie die Farbeier auf die Leinwand
Ihre Performance zelebrierte Milo genau vor dem Gebäude, in dem die große Kölner Kunstmesse stattfindet - ohne Erlaubnis, versteht sich. Das Ergebnis nannte Moiré "The PlopEgg Painting Performance # 1 - A Birth Of a Picture" (Die PlopEier Malperformance Nr. 1 - Die Geburt eines Bildes). Für die 33-Jährige sei das Erschaffen ihrer Kunst eine "persönliche, intuitive Erfahrung", wie sie der Zeitung "Le Matin" verriet. "Ich verwende die Urquelle der Weiblichkeit, meine Vagina."

So erklärt die Künstlerin ihre Performance (Text von Elaine Abrams auf der Page der Künstlerin):


"Mühevoll verlässt das Ei den Geburtskanal der Künstlerin und zerschellt auf der Leinwand, rote Farbe fließt raus. Das nächste Ei birgt eine andere Farbe und so entsteht nach und nach, begleitet nur von lauten „Plops“, ein abstraktes Werk – archaisch, unkontrollierbar und intuitiv.

Am Schluss der fast meditativen Art-Birth-Performance wird die befleckte Leinwand zusammengeklappt, glatt gestrichen und auseinander gefaltet zu einem symmetrisch gespiegelten Bild von überraschender Farbgebung und kraftvoller weil universeller Symbolik.

Das vaginal entstehende Bild

Das unmittelbar aus der Vagina entstandene Bild setzt augenblicklich Gedankenketten frei – über die Schöpfungsangst, die symbolische Kraft des Beiläufigen und die kreative Macht der Weiblichkeit. Ein Vergleich zu wilden Assoziationen kommt auf und durch die Intensität des Gesehenen und (Mit)-Erlebten wird klar, dass die Kunst wie so oft die Körperlichkeit braucht, um sich manifestieren zu können."

Zuschauer sahen interessiert zu - aber nicht alle wegen der Kunst
Die Zuschauer zögerten nicht, ihre Handys zu zücken und fleißig mitzufilmen. Die Meinungen der Zuschauer waren geteilt. Eine Dame machte sich laut "20 Minuten" Sorgen, wegen des Platzes, den sechs Eier bräuchten. Andere wandten sich angeekelt ab. Viele sahen gespannt zu, allerdings nur ein Teil der eifrigen Zaungäste war auch an der Kunst interessiert.

Moiré hat kein Problem mit Nacktheit, im Gegenteil. Vor einem Jahr (er)regte sie die Düsseldorfer auf, als sie nackt Straßenbahn fuhr.

Kunstexperten sind übrigens nicht aus dem Häuschen wegen des Bildes. Seit Nitschs Blut-Schüttbildern in den 60ern echauffiert sich in der Kunstszene niemand mehr wegen Körperflüssigkeiten und ähnlichem.

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27.09.2017 komplexe und doppelbödige Malereien

GFDK - Redaktion

Malerei von Bernd Selle. An einem unbestimmten Ort erhebt sich im Dunkel der Nacht ein gläserner Kubus. Das Leuchten der Sterne, des Mondes und der Schimmer einer Horizontlinie dringen in dieses in grelles Neonlicht getauchte surreale Szenario eines "Gewächshauses".

Eine in Resignation versunkene Dame, deren Oberkörper auf einem Sockel angewachsen zu sein scheint, ist umgeben von floralen Fromen, die sich windend und kriechend in einer Art metamorphosen Verwnadlung zu befinden scheinen.

Gefangen im eigenen Ich, gefangen in jenem Glaskasten und völlig allein in einer weiten Ebene wird das ganze Szenario durchdrungen von einer gewissen Spiritualität, die an Caspar David Friedrich erinnern läßt.

Andere Malereien von Bernd Selle wiederum, denen ebenfalls ein eigener Zauber innezuwohnen scheint, rücken Szenen und Personen, welche der Welt des Varietés und der poetischen Bühnenwelt zu entstammen scheinen, in das Zentrum des Bildes: Zauberer, Artisten, Musiker - spirituelle Typen -, die in ihrer eigenen Stimmungslage gefasst sind.

Inspirationsquellen Selles sind dabei traditionelle wie zeitgenössische Positionen der Malerei - Caravaggio, Tizian, Beckmann und Baselitz beispielsweise -, Bilder des Films, die der künstlerischen Fotografie sowie Assoziationen zu Musik und Beobachtungen von Szenen oder Gegenständen, welche dem Künstler im Alltag plötzlich überraschend "gegenüberstehen".

Dies verschmilzt zu inneren Vorstellungsbildern, die meist in halbwachen Phasen "eintreten"; in kleinen Skizzen festgehalten werden, welche die Grundidee des Bildes formulieren; vergrößert auf der Leinwand sind sie Ausgangspunkt des Malens, das dynamisch und spielerisch gehandhabt spontanen Einfällen auf der Leinwand nachgeht.

Dabei entstehen komplexe und doppelbödige Malereien, die ein thematisch weit gefächertes Spektrum offenbaren: Schönheit, Geisterhaft- Dämonisches, Verzaubertes, Skurriles, Humoristisches vereinen sich in einer pastosen lustvoll - leidenschaftilichen Malerei, die sich sowohl den Erscheinungen der Realität als auch der Malerei an sich - Form und Farbe - verpflichtet fühlt.

 

galerie gerken, Tanja Gerken
Linienstraße 217, 10119 Berlin
Tuesday - Saturday, 12 - 6 pm
info@galerie-gerken.de
www.galerie-gerken.de
Tel.: +49 (0) 30 978 940 66
Fax: +49 (0) 30 978 940 67

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18.09.2017 Faszination für Japan

Die Faszination für Japan kann man den Arbeiten von Georg Matthes anmerken. Seine Bildsprache und die Ästhetik lassen sich wie eine Biographie lesen. Matthes Wurzeln sind spürbar in der Manga-Welt zu finden. 1972, nach seinem Umzug nach Japan, beginnt er seine Ausbildung bei Ishinomori Shotaro zum Cartoon Zeichner.

In den darauf folgenden Jahren macht er sich in Japan einen Namen als Zeichner mit regelmäßigen Karikaturen und Artikeln in der größten überregionalen Tageszeitung „Yomiuri“.

Der Japanspezialist begibt sich parallel dazu auch in das Filmmetier: er ist als Moderator und Schauspieler im japanischen Fernsehen vor und als Produzent hinter der Kamera aktiv.

Der gebürtige Düsseldorfer startet eine eigene Videoproduktion für modernes Ballett. Die Tanzwelt wird ihn lange Zeit beschäftigen. Bis heute hat er mehr als 450 Tanzfilme und Filme von Bühnenaufführungen geschaffen.

Seit den 80er Jahren verarbeitet er die Tanzeindrücke nicht nur filmisch sondern auch zeichnerisch in seinen Mangas (Cartoons) und fotografisch. Die Bewegung des Films kombiniert der 1942 geborene Künstler mit der Farbigkeit und den grafischen Elementen aus seiner Manga-Zeit. So hat er seinen eigenen Stil entwickelt, der zugleich plakativ wie auch leicht ist.

Seit 1996 ist Georg Matthes zumindest teilweise wieder zurück in Deutschland mit Ausstellungen unter anderem im Ludwig Forum Aachen, dem Staatlichen Museum in St. Petersburg, Tivat Montenegro und zahlreichen internationalen Galerien.

Aber Japan ist nicht vergessen. Er produziert Dokumentarfilme über Japan, japanische Ballettaufführungen im Tanzhaus NRW, Düsseldorf, Rockkonzerte zum Japanjahr in Düsseldorf und unterrichtet Jugendliche in der Kunst des Mangazeichnens.

Die Ausstellung in der Galerie Nero zeigte Fotos von Tanz und Theater sowie Videostills aus Matthes Videoproduktionen.

Vertreten wird der Künstler von der Galerie Nero, Wiesbaden www.galerie-nero.de

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04.09.2017 inszenieren Räume und Situationen

GFDK - Artpark

Passend zur dunklen Jahreszeit präsentieren unter dem Titel "Das Helle im Dunkel – Zwei Lichtgestalten aus Österreich" Christoph Luckeneder und Manfred Kielnhofer aus Linz/Österreich ihre Lichtgestalten. Beide Künstler beziehen in ihrer Arbeit das Umfeld mit ein und inszenieren Räume und Situationen so, dass man Objekte, Architektur und Natur anders wahrnehmen und neu entdecken kann.

Die zeitlichen Wächter
Der umsichtige und vielseitige Medien- und Lichtkünstler Manfred Kielnhofer bestätigt mit seinen zeitlosen Installationen „Die Wächter der Zeit“, dass die Menschheit seit jeher aus historischen und mystischen Gründen Beschützer hat. Nur sind die Menschen manchmal die größte Gefahr für sich.

Kielnhofer fasst dieses Vorlangen nach Geborgenheit in jeder Phase gut auf und zeigt durch seine Werke sehr viel Verständnis für die aktuellen, wie historischen Befindlichkeiten seiner Umgebung. Mit gekonnten Licht- und unterschiedlichen Materialkombinationen bestechen seine Arbeiten.
Von Alexander Lass

Manfred Kielnhofer ist ein vielseitiger Künstler, er fotografiert und betätigt sich als Bildhauer im selben Ausmaß. Vor allem die letzten drei Jahre waren fruchtbar, er beschäftigte sich mit der Methode der
Polyesterskulptur und fand zu außergewöhnlichen Lösungen. Seine Faltenwürfe erinnern an mittelalterliche Madonnen in neuem Gewand. Timeguards nannte er die erste Serie, Spiritguards gesellten sich dazu. Ob Mumie oder Pieta, der Tod scheint in allen seinen Skulpturen eine Allgegenwärtigkeit zu sein.


Beinahe kontrapunktisch seine Fotografie: Akt der stilvollen Art, als Kalender 2010 ediert, ästhetisch und dennoch künstlerisch. Er begnügt sich nicht mit dem bloßen Akt eines Hamilton, ihn interessiert vor allem die Spiegelung. Dazu kommt die Malerei, überbordend auf der einen, diszipliniert auf der anderen Seite, abstrakt das eine, gegenständlich das andere. Er scheint mit allen Stilmitteln zu spielen und sein Publikum immer wieder verblüffen zu wollen.
Text: Dr. Thomas Seywald


Christoph Luckeneder
Den hier abgebildeten Saguaro-Kaktus mit der wissenschaftlichen Bezeichnung “Carnegiea gigantea” habe ich im Jahre 1992 im Saguaro-Nationalpark im Südwesten der USA fotografiert. Seither begleitet er mich durch mein künstlerisches Leben. Bei dieser Reise in eine der unwirtlichsten Gegenden unseres Planeten erblickte ich sie zum ersten Mal, die „Giganten der Wüste“.


Vom ersten Aufeinandertreffen an übten sie auf mich eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Ich gehöre nicht zu den den leidenschaftlichen Kakteen-Sammlern, es war aber eine Art Respekt, die in mir ausgelöst wurde, der Respekt vor einem Lebewesen, das der feindlichen Umgebung trotzt.

Ein Kaktus kann nicht verdorren, dazu ist sein Bau viel zu ausgeklügelt, er kann schlechtestenfalls ersäufen. Er zeigt es  seinen Feinden mit den Stacheln, die ihm eine perfekte Rüstung sind. Mit seinem inneren Feuchtigkeitsgehalt (bis zu 5 Tonnen Wasser) ist er vielen Lebewesen ein Retter in der Not.


Seine Früchte sind nahrhaft und erfrischend. Und er hat eine hohe Lebenserwartung, bis zu 200 Jahre, sofern er nicht den vielen Gefahren, die ihm durch Mensch und Tier widerfahren, erlegen ist. Was mich von Anfang an an diesen Geschöpfen faszinierte, war der symbolische Charakter, den sie ausstrahlten, dieser herbe Charme. Wie man sich in so einer feindlichen Umgebung behaupten kann, aus dieser sogar einen Nutzen für sich und seine Umgebung erzielt, das zeugt auch von einer gewissen sozialen Intelligenz.


Und es war sozusagen ein Fingerzeig, ein „stechender“ Appell, sich dem Diktat der heutigen Gesellschaft zu widersetzen, zu trotzen, sich nicht dem Mainstream von Genuss und geistiger Öde hinzugeben.
Damals schon hat sich die Idee in mir verfestigt, den Kaktus als Symbol, als Metapher für die gesellschaftlichen Auswüchse unserer Zeit einzusetzen.

Die Frage war bloss wann und wie. Wie kann man einen Kaktus erschaffen mit Mitteln, die ihn verfremden, die ihn aber auch als glaubhafte Metapher darstellen lassen? Erst als ich mich eingehend mit Reflexionen, Transmissionen und anderen Phänomenen des Lichts beschäftigte, kam das Thema Kaktus immer und immer wieder.

 

ARTPARK manfred_kielnhofer@public.linz.at

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11.08.2017 emotionale Dimensionen

GFDK - Helene Bosecker

Nikita Schmitz begreift Systeme und Programmatiken der heutigen Welt als statische rationale und empirische Prozesse.

Auch wenn sich die Geschichtsbücher aufgrund neuer Entdeckungen theoretisch alle vier Jahre einer Kompletterneuerung unterwerfen müssten, bleibt der Wunsch nach einer historischen Festlegung bestehen.

Nikita Schmitz thematisiert die Unbegreiflichkeit

Nikita Schmitz` Malerei sucht die Befreiung von eben diesen gesetzten Grenzen von wahr und falsch, möglich und unmöglich und fragt nach dem Geschehen hinter, vor und über logischen Denkweisen. Das Unbekannte, das die Angst als treuen Begleiter an der Hand hält, ist Inspiration und Motiv zugleich.

Neben einer abstrakten Formensprache sind gegenständliche Bezüge das Mittel, um an einen kollektiven Erinnerungsschatz anzuknüpfen und eröffnen dadurch emotionale Dimensionen.

Die Unbegreiflichkeit von Innen und Außen bleibt das thematische Zentrum der Malerei von Nikita Schmitz, die der menschlichen Furcht vor Neuem eine fremde und magische Schönheit verleiht.

 

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09.07.2017 Die Halsbandaffaire

GFDK - Annabelle Meinhold

Bei Die Halsbandaffaire erzählen Schmuckstücke Geschichten. Wer Schmuck nicht nur gerne trägt, sondern auf der Suche nach außergewöhnlichen Unikaten ist, der findet in der Franz-Joseph-Straße 44 sein Traumaccessoire.

Schmuckexpertin Christiane Scharrer-Sieb achtet bei der Auswahl ihrer Schmuckstücke auf deren Persönlichkeit, Geschichte und Ästhetik. Prunkstück in Ihrer Halsbandaffaire ist derzeit das Vintage-Schmuckset Sputnik, das der berühmte Juwelier Hans Stern 1950-60 aus Anlass des ersten Satelliten in der Erdumlaufbahn kreierte. Ein außergewöhnliches Stück Goldschmiedekunst, das Geschichte schrieb. Und bis heute nichts an seiner Strahlkraft verloren hat.

Sputnik als Inspiration

Halbkugeln in funkelndem Gold, besetzt mit farbenprächtigen Edelsteinen. Das Design des außergewöhnlichen Schmucksets – bestehend aus Ring, Anhänger und Ohrclipsen –  erinnert an Sputnik, den ersten sowjetischen Satellit im All.

Er erreichte 1957 – also vor 60 Jahren – die Erdumlaufbahn und brachte damit auf einen Schlag die geltenden Weltansichten ins Wanken. Sputnik wird zum Symbol der Entgrenzung und beflügelt die Faszination der Menschen für den technischen Fortschritt. Sputnik wird zur Ikone eines neuen Zeitalters, dessen Ästhetik auch viele Künstler und Designer in ihren Werken aufgreifen.

Hans Stern – Ausnahmejuwelier

Darunter auch der berühmte brasilianische Juwelier Hans Stern. Er gehört zu den faszinierendsten Schmuckdesignern des letzten Jahrhunderts. Geboren 1922 im Ruhrgebiet flieht Stern Ende der 30er Jahre vor den Nazis zu seinem Onkel nach Rio. Hier gründet er, der sich zunächst auf den Edelsteinhandel spezialisiert hatte, 1945 sein Unternehmen H.Stern und kreiert fortan seine charakteristischen Schmuckstücke. Sie sind eine Hommage an die vielfarbigen Edelsteine Brasiliens.

Mit innovativen Marketingkonzepten und Kooperationen mit Celebrities führt er die Marke zu weltweitem Erfolg. Nicht nur das Design und der Verkauf der Schmuckstücke obliegt dem Unternehmen, H.Stern übernimmt den kompletten Wertschöpfungsprozess, von den eigenen Minen bis hin zu den mehr als 160 Verkaufsstellen weltweit.

Hommage an die schöne Frau

Hans Sterns Schmuckstücke sind ein Fest der Farben. Seine Vorliebe für bunte Edelsteine sind Ausdruck des gemmologischen Reichtums seiner Wahlheimat Brasilien und des Lebensgefühls seiner Zeit. Sein Schmuck soll Spaß machen. Es sind Pretiosen für die moderne Frau, hochwertig, modern und erschwinglich; ebenso tagsüber wie auch abends tragbar. Ein innovatives Konzept, das H.Stern in den 60ern zum drittgrößten Schmuckunternehmen der Welt werden lässt.

Vintage Schmuckset

Hans Sterns Fokus, die Leidenschaft für Farb-Edelsteine zeigt sich in kaum einem Entwurf so deutlich wie in seiner Sputnik Serie. Auf goldenen Halbkugeln sitzen in hohen Zargenfassungen Aquamarine, Amethyste, Citrine, Granate sowie rosa und grüne Turmaline. Jedes Objekt der Sputnik Serie hat sein ganz individuelles Erscheinungsbild, das je nach Anordnung und Kombination der verwendeten Edelsteine variiert.

Mit seinem markanten Design traf Hans Stern genau den Zeitgeist der 50er/60-er Jahre des letzte Jahrhunderts. Sputnik umschreibt nicht nur ein neues Zeitalter und eine richtungsweisende Ästhetik, seine Wortbedeutung im Russischen steht auch für Begleiter oder Weggefährte. Einen schöneren und passenderen Name kann man für ein solch hochkarätiges Schmuck-Ensemble kaum finden, das bis heute nichts an seiner Modernität und Strahlkraft verloren hat.

Sputnik Vintage Schmuckset, Hans Stern um 1950-60, 3.500,00 €

bestehend aus Ring, Anhänger und Ohrclipsen

Gelbgold 750 / 18 Kt. Edelsteine von zusammen ca. 13,8 Carat.

Die Halsbandaffaire, Christiane Scharrer-Sieb

Franz-Joseph-Straße 44

80801 München

www.halsbandaffaire.de

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