Präsentation von Künstlern und ihren Werken

22.08.2011 Zeitlos, in einer digitalen Struktur gefangen

SCHMALFUSS BERLIN/GFDK - 7 Bilder

Die Künstlerin ULRIKE BOLENZ hat weltweite Anerkennung für ihr einzigartiges
Schaffen gewonnen:


Ihre zum Teil lebensgroßen Arbeiten haben verschiedene Kunstpreise gewonnen und werden auf internationalen Kunstmessen und in namhaften Galerien und Museen ausgestellt.

Bei Michael W. Schmalfuss werden Werke der deutschen, in Belgien lebenden Künstlerin Ulrike Bolenz präsentiert. 1958 geboren, studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel bei Professor Manfred Bluth und Professor Tom Gramse. Seit 1994 stellt sie mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten in Europa aus und erhielt zahlreiche Preise.

 

Die Figur Mensch im Fokus

Eine komplexe Überlagerung von Acrylflächen, digitale Standbilder, Malerei, Objekte und Installationen. 

Ulrike Bolenz entwickelt seit Jahren eine einmalige Technik, die untrennbar von ihren Themen und Motiven wird. Ein fotografischen Moment – ein Videostill von einem Video – vom Menschen, ein Akt, Moment des Gestus wird zum Ausgangspunkt eines Werkes. Das Negativ wird teilweise bearbeitet. Der Abzug und die Vergrößerung in die Menschensgröße auf Plexiglas, Acrylfolien oder Platten ermöglichen ihr eine Arbeit mit Schichten, Überlappungen, ein Spiel mit Transparenz, Kontrast, Schatten und Licht. Die mit Pinsel aufgetragene Acrylfarbe akzentuiert Konturen, fügt Farbflächen hinzu und setzt eine „fassbare“ Materie auf den teilweise plastischen Hintergrund. Mit Kohle zeichnet Ulrike Bolenz Linien, erweitert oder verdoppelt die Figur Mensch. Das Ganze ergibt Figurationen, Bilder von Bildern, geschichtete, überlappte Silhouetten, Verwischungen, komplette oder Teil-Transparenzen, diffuses oder gespiegeltes Licht und ein neuer Raum entsteht. Zeitlos, eigentlich ohne Individualität, in einer digitalen Struktur, einem Netz von Pinsel-­‐ und Kohlestrichen eingefangen.

 

EINLADUNG ZUR VERNISSAGE der neuen Gruppenausstellung
BOLENZ UND HOENERLOH AUF DER BERLINER LISTE 2011


Die GALERIE MICHAEL W. SCHMALFUSS arbeitet seit mehr als 10 Jahren in Marburg mit national und international anerkannten Künstlern. Zusätzlich vertritt sie Ihre Künstler auf zahlreichen internationalen Kunstmessen. In den fünf Räumen der eindrucksvollen Charlottenburger Bel-Étage zeigt der Galerist Michael W. Schmalfuß nun in seiner neuen Ausstellung Malerei von BERND SCHWARTING und STEFAN HOENERLOH und einer zweiten Eröffnung am 10. September zeitgleich zur Berliner Liste 2011 Malerei, Objekte und Installationen von ULRIKE BOLENZ.

 

Vernissage BOLENZ:
10. September von 11 bis 16 Uhr, Dauer der Ausstellung bis 8. Oktober 2011

 

Kontakt:

SCHMALFUSS BERLIN
Knesebeckstraße 96
3. Etage VH (Fahrstuhl)
10623 Berlin, Charlottenburg
Dienstag - Freitag 11-18 Uhr
Samstag 11-16 Uhr
Montag nach Vereinbarung
+49 30 43 727 172
+49 170 94 666 39

art@remove-this.galerie-schmalfuss.de

 

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14.07.2011 Museumsarchitektur von Ryue Nishizawa

Inges Idee/GFDK - 3 Bilder

Ghost ist ein Paradox, ein sichtbar gemachtes Unsichtbares. Die organische weiße Großskulptur kontextualisiert sich im Umfeld der minimalistischen Museumsarchitektur von Ryue Nishizawa, SANAA.
 
Umgeben von weißen, kubischen Gebäuden steht die monumentale, scheinbar amorphe Skulptur auf dem Rasen. Zwei schwarze Öffnungen am oberen Ende lassen die auf den ersten Blick abstrakte Erscheinung zum riesigen Gespenst werden.
Geister und Gespenster stellt man sich immateriell und unsichtbar vor - sie erlangen ihre Sichtbarkeit oft nur durch ein übergeworfenes, physisches Material wie ein Bettlaken. Ein solch übergeworfenes Tuch verhüllt die Form und zeigt sie gleichzeitig – eine Tatsache die nicht nur unter fiktionalen Gesichtspunkten interessant ist, sondern ebenso unter skulpturalen.
 
Die Skulptur nimmt in Größe und Farbe ausdrücklich Bezug auf die Museumsgebäude der gegenüberliegenden Straßenseite - wo diese jedoch kubisch ausgeformt und nach einem strengen Plan organisiert sind, ist die Skulptur organisch -fließend und scheint auf der Wiese zu schweben.
 

Unknown Mass

 
Auch Unknown Mass bezieht sich ausdrücklich auf die Architektur, an der sie positioniert ist. Von weitem betrachtet wirkt die Skulptur wie eine träge, glänzenden Masse, die vom Gebäuderand, der Schwerkraft folgend, nach unten abzutropfen scheint. Die Ausformung eines sich langsam bildenden Tropfens steht im Widerspruch zum Material, welches hochglänzend ist und eine Beweglichkeit wie Quecksilber evoziert. Eine völlig andere Deutung der abstrakt erscheinenden Skulptur erschließt sich dem Benutzer des Gebäudes - der Toilette des Skulpturengartens des Museums - , dem sich das Objekt nun als kopfüber ins Fenster hereinlugendes Gespenst erschließt. Die zwei Öffnungen in der Form werden sofort als Augen gelesen, was der abstrakten Form eine poetisch- animistische Komponente verleiht. Gleichzeitig kann diese Erkenntnis aber auch mit einen gewissen Überraschung verbunden sein, da man sich in der intimen Situation einer Toilette befindet.
Unknown Mass erlangt seine volle Bedeutung erst durch den Besuch des Toilettengebäudes, wo sich die Arbeit neu erschließt und in Beziehung zu Ghost gesetzt werden kann.
 

Thomas Schmidt: Inges Idee  //  Kunsthalle Mainz, 20.07.11, 19 Uhr

Inges Idee ist eine Künstlergruppe, die 1992 in Berlin gegründet wurde.

Die Zusammenarbeit der Mitglieder Axel Lieber, Hans Hemmert, Thomas Schmidt und Georg Zey konzentriert sich auf die Realisation von künstlerischen Projekten im öffentlichen Raum, u. a. in Tokyo, Paris, Berlin, München, Vancouver, Toronto, Singapur.

Prof. Thomas Schmidt stellt eine Auswahl von Arbeiten vor und gibt einen Einblick in die überraschenden und vielfältigen Entwurfsprozesse bei Inges Idee.

 

Inges Idee sind
Hans Hemmert
Axel Lieber
Thomas Schmidt
Georg Zey
 
Postadresse
Inges Idee
Lindower Straße 18
D-13347 Berlin
 
Telefone und Fax
Deutschland: 030. 465 34 46 (Zey, tel + fax)
030. 462 61 61 (Hemmert, tel + fax)
0221 3489890 (Schmidt)
Schweden: 0046.(0)40. 978604 (Lieber)
Funk: 0179. 3972940
eMail: zey@remove-this.ingesidee.de

 

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12.06.2011 Provokant und selbstironisch

GFDK / Jörg Schwarz - 7 Bilder

Provokant und selbstironisch kommentiert die 1972 in Klagenfurt geborene Preisträgerin in ihren collagenartigen Werken das Frauenbild in Medien und Öffentlichkeit.

Weibliche Akte mit grotesk überzeichneten Geschlechtsmerkmalen in expressivem Rot, ein weit aufgerissener, grell geschminkter Mund oder wulstige Lippen sind die witzig-schockierenden Motive, mit denen die Mixed-Media Künstlerin den Schönheitswahn unserer Zeit thematisiert.

Ohne absolute Antworten

Auch das Zusammenleben von Mann und Frau macht Barbara Rapp – abseits  verbitterter Opferrollenmelancholie – zum Sujet ihrer Arbeit.   „Barbara Rapp wirft in ihrem Malzyklus „Frauenbild zu entsorgen“ Fragen zum Verhältnis Mann–Frau auf, ohne absolute Antworten geben zu wollen“, erläutert Gottfried Böhmer, Kurator und Mitinitiator des Kunstpreises, und fährt fort:

“Ihre gesellschaftskritische Analyse der Geschlechterrollen würzt sie mit einem gehörigen Schuss Selbstironie und Humor; das ist inhaltlich einfach großartig und malerisch passend umgesetzt.“

 

Bei Fragen:

Jörg Schwarz

Tel.: 0211/30 57 73

Mobil: 0172-721 38 34

Schwarz20@aol.com

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