Präsentation von Künstlern und ihren Werken

27.08.2012 ART trifft auf DESIGN

GFDK/ Contemporary Artpark - 8 Bilder

Die minimal und gleichzeitig spektakuläre Design – Kunst/Skultpur von Manfred Kielnhofer. Dynamik kontra Statik

 Der Künstler Manfred Kielnhofer bietet mit seiner analytisch, künstlerischen Arbeit
the “Glowing Light Ball Bench” mehr als nur eine möglich Antwort auf diese Thematik. Kielnhofer fordert den Betrachter regelrecht zu einer intellektuellen Auseinandersetzung und gedanklich, philosophischen Stimulanz auf.

Ausgehend von kunst und design- relevantne Aspekten, liegen dieser Arbeit philosophische Denkmuster zugrunde, die sich mit sozialen Auswirkungen durch Anwendung und Wechselwirkung ergänzen. Material und urbane Positionierung sind weitere Variablen, welche dem Kunstwerk diese einzigartige Vielseitigkeit und Anwendbarkeit verleihen.

Ob bewegt, statisch, leuchtend, schwimmend, fahrend, besetzt oder isoliert freistehend – die Aktion selbst definiert die Gratwanderung Design künstlerisch zu nutzen oder Kunst designorientiert zu gebrauchen.

In dem Moment, wo man versucht das Kunstwerk in Gedanken und Worte zu fassen, wird einem bewusst, dass dieses Unterfangen beinahe grenzenlose Variationen, Standpunkte und Ansätze bietet. Kielnhofer löst mittels aus Form und Material resultierender Funktionalität eine Lawine an Lösungen/ Ergebnissen auf unterschiedlichsten Wahrnehmungsebenen aus.



ERGEBNIS – Art und Design in Wechselwirkung

KUNST/DESIGN = Skulptur + Design + Funktion = multifunktionale ART- gerechte Anwendung
FORM = Kreis, Ring, Scheibe, Kugel : Linie, Rechteck, Rahmen,
PHYSIK = statisch : dynamisch
MATERIAL= künstlich : natürlich
SOZIAL = unsozial : sozial : erweiterbar
PSYCHOLOGISCH = Härte : Flexibilität
WAHRNEHMUNG = minimal : visuell, kinetischen Erlebnis
URBAN = Natur : Zivilisation
ANWENDUNG = multifunktionale ART-DESIGN Synergie mit sozialem Wirkungsgrad

Es ist ein wahrer Genuss sich in der Wirkung dieser Arbeit hinzugeben, sich in den Bann ziehen zu lassen. Ein wahres Feuerwerk der Wahrnehmung und Interpretation. (ZITAT: RON MORISSON)

 

Manfred Kielnhofer

Kronbergerstrasse 4

4020 Linz, Austria

+43 680 1231059

kielnhofer.com

 

contemporary@remove-this.artpark.at

 

RGB Light technic by TechnikDesign.com

 

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24.07.2012 Schönheit überdimensional

GFDK/ Birgit Enge - 6 Bilder

1957 in Kinshasa im Kongo geboren, wendet sich Marc Lagrange zuerst dem Ingenieurwesen zu. Erst relativ spät entdeckt er die Fotografie für sich und beginnt in der Mode- und Magazinwelt Fuß zu fassen. Bald wird er in der – stets nach Etiketten suchenden – Branche mit dem großen Helmut Newton und mit Peter Lindbergh verglichen. Kein Wunder, auch Lagrange liebt dramatische Inszenierungen des weiblichen Körpers, vorzugsweise spärlich bis gar nicht bekleidet.

Die Bilder sind oft in Schwarzweiß-Tönen gehalten, zuweilen verlassen sie sich ganz auf die Schönheit der Modelle. Schon im nächsten Moment, sprich beim nächsten Foto, interpretiert Lagrange die Rolle des Fotografen allerdings gänzlich anders und baut ein Setting auf, das an die Welt des Kinos erinnert.

Kein Wunder, dass der in Antwerpen lebende Belgier nicht nur wunderschöne Bildbände veröffentlicht hat, sondern auch zunehmend mit dem Medium Video arbeitet. In Sachen Fotografie bevorzugt Langrange seit den 1990er Jahren Polaroid-Bilder und großformatige Analog-Aufnahmen.

Kenner werden an den Arbeiten von Marc Lagrange auch Reverenzen an seine Geburtsstadt wiederfinden. Nicht nur, dass immer wieder dunkelhäutige Models im Mittelpunkt stehen, auch die Inszenierung erinnert zuweilen an traditionelle starke Frauenrollen in den afrikanischen Gesellschaften. Übrigens: Auch wenn Lagrange oft sehr viel Haut zeigt, geht er dabei stets sensibel vor und überschreitet nie die letzte Grenze der Intimität.

Mittlerweile konstatieren Fotoexperten einen deutlich eigenen Stil, der sich von den erwähnten Altmeistern klar abhebt. Das erklärt wohl auch den immer größeren Erfolg von Ausstellungen, die sich seinen Fotografien widmen. „Die Umgebung und die Schönheit der Frauen motivieren mich jeden Tag“, sagt Marc Lagrange. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass die immer größere Popularität des Belgiers in absehbarer Zeit den Zenit überschreitet. Große Präsentationen in Belgien, den Niederlanden und Frankreich haben zuletzt auch international für Aufsehen gesorgt.

Nicht nur die Bilder von Marc Lagrange werden die Besucher fesseln, auch der Ort des Geschehens spielt eine entscheidende Rolle. Die Halle 8 in der Waagner Biro Straße wird nach dieser Großausstellung unwiderruflich dem Erdboden gleich gemacht. Insgesamt stehen für diese letzte Präsentation sensationelle 3.200 m2 zur Verfügung.

 

Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.lagrange.be

 

Birgit Enge, Atelier Jungwirth, Opernring 12, A-8010 Graz. l. +43/(0)316-815505 /mail@atelierjungwirth.com, www.atelierjungwirth.com

 

Fotos: (c) atelierjungwirth.com/ Marc Lagrange

 

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02.07.2012 zeigt ein genaues Gespür für die Poesie des Alltags

GFDK/ Galerie Hilaneh von Kories - 6 Bilder

Die Berliner Fotografin hält in ihren subjektiven Bilderwelten flüchtige Momente des Großstadtlebens fest. Ob Berlin, Moskau oder Florenz: immer sind es Augenblicke zwischen Bewegung und Stillstand, Nähe und Fremde oder Detail und Übersicht, die in sehr persönlichen Schwarzweißbildern eingefangen wurden. Mit genauem Gespür für die Poesie des Alltags überrascht die Künstlerin den Betrachter stets aufs Neue.

Die Stunden der Dämmerung am Morgen oder am Abend sind bevorzugte Tageszeiten vieler ihrer Aufnahmen. Neben den Fassaden und Gebäuden der Stadträume gilt ein besonderer Blick den Bäumen und Pflanzen, die sich im urbanen Umfeld behaupten müssen. Oft sind es die normalerweise übersehenen urbanen Zwischenräume, die in den Mittelpunkt der Aufnahmen gerückt sind.

Vor allem durch die engen Ausschnitte und vielfache Unschärfen und Überlagerungen verschiedener Bildebenen ergeben sich immer wieder neue Einblicke und Interpretationen des Stadtraumes. In ihren Kompositionen erscheint die Stadt nicht real, sondern vielmehr als Traumgebilde aus Gefühlen und Sehnsüchten.

Die Bildserien tragen Titel wie „Berlin pastell“, „Geflüster“, „Fiktive Heimat“ oder „Wunderland“. Diese Serien dokumentieren nicht, sondern sprechen den Betrachter vor allem auf emotionaler Ebene an. Denn nicht jedes Bild muss erklärt und verstanden werden, sondern die Künstlerin variiert eine irrationale Bildsprache der Fotografie. So führt und verführt sie in zarte, manchmal auch schwermütige Zwischenwelten der Stadt.

Traum und Wirklichkeit gehen in den sensiblen Bilderzählungen eine ganz eigene Verbindung ein. Im fotografischen Material hat die Künstlerin ihre ideale Projektionsfläche gefunden. Die Ausstellung zeigt in 48 Arbeiten die ganz eigene, poetische Wunderwelt von Inessa Dolinskaia:

„...ich ziehe mich an, mache das Fenster auf. Wichtig ist dabei, keinen zu wecken, sonst werden Fragen gestellt, auf die man keine Antwort hat. / Waren Sie schon um 5 Uhr morgens in Berlin spazieren? / Es ist wunderschön. Und da ich nicht laufen mag, fliege ich. / Ich liebe Berlin morgens, wo noch alle schlafen und die wenigen, die von der oder zur Arbeit eilen, schauen nicht nach oben, also bewege ich mich die meiste Zeit in stolzer Einsamkeit, abgesehen von ein paar verschlafenen Vögeln. / Ich sehe Hinterhäuser mit verstaubten Fenstern, die eine andere Wirklichkeit widerspiegeln. Dächer mit unzähligen Antennen, die tagsüber außerirdische Schatten werfen, aber in dieser Morgenstunde wie aus einem Märchenbuch entsprungen wirken. / Ich mag große Kreuzungen mit noch blinzelnden einäugigen Ampeln, wo die einzigen Fußgänger Tauben und Spatzen sind. Die Bäume fühlen sich im Morgengrauen auch noch unbeobachtet und flüstern miteinander. / Ein Spielplatz. Umgewühlter Sandkasten, man kann noch die Stimmung vom vorigen Tage fühlen. / Die aufgemalte Sonne auf dem Asphalt lächelt mich an. Ich setze mich auf eine Bank und mache die Augen zu. Es klingelt.“

Die Fotografin Inessa Dolinskaia wurde 1980 im russischen Saratow geboren. Seit 2006 arbeitet sie freiberuflich als Fotografin; sie ist Absolventin der Neuen Schule für Fotografie Berlin (Abschlussklasse 2009). Erste Ausstellungen hatte sie in den letzten Jahren in Berlin, Köln und München. 2010 wurde sie mit dem Canon Profifoto Förderpreis ausgezeichnet.

Mit dem Anliegen jungen Fotokünstlern ein Forum zu geben, startete Hilaneh von Kories 2010 die Reihe „Next Generation“. Nach der Hamburger Fotografin Béatrice Klein zeigt in diesem Jahr Inessa Dolinskaia die zweite Position der Ausstellungsreihe.

 

08. Juni bis zum 27. Juli 2012
Öffnungszeiten: Dienstags bis Freitags 14–19 Uhr u.n.V.

PS: Die Ausstellung wurde bis 30. August 2012 verlängert

Galerie Hilaneh von Kories
Stresemannstraße 384a (im Hof)
22761 Hamburg
Fon: +49 (40) 423 20 10
mail@remove-this.galeriehilanehvonkories.de
www.galeriehilanehvonkories.de

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12.06.2012 „Blütengrund“

GFDK - Eva Wiest

„Blütengrund“ nennt Rosa Loy die zweite Ausstellung mit neuen Bildern und Zeichnungen in der Augsburger Galerie Noah. Die Künstlerin ist ihrem Prinzip treu geblieben und zeigt in den Gemälden fast nur weibliche Wesen in all ihren traumwandlerischen Facetten. Es fällt allerdings auf, dass sie mehr grafische Elemente verwendet und die Gestalten fragiler wirken.

Neben neuen großformatigen Bildern zeigt die Ausstellung eine Reihe von kleinen, dichten Arbeiten. Die Künstlerin versteht diese als gemalte Tagebuchnotizen und erlaubt damit dem Betrachter Einblick in ihr persönliches Leben.

„Wir stehen hier vor dem Phänomen reinsten Kunstseins, und so wie die Gärtnerin sich als demütige Dienerin in die großen Kreisläufe einfügt, indem sie das Frühjahrsblühen vorbereitet, so sieht sich auch die Malerin in Zusammenhänge eingebettet, die sie nähren und fordern und in welche die Diskursdebatten unserer Tage allenfalls als fernes Hintergrundgeräusch hineinwehen.“

Neo Rauch über Rosa: Rosa Loy: Manna. 2011; S. 235 

Ausstellungsdauer: 16.05.2012 - 30.06.2012
Vernissage: Dienstag, 15.05.2012; 19 Uhr
Begrüßung:
Elisabeth Schulte, Galeristin und Einführung: Rosa Loy im Gespräch mit Elisabeth Schulte.

 

Vita
1958 geboren in Zwickau

1976-1985 Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin / Diplomgartenbauingenieurin
1985-1990 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

1986-1990 Diplom im Fachbereich Buchgestaltung bei Prof. Rolf Felix Müller

1990-1993 Meisterschülerin bei Prof. Rolf Münzner

Seit 1993 freischaffende Malerin

2011 Rosa Loy "Manna" in der Kunsthalle Giessen
2011 Rosa Loy und Neo Rauch: “HINTER DEN GÄRTEN“ im Essl Museum.

Ausstellungen im In- und Ausland
lebt und arbeitet in Leipzig

Beachten Sie auch das  Programm der Kunstschule Go! Kart.

Speziell zur Rosa Loy Ausstellung finden Führungen und museumspädagogische Aktionen für Kinder, Jugendliche und Schulklassen statt. Information und Anmeldung: Kerstin Skringer

Mobil: 0170/5134931 Email: kerstinskringer@googlemail.com

 


 

Eva-Maria Wiest M.A.

Öffentlichkeitsarbeit

 

GALERIE NOAH GmbH

Beim Glaspalast 1

86153 Augsburg

 

Tel.: 0821 / 81 511 63

Fax: 0821 / 81 511 64

 

www.galerienoah.com

geöffnet: Di - Do 11 – 15 Uhr

Fr, Sa, So und Feiertags 11 - 18 Uhr gerne auch nach Vereinbarung

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27.05.2012 Seit fast 40 Jahren schafft Antony Gormley Skulpturen

GFDK/ Deichtorhallen - 6 Bilder

Der britische Künstler Antony Gormley entwickelt eigens für die große Deichtorhalle zur Documenta-Zeit eine neue, spektakuläre Installation, das »Horizon Field Hamburg«.
Der Besucher betritt die Nordhalle der Deichtorhallen und sieht sich mit einem 2.500 qm großen und bis zu 19 m hohen, fast leeren Raum konfrontiert. »Ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeit ist die Erfahrung des Raumes, der absolut klar sein muss; ein leeres, sauberes Gebäude, wie eine Art Sporthalle für Geist und Körper«, so Antony Gormley.


In diesem offenen Raum lädt eine weite, schwarze, spiegelnde, schwebende Ebene siebeneinhalb Meter vomErdboden entfernt zu neuen Erfahrungen ein. Die hängende, leicht schwingende Fläche nutzt die strukturellen
Möglichkeiten und den architektonischen Kontext des über 100 Jahre alten Gebäudes der Deichtorhallen, um die Besucher in Zeit und Raum im gegenseitigen Miteinander neu zu orientieren.
Der darunterliegende Raum befindet sich im Schatten, spärlich beleuchtet durch das Licht, das seitlich von den Deckenfenstern hineinfällt. Hier können sich die Besucher aufhalten und den Schritten und Stimmen der unsichtbaren Personen über ihnen lauschen. Jede Tages- und Nachtzeit, jedes Geräusch und jede
Lichtveränderung wird zu einem Teil des Kunstwerks.


»Das bringt den Besucher in eine paradoxe Entscheidungssituation, auf welche Weise er hier partizipieren möchte«, so Antony Gormley. »Er kann in einer Unterwelt stehen bleiben oder in den Himmel ›emporsteigen‹.
Beide Szenarien versetzen das menschliche Subjekt in eine dynamische Gefahrensituation.«

»Horizon Field Hamburg« wird die Wahrnehmung des Gehens, Fühlens, Hörens und Sehens umorientieren und neu verbinden. Diese persönliche bzw. kollektive Erfahrung wird durch Vibration, Sound und Widerspiegelung vermittelt werden. Das Projekt kann insgesamt als ein waagerecht im Raum aufgespanntes Gemälde aufgefasst werden, auf dem die Besucher zu Figuren auf einem freischwebenden und nicht definierten Grund werden.


Das von den Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Galerie Thaddaeus Ropac getragene Projekt konnte nur durch die großzügige Förderung der NORDMETALL-Stiftung und der Kulturstiftung des Bundes realisiert
werden.

VORLÄUFER
»Horizon Field Hamburg« ist die neueste Arbeit aus einer Serie von Projekten, die mit der Partizipation der Besucher operieren.
»One & Other« von 2009 lud 2.400 Menschen ein, einen leeren Sockel auf Londons Trafalgar Square 100 Tage lang, 24 Stunden am Tag, für je eine Stunde zu besetzen. Die Besucher nahmen die Haltung einer Statue ein und verwandelten sich so in Darstellungen ihrer selbst.


In der Arbeit »Blind Light« in der Hayward Gallery in London tauchten
die Besucher in eine kalte, helle und dichte Wolke ein, die alle sichtbaren Gegenstände in sich verschwinden ließ und den Boden endlos erweiterte. Das Bewusstsein des Besuchers wurde so selbst zum Thema.
Der unmittelbare Vorgänger des Hamburger Projektes war das »Horizon Field Vorarlberg« Die 100 lebensgroßen, eisernen Körper vom »Horizon Field Vorarlberg« bezogen die Betrachter in einer Art Wahrnehmungsfeld mit ein.
Das »Horizon Field Hamburg« konfrontiert den Betrachter nicht mit der natürlichen Außenwelt, sondern mit dem Gebauten – es ergeben sich neue Perspektiven auf das Innere des Gebäudes und nach außen auf die Stadt.

TECHNISCHE UMSETZUNG
Gormleys »Horizon Field Hamburg« ist auch technisch eine Herausforderung. Die Ingenieure der international agierende Firma »schlaich bergemann und partner«, spezialisiert u.a. auf den Stahlbau bei Stadien und Brücken,
übernehmen die statisch-konstruktive Konzeption, die Technische Universität Hamburg-Harburg unter Leitung von Prof. Dr. Viktor Sigrist unterstützt die statischen Berechnungen.
»Horizon Field Hamburg« wird ermöglicht durch die NORDMETALL-Stiftung, die das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch ideell begleitet. »Aus dem Zusammenwirken von Mensch und Technik entstehen immer wieder
Wunderwerke - sowohl in der Kunst als auch in der Industrie«, so Dr. Thomas Klischan, Vorstand der NORDMETALL-Stiftung, hinter der 250 Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie stehen.
»Die Stahlkonstruktion ›Horizon Field wäre ohne die Idee des Künstlers, aber auch ohne die brillante Ingenieurskunst nicht denkbar. Dadurch entsteht eine ungeahnte Wertschätzung zwischen Kunst und Technik«, so Klischan.

 

BIOGRAFIE ANTONY GORMLEY

Seit fast 40 Jahren schafft Antony Gormley Skulpturen, in denen er sich mit dem
Verhältnis des menschlichen Körpers zum Raum auseinandersetzt: Explizit äußert sich dies in großformatigen Installationen wie »Another Place«, »Domain Field« und »Inside Australia« und indirekt in Arbeiten wie »Clearing«, »Breathing Room« und »Blind Light«, in denen die Arbeit einen Rahmen schafft, durch den der Betrachter zum Betrachteten wird. Unter Verwendung seines eigenen Körpers als Werkzeug und Material wandelt Gormleys Werk einen Ort subjektiver Erfahrung zu einem Ort kollektiver Projektion um. In zunehmenden Maße schafft der Künstler Arbeiten jenseits der Galerie und bezieht die Öffentlichkeit durch aktive Partizipation mit ein, wie in »Clay and the Collective Body« (Helsinki) und der gefeierten Arbeit »One & Other« auf dem Londoner Trafalger Square.


Gormleys künstlerisches Werk wurde umfassend in Einzelausstellungen in Großbritannien gezeigt: In der Whitechapel Gallery, der Serpentine Gallery, der Tate und der Hayward Gallery, im British Museum sowie im White Cube. Darüber hinaus wurden seine Arbeiten in Einzelschauen in internationalen Museen präsentiert, darunter das Louisiana Museum of Modern Art (Dänemark), die Malmö Konsthall (Schweden), die Kunsthalle zu Kiel, das National Museum of Modern Chinese History (Peking), das Antiguo Colegio de San Ildefonso (Mexico
City), das Kunsthaus Bregenz (Österreich) und die Eremitage (St. Petersburg). Außerdem wirkte Gormley in Gruppenausstellungen im Museum of Modern Art in New York, im Los Angeles County Museum of Art, bei der Biennale in Venedig und der Documenta 8 in Kassel mit. Bedeutende öffentliche Arbeiten umfassen »Angel of the North« (Gateshead, England), »Another Place« (Crosby Beach, England) und »Exposure« (Lelystad, Niederlande).
Gormley erhielt 1994 den Turner Preis, 1999 den South Bank Preis für visuelle Künste und 2007 den Bernhard-Heiliger-Preis für Skulptur. Er wurde 1997 mit dem Order des British Empire (OBE) ausgezeichnet und ist Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects, des Trinity College, Cambridge, sowie des Jesus College, Cambridge. Seit 2003 ist er Mitglied der Royal Academy of Arts und seit 2007 Trustee des British Museum.
Antony Gormley wurde 1950 in London geboren.

 

Die Ausstellung HORIZON FIELD HAMBURG läuft noch bis bis  9. SEPTEMBER 2012

Pressekontakt Deichtorhallen:

 

Leitung Kommunikation 
Angelika Leu-Barthel
Tel. +49 (0)40 32103-250
leu-barthel(at)deichtorhallen.de

Volontär
Matthias Schönebäumer
Tel. +49 (0)40 32103-261
schoenebaeumer(at)deichtorhallen.de

 

Bildlegende:

1-6) Antony Gormley auf dem HORIZON FIELD HAMBURG, 2012 Antony Gormley HORIZON FIELD HAMBURG, 2012 Steel 355, steel spiral strand cables, stainless steel mesh (safety net), wood floor, screws & PU resin for top surface coating. 206 x 2490 x 4890cm, 60000 Kg Installation view Deichtorhallen Hamburg Photograph by Henning Rogge, © Henning Rogge / Deichtorhallen

 

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17.05.2012 thema digitale Malerei

GFDK/Eva-Maria Wiest - 4 Bilder

Robert Reiter beschäftigt sich seit einigen Jahren als Fotograf und Illustrator mit digitaler Malerei. In seinen Arbeiten zeigt er die Umsetzung und Bearbeitung von eigenen Fotografien am Computer. Durch diese Verfremdung entstehen spannende, beziehungsreiche neue Werke, die durch ihre eigenständige Aussage überraschen.

 

Robert Reiter zum Entstehungsprozess seiner Bilder:

„In der Phase der Reduktion von Bild und Farbdetails innerhalb eines Bildes erreiche ich (idealerweise) einen sehr eng definierten Punkt, an dem das Zusammenspiel der Farbflächen plötzlich von einem "Geräusch" zu einem reinen "Klang" führt, der, bei geringsten Änderungen der Flächenzusammenstellung, wieder in ein "Rauschen" zurückfällt.

Mein Ziel und meine Faszination ist es also, mich in den von mir ausgewählten und bearbeiteten Fotografien auf die Suche nach dem verborgenen reinen Klang zu begeben.“

 

Der Ausstellungstitel Scrabble, nimmt Bezug auf das vom Architekten Alfred Mosher Butts 1931 entwickelten Spiel Scrabble. Butts Ziel war es, ein Spiel zu schaffen, das je zur Hälfte durch Glück und Können der Spieler beeinflusst wird.

 

1961 in Augsburg geboren

1980 Mitbegründer einer Künstlergruppe, die mit neuartigen bildnerischen Techniken experimentiert

2005 erste Werke der "Digital Art" - Reihe

2006 Teilnahme an der Großen Schwäbischen Kunstausstellung

2009 Ausstellung in der Galerie Noah:

24.07. – 30.08.2009 Neue Bilder: Robert Reiter und Roger Fritz

Lebt und arbeitet in Augsburg

 

Aktuell ist Robert Reiter mit seiner Ausstellung Scrabble" in der Galerie Noah im nunó zu sehen bis 19.6.2012

Nunó / Provinostr. 46/ 86153 Augsburg
Geöffnet:
Di - Sa 10 - 24 Uhr
So & Feiert. 10 - 18 Uhr
Mo Ruhetag 

Kontakt: 

Eva-Maria Wiest M.A.

Öffentlichkeitsarbeit

 

GALERIE NOAH GmbH

Beim Glaspalast 1

86153 Augsburg

 

Tel.: 0821 / 81 511 63

Fax: 0821 / 81 511 64

 

www.galerienoah.com

Di – Do                                   11 - 15 Uhr

Fr, Sa, So und Feiertage        11 - 18 Uhr

gerne auch nach Vereinbarung

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20.04.2012 Grenzgänger des guten Geschmacks

GFDK/ EAGL gallery

In der Kunst sind Kommissar Hjuler und Mama Baer Grenzgänger des guten Geschmacks, ihre Arbeiten werden vielfach als frauenfeindlich oder sexistisch und gewaltpornografisch dargestellt. Beide erklären dazu, dass sie doch nur die Gesellschaft widerspiegeln, wie sie sie erleben. Zumindest verdanken sie ihrer unverschönten Kunstform den Zugang zur internationalen Künstlervereinigung NO!art (New York/Berlin), der sie seit 2009 angehören.

Das Leipziger Kunstmagazin artlout:com empfiehlt zumindest ihre Werke anlagefreudigen Sammlern aus dem Kunstsektor, denn bei so ungewöhnlicher Kunst besteht natürlich auch immer eine große Chance auf Wertzuwachs.

Fluxporn hat eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte: "Ich muss mir immer wieder von Kritikern anhören, dass Pornografie und Kunst unvereinbar sind, gute Kunst distanziere sich klar von Pornografie. Mary Bauermeister distanzierte sich sogar in einer Videobotschaft nachträglich von unserer Performance bei ihr, da wir dort einen Cunnilingus an einer Holzpuppe andeuteten. Meine Reaktion auf diese vermittelte Sichtweise war wie so oft die Offensive, Pornodarstellerinnen zur Zusammenarbeit einzuladen! Es ist auch mit eine Reaktion auf den Kritiker-Vorhalt "sex sells", denn sex sells gar nichts, zumindest nicht in der Kunst!" Die einzelnen hier in der Kollaboration mit ausgestellten Porno-Darstellerinnen werden wir im Vorfeld auch noch kurz vorstellen.

Dieses Künstlerpärchen gelangte auf Umwegen in die Kunstszene, beide machen seit 1999 mit selbst für den Experimentalmusikbereich ungewöhnlichen Musikveröffentlichungen in Kleinstauflagen und aufwendiger Covergestaltung auf sich aufmerksam. Seit 2006 kommt es zu zahlreichen Wiederveröffentlichungen als CD, MC oder Langspielplatte auf Independent-Labels.

Die Musikzeitschrift THE WIRE (UK) wählte ihre CD "asylum lunaticum" unter die Top15 des Jahres 2009 für den Experimentalbereich. Thurston Moore (Sonic Youth) bezeichnete sie mal in einem Interview als innovativste Newcomer und widmete ihnen sogar ein Musikstück.

 

Aktuelle Ausstellung in Berlin bis 26.05.2012 in der EAGL gallery

EAGL gallery

Jennifer Spruß Kantstraße 87a 10627 Berlin Deutschland

E-Mail: eagl@eaglberlin.de    Telefon: 030 5448 7117

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10.04.2012 überwindet traditionelle Grenzen der Malerei

GFDK/ Holger Carstensen - 4 Bilder

Thematisch kreisen die Bilder des Hamburger Künstlers Meinhard Raschke oft um das Leben in der Stadt. Die Stadt ist ihm einerseits Quelle von Liberalität und Weltoffenheit, andererseits aber auch eine anstrengende Ballung von Verkehr, der die hier lebenden Menschen regelrecht zu überfahren droht. Ein weiteres zentrales Thema ist für den aufmerksamen Künstler die massenmediale Verdummung. Oft erscheint in seinen Bildern der Mensch als nur noch medial inszeniertes Wesen, dessen Verwirklichung auf den blossen Konsum reduziert ist. Kritisch und mahnend geht Meinhard Raschke über eine nur abbildhafte Malerei bewusst hinaus und appellieren seine Bilder an den seiner Ansicht nach selten gewordenen urbanen Individualisten und künstlerischen Ästheten.

 

Mit Freude an der Präzision und oft geradezu altmeisterlich öffnet sich der vielseitige Künstler neuen malerischen wie grafischen und plastischen Techniken. Manche seiner Bilder streben über den Malgrund hinaus und faszinieren mit einer mutigen Raumeroberung: Als täuschende Trompe-l’oeil, als illusionistische Flächen-Raum-Kompositionen oder als dreidimensionale Arbeiten, die tatsächlich in den Raum hinausgreifen. Mit seinen Format- und Bildformen weiss Meinhard Raschke traditionelle Grenzen der Malerei zu überwinden und seine inhaltlichen Bildwirkungen noch zu steigern.

 

Beim Malen sind Meinhard Raschke die Wünsche des kommerziellen Kunstmarktes nicht wichtig, sondern er malt aus reiner Freude und dem Interesse an der Sache selbst. Er ist intellektuell und wirtschaftlich von den Launen des wechselnden Kunstgeschmackes völlig unabhängig. Das gibt ihm die Freiheit, die er für seine meinungsfreudige und vielseitige Kunst auch benötigt.

 

Die Hamburger galerie carstensen hat aus diesem reichen Werk einen schönen Querschnitt von wenigen älteren und vielen neuen Bildern zusammen gestellt. Die Ausstellung wird ergänzt durch ausgewählte Originalgrafik und Skulpturen von Meinhard Raschke.

 

Meinhard Raschke: Malerei - Grafik - Skulptur

10. Mai - 2. Juni 2012

 

Vernissage: Mittwoch, den 9. Mai / 19h

 

galerie carstensen
Brüderstrasse 9
20355 Hamburg

 

Karl-Ernst Gärtner führt am Eröffnungsabend in die Ausstellung ein. Meinhard Raschke ist anwesend und wird die neu erschienene Monographie  "Meinhard Raschke: Malerei-Grafik-Skulptur" für die Ausstellungsbesucher individuell signieren.

 

Die Ausstellung ist danach bis zum 2. Juni 2012 Mittwoch bis Freitag von 13h-19h sowie Sonnabends von 12h-16h geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 

Die Monografie enthält umfangreiche werkbiografische Angaben, eine Ausstellungs- und Literaturübersicht zu Meinhard Raschke und ist zum Preis von EUR 14,80 im gut sortierten Fachhandel oder direkt im Verlag Cord Oltmanns und der galerie carstensen/Hamburg erhältlich.

Holger Carstensen(Hg.): Meinhard Raschke. Malerei-Grafik-Skulptur
Verlag Cord Oltmanns, Hamburg ISBN: 978-3-9813552-8-4
EUR 14,80 inkl. 7% MwSt.

 

 

Meinhard Raschke wurde 1939 in Küstrin geboren. Er absolvierte eine Berufsausbildung zum Malermeister. Zeitgleich nahm er privaten Zeichenunterricht u.a. bei
Rolf Böhlig (1904-1979) und Erich Hartmann (1886-1974). Von 1960 - 1966 hat Meinhard Raschke an der Hamburger Hochschule für die bildenden Künste Malerei und freie bei Willem Grimm (1904-1986), Theo Garve (1902-1987) und Hans Thiemann (1910-1977) i studiert. 1968/69 Zulassung als Malermeister und Gründung eines bis heute bestehenden Malereimeisterbetriebes in Hamburg.  Meinhard Raschke zeigt seit den 1970er Jahre seine Bilder, Grafiken und Objekte in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vor allem in Norddeutschland und oft gemeinsam mit Malerfreunden und seiner Frau Gerda Maria Raschke. Er ist seit 1970 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Hamburgs. Meinhard Raschke ist mit der Künstlerin Gerda Maria Raschke verheiratet. Sie leben und arbeiten in Hamburg und Kleiseerkoog.

Literatur zu Meinhard Raschke (Auswahl):

*Holger Carstensen: Meinhard Raschke. Malerei-Grafik-Skulptur, Hamburg 2012
*Holger Carstensen: Meinhard Raschke - Stadtleben, Hamburg 2007
*Harry Weissel + Meinhard Raschke: Erfundene Bilder, Hamburg 1995
*Ruth Dunkelmann (Hg): Hans Thiemann und seine Schüler, Hamburg 1984
*Kay Rump/Maike Bruhns (Hg): Der Neue Rump, Hamburg 2005
*Kulturbehörde der Stadt Hamburg (Hg): Künstler in Hamburg, Hamburg 1982
*Werner Otto-Stiftung: Das Kind in unserer Welt, Hamburg 1979
*Volker Detlef Heydorn: Maler in Hamburg, Hamburg 1974

 

Für die galerie carstensen ist die deutsche Nachkriegsmoderne mit ihrem Ringen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion von besonderem Interesse. Hier steht eine theoretisch-konzeptionell geprägte gegenstandsfreie Kunst der expressiven und surrealen oder klassischen Plein-Air-Malerei kritisch gegenüber. Gerade die ihren eigenen Ausdruck noch suchenden künstlerischen Grenzgänger erscheinen bis heute als die interessantesten Künstlerinnen und Künstler ihrer Zeit. Ausgehend von Hamburg und Norddeutschland präsentiert die Galerie jährlich in zehn Ausstellungen inzwischen überregionale Positionen und fördert auch junge künstlerische Sichtweisen. Künstler der Galerie sind u.a. Wolf Bertram Becker, Bernd Berner (1930-2002), Andreas Bock, Rolf Böhlig (1904-1979), Walter Eisler, Arnold Fiedler (1900-1985), Heinz Glüsing, Horst Hussel, Heinz Rolefs, Silke Schröder, Albert Wigand (1890-1978), Hans Wrage. Für ihren Bestand erwirbt die galerie carstensen ständig qualitativ gute Gemälde, Aquarelle, Original-Künstlergrafik und Zeichnungen von deutschen Künstlern und übernimmt auch komplette Sammlungen oder private und Künstlernachlässe.

 

Pressekontakt:

Holger Carstensen ( Inhaber )

galerie carstensen
Brüderstrasse 9
20355 Hamburg

www.galerie-carstensen.de

info@galerie-carstensen.de

Tel.: 040 - 796 96 755

 

 

Bildbeschreibung:

Meinhard Raschke: Erfasst 2001

Farbradierung 30 x 40 cm

(Foto: Andreas Bock / galerie carstensen )

Meinhard Raschke: Verplante Landschaft 2001

Ölfarben auf Leinwand 75 x 55 cm

(Foto: Andreas Bock / galerie carstensen )

Meinhard Raschke im Atelier 2011

(Foto: Andreas Bock )

Meinhard Raschke (links) und Holger Carstensen in der galerie carstensen

(Foto: Sinje Hasheider )

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27.03.2012 Der Mensch bildet in diesen Arbeiten den Mittelpunkt

Gottfried Böhmer/ Sebastian Vorein - 9 Bilder

Sebastian Voreins Weg zur Kunst hatte einen etwas längeren Weg. Mit 11 Jahren, die Mauer war gerade erst ein Jahr gefallen, begann sein Interesse für die Malerei.

Comics, die es hinter der Mauer eher selten gab, hatten das Interesse des jungen Vorein geweckt. Erste kleine Zeichnungen entstanden und Träume, der große Traum vom Comiczeichner und einer Ausbildung in den USA.

Dieser Traum platzte wie eine Seifenblase als sich herausstellte, dass eine derartige Ausbildung für den jungen Mann nicht zu finanzieren war. Die Malerei liess ihn aber trotz alledem nicht los und so begann er zunächst mit dem Studium für Kunst und Geschichte.

Parallel dazu eröffnete er schon als Student eine Onlinegalerie für junge Künstler www.paintend-art.de. 2002 gründete er mit befreundeten Künstlern die Künstlergruppe "Raum 308" in Dresden.

Unsere Frage, ob er Vorbilder in der Malerei hätte, kann er klar mit nein beantworten, obgleich er zugibt, dass ihn die Arbeiten von Gerhard Richter nicht nur weil er Dresdner ist sehr ansprechen.

Persönlich sieht sich Sebastian Vorein als Maler und Kunstvermittler, weniger als Lehrer, obwohl ihm die Lehrtätigkeit für Kunst und Geschichte an der HOGA Schloß Albrechtsberg auch sehr am Herzen liegt. Junge Menschen frühzeitig für künstlerisches Schaffen und Kreativität zu interessieren, sowie ihren Sinn dafür zu schärfen, hält Sebastian Vorein für eine lebenswichtige, ja lebensvolle Aufgabe.

Den Schwerpunkt seines künstlerisches Schaffens sieht er in der Grafik und Ölmalerei. Sebastian Vorein meint über seine Arbeit,

"perspektiv-LOS-mensch":

Lange habe ich mich mit der Thematik Mensch beschäftigt. Meine Arbeiten dazu lassen sich in fünf Bereiche teilen. Am Anfang bildeten Studien zur Perspektive den Grundstein meiner Auseinandersetzung. Hierbei stehen Perspektiven, beziehungsweise das Spiel mit ihnen im Vordergrund.

Fragen nach dem „Woher?“ und „Wohin?“ spielen dabei eine große Rolle. Bewußt sind verschiedene Blickpunkte dargestellt. Allerdings beschränkte ich mich in diesen Studien allein auf die Perspektive. Der Mensch rückte dabei noch in den Hintergrund. Dennoch bilden diese Arbeiten eine wichtige Grundlage für die später entstandenen Werke.


Basierend auf den Studien entwickelten sich die ersten Bilder, in denen die menschliche Figur eine Rolle spielte. Hierbei handelt es sich um die Reihe „perspektivlos“. Der Mensch bildet in diesen Arbeiten den Mittelpunkt. Er ist dabei umgeben von einer Vielzahl von Perspektiven. Allerdings ist er seiner Individualität enthoben.

Dieser Ausdruck wird erreicht, indem die menschliche Figur bewußt in der Technik des Hochdruckes ausgeführt wurde. Nur so ist eine fast identische Wiedergabe der menschlichen Figur in den Bildern möglich. Er steht exemplarisch für alle Menschen und die sich öffnenden/ sich schließenden Perspektiven.

Als Technik wurde in den ersten beiden Bereichen Aquarell bzw. eine Mischtechnik aus Aquarell und Hochdruck verwendet. Für die mangelhafte Qualität der Abbildungen bitte ich um Nachsehen.


Den dritten Bereich bilden eine Vielzahl von Werken, die sich dem Thema Mensch (ebenfalls mit der „Ent-Individualisierung“ durch die Hochdrucktechnik) in freierer Weise nähert. Dennoch stehen auch hier Perspektiven in Kombination mit dem Mensch im Vordergrund. Die Techniken wurden erweitert auf Acryl- bzw. Ölfarbe.


Den vierten großen Bereich meiner Arbeiten stellt eine Reihe unter dem Titel „Beobachter“ dar. Anknüpfend an die Werke früherer Zeit spielt auch hier die Perspektive wieder eine entscheidende Rolle. Allerdings tritt der Mensch jetzt bewußter in den Vodergrund.

Der Mensch – diesmal in individueller Darstellung und nicht ent-individualisiert wie durch die Hochdrucktechnik – befindet sich zwischen den Perspektiven. Er steht in ihnen, über ihnen und zwischen ihnen. Als letztes ist der plastische Bereich meiner Beschäftigung zu benennen.

Wie in allen Werken der fünf Bereiche stehen die Perspektiven für Wege, die ein Mensch wählen kann bzw. konnte. Da gibt es Perspektiven, die ihn einladen zu folgen. Andere versperren ihm den Weg. Wieder andere führen ihn in die Irre. Doch bei aller scheinbarer Perspektivlosigkeit ist es der Mensch, der letztendlich die Entscheidung über seine Zukunft trifft.

Er findet seine individuelle Entscheidung, wählt seine eigene Perspektive. Im ersten Bereich laufen die Perspektiven ohne den Menschen ab. Dies stellt eine verordnete – ob freiwillig oder unfreiwillig sei dahingestellt – Teilnahmslosigkeit des Menschen dar. Egal ob mit oder ohne ihm, die Zukunft mit ihren verschiedenen Perspektiven drängt in den Bildgrund.


Im zweiten Bereich, der Reihe „perspektivlos“, wird sich der Mensch seiner selbst bewußt. Zwar hat er seine Individualität noch nicht gefunden, denoch behauptet er seinen Standpunkt auf der Fläche. Dies wird unterstützt durch die Farbe Rot. Mit diesen Arbeiten sollen die verschiedenen Möglichkeiten bzw. Perspektiven des Menschen aufgezeigt werden.

Er wird von Ihnen regelrecht bedängt. Trotzdem beharrt er auf seinem Standpunkt. Er entscheidet über seinen Weg. Die schematisierten Häuser bilden hier einen Nachruf auf Werke vergangener Jahre. Das Haus steht dabei für mich als ein Symbol der Heimat.

Gerade in heutiger Zeit ist es schwierig geworden seine Heimat zu finden, bzw. nicht zu verlieren. Ständige Flexibilität ist gefordert. Wenn es der Arbeitgeber will, verliert man seine Heimat, um in einem neuen Job und in einer neuen Stadt eine neue zu finden. Diese Problematik soll allerdings nur eine Perspektive darstellen, die auf den Mensch in meinen Werken trifft.


Im dritten Bereich wird, wie bereits dargelegt, etwas freier mit der Thematik umgegangen. Situationen werden simuliert, Ängste und Befürchtungen dargestellt. Dabei ist es wieder der ent-individualisierte Mensch, der für jeden von uns stehen könnte.


Im vierten Bereich ist es der Mensch als Beobachter, der das Bild dominiert. Im Hintergrund stellt eine Perspektive seinen jetztigen Standpunkt dar. Verdeutlicht wird dies durch die Verwendung der Farbe Orange im Kontext der Felder der Perspektiven. Besonders deutlich wird der Aspekt des „Beobachters“ beim Bild „Reise“.

Hier steht der Mensch am Beginn einer Reise. Seine Habseligkeiten sind verstaut. Er wendet seinen Bick der Zukunft zu und begibt sich, zumindest mental, schon auf den Weg. Noch verharrt er allerdings, während sich am Horizont bereits die Zukunft abzuzeichnen beginnt. Noch beobachtet er, doch bald wird er selbst zum agierenden Subjekt.


Bevor ich als letztes zum plastischen Bereich meiner Auseinandersetzung mit dem Thema komme, möchte ich das Werk „Beobachter VI“ kurz erläutern. Diese Arbeit stellt den bisherigen Höhepunkt der Auseinandersetzung mit der Thematik dar. Hier kommen verschiedene Bereiche zum tragen.

Zum einen die Perspektive (allerdings in vereinfachter Form), danach der Mensch und zum Schluß die Rolle des Menschen als Beobachter. Der Mensch ist in diesem Bild als videofilmender junger Mann dargestellt. Allerdings ist er seiner Individualität enthoben durch die Wegnahme seines Gesichtes.

Er verkörpert damit für mich alle Arten der Beobachtung durch Medien. Durch diese Arbeit soll eine gewisse Medienkritik zum Ausdruck kommen. Der Beobachter filmt aus dem Bild hinaus (verdeutlicht durch die aus der Kamera tretende Perspektive). Dabei spielt sich in seinem Rücken aber das gerade entscheidende ab.

Dies soll verdeutlicht werden durch den Streifen mit stark expressiven Elementen im linken Bildteil. Hierbei stehen die Farben symbolisch für starke emotionale Elemente (Krieg, Leid, Schmerz, Wut). Doch der Mensch sieht nicht (will es vielleicht nicht sehen), was hinter ihm passiert. Er wendet sich ab vom Geschehen und dokumentiert/ beobachtet nur „Unwichtiges“.

Damit sollen die Medien ebenso wie der Mensch an sich kritisiert werden. Zum einen wegen möglicher einseitiger Berichterstattung, zum anderern durch den Sachverhalt der Verdrängung beziehungsweise des Wegsehens von Seiten des Beobachters.


Mit dem letzten Bereich, dem plastischen Gestalten, möchte ich zum Abschluß meiner Ausführungen kommen. Dieser Bereich stellt die plastische Umsetzung der auf Papier beziehungsweise Hartfaser gebannten Gedanken dar. Auch hier ist es wieder der Mensch, wie in der Serie „Beobachter“ individuell dargestellt, der im Mittelpunkt meiner Arbeit steht.

Zu sehen ist eine angeschnittene Figur, die im Raum agiert. Dabei umgeben sie drei Perspektiven. Eine mögliche Deutung wäre die Identifikation der drei Perspektiven mit den Aspekten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dabei hält sich der Mensch an der jetztigen Perspektive (Gegenwart) fest, während im Hintergrund eine andere Perspektive zu verschwinden scheint (Vergangenheit).


Das Verschwinden wird verstärkt durch die abweisende Handhaltung der Figur auf dem Rücken. Als letzte Perspektive steht vor dem Mensch die Zukunft. Schier unüberblickbar. Er weiß nicht, was nach ihr kommt! Dies wird verstärkt, durch den suchenden Blick nach oben.

Soviel zu einer kurzen Erläuterung meiner Werke. Ich hoffe ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in mein Schaffen und meine Gedankengänge ermöglichen. Natürlich können Worte nur in geringem Maße den Deutungshorizont wiedergeben, der den Bildern eigentlich zusteht. Deshalb meine Aufforderung an Sie, sich auf die Bilder einzulassen und sich selbst eine Perspektive zu bilden.

Austellungstätigkeit (Auswahl)

2002
26.07.2002 - 17.08.2002
Beteiligung Werkstattausstellung im "Riesa Efau" Dresden
29.06.2002 - 02.08.2002
Beteiligung Themenausstellung Glas in der "Galerie im Malzhaus"

2003
20.03.2003 - 24.04.2003
Beteiligung Ausstellung Künstlergruppe "Raum 308" in Dresden
23.03.2003 - 24.04.2003 Einzelausstellung in der Wandelhalle Bad Elster
16.09.2003 - 16.12.2003 Einzelausstellung in der Raiffeisenbank in Plauen

2004
15.03.2004 - 29.03.04 Ausstellung im MDR Fernsehen bei "hier ab vier"
09.07.2004 - 30.07.2004
Beteiligung Werkstattausstellung im "Riesa Efau" Dresden
28.08.2004 - 30.09.2004
Ausstellungsbeteiligung Schlossgalerie Wildeck in Zschopau
04.10.2004 - 11.11.2004
Einzelausstellung in der Raiffeisenbank Hof EG in Hof/Franken

2005
13.01.2005 - 20.02.2005
Beteiligung Ausstellung Künstlergruppe "Raum 308" in Dresden
06.08. 2005 - 19.08.2005
Beteiligung Ausstellung "10 Jahre Galerie im Malzhaus"

2006
09.04.2006 - 01.07.2006
Einzelausstellung in git-Galerie (Technologie-Zentrum Zittau)

2007
31.03.2007 - 3. 06.2007
Einzelausstellung "Bad Elster - Zeichnung, Radierung, Lithographie"
August - November 2007
Einzelausstellung im Kommunalen Studieninstitut Dresden

2008
27.07.2008
Beteiligung Ausstellung "Gedächtnis der Kunst" in Rehlovice/CZ
13.10.2008 - 17.10.2008
Beteiligung Ausstellung "Mnemosyne & Lethe" in Dresden

2009
25.05.2009 - 24.08.2009
Einzelausstellung in der Galerie des IFW - Dresden
14.11.2009 - 20.12.2009
Einzelausstellung in der Galerie des Neuberinhaus - Reichenbach

2010
07.06.2010 - 13.06.2010
Ausstellungsbeteiligung - Zukunftsvisionen 2010 in Görlitz
11.10.2010 - 20.04.2011
Einzelausstellung "Werksatz - Dresden" - T-Systems Dresden

2011 29.05.2011 - 04.06.2011 Ausstellungsbeteiligung - Zukunftsvisionen 2011 in Görlitz 

Alle Arbeiten sind beim Künstler direkt zu beziehen unter www.vorein.com

Die Preise liegen zwischen 350 und 2.000 €

Kontakt:

Sebastian Vorein
Max-Höra-Str.4
08645 Bad Elster

E-Mail: post/at/vorein.com

Bildbeschreibung/(c) Sebastian Vorein

1-4: "perspektiv-LOS-mensch"

5-8: Illustration - Woyzeck

9: Selbstportrait Sebastian Vorein

 

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20.03.2012 Paradies & Wirklichkeit

GFDK/ Angelika Blaeser - 5 Bilder

Seine Bilder beziehen ihre Anziehungskraft aus der Spannung von formaler Kontrolle und Zufälligem oder scheinbar Unvollendetem, zwischen plastischer Figuration und abstrakten Partien. Der malerische Reichtum der Bilder, die sich durch eine hoch differenzierte Bildoberfläche auszeichnen, erreicht Alex Bär mit einer ausgefeilten Maltechnik, bei der Ölmalerei und Eitempera kombiniert werden.

Märchenhafte, unberührte Landschaften stehen neben bedrohlichen, beunruhigenden Bildsequenzen. Massige, erdverbundene Figuren mit breiten Fesseln und klobigen Gliedmaßen dominieren mit ihrer prallen Räumlichkeit die Szenerien. Eingebettet in nahezu abstrakte Arrangements aus reizvollen Form- und Farbakkorden bilden die oft akzentuiert eingesetzten realistischen Details sinngebende Fixpunkte für den Betrachter.

Das komplexe Verhältnis von Mann und Frau ist immer wieder Gegenstand seiner Bilder. Kontraste werden bewusst ausgespielt, helles Fleisch gegen dunkles gesetzt. Volumen und Fläche werden in ein ausgewogenes Gleichgewicht zum abstrakten Spiel der Formen gebracht, ein Balanceakt, der dem komplizierten Ausgleich von Nähe und Distanz Ausdruck verleiht.

1967 in Zürich geboren. Kurz nach Beginn des Studiums der freien Malerei in Basel wechselte der Bär 1997 an die Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Hier fand er bei Arno Rink und später an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, den idealen Nährboden für seine künstlerische Entwicklung.

 

 

Ausstellung in Düsseldorf: Alex Bär - Paradies & Wirklichkeit vom 24.03. bis 31.05.2012

Bilduntertitel:

Alex Bär, Indische Miniatur, 2004, Mischtechnik auf Leinwand, 190 x 240 cm, ©Galerie Blaeser

Alex Bär, Der Weltenlauf, 2011, Mischtechnik auf Leinwand, 220 x 340 cm, ©Galerie Blaeser

Alex Bär: Im Garten 2010 110x150 ©Galerie Blaeser

Alex Bär: Im Schlachthof 2010 80x75©Galerie Blaeser

 

Kontakt:

 

Galerie Angelika Blaeser

modern & contemporary art

Bastionstr. 10

40213 Düsseldorf

 

+49 (0)211 877 44 582

+49 (0)172 977 44 00

 

www.galerie-angelika-blaeser.de

 

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