Präsentation von Künstlern und ihren Werken

05.11.2012 nehmen ihren Ausgang im Alltäglichen

GFDK - Kunstverein Trier Junge Kunst -7 Bilder

Die Arbeiten der Bildhauerin Katharina Maderthaners oszillieren zwischen skurrilem Postamt-Charme und Minimalismus-Bekenntnis: sie fordert das Überwiegen eines dieser Elemente in den verschiedenen Objekten und Skulpturen heraus, ohne es zu entscheiden. Die Objekte halten sich so in einem rätselhaften Zwischen, muten jedoch (oder gerade deshalb?) nicht hermetisch an. 

Alle Arbeiten nehmen ihren Ausgang im Alltäglichen. Diese Anleihe ist offenkundig, wenn sie auch nicht mimetisch kalkuliert ist. Indem Teile addiert, Situatives ironisch gewendet, Banales heroisiert, Industrielles handgefertigt wird, findet stets eine Verschiebung der wesentlichen Eigenschaften des Vorgefundenen statt, die diese jedoch nie vollständig umdeutet, vielmehr durchlässig für sie bleibt. 

Die Widersprüchlichkeit zwischen Rauputz-Romantik und radikal reduzierter Ästhetik, zwischen Gewöhnlichem und Gefügtem wird in den Objekten Maderthaners nicht aufgehoben oder bagatellisiert, sondern jeweils ausgehalten. 

In der Ausstellung "maybe" im Kunstverein Trier Junge Kunst zeigt die Künstlerin eine eigens für den Raum entwickelte Installation, in der sie den Bogen zwischen stereotyper Photoshop-Ästhetik und real-plastischen Verputz-Strukturen spannt.

 


3. November bis 1. Dezember 2012


Galerie Junge Kunst
Karl-Marx-Straße 90, 54290 Trier
0651 / 9 76 38 40

kunstverein@remove-this.junge-kunst-trier.de

 

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28.09.2012 donumenta 2012: 14 x 14 – Vermessung des Donauraumes

Davide Gallo

Die Gemälde „Summer Time is Over”, „Every Day is a Same” und „Dark is the Forest” vermitteln Themen, deren Ergründung Biljana Djurdjević am Herzen liegt: Ein Konflikt und der Ausgleich zwischen den Kräften, Gleichgewicht in Komposition, darüber hinaus ein Element der Andeutung. In „Summer Time is Over” befinden sich männliche Figuren, die ein und dieselbe Person in drei verschiedenen Positionen darstellen.

Der Protagonist ist die zentral angeordnete Figur. Er hält die Macht in der Hand, dargestellt durch seinen rechten Arm, der auf seinem Gürtel ruht, während die linke Hand einen Anti-Stress-Ball zusammenpresst. Er strömt geballte Energie aus. Er ist der Motor der Kommunikation, da seine Augen den Betrachter konfrontieren. Links ein Skinhead, der einen Hund zurück hält, rechts von ihm ein auf Befehle wartender Mann mit einem Kegel in den Händen, die er hinter seinem Rücken versteckt hält.

Alles hängt vom Mann in der Mitte ab. Er hat die Macht, eine Schlacht, eine Revolution auszulösen. Dennoch passiert nichts. Er konzentriert alle Energie auf sich selbst und verhindert so den Ausbruch der Gewalt. Der Blick der beiden anderen Männer, die Energie, die aus ihren Körpern strömt … alles fließt zusammen und hängt von der zentralen Figur ab.

Das Ergebnis ist totale Stille. Der Kampf zwischen den Kräften ist das zentrale Thema des Werks „Every Day is a Same”. Das Gleichgewicht ist offensichtlich gestört, hiermit auch die Perspektive, die absichtlich nach links gelenkt wird. Hier wiederum lenkt einer der beiden Männer das Spiel, der eine Waffe in seiner rechten Hand fest hält, um seinen Gegner anzugreifen.

Der andere Mann starrt ihn an, erwartet Befehle, eine Kette in der Hand umklammernd, bereit zu töten. Und wieder passiert nichts. Djurdjevićs Helden sind unschuldig: Nicht deshalb, weil sie Gewalt ignorieren, sondern weil sie sich bewusst entscheiden, diese nicht anzuwenden. „Dark is the Forest” besteht aus einem zentralen und zwei seitlich angeordneten Paneelen. Die Abbildung zeigt das zentrale Paneel.

Das Gemälde ist inspiriert vom allegorischen Gedicht „Hypnerotomachia Poliphili” aus der Zeit der italienischen Renaissance, in dem Poliphilos Liebe zu Polia zu einem Instrument der geistigen Askese wird. Ausgangspunkt ist der Wald mit seinen verborgenen Gefahren. Die Symbole zur Entschlüsselung des Gemäldes sind ebenfalls verborgen. Zunächst zeigt jede dargestellte Blume eine Tugend oder eine Sünde. Wie sind diese aber zu unterscheiden?

Die Künstlerin gibt keine Antwort hierzu. Hier ist die Spannung nicht zwischen den Kräften im Ungleichgewicht, sondern im Verhältnis von Licht/Schatten, offen/ verborgen zu spüren. Dieser Konflikt ist es, der die Spannung schafft sowie den strukturellen als auch inneren Raum der Arbeit prägt.

Text: Davide Gallo

Foto: Biljana Djurdjević, Every day is a same, 2008, oil on canvas, 130 × 205 cm. Courtesy: the artist. Collection: Gian Luca Teppati, Pavia, Italy

„14 x 14“Vermessung des Donauraumes. Positionen aktueller Kunst.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg 28. September - 4. November 2012
Oberpfälzer Künstlerhaus I Galerie Schwandorf 30. September - 4. November 2012

Fotoausstellung im Donau-Einkaufszentrum 5. November bis 24. November 2012

donumenta e.V.

Am Wiedfang 5

D-93047 Regensburg

Tel. +49 (0) 941 55133

Fax +49 (0) 941 5998320

mail: info@donumenta.de

http://www.donumenta.de

 

http://www.facebook.com/donumenta

www.europaeische-bewegung.de/index.php

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20.09.2012 atmosphärische Wirkung seiner Aufnahmen

GFDK/ BUCHMANN GALERIE BERLIN - 3 Bilder

In den 1960ern gehörte Yutaka Takanashi zu den Gründungsmitgliedern von Provoke. Ziel dieser ephemeren jedoch einflussreichen Gruppe und des gleichnamigen Fotomagazins war es, eine neue visuelle Grammatik zu finden, die den Wandel in der japanischen Gesellschaft der Nachkriegszeit und der Ära des amerikanisch-japanischen Sicherheitsabkommen widerspiegelte. Die Gruppe wandte sich gegen das narrativ-dokumentarische Bild, mit dem das Establishment das neue, industrialisierte und urbanisierte Japan präsentierte.

Der Fotoband Toshi-e erschien in diesem Kontext in sehr kleiner Auflage.
Für Yutaka Takanashi stehen „diese Bilder [seine Fotografie] als gleichwertige Dokumente neben Sprache und Ideologie”. Aus diesem Grund bevorzugte er schnelle Bilder, die er mit einer tragbaren 35mm-Kamera schoss – manchmal aus einem fahrenden Wagen heraus und vorzugsweise „are, bure, boke“
(„rau, unscharf, unfokussiert“). Die Unschärfe im Bild diente gleichzeitig dazu, die Ideologie zu verwischen und unterstrich die atmosphärische Wirkung der Aufnahmen.


Menschen sind bei Yutaka Takanashi oft in Seitenansicht zu sehen, tauchen ins Dunkel ein oder sind angeschnitten – was den Eindruck der Entfremdung betont. In Buffet Toyota (1965) liegt das Gesicht des jungen Mannes im Schatten. Die Komposition des Bildes setzt ihn jedoch in einen Rahmen, der aus dem Fenster und dem Poster einer westlich aufgemachten Frau gebildet wird. Der Mann blickt uns
nicht entgegen, wirkt wie losgelöst von seiner sich wandelnden Umgebung.
Auch in Tsunohasu-1 (1965) ist das Motiv des Rahmens präsent. Im Autofenster spiegelt sich ein Reklameschild – es scheint sich dadurch selbst in ein Schaufenster mit Kindern zu verwandeln.


Yutaka Takanashi zeigt das kaleidoskopische Porträt einer unbekümmerten Jugend, die bereits auf der „Überholspur“ lebt, so wie sie auch in japanischen Filmen jener Zeit, beispielsweise Nagisa Oshimas Nackte Jugend (Seishun Zankoku Monogatari), zu sehen ist. Einzige frontale und unbewegte Figur ist die im Spiegelbild in Hachiko Square (1965). Yutaka Takanashi, der „Bilderjäger“, wie er sich selbst während seiner Arbeit an Toshi-e nannte, gelang es hier, das Unsichtbare – die Kontemplation – in einer neuen, industrialisierten Konsumgesellschaft festzuhalten.


Yutaka Takanashi hatte kürzlich eine Einzelausstellung in der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris, sowie verschiedene Gruppenausstellung, unter anderem Creating with Light - The Manipulated Photograph im Metropolitan Museum of Photography in Tokyo und Breaking news. Fukushima and the consequences im Kunst-Werke Berlin. Seine Arbeiten finden sich in Museen wie dem National Museum of Modern Art, Tokyo, dem Tokyo Metropolitan Museum of Photography und dem Setagaya Art Museum, Tokyo.

 

BUCHMANN GALERIE BERLIN
Charlottenstrasse 13
D - 10969 Berlin
T. +49-30-258 999 29
F. +49-30-258 999 39
info@buchmanngalerie.com
www.buchmanngalerie.com
Tue - Sat 11am - 6pm

 

Bildlegende:

Yutaka Takanashi
Buffet Toyota, 1 Tsunohazu, Shinjuku-ku, from the series "Toshi-e", 1965
gelatin silver print
20,7 x 30,7 cm

Yutaka Takanashi
Tsunohazu-1, Shinjuku-ku, from the series "Toshi-e", 1965
gelatin silver print
20,7 x 30,7 cm

Yutaka Takanashi
cmHachiko Square, Shibuya Station, Shibuya-ku, from the series "Toshi-e",
1965
gelatin silver print
20,7 x 30,7 cm

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10.09.2012 Landschaft, Atmosphäre, Vegetation, Mensch

GFDK/ Angelika Blaeser - 4 Bilder

Die teils großformatigen Gemälde der Essener Künstlerin Christine Prause sind ein Stück weit eine Art Schule des Sehens. Auf den ersten Blick scheint es sich bei ihren Bildern um pure abstrakte Malerei zu handeln. Bei längerer Betrachtung und aus der Distanz betrachtet entschlüsselt der Beschauer klar komponierte Farbräume.

Christine Prause, Jahrgang 1957, studierte in den 70er Jahren Kunst und Kunstwissenschaft an der Düsseldorfer Kunstakademie, war Meisterschülerin von Karl Bobek. Prause thematisiert die Natur. Landschaft, Atmosphäre, Vegetation, Mensch. Sie sichtet und prüft die ästhetischen Erfahrungen und die daraus resultierenden Erkenntnisse. Farbe und Form. Fläche und Raum. Hell und Dunkel. Sie sucht nach einer Balance zwischen Gegenstand und Abstraktion, zwischen Motiv und Struktur. Christine Prause zielt darauf, das Motiv, das Gesehene zu übernehmen, Strukturen nachzuempfinden und neue zu entfalten. Der künstlerische Antrieb dabei ist der Zweifel an dem, was uns faktisch gegeben scheint.

 

Motive spielen in der Malerei Christine Prauses eine untergeordnete Rolle, dennoch sind die Motive vorhanden. Sie machen häufig eine Art Metamorphose, eine Art Verwandlung durch. Oftmals werden sie bis zur Unkenntlichkeit herangezoomt. Menschengruppen können sich dabei wie Landschaftsformationen auftürmen, die vielen alten Autos, die bei uns als Oldtimer gelten und in Kuba zum normalen Straßenbild gehören, haben die Künstlerin auf ihrer Reise besonders fasziniert und so tauchen sie dementsprechend zahlreich in den Bildern auf. Auch hier ist es keinesfalls eine konkrete Wiedergabe, sie steigern sich zu Bergen oder gehen in der Vegetation auf.

 

Das Faszinierende an ihren Bildern ist die Ambivalenz aus Gegenstand und Abstraktion, die allen Werken zu eigen ist. Ihre Arbeiten verfügen gerade über so viel Struktur, dass das menschliche Auge daraus Formen und Gegenstände zuordnen kann. Bei längerer Betrachtung zerfallen diese Formen zugunsten tieferliegender Strukturen. Hieraus erwächst beim Beschauer die Ahnung, dass die beispielsweise Landschaften Christine Prauses gar keine Landschaften sind, sondern dass diese Landschaften hinter der vordergründigen landschaftlichen Folie abstrakte Gemälde sind. Ein scheinbares Paradoxum, das fasziniert und begeistert.

 

Bilduntertitel: Christine Prause, Kuba – Fiesta, 2007, Acryl auf Nessel, 100
x 110 cm, ©Prause

Bilduntertitel: Christine Prause, Kuba – Grünes Auto, 2007, Acryl auf
Nessel, 200 x 200 cm, ©Prause

Bilduntertitel: Christine Prause, Kuba – Straße, 2007, Acryl auf Nessel, 200
x 200 cm, ©Prause

Bilduntertitel: Christine Prause, Kuba – Straße, 2007, Acryl auf Nessel, 100
x 120 cm, ©Prause



Galerie Angelika Blaeser
modern & contemporary art
Bastionstr. 10
40213 Düsseldorf

+49 (0)211 877 44 582
+49 (0)172 977 44 00

www.galerie-angelika-blaeser.de 

Öffnungszeiten: Di. – Fr. 11 – 18 Uhr, Sa. 11 – 15 Uhr, sowie nach
Vereinbarung


 

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01.09.2012 verdichtung städtischer Räume und bedeutender Orte

GFDK/ Rolf K. Weber-Schmidt - 6 Bilder

Die kraftvollen Kaltnadelradierungen Alfonso Mannellas bestechen durch eine anspringende Energie und haben eine autonome Position neben Malerei und Zeichnung. Hier verdichten sich Ansichten städtischer Räume und bedeutender Orte zu einer Bildhaftigkeit, die das Wesen der heutigen Großstadt als Sehnsuchtsort, in seiner dynamischen aber auch zerstörerischen Kraft bewusst macht.


Daneben entstehen experimentelle Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Druckgrafik. Auch eine Serie von „City-Spots“ – schnelle tagebuchartige Zeichnungen mit Collage-Elementen - die Alfonso Mannella auf seinen Reisen anfertigt, werden zu sehen sein. Sie sind Grundlage für die großformatigen Malereien, die in den letzten Jahren einen stärkeren Anteil im
Werk Mannellas einnehmen. Freuen Sie sich auf Bildwelten, die in ihrer Dynamik und Intensität einzigartig sind. Exklusiv für die Galerie wagte Mannella einen Blick vom eingerüsteten Westturm des Mainzer Domes. Die entstandenen Kaltnadelarbeiten werden im Rahmen der Ausstellung vorgestellt.


Der Künstler ist Mitglied der Pfälzischen Sezession und im Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz. Alfonso Mannella hat verschiedene Preise und Auszeichnungen erhalten, z. B. den 1. Preis für Grafik im Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz, das Förderstipendium der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und den Kunstpreis „Mainzer Stadtdrucker“ der Stadt Mainz.


Alfonso Mannella ist zur Vernissage anwesend.


Wir freuen uns ganz besonders, dass Herr Prof. Peter Voß, Präsident der Quadriga Hochschule in Berlin und Intendant a.D. des Südwestfunks (SWR), anlässlich der Eröffnung dieser Ausstellung in die gezeigten Exponate einführen wird. Die Musiker Matthias Knab (Saxophon) und Florian Luig (Gitarre) gestalten zur Eröffnung der Ausstellung den musikalischen Rahmen.
Die Ausstellung endet mit einer Finissage am Samstag, 20. Oktober 2012. Um 11 Uhr und um 13 Uhr wird Alfonso Mannella in den Galerieräumen auf einer Handpresse ein Stadtlandschaft-Motiv drucken und Einblick in seine Arbeitsweise geben.

 

 

Zitate aus der Presse 2003-2010 zur Arbeit von Alfonso Mannella

 

„... die großformatigen Farbblätter (...) lenken den Blick vom Menschen weg auf Großstädte wie New York,  Chicago, Berlin und Frankfurt. An Piranesi erinnernde, dunkel schraffierte Stadtansichten, aber auch stillgelegte Fabrikhallen, Industrieanlagen und Baustellen sind Motive seiner Bilder, die er mit Winkelschleifer und Bohrer in die schweren Kupferplatten fräst – manchmal bis die Funken sprühen. (...)“

( FAZ, 28.5.2010 zur Ausstellung in der Galerie Netuschil, Darmstadt )

 

 

 

„... Kraftvoll, allein durch die starke Präsenz des Schwarz(...), fällt Mannellas Kunst der führende Part im Tanz der Exponate zu. Von eindringlicher Ernsthaftigkeit zeugt sein lineares Koordinatensystem städtischer Architekturen. Eine Fläche, die in Nahsicht aus einer Vielzahl dicht gesetzter Linien und Striche besteht, ein leuchtend gelber Papierstreifen, der in Nacharbeit auf das in Mischtechnik ( Kaltnadel auf Fotografie und Öl ) gefertigte Werk gesetzt wird; all das sind „Handgriffe“, deren Leidenschaft der Betrachter sich kaum entziehen kann.“

Mainzer Allgemeine Zeitung vom 21.3.2007 zur Ausstellung in der GALERIE MAINZER KUNST! mit Anne Kuprat)

 

 

„... Die bisweilen düstere Präsenz seiner Radierungen zieht den Betrachter in die pulsierende Energie seines täglichen Umfelds. Die urbane Szenerie verdichtet Stimmungen, hat den Sog von etwas Dunklem und Mächtigem. (...) In dunkles Rot getaucht, in tiefem Blau, schwarz und erdtonig erhebt sich unser Lebensraum übermächtig in seinen Bildwelten...“

(Mainzer Allgemeine Zeitung vom 31.3.2006 zur Ausstellung „Statt Natur“ im SWR Mainz)

 

 

„...Grafische Strenge durch entschieden gesetztes schwarzes Strichwerk legt Alfonso Mannella in seinen großen Grafiken von Berliner Baustellen an den Tag. Spezifische Wirkung

zieht er aus einer Technik, die farbige Kaltnadelradierung mit Monotypie verbindet, so dass jedes Blatt als Original betrachtet werden muss...“

 (Main–Echo, 19.11.03)

 

 

Vita des Künstlers:

 

1965 geboren in Piazza Armerina ( Sizilien )

1985 – 1993 Studium der Bildenden Kunst an der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz

 

Der Künstler lebt und arbeitet in Oppenheim und Ludwighafen am Rhein

 

Ausstellungen (Auswahl)

Kunsthalle Darmstadt,

Gutenberg Museum Mainz,

Pfalzgalerie Kaiserslautern,

KUNSTKÖLN

Schloss Waldthausen Mainz,

Pfälzer Sezession, Zehnthaus Jockrim,

Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin,

Großer Kunstausstellung Düsseldorf,

Kunstverein Trier – Galerie Junge Kunst,

Galerie auf Zeit am Deutschen Theater Berlin,

Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Brüssel,

Galerie Sophien-Edition Berlin,

Galerie Netuschil Darmstadt,

Galerie Arspectus, Neustadt

Südwestrundfunk Mainz,

Galerie Mainzer Kunst! in Mainz,

Abgeordnetenhaus des Landtages Rheinland-Pfalz

 

Mitgliedschaften

seit 2003 Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz,

Mitglied in Pfälzer Sezession

 

Auszeichnungen und Preise

1991 Förderpreis Kunstverein Eisenturm Mainz; 1992 1. Preis für Grafik im Landeswettbewerb Rheinl.-Pfalz, 1992 Förderstipendium der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

1993 Kunstpreis „Mainzer Stadtdrucker“, Arbeitsstipendium an der Europäischen Akademie für Kunst in Trier

2005/2006 Filmportraits des Südwestfunks/Kulturredaktion

 

Arbeiten des Künstlers befinden sich in öffentlichem und privatem Besitz

 

 

 

 

Galerie Mainzer Kunst!


Inh. Rolf K. Weber-Schmidt
Weihergarten 11
55116 Mainz / Rhein | Tel.: 06131.9720840 bzw. mobil 0178.5566707

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 11 Uhr bis 18 Uhr | Samstag: 11 Uhr bis 16 Uhr

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27.08.2012 ART trifft auf DESIGN

GFDK/ Contemporary Artpark - 8 Bilder

Die minimal und gleichzeitig spektakuläre Design – Kunst/Skultpur von Manfred Kielnhofer. Dynamik kontra Statik

 Der Künstler Manfred Kielnhofer bietet mit seiner analytisch, künstlerischen Arbeit
the “Glowing Light Ball Bench” mehr als nur eine möglich Antwort auf diese Thematik. Kielnhofer fordert den Betrachter regelrecht zu einer intellektuellen Auseinandersetzung und gedanklich, philosophischen Stimulanz auf.

Ausgehend von kunst und design- relevantne Aspekten, liegen dieser Arbeit philosophische Denkmuster zugrunde, die sich mit sozialen Auswirkungen durch Anwendung und Wechselwirkung ergänzen. Material und urbane Positionierung sind weitere Variablen, welche dem Kunstwerk diese einzigartige Vielseitigkeit und Anwendbarkeit verleihen.

Ob bewegt, statisch, leuchtend, schwimmend, fahrend, besetzt oder isoliert freistehend – die Aktion selbst definiert die Gratwanderung Design künstlerisch zu nutzen oder Kunst designorientiert zu gebrauchen.

In dem Moment, wo man versucht das Kunstwerk in Gedanken und Worte zu fassen, wird einem bewusst, dass dieses Unterfangen beinahe grenzenlose Variationen, Standpunkte und Ansätze bietet. Kielnhofer löst mittels aus Form und Material resultierender Funktionalität eine Lawine an Lösungen/ Ergebnissen auf unterschiedlichsten Wahrnehmungsebenen aus.



ERGEBNIS – Art und Design in Wechselwirkung

KUNST/DESIGN = Skulptur + Design + Funktion = multifunktionale ART- gerechte Anwendung
FORM = Kreis, Ring, Scheibe, Kugel : Linie, Rechteck, Rahmen,
PHYSIK = statisch : dynamisch
MATERIAL= künstlich : natürlich
SOZIAL = unsozial : sozial : erweiterbar
PSYCHOLOGISCH = Härte : Flexibilität
WAHRNEHMUNG = minimal : visuell, kinetischen Erlebnis
URBAN = Natur : Zivilisation
ANWENDUNG = multifunktionale ART-DESIGN Synergie mit sozialem Wirkungsgrad

Es ist ein wahrer Genuss sich in der Wirkung dieser Arbeit hinzugeben, sich in den Bann ziehen zu lassen. Ein wahres Feuerwerk der Wahrnehmung und Interpretation. (ZITAT: RON MORISSON)

 

Manfred Kielnhofer

Kronbergerstrasse 4

4020 Linz, Austria

+43 680 1231059

kielnhofer.com

 

contemporary@remove-this.artpark.at

 

RGB Light technic by TechnikDesign.com

 

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24.07.2012 Schönheit überdimensional

GFDK/ Birgit Enge - 6 Bilder

1957 in Kinshasa im Kongo geboren, wendet sich Marc Lagrange zuerst dem Ingenieurwesen zu. Erst relativ spät entdeckt er die Fotografie für sich und beginnt in der Mode- und Magazinwelt Fuß zu fassen. Bald wird er in der – stets nach Etiketten suchenden – Branche mit dem großen Helmut Newton und mit Peter Lindbergh verglichen. Kein Wunder, auch Lagrange liebt dramatische Inszenierungen des weiblichen Körpers, vorzugsweise spärlich bis gar nicht bekleidet.

Die Bilder sind oft in Schwarzweiß-Tönen gehalten, zuweilen verlassen sie sich ganz auf die Schönheit der Modelle. Schon im nächsten Moment, sprich beim nächsten Foto, interpretiert Lagrange die Rolle des Fotografen allerdings gänzlich anders und baut ein Setting auf, das an die Welt des Kinos erinnert.

Kein Wunder, dass der in Antwerpen lebende Belgier nicht nur wunderschöne Bildbände veröffentlicht hat, sondern auch zunehmend mit dem Medium Video arbeitet. In Sachen Fotografie bevorzugt Langrange seit den 1990er Jahren Polaroid-Bilder und großformatige Analog-Aufnahmen.

Kenner werden an den Arbeiten von Marc Lagrange auch Reverenzen an seine Geburtsstadt wiederfinden. Nicht nur, dass immer wieder dunkelhäutige Models im Mittelpunkt stehen, auch die Inszenierung erinnert zuweilen an traditionelle starke Frauenrollen in den afrikanischen Gesellschaften. Übrigens: Auch wenn Lagrange oft sehr viel Haut zeigt, geht er dabei stets sensibel vor und überschreitet nie die letzte Grenze der Intimität.

Mittlerweile konstatieren Fotoexperten einen deutlich eigenen Stil, der sich von den erwähnten Altmeistern klar abhebt. Das erklärt wohl auch den immer größeren Erfolg von Ausstellungen, die sich seinen Fotografien widmen. „Die Umgebung und die Schönheit der Frauen motivieren mich jeden Tag“, sagt Marc Lagrange. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass die immer größere Popularität des Belgiers in absehbarer Zeit den Zenit überschreitet. Große Präsentationen in Belgien, den Niederlanden und Frankreich haben zuletzt auch international für Aufsehen gesorgt.

Nicht nur die Bilder von Marc Lagrange werden die Besucher fesseln, auch der Ort des Geschehens spielt eine entscheidende Rolle. Die Halle 8 in der Waagner Biro Straße wird nach dieser Großausstellung unwiderruflich dem Erdboden gleich gemacht. Insgesamt stehen für diese letzte Präsentation sensationelle 3.200 m2 zur Verfügung.

 

Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.lagrange.be

 

Birgit Enge, Atelier Jungwirth, Opernring 12, A-8010 Graz. l. +43/(0)316-815505 /mail@atelierjungwirth.com, www.atelierjungwirth.com

 

Fotos: (c) atelierjungwirth.com/ Marc Lagrange

 

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02.07.2012 zeigt ein genaues Gespür für die Poesie des Alltags

GFDK/ Galerie Hilaneh von Kories - 6 Bilder

Die Berliner Fotografin hält in ihren subjektiven Bilderwelten flüchtige Momente des Großstadtlebens fest. Ob Berlin, Moskau oder Florenz: immer sind es Augenblicke zwischen Bewegung und Stillstand, Nähe und Fremde oder Detail und Übersicht, die in sehr persönlichen Schwarzweißbildern eingefangen wurden. Mit genauem Gespür für die Poesie des Alltags überrascht die Künstlerin den Betrachter stets aufs Neue.

Die Stunden der Dämmerung am Morgen oder am Abend sind bevorzugte Tageszeiten vieler ihrer Aufnahmen. Neben den Fassaden und Gebäuden der Stadträume gilt ein besonderer Blick den Bäumen und Pflanzen, die sich im urbanen Umfeld behaupten müssen. Oft sind es die normalerweise übersehenen urbanen Zwischenräume, die in den Mittelpunkt der Aufnahmen gerückt sind.

Vor allem durch die engen Ausschnitte und vielfache Unschärfen und Überlagerungen verschiedener Bildebenen ergeben sich immer wieder neue Einblicke und Interpretationen des Stadtraumes. In ihren Kompositionen erscheint die Stadt nicht real, sondern vielmehr als Traumgebilde aus Gefühlen und Sehnsüchten.

Die Bildserien tragen Titel wie „Berlin pastell“, „Geflüster“, „Fiktive Heimat“ oder „Wunderland“. Diese Serien dokumentieren nicht, sondern sprechen den Betrachter vor allem auf emotionaler Ebene an. Denn nicht jedes Bild muss erklärt und verstanden werden, sondern die Künstlerin variiert eine irrationale Bildsprache der Fotografie. So führt und verführt sie in zarte, manchmal auch schwermütige Zwischenwelten der Stadt.

Traum und Wirklichkeit gehen in den sensiblen Bilderzählungen eine ganz eigene Verbindung ein. Im fotografischen Material hat die Künstlerin ihre ideale Projektionsfläche gefunden. Die Ausstellung zeigt in 48 Arbeiten die ganz eigene, poetische Wunderwelt von Inessa Dolinskaia:

„...ich ziehe mich an, mache das Fenster auf. Wichtig ist dabei, keinen zu wecken, sonst werden Fragen gestellt, auf die man keine Antwort hat. / Waren Sie schon um 5 Uhr morgens in Berlin spazieren? / Es ist wunderschön. Und da ich nicht laufen mag, fliege ich. / Ich liebe Berlin morgens, wo noch alle schlafen und die wenigen, die von der oder zur Arbeit eilen, schauen nicht nach oben, also bewege ich mich die meiste Zeit in stolzer Einsamkeit, abgesehen von ein paar verschlafenen Vögeln. / Ich sehe Hinterhäuser mit verstaubten Fenstern, die eine andere Wirklichkeit widerspiegeln. Dächer mit unzähligen Antennen, die tagsüber außerirdische Schatten werfen, aber in dieser Morgenstunde wie aus einem Märchenbuch entsprungen wirken. / Ich mag große Kreuzungen mit noch blinzelnden einäugigen Ampeln, wo die einzigen Fußgänger Tauben und Spatzen sind. Die Bäume fühlen sich im Morgengrauen auch noch unbeobachtet und flüstern miteinander. / Ein Spielplatz. Umgewühlter Sandkasten, man kann noch die Stimmung vom vorigen Tage fühlen. / Die aufgemalte Sonne auf dem Asphalt lächelt mich an. Ich setze mich auf eine Bank und mache die Augen zu. Es klingelt.“

Die Fotografin Inessa Dolinskaia wurde 1980 im russischen Saratow geboren. Seit 2006 arbeitet sie freiberuflich als Fotografin; sie ist Absolventin der Neuen Schule für Fotografie Berlin (Abschlussklasse 2009). Erste Ausstellungen hatte sie in den letzten Jahren in Berlin, Köln und München. 2010 wurde sie mit dem Canon Profifoto Förderpreis ausgezeichnet.

Mit dem Anliegen jungen Fotokünstlern ein Forum zu geben, startete Hilaneh von Kories 2010 die Reihe „Next Generation“. Nach der Hamburger Fotografin Béatrice Klein zeigt in diesem Jahr Inessa Dolinskaia die zweite Position der Ausstellungsreihe.

 

08. Juni bis zum 27. Juli 2012
Öffnungszeiten: Dienstags bis Freitags 14–19 Uhr u.n.V.

PS: Die Ausstellung wurde bis 30. August 2012 verlängert

Galerie Hilaneh von Kories
Stresemannstraße 384a (im Hof)
22761 Hamburg
Fon: +49 (40) 423 20 10
mail@remove-this.galeriehilanehvonkories.de
www.galeriehilanehvonkories.de

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12.06.2012 „Blütengrund“

GFDK - Eva Wiest

„Blütengrund“ nennt Rosa Loy die zweite Ausstellung mit neuen Bildern und Zeichnungen in der Augsburger Galerie Noah. Die Künstlerin ist ihrem Prinzip treu geblieben und zeigt in den Gemälden fast nur weibliche Wesen in all ihren traumwandlerischen Facetten. Es fällt allerdings auf, dass sie mehr grafische Elemente verwendet und die Gestalten fragiler wirken.

Neben neuen großformatigen Bildern zeigt die Ausstellung eine Reihe von kleinen, dichten Arbeiten. Die Künstlerin versteht diese als gemalte Tagebuchnotizen und erlaubt damit dem Betrachter Einblick in ihr persönliches Leben.

„Wir stehen hier vor dem Phänomen reinsten Kunstseins, und so wie die Gärtnerin sich als demütige Dienerin in die großen Kreisläufe einfügt, indem sie das Frühjahrsblühen vorbereitet, so sieht sich auch die Malerin in Zusammenhänge eingebettet, die sie nähren und fordern und in welche die Diskursdebatten unserer Tage allenfalls als fernes Hintergrundgeräusch hineinwehen.“

Neo Rauch über Rosa: Rosa Loy: Manna. 2011; S. 235 

Ausstellungsdauer: 16.05.2012 - 30.06.2012
Vernissage: Dienstag, 15.05.2012; 19 Uhr
Begrüßung:
Elisabeth Schulte, Galeristin und Einführung: Rosa Loy im Gespräch mit Elisabeth Schulte.

 

Vita
1958 geboren in Zwickau

1976-1985 Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin / Diplomgartenbauingenieurin
1985-1990 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

1986-1990 Diplom im Fachbereich Buchgestaltung bei Prof. Rolf Felix Müller

1990-1993 Meisterschülerin bei Prof. Rolf Münzner

Seit 1993 freischaffende Malerin

2011 Rosa Loy "Manna" in der Kunsthalle Giessen
2011 Rosa Loy und Neo Rauch: “HINTER DEN GÄRTEN“ im Essl Museum.

Ausstellungen im In- und Ausland
lebt und arbeitet in Leipzig

Beachten Sie auch das  Programm der Kunstschule Go! Kart.

Speziell zur Rosa Loy Ausstellung finden Führungen und museumspädagogische Aktionen für Kinder, Jugendliche und Schulklassen statt. Information und Anmeldung: Kerstin Skringer

Mobil: 0170/5134931 Email: kerstinskringer@googlemail.com

 


 

Eva-Maria Wiest M.A.

Öffentlichkeitsarbeit

 

GALERIE NOAH GmbH

Beim Glaspalast 1

86153 Augsburg

 

Tel.: 0821 / 81 511 63

Fax: 0821 / 81 511 64

 

www.galerienoah.com

geöffnet: Di - Do 11 – 15 Uhr

Fr, Sa, So und Feiertags 11 - 18 Uhr gerne auch nach Vereinbarung

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27.05.2012 Seit fast 40 Jahren schafft Antony Gormley Skulpturen

GFDK/ Deichtorhallen - 6 Bilder

Der britische Künstler Antony Gormley entwickelt eigens für die große Deichtorhalle zur Documenta-Zeit eine neue, spektakuläre Installation, das »Horizon Field Hamburg«.
Der Besucher betritt die Nordhalle der Deichtorhallen und sieht sich mit einem 2.500 qm großen und bis zu 19 m hohen, fast leeren Raum konfrontiert. »Ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeit ist die Erfahrung des Raumes, der absolut klar sein muss; ein leeres, sauberes Gebäude, wie eine Art Sporthalle für Geist und Körper«, so Antony Gormley.


In diesem offenen Raum lädt eine weite, schwarze, spiegelnde, schwebende Ebene siebeneinhalb Meter vomErdboden entfernt zu neuen Erfahrungen ein. Die hängende, leicht schwingende Fläche nutzt die strukturellen
Möglichkeiten und den architektonischen Kontext des über 100 Jahre alten Gebäudes der Deichtorhallen, um die Besucher in Zeit und Raum im gegenseitigen Miteinander neu zu orientieren.
Der darunterliegende Raum befindet sich im Schatten, spärlich beleuchtet durch das Licht, das seitlich von den Deckenfenstern hineinfällt. Hier können sich die Besucher aufhalten und den Schritten und Stimmen der unsichtbaren Personen über ihnen lauschen. Jede Tages- und Nachtzeit, jedes Geräusch und jede
Lichtveränderung wird zu einem Teil des Kunstwerks.


»Das bringt den Besucher in eine paradoxe Entscheidungssituation, auf welche Weise er hier partizipieren möchte«, so Antony Gormley. »Er kann in einer Unterwelt stehen bleiben oder in den Himmel ›emporsteigen‹.
Beide Szenarien versetzen das menschliche Subjekt in eine dynamische Gefahrensituation.«

»Horizon Field Hamburg« wird die Wahrnehmung des Gehens, Fühlens, Hörens und Sehens umorientieren und neu verbinden. Diese persönliche bzw. kollektive Erfahrung wird durch Vibration, Sound und Widerspiegelung vermittelt werden. Das Projekt kann insgesamt als ein waagerecht im Raum aufgespanntes Gemälde aufgefasst werden, auf dem die Besucher zu Figuren auf einem freischwebenden und nicht definierten Grund werden.


Das von den Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Galerie Thaddaeus Ropac getragene Projekt konnte nur durch die großzügige Förderung der NORDMETALL-Stiftung und der Kulturstiftung des Bundes realisiert
werden.

VORLÄUFER
»Horizon Field Hamburg« ist die neueste Arbeit aus einer Serie von Projekten, die mit der Partizipation der Besucher operieren.
»One & Other« von 2009 lud 2.400 Menschen ein, einen leeren Sockel auf Londons Trafalgar Square 100 Tage lang, 24 Stunden am Tag, für je eine Stunde zu besetzen. Die Besucher nahmen die Haltung einer Statue ein und verwandelten sich so in Darstellungen ihrer selbst.


In der Arbeit »Blind Light« in der Hayward Gallery in London tauchten
die Besucher in eine kalte, helle und dichte Wolke ein, die alle sichtbaren Gegenstände in sich verschwinden ließ und den Boden endlos erweiterte. Das Bewusstsein des Besuchers wurde so selbst zum Thema.
Der unmittelbare Vorgänger des Hamburger Projektes war das »Horizon Field Vorarlberg« Die 100 lebensgroßen, eisernen Körper vom »Horizon Field Vorarlberg« bezogen die Betrachter in einer Art Wahrnehmungsfeld mit ein.
Das »Horizon Field Hamburg« konfrontiert den Betrachter nicht mit der natürlichen Außenwelt, sondern mit dem Gebauten – es ergeben sich neue Perspektiven auf das Innere des Gebäudes und nach außen auf die Stadt.

TECHNISCHE UMSETZUNG
Gormleys »Horizon Field Hamburg« ist auch technisch eine Herausforderung. Die Ingenieure der international agierende Firma »schlaich bergemann und partner«, spezialisiert u.a. auf den Stahlbau bei Stadien und Brücken,
übernehmen die statisch-konstruktive Konzeption, die Technische Universität Hamburg-Harburg unter Leitung von Prof. Dr. Viktor Sigrist unterstützt die statischen Berechnungen.
»Horizon Field Hamburg« wird ermöglicht durch die NORDMETALL-Stiftung, die das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch ideell begleitet. »Aus dem Zusammenwirken von Mensch und Technik entstehen immer wieder
Wunderwerke - sowohl in der Kunst als auch in der Industrie«, so Dr. Thomas Klischan, Vorstand der NORDMETALL-Stiftung, hinter der 250 Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie stehen.
»Die Stahlkonstruktion ›Horizon Field wäre ohne die Idee des Künstlers, aber auch ohne die brillante Ingenieurskunst nicht denkbar. Dadurch entsteht eine ungeahnte Wertschätzung zwischen Kunst und Technik«, so Klischan.

 

BIOGRAFIE ANTONY GORMLEY

Seit fast 40 Jahren schafft Antony Gormley Skulpturen, in denen er sich mit dem
Verhältnis des menschlichen Körpers zum Raum auseinandersetzt: Explizit äußert sich dies in großformatigen Installationen wie »Another Place«, »Domain Field« und »Inside Australia« und indirekt in Arbeiten wie »Clearing«, »Breathing Room« und »Blind Light«, in denen die Arbeit einen Rahmen schafft, durch den der Betrachter zum Betrachteten wird. Unter Verwendung seines eigenen Körpers als Werkzeug und Material wandelt Gormleys Werk einen Ort subjektiver Erfahrung zu einem Ort kollektiver Projektion um. In zunehmenden Maße schafft der Künstler Arbeiten jenseits der Galerie und bezieht die Öffentlichkeit durch aktive Partizipation mit ein, wie in »Clay and the Collective Body« (Helsinki) und der gefeierten Arbeit »One & Other« auf dem Londoner Trafalger Square.


Gormleys künstlerisches Werk wurde umfassend in Einzelausstellungen in Großbritannien gezeigt: In der Whitechapel Gallery, der Serpentine Gallery, der Tate und der Hayward Gallery, im British Museum sowie im White Cube. Darüber hinaus wurden seine Arbeiten in Einzelschauen in internationalen Museen präsentiert, darunter das Louisiana Museum of Modern Art (Dänemark), die Malmö Konsthall (Schweden), die Kunsthalle zu Kiel, das National Museum of Modern Chinese History (Peking), das Antiguo Colegio de San Ildefonso (Mexico
City), das Kunsthaus Bregenz (Österreich) und die Eremitage (St. Petersburg). Außerdem wirkte Gormley in Gruppenausstellungen im Museum of Modern Art in New York, im Los Angeles County Museum of Art, bei der Biennale in Venedig und der Documenta 8 in Kassel mit. Bedeutende öffentliche Arbeiten umfassen »Angel of the North« (Gateshead, England), »Another Place« (Crosby Beach, England) und »Exposure« (Lelystad, Niederlande).
Gormley erhielt 1994 den Turner Preis, 1999 den South Bank Preis für visuelle Künste und 2007 den Bernhard-Heiliger-Preis für Skulptur. Er wurde 1997 mit dem Order des British Empire (OBE) ausgezeichnet und ist Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects, des Trinity College, Cambridge, sowie des Jesus College, Cambridge. Seit 2003 ist er Mitglied der Royal Academy of Arts und seit 2007 Trustee des British Museum.
Antony Gormley wurde 1950 in London geboren.

 

Die Ausstellung HORIZON FIELD HAMBURG läuft noch bis bis  9. SEPTEMBER 2012

Pressekontakt Deichtorhallen:

 

Leitung Kommunikation 
Angelika Leu-Barthel
Tel. +49 (0)40 32103-250
leu-barthel(at)deichtorhallen.de

Volontär
Matthias Schönebäumer
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schoenebaeumer(at)deichtorhallen.de

 

Bildlegende:

1-6) Antony Gormley auf dem HORIZON FIELD HAMBURG, 2012 Antony Gormley HORIZON FIELD HAMBURG, 2012 Steel 355, steel spiral strand cables, stainless steel mesh (safety net), wood floor, screws & PU resin for top surface coating. 206 x 2490 x 4890cm, 60000 Kg Installation view Deichtorhallen Hamburg Photograph by Henning Rogge, © Henning Rogge / Deichtorhallen

 

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