Unsere Videogalerie über Musikstars und Newcomer

18.05.2014 Debütalbum "Oh, What A Day" erscheint am 23. Mai 2014

GFDK - Universal Music

In den USA wurden bereits über 1,5 Mio Single-Downloads verkauft und Platin-Status erreicht.

Auch in Kanada ist Single-Gold bereits im Kasten. Bei uns sind die American Authors kurz davor die Top10 der Airplaycharts zu knacken. Am Freitag erscheint die 2-Track-Singleversion von "Best Day Of My Life".

Die vier Mitglieder von American AuthorsZac Barnett (Gesang), James Adam Shelley (Gitarre/Banjo), Dave Rublin (Bass) und Matt Sanchez (Schlagzeug) – stammen ursprünglich aus ganz verschiedenen Ecken der USA; sie lernten sich 2006 am Berklee College of Music in Boston kennen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

American Authors bringen in ihrem Sound ganz unterschiedliche Einflüsse unter einen Hut – Pop- und Rock-Wurzeln treffen auf vierstimmige Vocals, intelligente Texte und jede Menge Optimismus: „Wir sind schließlich die Autoren unserer Leben“, so Barnett, „und die Musik, die wir machen, basiert auf dem, was wir erlebt haben, was wir uns von diesem Leben erhoffen, was wir fühlen“.

American Authors werden am 23.05. ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum Oh, What A Life bei Island Records veröffentlichen. Bis dahin gibt es mit "Best Day Of My Life" eine perfekte Frühlingshymne zum Einstimmen.

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17.05.2014 Balance zwischen Tradition und Moderne

GFDK - JazzEcho

Wenn man Bo Saris nach seinen drei Lieblingsaufnahmen fragt, zögert er mit der Antwort keine Sekunde: Wie aus der Pistole geschossen nennt er Marvin Gayes "Inner City Blues", Michael Jacksons "Don't Stop 'Til You Get Enough" und Bill Withers' "Use Me".

Der gemeinsame Nenner dieser drei Songs: Sie stammen aus den 1970er Jahren, einer Epoche, als Soul, Funk und Rhythm'n'Blues noch aufregend frisch und engagiert klangen. Und nicht so beliebig und harmlos wie viele der verwässerten Genreableger, die heute unter dem unsäglichen Dachbegriff "Adult Contemporary" firmieren. Auf seinem ersten internationalen Album "Gold" entführt uns der niederländische Sänger nun in dieses goldene Zeitalter zurück.

Allerdings nicht, indem er die Klassiker seiner Vorbilder interpretiert, sondern mit eigenen Songs, die in ihrer Zeitlosigkeit und Qualität den Originalen nicht nachstehen. Angefangen hatte für Bo Saris alles mit der umfangreichen Soul- und Funk-Plattensammlung seiner Mutter. Nicht weniger inspirierend war die Karriere seines Vaters, der als Jazzsänger und Multiinstrumentalist die Bühne mit Weltstars wie Toots Thielemans, Eddie Daniels, Clark Terry, Norma Winston, Diane Schuur und John Clayton teilte.

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Bo selbst debütierte mit 16 Jahren, zu einer Zeit, als er sich auch intensiv mit HipHop und der Musik von Prince auseinanderzusetzen begann. Moderne Einflüsse, die man auch noch heute bei ihm spürt, wenn er klassischer Soulmusik einen zeitgenössischen Kick gibt. Auf dem Album "Gold", das von Dre Harris (Michael Jackson, Mary J Blige, Usher, Chris Brown, Jill Scott, Robin Thicke) in Los Angeles produziert wurde, findet Saris eine wunderbare Balance zwischen Tradition und Moderne.

"Ich versuche, den Sound von klassischem Soul mit etwas Modernerem zu kombinieren, in dem ich Details und Elemente von verschiedenen Stilen und Perioden der Soulmusik miteinander verknüpfe," erklärt er. Dass ihm das gelungen ist, machen Pressestimmen aus dem Soul-verrückten Großbritannien deutlich, wo ihn der Guardian bereits als die "neue Soul-Sensation" feierte und der Daily Star seine Songs "teuflisch ohrwurmig" nannte. Und das sind Stücke wie "The Addict" oder "She’s On Fire" zweifellos.

 

Quelle: JazzEcho

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13.05.2014 Im Herbst auf Tour

GFDK - Universal Music

Was für ein Auftakt für ein zweites Album! Andreas Bourani steigt mit der ersten Single „Auf uns“ aus dem neuen Album „HEY“, das letzten Freitag veröffentlicht wurde, in der letzten Woche von null auf eins in die deutschen Singlecharts ein. Damit ist „Auf uns“ seit Juli 2013 der erste deutschsprachige Song, der die Spitzenposition der Singlecharts belegen kann.

„Wir haben eine neue Hymne“ - so der Tenor vieler Sportvereine, Abi-Jahrgänge, Hochzeitspaare und Freunde, die sich selbst, das Leben und die Gemeinschaft feiern und „Auf uns“ zu ihrem Song erkoren haben. Die Menschen und das Land sind offensichtlich in Feierstimmung und katapultieren die erste Single aus einem großartigen zweiten Album an die Spitze der Charts.

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Andreas Bourani hat für seine neue Platte „HEY“ große Pop-Songs geschrieben. Der Erfolg von „Auf uns“ veranschaulicht die große Begeisterung für die neuen Stücke, die er in Auszügen bereits auf seiner Homepage vorstellt.

Konzerte in Deutschland

Schon sein Debut-AlbumStaub und Fantasie“ brachte es 2011 zu weitaus mehr als einem Achtungserfolg. Die erste Single „Nur in meinem Kopf“ wurde zum Hit, einer der meist gespielten Songs des Jahres im Radio und für mehr als 150.000 verkaufte Exemplare mit Gold ausgezeichnet.

Seine außergewöhnliche Stimme und seine warme Stimmfarbe hat Andreas Bourani – zum Glück – behalten. Sie ist sogar noch besser geworden und gehört wohl zur einer der besten Stimmen, die dieses Land aktuell feiern kann. 

 

Live im Herbst auch auf Tour zu folgenden Terminen:
 
HEY – Live 2014

 

 

22.09.2014 – Leipzig, Werk 2
23.09.2014 – Augsburg, Kantine
24.09.2014 – Stuttgart, Cann
26.09.2014 – Hamburg, Grünspan
27.09.2014 – Bochum, Zeche
29.09.2014 – Köln, Stadtgarten
30.09.2014 – Frankfurt, Batschkapp
01.10.2014 – Berlin, Lido

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11.05.2014 Big Band Klänge, Clubbeats, Popsounds

GFDK - Universal Music

Einen alten Fuchs des Musikbusiness wie Quincy Jones zu verblüffen, dürfte nicht leicht sein. Nikki Yanofsky hat es offenbar geschafft.

Als Quincy letztes Jahr beim Montreux Jazz Festival den Auftritt der jungen Kanadierin ankündigte, sagte er: "Ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat. Aber sie nahm ein Stück, das ich 1962 geschrieben hatte, und ein anderes von Herbie [Hancock], stellte beide auf den Kopf und machte daraus, wie ich meine, einen Hit." Das Stück, auf das sich Quincy bezog, ist die Titelnummer von Nikki Yanofskys neuem Album "Something New", das der Maestro natürlich selber mitproduzierte. Und es ist symptomatisch für ihren vielversprechenden Ansatz, Jazz und Pop auf originelle Weise unter einen Hut zu bringen.

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Für das erwähnte "Something New" etwa borgte sich Nikki frech ein paar Hooks von Quincy Jones' "Soul Bossa Nova"” und Herbie Hancocks "Watermelon Man”, um diese dann in einen herrlich schrägen, sehr zeitgenössisch-poppigen und eigenen Kontext zu setzen. Einen ähnlichen Trick wendete sie beim Titelstück des Albums an, für das sie den mitreißenden Rhythmus von Benny Goodmans "Sing Sing Sing" etwas modernisierte und zur Grundlage für eine verschmitzte eigene Nummer machte. Ebenso begeisternd sind aber auch ihre Interpretationen des einzigen Jazzstandards dieses Albums, Harry Warren und Johnny Mercers "Jeepers Creepers", und des Doors-Klassikers "People Are Strange", den sie in eine mysteriöse orchestrale Ballade verwandelte.

Virtuos kombiniert sie auf "Something New" Popsongstrukturen mit ausgeklügelten Harmonien, clubtaugliche Beats mit fetzigen Bigbandbläsern und ohrwurmige Melodien mit ausgelassenen Scat-Soli. Und verschafft so den Hörern aus dem Pop- als auch Jazzlager ein Aha-Erlebnis: Die einen erkennen, dass Jazzmusik nicht kompliziert sein muss, sondern auch einfach Spaß machen kann, die anderen, dass Popmusik nicht immer nach 08/15-Mustern gestrickt sein muss. "Ich möchte meiner Generation den Jazz nahebringen", sagte die 20-Jährige kürzlich in einem Interview. "Aber nicht in einer moralisierenden Weise." Mit den frischen Sounds von "Something New" sollte ihr das problemlos glücken.

 

Quelle: JazzEcho

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10.05.2014 Erste Single "Fever"

GFDK - Warner Music

The Black Keys neues Album"Turn Blue" erschien am 09.05.! Das Album wurde erneut produziert von Danger Mouse, Dan Auerbach und Patrick Carney und enthält 11 neue Tracks, darunter auch die erste Single "Fever", die ihr unten anhören könnt.
 
Die Single "Fever" ist ab sofort digital erhältlich. Das Album ist als LP, CD sowie digital über die Website von The Black Keys erhältlich, auch im Bundle mit T-Shirt.

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"Turn Blue" wurde im Sommer 2013 aufgenommen in den Sunset Sound Studios in Hollywood, weitere Aufnahmen erfolgten im Key Club in Benton Harbor, Michigan und Anfang 2014 in Dan Auerbachs Easy Eye Sound in Nashville. Zur Bedeutung des Albumtitels sagt die Band, er könne Bezug nehmen auf:
 
A: Erstickung
 
B: Traurigkeit
 
C: Taubheit von extremer Kälte
 
D: Einen Moderator aus dem Late-Night-Fernsehen im Cleveland der 1960er Jahre mit Namen Ghoulardi
 
E: Alles oben Genannte
 
Ergänzend kommentiert Patrick Carney: "Wir sind immer darum bemüht, uns herauszufordern, wenn wir ein Album machen. Uns nicht zu wiederholen, zugleich aber auch uns treu zu bleiben. Auf diesem Album haben wir die Songs atmen lassen und unterschiedliche Stimmungen, Strukturen und Sounds erkundet. Wir sind gespannt darauf, der Welt 'Turn Blue' vorzustellen."
 
"Turn Blue" ist das achte Studioalbum des Duos und der Nachfolger zu "El Camino", das 2011 erschien, vielfach Platin- und Gold-dekoriert ist und den Black Keys drei Trophäen bei den Grammy Awards 2013 einbrachte ("Best Rock Performance", "Best Rock Song" und "Best Rock Album"). 

Hier ist das Tracklisting für "Turn Blue" von The Black Keys: 

 
Turn Blue
 
1. Weight of Love
 
2. In Time
 
3.  Turn Blue
 
4.  Fever
 
5.  Year in Review
 
6.  Bullet in the Brain
 
7.  It’s Up to You Now
 
8. Waiting on Words
 
9. 10 Lovers
 
10. In Our Prime
11.  Gotta Get Away

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07.05.2014 Debuetalbum SYNESTHESIA

GFDK - Sony Music

Der Kreuzberger Frans Zimmer hat geschafft wovon andere nur träumen können. Über die letzten acht Jahre ist er unter dem Künstlernamen ALLE FARBEN zu einer Größe der heimischen und internationalen Musikszene herangewachsen. Seine Sets kennt man aus den Clubs und von Soundcloud.

Sie bringen sogar tanzscheue Menschen dazu mindestens mit dem Fuß zu wippen. Man kann einfach nicht anders. Für seinen einzigartigen Sound vereint er Musikrichtungen und Komponenten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Er überschreitet Grenzen, adaptiert bekannte Klassiker und formiert sie zu elektronischer Tanzmusik.

Spätestens seit dem Auftritt am 1. Mai 2013 auf dem Tempelhofer Feld müssen auch seine Kritiker zugeben, dass die Anziehungskraft seiner Musik schlichtweg bemerkenswert ist. Als Frans das gigantische Flugfeld bespielte, standen 35.000 Zuhörer vor ihm und tanzten zu seinen fröhlichen Klängen in den sonnigen Nachmittag. Frans gilt inzwischen auch in den Niederlanden, Kanada oder Israel als gefeierter DJ und ist jedes Wochenende an einem anderen Ort zu finden. Aber Berlin und vor allem Kreuzberg wird immer Frans' Heimat bleiben. 

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Es war eine lange Reise zu dem aktuellen Meilenstein seiner Karriere: Sein Debutalbum SYNESTHESIA, auf dem, wie man es von Frans erwartet, elektronische Musik auf durchdachte Live-Aufnahmen trifft. Knapp ein Jahr lang tüftelte Frans an der richtigen Mischung, um seinen Livesets auch auf dem Album gerecht zu werden. Es war ein langer Weg und eine Herausforderung, denn Synthesia ist nicht einfach an einem Rechner entstanden, sondern ganz klassisch mit Musikern im Studio.

Für die Weiterentwicklung seiner Musik hat Alle Farben gezielt auch musikalische Einflüsse von Außen berücksichtigt. So holte er sich Hilfe von den internationalen Sängern Graham Candy, Sway Clarke II und Jenny Rossander aka Lydmor, die er im Sommer 2013 in Utrecht kennenlernte und schnell für die Mitarbeit an seinem Album gewinnen konnte. Die beiden trafen sich durch Pitto, dessen Studio Stekker-Woche die Zusammenarbeit erst ermöglicht hatte. Kreativ gesehen war dieser Sommer eine sehr intensive Zeit für Frans, schon damals zeichneten sich die Grundsäulen von Synesthesia ab, er wusste schnell wie das Endergebnis aussehen würde.

Für Alle Farben ist das Album ein großer Schritt, aber Frans lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er erwartet zwar mit Spannung die Entwicklungen und den Effekt, denn Synthesia auf seine weitere Karriere haben wird, im Grunde blickt er aber eher sorglos in die Zukunft. Denn dass Frans eine Daseinsberechtigung in der Clubszene hat, muss er längst nicht mehr beweisen. Mit dem Album zeigt er seinen Zuhörern nur ein weiteres Stück seiner musikalisch bunten Welt und lädt sie ein mit ihm zu tanzen.

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05.05.2014 Selbstgeschriebene Single "Youth"

GFDK - Sony Music

Musik funktioniert immer dann am besten, wenn ihr ein pochendes - oder in manchen Fällen, ein blutendes - Herz inne wohnt. Die Kraft, die die Widersprüchlichkeit mitreißender Popmelodien und tief empfundener Melancholie entfachen kann, ist Foxes alias Louisa Rose Allen nur allzu gut bekannt.

„Ich schreibe immer traurige Songs, aber ich mag es eigentlich eher tragikomisch“, erklärt sie. „Lieder, bei denen man am Anfang das Gefühl hat, dass alles Mist ist und am Ende stellt sich dann heraus, dass es ganz großartig ausgeht. Ich bin ein großer Fan von solchen Sachen und ich denke, dass auch mein Leben ein wenig so verläuft.“ Auf ihrer Debütsingle „Youth“ gibt es davon jede Menge: es ist ein flehender Appell, Chancen nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Oder bei „Clarity“, der Zusammenarbeit mit dem deutschen Produzenten-Shootingstar Zedd (u.a. Lady Gaga, The Black Eyed Peas, Skrillex), der den beiden einen blitzsauberen Top Ten Hit in den US-Charts bescherte. In Großbritannien kam die Single auf Position 29.

Der Song „Youth“ nimmt in der bisherigen Foxes-Geschichte, die von Open-Mic-Abenden über gefeierte Auftritte beim SXSW-Festival bis hin zu Erwähnung durch Global-Superstar Katy Perry („völlig surreal, total verrückt“, erinnert sich Foxes) reicht, einen ganz besonderen Platz ein. Ursprünglich war der Song zusammen mit dem Stück „Home“ auf einer 7 Inch Vinyl enthalten, die das angesagte Connaisseur-Poplabel Neon Gold veröffentlichte. Der Release bescherte Foxes nicht nur die bereits erwähnte Aufmerksamkeit von Ms. Perry, auch Lady Gaga-Kollaborationspartner Zedd, der britische Produktions-Gurus Rudimental (Foxes ist auf seiner Single „Right Here“ zu hören) und Fall Out Boy-Bassist Pete Wentz fiel der Song auf.

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Letzterer unterbrach sogar seine Geburtstagsparty, um sich bei einem Freund nach dem Lied zu erkunden. Sofort kontaktierte er die junge Britin und bestand darauf, dass sie beim Song „Just One Yesterday“ mitsang, der sich auf dem letztjährigen US-Nummer-Eins-Album der Band „Save Rock and Roll“ findet. „Aufgrund von ‚Youth‘ ist einiges passiert“, resümiert sie mit einem Anflug von Understatement. „Nach den ganzen Featuring-Sachen machte es aber Sinn, mit ‚Youth‘ zu starten. Damit hat alles angefangen und der Song dreht sich um die Dinge, die mir am wichtigsten sind.“

Und auch wenn „Clarity“ sie jenseits des Atlantiks zum Star machte („Ich werde in den USA wiedererkannt, oft kommen Leute auf mich zu und sagen: ‚Oh mein Gott - bist du Foxes?!‘“), ist „Youth“ Beleg dafür, dass sie über die Songs verfügt, um es auch auf eigene Faust zu schaffen. Und siehe da: in Großbritannien bescherte ihr „Youth“ mit Platz zwölf um ein Haar den ersten Top Ten Hit. „Der Erfolg von ‚Clarity‘ in Amerika ist natürlich eine tolle Leistung, aber es geht mir in erster Linie um meine eigenen Sachen. Ich habe noch einen sehr weiten Weg vor mir“, erklärt sie mit entschlossenem Blick. „Ich freue mich darauf, mein neues Material zu veröffentlichen. Ich kann es nicht erwarten, dass das Album endlich erscheint.“

Bereits in ihrer Kindheit, die sie im südenglischen Southampton mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester verbrachte, wusste Louisa, dass sie irgendwann auf einer Bühne stehen wollte. Eigentlich war das der ganzen Familie klar, denn sie tat so gut wie nichts anderes als „aufzutreten“. „Ich war immer das Kind, das an Weihnachten auf dem Tisch stand und sang. Meiner ganzen Familie ging das ziemlich auf den Wecker. Ich sang ‚The Little Mermaid‘ und Celine Dion und alle lachten über mich“, erinnert sie sich. Diese von Musik bestimmte Kindheit brachte sie irgendwann dazu, sich eigene Songs auszudenken – und das möglicherweise sogar nachhaltiger als ihr bewusst ist. „Ich habe neulich einige alte Babyvideos gesehen und es war ziemlich seltsam, wie ich da auf dem Boden herumtolle und im Hintergrund läuft diese eigentümliche Musik, die gar nicht so unähnlich klingt wie das, was ich heute mache“, erklärt sie ein wenig schockiert. Die „eigentümliche Musik“ waren die Songs, die ihrer Mutter damals gefielen: Lieder von Björk, Kate Bush und Beth Gibbons von Portishead.

Offensichtlich speicherte die kleine Louisa Rose all diese Einflüsse (zur späteren Verwendung) in ihrem musikalischen Gedächtnis ab - zunächst gab es allerdings einige Durststrecken zu überstehen. „Als ich auf eine weiterführende Schule ging, gab es eigentlich keine Musik in meinem Leben, denn in dieser Zeit ist man sehr gefordert. Das war eine Phase, in der ich mir selbst nicht erlaubte, Musik zu machen“, sagt sie. Doch der Wunsch, mit Musik zu arbeiten, brannte nach wie vor in ihr. Nachdem sie kurz mit dem Gedanken gespielt hatte, eine Karriere in der Beauty-Branche in Erwägung zu ziehen („Das machten alle und ich dachte mir: ‚ok, dann werde ich halt Kosmetikerin‘, man weiß ja, wie so was läuft. Aber Gott sei dank habe es nicht getan. Ich würde heute vermutlich irgendwelchen Frauen in Eastleigh den ganzen Tag Selbstbräuner aufsprühen.”), beschloss sie, sich in einen Musikkurs in London einzuschreiben. „Meine Schwester überredete mich, nach London zu kommen und auf ihrer Couch zu schlafen, damit ich diese Schule besuchen konnte“, erklärt sie. „Ich lebte aus Koffern und ging ihr ein Jahr lang auf die Nerven, ich besuchte die Musikschule und arbeitete in vielen Bars, dann machte ich noch ein Jahr Sofa-Hopping.“   

Der Kurs an sich bot ihr zwar kaum Möglichkeiten, kreativ zu sein, ließ aber in ihr den Wunsch reifen, nach neuen Gelegenheiten zu suchen, aufzutreten und ihre Songwriting-Skills zu schulen. „Ich bin bei vielen ‚Open Mic‘-Abenden aufgetreten, oft bestand das Publikum nur aus zwei Leuten, die so aussahen, als wenn sie gleich anfangen zu heulen“, lacht sie.

Und während sie gerade dabei war, ihr Selbstbewusstsein durch Live-Auftritte zu stählen, traf sie zufällig auf den Produzenten Ghostwriter, dem es gelang, etwas aus ihr heraus zu kitzeln, das sie noch keinen anderen Produzenten mitteilen konnte. „Ich sagte ihm, welche Sounds ich wollte und es machte einfach extrem viel Spaß. Wir trommelten z.B. mit Löffeln, um Sounds zu erzeugen. Er kam wirklich nicht wie ein Produzent rüber, der versucht, einen Hit zu machen.“ Zu diesem Zeitpunkt trat sie bereits unter dem Pseudonym Foxes auf, eine Name, der auf einen ihrer ganz frühen Songs zurückgeht und auch in einem verrückten Traum ihrer Mutter eine Rolle spielt, in dem Füchse die schönste Musik der Welt aufführen.

Einer der ersten Songs, an denen sie zusammen mit Ghostwriter arbeitete, war „Youth“, der zusammen mit dem filigranen „Home“ auf Soundcloud platziert wurde, um das allgemeine Feedback auszutesten. Und siehe da: nur wenige Tage später meldete sich das Label Neon Gold mit dem Wunsch, die beiden Songs als 7-inch Single zu veröffentlichen. „Ich war total aus dem Häuschen. Das nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass wir Meetings mit ihnen hatten und sie die Songs veröffentlichten. Man hatte das Gefühl, dass es genau das Richtige war“, sagt sie lächelnd.

Neben „Youth“ und Home“ enthält das Foxes-Debütalbum, das den Titel „Glorious“ tragen wird, das raffinierte, schimmernden „Let Go For Tonight“, das in Zusammenarbeit mit Jessie Ware-Partner Kid Harpoon entstand. Ebenfalls auf dem Album enthalten sein wird das leicht TripHop-angehauchte „Echo“, das eine subtile Richtungsänderung in ihrem Songwriting andeutet. „Ich schreibe normalerweise keine Beziehungs-Songs, aber dieses Lied entstand nach einem Streit mit meinem Freund“, erklärt sie. „Es ist seltsam, denn es ist vermutlich der einzige Song, der auf dem Gefühl basiert, dass jemand den Glauben an eine Beziehung verloren hat. Der Text handelt von Menschen, die sich vornehmen, zu versuchen, eine Beziehung zu retten, bis nichts mehr davon übrig ist und immer noch daran festhalten, solange das Echo der Beziehung noch irgendwie wahrnehmbar ist. Es handelt von dem Gefühl, dass deine Beziehung zerfällt und der Partner bittet, doch noch einfach ein bisschen mehr daran zu glauben.“  

Für Foxes ist Musik nicht nur ein Hobby oder eine Phase, die irgendwann vorüber sein wird. Es ist etwas, dass sie schon ihr ganzes Leben machen wollte - ohne dass ihr das  immer bewusst war. Was sie auszeichnet, ist nicht der unermüdliche Versuch, die Welt auf sich aufmerksam zu machen - schließlich macht sie das bereits seit Tante Joans Weihnachtsparty. Im Gegenteil: ganz still und leise gelingt es ihr, dass man sich in ihre Songs verliebt. „Ich renne dem Ruhm nicht hinterher. Ich brauche diesen Teil überhaupt nicht, ich will einfach nur Musik machen“, erklärt sie nachdrücklich. „Und ich möchte diese Art von Musik für den Rest meines Lebens machen“.

Der Verlust der Kosmetik-Branche von Eastleigh ist ohne Zweifel ein Riesengewinn für die Popmusik. 

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01.05.2014 stark, emotional, ansteckend

GFDK - Peter Goebel

Überall auf der Welt gibt es Sängerinnen, die hörenswert sind, die einen tollen Song und einen einprägsamen Sound haben. Es gibt allerdings nur sehr wenig Künstlerinnen, die über einen absolut einzigartigen Ton verfügen, einen, den man sofort und ohne Zweifel erkennt. Diese fesselnde, Gänsehaut verursachende, beseelte, große Stimme, die einen echten Superstar-Status ausmacht. Anastacia ist genau das. Ein Superstar.

‚Wiederauferstehung’. Ein starkes, interessantes Wort. Es ist die Übersetzung ihres Namens aus dem Griechischen. Es beschreibt den Zustand, neu geboren zu werden. Die englische Übersetzung, „Resurrection“, ist passenderweise auch der Name ihres neuen Albums. Anastacia war auf einer langen Reise – sowohl was ihr Leben angeht, als auch ihre musikalische Karriere. Manchmal muss man vom Weg abkommen, um sich selbst wiederzufinden, Herausforderungen standhalten und experimentieren, aber wenn man fokussiert bleibt, findet man auch wieder zurück. Man kann Dinge wiederauferstehen lassen, die verloren gegangen waren. Wenn jemand weiß, wie man seine innere Stärke findet, sich konzentriert und nicht aufgibt, dann ist das Anastacia.

Dieses Album ist einfach atemberaubend. Eine melodische, von Herzen kommende und erhebende Reise. Es ist das Statement einer Kriegerin, einer Kämpferin, die ihre ermutigende Botschaft an die Welt schickt. Gebt nicht auf, bleibt optimistisch, findet eure innere Stärke. Angefangen von den mitreißenden, ansteckenden, lebensbejahenden Popsongs, die einen dazu bringen, einfach aufstehen und tanzen zu wollen (und bei denen man einfach mitsingen muss, egal wie sehr man vielleicht versucht, es nicht zu tun), bis hin zu den Tracks, die buchstäblich nach dem Herzen greifen und einen Kloß im Hals verursachen, während man noch versucht, die Tränen zurückzuhalten, die irgendwann sowieso das Gesicht hinunterlaufen werden.

 „Stupid Little Things“. Macht Laune, ist eingängig und schnell. Die erste Single. Das beste Beispiel für die ‚wiederauferstandene’ Anastacia, dem Superstar, den wir vor zehn Jahren alle geliebt und an den wir uns immer erinnert haben. Es mag Zufall sein, dass Sam Watters und Louis Biancaniello (die Komponisten von „l’m Outta Love“ und „Left Outside Alone“) genau diesen Track geschrieben haben oder es ist einfach eine Magie, die entsteht, wenn die beiden mit Anastacia arbeiten. So oder so – es funktioniert. Dieser Song bringt einen zum Lächeln, macht, dass man seinen Kopf von links nach rechts werfen möchte – und müsste eigentlich mit einem Warnhinweis versehen sein, dass man, wenn man den Refrain einmal gehört hat, den Rest des Tages nicht mehr aufhören können wird, ihn zu singen. Garantiert. Von diesem augenzwinkernden, poppigen Kopfnicker bis zum ebenso eingängigen, markanten und kraftvollen „Staring at the Sun“ sind wir der positiven Lebenslust Anastacias ausgeliefert. Sei dankbar für das, was du hast, schätze deine Segnungen und verliere dich nicht in Kleinlichkeit, die dich runterziehen kann. Schau darüber hinaus auf den großen Zusammenhang, das Licht.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Für diejenigen, die nicht wissen, welchen Herausforderungen Anastacia sich stellen musste – es gab tatsächlich einige. Erst im April 2013 wurde sie zum zweiten Mal mit Brustkrebs diagnostiziert, zehn Jahre nach ihrem ersten Kampf gegen die Krankheit. Manche wären daran zerbrochen, an dieser Hürde gescheitert, aber Anastacia weigerte sich das hinzunehmen. „Das große ‚K’ ist eine schwarze Wolke, Menschen denken dabei automatisch an den Tod. Ich tat das nicht.“

Irgendwo tief drinnen hatte sie gewusst, dass dieser Tag kommen könnte und obwohl man sich auf eine solche Nachricht nicht einstellen kann, lotete sie ihre Möglichkeiten aus und wurde sich darüber klar, was sie zu tun hatte. Keine einfache Entscheidung, gelinde gesagt, aber sie entschloss sich, sich einer doppelten Mastektomie zu unterziehen und den Brustkrebs ein für alle Mal loszuwerden. Die Prozedur würde intensiv werden und eine ‚Auszeit’ erfordern, um sich zu erholen, aber bis zum Tag der Operation fand sie Trost darin, eine Art Song-Tagebuch zu schreiben. Ein kathartischer Ansatz, etwas, auf das sie sich konzentrieren konnte. Sie war bereit, sich selbst wiederzufinden, durch ihre Musik zur Welt zu sprechen, durch ihre Auferstehung.

Diese persönlichen Veränderungen und Herausforderungen passierten gleichzeitig mit Problemen, die sich in der Musikindustrie abspielten. Eine Welt, die Rückschläge hinnehmen musste, sich aber zurückgekämpft hat. Niemand kann ohne Musik leben. Es gibt kein Leben ohne den Kampf ums Überleben. Jeder sieht sich Herausforderungen gegenüber und dieses Album zu schreiben, war Anastacias Chance, ihre Erfahrungen zu teilen und sie in Worte der Ermutigung zu verwandeln. „Manchmal frage ich mich, ob es meine Bestimmung ist, ein Vorbild zu sein. Man könnte meine Herausforderungen auch als Geschenk ansehen und meine Stimme als Werkzeug.“

In dem Moment als Anastacia erfuhr, dass der Krebs zurückgekommen war, war sie gerade mit Komponist und Produzent Jamie Hartman im Studio angekommen. Das Telefon klingelte, sie hörte zu, nickte ernst und nahm die erschütternde Nachricht auf. Keine leichte Sache so etwas zu hören. Jamie, natürlich schockiert, wollte sie sofort nach Hause schicken. Man kann sich den ungläubigen Gesichtsausdruck nur vorstellen, den er machte, als Anastacia ihr Schweigen brach und ihn ansah: „Machst du Witze? Ich gehe auf keinen Fall nach Hause, lass uns einen verdammten Song schreiben!“ … und genau das taten sie. „Ich wollte nirgendwo hingehen. Nicht weg von dieser Session und ganz sicher nicht aus dem Leben.“ An diesem Tag wurde der Song „Stay“ geboren. Das erste Kapitel ihres Weges in die Genesung. Und, wow, was für ein Song. Eine grandiose Überleitung von den schnelleren Tracks, zu denen man eben noch mit dem Kopf genickt hat, und ein fantastisches Beispiel dafür, wie dieses Album sich jedem Gefühl mit perfekter Ausgewogenheit nähert.

„Die Musikindustrie hat sich extrem verändert seit ich angefangen habe und ich fange gerade an zu lernen mich anzupassen.“ Mit „l’m Outta Love“ von ihrem ersten Studio-Album „Not That Kind“ hatte Anastacia 2000 ihren ersten Hit, der zur meistverkauften Single des Jahres wurde. Der Erfolg hielt mit den folgenden fünf Alben an und brachte ihr genau den Superstar-Status ein, von dem hier die Rede ist, und der bis dato zu mehr als 30 Millionen verkauften Tonträgern geführt hat. Von da an bis hierher hat sie gelebt, gelernt und über sich nachgedacht. Sich zu entschuldigen ist nie leicht, aber manchmal ein notwendiger Teil des Heilungsprozesses. Ein eindeutiger Titel und eine ebenso geheimnisvolle Aussage auf dem Album stellt „Apology“ dar, das wahrhaftige Reue zeigt. Wachse über dein Ego hinaus und gib deine Fehler zu, wenn du sie siehst. Es ist nicht immer einfach, aber manchmal nötig.

Dies Album richtet Worte der Weisheit an jeden von uns. Jeder findet einen Zugang und kann auf irgendeine Weise Trost darin finden – aber selbst wenn man Taschentücher braucht (nach denen man ganz sicher greift, nachdem man „Broken Wings’“ gehört hat), wird man nie ohne eine positive Message zurückgelassen. Von „Lifeline“, einer eindringlichen Geschichte über das Überleben, über das Töten eines Freundes (in diesem Fall ist der Freund Krebs), bis hin zum verführerischen „Evolution“, das sich damit beschäftigt, wie jeder und alles wächst und sich entwickelt, erfahren wir wieder einmal, wie inspirierend es sein kann, wenn jemand es schafft, das Negative in etwas Positives zu verwandeln.

Resurrection“ ist stark, emotional und ansteckend. Ihre Stimme auf diesem Album könnte nicht präsenter sein. Sich kaum mehr verdichten und hinaufschwingen, und nicht tiefer in unsere Seelen reichen. Sie flimmert vor Stärke, Verletzlichkeit und Weisheit gleichermaßen. „Ich habe das Gefühl, dass dieses Album das ‚Ich’ ist, das ich eine Zeitlang verloren hatte. Ich habe sie vermisst, aber ich denke, ich habe sie wiedergefunden.“ Das hat sie tatsächlich. Anastacia, willkommen zurück!

"Resurrection" erscheint am 09.05.2014 bei BMG Rights Management.

 

Presse Kontakt:

PRESSE PETER

Peter Goebel

M: goebel@presse-peter.de

 

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29.04.2014 Konzerte in Hamburg und Berlin

GFDK - networking Media

15 Millionen Views auf Youtube muss man erst mal schaffen, ganz ohne süße Kätzchen oder Schminktipps.

Die drei Musikhochschul-Buddies Jonah Nilsson, Henrik Linder und Aron Mellergardh aus Stockholm haben es geschafft, zur eigenen Überraschung. Am Anfang stand eine atemberaubende Jazz-Funk-Coverversion von Lady Gagas “Just Dance”. Das Aus-Spaß-an-der-Freud-Video verzeichnete allein in den ersten beiden Monaten über 100.000 Views und wurde mehr als 10.000 mal auf Facebook geteilt. Die Dirty Loops, so nennen sich die drei, legten nach und luden mindestens ebenso durchgeknallte Cover von Justin Bieber-, Adele-, Britney Spears-, Justin Timberlake- und Rihanna-Songs ins Netz.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Bei den drei äußerst fingerfertigen Musikern treffen Pop-Hooks auf nahezu schwindlig machende Rhythmus-Breaks, Akkordwechsel und Arrangement-Tricks. Wer seine Musik fett und funky liebt, darf bei den Dirty Loops auf ganz legale Weise high werden. Jetzt haben die drei ihren ersten selbstgeschriebenen Song “Hit Me” als Video veröffentlicht, als Vorgeschmack auf das am 16.05. erscheinende DebütalbumLoopified”. Damit schossen sie sogar in die japanischen Top Ten – ganz ohne offiziellen Single-Release. Ein weiteres Phänomen der phänomenalen Schweden. Stay tuned!

Album-Veröffentlichung: 16.05.2014

 


Konzerte in Deutschland

Dirty Loops – Live:

23.05.2014, Hamburg – Elbjazz Festival

27.05.2014, Berlin – Badehaus Szimpla

 

 

Kai Manke
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etworking Media - Hamburg / Berlin
Bei der Lutherbuche 30 A, 22529 Hamburg / Germany
040 5550350
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nfo@networking-media.de

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28.04.2014 Mit Gastauftritten von Brian Eno

GFDK - Warner Music

Im April 2014 veröffentlicht Parlophone „Everyday Robots“, das erste Soloalbum von Damon Albarn. Das Album wurde vergangenes Jahr in Albarns Studio 13 in West London aufgenommen und von Richard Russell produziert, mit dem Albarn bereits Bobby Womacks großartiges „The Bravest Man In The Universe“ produziert hatte.

Angeführt vom Titeltrack „Everyday Robots“, laden die zwölf Tracks des Albums den Hörer zu einem intimen Besuch in Albarns Welt ein und erweisen sich als introspektivste und autobiografischste Songs, seit seine musikalische Reise ihren Anfang nahm. Eine Karriere, die mit Blur begann und im weiteren Verlauf Gorillaz, The Good, The Bad & The Queen, Mali Music, Monkey: Journey To The West, Dr Dee und Africa Express hervorbrachte.

Mit seinen Blur-Bandkollegen Graham Coxon, Alex James und Dave Rowntree veröffentlichte Albarn sieben Alben, die die Band an der vordersten Front des Britpops etablierten. Außerdem ist er das nicht-so-wirklich-böse Mastermind hinter der erfolgreichsten virtuellen Band aller Zeiten und die Stimme deren spitz- und blauhaarigen Frontmanns 2D – der Gorillaz, deren vier Millionen verkaufte Alben Elemente von Rock, Trip-Hop, Pop, Hip-Hop, Electronica und Soul enthalten.

2007 schrieb er den Score für einen modernen Ansatz einer alten chinesischen Geschichte, das von der Kritik gefeierte „Monkey: Journey To The West“, und tauchte 2011, beauftragt vom renommierten Manchester International Festival, mit dieser ziemlich „englischen Oper“ tief in die dunkle Psyche des elisabethanischen Superhirns Dr John Dee hinab.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Darüber hinaus hat Albarn auch eine feste Liebe für afrikanische Musik, die erstmals 2002 mit „Mali Music“ Früchte trug und zur Bildung der inspirierenden Vereinigung von Kulturen namens „Afrika Express“ führte.

Obendrein findet er noch Zeit für The Good, The Bad & The Queen, eine Formation, die vom Drumming des nigerianischen Afrobeat-Pioniers Tony Allen getragen und durch Paul Simonon (The Clash) und Simon Tong (The Verve) komplettiert wird.

Albarn gibt unumwunden zu, dass er in puncto Musik eine rastlose Seele ist. Versucht nicht, ihm ein Label aufzudrücken. Sicher ist nur, dass all seine vorangegangenen Projekte dabei halfen, seine einzigartige musikalische DNA als Künstler zu formen. Doch wenn man all die unzähligen Schichten abpellt, was lässt das Herz dahinter schlagen? Woher kommt er? Was treibt ihn an? Wer ist er?

Starke Erzählungen sind nicht neu in seiner Arbeit, doch dieses Album ist viel persönlicher und direkter als je zuvor und handelt eindeutig von seinen Erfahrungen – aus frühster Kindheit bis zum heutigen Tag. Geister von Albarns Jugend in Leytonstone und Colchester gehen hier Hand in Hand mit Reflexionen über das Leben und die Liebe. Er kehrt zurück zu jüngeren Lieblingsorten... unter Londons Westway oder im idyllischen Devon... und denkt über die Fallen unserer modernen Existenz nach – wie Videospiele, Mobiltelefone oder den Kampf zwischen Natur und Technologie.

Blurs wegweisendes zweites Album „Modern Life Is Rubbish“ – oder zumindest das Graffiti, das seinen Titel inspirierte – erhält eine deutliche Ehrerbietung auf dem nachdenklichen „Hollow Ponds“. Und bezüglich der Inspiration für einige Tracks erfahren wird, dass Mr Tembo tatsächlich ein Baby-Elefant und The Selfish Giant in Wahrheit ein Atom-U-Boot ist – so sehen sie aus, die reichen Erzählungen und Bilder dieses intimen, unwiderstehlichen Albums. Nie vorhersehbar, stets voller Fantasie. 

Das zentrale Instrument des Albums ist zwar das Piano, doch auch Streicher, Hörner, alle erdenklichen Effekte, feine Beats und Soundfetzen (unter anderem vom US-Comedian Lord Buckley und dem kontroversen Drogen-Fürsprecher Timothy Leary) sorgen für einen klanglichen Hintergrund zu Albarns wohlklingender Stimme.

Wie bei Albarn üblich, sind auf dem Album auch namhafte Gastauftritte wie der von Brian Eno zu finden, der Synthies zum immens atmosphärischen „You And Me“ sowie elegante Vocals zum Albumfinale „Heavy Seas Of Love“ beisteuert. Natasha Khan (Bat For Lashes) wiederum ist mit verträumten Backing-Vocals auf „The Selfish Giant“ zu hören.

Es ist unbestreitbar, dass Albarns Stimme auf „Everyday Robots“ einen starken souligen und sogar einen ausgewachsenen Gospel-Touch hat, wenn der Leytonstone’s Pentecostal City Mission Church Choir auf dem beschwingtesten Track des Albums, „Mr Tembo“, in Aktion tritt. Ein Song, der vermutlich von Albarns lebenslanger Passion für Soul inspiriert ist, die bis zu seinen Kindheitseinflüssen wie Marvin Gaye, Nina Simone, Ray Charles sowie Gospel-Künstlern wie Mahalia Jackson und seines Großvaters Paul-Robeson-Platten zurückreicht.

Da haben wir es also: „Everyday Robots“, das erste Soloalbum Damon Albarns, erzählt eine Geschichte, die von seiner Jugend inspiriert ist, aber auch unsere menschlichen Beziehungen, das Leben mit Technologie und die Unsicherheit dieses modernen Lebens um uns herum umfasst.  

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