Unsere Videogalerie über Musikstars und Newcomer

25.05.2014 Ein Soul- und Folkwunder

GFDK - Warner Music

„Natalie Merchant ist eine der erfolgreichsten und beständigsten Alternative-Künstlerinnen, die nun aus den 80ern aufersteht – völlig unversehrt und kompromisslos.“ – Vogue

„Ihr Erfolg wurzelt in zwei entscheidenden Eigenschaften: Dem Unwillen, irgendwelche Kompromisse einzugehen und ihrer totalen Offenheit. In einer Welt von oberflächlichen, hochgezüchteten Popstars ist Merchant etwas ganz Besonderes.“ - Guardian

Mit dem schlicht „Natalie Merchant“ betitelten Album erschien am 02.05. die sechste Solo-Songsammlung der vielfach mit Platin ausgezeichneten Sängerin auf Nonesuch Records – ihr erstes neue Material seit 13 Jahren! Ihr selbst produziertes Album stellt das Werk einer arrivierten Künstlerin mit einer klaren und unverwechselbaren Stimme dar. Seit langem bewundert für die gehaltvolle Tiefe ihres Songwritings, ist Natalie Merchant niemals vor gewichtigen Themen oder Motiven innerhalb ihrer Lyrics zurückgeschreckt. Sie selbst beschreibt das neue Album als durchdrungen „von Erfahrungen und scharfer Beobachtungsgabe“, das sich mit Themen wie „gefundener und verlorener Liebe, Bedauern, Verleugnung, Aufgabe, Gier, Zerstörungswut, Niederlage und gelegentlichem Triumph“ beschäftigt.

Natalie Merchant kann dabei auf die Erfahrungen aus mittlerweile drei Dekaden des Songwritings und der Albumproduktion zurückgreifen – nur ein Grund für ihren nuancierten und unverfälschten Stil. Ihre außergewöhnliche Stimme wird umrahmt von einer wohldosierten Mischung aus elektrischen und akustischen Klängen. Streicher, Bläser und Holzbläser verbinden sich dabei mit Hammond-Orgeln und E-Gitarren-Improvisationen zu einer aufregenden Melange. Und auch das Besetzung auf „Natalie Merchant“ liest sich wie ein Who-is-Who außerordentlicher Musiker: So finden sich neben John Medeski, Shawn Pelton, Clark Gayton, Uri Sharlin, Jesse Murphy, Erik Della Penna oder Gabriel Gordon auch Gastsängerin Simi Stone, Elizabeth Mitchell sowie die Gospelsängerin Corliss Stafford. 

Merchants Musikerkarriere begann während ihrer College-Zeit als Sängerin, Songschreiberin und Pianistin der wegweisenden Alternative Rockband 10.000 Maniacs, mit der sie insgesamt fünf viel beachtete Studioalben veröffentlichte; darunter das Platin-ausgezeichnete „In My Tribe“ (1987), „Blind Man´s Zoo“ (1989), „Our Time In Eden“ (1992) sowie das 1993er „MTV Unplugged“-Album. Nach 12 gemeinsamen Jahren veröffentlichte sie nach ihrem Weggang im Jahre 1993 ihr erstes Soloalbum, das 1995 erschienene und 5-fach-Platin-ausgezeichnete „Tigerlily“. In der Folgezeit erschienen das Platin-veredelte „Ophelia“ (1998), „Natalie Merchant Live“ (1999) und schließlich der 2001er Output „Motherland“.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht 

2002 zog sich Merchant einstweilig von der Popmusik zurück, um in Eigenregie eine Sammlung von Folksongs zu veröffentlichen. Zeitgleich zum Release von „The House Carpenter`s Daughter“ (Myth America, 2003) kam ebenfalls ihr erstes Kind zur Welt. Die folgenden sieben Jahre verbrachte Natalie Merchant zurückgezogen im New Yorker Hudson Valley, um sich ausschließlich ihrer Familie und der Arbeit in ihrem Stadtteil zu widmen, während sie immer wieder mit anderen Musikern zusammen arbeitete und ihr Engagement in Sachen Aktivismus und der Philanthropie zu festigen.

2005 wurde sie von Gouverneur Eliot Spitzer ernannt, während einer 4-Jahres-Periode in einem 20-köpfigen Gremium im New York State Council On The Arts (NYSCA) mitzuwirken. Sie arbeitete währenddessen mit einer Gruppe von obdachlosen Musikern am Benefiz-Album „Give US Your Poor“ (2006), sowie an der Dokumentation „No Good Reason“ aus dem gleichen Jahr. Sie kollaborierte mit Ladysmith Black Mambazo, dem britischen Komponisten Gavin Bryars und der Royal Shakespeare Company im Rahmen des „The Sonnet Project“ (2007). 2008 war sie auf dem Re-Recording zum 20-jährigen Jubiläum des Cowboy Junkies` Debüts „The Trinity Sessions“ vertreten und komponierte im gleichen Jahr auf Einladung der Boston Pops ein Konzertset mit Orchesterfassungen ausgewählter Songs aus ihrem weit reichenden Repertoire. Sie feierte das 60-jährige Jubiläum der Menschenrechtserklärung zusammen mit Amnesty Internationals „The Price of Silence“-Initiative und sang zusammen mit dem Schülerchor der Perkins School For The Blind, um Spenden zu generieren. 2009 war sie auf David Byrnes auf dem Leben von Imelda Marcos basierenden Liederzyklus „Here Lies Love“ zu hören.

Im Jahre 2010 kehrte Merchant mit dem Doppelkonzeptalbum „Leave Your Sleep“ zurück – eine Betrachtung der Themen Kindheit und Mutterschaft, bei der sie amerikanische und britische Kindergedichte aus dem 19. und 20. Jahrhundert von Autoren wie Robert Louis Stevenson, Christina Rossetti, Robert Graves, Edward Lear und E.E. Cummings vertonte. Sie arbeitete mit insgesamt 130 handverlesenen Musikern der verschiedensten Stile zusammen. Darunter die Besten der Besten ihres Feldes, namentlich das Wynton Marsalis Quartet, Medeski Martin & Wood, The Fairfield Four, das Chinese Music Ensemble Of New York, die Ditty Bops, The New York Philharmonic, The Klezmatics, Lúnasa und Hazmat Modine. Ihr Interesse für diverse Dichter führte sie zu ausgedehnten Nachforschungen, die schließlich in einem von internationalen Medien wie dem Wall Street Journal oder dem Independent hoch gelobten, 80-seitigen Begleitbuch resultierten. 

Nach dem Albumrelease im Jahr 2011 wurde Natalie Merchant mit dem Ehrentitel „New York Public Library Lion“ ausgezeichnet und steht seither in einer Reihe mit namhaften Autoren wie Jonathan Franzen, Ian McEwan oder Tony Kushner. Ein Jahr später tat sich Merchant mit der vielfach preisgekrönten Kinderbuchillustratorin Barbara McClintock zusammen, um das gemeinsame Bilderbuch zum „Leave Your Sleep“-Album zu veröffentlichen. Inspiriert durch ihren 2010er TED Talk hat Merchant ebenfalls ein Kinderorchester-Konzertprojekt  entwickelt, welches McClintocks Illustrationen mit einbezieht und das im Rahmen eines Bildungsprogramms bisher vor tausenden Kindern in unzähligen US-Städten (u.a. in diesem Frühling in der New Yorker Carnegie Hall) aufgeführt wurde.
 
Merchants Einsatz und Interesse für weitläufige Bereiche der sozialen Gerechtigkeit und Umweltangelegenheiten sind ungebrochen. Kürzlich begann sie, sich mit den Bedrohungen des Fracking auseinander zu setzen. 2013 leitete sie die Dreharbeiten zum Protestfilm „Dear Governor Cuomo“ zusammen mit der Bewegung New Yorkers Against Fracking sowie den Schauspielern Mark Ruffalo und Melissa Leo, und den Filmemachern Jon Bowermaster und Alex Gibney. Diesen Monat wird der von Merchant selbst produzierte und Regie geführte Film „SHELTER: A Concert Film To Benefit Victims Of Domestic Violence“ zum ersten Mal in Verbindung mit Eve Enslers jährlicher One Billion Rising-Kampagne öffentlich aufgeführt. Natalie Merchant probiert einen neuen Protest-Ansatz durch Multimedia-Filme aus. „Es reicht mir nicht mehr, mein Gesicht bei einem Benefiz-Event zu zeigen, einen Song zu spielen und zu denken, ich hätte meinen Teil geleistet. Ich möchte meine Fähigkeiten anbieten, neue Kampagnen für neue Non-Profit-Projekte zu entwickeln.“   

Tracklist „Natalie Merchant“:  

1. Ladybird
 
2. Maggie Said
 
3. Texas
 
4. Go Down, Moses
 
5. Seven Deadly Sins
 
6. Giving Up Everything
 
7. Black Sheep
 
8. It’s A-Coming
 
9. Lulu (Introduction)
 
10. Lulu
 
11. The End

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21.05.2014 Konzerte im Juni und Juli 2014

GFDK - Universal Music

Nach der gefeierten EP „London“, zwei ausverkauften Headliner-Shows im Londoner Koko direkt nacheinander und einem triumphalen Auftritt vor Tausenden in einem bis unter die Decke gefüllten Zelt beim Coachella-Festival, dürfte klar sein, dass jeder neue Ton von BANKS mit Spannung erwartet wird.



Im September erscheint wahrscheinlich das heißersehnte AlbumGoddess“ von BANKS. Auf dem Album sind neun neue Songs zu hören, aber auch die EP-bekannten Stücke „Waiting Game“, „Brain“, „This Is What It Feels Like“, „Change“ und „Warm Water“. 

„Goddess“, der Titelsong des Albums, stellt einen brillanten Vorboten des kommenden Longplayers dar und ist ab sofort zusammen mit einer Vorbestellung des Albums als Download bei iTunes erhältlich.

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Um die Wartezeit bis zum entgültigen Release zu verkürzen, wird außerdem am 10. Juni ein weiterer Track "Drowning" und am 5. August "Beggin For Thread" als dritter Song vom Album erscheinen. Für Vorbesteller des Albums sind die Songs natürlich direkt verfügbar.

 „Goddess“ ist gleichermaßen voller Stärke und Verletzlichkeit, Selbstbewusstsein und Sehnsucht, Bauchgefühl und scharfer Intelligenz und stellt die Kombination aus Anziehungskraft, unter die Haut gehenden Texten und innovativer musikalischer Bandbreite unter Beweis, die BANKS‘ Sound so einzigartig machen.




Konzerte in Deutschland

BANKS live


23. Juni 2014, Berghain Berlin


24. Juni 2014, Hamburg, Mojo Club


16. Juli 2014, Gibson Frankfurt


17. Juli 2014, Gloria Theater, Köln


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18.05.2014 Debütalbum "Oh, What A Day" erscheint am 23. Mai 2014

GFDK - Universal Music

In den USA wurden bereits über 1,5 Mio Single-Downloads verkauft und Platin-Status erreicht.

Auch in Kanada ist Single-Gold bereits im Kasten. Bei uns sind die American Authors kurz davor die Top10 der Airplaycharts zu knacken. Am Freitag erscheint die 2-Track-Singleversion von "Best Day Of My Life".

Die vier Mitglieder von American AuthorsZac Barnett (Gesang), James Adam Shelley (Gitarre/Banjo), Dave Rublin (Bass) und Matt Sanchez (Schlagzeug) – stammen ursprünglich aus ganz verschiedenen Ecken der USA; sie lernten sich 2006 am Berklee College of Music in Boston kennen.

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American Authors bringen in ihrem Sound ganz unterschiedliche Einflüsse unter einen Hut – Pop- und Rock-Wurzeln treffen auf vierstimmige Vocals, intelligente Texte und jede Menge Optimismus: „Wir sind schließlich die Autoren unserer Leben“, so Barnett, „und die Musik, die wir machen, basiert auf dem, was wir erlebt haben, was wir uns von diesem Leben erhoffen, was wir fühlen“.

American Authors werden am 23.05. ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum Oh, What A Life bei Island Records veröffentlichen. Bis dahin gibt es mit "Best Day Of My Life" eine perfekte Frühlingshymne zum Einstimmen.

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17.05.2014 Balance zwischen Tradition und Moderne

GFDK - JazzEcho

Wenn man Bo Saris nach seinen drei Lieblingsaufnahmen fragt, zögert er mit der Antwort keine Sekunde: Wie aus der Pistole geschossen nennt er Marvin Gayes "Inner City Blues", Michael Jacksons "Don't Stop 'Til You Get Enough" und Bill Withers' "Use Me".

Der gemeinsame Nenner dieser drei Songs: Sie stammen aus den 1970er Jahren, einer Epoche, als Soul, Funk und Rhythm'n'Blues noch aufregend frisch und engagiert klangen. Und nicht so beliebig und harmlos wie viele der verwässerten Genreableger, die heute unter dem unsäglichen Dachbegriff "Adult Contemporary" firmieren. Auf seinem ersten internationalen Album "Gold" entführt uns der niederländische Sänger nun in dieses goldene Zeitalter zurück.

Allerdings nicht, indem er die Klassiker seiner Vorbilder interpretiert, sondern mit eigenen Songs, die in ihrer Zeitlosigkeit und Qualität den Originalen nicht nachstehen. Angefangen hatte für Bo Saris alles mit der umfangreichen Soul- und Funk-Plattensammlung seiner Mutter. Nicht weniger inspirierend war die Karriere seines Vaters, der als Jazzsänger und Multiinstrumentalist die Bühne mit Weltstars wie Toots Thielemans, Eddie Daniels, Clark Terry, Norma Winston, Diane Schuur und John Clayton teilte.

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Bo selbst debütierte mit 16 Jahren, zu einer Zeit, als er sich auch intensiv mit HipHop und der Musik von Prince auseinanderzusetzen begann. Moderne Einflüsse, die man auch noch heute bei ihm spürt, wenn er klassischer Soulmusik einen zeitgenössischen Kick gibt. Auf dem Album "Gold", das von Dre Harris (Michael Jackson, Mary J Blige, Usher, Chris Brown, Jill Scott, Robin Thicke) in Los Angeles produziert wurde, findet Saris eine wunderbare Balance zwischen Tradition und Moderne.

"Ich versuche, den Sound von klassischem Soul mit etwas Modernerem zu kombinieren, in dem ich Details und Elemente von verschiedenen Stilen und Perioden der Soulmusik miteinander verknüpfe," erklärt er. Dass ihm das gelungen ist, machen Pressestimmen aus dem Soul-verrückten Großbritannien deutlich, wo ihn der Guardian bereits als die "neue Soul-Sensation" feierte und der Daily Star seine Songs "teuflisch ohrwurmig" nannte. Und das sind Stücke wie "The Addict" oder "She’s On Fire" zweifellos.

 

Quelle: JazzEcho

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13.05.2014 Im Herbst auf Tour

GFDK - Universal Music

Was für ein Auftakt für ein zweites Album! Andreas Bourani steigt mit der ersten Single „Auf uns“ aus dem neuen Album „HEY“, das letzten Freitag veröffentlicht wurde, in der letzten Woche von null auf eins in die deutschen Singlecharts ein. Damit ist „Auf uns“ seit Juli 2013 der erste deutschsprachige Song, der die Spitzenposition der Singlecharts belegen kann.

„Wir haben eine neue Hymne“ - so der Tenor vieler Sportvereine, Abi-Jahrgänge, Hochzeitspaare und Freunde, die sich selbst, das Leben und die Gemeinschaft feiern und „Auf uns“ zu ihrem Song erkoren haben. Die Menschen und das Land sind offensichtlich in Feierstimmung und katapultieren die erste Single aus einem großartigen zweiten Album an die Spitze der Charts.

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Andreas Bourani hat für seine neue Platte „HEY“ große Pop-Songs geschrieben. Der Erfolg von „Auf uns“ veranschaulicht die große Begeisterung für die neuen Stücke, die er in Auszügen bereits auf seiner Homepage vorstellt.

Konzerte in Deutschland

Schon sein Debut-AlbumStaub und Fantasie“ brachte es 2011 zu weitaus mehr als einem Achtungserfolg. Die erste Single „Nur in meinem Kopf“ wurde zum Hit, einer der meist gespielten Songs des Jahres im Radio und für mehr als 150.000 verkaufte Exemplare mit Gold ausgezeichnet.

Seine außergewöhnliche Stimme und seine warme Stimmfarbe hat Andreas Bourani – zum Glück – behalten. Sie ist sogar noch besser geworden und gehört wohl zur einer der besten Stimmen, die dieses Land aktuell feiern kann. 

 

Live im Herbst auch auf Tour zu folgenden Terminen:
 
HEY – Live 2014

 

 

22.09.2014 – Leipzig, Werk 2
23.09.2014 – Augsburg, Kantine
24.09.2014 – Stuttgart, Cann
26.09.2014 – Hamburg, Grünspan
27.09.2014 – Bochum, Zeche
29.09.2014 – Köln, Stadtgarten
30.09.2014 – Frankfurt, Batschkapp
01.10.2014 – Berlin, Lido

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11.05.2014 Big Band Klänge, Clubbeats, Popsounds

GFDK - Universal Music

Einen alten Fuchs des Musikbusiness wie Quincy Jones zu verblüffen, dürfte nicht leicht sein. Nikki Yanofsky hat es offenbar geschafft.

Als Quincy letztes Jahr beim Montreux Jazz Festival den Auftritt der jungen Kanadierin ankündigte, sagte er: "Ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat. Aber sie nahm ein Stück, das ich 1962 geschrieben hatte, und ein anderes von Herbie [Hancock], stellte beide auf den Kopf und machte daraus, wie ich meine, einen Hit." Das Stück, auf das sich Quincy bezog, ist die Titelnummer von Nikki Yanofskys neuem Album "Something New", das der Maestro natürlich selber mitproduzierte. Und es ist symptomatisch für ihren vielversprechenden Ansatz, Jazz und Pop auf originelle Weise unter einen Hut zu bringen.

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Für das erwähnte "Something New" etwa borgte sich Nikki frech ein paar Hooks von Quincy Jones' "Soul Bossa Nova"” und Herbie Hancocks "Watermelon Man”, um diese dann in einen herrlich schrägen, sehr zeitgenössisch-poppigen und eigenen Kontext zu setzen. Einen ähnlichen Trick wendete sie beim Titelstück des Albums an, für das sie den mitreißenden Rhythmus von Benny Goodmans "Sing Sing Sing" etwas modernisierte und zur Grundlage für eine verschmitzte eigene Nummer machte. Ebenso begeisternd sind aber auch ihre Interpretationen des einzigen Jazzstandards dieses Albums, Harry Warren und Johnny Mercers "Jeepers Creepers", und des Doors-Klassikers "People Are Strange", den sie in eine mysteriöse orchestrale Ballade verwandelte.

Virtuos kombiniert sie auf "Something New" Popsongstrukturen mit ausgeklügelten Harmonien, clubtaugliche Beats mit fetzigen Bigbandbläsern und ohrwurmige Melodien mit ausgelassenen Scat-Soli. Und verschafft so den Hörern aus dem Pop- als auch Jazzlager ein Aha-Erlebnis: Die einen erkennen, dass Jazzmusik nicht kompliziert sein muss, sondern auch einfach Spaß machen kann, die anderen, dass Popmusik nicht immer nach 08/15-Mustern gestrickt sein muss. "Ich möchte meiner Generation den Jazz nahebringen", sagte die 20-Jährige kürzlich in einem Interview. "Aber nicht in einer moralisierenden Weise." Mit den frischen Sounds von "Something New" sollte ihr das problemlos glücken.

 

Quelle: JazzEcho

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10.05.2014 Erste Single "Fever"

GFDK - Warner Music

The Black Keys neues Album"Turn Blue" erschien am 09.05.! Das Album wurde erneut produziert von Danger Mouse, Dan Auerbach und Patrick Carney und enthält 11 neue Tracks, darunter auch die erste Single "Fever", die ihr unten anhören könnt.
 
Die Single "Fever" ist ab sofort digital erhältlich. Das Album ist als LP, CD sowie digital über die Website von The Black Keys erhältlich, auch im Bundle mit T-Shirt.

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"Turn Blue" wurde im Sommer 2013 aufgenommen in den Sunset Sound Studios in Hollywood, weitere Aufnahmen erfolgten im Key Club in Benton Harbor, Michigan und Anfang 2014 in Dan Auerbachs Easy Eye Sound in Nashville. Zur Bedeutung des Albumtitels sagt die Band, er könne Bezug nehmen auf:
 
A: Erstickung
 
B: Traurigkeit
 
C: Taubheit von extremer Kälte
 
D: Einen Moderator aus dem Late-Night-Fernsehen im Cleveland der 1960er Jahre mit Namen Ghoulardi
 
E: Alles oben Genannte
 
Ergänzend kommentiert Patrick Carney: "Wir sind immer darum bemüht, uns herauszufordern, wenn wir ein Album machen. Uns nicht zu wiederholen, zugleich aber auch uns treu zu bleiben. Auf diesem Album haben wir die Songs atmen lassen und unterschiedliche Stimmungen, Strukturen und Sounds erkundet. Wir sind gespannt darauf, der Welt 'Turn Blue' vorzustellen."
 
"Turn Blue" ist das achte Studioalbum des Duos und der Nachfolger zu "El Camino", das 2011 erschien, vielfach Platin- und Gold-dekoriert ist und den Black Keys drei Trophäen bei den Grammy Awards 2013 einbrachte ("Best Rock Performance", "Best Rock Song" und "Best Rock Album"). 

Hier ist das Tracklisting für "Turn Blue" von The Black Keys: 

 
Turn Blue
 
1. Weight of Love
 
2. In Time
 
3.  Turn Blue
 
4.  Fever
 
5.  Year in Review
 
6.  Bullet in the Brain
 
7.  It’s Up to You Now
 
8. Waiting on Words
 
9. 10 Lovers
 
10. In Our Prime
11.  Gotta Get Away

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07.05.2014 Debuetalbum SYNESTHESIA

GFDK - Sony Music

Der Kreuzberger Frans Zimmer hat geschafft wovon andere nur träumen können. Über die letzten acht Jahre ist er unter dem Künstlernamen ALLE FARBEN zu einer Größe der heimischen und internationalen Musikszene herangewachsen. Seine Sets kennt man aus den Clubs und von Soundcloud.

Sie bringen sogar tanzscheue Menschen dazu mindestens mit dem Fuß zu wippen. Man kann einfach nicht anders. Für seinen einzigartigen Sound vereint er Musikrichtungen und Komponenten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Er überschreitet Grenzen, adaptiert bekannte Klassiker und formiert sie zu elektronischer Tanzmusik.

Spätestens seit dem Auftritt am 1. Mai 2013 auf dem Tempelhofer Feld müssen auch seine Kritiker zugeben, dass die Anziehungskraft seiner Musik schlichtweg bemerkenswert ist. Als Frans das gigantische Flugfeld bespielte, standen 35.000 Zuhörer vor ihm und tanzten zu seinen fröhlichen Klängen in den sonnigen Nachmittag. Frans gilt inzwischen auch in den Niederlanden, Kanada oder Israel als gefeierter DJ und ist jedes Wochenende an einem anderen Ort zu finden. Aber Berlin und vor allem Kreuzberg wird immer Frans' Heimat bleiben. 

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Es war eine lange Reise zu dem aktuellen Meilenstein seiner Karriere: Sein Debutalbum SYNESTHESIA, auf dem, wie man es von Frans erwartet, elektronische Musik auf durchdachte Live-Aufnahmen trifft. Knapp ein Jahr lang tüftelte Frans an der richtigen Mischung, um seinen Livesets auch auf dem Album gerecht zu werden. Es war ein langer Weg und eine Herausforderung, denn Synthesia ist nicht einfach an einem Rechner entstanden, sondern ganz klassisch mit Musikern im Studio.

Für die Weiterentwicklung seiner Musik hat Alle Farben gezielt auch musikalische Einflüsse von Außen berücksichtigt. So holte er sich Hilfe von den internationalen Sängern Graham Candy, Sway Clarke II und Jenny Rossander aka Lydmor, die er im Sommer 2013 in Utrecht kennenlernte und schnell für die Mitarbeit an seinem Album gewinnen konnte. Die beiden trafen sich durch Pitto, dessen Studio Stekker-Woche die Zusammenarbeit erst ermöglicht hatte. Kreativ gesehen war dieser Sommer eine sehr intensive Zeit für Frans, schon damals zeichneten sich die Grundsäulen von Synesthesia ab, er wusste schnell wie das Endergebnis aussehen würde.

Für Alle Farben ist das Album ein großer Schritt, aber Frans lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er erwartet zwar mit Spannung die Entwicklungen und den Effekt, denn Synthesia auf seine weitere Karriere haben wird, im Grunde blickt er aber eher sorglos in die Zukunft. Denn dass Frans eine Daseinsberechtigung in der Clubszene hat, muss er längst nicht mehr beweisen. Mit dem Album zeigt er seinen Zuhörern nur ein weiteres Stück seiner musikalisch bunten Welt und lädt sie ein mit ihm zu tanzen.

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05.05.2014 Selbstgeschriebene Single "Youth"

GFDK - Sony Music

Musik funktioniert immer dann am besten, wenn ihr ein pochendes - oder in manchen Fällen, ein blutendes - Herz inne wohnt. Die Kraft, die die Widersprüchlichkeit mitreißender Popmelodien und tief empfundener Melancholie entfachen kann, ist Foxes alias Louisa Rose Allen nur allzu gut bekannt.

„Ich schreibe immer traurige Songs, aber ich mag es eigentlich eher tragikomisch“, erklärt sie. „Lieder, bei denen man am Anfang das Gefühl hat, dass alles Mist ist und am Ende stellt sich dann heraus, dass es ganz großartig ausgeht. Ich bin ein großer Fan von solchen Sachen und ich denke, dass auch mein Leben ein wenig so verläuft.“ Auf ihrer Debütsingle „Youth“ gibt es davon jede Menge: es ist ein flehender Appell, Chancen nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Oder bei „Clarity“, der Zusammenarbeit mit dem deutschen Produzenten-Shootingstar Zedd (u.a. Lady Gaga, The Black Eyed Peas, Skrillex), der den beiden einen blitzsauberen Top Ten Hit in den US-Charts bescherte. In Großbritannien kam die Single auf Position 29.

Der Song „Youth“ nimmt in der bisherigen Foxes-Geschichte, die von Open-Mic-Abenden über gefeierte Auftritte beim SXSW-Festival bis hin zu Erwähnung durch Global-Superstar Katy Perry („völlig surreal, total verrückt“, erinnert sich Foxes) reicht, einen ganz besonderen Platz ein. Ursprünglich war der Song zusammen mit dem Stück „Home“ auf einer 7 Inch Vinyl enthalten, die das angesagte Connaisseur-Poplabel Neon Gold veröffentlichte. Der Release bescherte Foxes nicht nur die bereits erwähnte Aufmerksamkeit von Ms. Perry, auch Lady Gaga-Kollaborationspartner Zedd, der britische Produktions-Gurus Rudimental (Foxes ist auf seiner Single „Right Here“ zu hören) und Fall Out Boy-Bassist Pete Wentz fiel der Song auf.

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Letzterer unterbrach sogar seine Geburtstagsparty, um sich bei einem Freund nach dem Lied zu erkunden. Sofort kontaktierte er die junge Britin und bestand darauf, dass sie beim Song „Just One Yesterday“ mitsang, der sich auf dem letztjährigen US-Nummer-Eins-Album der Band „Save Rock and Roll“ findet. „Aufgrund von ‚Youth‘ ist einiges passiert“, resümiert sie mit einem Anflug von Understatement. „Nach den ganzen Featuring-Sachen machte es aber Sinn, mit ‚Youth‘ zu starten. Damit hat alles angefangen und der Song dreht sich um die Dinge, die mir am wichtigsten sind.“

Und auch wenn „Clarity“ sie jenseits des Atlantiks zum Star machte („Ich werde in den USA wiedererkannt, oft kommen Leute auf mich zu und sagen: ‚Oh mein Gott - bist du Foxes?!‘“), ist „Youth“ Beleg dafür, dass sie über die Songs verfügt, um es auch auf eigene Faust zu schaffen. Und siehe da: in Großbritannien bescherte ihr „Youth“ mit Platz zwölf um ein Haar den ersten Top Ten Hit. „Der Erfolg von ‚Clarity‘ in Amerika ist natürlich eine tolle Leistung, aber es geht mir in erster Linie um meine eigenen Sachen. Ich habe noch einen sehr weiten Weg vor mir“, erklärt sie mit entschlossenem Blick. „Ich freue mich darauf, mein neues Material zu veröffentlichen. Ich kann es nicht erwarten, dass das Album endlich erscheint.“

Bereits in ihrer Kindheit, die sie im südenglischen Southampton mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester verbrachte, wusste Louisa, dass sie irgendwann auf einer Bühne stehen wollte. Eigentlich war das der ganzen Familie klar, denn sie tat so gut wie nichts anderes als „aufzutreten“. „Ich war immer das Kind, das an Weihnachten auf dem Tisch stand und sang. Meiner ganzen Familie ging das ziemlich auf den Wecker. Ich sang ‚The Little Mermaid‘ und Celine Dion und alle lachten über mich“, erinnert sie sich. Diese von Musik bestimmte Kindheit brachte sie irgendwann dazu, sich eigene Songs auszudenken – und das möglicherweise sogar nachhaltiger als ihr bewusst ist. „Ich habe neulich einige alte Babyvideos gesehen und es war ziemlich seltsam, wie ich da auf dem Boden herumtolle und im Hintergrund läuft diese eigentümliche Musik, die gar nicht so unähnlich klingt wie das, was ich heute mache“, erklärt sie ein wenig schockiert. Die „eigentümliche Musik“ waren die Songs, die ihrer Mutter damals gefielen: Lieder von Björk, Kate Bush und Beth Gibbons von Portishead.

Offensichtlich speicherte die kleine Louisa Rose all diese Einflüsse (zur späteren Verwendung) in ihrem musikalischen Gedächtnis ab - zunächst gab es allerdings einige Durststrecken zu überstehen. „Als ich auf eine weiterführende Schule ging, gab es eigentlich keine Musik in meinem Leben, denn in dieser Zeit ist man sehr gefordert. Das war eine Phase, in der ich mir selbst nicht erlaubte, Musik zu machen“, sagt sie. Doch der Wunsch, mit Musik zu arbeiten, brannte nach wie vor in ihr. Nachdem sie kurz mit dem Gedanken gespielt hatte, eine Karriere in der Beauty-Branche in Erwägung zu ziehen („Das machten alle und ich dachte mir: ‚ok, dann werde ich halt Kosmetikerin‘, man weiß ja, wie so was läuft. Aber Gott sei dank habe es nicht getan. Ich würde heute vermutlich irgendwelchen Frauen in Eastleigh den ganzen Tag Selbstbräuner aufsprühen.”), beschloss sie, sich in einen Musikkurs in London einzuschreiben. „Meine Schwester überredete mich, nach London zu kommen und auf ihrer Couch zu schlafen, damit ich diese Schule besuchen konnte“, erklärt sie. „Ich lebte aus Koffern und ging ihr ein Jahr lang auf die Nerven, ich besuchte die Musikschule und arbeitete in vielen Bars, dann machte ich noch ein Jahr Sofa-Hopping.“   

Der Kurs an sich bot ihr zwar kaum Möglichkeiten, kreativ zu sein, ließ aber in ihr den Wunsch reifen, nach neuen Gelegenheiten zu suchen, aufzutreten und ihre Songwriting-Skills zu schulen. „Ich bin bei vielen ‚Open Mic‘-Abenden aufgetreten, oft bestand das Publikum nur aus zwei Leuten, die so aussahen, als wenn sie gleich anfangen zu heulen“, lacht sie.

Und während sie gerade dabei war, ihr Selbstbewusstsein durch Live-Auftritte zu stählen, traf sie zufällig auf den Produzenten Ghostwriter, dem es gelang, etwas aus ihr heraus zu kitzeln, das sie noch keinen anderen Produzenten mitteilen konnte. „Ich sagte ihm, welche Sounds ich wollte und es machte einfach extrem viel Spaß. Wir trommelten z.B. mit Löffeln, um Sounds zu erzeugen. Er kam wirklich nicht wie ein Produzent rüber, der versucht, einen Hit zu machen.“ Zu diesem Zeitpunkt trat sie bereits unter dem Pseudonym Foxes auf, eine Name, der auf einen ihrer ganz frühen Songs zurückgeht und auch in einem verrückten Traum ihrer Mutter eine Rolle spielt, in dem Füchse die schönste Musik der Welt aufführen.

Einer der ersten Songs, an denen sie zusammen mit Ghostwriter arbeitete, war „Youth“, der zusammen mit dem filigranen „Home“ auf Soundcloud platziert wurde, um das allgemeine Feedback auszutesten. Und siehe da: nur wenige Tage später meldete sich das Label Neon Gold mit dem Wunsch, die beiden Songs als 7-inch Single zu veröffentlichen. „Ich war total aus dem Häuschen. Das nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass wir Meetings mit ihnen hatten und sie die Songs veröffentlichten. Man hatte das Gefühl, dass es genau das Richtige war“, sagt sie lächelnd.

Neben „Youth“ und Home“ enthält das Foxes-Debütalbum, das den Titel „Glorious“ tragen wird, das raffinierte, schimmernden „Let Go For Tonight“, das in Zusammenarbeit mit Jessie Ware-Partner Kid Harpoon entstand. Ebenfalls auf dem Album enthalten sein wird das leicht TripHop-angehauchte „Echo“, das eine subtile Richtungsänderung in ihrem Songwriting andeutet. „Ich schreibe normalerweise keine Beziehungs-Songs, aber dieses Lied entstand nach einem Streit mit meinem Freund“, erklärt sie. „Es ist seltsam, denn es ist vermutlich der einzige Song, der auf dem Gefühl basiert, dass jemand den Glauben an eine Beziehung verloren hat. Der Text handelt von Menschen, die sich vornehmen, zu versuchen, eine Beziehung zu retten, bis nichts mehr davon übrig ist und immer noch daran festhalten, solange das Echo der Beziehung noch irgendwie wahrnehmbar ist. Es handelt von dem Gefühl, dass deine Beziehung zerfällt und der Partner bittet, doch noch einfach ein bisschen mehr daran zu glauben.“  

Für Foxes ist Musik nicht nur ein Hobby oder eine Phase, die irgendwann vorüber sein wird. Es ist etwas, dass sie schon ihr ganzes Leben machen wollte - ohne dass ihr das  immer bewusst war. Was sie auszeichnet, ist nicht der unermüdliche Versuch, die Welt auf sich aufmerksam zu machen - schließlich macht sie das bereits seit Tante Joans Weihnachtsparty. Im Gegenteil: ganz still und leise gelingt es ihr, dass man sich in ihre Songs verliebt. „Ich renne dem Ruhm nicht hinterher. Ich brauche diesen Teil überhaupt nicht, ich will einfach nur Musik machen“, erklärt sie nachdrücklich. „Und ich möchte diese Art von Musik für den Rest meines Lebens machen“.

Der Verlust der Kosmetik-Branche von Eastleigh ist ohne Zweifel ein Riesengewinn für die Popmusik. 

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01.05.2014 stark, emotional, ansteckend

GFDK - Peter Goebel

Überall auf der Welt gibt es Sängerinnen, die hörenswert sind, die einen tollen Song und einen einprägsamen Sound haben. Es gibt allerdings nur sehr wenig Künstlerinnen, die über einen absolut einzigartigen Ton verfügen, einen, den man sofort und ohne Zweifel erkennt. Diese fesselnde, Gänsehaut verursachende, beseelte, große Stimme, die einen echten Superstar-Status ausmacht. Anastacia ist genau das. Ein Superstar.

‚Wiederauferstehung’. Ein starkes, interessantes Wort. Es ist die Übersetzung ihres Namens aus dem Griechischen. Es beschreibt den Zustand, neu geboren zu werden. Die englische Übersetzung, „Resurrection“, ist passenderweise auch der Name ihres neuen Albums. Anastacia war auf einer langen Reise – sowohl was ihr Leben angeht, als auch ihre musikalische Karriere. Manchmal muss man vom Weg abkommen, um sich selbst wiederzufinden, Herausforderungen standhalten und experimentieren, aber wenn man fokussiert bleibt, findet man auch wieder zurück. Man kann Dinge wiederauferstehen lassen, die verloren gegangen waren. Wenn jemand weiß, wie man seine innere Stärke findet, sich konzentriert und nicht aufgibt, dann ist das Anastacia.

Dieses Album ist einfach atemberaubend. Eine melodische, von Herzen kommende und erhebende Reise. Es ist das Statement einer Kriegerin, einer Kämpferin, die ihre ermutigende Botschaft an die Welt schickt. Gebt nicht auf, bleibt optimistisch, findet eure innere Stärke. Angefangen von den mitreißenden, ansteckenden, lebensbejahenden Popsongs, die einen dazu bringen, einfach aufstehen und tanzen zu wollen (und bei denen man einfach mitsingen muss, egal wie sehr man vielleicht versucht, es nicht zu tun), bis hin zu den Tracks, die buchstäblich nach dem Herzen greifen und einen Kloß im Hals verursachen, während man noch versucht, die Tränen zurückzuhalten, die irgendwann sowieso das Gesicht hinunterlaufen werden.

 „Stupid Little Things“. Macht Laune, ist eingängig und schnell. Die erste Single. Das beste Beispiel für die ‚wiederauferstandene’ Anastacia, dem Superstar, den wir vor zehn Jahren alle geliebt und an den wir uns immer erinnert haben. Es mag Zufall sein, dass Sam Watters und Louis Biancaniello (die Komponisten von „l’m Outta Love“ und „Left Outside Alone“) genau diesen Track geschrieben haben oder es ist einfach eine Magie, die entsteht, wenn die beiden mit Anastacia arbeiten. So oder so – es funktioniert. Dieser Song bringt einen zum Lächeln, macht, dass man seinen Kopf von links nach rechts werfen möchte – und müsste eigentlich mit einem Warnhinweis versehen sein, dass man, wenn man den Refrain einmal gehört hat, den Rest des Tages nicht mehr aufhören können wird, ihn zu singen. Garantiert. Von diesem augenzwinkernden, poppigen Kopfnicker bis zum ebenso eingängigen, markanten und kraftvollen „Staring at the Sun“ sind wir der positiven Lebenslust Anastacias ausgeliefert. Sei dankbar für das, was du hast, schätze deine Segnungen und verliere dich nicht in Kleinlichkeit, die dich runterziehen kann. Schau darüber hinaus auf den großen Zusammenhang, das Licht.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Für diejenigen, die nicht wissen, welchen Herausforderungen Anastacia sich stellen musste – es gab tatsächlich einige. Erst im April 2013 wurde sie zum zweiten Mal mit Brustkrebs diagnostiziert, zehn Jahre nach ihrem ersten Kampf gegen die Krankheit. Manche wären daran zerbrochen, an dieser Hürde gescheitert, aber Anastacia weigerte sich das hinzunehmen. „Das große ‚K’ ist eine schwarze Wolke, Menschen denken dabei automatisch an den Tod. Ich tat das nicht.“

Irgendwo tief drinnen hatte sie gewusst, dass dieser Tag kommen könnte und obwohl man sich auf eine solche Nachricht nicht einstellen kann, lotete sie ihre Möglichkeiten aus und wurde sich darüber klar, was sie zu tun hatte. Keine einfache Entscheidung, gelinde gesagt, aber sie entschloss sich, sich einer doppelten Mastektomie zu unterziehen und den Brustkrebs ein für alle Mal loszuwerden. Die Prozedur würde intensiv werden und eine ‚Auszeit’ erfordern, um sich zu erholen, aber bis zum Tag der Operation fand sie Trost darin, eine Art Song-Tagebuch zu schreiben. Ein kathartischer Ansatz, etwas, auf das sie sich konzentrieren konnte. Sie war bereit, sich selbst wiederzufinden, durch ihre Musik zur Welt zu sprechen, durch ihre Auferstehung.

Diese persönlichen Veränderungen und Herausforderungen passierten gleichzeitig mit Problemen, die sich in der Musikindustrie abspielten. Eine Welt, die Rückschläge hinnehmen musste, sich aber zurückgekämpft hat. Niemand kann ohne Musik leben. Es gibt kein Leben ohne den Kampf ums Überleben. Jeder sieht sich Herausforderungen gegenüber und dieses Album zu schreiben, war Anastacias Chance, ihre Erfahrungen zu teilen und sie in Worte der Ermutigung zu verwandeln. „Manchmal frage ich mich, ob es meine Bestimmung ist, ein Vorbild zu sein. Man könnte meine Herausforderungen auch als Geschenk ansehen und meine Stimme als Werkzeug.“

In dem Moment als Anastacia erfuhr, dass der Krebs zurückgekommen war, war sie gerade mit Komponist und Produzent Jamie Hartman im Studio angekommen. Das Telefon klingelte, sie hörte zu, nickte ernst und nahm die erschütternde Nachricht auf. Keine leichte Sache so etwas zu hören. Jamie, natürlich schockiert, wollte sie sofort nach Hause schicken. Man kann sich den ungläubigen Gesichtsausdruck nur vorstellen, den er machte, als Anastacia ihr Schweigen brach und ihn ansah: „Machst du Witze? Ich gehe auf keinen Fall nach Hause, lass uns einen verdammten Song schreiben!“ … und genau das taten sie. „Ich wollte nirgendwo hingehen. Nicht weg von dieser Session und ganz sicher nicht aus dem Leben.“ An diesem Tag wurde der Song „Stay“ geboren. Das erste Kapitel ihres Weges in die Genesung. Und, wow, was für ein Song. Eine grandiose Überleitung von den schnelleren Tracks, zu denen man eben noch mit dem Kopf genickt hat, und ein fantastisches Beispiel dafür, wie dieses Album sich jedem Gefühl mit perfekter Ausgewogenheit nähert.

„Die Musikindustrie hat sich extrem verändert seit ich angefangen habe und ich fange gerade an zu lernen mich anzupassen.“ Mit „l’m Outta Love“ von ihrem ersten Studio-Album „Not That Kind“ hatte Anastacia 2000 ihren ersten Hit, der zur meistverkauften Single des Jahres wurde. Der Erfolg hielt mit den folgenden fünf Alben an und brachte ihr genau den Superstar-Status ein, von dem hier die Rede ist, und der bis dato zu mehr als 30 Millionen verkauften Tonträgern geführt hat. Von da an bis hierher hat sie gelebt, gelernt und über sich nachgedacht. Sich zu entschuldigen ist nie leicht, aber manchmal ein notwendiger Teil des Heilungsprozesses. Ein eindeutiger Titel und eine ebenso geheimnisvolle Aussage auf dem Album stellt „Apology“ dar, das wahrhaftige Reue zeigt. Wachse über dein Ego hinaus und gib deine Fehler zu, wenn du sie siehst. Es ist nicht immer einfach, aber manchmal nötig.

Dies Album richtet Worte der Weisheit an jeden von uns. Jeder findet einen Zugang und kann auf irgendeine Weise Trost darin finden – aber selbst wenn man Taschentücher braucht (nach denen man ganz sicher greift, nachdem man „Broken Wings’“ gehört hat), wird man nie ohne eine positive Message zurückgelassen. Von „Lifeline“, einer eindringlichen Geschichte über das Überleben, über das Töten eines Freundes (in diesem Fall ist der Freund Krebs), bis hin zum verführerischen „Evolution“, das sich damit beschäftigt, wie jeder und alles wächst und sich entwickelt, erfahren wir wieder einmal, wie inspirierend es sein kann, wenn jemand es schafft, das Negative in etwas Positives zu verwandeln.

Resurrection“ ist stark, emotional und ansteckend. Ihre Stimme auf diesem Album könnte nicht präsenter sein. Sich kaum mehr verdichten und hinaufschwingen, und nicht tiefer in unsere Seelen reichen. Sie flimmert vor Stärke, Verletzlichkeit und Weisheit gleichermaßen. „Ich habe das Gefühl, dass dieses Album das ‚Ich’ ist, das ich eine Zeitlang verloren hatte. Ich habe sie vermisst, aber ich denke, ich habe sie wiedergefunden.“ Das hat sie tatsächlich. Anastacia, willkommen zurück!

"Resurrection" erscheint am 09.05.2014 bei BMG Rights Management.

 

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Peter Goebel

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