Unsere Videogalerie über Musikstars und Newcomer

05.03.2010 Erste Single-Auskoppelung aus Ihrem neuen Album A curious thing

Universal Music

Amy Macdonald steht vor einem Problem: Sie kann nicht genau sagen, was denn nun das absolute Highlight der vergangenen zwei, drei Jahre war, die seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „This Is The Life“ ins Land gegangen sind. Waren es vielleicht die ersten Auftritte im Vorprogramm von Paul Weller, die schon 2007 in Deutschland stattfanden? „Er und Steve Cradock, sein Gitarrist, waren einfach wahnsinnig nett zu mir, und wir haben uns richtig gut angefreundet“, erinnert sich die schottische Sängerin. „Als ich dann 2008 im Shepherd’s Bush Empire in London ein großes Konzert gegeben hab, war Paul ebenfalls mit von der Partie – das war der absolute Hammer!“

Oder war es vielleicht jener Abend, an dem ihr hier in Deutschland der ECHO als beste internationale Newcomerin verliehen wurde, womit sie mal eben Duffy, Leona Lewis und Gabriella Cilmi geschlagen hatte? Oder vierfach Platin für fast 900.000 verkaufte Alben in Deutschland und damit mehr als im Heimatland UK? Oder dabei zuzuschauen, wie der Titelsong des Albums in zehn Ländern auf Platz #1 der Singlecharts ging? Fühlte es sich nicht vielleicht noch einen Tick besser an, in Deutschland das erfolgreichste Debütalbum einer Engländerin der letzten 10 Jahre abgeliefert zu haben? Selbst Amy Winehouse kann hier mit ihrem Debüt „Frank“ nicht  mithalten. Oder doch eher der Fakt, mit „This Is The Life“ zu den 20 erfolgreichsten Alben der letzten Dekade (2000-2009) in Deutschland zu gehören. Mit Größen wie Robbie Williams, Herbert Grönemeyer, Nelly Furtado, Ich + Ich und Rosenstolz.

Oder: War es doch eher jener triumphale Auftritt auf der Hauptbühne des schottischen „T In The Park“-Festivals, zu dem sie früher immerhin selbst alljährlich gepilgert ist, zumindest seit sie das Alter erreicht hatte, in dem es ihr von Rechts wegen erlaubt war, ein eigenes Zelt aufzuschlagen?

Oder war es vielleicht der Tag, an dem sie selbst das „In Rainbows“-Album von Radiohead im Januar 2008 vom ersten Platz der britischen Albumcharts verdrängte? „Das fühlte sich allerdings großartig an“, gesteht die Schottin, die gerade mal 19 war, als „This Is The Life“ in die Läden kam (jetzt ist sie immerhin 22). „Um Weihnachten lag das Album die ganze Zeit ziemlich weit vorne. Da war es in England schon ein halbes Jahr im Handel, und direkt nach der Veröffentlichung war es ja schon auf Platz #2 gewesen. Als dann die Weihnachtssaison anbrach, war ich schon ultraglücklich darüber, dass es irgendwo um die Top-20 lag. Nach Weihnachten kletterte es dann noch weiter nach oben: Am Freitag Platz #3, ein paar Tausend Einheiten hinter Take That, aber immer noch meilenweit von Radiohead auf Platz #1 entfernt. Ich denke mal, dass die ganzen Leute, die samstags ihre Einkäufe erledigen, etwas damit zu tun hatten: Muttis im Supermarkt kaufen nun mal keine Radiohead-Alben, und so hab ich sie dann doch noch überrunden können.“ Als sie von der Erstplatzierung erfuhr, griff sie sofort zum Telefon und rief ihre Mutter an. „Es war einfach nur der Hammer.“

Aber zurück zum eigentlichen Thema: War das nun das absolute Highlight dieser ganzen Höhepunkte? Nein, war es nicht. Nichts von alledem war es. 

„Ich liebe es einfach, auf der Bühne zu stehen, und ich bin am glücklichsten darüber, dass ich in dieser Hinsicht so viel auf die Beine gestellt habe“, sagt sie und bezieht sich damit auf die Welttournee, in deren Rahmen sie bis letzten Herbst unterwegs war. „Das ist für mich persönlich das Wichtigste überhaupt, was auch daran liegt, weil ich mich noch genau daran erinnern kann, wie es damals als Teenagerin für mich war: Wenn ich mir eine CD gekauft hatte und sie richtig, richtig gut fand, sagte ich mir irgendwann: ‘Genau jetzt würde ich diese Band gerne live sehen.’ Und ich kann es kaum glauben, dass ich heute selbst auf Festivalbühnen stehe und in aller Welt in großen Clubs auftrete.“ 

Monate, Meilen, Club-Gigs, Kneipen-Shows, ausverkaufte Hallen, Theater, Festivals, Zugaben, noch mehr Zugaben: Dank einem stets randvollen Tourkalender – absolut klassisch also –, einer ordentlichen Portion Mundpropaganda und jeder Menge Airplay (besonders mit den beiden internationalen Mega-Hits „Mr. Rock and Roll“ und „This Is The Life“, die wirklich überall rauf und runter liefen) ist Amy Macdonald, zuvor eine unbekannte Teenagerin, die ihre eigenen Songs sang, zu einem internationalen Star geworden. Und da die Songwriterin heute noch genau so rastlos ist wie damals, hat sie die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre in den Sound ihres zweiten Albums verwandelt: „A Curious Thing“. Das Resultat klingt einfach nur groß, mutig und dramatisch. Intim, zärtlich und bewegend. Kurzum: Es klingt nach Amy Macdonald. Mit neuer Energie, brandneuen Songs und unglaublich satter Stimme. Dazu hat sie ein hämmerndes Klavier als neues Element in ihren Sound integriert. Und Paul Weller ist gleich mehrfach auf dem neuen Longplayer zu hören.

Fragt man sie nach dem Titel des Albums, erklärt sie, dass der auf einer Zeile aus dem neuen Stück „No Roots“ basiert. Sie singt: „this life I lead, it’s a curious thing but I can’t deny the happiness it brings“. Ihr geht es also um diejenigen Dinge, die in den vier Jahren seit der Unterzeichnung ihres ersten Plattenvertrags geschehen sind. Was vieles sein kann (siehe oben). Aber gut zu wissen, dass sie glücklich ist.

Allerdings soll das nicht heißen, dass Amy dieses Mal von den Schattenseiten eines Lebens berichtet, das unzählige Hotelübernachtungen und Flugstunden mit sich bringt; auch nicht, dass sie in irgendwelche sonnigeren, eleganteren Gefilde umgezogen wäre. Oh nein: Sie ist nach wie vor in einer schottischen Kleinstadt zu Hause, ganz in der Nähe von Glasgow, um genau zu sein. Inspiration findet sie nach wie vor in ihrer eigenen Gefühlswelt, und noch immer geht sie am liebsten in das mickrige, stickige, ja sogar ziemlich muffige Studio im Haus ihres Managers und Produzenten Pete Wilkinson, um an neuen Ideen zu arbeiten. Und das, obwohl der in Surrey lebt. „So machen wir das nun mal: So fühlen wir uns gut bei der Arbeit und genau so mögen wir’s halt“, sagt sie.

Die ersten neuen Songs für ihr zweites Album komponierte sie bereits im Frühjahr letzten Jahres, als sie gerade eine kurze Tourpause einlegte. Erstmals holte sie also die alten Notizbücher hervor und durchforstete sie nach Songideen – während sie zuvor immer alles sofort erledigt hatte: Wenn ein Song nicht im Handumdrehen fertig war, wurde die Idee erst mal ad acta gelegt. Darum waren die Stücke ihres Debüts auch so unfassbar eingängig und catchy. Und: genau darum waren in diesen Büchern auch noch so viele gute Ideen versteckt, dass man früher oder später einfach noch einen Blick wagen musste.

„Love, Love“ zählt zu diesen „älteren Songs“: ein Track, der absolut nach vorne geht und den Amy treffend als „einen ziemlich durchgeknallten Song“ bezeichnet, „der für den Flow der LP verdammt wichtig ist“. Es ist einer von mehreren Songs auf „A Curious Thing“, bei denen das Tempo deutlich höher ist; zugleich ist er charakteristisch, weil schon hier deutlich wird, dass der Sound dieses Mal sehr viel satter ist. „Das alles hängt damit zusammen, dass ich pausenlos auf Tour war“, erklärt sie, „denn ich war dadurch ja so gut wie immer mit meiner Band zusammen, alles supergute Musiker übrigens, und die haben selbst in ihrer Freizeit noch irgendwelche Jam-Sessions auf der Bühne veranstaltet. Ehrlich gesagt sind dabei die schrägsten Sachen herausgekommen: Wir haben zum Beispiel eine halbe Ewigkeit damit verbracht, das komplette erste Album in Reggae-Versionen zu verwandeln. Dadurch kam ich auf die Idee, mit mehr Instrumenten zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass das neue Album einfach nur groß und massiv klingt.“

Ein paar dieser Instrumente fand sie schließlich in Wellers sonst recht simpel ausgestattetem Aufnahmestudio namens „Black Barn“, das nur wenige Kilometer von Wilkinsons Studio entfernt liegt. Genau hier wurde „A Curious Thing“ schließlich aufgenommen, unter anderem also auch die Songs „Love, Love“ (auf dem der „Modfather“ Gitarre spielt) und das knallharte „This Pretty Face“, auf dem Weller Bass spielt und Amy ein absolut vernichtendes Statement über „diesen ganzen kaputten Celebrity-Kult“ macht: „Ich hasse diesen Aspekt der Musikwelt: Mich interessiert nur die Musik der Leute und nicht, was für Klamotten sie tragen.“

Aufgeblasene Popstars bekommen auch auf dem Track „Don’t Tell Me That It’s Over“ ordentlich ihr Fett weg: Zugleich die erste Singleauskopplung, gibt’s hier nicht nur echte Streicher zu hören, sondern auch einen Refrain, der einfach nur gewaltig ist. Dabei handelt ihre erste Single keinesfalls vom Ende einer Beziehung – Amy ist nach wie vor mit dem Fußballprofi Steve Lovell zusammen, der momentan für den schottischen Erstligisten Partick Thistle spielt –, und auch das Ende irgendeiner Karriere ist damit nicht gemeint. Stattdessen kam ihr die Idee während der Verleihung eines großen europäischen Musikpreises, „und da war dieser bekannte Musiker, der gerade einen der Preise in Empfang genommen hatte und nun vor den Leuten seine Predigt hielt“, erinnert sich Macdonald, die sich in dem Song „Poison Prince“ zuvor schon über ihren einstigen Helden Pete Doherty und dessen Probleme ausgelassen hatte. „Auf jeden Fall war das Ganze einfach nur unfassbar peinlich. Kann ja sein, dass du gerade einen Award bekommen hast, weil deine Songs irgendwie toll sind, aber die Leute haben einfach keine Lust, deine persönliche Meinung zu all diesen Themen zu hören! Und nein: Es war weder Bono noch Kanye West...“

Am anderen Ende des klanglichen Spektrums findet man dann einen Song namens „What Happiness Means To Me“. „Am besten daran finde ich, wie ruhig der Track klingt, wie natürlich er rüberkommt. Wir haben meine Stimme ganz ohne Effekte aufgenommen. Ich fand, dass es der perfekte Song ist, um das Album damit ausklingen zu lassen.“

Geschrieben hat Amy „What Happiness Means To Me“ übrigens auf dem Klavier ihres Freunds, und überhaupt taucht der Fußballer indirekt gleich mehrfach auf „A Curious Thing“ auf: Den Song „Troubled Soul“, ein druckvolles Stück mit harten Drums und keltischen Anklängen, hat sie zum Beispiel für ihn geschrieben, als der Stürmer gerade mit seinem damaligen Team Aberdeen eine tor- und damit glücklose Phase durchmachte und selbst zu Weihnachten in Aberdeen bleiben musste. Das aufmunternde „Your Time Will Come“, das schon längst zu den Highlights ihrer Konzerte gehört, schrieb Amy ebenfalls für Lovell, auch wenn sie in diesem Fall ein Thema behandelt, mit dem sich jeder identifizieren kann: „Ich schätze mal, dass jeder Mensch irgendwann an den Punkt kommt, wo man einfach nicht weiter weiß – an dem man plötzlich Zukunftsängste hat. ‘Your Time Will Come’ ist ein optimistischer Song, der einem versichert, dass alles schon wieder werden wird.“ 

Mit dem Song „An Ordinary Life“ bezieht sich Amy hingegen auf ihr eigenes Leben; und wieder macht sie einen Seitenhieb – dieses Mal gegen diejenigen Groupies, die sich um den in Schottland geborenen Hollywood-Schauspieler Gerard Butler versammelt hatten, als er eine Party anlässlich des Kinostarts von „Gesetz der Rache“ veranstaltete. Amy legte es gar nicht erst drauf an, mit ihm ins Gespräch zu kommen, obwohl er ihr bereits persönlich versichert hatte, wie grandios er doch ihr Debütalbum fand. „Ich dachte mir: Ist echt schräg, dass dieser Hollywood-Typ zu mir kommt und mir erzählt, dass ich so cool bin und so coolen Sound mache. Aber das war wieder so eine Nacht, in der es alle nur darauf abgesehen hatten, etwas von diesem Ruhm abzubekommen. Nur darum wurde er die ganze Zeit von all diesen Leuten belagert...“

„Sprich: Dieser Song handelt genau genommen von ihm“, sagt sie weiterhin. „Er steht da und alle Augen sind auf ihn gerichtet. Bei mir ist das anders: Ich führe immer noch ein ganz normales Leben, und das soll auch so lange wie möglich so bleiben.“

Was das betrifft, sollte Amy Macdonald allerdings vorsichtig sein. Denn mit „A Curious Thing“ wird sie definitiv noch mehr Menschen in ihren Bann ziehen.

 

Quelle: Universal Music www.universal-music.de

Erscheint ab 12.3.2010 bei Mercury/Universal

Auch erhältlich bei www.amazon.de


Jascha.Farhangi@remove-this.umusic.com

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01.03.2010

Sony BMG

Im Jahre 2006 gelang dem Sänger und Songwriter mit dem Plattenlabel 3p der Sommerhit: 'Sommer unseres Lebens' hielt sich wochenlang in den Charts, ebenso wie das Album 'Der fliegende Mann'. Für sein neues Album, das mit Produzent Marvin Glöckner entstand, hat er sich viel Zeit genommen - was sich gelohnt hat! Die sechzehn zeitlosen, emotionalen Songs auf "Flugplan 2" gehen unter die Haut. Mit einer Mischung aus anspruchsvollen Popsongs, eindrucksvoller Filmmusik und romantisch einfühlsamen Balladen stellt er einmal mehr auf beeindruckende Weise seine Stimmgewalt unter Beweis.
Eine limitierte Digipack-Version bietet außerdem den Zugang zu drei Bonus-Songs, die über seine Homepage zum Download stehen.

Am 19. Februar veröffentlicht Sebastian Hämer die Singleauskopplung “Wieso bist Du weg von mir” aus dem im März 2010 erscheinenden Album “Flugplan 2

 

Erscheint am 26.2.2010 bei www.sonymusic.de

Sony Music Entertainment Germany GmbH
Neumarkter Str. 28
81673 München
Germany
Telefon: +49-(0)89-4136-0

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25.02.2010 Popsternchen

Sony BMG

Sheri ist der neue Star aus Skandinavien aber keine zweite Agnés Carlsson oder ein schwedischer Lady Gaga-Verschnitt, weil das gerade'in' sein mag. Sheri ist anders Sheri ist authentisch.

Das 24-jährige Wunderkind Sheri aus Enköping, Schweden, schreibt ihre ersten Texte im Alter von neun Jahren und weiß schon in diesem Moment, dass Musik ihre Berufung ist. 2009 hat Sheri ihren Durchbruch auf schwedischen Bühnen, nun ist das schöne Talent auf dem Weg, auch international durchzustarten.
Mit 15 unterschrieb Sheri ihren ersten Vertrag als Songwriterin mit Sony-ATV Publishing. Seit zwei Jahren ist sie beim Label Mamia Music unter Vertrag. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird Mamia Music vertrieben durch NEO / Sony Music Entertainment (Germany).

Als erste Single 2010 erscheint der Song 'U Got Me Good', der auf Anhieb auf Platz 2 der schwedischen Charts einsteigt. Die hübsche Sängerin hängt Agnes, Rihanna und Co damit locker ab. Der Song ist außerdem der offizielle Soundtrack zum Blockbuster 'Easy Cash' der Film basiert auf dem schwedischen Bestseller Snabba Cash .

Ihr Debütalbum „First Sign“, das am 26. März erscheinen wird, entstand in Zusammenarbeit mit den Top-Producern Jörgen Elofsson (Britney Spears, „Pop Idol“ & „American Idol“, Celine Dion, Westlife) Andreas Carlsson (Carrie Underwood, Backstreet Boys, N´Sync), JC Chasez, Richard Fortus, Gitarrist und Member von Guns N´Roses und Jack Splash (Alicia Keys, Missy Elliott, John Legend).

Erschienen bei Sony BMG am 26.2.2010 www.sonymusic.de/Sheri

Auch erhältlich bei www.amazon.de

 

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21.02.2010 ein echtes schauspiel

EMI

"This Is War", der Titel des neuen Albums von Thirty Seconds To Mars, ist weit mehr als lediglich eine Referenz an die inneren Kämpfe, die die Band im Zuge der Albumproduktion ausgefochten hat, mehr als eine Referenz an die globalen wirtschaftlichen und klimabedingten Krisen und mehr als nur eine Hommage an den berüchtigten Rechtsstreit mit Virgin Records um 30 Millionen Dollar. "This Is War" ist vor allem das Ergebnis einer 18 Monate währenden kreativen Schlacht, die die Band mit aller Heftigkeit, aber in der privaten Abgeschiedenheit eines Studios geführt hat, das sie sich in einem Haus in den Hollywood Hills eingerichtet hatte. Am Ende zählt nur das Resultat: ein triumphales und machtvoll klingendes Epos, das ihre Visionen konsequent fortsetzt, die mit ihrem Debütalbum aus dem Jahr 2002 und dem mehrfach mit Platin ausgezeichneten Folgewerk "A Beautiful Lie" bereits zwei beeindruckende Werke hervorbrachten.

"This Is War" markiert für Thirty Seconds To Mars einen Riesenschritt nach vorn, einen, der das Trio (Leadsänger und Gitarrist Jared Leto, Schlagzeuger Shannon Leto und Gitarrist Tomo Milicevic) endgültig zu einer der weltbesten stadionfüllenden Rockbands unserer Zeit macht. Die L.A. Times bezeichnet "This Is War" als "kämpferisches...düster und bedrohliches...und bis dato souveränstes Werk der Band". In der Alternative Press, die dem Album vier Sterne gibt und es als "künstlerischen Triumph von Thirty Seconds To Mars" bejubelt, herrscht eine ähnliche Meinung, und auch das Kerrang! Magazine würdigte es als das "bislang stärkste und vollkommenste Opus" der Band.

Jared Leto: "Zwei Jahre hat es uns gekostet, wir sind durch die Hölle gegangen und wieder zurückgekommen. Einmal waren wir an einem Punkt, wo ich dachte, das wird unser Tod sein, aber es war eher ein Wandlungsprozess - mehr noch eine richtige Revolution als bloß eine Evolution. Wir sind daran richtig gewachsen."

Als Führer auf ihrer Reise engagierten Thirty Seconds To Mars zwei der einflussreichsten Produzenten der Welt: Flood (U2, Nine Inch Nails, Depeche Mode, Smashing Pumpkins) und Steve Lillywhite (U2, The Rolling Stones, Peter Gabriel).

Jared Leto: "Flood hat karmische Fähigkeiten, wenn es gilt, mit Bands in solch intensiven Wandlungsperioden ihrer kreativen Laufbahn zu arbeiten. Wir wussten, dass wir bereit für etwas Neues waren, etwas Anderes, etwas Unerwartetes. Flood war die perfekte Person, um uns auf diesem Weg unterstützend zu begleiten."

Tomo Milicevic: "Rein vom Klang her ist dies ein Neubeginn, eine Wiedergeburt. Und als Songwriter war Jared diesmal gnadenlos. Er drang in Bereiche vor, die ich so noch nie erlebt habe."

Flood und Lillywhite schenkten der Band die Freiheit und das Selbstvertrauen, ganz andere Sounds, Strukturen und Ideen zu erkunden. "Das ist ein Prozess, der Wahrheit, Ehrlichkeit und eine Menge harter Arbeit erfordert", erklärte Flood, als er der Presse erzählte, dass die Band sich zum Ziel gesetzt hatte, einen Albumklassiker zu schaffen und sich dabei bis über die Grenzen des bisher Erreichten hinaus zu verausgaben. "Das sind genau die Dinge, die ich als bereichernd empfinde", fügte er hinzu. Im Laufe dieses Prozesses übernahm zunächst Flood das Ruder und am Ende nahm Lillywhite das Zepter in die Hand, enthüllten Themen wie Glauben, Moral, Rechtfertigung, Freiheit und Wiederauferstehung in Aufnahmen, die zu ihren wohl persönlichsten und politisch am stärksten motivierten Projekten bislang gehörten.

Shannon Leto: "Flood begab sich mit uns auf eine lange Reise und es wurde eine unvergessliche Erfahrung. Er half uns bei der Suche, genauer herauszufinden, wer wir wirklich sind als Band und als Musiker. Steve half uns, die Sache zu Ende zu bringen, was oft der schwierigste Teil am Aufnahmeprozess ist. Wir sind an ihrer Seite in den Krieg gezogen und empfanden am Ende nur noch Liebe und Respekt für die beiden."

Zusätzlich zu Jareds schneidender, kompromissloser Stimme, treibenden und melodiösen Bass, Gitarren und Keyboards, Shannons mächtiger und einfallreicher Percussion sowie Tomos durch Mark und Bein gehenden Gitarrenkaskaden verblüfft "This Is War" mit phantasievollen Effekten und Klangschichten altmodischer Synthesizer. Echte tibetanische Mönchsgesänge eröffnen auf "Escape" das Album und beenden es auf "L490", die Stimme eines französischen Mädchens führt durch "The Night Of The Hunter" und mit dem Schrei eines Falken beginnt die erste Single "Kings & Queens", die die Band in genau jenem Haus in Südafrika geschrieben hat, in dem sie auch ihren Modern-Rock-Charts-Smash-Hit "The Kill" aufgenommen hatte. Und der Falke ist alles andere als ein Studiotrick. "Der Falke lebte über dem Haus", so Jared. "Wir verbrachten Stunden damit, auf ihn zu warten, um dann aufs Dach zu klettern und ihn live aufnehmen zu können."

Aber das vielleicht atemberaubendste und tiefgreifendste Instrument auf dem Album ist der euphorische Klang tausender Fans von Thirty Seconds To Mars - eine mehr als 100.000 starke Legion namens The Echelon - die in Einklang singend auf dem ganzen Album zu hören sind. "The Summit" (Das Gipfeltreffen) war ursprünglich lediglich ein Aufnahmeexperiment, als sich im April 2009 in Hollywoods Avalon Club ungefähr 1.000 Fans respektive Echelons aus aller Welt eingefunden hatten, um zu den Aufnahmen ihr Stampfen, Rufen, Schreien, Klatschen und Summen aufzeichnen zu lassen. Es war ein unüberhörbarer Erfolg und Buzznet nannte dieses 1000-köpfige Orchester "field recordings of fandom", die nahezu maßgeschneidert seien, sie auch live zu spielen.

Der Erfolg dieses ersten Gipfeltreffens führte schnell zu acht weiteren solcher Summits rund um den Globus ((Australien, Italien, Deutschland, Frankreich, Japan, Mexiko, England, Kanada) mit Zehntausenden von Teilnehmern. Hinzu kam, dass die Band über Twitter eine Nachricht eines Fans aus dem Iran bekam, der zu keinem der Gipfeltreffen kommen konnte, so dass Jared, Shannon und Tomo das Experiment erweiterten. Da die digitalen Möglichkeiten ohnehin seit Jahren den weltweiten Erfolg der Band forciert hatten, initiierten Thirty Seconds To Mars im August 2009 den "Digital Summit" und luden jeden ein, der über einen Computer, Aufnahmemöglichkeiten und Internetverbindung verfügte, ihnen Sounds und Stimmen über TwitVid zu schicken. Das Resultat waren Beiträge aus den USA, aus Australien, Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Mexiko, Kanada und Iran, die Thirty Seconds To Mars ermöglichten, ihre riesige internationale Fangemeinde an dem neuen Album teilhaben zu lassen.

Jared Leto: "Der Summit war ein wesentlicher Bestandteil bei der Entstehung dieses Albums. Es war ein interaktives Aufnahmeexperiment, dessen Erfolg unsere Hoffnungen weit übertroffen hat, und avancierte zu einem prägenden Element der Aufnahmen. Es war eine so spannende wie einzigartige Möglichkeit für uns, diese Erfahrung mit unserer weltweit verstreuten Familie zu teilen."

"Kings & Queens", die erste Single aus "This Is War", wurde von Billboard als "epischer Rock in seiner bewegendsten Art" bezeichnet und hat den Kurzfilm "The Ride" inspiriert, der unter der Regie von Bartholomew Cubbins ("The Kill", "From Yesterday") entstand, einem der Stammregisseure von Thirty Seconds To Mars. Der Film zeigt eine zeitkritische Massenbewegung, einen sogenannten crank mob, der mit fortschrittlichen und umweltbewussten Absichten gegründet wurde. Hier präsentiert sich eine bewundernswerte Gruppe von Radfahrern auf einer nächtlichen Tour von Downtown L.A. nach Santa Monica, eine Liebeserklärung an Los Angeles, der Stadt, die in der Geschichte der Band eine ebenso bedeutende Rolle spielt wie für die Entstehung von "This Is War". Die Single "Kings & Queens" schoss in den USA bereits in die Top 3 des Alternative Radio, nicht einmal einen Monat, nachdem sie erstmals zu hören war. Ein vielversprechender Auftakt für das, was in nächster Zeit noch kommen mag.

Quelle: EMI Music


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16.02.2010

Universal Music

Mit der Pop-Gruppe Girls Aloud hat sie unzählige Musikpreise gewonnen, ueber 20 Top 10 Hits gehabt, Millionen von Tonträgern verkauft und sich zu den absoluten Lieblingsstars des Königreichs entwickelt. Cheryl Cole gilt laut FHM momentan als die heißeste Britin und die neue Fashion-Ikone (gewählt vom Tatler). Jetzt startet Cheryl Cole mit ihrem u.a. von will.i.am produzierten Album solo durch und präsentierte gestern in München einen ersten Vorgeschmack beim „Digital Lifestyle Design“-Event von Burda Media.

Der Promi-Blogger Perez Hilton himmelt sie an, L’Oreal hat sie als Werbestar unter Vertrag genommen und in Grossbritannien hat sie Victoria Beckham vom Thron gestoßen: Über keine andere wird in den UK-Medien so viel berichtet wie über Cheryl Cole! Das renommierte Tatler Magazin wählte sie zur neuen Stil-Ikone Englands und FHM kürte sie 2009 zur Sexiest Woman der britischen Insel! Die Times erklärte Cheryl Cole zum „Nationalheiligtum“ und „nationalen Obsession“. Die britische Vogue ist sich sicher, dass Cole neue Premierministerin werden könnte, wenn sie nur möchte. Das Königreich ist ganz verrückt nach der schönen Sängerin!

In Großbritannien hat Cheryl Cole's Solodebüt bereits einen neuen Rekord aufgestellt: „Fight For This Love“ wurde zur „am schnellsten verkauften Single und Debüt des Jahres“ und eroberte direkt Platz#1 der UK-Charts. Zudem stand der Song sechs Wochen an der Spitze der Airplaycharts. Das Album „3 Words“ debütierte ebenfalls auf Platz#1 und wurde mittlerweile mit Doppelplatin ausgezeichnet. 

Jetzt startet Cheryl Cole mit ihrem Soloalbum auch in Deutschland durch! „3 Words“ wurde u.a. von Black Eyed Peas-Chef will.i.am und Syience (u.a. Beyoncé) geschrieben und produziert. Gestern Abend stellte Cheryl Cole beim „Digital Lifestyle Design“-Event zum ersten Mal in Deutschland ihre Debütsingle „Fight For This Love“ (VÖ: 19. Februar) und den Titeltrack „3 Words“ feat. will.i.am vor. Der grandiose Auftritt – u.a. war will.i.am als Hologramm zu sehen – wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. 



Bei uns erscheint die Debütsingle „Fight For This Love“ am 19. Februar.

Das Debütalbum „3 Words“ erscheint am 05. März 2010

KONTAKTE:

Universal Music Deutschland
Stralauer Allee 1
10245 Berlin
Fon +49 30 52007 01
Fax +49 30 52007 09

Presse: Giang.Truong@umusic.com

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12.02.2010 Zuckersüß und talentiert

Posthof Linz

Wir kennen sie alle, die Märchen in denen der schöne Prinz die noch schönere Prinzessin rettet … Nur dieses Märchen, das wir erzählen, ist wahr. Auch wenn der Prinz die Prinzessin nicht retten muss, ist unsere Prinzessin doch sehr froh, dass er da ist. Schließlich handelt es sich um Lenny Kravitz, eigentlich längst kein Prinz mehr, sondern König des Pop-Rock-Funk-Soul. Und Anna F., die österreichische Popprinzessin, die sich unaufdringlich und klammheimlich in die Ohren des österreichischen Volkes sang, ist zur rechten Zeit am rechten Ort.

Anna F. ist Musikerin, Sängerin, Sportjournalistin und gelegentlich Model – und gerade erst mal 24 Jahre jung. Und Anna F. ist mehr. Kein am Reißbrett entworfener Popstar, sie hat sich selbst erfunden. Independent, unverwechselbar und authentisch sucht Anna F. nicht nach Jemandem, sie lässt sich finden. Ohne Plattenvertrag und ohne vorprogrammierter Marketingmaschinerie ist sie genau da, wo viele träumen hinzukommen: In den österreichischen Charts und fulminanter Opening Act für Lenny Kravitz' Europatour. Ja und selbst das war keineswegs geplant, auch das passierte einfach so - und Anna F. lässt auch das einfach so wieder passieren ...

1. Kapitel: Sprungbrett Fernsehwerbung
Eine junge Steirerin liebt es Musik zu machen und träumt von einer großen Karriere auf den Bühnen dieser Welt. Raiffeisen ist auf der Suche nach einem passenden Song für die neue Image-Kampagne. So hat alles begonnen. Und so geht's weiter. Die Bank wurde fündig und Anna F.'s Song „Time Stands Still” ist seither mehr als nur Hintergrundmusik für die neuen Spots. So schafft es Anna F., sich durch die Werbung in die Ohren der Österreicher zu singen. Spätestens da wusste man, dass die Zeit keinesfalls still steht.

2. Kapitel: Aus der Werbung in die Charts
Keine CD im Handel und doch werden die Charts gestürmt. Obwohl es den Song „Time Stands Still” nur als Download-Version gibt, schafft Anna F. den Sprung in die Austria Top 40, in die Ö3-Hörercharts und wird sowohl beim Radiosender FM4 als auch bei allen anderen österreichischen Radios rauf und runter gespielt. Parallel dazu laufen in Innsbruck die Vorbereitungen für das Lenny Kravitz-Konzert am 12. Juni 2009. Die Idee, Anna F. & Her Ex Boyfriends als Vorgruppe für den 4-fachen Grammy-Gewinner zu engagieren, keimt auf und beginnt zu wachsen. Anna F. und Lenny Kravitz müssen sich kennen lernen, beschließt der Raiffeisen Club als Konzertveranstalter und nimmt Anna – unter dem Motto „Talente gehören gefördert!” – zum offiziellen Start von Lenny's Europa-Tournee mit nach Paris. Erste Tuchfühlung, Anna kann beim Management ein Demoband abgeben – geschafft! Anna findet es „an' Wahnsinn” und ist vom Privatkonzert mächtig beeindruckt.

3. Kapitel: Der Musikvideo-Dreh in Tirol
Rund zwei Monate später. „Time Stands Still” startet voll durch und Anna F. klettert in den Charts weiter nach oben, sie nimmt ihr erstes Album auf und feilt daran, ehe es im Herbst 2009 erscheinen wird. Ihre Fans wollen auch endlich das Gesicht zur Musik sehen. Anna F. macht sich auf den Weg nach Tirol und dreht dort auch ihr erstes Musikvideo.

4. Kapitel: Opening Act im letzten Moment, doch dann entdeckt Lenny Anna
Erst wenige Tage vor dem Lenny-Kravitz-Konzert in Innsbruck bestätigt Lennys Management: Anna F. ist als Vorband mit dabei. 12. Juni: Die Aufregung bei ihr ist jetzt riesengroß. Noch vor ihrem Soundcheck lernt Anna F. den eigentlichen Star des Abends, Lenny Kravitz, kennen. Magie liegt in der Luft, Lenny ist während des gesamten Soundchecks von Anna höchstpersönlich dabei, verfolgt ihren ersten ganz großen Auftritt vor sechstausend Zuschauern. Und auch wenn Lenny's Konzert ein musikalisches Feuerwerk wird, ist eines allen klar: Anna hat das Publikum von den Socken gerissen und hat vor allem einen begeistert, der selbst im Publikum war – Lenny Kravitz! Denn während für die meisten der Konzertabend zu Ende ist, fängt „Let Love Rule” erst so richtig an. Auf eigenen Wunsch des Superstars soll Anna F. auch in Wien als Vorband auftreten.

5. Kapitel: Das Unglaubliche wird für Anna F. wahr – mit Lenny on the road
Wien, 13. Juni 2009. Anna F. begeistert auch in Österreichs Hauptstadt und da nicht nur die zahlreichen Fans, sondern einen ganz besonders. Was ist es, das Lenny zu neuerlichen Überraschungen veranlasst? Hat Lenny Anna F.'s Musik für sich entdeckt, sieht sich Lenny in Anna F. wieder oder sind es vielleicht gar die berühmten Flugzeuge im Bauch? Fakt ist, Lenny ändert alle Pläne der groß angelegten Europatournee. Mister Kravitz krempelt die Tourplanung und Promotionstrategie um, will Anna F. bei den verbleibenden Gigs unbedingt mit dabei haben. Und so passiert das schier Unglaubliche: Anna F. begleitet Lenny Kravitz auf seinen Konzerten in U.K.! Sie schreibt das Märchen also ein Stückchen weiter, ganz nach dem Motto:„"Träume sind da, um gelebt zu werden.”

Wie alles weitergeht, wird man sehen, wir halten Sie am Laufenden … oder sie recherchieren selbst, besuchen die Konzerte und schreiben diese unglaubliche Story einfach weiter.

 

Tourneedaten 2010 unter:
 http://www.myspace.com/annaf6

http://www.annaf.com/

 

LIVA / POSTHOF- Zeitkultur am Hafen www.posthof.at
Posthofstrasse 43, A-4020 Linz

Pressekontakt Karl Zabern: zabern@posthof.at

 

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07.02.2010

Mercury/ Universal

Ziel war es, ein Album aufzunehmen, das sich wie ein Debüt anfühlt“, sagt Kelly Jones über das siebte Studioalbum. „Keep Calm And Carry On“, das neue Album der Stereophonics, erscheint am 26. Februar 2010 und klingt anders als die Vorgänger. Die Waliser sind minimalistisch, komprimiert, kurz und bündig, poppig und gefühlvoll. Anders gesagt: Es erzählt 12 pointierte Geschichten, die mit perfekt durchdachten Melodien untermalt sind.

Ihr Klangspektrum ist gewachsen. Neben dreckigen Riffs bei „Trouble“ finden sich auf dem neuen Album minimalistische Electro-Beats auf dem Track „Beerbottle“. Dazu das anmutige, zart mit Gitarren bedachte „Could You Be The One“ oder „Show Me How“, eine wunderschöne Ballade, die das Album mit Klaviermelodien und Streichern ausklingen lässt.

Wir alle sind schon stolz auf das, was wir erreicht haben, aber ich wusste auch, dass wir gerade jetzt alles geben und ein richtig großes Album abliefern mussten“, sagt Kelly Jones

Nachdem sie zuletzt von ihrem Greatest-Hits-Album gut 750.000 Einheiten verkaufen konnten, hat Kelly Jones, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Songwriter der Stereophonics, mit seiner Band dieses Mal eine vollkommen neue Richtung eingeschlagen: „Keep Calm And Carry On“ klingt minimalistisch, komprimiert, kurz und bündig, poppig und gefühlvoll; anders gesagt: Es erzählt 12 pointierte Geschichten, die mit perfekt durchdachten Melodien untermalt sind.

„Natürlich schwebt der Name Stereophonics über uns und man erwartet daher einen gewissen Sound, auf den die Leute stehen, aber das alles wollte ich ganz bewusst wegdrücken und einfach mal für einen Moment vergessen. Stattdessen sollte es eine Platte werden, die auch ohne unsere Vorgeschichte für sich steht: Ein paar Songs, die man mit einer kleinen Band in irgendeiner x-beliebigen Bar spielen kann, und wenn sie gut genug sind, denken die Leute plötzlich gar nicht mehr an ihr Bier, drehen sich um und hören etwas genauer hin. So muss man sich das ungefähr vorstellen.“

„Decade In The Sun: The Best Of The Stereophonics“ kam vor einem Jahr, im November 2008 in die Läden. „Das war genau der richtige Zeitpunkt“, meint Bassist Richard Jones, der bereits seit der Gründung im Jahr 1992 dabei ist. „Gut zehn Jahre nach dem Release unseres Debütalbums fühlte sich dieses Best-Of-Album wie eine Veröffentlichung an, mit der man dieses Jubiläum feiern will, und nicht wie irgendeine Platte, mit der man bloß auf zusätzlichen Gewinn aus ist. Und dann hielt sich die Platte auf einmal wochenlang in den Charts, was uns neuen Ansporn gab, weil wir, so lustig das jetzt klingen mag, erst daraus ablesen konnten, dass die Leute nach wie vor auf unseren Sound stehen.“

Stereophonics waren nicht immer die absoluten Kritikerlieblinge, aber seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Word Gets Around“ im Jahr 1997 ist es ihnen gelungen, sich künstlerisch permanent weiterzuentwickeln und einen Erfolg nach dem anderen zu feiern, während die meisten anderen Vertreter der Britpop-Zunft früher oder später auf der Strecke blieben. „Wir alle sind schon stolz auf das, was wir erreicht haben, aber ich wusste auch, dass wir gerade jetzt alles geben und ein richtig großes Album abliefern mussten“, sagt Kelly.

„Wir mussten die Latte dieses Mal noch ein Stückchen höher legen, sonst wären wir Gefahr gelaufen, dass wir einrosten, wie es so vielen der Bands passiert ist, die zeitgleich mit uns angefangen haben. Dabei hatte ich keinerlei Zweifel, dass uns das gelingen würde.“

Schon früh fassten Stereophonics daher den Entschluss, dieses Mal einen neuen Produzenten ins Boot zu holen – „einfach nur, um ein wenig Leben in die Bude zu bringen und uns vor eine neue Herausforderung zu stellen.“ Also arbeitete Kelly mit Jim Abbiss zusammen, der zuvor schon mit so unterschiedlichen Künstlern wie den Arctic Monkeys, Kasabian, The Enemy, Björk, Adele und Massive Attack im Studio war. „Angefangen haben wir mit einer Reihe von Demos, doch bilden diese frühen Aufnahmen gewissermaßen den Kern der neuen Platte. Wir haben das Pferd nämlich von hinten aufgezäumt: Ich wollte diese ganze Wand aus Gitarrensounds entfernen und den Gesang mehr in den Vordergrund stellen, und insgesamt sollte deutlich mehr Raum bleiben, damit sich die Melodien der Songs noch besser entfalten können. So gibt es auf dem Album zum Beispiel auch Stücke, die ganz ohne Bass oder mit nur ganz kurzen Gitarren-Parts auskommen. Unser Ziel war also, dass sich jeder von uns zunächst bedeckt hält und erst dann in Aktion tritt, wenn der jeweilige Song danach verlangt.“ 

Und der Plan ging auf: Die anderen Mitglieder der Stereophonics wussten genau, wann sie sich einbringen mussten. „Dabei darf man nicht vergessen, dass sich die Band im Laufe der Jahre sehr stark verändert hat“, meint Schlagzeuger Javier Weyler, der 2004 den Posten von Stuart Cable übernahm. „Wenn man neue Leute dazuholt, seien es nun Musiker oder Produzenten, verändert das natürlich die gesamte Chemie und die Dynamik der Band, und Kelly hat mit jedem Album versucht, diesen Aspekt in den Vordergrund zu stellen. Ich würde sagen, dass wir heute nachdrücklicher und düsterer klingen als früher, aber letztlich können wir nur durch solche Veränderungen überhaupt als Band weitermachen – sonst wären wir oder unsere Fans schon längst gelangweilt.“  

„Jede Band braucht Veränderung“, meint auch Adam Zindani, der Frontmann der Band Casino, den die Stereophonics vor zwei Jahren als zusätzlichen Gitarristen anheuerten. „Wer sich zu oft wiederholt, der langweilt sich irgendwann, und früher oder später langweilt er auch die Fans. Doch Kellys Demos gingen dieses Mal in eine ganz andere Richtung, und wir haben uns als Band sofort darauf eingelassen und haben uns erstmals von den Songideen leiten lassen: Wir hörten ganz genau hin, um zu wissen, wie man sie instrumentieren und produzieren musste, anstatt es umgekehrt zu machen. So entwickelte die Platte eine Eigendynamik; sie war wie ein wildes Tier, an dem wir uns schließlich festklammerten, als hinge unser Leben davon ab.“

„Wir haben ehrlich gesagt schon Alben aufgenommen, bei denen die Arbeit im Studio mehr Spaß gemacht hat: Du machst einfach die Tür zu, beginnst die Jam-Session und vergisst alles andere. Allerdings bedeutet das nicht, dass man dadurch zu den spannendsten Resultaten gelangt“, meint Kelly. „Ich persönlich sehe in dieser Platte einen Beweis für den Zusammenhalt und das Können unserer Band: Jeder hat sich eingebracht, wenn ein Song es verlangt hat. Schließlich hätten wir auch alle die ganze Zeit Vollgas geben und richtig losrocken können, aber dieses Mal haben wir uns zurückgenommen, und die daraus resultierende Spannung kann man deutlich raushören.“

„Keep Calm And Carry On“ besticht mit einem gewaltigen Klangspektrum und extrem viel Tiefgang: Da wären die abgestuften Harmonien des bittersüßen Stücks „Innocent“, das an die Beatles erinnert, der minimalistische Electro-Beat von „Beerbottle“, bei dem Melancholie und stoischer Gleichmut mitschwingen, die hauchfeinen Gitarreneinwürfe des anmutigen „Could You Be The One“, dreckige Riffs auf „Trouble“, eine durchaus politische Hymne übrigens, und schließlich „Show Me How“, jene überdimensionale Ballade, die das Album mit einer fragil-verwundbaren Klaviermelodie und Streichern ausklingen lässt.

„Wie Songwriting eigentlich funktioniert, habe ich nie so wirklich verstanden“, sagt Kelly weiterhin. „Ich habe stattdessen immer nur versucht, den Hahn offen zu lassen, damit alles aus mir herausströmen kann. Die neuen Songs konnten letztlich nur entstehen, weil ich dieses Mal nichts hinterfragt und kein Gefühl unterdrückt habe. Ich hab einfach nur aufgeschrieben, was aus mir heraussprudelte. Und ich muss sagen, dass es mir Spaß gemacht hat, so zu arbeiten. Alles lief ausnahmsweise wie am Schnürchen, was sich natürlich gut anfühlt.“ Was den Albumtitel betrifft, hatte Kelly von einem Freund ein Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg zugeschickt bekommen, dessen Botschaft er jeden Morgen auf dem Weg zum Studio las: „Keep Calm And Carry On“. „Und als ich mir die Songs dann genauer betrachtete, erkannte ich, dass im Verlauf dieser Stücke ebenfalls gewisse Situationen auftreten und Dinge passieren, es aber trotzdem weitergeht – und so wurde aus diesem Spruch eine Art roter Faden für das Album.“

Auch Kellys Texte sind schlüssiger und bewegender als alles, was Stereophonics seit ihrem Debütalbum aufgenommen haben: „Keep Calm And Carry On“ ist ein Album, das genauso vom Kampf wie vom Durchhalten und Weitermachen handelt, also davon, auch widrigen Umständen ihr Gutes abzugewinnen. Mal sind es Erinnerungen an den Tod eines Kindheitsfreunds („Innocent“), mal die stoische Reaktion der Eltern und anderer Dorfbewohner auf ein Hochwasser, das ihre Häuser zerstörte („Beerbottles“); dann geht es z.B. um das enorme Tempo des modernen Lebens und wie man damit zurechtkommen kann („100 MPH“) oder auch um die globale Finanzkrise und die Sorgen und Kümmernisse, die damit einhergehen („Trouble“). 

„Man durchlebt vielleicht ein schlimmes Jahr, in dem einem alles einfach nur grausam vorkommt, aber dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man die Wende einläuten muss. Ich denke mal, dass ich viele dieser Themen schon verarbeitet hatte und damit mehr oder weniger im Reinen war, aber diese Songs zeigen, was dabei herausgekommen ist.“ 

Eine Philosophie, die man in „Live ‘N’ Love“, einer astreinen Rocknummer, am deutlichsten raushören kann: „Damit will ich sagen: ‘Pack das an, wo du etwas verändern kannst; die anderen Dinge musst du einfach hinter dir lassen.’ Wenn man das Schlimmste durchstanden hat und es wieder aufwärts geht, muss man auch einfach mal den Moment auskosten und sich nicht nur darüber den Kopf zerbrechen, was sonst noch alles passieren könnte.“ Ein Song übrigens, der am ehesten an den klassischen Sound der Stereophonics anknüpft.

„Genau das wollten wir auf dem neuen Album eigentlich nicht machen“, gesteht Kelly, „aber ich finde es großartig, dass auch so ein Song auf der LP gelandet ist: Eine überdimensionale Hymne mit viel Gitarre und viel Schlagzeug. Schließlich macht es wahnsinnig viel Spaß, so ein Stück zu spielen; und ich würde sagen, dass wir damit trotzdem dasselbe Ziel verfolgt haben, was die Produktion betrifft. Insgesamt wollte ich, dass wir uns wieder mit Bands messen, die gerade erst ihr Debütalbum abliefern – und darum musste viel frischer Wind in die Bude. Ich weiß nämlich genau, dass wir nach wie vor wahnsinnig viele gute Ideen in uns haben.“ 

„Das Album klingt zwar ganz anders als die Vorgänger“, sagt Richard abschließend, „aber zugleich erkennt man sofort, dass wir es aufgenommen haben, allein schon wegen Kellys Stimme. Wir haben uns mit sehr vielen Dingen beschäftigt, sind wirklich in uns gegangen, doch letzten Endes sind wir es dann auch, die diese Songs einspielen und die damit zufrieden sein müssen – und genau das sind wir. Jetzt geht es darum, sie den Leuten endlich live zu präsentieren und allen zu zeigen, was wir auf der Bühne zu bieten haben.“

Oder anders gesagt: Nur die Ruhe bewahren. Und weitermachen.

 

Erschienen bei Mercury/ Universal (November 2009) www.universal-music.de

Auch erhältlich bei www.amazon.de

 

Pressekontakt: Jascha.Farhangi@remove-this.umusic.com

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02.02.2010 reif für den Oscar

kino.de

George Clooney macht einen Jobkiller in "Up in the Air" zum Helden. Ryan Bingham ist immer unterwegs: Wenn er sein Leben nicht gerade in Flugzeugen, Leihautos oder Airport-Hotels verbringt, macht er für seine Firma die Drecksarbeit und feuert Mitarbeiter. Er steht kurz vor der Erfüllung seines großen Ziels, die Zehn-Mio.-Frequent-Flyer-Meilen-Hürde zu nehmen. Als eine neue Mitarbeiterin Ryans Chef eine Möglichkeit eröffnet, wie man künftig auch auf Ryan verzichten könnte, sieht sich Bingham mit einem Leben konfrontiert, in dem Begriffe wie Zuhause oder Liebe plötzlich eine Bedeutung bekommen.

KRITIK:

Mit einem hervorragend aufgelegten George Clooney als Super-Frequent-Flyer ist Jason Reitman ein boshaft-bissiger Comedy-Überflieger gelungen.

Seine Figuren sind Kontrollfreaks, nicht im negativen Sinn, aber auf alle Fälle bleiben sie stets Herr der Lage. Siehe die schwangere "Juno", siehe die Vertreter der Waffen-, Alkohol- bzw. Zigarettenlobby in "Thank You for Smoking". Jason Reitman ist der Filmemacher der Stunde, beim TIFF 09 erst recht, wo er als (Co-)Produzent von "Jennifer's Body" bzw. Atom Egoyans "Chloe" und eben als Regisseur von "Up in the Air" vertreten ist.

Der Titel ist hier Programm, denn Ryan Bingham - ein wunderbar entspannter und überaus charmanter George Clooney - verbringt mehr Zeit in der Luft als am Boden.

Er ist ein Mann fürs Grobe, schreitet zur Tat, wenn Firmenchefs nicht den Mumm haben, ihre Angestellten selbst zu kündigen. Überaus freundlich übernimmt er das dann, nie ohne darauf hinzuweisen, dass so ein Rausschmiss einem doch immer auch neue Perspektiven eröffnet.

322 Tage, verkündet er stolz, hat er vergangenes Jahr im Hotel verbracht. Kein Wunder, dass sein eigenes Apartment in Omaha, Nebraska, aussieht wie ein Motelzimmer vielleicht nur dürftiger eingerichtet. Dafür versteht er sich unterwegs auf Luxus, Upgraden lautet sein Zauberwort, ob in Sachen Hotel, Mietauto oder Flugzeug.

Eines Abends trifft er in einer Hotellobby eine Gleichgesinnte, Alex (Vera Farmiga), im Management tätig und auch mehr unterwegs als zu Hause. Launig beginnen sie ein Spiel mit ihren Mitgliedskarten, diskutieren darüber, ob Hertz Avis, Marriott Hilton oder Lufthansa American Airlines sticht. Überhaupt American Airlines:

Da steht Ray knapp vor der 10-Millionen-Meilen-Schallmauer, als siebenter Mensch überhaupt. Das heißt, ein Flugzeug wird nach ihm benannt, Händeschütteln mit dem Chefpiloten der Airline ist garantiert. Kein Wunder, dass Alex verzückt in Binghams Arme sinkt.

Gemeinsam mit Sheldon Turner hat Reitman Walter Kirns gleichnamigen Roman adaptiert, dabei jedoch die Vorlage um zahlreiche Nebenstränge erweitert. So macht die Geschichte zwischen Ryan und Alex nur das Herz des Films aus, während für die (schwarze) Komödie die Paarung Ryan-Natalie zuständig ist.

Natalie Keener - schmallippig-effizient und im dezenten Business-Zweiteiler gewandet, gespielt von Anna Kendrick ("New Moon - Biss zur Mittagsstunde") - wird nämlich von Ryans Chef Craig Gregory (Jason Bateman) als neuer Besen eingestellt, hat sie doch einen Weg gefunden, wie man Leute via Internet-Konferenzschaltung freistellen kann.

Eine kostengünstige Alternative und Katastrophe für den passionierten Meilenjäger. Und so verliert Luftikus Ryan tatsächlich den Boden unter den Füßen, beginnt zu rudern, verliebt sich obendrein auch noch in Alex und bittet sie, ihn zur Hochzeit seiner kleinen Schwester ins nördliche Wisconsin zu begleiten, in ein Hotel, für das beide keine Kundenkarte haben.

Mit unglaublichem Tempo und einem hervorragenden Gespür fürs richtige Timing spult Reitman seine Story ab. In Blitzmontagen werden Leute gefeuert, via Luftaufnahmen und Inserts atemlose Ortswechsel vorgenommen, nur um dann wieder das Geschehen mit spritzigen Dialogduellen zu bremsen.

Das sieht nach routinierter Kinotrickkiste aus und ist es auch, aber wenn der Regisseur dann Hochzeit feiert, mit der Kamera (Eric Steelberg) ins Geschehen eintaucht und ganz beiläufig Stimmung einfängt, denn erkennt man, dass Reitman bereits ein Großer im Filmbusiness ist.

Sein Tod bei einem Flugzeugabsturz würde ihn sogleich in Hollywoods Olymp einziehen lassen und posthume Oscars garantieren. Das hat Reitman zumindest im Interview so formuliert. Wer will da widersprechen? geh.

Drama/Komödie - USA 2009
FSK: Ohne Altersbeschränkung - 110 Min. - Verleih: Paramount

www.kino.de

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Weihenstephaner Straße 7 | 81673 München

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29.01.2010

Verve Universal

Vor etwas mehr als fünf Jahren sorgte eine junge Brasilianerin mit einem runderneuerten Bossa-Nova-Sound weltweit und nahezu im Alleingang für ein musikalisches Brasilien-Revival. Ihre luftig swingenden Songs, irgendwo zwischen Astrud Gilberto und Elektro-Lounge zu verorten, erklangen in Clubs und Coffee-Bars und sorgten für ein Gefühl von endlosem Sommer. "Tanto Tempo" hieß das Album, das Bebel Gilberto bis in die Pop-Charts spülte. Der Wunsch nach einem Sommer ohne Ende ist geblieben, und zumindest akustisch verspricht ihn jetzt Bebels neues Album "All In One".

Dafür, dass die in New York lebende Brasilianerin auf dem Cover über beide Wangen strahlt, gibt es eine simple Erklärung: Die Sängerin hat sich in ihren Produzenten Didiê Cunha verliebt und wird mit ihm schon bald vor den Traualtar treten. Diesen positiven Nebeneffekt der Studioarbeit hört man dem nun erschienenen Album auch an: Es sprüht vor Lebensfreude und vermischt brasilianische Rhythmen mit Pop und elektronischen Beats. Neben Bebels zukünftigem Ehemann haben erstklassige Produzenten wie Mark Ronson (Amy Winehouse), Mario Caldato Jr. (Beastie Boys) und John King (Dust Brothers) ihren Teil dazu beigetragen.

Dem Spross einer außergewöhnlich musikalischen Familie (Bebels Vater ist kein Geringerer als der Bossa-Nova-Mitbegründer João Gilberto, ihre Mutter die Sängerin Miúcha und ihr Onkel die MPB-Ikone Chico Buarque), mag die musische Begabung zwar schon in die Wiege gelegt worden sein, auf den großen Durchbruch musste sie trotzdem recht lange warten: Der gelang ihr erst zur Jahrtausendwende mit "Tanto Tempo". Dabei war die 1966 in New York zur Welt gekommene, überwiegend in Rio de Janeiro aufgewachsene Isabel Gilberto de Oliveira eigentlich keine Spätzünderin. Schon als Neunjährige trat sie an der Seite von Stan Getz und ihren Eltern in der New Yorker Carnegie Hall auf, nahm mit ihrer Mutter Miúcha und Onkel Chico ein Kindermusical auf und sang 14jährig mit ihrem Vater dessen Hit "Chega de saudade" ein. Dennoch verliefen ihre Versuche, in Brasilien eine Solokarriere zu starten, zunächst eher glücklos. 1991 zog Bebel in ihre Geburtsstadt New York zurück, wo sie Anschluss an angesagte Künstler wie Arto Lindsay, David Byrne und die Thievery Corporation fand. Dort, mit 34 Jahren und dem insofern treffend betitelten Album "Tanto Tempo" ("So viel Zeit"), schaffte es Bebel Gilberto dann auch, sich auf eigene künstlerische Füße zu stellen.

Auch der neue Albumtitel "All In One" will dem Hörer etwas mitteilen: Es ist Bebels bislang vielseitigstes Album geworden. Einige der Arrangements verzücken mit sanften Streichern und Holzbläsern, während andere Stücke mit treibenden Grooves auftrumpfen. Das Repertoire enthält neben Songs, die Bebel zusammen mit ihren Produzenten schrieb, auch fantasievolle Coverversionen von Stevie Wonders "The Real Thing", Bob Marleys "Sun Is Shining" und Carmen Mirandas "Chica Chica Boom Chic". So hält man den Sommer fest!

 



Besuchen Sie auch Bebel Gilbertos Künstlerseite auf JazzEcho.

Erschienen bei Verve Universal (Oktober 2009) www.universal-music.de

Auch erhältlich bei www.amazon.de

 

 

Kontakt:

Friedrich Kraemer Senior Manager Press Promotion

Universal Music Domestic Pop/ Mainstream 

Email friedrich.kraemer(at)umusic.com

 

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25.01.2010

Universal Music

Die schwedische Indie-Pop-Band Shout Out Louds veröffentlicht am 26.1.2010 Ihr neues Album "Work".

„Don’t Cry – Work.“ Mit diesem Postulat, verewigt auf dem Rücken seines Debütromans „Irre“, begann die Buchkarriere des Literaturberserkers Rainald Goetz. Als hätte sich die schwedische Band Shout Out Louds diese Forderung zu Herzen genommen, setzt die Band um Leadsänger Adam Olenius ihre Plattenkarriere zum Beginn des neuen Jahrzehnts mit dem Album „Work“ fort. Wie der Titel schlussfolgern lässt, ist das dritte Werk der fünf umtriebigen Schweden ein Ergebnis von Kraft mal Weg. Kräfte gesammelt haben die Musiker in einem halben Jahr, in dem jeder seine eigenen Wege ging. Adam verbrachte die meiste Zeit in Melbourne, wo er auch

schon die ersten Songs fürs neue Album schrieb, Bebban vergnügte sich derweil in Los Angeles, während Carl, Ted und Eric die ganze Zeit in Stockholm blieben. Für „Work“ arbeiteten die Shout Out Louds zum ersten Mal nicht mit einem schwedischen Produzenten, sondern mit dem Amerikaner Phil Ek, der schon mit Band Of Horses, Fleet Foxes und The Shins bewiesen hat, dass er komplexe musikalische Ideen optimal zu kultivieren versteht. Und für den nächsten gemeinsamen Kraftakt war natürlich auch der Weg nach Seattle alles andere als zu weit. 

Blicken wir zunächst noch einmal kurz auf die bunt schillernde Karriere der Shout Out Louds zurück. 2001 in Stockholm von Studenten der Kunstakademie gegründet, veröffentlichen die von Sixties-Melodik und Eighties-Indiepop geprägten Musiker zunächst einige Singles und EPs, bevor im Jahr 2003 in Schweden ihr Debütalbum erscheint, dessen merkwürdiger Titel „Howl Howl Gaff Gaff“ an eine Comicsprechblase erinnert. Der prächtige Erstling macht international die Runde und die Band wird bereits in einem Atemzug mit den Arctic Monkeys und Bright Eyes genannt, als sie von Capitol nach Los Angeles eingeladen wird. An der Ecke Hollywood and Vine macht man Nägel mit Köpfen und „Howl Howl Gaff Gaff“ wird im Jahr 2005 mit veränderter Tracklist weltweit veröffentlicht. Besonders die Singles „Please Please Please“ und „The Comeback“ sorgen für lange anhaltendes Entzücken auf allen einschlägigen Dancefloors der internationalen Indiegemeinde. 2007 folgt mit „Our Ill Wills“ der zweite Streich. Das Album ist auch Resultat der vielen Tourneen, die die Shout Out Louds unternehmen, und die Bühnendynamik hat sich inzwischen auf die Songs übertragen, die mitunter richtig episch sind – wie etwa „Impossible“ und „Hard Rain“ – und in denen Adam zuweilen klingt wie Robert Smith von Cure. Eine feine Volte, die ebenso unerwartet ist wie die Tatsache, dass dieses zweite große Testament ihres Könnens auf dem Haldern Pop Label erscheint.

Für „Work“ wurden die Karten in vielerlei Hinsicht nun erneut neu gemischt. Neue Company, neuer Produzent, neue Intention und eine Menge pfiffige, wenn nicht gleich mitzupfeifende Songideen… Phil Ek hat in Seattle für einen optimalen, bühnennahen Bandsound gesorgt und somit für eine Transparenz, bei der die Songstrukturen klar sichtbar bleiben und keine großartigen Streicher- oder Percussion-Einlagen das Ganze überdecken. Die Shout Out Louds ganz bei sich und back to the roots. Ein treibender Beat, eine prägnante Melodie und Adams nie zu zügelnder, euphorischer Gesang. Das liest sich einfach, ist aber letztendlich harte Arbeit. Im Falle von Shout Out Louds verbunden mit dem nötigen Quäntchen Inspiration und einer offenbar neu entzündeten Leidenschaft am gemeinsamen Zusammenspiel. Adam singt mit Hingabe, aber eben nicht mehr manieriert. Jegliche Melancholie löst sich in Schwung und Vitalität auf. Songs wie „1999“ (keine Coverversion von Prince!), „Fall Hard“ und „Walls“ entfachen eine Dynamik – Holla! Ein musikalisches Hallo Wach, das sich gewaschen hat. Die nötige Erfrischung, um jeden Tag frisch ans Werk zu gehen. So ein Album ist das. „Work“. Klar, muss man einfach spielen. Don’t Cry. Work. Nicht leichter als das, wenn man Shout Out Louds heißt. Ach ja, zwischendurch gibt es unter den zehn neuen Songs auch ein paar mußeversprechende Klangoasen, an denen man sich erholen kann. Ein Album wie eine perfekte Schicht.

Thomas Gilbert

Quelle: www.universal-music.de

Erscheint am 26.1.2010 bei Universal, auch erhältlich bei www.amazon.de

 

Pressekontakt:

Friedrich Kraemer Senior Manager Press Promotion

Universal Music Domestic Pop/ Mainstream 

Email friedrich.kraemer(at)umusic.com

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