Unsere Videogalerie über Musikstars und Newcomer

21.04.2010 zweite Auskopplung aus "Neu" - dem aktuellen Album der Gruppe

Universal Music

Um GLASHAUS zu begreifen, genügt es sicher – wie es bei Popmusik eben ist –, im richtigen Moment die CD einzulegen und zuzuhören. Wer der deutschen Sprache mächtig ist und ein wenig Zeit auf diesem Planeten verbracht hat, wird sich schon irgendwo in diesen vom Leben geschriebenen Stücken wiederfinden. Selbst wer kein Deutsch versteht (und dem entgeht im Falle von GLASHAUS wirklich etwas), wird wahrscheinlich von der Kombination aus Musik, Gesang und was immer es ist, das da mitschwingt, bewegt sein und spüren, dass es sich hier um etwas Authentisches handelt.

 

DIE MUSIK DRÜCKT DAS AUS WAS NICHT GESAGT WERDEN KANN UND WORÜBER ZU SCHWEIGEN UNMÖGLICH IST.

 

Victor Hugo Man fühlt es einfach, wenn man zuhört. Aber wir wollen wissen, wer, warum und wie. Referenzen und Fakten. Na gut. GLASHAUS-Werke beschreiben die Welt aus der Perspektive eines gewissen Moses P.
Pelham, seines Zeichens eine Hälfte des Produzentenduos Pelham & Haas, Hauptautor, Kopf, Namensgeber und erstes Drittel des seit 1999 bestehenden Trios, das uns Stücke wie "Wenn das Liebe ist", "Bald (und wir sind frei)" oder "Haltet die Welt an" bescherte, um nur aus jedem der bisherigen Studioalben "GLASHAUS", "GLASHAUS II – Jah Sound System" und "DREI" ein Stück zu nennen.

 

Als Sohn des Blues- und Soulmusikers Moses S. Pelham schrieb Moses Pelham junior bereits als Grundschüler erste Stücke und versuchte sich als Schlagzeuger, bis er im Alter von zwölf Jahren während eines Amerikaaufenthalts mit Rap in Berührung kam. Moses Pelham wurde Vordenker in Sachen Deutscher Hip-Hop, hatte sich das Mikrofon mit den Fat Boys, Afrika Bambaataa, Big Daddy Kane, Maze, Chaka Khan, Mother’s Finest und Turbo B. geteilt, eine LP mit den Produzenten von SNAP! gemacht und war – gelinde gesagt – sehr unzufrieden mit der Situation von afroamerikanisch inspirierter Musik in Deutschland, als er 1989 den Musiker Martin Haas kennenlernte. Martin Haas, seines Zeichens andere Hälfte von Pelham & Haas, musikalischer Autor, Keyboarder, Programmierer, Sänger, Audio-Engineer und zweites Drittel von GLASHAUS, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Karriere in der deutschen Rugby- Nationalmannschaft hinter sich, sein erstes Instrument, die Geige, gegen die Tasten und das Mikrofon eingetauscht und auf vielen Bühnen gesungen und gespielt. Mittlerweile war Haas Betreiber eines kleinen Tonstudios, in dem er Werbe- und Filmmusiken komponierte,
und wie Pelham davon überzeugt, dass die spannendste Musik in Deutschland noch nicht aufgenommen wurde.


So begannen die beiden trotz oder gerade wegen der – wer weiß das heute schon noch genau – unterschiedlichen musikalischen Hintergründe, gemeinsam zu arbeiten. Man spielte sich gegenseitig Platten vor und profitierte von den Erfahrungen des anderen. Es dauerte über vier Jahre, bis die erste gemeinsame Produktion der beiden erschien, aber diese veränderte das Gesicht von Musik aus Deutschland: Rödelheim Hartreim Projekt "Direkt aus Rödelheim". Es folgten viele Produktionen, unter anderem alle Sabrina Setlur-
Alben, alle Moses Pelham-Alben und die Blaupause für Deutsche Soulmusik schlechthin, das bis heute erfolgreichste Xavier Naidoo-Album "Nicht von dieser Welt", bis Pelham & Haas im Jahr 1999 begannen, mit der 19-jährigen Sängerin Cassandra Steen Lieder aufzunehmen.

 

Lieder, die so sehr die Perspektive von Pelham waren, dass sie als Platte eines 19- jährigen Mädchens ungeeignet erschienen. Man nannte Pelhams – von einer glasklaren Stimme vorgetragene – Seelenspiegelung
aufgrund der offensichtlichen Assoziationen GLASHAUS und was als Projekt passiert war, wurde zu einer (auf der Bühne 11-köpfigen) Band, die unzählige Shows und vier Tourneen spielen, zehn Singles, drei Studioalben, eine Live-CD/DVD und schließlich Ende 2006 eine Best-of-CD/DVD namens "Von Herzen – Das Beste" veröffentlichen und so innerhalb von sechseinhalb Jahren hunderttausende von Menschen erreichen sollte.

 

Moses Pelham, Martin Haas und Cassandra Steen trennten sich nie offiziell, aber eine neue GLASHAUS-Platte in dieser Besetzung war in den letzten Jahren aufgrund der ausgedehnten Soloaktivitäten von Steen schlicht nicht möglich. So sammelten sich über 100 potentielle GLASHAUS-Stücke ohne Perspektive, in naher Zukunft veröffentlicht zu werden. Aber Musik sendet Signale aus und verbindet Menschen, die einander persönlich überhaupt nicht kennen.

 

WENN MEINE LIEDER DICH BEGLEITEN (...) DANN SIND WIR IN DIESEN LIEDERN FESTER MITEINANDER VERBUNDEN ALS ES DIE MEISTEN VERWANDTEN JEMALS SEIN WERDEN ...

 

Moses Pelham (Geteiltes Leid I, 1998)

 

1989, dem Jahr, in dem Pelham & Haas einander kennenlernten und begannen, an ihrer gemeinsamen Vision von Musik zu arbeiten, kam in Berlin-Kreuzberg ein Kind zur Welt. Das kleine Mädchen hörte auf den Namen Giuseppa, was irgendwann nur noch Peppa abgekürzt wurde. Als Tochter eines Orchestermusikers und Enkelin einer Sopranistin erhielt sie gezwungenermaßen eine musikalische Ausbildung, tanzte aber auch, da ihre Mutter Rödelheim Hartreim Projekt-Fan war, als 6-jährige zu "Höha, schnella weita", rappte als 8-jährige zu Sabrina Setlurs "Du liebst mich nicht" und weinte als 12-jährige zu "Wenn das Liebe ist". Aufgrund ihrer musikalischen Früherziehung weinte Peppa aber nicht nur zu "Wenn das Liebe ist", sondern spielte und sang das GLASHAUS-Stück auch fehlerfrei und erhielt ein Stipendium für Hochbegabte. 2005 stand die damals 16-jährige, mit dem eigentümlichen Nachnamen "Singt", im Publikum eines der letzten GLASHAUSKonzerte
und 2008 als 19-jährige endlich auch in dem Studio, aus dem die Musik, die sie von Kindesbeinen an hört, stammt. Hier bemerkte man zwar sofort Peppas Potential, aber erst nach einigen Sessions, dass das, was da gerade passierte, GLASHAUS war.

Eines führte zum anderen und so erscheint nun endlich, vier Jahre nach dem Top-5-Album "DREI", im Herbst das vierte GLASHAUS-Studioalbum "NEU". Der Umstand, dass Peppa Singt neben den für GLASHAUS obligatorischen leisen, einfühlsamen Tönen eben auch die druckvoll-mitreißenden beherrscht, macht diese
facettenreiche Platte zwar überhaupt erst möglich und wäre Grund genug für ihren Titel, ist aber nicht die einzige Neuerung im GLASHAUS. "NEU" hat eine neue Haltung, eine neue Energie. "NEU" ist optimistischer, bunter und kraftvoller als seine Vorgänger.

 

Waren GLASHAUS-Klassiker wie "Wenn das Liebe ist" oder "Haltet die Welt an" geradezu von Verzweiflung geprägt, so entfaltet sich auf neuen Werken wie "Das hier" – der ersten Singleauskopplung aus "NEU" –, "Licht", "Nach vorn" oder "Streben nach Glück" das genaue Gegenteil: absoluter Überlebenswille, an Sicherheit grenzende Hoffnung, Motivation und Entschlossenheit. Man kann spekulieren, woher dieser Wandel rührt. Ist es die Lebenssituation der Beteiligten oder einfach die Zeit, die bei aller Sensibilität, die GLASHAUS noch immer auszeichnet, einfach nach einem anderen Kampfgeist verlangt? Wir können nur mutmaßen. Lebensfreude und positive Perspektive jedenfalls sind auf "NEU" nicht zu überhören und erklären sich vielleicht gerade durch nachdenklichere Lieder wie "Sie kommt zu mir" oder "Es".

 

Aber "NEU" klingt auch neu. Neu im Sinne von frisch und extrem abwechslungsreich. Natürlich profitiert "NEU" von der Erfahrung und der allgemein anerkannten Professionalität, Sorgfalt und Sensibilität des seit nunmehr 20 Jahren gemeinsam hinter den Reglern agierenden Autoren- und Produzentenduos. Wichtiger erscheint bei dieser Platte jedoch die Freude am Entdecken und Experimentieren. Moses Pelham und Martin Haas, die beiden Trackmaker mit einer der eindrucksvollsten Diskographien Deutschlands, müssen nicht auf ihre Produktion aufmerksam machen und wissen, dass ihre Aufgabe vor allem darin besteht, eine Stimmung zu erzeugen und ein Fundament zu legen, auf dem Peppa Singt brillieren und das jeweilige Gefühl sich entfalten kann. Dennoch ist den Soundtüftlern kein Weg zu weit und kein Experiment zu aufwendig, um zum bestmöglichen und oft genug überraschenden, aber nie effekthascherischen Ergebnis zu gelangen. Neben ihren eigenen Programmierungen und einzelnen Musikern der GLASHAUS-Live-Band nahmen Pelham & Haas für "NEU" vom Bulgarian Film Orchestra in Sofia bis hin zu Schafen und der Schaukel in Moses Pelhams Garten alles auf, was ihnen dem Sound von "NEU" zuträglich erschien, experimentierten mit verschiedensten Klangerzeugern und schreckten nicht davor zurück, Teile ihrer Aufnahmen extrem zu bearbeiten, wie man es sonst vielleicht eher im Elektrobereich erwarten würde.

 

Jedes Lied ist anders und mit unterschiedlichen Mitteln gemacht. Auf "NEU" finden sich klassische Elemente ebenso wie Staubsauger, die Basslinien spielen. Hier trifft intuitives Arbeiten auf hochkomplexe mehrstufige Produktionsvorgänge. Man hört an den Details, wie ernsthaft hier über zwei Jahre lang mit Freude geforscht wurde. Apropos hören: Können wir jetzt bitte die CD einlegen und hören? Schließlich ist es das, worauf es
ankommt.

Quelle: Universal-Music

 

Erscheint am 16.4.2010 bei Polydor / Universal www.universal-music.de

 

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17.04.2010 "Das sind meine Jungs, das ist meine Musik"

Universal Music

 

„ALLES ROT“ ist ein Debüt. Aber kein Debüt von Anfängern. Denn es ist das erste Album von SILLY gemeinsam mit Anna Loos.

 

Vor fast vier Jahren war die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos mit Uwe Hassbecker, Ritchie Barton und Jäcki Reznicek von SILLY zusammen getroffen, um sich an dem Projekt  zu beteiligen, das als „SILLY& Gäste“ Lieder auf die Bühne brachten, die bislang nur von der 1996 verstorbenen Tamara Danz gesungen wurden. Respekt und Ehrfurcht war bei allen Beteiligten zu spüren, für Anna Loos war es aber noch mehr: „Ich habe früher schon in Bands gesungen. Aber ich war auf der Suche nach `meiner Musik´. Ich bin ja kein Komponist, deshalb konnte ich alleine nicht machen, was ich wollte. Aber als ich dann mit den Jungs zusammen gekommen bin, wusste ich: das ist es!“

 

Die Jungs, das sind Uwe Hassbecker (Gitarre, Violine), Ritchie Barton (Keyboards) und Jäcki Reznicek (Bass). Anna Loos: „Für die drei ist SILLY keine Band, es ist ihr Leben. Das merkt man schon, wie sie damit umgehen. Nichts wird dem Zufall überlassen oder in andere Hände gegeben, sondern so lange daran gearbeitet, bis alle (man kann s nicht jedem recht machen) zufrieden sind.“  Kein Wunder also, dass es auch ganze drei Jahre gedauert hat, bis SILLY nun ihr erstes Album mit der neuen Sängerin präsentieren, das erste Studioalbum seit 14 Jahren.

 

Uwe Hassbecker: „Einen genauen Plan gab es nicht. Eher ein Gefühl, wann wir reif für dieses Album sind. Ganz ohne künstlerischen Druck wollten wir arbeiten und haben es weitgehend auch getan. Aber wenn Du den Fans immer wieder sagst, dass es bereits neue Songs gibt und man an einem Album arbeitet, werden sie natürlich ungeduldig. Es war an der Zeit“.

 

Apropos Zeit. Die nimmt sich Anna Loos reichlich für SILLY, auch wenn sie zu den gefragtesten Schauspielerinnen Deutschlands zählt („Anatomie“, „In liebe ein Eins“ „NeuFundLand“, „Böseckendorf“). Loos: „Vier bis fünf Monate im Jahr bin ich mit der Arbeit vor der Kamera beschäftigt, da bleibt noch eine Menge Zeit.“ Und da ist das Singen für Anna Loos dann genau das Richtige: „Ich mache das Schauspielern schon mit Leidenschaft. Aber am Ende spielst Du doch immer eine Rolle und bist nicht Du selbst. Bei der Musik hingegen ist es 100 Prozent Anna. Das ist der entscheidende Unterschied.“

 

Und diese „100 Prozent Anna“ passen kongenial zu den oft melancholischen, und dennoch auch leichtfüßig daherkommenden Liedern von SILLY. Es sind keine einfachen Themen, die hier behandelt werden: die Suche nach dem „Ich“ nach viel Alleinsein („Erinnert“), die Suche nach Selbstbewusstsein und Haltung, wenn ein Mann seine Frau wegen einer Jüngeren verlässt („Alles rot“) oder auch der Mut und die Entschlossenheit („Flieger“) angesichts vermeintlicher Ausweglosigkeit.

 

Dass Anna Loos nun ausgerechnet bei dieser Band singt, die bereits zum Soundtrack ihrer eigenen Jugend gehörte, macht die Sache umso schöner: „Ich hatte mir mit 15 meine erste Platte gekauft und das war – kein Witz – „Bataillon d´Amour“ von Silly. Ich fand deren Sängerin Tamara Danz schon damals sehr beeindruckend.“

 

Damals, das war vor allem die Zeit nach 1982, als aus der „Familie Silly“ kurz SILLY geworden war und die Band gemeinsam mit ihrem Texter Werner Karma auf ihren drei legendären Alben „Mont Klamott“ (1983), „Liebeswalzer“ (1985) und „Bataillon d`Amour“ (1986) Songs vorlegte, die das Bild der Band bis heute prägen. In poetischer, aber auch drastischer Sprache beschrieben und kommentierten Karmas Texte damals das Leben in der DDR, die SILLY-Musiker Tamara Danz ( 1996), Herbert Junck ( 2005), Matthias Schramm (2007), Mike Schafmeier, Thomas Fritzsching, Ritchie Barton und ab 1986 auch Uwe Hassbecker an Gitarre und Geige und Jäcki Reznicek am Bass schufen dafür ein musikalisches Zuhause zwischen Balladen und Rock, zwischen Gefühl und Härte.

 

Nach dem Tod von Tamara Danz übernahm Reznicek eine Professur an der Dresdner Musikhochschule, Hassbecker und Barton produzierten und musizierten zusammen mit Reznicek unter anderem mit Joachim Witt („Bayreuth 3“, „Auf ewig“) und für Filmproduktionen, ehe sie sich erneut SILLY widmeten, weil auch nach Jahren weder bei ihnen, noch beim Publikum die Leidenschaft für ihre Band SILLY verloren gegangen ist.

 

Warum es sich lohnte, wieder dort anzuknüpfen, wo man 1996 mit dem Album „Paradies“ aufhörte, weiß Anna Loos noch aus eigener Erfahrung als Fan zu berichten: „Für mich waren SILLY außergewöhnlich, weil sie die Dinge so darstellten, wie kein anderer. Das lag natürlich an den Texten, an der ganz eigenen Sprache der Band.“ Für die zeichnet sich auf „ALLES ROT“ auch wieder Werner Karma verantwortlich,  der Mann, der die Poesie in den Alltag trägt und aus Alltagssprache Poesie macht.  1988 hatte er SILLY wegen persönlicher Differenzen verlassen, doch 2008 konnte Anna Loos ihn überreden, in die Familie zurückzukehren.

 

Und Familie ist bei SILLY wirklich nicht nur ein Wort: Bei den Studioaufnahmen zu „ALLES ROT“ und auch live entpuppen sich SILLY als Zwei-Generationen-Band,  bei der Jäcki`s Sohn Basti Reznicek die Drums bedient, Uwes Sohn Daniel Hassbecker am 2. Keyboard und Cello zu erleben und – ausnahmsweise nicht verwandt – Herr Petereit für weitere Gitarren zuständig ist. Leo, den mit elf Jahren jüngsten Hassbecker auf dieser Platte, kann man zudem bei „Höhle“ am Schlagzeug erleben. Noch ein Debüt auf dieser ersten Platte von SILLY & Anna Loos.

 

Erschienen bei Universal 19.3.2010 www.universal-music.de

Auch erhältlich bei www.amazon.de

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13.04.2010 kraftvoll und inspirierend

pr4you

Hella Donna veröffentlichte im Januar 2010 die Single Good Things.
Der Song ist die dritte Auskopplung aus dem am 10.07.2009 erschienenen Album Different Faces.

Hella Donna wurde 2003 von der charismatischen Sängerin Cindy Leissner und dem Gitarristen Sven Hessel in Plauen/Vogtland gegründet. Neben Rene Voigt (Bassgitarre, Backing-Vocals) vervollständigt Tim Lehnert (Drums) das Quartett.

 

In kürzester Zeit haben die 4 Musiker mit ihren Songs, die man als englisch-sprachige Power-Rock-Pop-Mischung beschreiben kann, für reichlich Interesse und Gesprächsstoff gesorgt. Die Titel fanden sehr schnell ihren Platz in den regionalen, nationalen und internationalen Charts. „My Heart“, „Hot Nights“, „Hometown-Radio“, „Give me some time“ oder „Starstalker“ sind darunter nur einige der veröffentlichten Ohrwürmer. Im April 2007 erschien dann das Debütalbum: „Come on“. Der Höhepunkt der bisherigen Karriere war zweifelsfrei die im Herbst 2007 durchgeführte Headliner Deutschland-Clubtour. Hella Donna spielte dabei in 16 Großstädten der Republik, wie Hamburg, Stuttgart, Köln oder Nürnberg.

Nach einer kurzen Babypause der Frontfrau kehrte Hella Donna zurueck und praesentiert ihren Fans im Juli 2009 das zweite Album "Different Faces".

 

Die erste Singleauskopplung "Only You" wurde im Mai 2009 veroeffentlicht und in der PRO7-TVShow "Germanys NEXT Showstars" praesentiert. "Only You" kletterte bis auf Platz 1 der "Offizielle Webcharts" und wurde wiederum von vielen Radiostationen (JUMP, Radio BOB, Rockradio und 70 weiteren Stationen) ins Programm genommen bzw. vorgestellt. Das Video zur Single erhaelt noch immer Top- Views auf den grossen Videoplattformen.

 

Auch live war die Band im Jahr 2009 mit ueber 30 Auftritten wieder sehr praesent. Dabei waren die Auftritte zur "Jump Community Party" in Ferropolis und zur Splashdiving WM in Essen, als offizielle Band dieser Trendsportart, die absoluten Hoehepunkte.

 

Das Jahr 2010 startet Hella Donna mit einer weiteren Auskopplung aus dem aktuellen Album. Der gute Laune Pop-Punk Song "Good Things" wurde im Januar 2010 veroeffentlicht.

Derzeit arbeiten Cindy und ihre Jungs an einer neuen Buehnenshow sowie an neuen Songs fuer das 2011 geplante dritte Album. Ab Maerz 2010 sind Hella Donna wieder live in ganz Deutschland  zu erleben.

Quelle: PR-Agentur PR4YOU

 

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09.04.2010 Klassik-Crossover

Warner Music

Gerade mal 29 Jahre ist Katherine Jenkins jung und kann bereits fünf Nummer Eins Alben, weltweite Verkäufe von über 3 Millionen Alben und mehrere Brit Awards ihr Eigen nennen.
Am 26. März veröffentlicht die erfolgreiche Künstlerin ihr neues Album Believe auch in Deutschland. Produziert vom legendären David Foster (u.a. Michael Bublé, Whitney Houston) präsentiert die Ausnahmekünstlerin ihre ganz eigene Version von Welthits, wie Queens „Who Wants To Live Forever“, Edith Piafs „La Vie En Rose“ oder Evanescence‘ „Bring Me To Life“ und definiert den Begriff Klassik-Crossover völlig neu!!
 
Nach ihrer Ausbildung an der Royal Academy of Music in Großbritannien wurde Katherine Jenkins durch zahlreiche Auftritte bei den größten & renommiertesten Veranstaltungen des Königreichs landesweit bekannt. Mit ihrer großen Stimme & ihrem natürlichen Charme erschloss sie sich schnell eine breite Zielgruppe über den reinen Klassikmarkt hinaus, die Veröffentlichungen ihrer Alben veranlasst die britische Presse regelmäßig zu einer Schlacht der Superlative.
 
Bei der Arbeit an ihrem neuesten Album Believe wollte Katherine Jenkins den Schritt in den Crossover noch weiter vollziehen. Sie wählte David Foster als Produzent und zog für mehrere Wochen nach Los Angeles, um gemeinsam mit ihm an den Stücken zu arbeiten.
Anders als bei den bisherigen Alben überwiegen die neuinterpretierten Popsongs im Vergleich mit den Klassik-Perlen. Zudem genießt das Album durch das Unerwartete ein besonderes Prickeln.
Fast schon spielerisch vereint sie auf ganz eigene, außergewöhnliche Weise Gothic-Rock Stücke (Bring me to life) mit klassischen Highlights (La Califfa) und einem der bekanntesten Reggaehits (No Woman No Cry).
Das Bindeglied – ihre Stimme.
 
Doch nicht nur große Songs, auch große Künstler versammeln sich auf Katherines siebten Studioalbum: Bei Ancora Non Sai griff André Rieu zur Violine und gemeinsam mit Andrea Bocelli singt Katherine das von David Foster geschriebene Duett I Believe.
 
Katherine Jenkins – Believe
Eine Ausnahmekünstlerin mit einem außergewöhnlichen Album!

Erscheinen bei Warner Music (26.3.2010) www.warnermusic.de auch erhältlich bei www.amazon.de

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04.04.2010 kraftvoller Groove

Warner Music

Die englische Presse schwärmt, die Fans sind aus dem Häuschen. Sämtliche renommierten Zeitungen (und diesmal ist es nicht nur der superlativistische NME) von Sunday Telegraph, The Independent on Sunday, Daily Mirror, Sunday Express und Sun bis hin zu News of The World und Guardian haben eine junge Songwriterin für sich entdeckt, die mit Einfallsreichtum, Talent und einer außergewöhnlichen musikalischen Vielseitigkeit brillante Popsongs zwischen Top-10-Style und Indie-Flair schreibt: MARINA AND THE DIAMONDS. In der Brits Critic List landete sie auf Platz 3 und im BBC Sound of 2010-Poll rangiert sie auf Platz 2 (von 15). Look brachte es auf den Punkt: „Ihr süchtig machendes Album wird sie in ihre große Zeit katapultieren. Wir sind jetzt schon völlig besessen von ihrer Single Hollywood!“

 

In der Tat ist Hollywood einer der außergewöhnlichen Songs, die irgendwo zwischen Kate Bush oder Heather Nova und Lady Gaga angesiedelt sind. Ein enorm kraftvoller Groove mit einer außergewöhnlich selbstbewussten Stimme zeichnet den Song aus, der sich in Feeling und Arrangement wohltuend vom Gros der Chartacts abhebt und einfach im Ohr bleibt. Immerhin: Nur zwei Jahre nach ihrer ersten, noch selbst gebrannten EP vergingen, bis man MARINA AND THE DIAMONDS auf hochkarätigen Festivals wie Glastonbury, Reading oder Leeds sehen konnte, und wenn man Hollywood oder I Am Not A Robot hört, spürt man, welche Souveränität sowohl im Songwriting als auch in der Interpretation stecken. 

MARINAs erstes Full-Length-Album The Family Jewels entstand in Zusammenarbeit mit Pascal Gabriel, einem belgischen Produzenten, der schon 1977 mit den „Razors“ die Musikszene betrat und seither für Acts von Marc Almond und Yello über New Order bis hin zu Kylie Minogue Großes geleistet hat. The Family Jewels ist im vereinigten Königreich von 0 auf #5 in die Album-Charts eingestiegen und wird bei uns am 07. Mai erscheinen.

 

MARINA Diamandis (so ihr vollständiger Name) wuchs als Tochter eines griechischen Vaters und einer englischen Mutter in Wales auf und ging im Alter von 18 Jahren nach London, wo sie für den Lion King engagiert wurde. 2007 begann sie zunächst im ganz kleinen Rahmen erste eigene Songs zu veröffentlichten, und es ging nicht einmal ein volles Jahr ins Land, bis sie ersten Vertrag mit einer Music Company unterschreiben konnte. Eine Doppelsingle mit dem Titel Mowgli’s Road / Obsessions ließ in England die Radiostationen heiß laufen, und mit Hollywood, bzw. dem Album The Family Jewels tritt sie nun den Sprung in die ganz große Liga an. Im vereinigten Königreich ist sie mit Hollywood bereits auf #12 der Single-Charts eingestiegen!

 

Und übrigens: MARINA AND THE DIAMONDS ist kein singendes Girl plus Band, sondern eine Solokünstlerin, die alle ihre Songs selbst schreibt. Oder, wie sie jüngst auf ihrer Myspace-Seite schrieb: „Ich bin MARINA und ihr seid die Diamonds“, nämlich die Fans, deren Zahl von Tag zu Tag wächst.

 

www.my-artist.net

www.myspace.com/marinaandthediamonds

 

© WMGG/tbe 01-10

 

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31.03.2010 ihr neues album "farbe" ist jetzt im handel erhältlich

Sony BMG

Mit "Spinner", ihrer Hymne für alle Menschen mit unkonventionellen Ideen und Visionen, setzen sie derzeit zum Höhenflug in den Airplay-Charts an, am 12. März erscheint ihr mit Hochspannung erwartetes, drittes Album "In Farbe": Das erste Quartal 2010 steht ganz im Zeichen von Revolverheld.  

"In Farbe" ist das erste Album der Band nach eineinhalbjähriger Veröffentlichungspause. Johannes Strate (Gesang), Kristoffer Hünecke (Gitarre, Gesang), Niels Grötsch (Gitarre, Gesang), Jakob Sinn (Schlagzeug) und Florian Speer (Bass) nahmen die Songs in Zusammenarbeit mit Produzent Moritz Enders (Aha, Livingston, Donots, Blackmail u.a.) in den Kölner Maarwegstudio und im legendären PUK-Studio in Dänemark auf. "Inhaltlich ging es uns darum, einen positiven und optimistischen Blick auf uns und die Welt da draußen in die Songs zu packen", erklärt Johannes Strate, "wir glauben trotz der allgemeinen schlechten Stimmung und Newslage immer noch daran, dass man gerade jetzt Träume haben muss und viel erreichen kann, wenn man es nur will und dafür lebt."

Eine Botschaft, die ankommt: Die erste Single-Auskopplung aus "In Farbe" mit dem Titel "Spinner" ist bereits auf direktem Weg zum Top-Hit. Nach wenigen Wochen Funkbearbeitung steht der Song in den deutschen Airplay-Charts bereits kurz vor den Top Ten. Die Single erscheint am 26. Februar.

Revolverheld zählen zu den erfolgreichsten deutschen Rockbands der vergangenen Jahre: Nachdem ihnen gleich mit ihrem Debütalbum "Revolverheld" im Herbst 2005 sensationell der Sprung in die Top Ten der Media Control Longplay Charts gelang und der Longplayer anschließend die Goldgrenze überschritt, setzte die Band mit dem Follow-Up "Chaostheorie" im Fühjahr 2007 noch einen drauf und peakte auf Platz drei der deutschen Album-Hitliste. Ein Jahr später verpassten die Fünf mit der EM- Hymne "Helden 2008" den Sprung auf Platz eins der deutschen Singles-Charts nur um Haaresbreite.

Quelle: www.sonymusic.de

 

Mitte April startet die Revolverheld-Deutschlandtour:

"Live und in Farbe"-Clubtour

13.04. Hannover, Musikzentrum

14.04. Dresden, Beatpol

16.04. CH-Winterthur, Salzhaus

18.04. München, Backstage

20.04. A-Wien, Szene

21.04. Stuttgart, Röhre

22.04. Köln, Live Music Hall

23.04. Berlin, Lido

25.04. Hamburg, Große Freiheit

 

Abbildung: © Sony BMG, Foto Michael Petersohn

 

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27.03.2010 MADONNA live! She is not me!

Warner Music

Diese Tour schrieb Geschichte: Sagenhafte dreieinhalb Millionen Menschen sahen 2008 Madonna auf ihrer „Sticky & Sweet“-Tour – soviel wie noch bei keinem Solokünstler-/in zuvor. Die Reise führte Madonna insgesamt in 32 Länder, darunter auch nach Argentinien. Dort performte die Queen Of Pop im Dezember 2008 an vier Tagen vor insgesamt 256.000 Menschen. Die Auftritte, Krönung und Abschluss der „Stick & Sweet“-Erfolgsgeschichte, erscheinen jetzt endlich auf CD/DVD, CD/Blu-Ray und als Download. Auf dem am 26. März erscheinenden Werk sind Hits aus der langen Karriere Madonnas wie „4 Minutes“, „Like A Prayer“, „Hung Up“ und „Ray Of Light“ enthalten, dazu gibt es Gänsehaut-Momente wie die Darbietung der Hymne „ Don’t Cry For Me Argentina“ vor einem restlos begeisterten argentinischen Publikum.
Zusätzlich zum Konzert-Mitschnitt enthalten die CD/DVD und die CD/Blu-Ray etwa 30 Minuten langes, exklusives Footage, das während der Tour hinter der Bühne gedreht wurde. Ein absolutes Must-Have für Madonna-Fans also.

Erscheint am 26.3.2010 bei Warner Music www.warnermusic.de

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19.03.2010 Erfahrungen der letzten Jahre zu einem großen ganzen verschmolzen

Warner Music

Vor allem in den letzten Jahren hat BRAD MEHLDAU, seines Zeichens einer der bedeutendsten Jazz-Pianisten seines Genres, ungewöhnliche Wege eingeschlagen. Immer auf der Suche nach Neuem, legt der an Jazzgrößen und klassischen Komponisten geschulte MEHLDAU nun eine Doppel-CD mit dem Titel Highway Rider vor, welche die Erfahrungen der letzten Jahre in insgesamt 15 Stücken zu einem großen Ganzen verschmilzt.
 
Produziert von Jon Brion, der sich als Arrangeur und außergewöhnlicher Film-Musikkomponist profilierte, spielte MEHLDAU Highway Rider zusammen mit den Mitgliedern seines Trios, Jeff Ballard (dr) und Larry Grenadier (b) ein, und engagierte zusätzlich Drummer Matt Chamberlain, Saxophonist Joshua Redman und ein Kammerorchester, das unter der Leitung von Dan Coleman agierte. MEHLDAU selbst orchestrierte alle 15 Stücke und übernahm auch selbst das Arrangement.
 
Obwohl MEHLDAU seit etlichen Jahren vor allem als innovativer Jazzkomponist und Improvisator bekannt ist, schrieb er in den vergangenen Jahren auch einige größere Werke, etwa das Orchesterstück The Brady Bunch Variations für das Orchestre d’Île-de-France sowie zwei Carnegie Hall-Stücke: Love Songs für die schwedische Mezzo-Sopranistin Anne Sofie von Otter und Love Sublime für die Sopranistin Renée Fleming.
„Es ist eine aufregende Sache, etwas aufzuschreiben, das zunächst nur im eigenen Kopf existiert, und es dann zum ersten Mal von diesen außergewöhnlichen Musikern gespielt zu hören“, erklärt MEHLDAU. „Es ist eine wirklich emotionale Erfahrung, die mich noch immer bewegt.“
 
„Für mich war die größte Herausforderung dabei die Orchestrierung, die Frage, welche Noten welchem Instrument zugeordnet werden. Ich habe in der vergangenen Zeit eine ganze Reihe von Partituren studiert - Strauß, Brahms, Tschaikowski - besonders viele der großen romantischen Sachen. Aber während ich selbst schrieb, hörte ich auch moderne Arrangeure, und es gibt zwei von ihnen, die eine besondere Wirkung auf mich hatten: Francois Tauber mit seinem Werk über Jacques Brel und Bob Alvicar mit seiner Arbeit für Tom Waits.“
 
Jon Brion produzierte bereits MEHLDAUs 2002 entstandenes Largo, und seither hatte MEHLDAU gehofft, wieder mit Brion arbeiten zu können. „Seit ich mit Jon an Largo gearbeitet hatte, wusste ich, dass er derjenige wäre, der einen Weg finden würde, alle Teile dieses Projekts zusammenzufügen. Vom Klangaspekt her war es an einigen Punkten wirklich ein Monster - zwei Schlagzeuger, die zugleich spielen, Bass, Saxophon und Piano, und dann noch das Orchester dazu. Ich wollte soweit wie möglich alles live aufnehmen und war mir nicht sicher, ob es auch funktionieren würde. Für Jon war es beim ersten Gespräch eine abgemachte Sache: Es musste live sein und Orchester und Jazzgruppe sollten zusammen spielen. Jon besaß während der Aufnahmen genug Vorausschau und verfügt auch beim Mixen über großes handwerkliches Können, sodass alles zusammenkam und schließlich so klang, wie man es jetzt hört. Und wir waren in der Lage, das zu vermeiden, was Dirigent Dan Coleman scherzhaft ‘Disco-Streicher’ nannte, also das Orchester einfach nur dem Spiel der Jazzgruppe aufzustülpen.”
 
Largo stellte für den Pianisten seinerzeit einen Schritt in eine ganz neue Richtung dar, indem er zum ersten Mal Bläser, Streicher und elektronische Instrumente integrierte, zu denen sich überdies Brions einzigartige Produktionsweise gesellte. Zu Highway Rider stellt Brion fest: „Dieses Mal handelte es sich um eine vollkommen andere Geschichte. Diese klassischen Sachen, die wir gemacht hatten und all die verschiedenen Teile, die BRAD schreiben musste. Es war die Feststellung: ‚Ok, ich weiß, was ich aus dem letzten Projekt gelernt habe. Dieses Mal habe ich einen spezifischen Ansatz.’“

erscheint am 19.3.2010 bei Warner Music 
 
www.my-artist.net www.warnermusic.de
 
© WMGG/tbe 1-10

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15.03.2010 neues Album "My Best Friend Is You"erscheint am 16.4.2010

Universal Music

Im Juli 2007, vier Wochen bevor ihr Debütalbum „Made of Bricks“ schon zwei Monate früher als geplant in England in die Läden kommen sollte, weil ihre Fans einfach nicht länger warten konnten, nahm sich Kate Nash einige Minuten Zeit, um über ihr neues und überaus hektisches Leben als Popstar nachzudenken: „Ich fühle mich ganz normal. Alles cool eigentlich. Ich fühle mich wie eine Außenseiterin, die sich gerade irgendwo reingeschlichen hat...“

Damals war Kate gerade zwanzig geworden, und was ihre Karriere betraf, befand sie sich schon längst auf der Überholspur: Im Sommer 2006, ein Jahr zuvor, war sie bereits zu einem der größten Myspace-Phänomene avanciert, und das ohne einen Plattenvertrag; im Februar 2007 waren die 2.000 Exemplare ihrer ersten Single „Caroline’s a Victim“ im Handumdrehen ausverkauft; im April wurde der Vertrag mit Fiction Records unterzeichnet, zwei Monate später ging „Foundations“ auch schon auf Platz #2 der britischen Singlecharts – und im August konnte sie schließlich auf die Erstplatzierung in den britischen Albumcharts anstoßen.

Gar nicht übel für ein junges Mädchen aus dem Londoner Stadtbezirk Harrow, dessen erste Gehversuche als Musikerin darin bestanden hatten, ihre Eigenkompositionen als Kind auf einem Kassettenrecorder zu dokumentieren, „bei dem man noch die Play- und die Aufnahme-Taste gleichzeitig gedrückt halten musste.“ Heute, inzwischen stolze 22 Jahre alt, setzt Kate sofort ihr breites Grinsen auf, wenn man sie auf diese ersten Erfahrungen im Popzirkus anspricht: „Das alles war so unfassbar verrückt und hektisch und einfach nur extrem. Im August 2008 war ich daher ganz schön ausgebrannt. Ich musste mir erst mal ein Jahr frei nehmen.“

In erster Linie wollte sie die freie Zeit nutzen, um „ganz normale Dinge“ zu tun. Sprich: einfach nur im Morgenmantel auf dem Sofa faulenzen und schauen, was tagsüber so im Fernsehen läuft. Oder mal wieder die alten Freunde treffen, ins Kino gehen, ins Theater, ein Buch aufschlagen. Und natürlich: Viel Zeit ihrem allerersten festen Freund verbringen, einem gewissen Ryan Jarman, bekannt als Sänger von The Cribs. Nun ist es aber so, dass Kate überhaupt nicht der Typ ist, der lange stillsitzen und nichts tun kann: Es gibt da diese Rastlosigkeit, eine Arbeitsmoral, die sie sicherlich auch von ihrer Mutter geerbt hat, einer Krankenschwester, die in einer Sterbeklinik arbeitet, und dazu kommt die Tatsache, dass sie einfach unwahrscheinlich große Energiereserven hat – so viel Energie, dass man sie besser nicht zu lange in einem Raum einsperrt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Letztendlich verbrachte Kate ihr „freies Jahr“ dann doch nicht auf der Couch, sondern z.B. damit, gemeinsam mit Billy Bragg, Dave Rowntree von Blur und anderen Künstlern die Featured Artists Coalition ins Leben zu rufen, die sich für die Rechte von Musikern in Zeiten des Umbruchs in der Musikindustrie einsetzt. Dann wurde sie für die V-Day-Bewegung aktiv, eine globale Initiative, deren Ziel es ist, der Gewalt gegen Frauen ein Ende zu setzen: So arbeitete sie beispielsweise im Wish Centre in Harrow, einem Zentrum für Missbrauchsopfer, mit jungen Mädchen, die sich selbst Gewalt antun. Laut eigener Aussage nahm sie all diese Dinge letztlich nur darum in Angriff, um sich ihre Nachmittage nicht mehr mit der „Jeremy Kyle Show“ um die Ohren schlagen zu müssen. „Und um endlich wieder etwas zu unternehmen, damit ich nicht vollkommen wahnsinnig werde.“

Man vergisst leicht, dass Kate – bekanntermaßen eine, die ohne Punkt und Komma redet und das auch gerne mal zehn Minuten lang ohne Luftholen – gerade mal 22 Jahre alt ist. Sicherlich ist da immer noch dieser fast schon kindliche Enthusiasmus, diese übersprudelnde Lebenslust, aber sie steht zugleich mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen, wodurch sie schon sehr viel reifer wirkt, als die Zahl 22 es erwarten lässt. „Das ist gar nicht so schwer“, sagt sie und zuckt mit den Achseln. „Man muss nur darauf achten, dass man sich nicht wie ein Vollidiot verhält.“

Kate ist laut eigener Aussage äußerst streng mit sich selbst. Sie lässt es nicht zu, dass ihre Songs als Werbemelodien für irgendwelche Marken eingesetzt werden; sie hat kein Interesse an derartigem Ausverkauf, und wichtiger noch: Sie will harte Arbeit leisten und sich ihr Geld auch wirklich verdienen. Sie ist „voll die“ Feministin. „Ich glaube an Gleichberechtigung, also bin ich Feministin – so einfach ist das. Ich schaue in die Gesichter der Mädchen, die bei meinen Konzerten in den vorderen Reihen stehen, und ich sehe förmlich wie sie bei sich denken: ‘Sie ist ganz normal! Sie sieht ausnahmsweise nicht magersüchtig aus! Sie scheint sich in ihrer Haut wohl zu fühlen! Das ist cool!’“

Man kann ohne den geringsten Zweifel sagen, dass Kate Nash ein „girl’s girl“ ist: Es gibt da eine ganz besondere Bindung zwischen ihr und ihren weiblichen Fans. Und doch geht es in einigen ihrer besten Textpassagen um dieses an Paranoia grenzende Eifersuchtsgefühl, das jeden von uns heimsuchen kann. Auf „Do Wah Doo“, der ersten Singleauskopplung von ihrem zweiten Album, singt sie über ein namenloses Mädchen, das einfältige Jungs an der Nase herumführt und ihnen schöne Augen macht. Dann fasst das Mädchen den Entschluss, sich einfach nicht mehr darum zu scheren – Zitat: „I’ll just read a book instead/I’ll hang out with myself“ –, doch der Song endet mit einer überraschenden Wendung: „I think she’s a bitch“, knurrt Kate ins Mikrofon und verurteilt sie. Das Timing und die Pointe könnten nicht besser sein.

Obwohl sich Kate ja eigentlich eine einjährige Auszeit genommen hatte, legte sie den Stift dann doch nicht wirklich zur Seite: Schon vergangenen Sommer hatte sie so viel neues Material geschrieben, dass sie es für angebracht hielt, die ersten Demos Bernard Butler vorzuspielen, dem einstigen Gitarristen von Suede. Und wie immer ist ihre Ehrlichkeit einfach nur entwaffnend: „Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, weil ich nicht wollte, dass die Leute hinterher sagen ‘Der Duffy-Produzent arbeitet jetzt mit Kate Nash’, aber wir trafen uns schließlich und haben uns sofort super verstanden. Mit Bernard im Studio zu sein bedeutet, dass man die Sache richtig anpackt und keinen Quatsch macht: Er ist genau wie ich ein Arbeitstier.“

Kate schreibt ihre Songs bekanntermaßen selbst – sie spielt Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug –, doch war es Butler, der wusste, wie man sie richtig inszenieren muss, ohne den persönlichen Kate-Touch zu verlieren. Wie das zweite Album von Kate Nash nun eigentlich klingt? Bunt gemischt, abenteuerlustig und vor allem ehrlich. Und dazu auch ganz schön experimentell. Beispiele gefällig?

Da wäre zum Beispiel ein Song wie „Kiss That Girl“, mit dem Kate ganz klar an die Tradition der großen Sixties-Girl-Groups anknüpft (und im Text gibt’s noch mehr selbstironische Anflüge dieser paranoiden Eifersucht: „She’s instantly more pretty and interesting than me“, singt sie), oder auch das sanfte und wunderschöne „You Were So Far Away“, das in Richtung Folk-Song geht. Dann wären da Texte, die überraschend minimalistisch gehalten sind, z.B. auf dem ansonsten knallharten „I’ve Got A Secret“ (hier wiederholt sie die Zeile „I’ve got a secret I can’t tell you“ in bester Punk-Manier immer und immer wieder) wie auch auf „I Just Love You More“: In diesem Fall geht es musikalisch in Richtung Sonic Youth mit viel Feedback, während sie zwischen jaulendem Gesang die Zeile „I just love you more than anything“ singt, um am Ende des Stücks vollkommen außer Atem zu sein.

Ihr Debüt „Made of Bricks“ handelte von einer Sache: dem sehnsüchtigen Wunsch nach Liebe. Kate Nashs zweites Album hingegen handelt von vielen Dingen; von Vertrauen, Sexismus, Homophobie und Ehrlichkeit – und davon, wie ihre erste richtige Beziehung ihr Leben verändert hat: Sie ist heute weniger egoistisch und fühlt sich viel erwachsener. „Ich will jetzt nicht zu sehr ins Schwärmen geraten und das soll jetzt auch nicht schräg klingen, aber es stimmt: Ich bin bis über beide Ohren verliebt! Und ich habe keine Angst, zu viele Gefühle zu zeigen und dadurch vielleicht angreifbar zu werden. Schließlich habe ich mein Herz als Sängerin schon immer auf der Zunge getragen. Wer das nicht tut, muss innerlich schon längst tot sein.“

So handelt „I Hate Seagulls“, der letzte Song des Albums, von dem Moment, „an dem man zugibt, dass man in einen anderen Menschen verliebt ist.“ Sie präsentiert in diesem Fall Listen, die wie Bewusstseinsströme aus ihr heraussprudeln: Einerseits von Dingen, die sie hasst (Möwen, Krankheiten, am Toaster verbrannte Finger, Nissen), sowie von Dingen, die sie mag (Tee mit Kuchen, Lesen, „deine Hand in meiner“). „Im Grunde genommen will ich damit zum Ausdruck bringen, dass ich diesen ganzen Mist nicht ausstehen kann, mit dem man sich im Leben gezwungenermaßen herumschlagen muss, aber dass alles eigentlich auch nicht so schlimm ist, weil ich jemanden liebe und dieses Gefühl auch erwidert wird.“

Bleibt nur die Frage, ob Kate nun, da sie verdientermaßen auf ihr zweites Album stolz ist – O-Ton: „Wir haben nichts überstürzt, und als Songschreiberin bin ich viel besser geworden“ –, sich immer noch wie eine Außenseiterin fühlt? „Oh ja, ich werde mich wahrscheinlich immer wie eine Außenseiterin fühlen, weil ich nun mal nicht in die klassische Sängerinnen-Schublade passe. Aber darüber mache ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken. Das käme mir niemals in den Sinn! Ich habe die Dinge schon immer auf meine Art gemacht, und allein deshalb bin ich glücklich.“

Das zweite Album von Kate Nash wird am 23. April 2010 auf Fiction Records/Universal erscheinen

Die erste Singleauskopplung „Do Wah Doo“ ist bereits ab dem 16. April 2010 erhältlich

 

Quelle: Universal Universal  www.universal-music.de

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10.03.2010 Ehemalige Frontfrau von Texas

Universal Music

Die Stimme der Band Texas, Sharleen Spiteri, veröffentlicht ihrem letzten Solodebüt "Melody" in 2008. Dem Soul der Sechziger, dem Rock'n'Roll und dem Doo-Wop der fünfziger Jahre verpflichtet, war "Melody" ein Album, das zugleich klassisch und absolut zeitgemäß klang. Während in Großbritannien in den letzten Jahren eine ganze Generation von "Retro-Sängerinnen" herangewachsen ist – Amy Winehouse, Duffy und Adele sollten als Beispiele genügen –, unterstrich "Melody" gerade im rechten Moment, dass Sharleen schon vor über zehn Jahren noch bei Texas mit derartigen Einflüssen experimentiert hat. Jetzt überrascht Sie mit Ihrem neuen Album "The Movie Songbook", welches sie in L.A mit dem berühmten Produzenten Phil Ramone aufgenommen hat, in dem sie etliche Filmklassiker covert von "Xanadu" und den Bee-Gees' "If I Can't Have You" bis zu interessanteres Songs wie: Tom Wait's "This One's From the Heart",  David Bowie´s "Cat People (Putting Out Fire)", Elliot Smith's "Between the Bars" (von Good Will Hunting) und dem Billie Holiday Klassiker "God Bless The Child". 

 

Erscheint am 2.3.2010 bei Mercury/ Universal Music, auch erhältlich bei www.amazon.de

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