Unsere Videogalerie über Musikstars und Newcomer

20.01.2013 Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreis 2012

GFDK - Sven-Erik Stephan

2012 begann gut für Schneeweiss und Rosenrot. Im März gewann das Quartett den Neuen Deutschen Jazzpreis; im Anschluss zogen sie sich für zwei Monate ins Studio zurück, um das dritte gemeinsame Album zu produzieren. Von „Pool“ sagt die Band, es habe sie noch stärker zusammen geschweißt.

Kein Wunder, denn zum ersten Mal arbeiteten die vier Musiker gemeinsam an den Kompositionen und entwickelten so miteinander jeden einzelnen Song von Grund auf. Gleichzeitig folgte die Band dem Credo: Alles ist möglich. „Wir wollten uns bei der Entwicklung der Songs bewusst nicht auf die Live Umsetzung beschränken, sondern uns auf die Möglichkeiten, die das Studio bietet, konzentrieren. Anders als bei den letzten beiden Alben, haben einige Songs erst im Studio ihre definitive Form bekommen.“ erzählt Lucia Cadotsch und Marc Lohr ergänzt: „Wir sind uns musikalisch und menschlich durch die Produktion der Platte nochmals auf eine besondere Art näher gekommen.“ Das musikalische Ergebnis ist noch vielseitiger, verspielter und produzierter – noch mehr Schneeweiss & Rosenrot

Die international besetzte Band aus Schweden, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz lernte sich 2006 in Kopenhagen kennen, hat dort übereinander, nebeneinander und miteinander gewohnt und schließlich Schneeweiss & Rosenrot gegründet; offizielle Bandsprache war Dänisch. Mittlerweile wohnen alle vier Bandmitglieder in Berlin. Lucia Cadotsch (CH) an Gesang und Keyboard, Johanna Borchert (D) an Klavier und Backingvocals, Frans Petter Eldh (SE) am Kontrabass und Marc Lohr (LU) an Drums und den Electronics wurden schon bald auf diversen Festivals als Entdeckung gefeiert. 2009 veröffentlichten sie das Debüt ”Salt Crusted Dreams”, gefolgt von dem 2011 erschienenen ”Pretty Frank”.

Das sei Jazz „jenseits aller Schubladen“, schrieb Jazzthing über diese zweite Platte. Und genau, Schubladen sind das Letzte, in das eine Band wie Schneeweiss und Rosenrot sortiert gehört. „Wir hören alle sehr viel verschiedene Musik, sind sehr offen und bringen unsere Einflüsse mit ein“, erklären Johanna Borchert und Petter Eldh. Schneeweiss und Rosenrot sind deshalb auch nie "nur" Klavier, Drums, Bass und Gesang, sondern auch Synthesizer, elektronische Effekte und Samples, welche die Instrumentierung zu einem überraschenden, wendigen Sound verdichten.

So impulsiv und einfallsreich der Sound von Schneeweiss und Rosenrot bisweilen erklingen mag, ihre Texte tragen mitunter eine nachdenkliche Note, die Lucia Cadotsch mit einem Augenzwinkern in der Stimme kommentiert.

Für „Pool“ hat Cadotsch sich unter anderem von Tieren inspirieren lassen, was nicht nur zu dem Song „Prosìte Parasite“ führte, in dem sie den Parasiten Cordyceps Fungus auf Französisch besingt. „Es gibt in der Tierwelt umwerfende Verhaltensweisen, die bei genauerem Hinschauen dem menschlichen Benehmen gar nicht so fern sind. Mich interessieren auch Wortspiele und Personifizierungen von Gefühlen und Zuständen. So findet sich zum Beispiel in einem unserer Songs das Gefühl der Gelähmtheit im Kleid einer Miss Palsy wieder, die ungefragt gekommen ist, um auf meinem Gesicht eine Party zu feiern. Am Schluss fallen die beiden ungebeten Gäste meiner Waffe zum Opfer.“

Ganz alltäglich dagegen ist die Situation, die Johanna Borchert zum Text von „We’re All Loose“ inspirierte: „Ich stieg in Berlin am Görlitzer Bahnhof aus der U-Bahn und sah so viele leere Gesichter, was mich traurig stimmte. Da dachte ich mir, wie bring ich deren Mundwinkel wieder hoch und fing laut an zu singen: ‚we’re all sad walking down the road’. Für mich ist der Song eine provokative Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir sind und was wir wollen.“

Dieses Platz Schaffen für alle Arten von Befindlichkeiten und musikalischen Ausdrucksarten, dieses Spiel mit dem Unerwarteten, der Ironie und Doppeldeutigkeit, zeigen Schneeweiss und Rosenrot mit „Pool“ in nahezu Ehrfurcht erweckender Vollkommenheit. Klingt groß, ist aber nicht übertrieben. Für das Quartett ist es schlicht wie eine Neugeburt. Das Cover-Artwork, das die vier in Embryostellung in weiß durchscheinenden Eiern zeigt, sagt genau das: Wir sind vereint im Entstehungsprozess. Der „Pool“ aus dem wir schöpfen ist unser gemeinsamer kreativer Gen-Pool. Schließlich sei ein Album auch immer ein bisschen wie eine Schwangerschaft, sagt Lucia Cadotsch. „Bis es rauskommt, weiß man nicht sicher, wie es aussehen wird. Man hat zwar ein Gefühl, aber richtig erkennen kann man es erst, wenn es da ist.“
 

PRESSESTIMMEN:

«Another surprise highlight was the artfully fresh-minded German
jazz-cum-pop band Schneeweiss & Rosenrot, built around the understated,
sidewinding vocals of Lucia Cadotsch and the alternating freewheeling and
classical-informed piano work of the wonderful young Johanna Borchert.»
Josef Woodard, Jazztimes, 28.05.2010

«Ein facettenreiches Fantasialand voller kleiner Überaschungen und natürlich
großer Gefühle. (...) geschmeidig, verspielt, intensiv, verträumt, energisch,
stark.» Werner Griff, Jazz thing 81, 19.10.2009

«Das Berliner Quartett mit Musikern aus ganz Europa steht für die Zukunft des Jazz. Multikulturell und frei von Allen Grenzen.»
Rebecca Hack, 3 SAT Kulturzeit, 16.03.2012

 

TERMINE:

22.01.2013 Bar 227, Hamburg, D
23.01.2013 Progr, Bern, CH
05.02.2013 BIX, Stuttgart, D
06.02.2013 Porgy & Bess, Wien, Ö
10.05.2013 Kito Bremen, D
11.05.2013 Jazzfestival Eberswalde, D

 

Foto: Album "Pool" © Soulfood

 

Beats International
Sven-Erik Stephan
Bouchéstr. 12
Haus 2, 3. OG, Raum 1323
D-12435 Berlin
E-Mail: sven@remove-this.beatsinternational.com
web:     www.beatsinternational.com

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15.01.2013 ausverkaufte Stadien in UK

GFDK - Neuland Concerts

Die schottischen Rockmagier BIFFY CLYRO rocken Deutschlands Bühnen im Februar/März 2013.

Mit ihrem 2009er Album ONLY REVOLUTIONS, das es bis auf Platz #3 der UK-Charts schaffte und über 600.000 Einheiten verkaufte, haben sich BIFFY CLYRO endgültig als eine der größten und faszinierendsten Bands Großbritanniens etabliert und veröffentlichen nun am 25. Januar bei Warner Music  (14th Floor Records/Atlantic) ihr neues Album OPPOSITES.  
 
Bei ihrem Live-Marathon zu ONLY REVOLUTIONS, im Rahmen dessen sie drei ausverkaufte UK-Touren spielten und unter anderem eine bahnbrechende Show in der Londoner Wembley Arena absolvierten (die im Live-Album „Revolutions: Live at Wembley“ festgehalten wurde), erwiesen sich BIFFY CLYRO als absolute Arena- und Festival-Headliner-Band sowie als einer der aufregendsten Acts Großbritanniens. Ein Status, den die Gewinne der „Best Live Band“-Awards sowohl beim NME als auch beim Q-Magazin eindrucksvoll bestätigten.  
 
Die Band hat ihr neues Album OPPOSITES bereits bei exklusiven Clubshows in Deutschland, Schweden und Norwegen vorgestellt, die mit hingebungsvollen Fans und adrenalinschwangerer Atmosphäre gefüllt und allesamt in Rekordzeit ausverkauft waren: Die Karten für die Deutschland-Gigs im Berliner Bi Nuu und im Hamburger Knust beispielsweise waren nach nur fünf Minuten vergriffen. Weitere Shows sind nun in Paris, Amsterdam, New York und Los Angeles geplant – als Highlights des diesjährigen Biffy-Live-Kalenders, der unter anderem einige Festival-Sets beim Download, Rockness, Isle Of Wight und iTunes Festival beinhaltete. Diese Shows bieten die seltene Gelegenheit, die fantastische Live-Band BIFFY CLYRO noch einmal im intimen Rahmen zu erleben – denn wenn OPPOSITES erst mal erschienen ist, werden die drei sympathischen Schotten mit Sicherheit richtig durchstarten.
 
Im März 2013 absolvieren BIFFY CLYRO zunächst eine elf Dates umfassende UK- und Irland-Arena-Tour, die auch in der Londoner O2 Arena Station machen wird. Zuvor jedoch wird es bereits Daten in Deustchland und im restlichen Europa geben. Danach geht’s dann im Frühjahr auf ausgedehnte Welt-Tournee.
 
Mit dem abwechslungsreichsten und unvorhersehbarsten Album ihrer bisherigen Karriere, das abermals von GGGarth Richardson (Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine) in Los Angeles produziert wurde, untermauern BIFFY CLYRO nun ihre hohen Ambitionen und zeigen der Welt, wie spannend und mutig Rockmusik sein kann. Sänger/Gitarrist Simon Neil gab dem Q-Magazin zu Protokoll: „Unsere Leitlinie bei diesem Album war, vor nichts Angst zu haben.“  
 
Neben der Standard- wird auch eine Deluxe-Version von OPPOSITES erhältlich sein und zusätzlich zu den 22 Tracks des Doppelalbums, das in die Discs „The Sand At The Core Of Our Bones“ und „The Land At The End Of Our Toes“ unterteilt ist, eine DVD mit einer Dokumentation enthalten, die den Aufnahmeprozess des Albums schildert. Nachdem BIFFY CLYRO vor ein paar Monaten zunächst den Song STINGIN' BELLE als ersten Appetithappen aus ihrem Album präsentiert hatten, folgte kürzlich die erste echte Single-Auskopplung namens BLACK CHANDELIER.
 
In den vergangenen Wochen hat die Band mithilfe von Twitter Stück für Stück Storm Thorgersons faszinierendes Artwork zu OPPOSITES enthüllt. Außerdem absolvierten sie eine Doppel-Session bei Radio 1: Morgens spielten sie in „Fearne Cotton's Live Lounge“, abends ging es zu „Zane Lowe's Radio 1 Rocks“, wo schließlich auch ihre Single BLACK CHANDELIER offiziell Premiere feierte. Kurz darauf performten BIFFY CLYRO zudem ein Live-Set für die BBC-Musikshow „Later... with Jools Holland“.

 

Neuland Concerts präsentiert:

20.02.2013  Hamburg / Große Freiheit 36
25.02.2013  Berlin / Huxleys
26.02.2013  Köln / E-Werk
04.03.2013  Bremen / Aladin
05.03.2013  Wiesbaden / Schlachthof

 


Die Tour wird präsentiert von Visions und Kulturnews.

Tickets sind seit dem 21.12.2012 an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich. 

 

Ihr neues Album "Opposites" ist ab dem 25.01.2013 überall im Handel erhältlich.

 

Bild: Biffy Clyro © Tom Oxley

 

 

 

Neuland Concerts
Alter Wandrahm 14
20457 Hamburg

Email: info@neuland-concerts.com

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10.01.2013 einfach wunderschön

GFDK - Warner Music

Sie war gerade mal 15 Jahre alt, als sie ihr einzigartiges Debüt-Album aufnahm, das mit einer ganzen Reihe von wundervoll intensiven Interpretationen eines wirklich coolen Repertoires überraschte: Songs von The National, Phoenix, The Postal Service oder James Taylor gewinnen in BIRDYs Versionen völlig neue Dimensionen. Auf einer nahezu komplett ausverkauften Deutschlandtour zeigte BIRDY jüngst, dass sie diese Intensität auch auf der Bühne erreicht. Zu den brillantesten und berührendsten Interpretationen auf dem Album gehört People Help The People, das im Original von Cherry Ghost stammt und sich auf deren 2007er-Album Thirst For Romance befindet. Das kleine Arrangement mit Piano und verhalten eingesetzter Backing-Band setzt auch hier einen ganz neuen Akzent. BIRDYs außergewöhnlich ausdrucksvolle Stimme hält die perfekte Balance zwischen Kraft und Sensibilität und geht an niemandem vorbei, ohne eine nachhaltige Gänsehaut zu hinterlassen.
 
Welch besseren Song könnte es geben, um eine Hilfs-Kampagne für Kinder in Not zu unterstützen? Und so wurde der Song zum Leitmotiv des  RED NOSE DAY Ende November 2012. Für BIRDY ist die Wahl von People Help The People eine Freude, die ihr selbst sehr am Herzen liegt: „Ich bin sehr glücklich, den RED NOSE DAY zu unterstützen. Es ist ein wunderbarer Tag, an dem die Menschen zusammenkommen, um miteinander zu lachen und dabei Geld für einen großartigen Zweck zu sammeln.“
  „Der RED NOSE DAY ist die einzige Charity-Aktion im deutschen Fernsehen, die vor allem junge Menschen begeistert und dazu bewegt, Geld zu spenden. Das Ziel: Hilfe für Kinder in Not. Bisher hat der RED NOSE DAY über 10,5 Millionen Euro gesammelt und damit Projekte von Organisationen wie SOS Kinderdorf, der Arche, der Kindernothilfe und vielen mehr unterstützt. Wir freuen uns besonders über die musikalische Unterstützung durch die englische Popsängerin Birdy, deren Song People Help The People“ die diesjährige Kampagne begleitet“, so die Organisatoren des RED NOSE DAY.


BIRDYs Debüt Birdy landete in Holland, Belgien und Australien auf Platz 1 der Charts und in Frankreich auf Platz 1 der digitalen Charts. Es wurde in UK und Australien mit Gold ausgezeichnet, in Frankreich, Belgien und Holland sogar mit Platin.  Die erste Single Skinny Love verkaufte sich fast eine halbe Million Mal und wurde 22 Millionen Mal auf YouTube abgerufen, wo BIRDY insgesamt über 56 Millonen Views verbuchen kann. In den USA gingen fünf Singles in die iTunes Alternative Top 200 - ohne dass es vorher Airplay gegeben hätte. Vor ihrem ersten offiziellen Konzert in England wurden allein in den ersten zwei Minuten nach Verkaufsstart über 100 Tickets verkauft!
 

© tbe/ Warner Music

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05.01.2013 Motto „Ungezähmt“

Mercedes-Benz

Ungezähmte Schönheit: Topmodel Karlie Kloss - Making-of Mercedes-Benz Fashion Week Berlin 2013

Was wir nicht bezwingen können, übt auf uns oft einen besonders starken Reiz aus – dies beweist das Mode-Bildmotiv der Saison Autumn/Winter 2013 von Mercedes-Benz auf atemberaubende Weise. Unter dem Motto „Ungezähmt“ vereinte der amerikanische Fotograf Ryan McGinley drei rebellische Schönheiten in einer dramatischen Nachtszenerie, die vor provokativer Spannung nur so sprüht. Das Konzept des Visuals entwickelte er gemeinsam mit dem genialen Creative Director Jefferson Hack.

Im Mittelpunkt des Motivs steht das amerikanische Topmodel Karlie Kloss, deren Schönheit von dem strahlend weißen Outfit des Kultlabels Chloé perfekt in Szene gesetzt wird. Doch so zart und elfengleich Karlies Erscheinung auch sein mag – ihre herausfordernde Pose lässt erahnen, dass in ihr eine Rebellin schlummert. Wie ihre Begleitung, das weiße Pferd, ist auch sie ein freies Wesen, das sich nicht zähmen lässt.

Das expressive Concept Style Coupé vervollständigt schließlich das ästhetische Visual: Seine metallische Lackierung in der Farbe Alubeam sowie die dynamisch geschwungenen Proportionen lassen den Viertürer wie eine futuristische Raubkatze wirken, die zum Angriff lauert. Gleichsam schön und gefährlich – vor allem aber unwiderstehlich, wie alle wilden Kreaturen.

Mercedes Benz Fashion Week vom 15. bis 18. Januar 2013 in Berlin

 

Presse-Kontakt:


LEDAVI Emotional Brand Building
Jessica Steinker
Rosenthaler Strasse 40-41, 10178 Berlin
E-Mail jessica.steinker@ledavi.de

 

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01.01.2013 Neues Album "Roulette" ab 25.01.2013

GFDK - MCS Team Berlin

Matthias Schweighöfer mit der britischen Erfolgsband BLUE, die den Titelsong zu seinem neuen Film "Schlussmacher" lieferte.

Laut einer australischen Studie wird eine durchschnittliche Ehe nach 12,3 Jahren wieder geschieden. Wenn man als Mann eine langfristige Bindung sucht, sollte man also vielleicht besser eine Band gründen. Lee Ryan, Antony Costa, Duncan James und Simon Webbe haben genau das vor 13 Jahren getan. Und die Beziehung hält bis heute. Von welcher Promi-Ehe kann man das schon sagen?

Aber nicht nur das: „BLUE“ ist eine der erfolgreichsten britischen Bands der letzten zehn Jahre. Die Jungs verkauften weltweit über 20 Millionen Platten, landeten vierzigmal auf Platz 1 der Charts, tourten durch die ganze Welt und standen bereits mit Sir Elton John und Stevie Wonder auf der Bühne. Ein Lebenswerk im Schnelldurchlauf.

2005 drückten die vier Jungs zunächst einmal die Pause-Taste und gönnten sich ein bisschen mehr Freiraum: Für erfolgreiche Solo-Alben, Ausflüge ins Musicalfach, Theaterrollen im Londoner Westend und ein bisschen Familienplanung. Selbstverwirklichung eben. Aber am Ende macht’s zu viert eben doch mehr Spaß als alleine. Und so landeten Lee, Antony, Duncan und Simon ab 2009 wieder zusammen auf einer Bühne und machten, was sie am besten können.

Wenn man niemandem mehr etwas beweisen muss, kann man sich genauso gut darauf konzentrieren, so viel Spaß wie möglich zu haben. Frisch vereint und ohne den Erfolgsdruck aus Anfangstagen, machten „BLUE“ ab sofort nur noch, worauf sie Lust hatten: Sie traten für Großbritannien beim Eurovision Song Contest an, zogen sich im Kampf gegen Homophobie für Englands größtes Schwulenmagazin aus und begannen in aller Ruhe mit der Arbeit an ihrem vierten Album „Roulette“. Ein neues Kapitel, ziemlich genau zehn Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Studioalbum „Guilty“ (2003).

Vom marokkanischen Erfolgsproduzenten und zweifachen Grammy-Gewinners RedOne  (Lady Gaga, Jennifer Lopez, Pitbull) und dem Team aus Wayne Hector & Cutfather (Britney Spears, Pussycat Dolls, James Morrison, Nicki Minaj) ließen sich die vier gestandenen Herren eine Handvoll abwechslungsreicher Popsongs auf den durchtrainierten Leib produzieren. Dabei reicht das musikalische Spektrum von „Roulette“ von epischen Herzschmerz-Hymnen („Without You“) bis hin zu unmissverständlichen Tanzaufforderungen („Ayo“).

Einen prominenten deutschen Fan hat das neue Album übrigens auch schon: Matthias Schweighöfer sicherte sich die erste neue BLUE Single „Hurt Lovers“ gleich mal als offiziellen Titelsong für seinen neuen Film  (Kinostart: 10. Januar 2013).

Die Ballade entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit dem deutschen Songwriter und Produzenten David Jost (Aura Dione: „Geronimo“, „Friends“ / Chris Brown), aus dessen Feder bereits ein anderer Soundtrack-Erfolg stammt: „I Like“ von Keri Hilton.

Es sieht also ganz danach aus, als würden Lee, Antony, Duncan und Simon noch so einige gemeinsame Jahre bevorstehen.

 

VÖ Single: 04.01.2013


Bild: Making of "Der Schlussmacher" © Sandra Ludewig

 

 

 

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18.12.2012 neue Single „Heart Shaped Gun“

GFDK - Warner Music

Nicht jeder Treffer geht mit einem lauten Knall einher - nicht einmal, wenn er in der Belétage des deutschen Krimis fällt: Im Kölner TATORT „Scheinwelten“ (Das Erste, Neujahr, 20:15 Uhr) ermitteln die Kommissare Ballauf und Schenk zu den Klängen von SCHMIDTS neuer Single „Heart Shaped Gun“, die die Atmosphäre des Films aufnimmt und hochpräzise in einen sehr eigenen, atemberaubenden und fesselnden Song überführt.

„Heart Shaped Gun“ wurde von SCHMIDT gemeinsam mit dem mehrfachen Jazz ECHO-Preisträger Martin Tingvall und dem international renommierten Songwriter Robin Grubert eigens als Titelsong für diese Episode geschrieben, mehrdeutig und bildhaft, mit großer Dynamik und teils opulenter Orchestrierung in bester Thriller-Manier.  
 
Schon mit ihrem Debüt-Album FEMME SCHMIDT ist der Berliner Chanteuse ein solches Kunststück gelungen - leise, lustvoll und zielsicher zugleich: ein subtil-verführerischer Wirkungstreffer, mit rauchigem Timbre und betörendem Augenaufschlag. Die Medien verkündeten unisono ein neues deutsches Fräuleinwunder, und dieses aufgeregte Rauschen im Blätterwald begleitete SCHMIDT sogleich nach London, L.A. und schließlich Australien, wo SCHMIDT jüngst mit Sir Elton John auf dessen Stadion-Tournee die Bühne teilte.
 
Heart Shaped Gun erschien am 14.12. auf einer um vier neue Titel erweiterten Re-Edition von FEMME SCHMIDT und am 14.12. als digitale Single.

Warner Music Group Germany

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09.12.2012 Nach dem Roman von J.R.R. Tolkien

kino.de/ Warner

Kinostart 13.12.2012: Peter Jackson inszeniert "Der Hobbit", die Vorgeschichte zu Herr der Ringe, mit fantastischer Starbesetzung und beschwingender Phantasie.

 

Bilbo Beutlin ist ein ganz einfacher Hobbit, der in Hobbingen im Auenland seinem Tagesgeschäft nachgeht. Bis er von dem Zauberer Gandalf auf den Plan gerufen wird. Zusammen mit einer Gruppe von 13 Zwergen unter Führung des legendären Kriegers Thorin zieht der Halbling los, um dem Drachen Smaug das verlorene Zwergenreich Erebor zu entreißen. Unterwegs treffen sie auf Goblins und Orks, Wargs, riesige Spinnen und Zauberer. Und eine bemitleidenswerte Kreatur, die auf den klingenden Namen Gollum hört.

 

Fast ein Jahrzehnt, nachdem er mit der "Herr der Ringe"-Trilogie Maßstäbe für das moderne Eventkino setzt, wendet sich Peter Jackson dem nächsten Tolkien-Zyklus zu. Basierend auf "Der kleine Hobbit" fertigte der Neuseeländer eine weitere Trilogie, die einerseits vertraut wirkt, andererseits mit Hilfe von 3D und HFR einmal die Grenzen dessen auslotet, was das Kino der Gegenwart leisten kann. Insgesamt ist der Ton diesmal leichter, das Abenteuer wird betont. Und neben Fanfavoriten wie Ian McKellen und Cate Blanchett setzen vor allem Martin Freeman und Richard Armitage darstellerische Akzente in dem Prequel.

 

Regie: Peter Jackson

Cast: Sir Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage

Laufzeut: 166 min.

 

 

Pressestimmen und weitere Links:

 

Welt:

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article111841544/Touristenandrang-am-Drehort-von-Der-Hobbit.html

 

Spiegel:

http://www.spiegel.de/kultur/kino/der-hobbit-tolkien-film-von-peter-jackson-enttaeuscht-us-kritiker-a-871112.html

 

Focus:

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/der-hobbit-eine-unerwartete-reise-der-hobbit-film-trifft-auf-geteiltes-echo_aid_874463.html

 

 

 

Der Film kommt am 13.12.2012 in die Kinos. Im Verleih von Warner.

 

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04.12.2012 Kaum ein jüngerer Songschreiber so nah am Leben

Universal Music Deutschland

 

Nach dem Radio-Hit „Drunk In The Morning“ folgt nun Grahams gleichnamiges Debüt-Album „Lukas Graham“-

Es klingt immer etwas abgedroschen, wenn bei einem Künstler das Authentische, das Ehrliche herausgestellt wird. So Typen wie Springsteen oder Young, Guru oder KRS One sind mit dem Ticket gut gefahren, aber mittlerweile ist bei vielen vom Mythos der Glaubwürdigkeit doch nicht mehr als eine Floskel geblieben.

Einigen wir uns doch gleich mal darauf, dass Musik in dem Moment, in dem sie auch nur irgendeinen Wert hat, automatisch spürbar und unmittelbarer Ausdruck des Interpreten ist. Auch von Lukas Graham wird oft behauptet werden, er sei besonders authentisch, seine Musik sei ergreifend ehrlich. Das liegt zum einen natürlich daran, dass jede Menge seelenlose, konstruierte Musik da draußen in die Charts und Airplay-Rotationen gepresst wird und Grahams Nummern im Vergleich dazu einfach auffallen. Das liegt zum anderen daran, dass er mit seiner Band aus dieser Bedingung für gute Musik ein Prinzip macht. Er reißt sich in seinen Songs die Brust auf und lässt seine Hörer nicht nur an den euphorischsten und traurigsten Momenten seines Lebens teilhaben, er nimmt seine Hörer auch dorthin mit, wo sie ihre eigenen Höhen und Tiefen hatten. Und wenn er auf der Bühne steht, dann macht seine Band genau das gleiche. Und das alles mit Anfang Zwanzig. Es ist gut möglich, dass unter den jüngeren Songschreibern keiner so nah am Leben ist wie Lukas Graham.

Woher aber nimmt dieser Typ seine Zwanglosigkeit, sein Selbstbewusstsein und seinen unverkennbaren Charme? Eine ganz wesentliche Antwort auf diese Frage ist sicher in Christiania zu suchen, dieser legendären Hippie-Enklave im Zentrum Kopenhagens. Dort wuchs Lukas auf, als Sohn eines irischstämmigen Vaters, der ihn von Anfang an aus seiner Plattensammlung heraus mit den großen Meistern, den Beatles oder The Who versorgte. Seine Mutter wiederum war Musiklehrerin. Nüchtern betrachtet ist der Künstler Lukas Graham also ein Produkt seiner Umwelt. Er begann als Kind zu singen, war Mitglied des Kopenhagener Knabenchors, ließ sich zum klassischen Sopran-Solisten ausbilden, spielte Theater, spielte als Jungdarsteller in einer dänischen Filmreihe, arbeitete als Synchronsprecher. Und das alles unter dem weiten, freigeistigen und von der einen oder anderen Weed-Wolke eingenebelten Himmel Christianias. Dort, wo man auch moralische Fragen gern mal den anderen überlässt. Wer mehr dazu erfahren möchte, der soll sich das Stück „Moving Alone“ auf diesem Album anhören. Es eröffnet wie die meisten Songs des Albums einen unverstellten Blick in Lukas’ Seele. In diesem Fall kreist es um Treue und Betrug, in anderen um Trennungschaos („Ordinary Things“), um das schwierige Verhältnis zu einem engen Freund („Criminal Mind“) oder den Tod („Before The Morning Sun“) – nicht unbedingt Kleinkaliber unter den Popsong-Sujets, aber dafür croont er in der anderen Hälfte seines Materials umso alberner und dreister von den typischen coming-of-age-Geschichten, von der Sauferei, dem Sex und der flüchtigen Liebe. Höhen und Tiefen eben.

Und wie er croont. Wann kam denn jemals eine Stimme aus Skandinavien, die man problemlos gegen Jamiroquai, John Legend oder Robin Thicke ins Rennen schicken könnte? Und überhaupt, wann gab es denn so etwas schon mal, aus diesem eher auf elektronische oder Gitarren-lastige Pop-Phänomene spezialisierten Breitengrad? Eine Band ganz ohne Gitarre, dafür aber mit einem Bassisten, der den Funk gefressen hat, mit einem überagilen Drummer, einem Harmonie-schmelzenden Mann an den Tasten und eben diesem Sänger, der auf der Bühne nicht nur singt, sondern lebt? Wann gab es ein Album, das derart ausgefuchst live-Komposition und Vinyl-knisternde Sample-Ware, das klassische Funk- und Soulgesten und zeitgeistigste Pop-Innovation so schlüssig zusammen führt, dass Mark Ronson grün vor Neid werden dürfte? Also wann gab es das schon mal? Die Antwort ist ganz einfach: Schon viel zu lange nicht.
 

 

Universal Music Deutschland
Stralauer Allee 1
10245 Berlin

info@remove-this.universal-music.de

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01.12.2012 herzzerreißend-sentimental - kraftvoll-rockig

DEAG

Astrid North, die ehemalige Cultured-Pearls-Frontfrau kommt für 12 exklusive Konzerte nach Deutschland - „North Tour 2013“.

Auf der „North Tour 2013“ präsentiert die Soulsängerin Astrid North im Frühjahr ihr Solodebüt live. Dieses ist, laut Kulturnews, „kein Schnellschuss geworden – aber deswegen auch kein Album, das sich in wenige Worte fassen lässt“. Gleiches gilt für die ehemalige Frontfrau der Cultured Pearls, die mit Soulpop-Balladen wie „Tic Toc“ und „Sugar Sugar Honey“ Mitte der Neunziger Charterfolge verzeichnen konnte.

Die vielfältigen Einflüsse, die Norths Kindheit als Pendlerin zwischen ihrer Geburtsstadt Berlin und den familiären Wurzeln in Houston/Texas prägten, machen das atmosphärische Erstlingswerk vielschichtig und facettenreich. Die nach Astrids Nachnahmen schlicht „North“ (Astrid North Records, Warner Music) betitelte und im Juli 2012 via Eigenlabel veröffentlichte CD vereint unterschiedlichste Klangfarben und dabei sogar vermeintliche Gegensätze: Ihre Instrumentierung ist mal minimalistisch, mal satt, verzerrt oder orientalisch beeinflusst. Der schwere Beat phasenweise treibend, im nächsten Moment bewusst verschleppt. Die Arrangements bisweilen episch, aber dennoch komplex. Getragen werden die Songs stets von jener emotionalen Soulstimme, mit der die zweifache Mutter ihrer eigenen Gefühlswelt mal herzzerreißend-sentimental, mal kraftvoll-rockig und mal durch gedämpften Sprechgesang Ausdruck verleiht.

Live zu erleben war Norths selbsternannter „Befreiungsschlag“ bereits im Rahmen der „Rolling Stone Sessions“, des diesjährigen Hamburger „Reeperbahn Festivals“, der von tape.tv ins Leben gerufenen Akustikkonzertreihe „Auf den Dächern“ sowie im  Vorprogramm der deutsch-ghanaischen Soul-Sängerin Y'akoto, auf deren kürzlich zu Ende gegangenen „Babyblues Tour". Nach TV-Gastspielen beim „Morgenmagazin“ im ZDF und dem ARD-Late-Night-Talk „Ina’s Nacht“ (10.11.), präsentiert North ihren Mix aus Soul, Trip Hop sowie Rock auf eigener Konzertreise.

Mit Live-Darbietungen der drei digital veröffentlichten Singles „Dither“, „Lightning“ und „Wishbone“ sowie weiteren Albumsongs stellt sie von Mitte Februar bis Anfang März unter Beweis, warum sie dem „Spiegel“ schon frühzeitig als „leading lady der hiesigen Soulszene“ galt.

 

Astrid North – „North Tour 2013“

12.02.13 Berlin, Bi Nuu

14.02.13 Bremen, MS Treue

15.02.13 Hannover, Mephisto

16.02.13 Kiel, Die Pumpe

21.02.13 Stuttgart, Zapata

22.02.13 Freiburg, Schmitz Katze

23.02.13 Leipzig, Moritzbastei

27.02.13 München, Night Club (Bayerischer Hof)

01.03.13 Krefeld, Kulturfabrik

02.03.13 Bielefeld, Forum

03.03.13 Hamburg, Knust

 

Karten zu € 12 bis 16 (zuzüglich Gebühren!) an den Vorverkaufsstellen und bei www.ticketmaster.de (Hotline: 01805.969 000 555, Verbindungspreise: 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42 €/Min. aus dem deutschen Mobilfunknetz).

 

Bild: Astrid North Quelle: DEAG

 

Elena Mantau
DEAG
Deutsche Entertainment AG
Tel: +49(0)30 / 81075-521
Fax: +49(0)30 / 81075-549
E-Mail: e.mantau@deag.de

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25.11.2012 "Making of" zum Clip

Sony Music

Wie definiert sich Glück? Silbermond hinterfragt und gibt Antworten auf ihrem "Making of" zu ihrem Album "Himmel auf".

„Alles, was anders ist, ist gut“, sagt Hollywoodstar Bill Murray am Ende des Kinokultfilms „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – Ausdruck purer Freude über Veränderung, die das Leben wieder in die Balance bringt. Nicht, dass Silbermond in ihrem Musikerleben an vergleichbaren Problemen oder immer wiederkehrenden Mechanismen litten. Doch wie jede Band die ihr viertes Album angeht, schlichen sich auch bei der Bautzener Band gewisse Routinen, kleine Bequemlichkeiten ein - déjà vus eben. Herausforderungen, denen sich eine Band mit Anspruch wie Silbermond stellen musste.

Es wäre einfach gewesen, auf der Suche nach Neuerungen und Innovationen Input von außen zu verpflichten. Andere Bands suchen da schon mal Lösungen im Ausland und versuchen mit einem anderem Produzenten Erfolg zu erkaufen. Silbermond denken anders. Gitarrist Thomas Stolle, Sängerin Stefanie Kloß, Bassist Johannes Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak lösten ihre Aufgaben selbst, von innen. „Auch wenn das mitunter sehr schwierig ist, weil jeder von uns eine eigene Vorstellung hat“, meint Gitarrist Thomas Stolle. „Da ist es wichtig, dass es Leute in unserem Umfeld gibt, die uns ihre ehrliche Meinung mitteilen, die auch mal sagen: Leute, das ist scheiße. Wir brauchen niemand, der uns zum Mund redet.“

Am Anfang zu „Himmel auf“ stand der Wille nach Veränderung, die Lust auf Neues, die Aussicht auf Abenteuer. „Es ist unserem Anspruch geschuldet, uns nicht wiederholen zu wollen“, beschreibt Thomas Stolle die Anfänge des Albums. Der Hauptsongwriter der Band griff bewusst nicht in seine Saiten, sondern ließ zunächst seiner Lust am Musikmachen freien Lauf. Nicht umsonst heißt das Album „Himmel auf“ – Sinnbild eines kreativen Prozesses voller Freiheit, ohne Grenzen. Lautete das interne Motto des Quartetts zum letzten Album noch „Zurück nach vorn“, hieß es diesmal pragmatisch: „Machen!“

So bastelten Thomas Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak im Band-eigenen Studio in Berlin Adlershof zunächst an neuen Sounds. Da wurden Keyboards und Drumcomputer, Sampler und Effektgeräte angeschleppt, Beats, Sound und Loops programmiert, „einfach mal ganz andere Ideen ausprobieren, Musik auf die wir auch sonst stehen“, erklärt Thomas Stolle. „Einfach mal den alten Pfad verlassen und versuchen neue Wege zu finden.“ Sei es durch Experimente wie etwa den Schlagzeug-Sound mit einem Mikrofon auf der Damentoilette einzufangen. Oder mit Chorgesängen zu experimentieren. Ungewöhnliche Song-Strukturen und unerwartete Wendungen auszuprobieren. Oder ganz unauffällig einen schrägen 7/8-Takt in einen Pop-Song zu schummeln, dass es höchstens Musikprofis auffallen dürfte. (100 Punkte, wer den Beat findet!)

Aus rund 60 Ideen die das Quartett über ein Jahr in sich trug, destillierte man rund 25 Stücke. Gerade die Hälfte davon passierte die interne Qualitätskontrolle. Was jedoch übrig blieb, sind die bislang wohl spannendsten, ungewöhnlichsten, kreativsten und vielschichtigsten Songs, die Silbermond bislang ihren Fans anvertraut haben: anders, neu, frisch klingen zu wollen und doch authentisch zu bleiben, etwas Neues schaffen, ohne Altbewährtes aus den Augen – besser Ohren – zu verlieren – das ist wahre Kunst.

Das beginnt mit modernen Beats, die das Titelstück „Himmel auf“ voran treiben. Überhaupt: die Beats geben den Herzschlag von Silbermond 2012 vor. Viele der 14 neuen Nummern grooven luftig und rocken doch satt: ein wunderbarer Gegensatz, für den exemplarisch auch der Midtempo-Rocker „Gegen“ steht. Ein Stück über unreflektierte Protestkultur und sinnentleertes Oppositionsgebahren destruktiver Verhinderer – gesellschaftsrelevante Themen liegen Sängerin Stefanie Kloß diesmal besonders am Herzen. Hatte die Band auf dem letzten Album mit Songs wie „Nichts passiert“ Jugendliche dazu angehalten ihr Demokratieverständnis zu schulen, Aufmerksam zu sein und selbstbewusste, kritische Bürger zu werden, führt die Band mit „Irgendwo in der Mitte“ diesen Gedankengang weiter. „Es ist im Grunde eine private Betrachtung“, sagt Stefanie, „ein Lied das mir am Herzen lag.“

„Himmel auf“ zeigt eine Band die erwachsen geworden ist. Silbermond sind nicht mehr die jugendlichen Newcomer aus Bautzen. Hier formulieren gestandene Mittzwanziger Gedanken aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt. Faszinierend dabei wie die Band es erneut schafft die Gefühle ihrer Generation in Worte zu fassen. Silbermond älter und reifer geworden – wie ihre Fans mit ihnen. Kein Lied reflektiert das deutlicher als „Weiße Fahnen“, ein Stück über das unvorstellbare Seelenleid der Kindersoldaten dieser Welt. „Und er wacht auf im Feuerregen / die Nacht gelähmt keine Sterne zu sehen / durch seine kleinen Hände fließt roter Sand / Er weiß wie Leben enden, aber nicht wie sie anfangen“ Gänsehaut. „Solche Themen müssen erst mal in einem selber reifen, bevor man sie nach außen trägt und in einem Text zur Sprache bringt“, sagt Stefanie. „Wenn man allein das vergangene Jahr betrachtet, dann ist die Welt unheimlich in Aufruhr. Da macht man sich schon so seine Gedanken, weil man ja auch ein Teil dieser Welt ist. Und irgendwann stellt man fest, dass die Kriege gar nicht so weit weg sind und indirekt auch einen selbst betreffen.“

„Himmel auf“ ist auch ein Album über Sinn und Sinnsuche. Es ist nicht nur das musikalische Herausforderndste, es ist auch mit Abstand das persönlichste Album das Silbermond bislang eingespielt haben. Ein mutiges dazu. Wer, wenn nicht Stefanie würde sich trauen jene drei berühmten Worte auszusprechen, die andere Sänger mit allen Mitteln zu umschreiben versuchen? Jenes „Ich liebe Dich“ ist Höhepunkt der Feuerzeug-Hymne „Ja“, die mit strahlenden Streichern zu hymnischer Größe wächst, als hätten Sigur Ros, Coldplay und U2 gleichzeitig im Studio gestanden. Wichtiger noch: „Ja“ ist Ausdruck von aufrichtiger Liebe, grenzenlosem Vertrauen und hingebungsvoller Überzeugung.

Es ist auch ein Zeichen des Erwachsenwerdens den Mut zu besitzen um Nähe zuzulassen, was Stefanie den Fans in „Oberfläche“ zeigt: „Kommst du mit unter die Oberfläche / ich zeig dir den Kern von mir und was ich sonst verstecke unter der Oberfläche / da ist so viel mehr von mir das will ich dir zeigen / wir gehen in die Tiefe und dort können wir bleiben.“ - ein weiteres Stück über die immerwährende Suche nach Wahrhaftigkeit und Tiefe, über das Wagnis sich seinem Gegenüber zu öffnen und verletzlich zu zeigen. Inszeniert übrigens mit einem genialen Gitarrenthema wie es U2-Gitarrist The Edge nicht besser hinbekommen hätte. Und natürlich spielte auch bei diesem Album wieder eine Schultafel eine gewichtige Rolle.

Wer bei „Himmel auf“ eine zuckersüße Pärchenplatte mit Rosenduft und Romantik-Overkill erwartet hat, irrt. „Himmel auf“ rockt! Allein das gleichnamige Titelstück eignet sich hervorragend als Hymne und besitzt feinste produktionstechnische Details, raffinierte Programmings und ungewöhnliche Chöre. Überhaupt überraschen Silbermond mit einer vielschichtigen Produktion und ungewöhnlichen Arrangements, wenn etwa in „Es geht weiter“ am Ende das Schlagzeug noch einmal anzieht und … mehr sei hier nicht verraten. Nur so viel: „Himmel auf“ besitzt in jeder Hinsicht internationales Format.

Damit schließt sich der Kreis einer spannenden Reise mit einem Happy End wie es Hollywood nicht besser hinbekommen hätte. Die anfängliche Frustration über stereotype Mechanismen, die eigene Bequemlichkeiten und eigefahrene Routinen haben Silbermond mit Kreativität ausgekontert. „Es war anfangs extrem deprimierend“, sagt Thomas Stolle. „Es tat weh, am Anfang alles zu löschen und noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Wir haben mit diesem Album unsere frustrierendsten Momente erlebt, aber auch unsere schönsten. Wir haben buchstäblich bei null angefangen.


Denn es ging darum Silbermond 2012 zu zeigen.“ Stefanie Kloß, Thomas Stolle, Johannes Stolle und Andreas Nowak haben es geschafft. „Himmel auf“ ist ihr klingender Beweis. „Alles was anders ist, ist gut“, sagt Billy Murray. „Bleibt alles anders“, sagt Grönemeyer. „Himmel auf“ ist anders, sagen Silbermond. Und es gibt darauf viel zu entdecken.

Bild von Silbermond © Daniel Lwowski

 

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