Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

25.03.2016 Michael Horbach-Stiftung

GFDK - Herwig Nowak

In Köln geht in diesen Tagen eine bemerkenswerte Ausstellung junger iranischer Künstler zu Ende. Unter dem Titel "Berge bewegen sich nicht" zeigte die Michael-Horbach-Stiftung in ihren Kunsträumen in der Wormserstrasse 23 sechs darstellende Künstler, allesamt persischer Herkunft und allesamt im Rheinischen Raum lebend und schaffend. Ausgestellt wurden Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand.

Und damit ist die interessante Polarität der Ausstellung umrissen.Herkunft und Schaffensraum der Künstler hinterlassen bei den Werken ihre Spuren, die zu einem spannungsgeladenen Oevre führen. Auf der einen Seite die Wurzeln des künstlerischen Schaffens, auf der anderen Seite der unleugbare Einfluss westeuropäischer Kunstströmungen.

Besondsrs präsent sind beide Einflüsse in den Werken von Gila Abutalebi zu sehen und zu spüren. Wenn drei Merkmale ihre Werke bestimmen, nämlich die Schriftbezogenheit, die Schichtigkeit und die Farbigkeit, so ist das Schreiben künstlerischer Werke, das als einziges Merkmal hier besonders erläutert  werden soll, der alten perischen Kalligraphie nicht unverwandt.

Ausstellung in Köln

Gila Abutalebi schreibt also einzelne Buchstaben, die sie mit schier unerschöpflichem Ideenreichtum in dementsprechend unterschiedlichster Art und Weise zum Bild zusammenstellt und gestaltet. Gegenstand der Gestaltung ist der Buchstabe selbst und die Art seiner Verknüpfung mit den übrigen gleichen. Ihre gestalterische Meisterschaft galt bisher dem Buchstaben "K",dem beherrschenden Element ihrer Kunstreihe" K Visuals".

Hier kommt der ganze Kosmos der Bedeutungen dieses Buchstabens zum Ausdruck. Das "K" mit seinem positiven Sinngehalt, wie in  Kunst, Kosmos oder Katharis, erhält hier seinen bildhaften Ausdruck. Ebenso werden die negativen Inhalte des Buchstabens, wie etwa in Krankheit oder Krieg, künstlerisch verarbeitet. Ihre kommenden Ausstellungen im Kunstraum St. Apernstrasse23 und in der Industrie -und Handelskammer zu Köln zeigen Werke ihrer Serie "K-Visuals". Während der Art Cologne ist sie auch in der St. Apernstrasse 23 zu sehen.

Persische Kunst von Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand

Einen gewissen Gegenpol dazu bildet das ausgestellte künstlerische Werk von Linda Nadja, bei dem wenig auf die Herkunft der Künstlerin, aber umso mehr auf ihre neue westeuropäische künstlerische Heimat hindeutet. Wunderbar vermittelnd" zwischen Ost und West" positioniert sich Pari Moradi mit ihren "Scherbenzeichnungen", blosse Bruchstücke der realen Welt erhalten eine eigene Aussage, die auch wegen ihrer unübertroffenen Präzision zu rühmen ist.

Während sich Mahssa Askari mit dem Inhalt ihrer Bildwerke fast gänzlich europäischen Darstellungen anschschließt, oder sollte man sagen: menschliche Themen allgemeingültig behandelt, kommt bei Bahar Batevand mit ihrer "Kunst zum Begehen" nochmals das Fremde mit Nachdruck zum Vorschein. Persische Wirklichkeit zeigten schliesslich die "Teheraner Fotografien" von Reza Nadji. Es gilt: die Realität der Stadt entbehrt jeder künstlerischen Veredelung.

Freunde der Kunst

Den Besucher freut, dass die persische Kunst um Mittelpunkt weiterer Ausstellungen steht. Die Düsseldortfer Galerie Setareh etwa geht hier mit gutem Beispiel voran.

Roberto Cellini CCAA

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16.02.2016 lustvoll

GFDK - Kölner Stadt-Anzeiger

Köln (ots) - Zur Inspiration beim Schreiben trinkt der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht abends gern ein Glas Rotwein. "Für das Lustgefühl beim Schreiben, die Suche nach der pfiffigen Überschrift, dem originellen Einstieg" sei Wein "sehr förderlich", sagte Precht dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).

Bier hingegen sie zwar ein Durstlöscher im Sommer oder im Karneval, aber nicht inspirierend. Und Sekt halte er für überflüssig. "Von Champagner gar nicht zu reden. Saurer Sekt für ein Heidengeld - dieser ganze Kult ist mir völlig unbegreiflich." Precht machte seine Zunft, die Philosophen, dafür mitverantwortlich, dass den Sinnen, speziell dem Geschmacks- und Geruchssinn eine eher untergeordnete Bedeutung für die Urteilskraft zugemessen werde.

Philosoph Richard David Precht

"Von Ausnahmen abgesehen, ging der Hauptstrom der abendländischen Philosophie immer dahin, die Welt des Leibes und der Sinnlichkeit zu überwinden und in die Welt des Geistes und der Vernunft aufzusteigen", sagte Precht, der gerade Teil eins einer auf drei Bände angelegten Philosophiegeschichte vorgelegt hat. Die meisten spannenden Philosophen hätten ein furchtbar langweiliges Leben geführt, so Precht weiter. Was die Genussfreude betreffe, würde er beim antiken Philosophen Sokrates - den Porträtbüsten nach zu urteilen - "glatt auf einen Säufer tippen". Hingegen sei es ausgeschlossen, sich den Aufklärer Immanuel Kant mit seinem "Pünktlichkeitsfimmel" weinselig oder betrunken vorzustellen, meinte Precht. Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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28.10.2015 barocke figuren

GFDK - Farbrik der Künste

Der Maler und Graphiker Willi Sitte gilt als bekannter Vertreter des sozialistischen Realismus. Seine Kunst wird bestimmt durch figürliche Darstellungen, wobei die eher grobschlächtig anmutenden Figuren oft in nahezu barocker Form dargestellt werden.

Schon in Kindertagen erlangt Sitte eine zeichnerische Meisterschaft, die ihn jedoch nicht davon abhält sich auch die Ausdrucksformen der Moderne anzueignen.  Neben den Werken alter Meister orientiert er sich stark an modernen Künstlern wie Picasso und versucht Farben und Formen im flächigen Nebeneinander präzise aufeinander zu beziehen - jedoch immer verbunden mit einer spannungsvollen Bildaussage.

Die an der Moderne neuerworbenen malerischen Fähigkeiten verbindet Walter Sitte schließlich mit seinen altmeisterlichen Fähigkeiten als Zeichner, um von der flächenbetonten Gestaltung zu einer den Bildraum öffnenden Beweglichkeit zu gelangen. Dabei sind sowohl Liebespaare als auch weibliche und männliche Akte bevorzugte Sujets Sittes.

Kunst in der DDR

Entscheidend für seine Kunst ist, dass er dabei die Darstellung gängiger Schönheitsideale konsequent verweigert. Nicht den schönen Menschen, sondern Vitalität und Dynamik will Sitte mit seiner Kunst sichtbar machen. Er wählt bewusst keine festen Zustände, sondern stellt seine Figuren immer in Bewegung und Aktivität dar. In diesem Zusammenhang stellt das Element des Wassers in seiner sich permanent verändernden Form ein zentrales Thema dar, das Sitte immer wieder aufgreift.

Willi Sitte hat sich klar zum Kommunismus bekannt

Seine expressiven Körperdarstellungen  verwendet der Künstler außerdem häufig als Ausdrucksmedium für gesellschaftliche und politischen Aussagen und Ideen. Neben seiner Kunst ist er zeitlebens politisch interessiert und aktiv, was seine künstlerische Produktivität jedoch nicht einschränkt. Seine politische Einstellung, nach der sich Sitte klar zum Kommunismus bekennt, spiegelt sich in seiner Kunst deutlich wieder.

Dieser Umstand, der ihm zu DDR-Zeiten zu offizieller Anerkennung verhilft, führt dazu, dass Sittes künstlerisches Werk oft nicht nur nach künstlerischen, sondern auch nach politischen Aspekten beurteilt wurde und wird.

Seine sozialistisch-kommunistische Grundeinstellung und seiner Parteikarriere in der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ist gleichzeitig auch der Grund, warum sein Werk nach der Wiedervereinigung Deutschlands bis zur Gegenwart immer wieder kritisch betrachtet wird und bisweilen öffentliche Diskussionen ausgelöst hat.

Willi Sitte - Menschenbilder

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29.09.2015 selbermacher

GFDK - Hessischer Rundfunk

Das Kasseler Musik-Duo „Milky Chance“ feierte in den vergangenen beiden Jahren national und international große Erfolge, unter anderem mit ihrem Debüt-Hit „Stolen Dance“.

Jetzt nehmen sich die Nordhessen eine Auszeit, um an einem neuen Album zu arbeiten. Und das in einem neuen Bandraum im heimischen Kassel. Im YOU FM-Interview sprechen Clemens Rehbein und Philipp Dausch über Pläne und Offerten.

„Milky Chance“ erzählen im YOU FM-Interview über …

… das Interesse von Produzenten:

Clemens Rehbein:
„Wir haben einmal Rick Rubin (Anm.: US-amerikanischer Musikproduzent, u.a. von Ed Sheeran, Red Hot Chili Peppers, Lady Gaga, Eminem) getroffen. Er findet das Ganze ganz interessant, was wir da machen, aber wir wollten noch nicht. […] Wir sind eher die Selbermacher. […] Wir haben einen neuen Bandraum, ganz frisch. Da wollen wir uns dann einnisten.“

… die Arbeit am neuen Album:

Clemens Rehbein
: „Songs schreibe ich schon die ganze Zeit. Da nehme ich mir noch ein bisschen Zeit, um alles fertig zu kriegen. Im nächsten Jahr fangen wir dann an aufzunehmen.“
Philipp Dausch: „Wir nehmen uns kein Datum vor, um den Druck wegzulassen.“
Clemens Rehbein: „Was die Lyrics betrifft, da fehlt noch ziemlich viel. Es gibt schon viele Songs, wo eine Strophe da ist, ein Refrain und Akkorde dazu. Aber dazu gehört ja noch viel mehr. Also der Grundbau ist bei vielen Sachen fertig.“

… den Schutz von Kreativität und Identität:

Philipp Dausch
: „Wir haben uns weiterentwickelt, haben ganz neue Erfahrungen gemacht und sind nicht mehr so ganz befreit. Wir wollen uns durch Zeit und Raum wieder befreien.“
Clemens Rehbein: „Man muss ein bisschen auf sein Inneres hören. […] Das ist bestimmt teilweise gar nicht so leicht, aber das sollte man versuchen.“

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17.05.2015 Joseh´s Musik

GFDK - Redaktion

Ein neues Folk-Pop Projekt aus Hamburg wollen wir euch heute vorstellen. Die Quellen, aus denen Sie Ihre Kompositionen speisen, liegen vor allem in der Post-Nick-Drake-Songwriter-Szene. Alles erscheint spontan aus einem Durcheinander zwischen Morgenkaffee und Restalkohol, verblichenen Urlaubspostkarten und unbezahlten Rechnungen entstanden zu sein.

Das Album "Open up" ist  im Frühjahr 2015 bei colddog records erschienen und bietet herrliche Hymnen für die manchmal vom Mut verlassenen. Die Songs sind Balsam, wie der gute Rat eines Freundes und eine warme Umarmung.

Gitarre, Harfe und Backup-Band

Die Texte handeln von Josehs Rastlosigkeit in der Kindheit durch die Touren seiner Eltern, die ebenso Musiker sind sowie seine jetzige Suche nach Sinn im Leben, nachdem er seinen Job gekündigt hat. Liebe die man sucht, findet oder schon längst begraben hat.

Freundschaften, die durch Distanz oder der Zeit nicht totzukriegen sind. Trauer, Freude, Melancholie, Wehmut, Besinnung, Warmherzigkeit und Verlust.
Das Album macht einen traurig und dann glücklich und dann wieder … "Open up" ist ein musikalischer Roadtrip.

Joseh´s Musik - Open up

Joseh sagen dir, hey, kümmer’ dich nicht so sehr um die Vergangenheit, freu’ dich auf das was kommt. Von manchem muss man eben auch mal Abschied nehmen, um anderem Hallo zu sagen. Dafür stehen die ruhigeren melancholischen Songs wie „Barest love oder “Be silent“. Und so schön wie auf „The angst and the storm“ kann auch nicht jeder sagen, dass man einfach nicht zusammenpasst. Doch schon auf dem nächsten Song „Friend“ gilt – wie auch im Leben an sich – alles wird gut. Joseh würde vermutlich sogar sagen „All is good“.

Anspieltipps: Something, Don't stand still, The angst & the storm, Friend, These tiring days, Be silent

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19.03.2015 entfesselt

GFDK - Maria Franecka und Helene Bosecker

Alltägliche Gebrauchsgegenstände und postindustrielle Materialien stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Christoph Mügge. Sowohl in seiner Malerei als auch in seiner Tätigkeit als Bildhauer untersucht der Künstler den Abfall der Zivilisation auf seine ästhetischen Werte hin.

Christoph Mügge befasst sich mit jenen Gegenständen, deren Daseinsberechtigung durch ihre Funktion definiert wird. Geht diese verloren werden sie von der Gesellschaft zu Müll deklariert. Mügge verleiht den Objekten, die von der Mehrheit der Menschen ignoriert werden, durch diese kontextuelle Verschiebung wieder eine Sichtbarkeit.

Inspiration durch Fundstücke

Der Künstler lässt sich auf verschiedene Weise von seinen Fundstücken inspirieren: die Gegenstände können sowohl das Material einer Arbeit darstellen oder sind in ihrer Erscheinung selbst das ideengebende Modell. In der Installation „Interface“, 2012 verbindet er Kabel und transparenten Kunststoff mit Holz, um die Spannungsfelder zwischen synthetischen und lebendigen Materialien zu untersuchen.

Die Arbeit „Schlauch“, 2012 erinnert an eine organische Form, die mit einem industriellen Verbindungselement verwachsen ist. Dieser Synthese stellt Christoph Mügge darüber hinaus eine überraschende Materialwahl entgegen: die Verwendung von Bronze führt zur einen weiteren Funktionsverfremdung und eröffnet ein breites Assoziationsfeld. Der Akt der Objektwahl durch den Künstler trägt zum Statuswechsel  des Gegenstands bei - von einem Fundstück zu einem sehenswerten Original. Mügges Herangehensweise stellt den Prozess der Wertzuschreibung in unserer Gesellschaft in Frage –in welcher Weise über die Klassifizierung der Objekte in dem sozialen System entschieden wird. (Text von Maria Franecka)

Über den Bildhauer Christoph Mügge

Der deutsch-schwedische Künstler Christoph Mügge (*1983 Bonn) studierte 2006–2013 Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tal R, Reinhold Braun (2011 Meisterschüler) und Richard Deacon.

Christoph Mügge gilt als Schaffenswütiger einer Malerei, die "innerer Notwendigkeit" (Kandinsky) von Formen und Farben entspricht. Er fügt existenzielle Katastrophen ("auf großer Fahrt"), explosive Abläufe ("Zersplitterung"), Kosmische Visionen ("ohne Titel", 2009), mikroskopische oder technische Details zu autonomen, dramatischen Bildern.

Seine verfremdeten und besessenen Bildformulierungen könnte man als die "systematische Ausbeutung des Zufälligen und künstlerisch provozierenden Zusammentreffens von wesensfremden Realitäten auf einer Bildebene" sehen, wobei der Funke Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt, aufleuchtet. Zwar geht Mügge natürlich von erkennbaren Realitätsfragmenten aus (u. a. Gestänge, Klempnerrequisiten, Landschafts- und Naturbruchstücke, Schiffswracks, rote Blutkörperchen und Bakterien, Brücken- und Architekturdetails), ordnet dies jedoch alles unter rein malerischen Aspekten und neuen, meist beunruhigenden Visionen ein.

Der junge Maler huldigt einer scheinbar chaotischen Malweise mit entfesselten Farben und durcheinander laufenden Linien. "Eine überstürzende Comicwelt schreit Weltelend und ertränkt jeden Schrei in und mit Farbe ... sind Pinselschläge Vogelschwingen gleich Raumventilatoren die Luftwirbel erzeugen, in denen dann das Papier kurz vor dem Zugriff zittert und bebt ..." (M. Lüpertz).

Ausstellung in der Galerie Gerken Berlin

Christoph Mügges Arbeiten wirken wie ein wilder, schmerzlicher Aufruf an kosmische Kräfte. Im Atelier "wird ausgetestet und Neues entwickelt. Werte werden respektlos in Frage gestellt, Grenzen und eigene Schranken überschritten, Tabus durchbrochen." (Reinhold Braun). Nach einem AAA-Stiftung-Stipendium in Schweden (07 - 08) hat Christoph Mügge in der galerie gerken, Berlin seine erste Einzelausstellung im Jahr 2009 und im Jahr 2010 eine weitere Ausstellung zu zweit. Author: Helge Gerken

Christoph Mügge hat Malerei und Bildhauerei studiert

Christoph Mügges Doppelstudium der Malerei und Bildhauerei vermittelte ihm eine Sensibilität für räumliche und farbliche Konzeptionen. Sein Interesse an Materialien und deren Einsetzbarkeit als Vermittler von künstlerischen Ideen, verlassen gewohnte Trampelpfade. Die Ironie der Funktionsverfremdung von Arbeitsmaterialien wird inhaltlich im Werk gespiegelt: Ein bronzener Schlauch erinnert an die Anatomie eines Blinddarms, der sich als potentiell gefährliches Rudiment im menschlichen Körper befindet. Der rote Alarmknopf folgt der Aufgabe, vor Gefahr zu warnen: vom Stromnetz abgeschnitten verfällt er jedoch in eine gewissenlose Sinnlosigkeit. Die Funktion, bzw. der Funktionsverlust, der ironischerweise durch Struktur und Ordnung getilgt werden sollte, wird zur Quelle der Destruktion. Mügge rückt das Unerwartete, Unkontrollierbare als produktive Ressource in ein notwendiges Licht, das gegen Einengung durch Automatismen blendet. Author: Helene Bosecker

* 11.10.1983

Werdegang

1983 geboren in Bonn
2006 Studium der Malerei und Bildhauerei an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Tal R, Reinhold Braun, Prof. Richard Deacon
2011 Meisterschüler
2013 Akademiebrief

Ausstellungen

Einzelausstellungen:
2014 Kunstverein Bochumer Kulturrat, Bochum
2012 Laden N° 5 (Künstlerhaus Schloß Balmoral), Bad Ems
2010 Galerie Gerken, Berlin Gruppenausstellungen: 2012 Kunsthaus Rhenania, Köln
2012 Museum Kunstpalast, Düsseldorf
2011 Sammlung Philara, Düsseldorf
2009 Fördergesellschaft zeitgenössischer Kunst, Essen
2009 K21
2007 Kunsthistorisches Institut der Uni Bonn

 

Galeriekontakt:

galerie gerken

Linienstraße 217

D - 10119 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 978 940 66

info@galerie-gerken.de

www.galerie-gerken.de

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18.11.2014 rockröhre

GFDK - Jörg Himmrich

Seit Jahrzehnten ist Martina Edoff ein bekannter Name im schwedischen Musikgeschäft. Ihre Stimme kennt die ganze Welt spätestens seit den 90ern. Da war sie die Backgroundstimme bei Dr. Alban. Ihre markante Stimme war speziell bei "Sing Hallelujah und "It's my life" nicht zu überhören. Ihre Stimme sorgte auch bei der bekannten Popband Ace of Base (All That She Wants) und der schwedischen Dance Band E-type (1999 Life) für den richtigen Ton.

Die Musik der Rockschwestern Ann und Nancy Wilson, besser bekannt als Heart (Barracuda), die als weibliche -Rock-Pioniere in der Welt der meist männlichen dominierten Megagruppen der 70er und 80er galten motivierte sie in einer Heart Tribute Band zu singen.

Ihre fantastische Stimme und die authentischen Arrangements machten Heart Attack in kurzer Zeit zur der Nr.1 Cover Band Schwedens. Ihre Konzerte begeisterten Veranstalter und Publikum gleichermaßen.
Der Erfolg der Band und die Musik inspirierte Martina Edoff im Stil einer heißblütigen Rockröhre mit einigen der besten Top-Produzenten Schwedens ihr Album zu produzieren.

Beste weibliche Rockstimme Schwedens 2014

Die schwedische Presse spart nicht mit Lob und bezeichnet Martina als beste weibliche Rockstimme Schwedens 2014, was ihr die Auszeichnung Band des Monats in England als bester Rock-Act beim Firebrand Radio und Magazin im October 2014 einbrachte.

Ihr Debütalbum "Martina Edoff" ist seit dem 28. August 2014 auf dem Musikmarkt und unter  anderem in folgenden Stores über Import zu erhalten: AOR Heaven,  Amazon, iTunes sowie als Download.

Ihre erste Single-Auskopplung " On The Top" aus ihrem Album ist in England bereits erfolgreich
gestartet. Das Video zur Single hat seit seiner Einstellung bei Youtube am 20.09.2014 bereits über
20.927 Klicks erhalten.
Zurzeit steht Martina Edoff für ihr zweites Video "SEDUCE YOUR MIND" vor der Kamera das Ende November erscheinen wird.

Information und Booking:

Himmrich Entertainment
Grabbestr.1
D-32257 Bünde
Ansprechpartner: Jörg Kudlaczyk

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11.11.2014 die welt verändern

GFDK - Redaktion

Der Medienkünstler, Schauspieler, Theoretiker, Musiker und Museumsleiter Peter Weibel, der in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den österreichischen "Rebellen" zählte, wurde in diesem Jahr für sein künstlerisches Gesamtwerk mit dem Oskar-Kokoschka-Preis 2014 ausgezeichnet.

Peter Weibels außergewöhnliches Schaffen ist geprägt durch Themenfelder wie die Mechanismen der Wahrnehmung und des Denkens, die Eigenwelt der Apparate, die Krise der Repräsentation, des Bildes und des Museums, die Beziehung von Kunst, Politik und Ökonomie und die Bedingungen des Betriebssystems Kunst.

Österreichs erfolgreichster Medienkünstler

"Mit dieser Ausstellung, die sich zufällig mit dem Erreichen des 70. Lebensjahres von Peter Weibel deckt, ehrt Österreich einen der international erfolgreichsten Medienkünstler", so Agnes Husslein-Arco, Direktorin des Belvedere und des 21er Haus. "Es ist überraschend, dass die Präsentation performativer Medienkunst heute vorwiegend den Galerien überlassen bleibt, wohingegen das Thema in Museen eher vernachlässigt wird. Dies liegt daran, dass die Techniken der Aufnahme und der Abspielwiedergabe inzwischen veraltet sind. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich damals um wesentliche Metaphern des Fortschritts gehandelt hat. Jede einzelne dieser frühen multimedialen Präsentationen Peter Weibels war eine Revolution für sich - inhaltlich wie technisch", erklärt die Direktorin weiter.


Peter Weibel 1960er-Jahre in Wien

Die Absage an einen gesellschaftspolitischen Konservatismus mit traditionellen geschlechts- und klassenspezifischen Rollenbildern spiegelte sich Ende der 1960er-Jahre in tiefgreifenden künstlerischen Aufbrüchen wider: Unkonventionelle Querdenker nahmen die Auflösung und Durchmischung der vormals streng getrennten Genres Kunst und Architektur in Angriff. Dabei wurde der menschliche Körper zum zentralen Medium und Motiv für performative und raumbezogene Kunstformen, die das Verhältnis zwischen Individuum und Umwelt kritisch hinterfragen bzw. visionär zu bestimmen versuchten.

Im Gefolge der Wiener Gruppe und des Wiener Aktionismus

In diesem Umfeld sowie im Gefolge der Wiener Gruppe und des Wiener Aktionismus formierte sich eine junge Kunst- und Architekturszene, deren Protagonisten mit Blick auf die Neuerungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Technik experimentelle und alternative Lebens- und Gestaltungsformen vertraten. Der in Odessa geborene Peter Weibel war eine der umtriebigen Hauptfiguren dieser Szene, in der sich die Künstler nicht mehr hinter dem Werk verbargen, sondern mit ihrem Auftreten Teil eines Gesamtkonzepts wurden, in dem Akteure und Rezipienten nicht mehr zu unterscheiden waren.

Der Künstler, Kurator und Theoretiker, der seit 1999 Vorstand des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe ist, gehörte in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den Rebellen der spezifisch österreichischen Art, deren Regierungsattacken sich mit Skurrilität und einer Wiener Melange von angewandter Psychoanalyse bis Zentralfriedhofsmelancholie verbanden.


Der Künstler und Multitalent Peter Weibel

Medienkünstler, Schauspieler, Theoretiker, Musiker und Museumsleiter Peter Weibels Werk ist nicht durch eine autobiografische Signatur geprägt, sondern durch Themenfelder wie die Mechanismen der Wahrnehmung und des Denkens, die Eigenwelt der Apparate, die Krise der Repräsentation, des Bildes und des Museums, die Beziehung von Kunst, Politik und Ökonomie und die Bedingungen des Betriebssystems Kunst.

Ausstellung  in Wien im 21er Haus

Daraus ergibt sich ein Werk, das in der Pluralität seiner Methoden und in der Kohärenz seiner Problemstellungen den Entwurf eines neuen Werk- und Künstlerbegriffs in seltener Radikalität vorlegt und das nicht nur bis heute bereits viele junge Künstler beeinflusst hat, sondern dies auch im 21. Jahrhundert tun wird. Es ist bezeichnend für das Multitalent Peter Weibel, dass er in diesem Jahr für sein künstlerisches Gesamtwerk mit dem Oskar-Kokoschka-Preis 2014 ausgezeichnet wurde, obwohl die wenigsten sein in der Tat außergewöhnliches künstlerisches Werk kennen noch es zu beurteilen imstande sind.

In diesem Sinne wird die Ausstellung im 21er Haus gewissermaßen als ein Orbis Sensualium Pictus zu charakterisieren sein, der die einzelnen Kapitel seiner künstlerischen Arbeit veranschaulicht. Weibels im wahrsten Sinne des Wortes sensualistisches Werk funktioniert nur durch die Interaktion mit dem Betrachter, und es fordert diesen, einem Vademecum gleich, geradezu auf, sich mit denselben Fragen wie der Künstler auseinanderzusetzen. Denn Weibel nimmt die Welt, also die Wirklichkeit, nicht als solche. Unermüdlich, und das seit Kindesalter, hinterfragt und analysiert er, zieht seine eigenen, auf unterschiedlichen Wissenschaften gründenden Schlussfolgerungen und geht an die Grenzen der Wirklichkeit, die er von der Realität deutlich unterschieden wissen will.

Die Aufgaben, die sich Weibel dabei stellt, sind oftmals miteinander verwoben, was die neun Kapitel der Ausstellung auch zu verdeutlichen versuchen: Wort & Papier, Destruction in Art Symposium 1966, Aktionen, Valie Export, Fotografie, Medienkunst & Medientheorie, Film & Expanded Cinema, Musik und Objekte & Installationen lauten die Begrifflichkeiten der ineinandergreifenden Sektoren, die eigentlich keine sein wollen.


Das Ausstellungsdisplay im 21er Haus

Die Gestaltung der Ausstellung reagiert auf das transparente Gefüge des Gebäudes und auf dessen krude Beschaffenheit. Dunkelheit fordernde Installationen, etwa Musik der Anomalie - Stimme des Menschen (1982), werden in Seecontainern der Öffentlichkeit vorgestellt, während Objekte wie das Rad des Realen (1988), das so politische Österreich-Zimmer (1982) und die Mechanik der Organismen (1994) im lichtdurchfluteten Freiraum Aufstellung finden. Mit der sogenannten Musik-Ausstellung realisierte das Belvedere eine von Weibel 1975 konzipierte Rauminstallation, mit der er auf die von den Nationalsozialisten vereinnahmte Musik wie auch auf deren Gräueltaten reagierte.

Die wesentliche Konstante der Ausstellung, ein metallenes, sich an der Geometrie der Container orientierendes Regalsystem, ist wie eine offene und jederzeit und beliebig erweiterbare Enzyklopädie des Künstlers zu betrachten. Fotografien, Dokumente, Objekte, multimediale Werke, Schriften, Apparaturen und Filme - viele Filme - führen Peter Weibels künstlerische Absichten vor Augen. Gleichgültig, von welcher Seite sich der Betrachter dem Display annähert, und gleichgültig, an welcher Stelle er beginnt, sich mit dem interdisziplinären Werk des Künstlers auseinanderzusetzen, er wird trotz des weitverzweigten Netzwerks niemals den gedanklichen Faden des Orbis Sensualium Pictus verlieren, der das Werk von Peter Weibel so stark charakterisiert.

"Die Kunst hat immer wieder im Verlauf der Geschichte die Fähigkeit gezeigt, dass sie die Betrachter dazu verführt, die Welt mit anderen Augen zu sehen und eine andere Erfahrung zu machen. Das Wort Ästhetik, aisthesis, heißt ja Wahrnehmung und Empfindung. Es wird immer durch gute Kunst die Wahrnehmung der Welt verändert, und wenn man ein anderes Bild von der Welt gewonnen hat, verändert es auch das Verhalten zur Welt. Kunst kann tatsächlich die Wahrnehmung und auch die Einstellung zum Leben und damit das Leben selbst verändern."
(Peter Weibel, Zitat aus Magazin-Interview)

Rückfragehinweis: Österreichische Galerie Belvedere,  presse@21erhaus.at

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18.10.2014 Kettenreaktionen führen zum Gemälde

GFDK - Redaktion

Künstler Vorgestellt - Schwetzingen/ Plankstadt, - Was die Mannheimer Künstler und diesjährigen WeldeKunstpreisträger Olga Weimer und Marcel Weber seit Jahren machen, ist in der Kunstszene noch eher die Ausnahme: Sie arbeiten zusammen und präsentieren sich als Künstlerduo.

Skurrile und zum Teil abstrakte Elemente kennzeichnen ihre dynamisch wirkenden Gemälde. Weimer & Weber nutzen diverse Stile und Techniken der Malerei vergangener Jahrhunderte, obwohl die Sujets ihrer Bilder dieser akademischen Vorgehensweise widersprechen.

Künstlerduo mit dem WeldeKunstpreis ausgezeichnet

Olga Weimer und Marcel Weber, die sich während ihres gemeinsamen Studiums an der Freien Kunstakademie Mannheim kennenlernten, sind bisher das einzige Künstlerduo, das mit dem WeldeKunstpreis ausgezeichnet wurde. Die Tatsache, dass sie als Team an ihren Bildern arbeiten, gibt einen spezifischen Arbeitsprozess vor. Anhand von Skizzen werden gegenseitig Ideen ausgetauscht, immer wieder wird Altes ausradiert und Neues hinzugefügt.

Kettenreaktionen führen zum Gemälde

„Jeder bringt seine Vorstellungen ein, dadurch entwickelt sich wie durch eine Kettenreaktion der Entwurf für ein Gemälde“, sagt Olga Weimer. Darauf folgt der Prozess des Malens auf der Leinwand, der nie ganz abgeschlossen ist und sich über Jahre hinziehen kann. Dazu Weber: „Manchmal bekommt man
nach einer Ausstellung etwas mehr Distanz zu seinen Bildern und merkt dann, was noch verändert werden muss.“

Aus der Zusammenarbeit ergeben sich nicht nur dynamische, detailreiche Bilder, sie erklärt auch, warum die Künstler große Formate bevorzugen, auf denen man sich ausbreiten kann. Weimer sagt dazu: „Auf kleinen Formaten zu arbeiten und sich zu beschränken, fällt schwer.“  Die Leinwände werden mit gegenständlichen sowie abstrakten Formen bemalt, elitäre Hochkunst trifft auf Populäres und Volkstümliches, das Zwiebelmuster vom Tafelgeschirr auf das islamische Ornament und die Delfter Kachel.

Arbeit über Monate bis das Gemälde vollendet ist

Groteskes und Skurriles wird bewusst eingesetzt, um Brüche zu erzeugen. Ihre Technik, die Untermalung in Grautönen aus schnell trocknender Acrylfarbe anzulegen, erlaubt es den Künstlern durch ständiges Übermalen, wie beim Modellieren mit Ton, das Motiv so lange zu verändern, bis sie das Ergebnis überzeugt.
Mit Ölfarbe wird nun das gesamte Bild  zum Teil deckend übermalt, zum Teil lasiert und Details werden hinzugefügt. Dieser letzte Arbeitsschritt kann sich über Monate erstrecken bis das Gemälde vollendet ist.

Titel im Bild

Eine Besonderheit der Kunstwerke von Weimer & Weber sind die Titel, die sich häufig als Schriftzug direkt im Bild wiederfinden. Diese Titel geben den Rezipienten einen Anstoß, die Werke selbst zu deuten, sie sollen aber keine zwingende Botschaft sein. „Der Betrachter soll seine eigene Interpretation einfließen lassen können“, erläutert Marcel Weber.

Kurzbiographie Weimer & Weber

Olga Weimer

1974             geboren in Redkino/Russland

2001-05        Studium an der Freien Kunstakademie Mannheim

Marcel Weber

1966             geboren in Mannheim

2001-05        Studium an der Freien Kunstakademie Mannheim

Ausstellungen (Auswahl)

Mannheim, Mainz, Berlin, Karlsruhe

Performances  (Auswahl)

Mannheim: „Bilderstreit I bis III“, „Sex in Mannheim City“

Kunstpreise/Stipendien: (Auswahl)

2014            WeldePublikumspreis

2013            Mainzer Kunstpreis Eisenturm

2006            WeldeKunstpreis

2004            Kiwanis Kunstpreis

Die fünf WeldePublikums-Preisträger im Überblick

Dietmar Brixy lebt und arbeitet in Mannheim. Das jetzt mit dem
WeldePublikumspreis ausgezeichnete Werk, ein Ölgemälde, stammt aus der 2012
begonnenen Werkreihe „Discover“.

Konstantin Voit betreibt in Mannheim die „Malfabrik“. Den
WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für das Werk „Evolution“.

Marisa Vola lebt in Heidelberg. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt sie
für das gewebte Werk „Webthings“.

Michael Volkmer, Jahrgang 1966, lebt und arbeitet in Neuhofen bei
Ludwigshafen. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für sein Werk „FUN“.

Olga Weimer & Marcel Weber* sind in Mannheim ansässig. Ihr mit dem
WeldePublikumspreis 2014 ausgezeichnetes Werk ist ein Ölgemälde mit dem
Titel „Strandgut“.

Informationen zum Publikumspreis 20 Jahre WeldeKunstpreis 2014 *

Preisverleihung und Vernissage: Montag, 20. Oktober, 19 Uhr,
Palais Hirsch, Schlossplatz 2, 68723 Schwetzingen

Preisträger-Ausstellung mit mehreren Arbeiten jedes der 5
Publikumspreisträger: 21. Oktober bis 23. November, Kunstverein
Schwetzingen, Palais Hirsch.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18
Uhr, Eintritt frei.

Die tanzende WeldelustFlasche

Über Welde*Welde ist eine familiengeführte Braumanufaktur, die seit 1752 in der Metropolregion Rhein-Neckar für traditionelle und innovative Braukunst steht. Durch die erste Mehrweg-Individualflasche auf dem
deutschen Biermarkt, die tanzende WeldelustFlasche, hat Welde eine hohe Wiedererkennung und Identifikation geschaffen, die für ein junges, genussbetontes und kulturaffines Produkt steht.

Diese klare Marktpositionierung wird unter anderem durch den WeldeKunstpreis und das große WeldeFest unterstützt. Neben der von Öko-Test mit der Note "Sehr gut" bewerteten Leitmarke Welde No. 1 Premium Pils (laut Fachpresse eine der vier Kult-Biermarken in Deutschland) produziert Welde das Bio-Bier
"Naturstoff", Welde Kurpfalz Premium Export, ein Vollsortiment an Weizenbieren, darunter das Sportweizen (alkoholfrei), zweierlei Fassbrause auf Limonadenbasis sowie die Mixgetränke Naturradler und WeizenGrape (Hefeweizen Pampelmuse).

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18.10.2014 Linien drücken Spannung aus

GFDK - Peter Verclas

Künstler Vorgestellt, Heidelberg - Die Heidelberger Künstlerin Marisa Vola liebt Blumen, aber nicht in ihrer Kunst. Hier gilt ihre Leidenschaft den Linien. Die WeldePublikumspreisträgerin Vola zeichnet oder konstruiert aus Gummiringen gerade, sehr feine Linien oder Schraffuren, die übereinander oder nebeneinander liegen. Das Thema birgt vielfältige Variationen und gibt ihre Vorstellungen von den Linien wieder.

Positive oder negative Spannungen

Linien drücken Spannung aus, sagt Vola. Sie meint damit positive oder negative Spannungen, genauso wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Linien sind wie eine subtile Art der Kommunikation, wie sie auch zwischen Menschen stattfindet.

Sie verbinden Menschen, können auch abbrechen oder ins Leere laufen. Sie drücken Distanzen aus, die sich vergrößern, aber auch verkürzt werden können. Linien können beziehungslos nebeneinander verlaufen und an unterschiedlichen Stellen enden.

Weite und Freiheit

Linien haben für die Heidelberger Künstlerin Marisa Vola auch etwas mit Weite und Freiheit zu tun, mit dem Blick in die Ferne. Sie liebt es, weite und ruhige Blicke in eine Ebene zu haben. Diese Weite und Ruhe will sie auch mit ihren Bildern vermitteln.

Die Masse erschlägt einen

Dagegen kann Vola wenig mit allem anfangen, was laut und lärmend wirkt, weder in der Kunst, noch im Alltag. Die Masse hat sie immer erschlagen. Vola war an mehreren Volkshochschulen als Dozentin für Kunst tätig lehrte sie, sich zunächst zu beschränken und dann auszubauen. Wer zeichnen lernen will, solle mit einem einzigen Stift beginnen, ist ihre Erfahrung.

Faszinierende Farbigkeit

Was die Farben betrifft, hat sie für ihre Zeichnungen weiche Pastelltöne in rosa grün gelb benutzt. Von den Farben Rajasthans, wo sie öfters war, hat sie sich inspirieren lassen. Daraus sind Holzobjekte aus Quadraten und Rechtecken entstanden, die die faszinierende Farbigkeit dieser Region wiedergeben. Welches Thema oder Prinzip als nächstes ihre Kunst prägen wird, weiß Vola noch nicht, aber sie freut sich darauf: Ich möchte immer wieder etwas Neues und etwas Anderes machen.

 

Marisa Vola Kurzbiographie

1942            geboren in Codevilla, Italien

Seit 1960     in Heidelberg

1976-81       Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

 

Stipendien/Preise (Auszug)

2014            WeldePublikumspreis

2013            Willibald-Kramm-Preis

1997            WeldeKunstpreis

1980            Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg

 

Gruppen- und Einzelausstellungen/Arbeiten in öffentlichen Sammlungen (Auszug)

Heidelberg, Mannheim, Frankfurt, Kopenhagen, Bochum, Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Wiesbaden u. a.

Die fünf WeldePublikums-Preisträger im Überblick

Dietmar Brixy lebt und arbeitet in Mannheim. Das jetzt mit dem WeldePublikumspreis ausgezeichnete Werk, ein Ölgemälde, stammt aus der 2012 begonnenen Werkreihe ?Discover?.

Konstantin Voit betreibt in Mannheim die Malfabrik. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für das Werk Evolution.

Marisa Vola lebt in Heidelberg. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt sie für das gewebte Werk Webthings.

Michael Volkmer, Jahrgang 1966, lebt und arbeitet in Neuhofen bei Ludwigshafen. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für sein Werk FUN.

Olga Weimer & Marcel Weber sind in Mannheim ansässig. Ihr mit dem WeldePublikumspreis 2014 ausgezeichnetes Werk ist ein Ölgemälde mit dem Titel Strandgut.

Informationen zum Publikumspreis 20 Jahre WeldeKunstpreis 2014

  • Preisverleihung und Vernissage: Montag, 20. Oktober, 19 Uhr, Palais Hirsch, Schlossplatz 2, 68723 Schwetzingen
  • Preisträger-Ausstellung mit mehreren Arbeiten jedes der 5 Publikumspreisträger: 21. Oktober bis 23. November, Kunstverein Schwetzingen, Palais Hirsch. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr, Eintritt frei.

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