Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

31.05.2016 Ausstellung in der Kunstsammlung Jena

GFDK - Erik Stephan

Mikos Meininger wächst in Jena auf, lernt Plakatmaler und verlässt die Stadt 1986 in Richtung Berlin – gerade noch rechtzeitig, um die Berliner Szene in ihrer randständigen Selbstorganisation zu erleben, bevor nach 1989 die Karten neu gemischt werden. Er findet Anschluss an den Kreis um Maximilian Barck, den inspirierenden Kopf der Produzentengemeinschaften „Maldoror“ und „Herzattacke“.

Hier verzahnen sich Literatur, Kunst und Leben auf das Engste und Meininger entdeckt über die Grafik das Künstlerbuch - ein Medium, das im Osten Deutschlands lange Zeit einige Freiräume gestattet, die in offenen und größeren Formaten kaum zu erlangen sind. Hier, in der direkten Zusammenarbeit mit bekannten und weniger bekannten Kollegen, entwickelt Mikos Meininger sein künstlerisches Vermögen und ist an einer Vielzahl von Projekten im Berliner Kunstbetrieb beteiligt.

Mikos Meininger hat literarische Vorlieben

Zunächst sind Meiningers Arbeiten erzählerisch, geladen von der spontanen Eingebung des Augenblicks, erfundenen oder gefundenen Geschichten wie auch literarischen Vorlieben, die sich zwischen Wolfgang Hilbig und René Char bewegen. Offenkundig bevorzugt er den Dialog mit Dichtern, deren Werk aus einsamen Tiefen aufragt und zum subversiven Dialog anregt. Jedoch sind keineswegs alle grafischen Arbeiten Meiningers literarisch inspiriert. Vor allem dort, wo seine Arbeiten abstrakter werden, löst er sich von der direkten Inspiration, wird freier und weicht gegenständlichen Bezügen aus.

In der Malerei – im größeren Format – wird diese Entwicklung von Beginn an deutlich und beschreibt, da kein Auftrag das Ergebnis beeinflusst, eine ungegenständliche Malerei, die sich in Schichtungen entwickelt und assoziativ das Thema der Landschaft berührt. Meininger lässt offen, ob es sich bei seinen Landschaften um Emanationen des Geistigen oder um subtile Variationen des Gesehenen handelt. In vielen Fällen verführt der Verdacht gegenständlicher Entdeckungen den Betrachter zum konkreten Sehen. Genügen viele der früheren Bilder einer spielerischen Grundstimmung, so sind die neueren Gemälde, ganz im Sinne einer Bewusstseinslandschaft, bei zurückgenommener Farbigkeit deutlich dichter gepackt.

Gemälde  Grafiken  Skulpturen

Anders als die Malerei figuriert Meiningers jüngstes Kapitel im Werk, die Plastik, konsequent im Figürlichen. Zumeist gegossen in Bronze zeigt sich die Figur allerdings nicht als wohlgeformte Konstante, sondern es ist viel mehr das Ephemere, die Überlappung von Werden und Vergehen, das sich hier entäußert.

Das künstlerische Schaffen Mikos Meiningers erfuhr in den vergangenen Jahren eine stetig wachsende Anerkennung. Davon zeugt nicht nur der deutlich größere Radius seiner Ausstellungen – erst kürzlich endete eine Retrospektive in Shanghai – sondern auch die Verortung seiner Werke in zahlreichen bedeutenden Sammlungen. Es ist also an der Zeit, das Werk des Künstlers in einem Akt künstlerischer Heimholung nun auch am Ort seiner Kindheit und Jugend zu zeigen.

Ausstellung in der Kunstsammlung Jena

16. April – 14. August 2016

Die erste umfassende Werkschau Meiningers berührt alle Bereiche des Werkes und reicht von Malerei, Skulptur und Druckgrafik bis hin zu jenen aufwändigen Künstlerbüchern, die Meininger zumeist mit befreundeten Schriftstellern erarbeitete. Das jüngste Kapitel des Werkes, die Plastik, wird in unserer Ausstellung erstmals repräsentativ vorgestellt. Die Ausstellung zeigt eine konzentrierte Auswahl aus der Fülle eines wachsenden und sich in thematischen Schüben entwickelnden Werkes.

Mikos Meininger hat sich zu zwei Führungen bereit erklärt und wird persönlich durch die Ausstellung führen. Zu diesem Dialog der besonderen Art, bei dem nicht nur die Kunstwerke, sondern auch die vielfältigen Hintergründe ihrer Entstehung eine Rolle spielen werden, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

Termine:

Samstag, 4. Juni 2016, 15 Uhr

Sonntag, 5. Juni 2016, 15 Uhr


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25.03.2016 Michael Horbach-Stiftung

GFDK - Herwig Nowak

In Köln geht in diesen Tagen eine bemerkenswerte Ausstellung junger iranischer Künstler zu Ende. Unter dem Titel "Berge bewegen sich nicht" zeigte die Michael-Horbach-Stiftung in ihren Kunsträumen in der Wormserstrasse 23 sechs darstellende Künstler, allesamt persischer Herkunft und allesamt im Rheinischen Raum lebend und schaffend. Ausgestellt wurden Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand.

Und damit ist die interessante Polarität der Ausstellung umrissen.Herkunft und Schaffensraum der Künstler hinterlassen bei den Werken ihre Spuren, die zu einem spannungsgeladenen Oevre führen. Auf der einen Seite die Wurzeln des künstlerischen Schaffens, auf der anderen Seite der unleugbare Einfluss westeuropäischer Kunstströmungen.

Besondsrs präsent sind beide Einflüsse in den Werken von Gila Abutalebi zu sehen und zu spüren. Wenn drei Merkmale ihre Werke bestimmen, nämlich die Schriftbezogenheit, die Schichtigkeit und die Farbigkeit, so ist das Schreiben künstlerischer Werke, das als einziges Merkmal hier besonders erläutert  werden soll, der alten perischen Kalligraphie nicht unverwandt.

Ausstellung in Köln

Gila Abutalebi schreibt also einzelne Buchstaben, die sie mit schier unerschöpflichem Ideenreichtum in dementsprechend unterschiedlichster Art und Weise zum Bild zusammenstellt und gestaltet. Gegenstand der Gestaltung ist der Buchstabe selbst und die Art seiner Verknüpfung mit den übrigen gleichen. Ihre gestalterische Meisterschaft galt bisher dem Buchstaben "K",dem beherrschenden Element ihrer Kunstreihe" K Visuals".

Hier kommt der ganze Kosmos der Bedeutungen dieses Buchstabens zum Ausdruck. Das "K" mit seinem positiven Sinngehalt, wie in  Kunst, Kosmos oder Katharis, erhält hier seinen bildhaften Ausdruck. Ebenso werden die negativen Inhalte des Buchstabens, wie etwa in Krankheit oder Krieg, künstlerisch verarbeitet. Ihre kommenden Ausstellungen im Kunstraum St. Apernstrasse23 und in der Industrie -und Handelskammer zu Köln zeigen Werke ihrer Serie "K-Visuals". Während der Art Cologne ist sie auch in der St. Apernstrasse 23 zu sehen.

Persische Kunst von Gila Abutalebi, Linda Nadja, Pari Moradi, Mahssa Askari und Bahar Balvand

Einen gewissen Gegenpol dazu bildet das ausgestellte künstlerische Werk von Linda Nadja, bei dem wenig auf die Herkunft der Künstlerin, aber umso mehr auf ihre neue westeuropäische künstlerische Heimat hindeutet. Wunderbar vermittelnd" zwischen Ost und West" positioniert sich Pari Moradi mit ihren "Scherbenzeichnungen", blosse Bruchstücke der realen Welt erhalten eine eigene Aussage, die auch wegen ihrer unübertroffenen Präzision zu rühmen ist.

Während sich Mahssa Askari mit dem Inhalt ihrer Bildwerke fast gänzlich europäischen Darstellungen anschschließt, oder sollte man sagen: menschliche Themen allgemeingültig behandelt, kommt bei Bahar Batevand mit ihrer "Kunst zum Begehen" nochmals das Fremde mit Nachdruck zum Vorschein. Persische Wirklichkeit zeigten schliesslich die "Teheraner Fotografien" von Reza Nadji. Es gilt: die Realität der Stadt entbehrt jeder künstlerischen Veredelung.

Freunde der Kunst

Den Besucher freut, dass die persische Kunst um Mittelpunkt weiterer Ausstellungen steht. Die Düsseldortfer Galerie Setareh etwa geht hier mit gutem Beispiel voran.

Roberto Cellini CCAA

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16.02.2016 lustvoll

GFDK - Kölner Stadt-Anzeiger

Köln (ots) - Zur Inspiration beim Schreiben trinkt der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht abends gern ein Glas Rotwein. "Für das Lustgefühl beim Schreiben, die Suche nach der pfiffigen Überschrift, dem originellen Einstieg" sei Wein "sehr förderlich", sagte Precht dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).

Bier hingegen sie zwar ein Durstlöscher im Sommer oder im Karneval, aber nicht inspirierend. Und Sekt halte er für überflüssig. "Von Champagner gar nicht zu reden. Saurer Sekt für ein Heidengeld - dieser ganze Kult ist mir völlig unbegreiflich." Precht machte seine Zunft, die Philosophen, dafür mitverantwortlich, dass den Sinnen, speziell dem Geschmacks- und Geruchssinn eine eher untergeordnete Bedeutung für die Urteilskraft zugemessen werde.

Philosoph Richard David Precht

"Von Ausnahmen abgesehen, ging der Hauptstrom der abendländischen Philosophie immer dahin, die Welt des Leibes und der Sinnlichkeit zu überwinden und in die Welt des Geistes und der Vernunft aufzusteigen", sagte Precht, der gerade Teil eins einer auf drei Bände angelegten Philosophiegeschichte vorgelegt hat. Die meisten spannenden Philosophen hätten ein furchtbar langweiliges Leben geführt, so Precht weiter. Was die Genussfreude betreffe, würde er beim antiken Philosophen Sokrates - den Porträtbüsten nach zu urteilen - "glatt auf einen Säufer tippen". Hingegen sei es ausgeschlossen, sich den Aufklärer Immanuel Kant mit seinem "Pünktlichkeitsfimmel" weinselig oder betrunken vorzustellen, meinte Precht. Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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28.10.2015 barocke figuren

GFDK - Farbrik der Künste

Der Maler und Graphiker Willi Sitte gilt als bekannter Vertreter des sozialistischen Realismus. Seine Kunst wird bestimmt durch figürliche Darstellungen, wobei die eher grobschlächtig anmutenden Figuren oft in nahezu barocker Form dargestellt werden.

Schon in Kindertagen erlangt Sitte eine zeichnerische Meisterschaft, die ihn jedoch nicht davon abhält sich auch die Ausdrucksformen der Moderne anzueignen.  Neben den Werken alter Meister orientiert er sich stark an modernen Künstlern wie Picasso und versucht Farben und Formen im flächigen Nebeneinander präzise aufeinander zu beziehen - jedoch immer verbunden mit einer spannungsvollen Bildaussage.

Die an der Moderne neuerworbenen malerischen Fähigkeiten verbindet Walter Sitte schließlich mit seinen altmeisterlichen Fähigkeiten als Zeichner, um von der flächenbetonten Gestaltung zu einer den Bildraum öffnenden Beweglichkeit zu gelangen. Dabei sind sowohl Liebespaare als auch weibliche und männliche Akte bevorzugte Sujets Sittes.

Kunst in der DDR

Entscheidend für seine Kunst ist, dass er dabei die Darstellung gängiger Schönheitsideale konsequent verweigert. Nicht den schönen Menschen, sondern Vitalität und Dynamik will Sitte mit seiner Kunst sichtbar machen. Er wählt bewusst keine festen Zustände, sondern stellt seine Figuren immer in Bewegung und Aktivität dar. In diesem Zusammenhang stellt das Element des Wassers in seiner sich permanent verändernden Form ein zentrales Thema dar, das Sitte immer wieder aufgreift.

Willi Sitte hat sich klar zum Kommunismus bekannt

Seine expressiven Körperdarstellungen  verwendet der Künstler außerdem häufig als Ausdrucksmedium für gesellschaftliche und politischen Aussagen und Ideen. Neben seiner Kunst ist er zeitlebens politisch interessiert und aktiv, was seine künstlerische Produktivität jedoch nicht einschränkt. Seine politische Einstellung, nach der sich Sitte klar zum Kommunismus bekennt, spiegelt sich in seiner Kunst deutlich wieder.

Dieser Umstand, der ihm zu DDR-Zeiten zu offizieller Anerkennung verhilft, führt dazu, dass Sittes künstlerisches Werk oft nicht nur nach künstlerischen, sondern auch nach politischen Aspekten beurteilt wurde und wird.

Seine sozialistisch-kommunistische Grundeinstellung und seiner Parteikarriere in der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) ist gleichzeitig auch der Grund, warum sein Werk nach der Wiedervereinigung Deutschlands bis zur Gegenwart immer wieder kritisch betrachtet wird und bisweilen öffentliche Diskussionen ausgelöst hat.

Willi Sitte - Menschenbilder

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29.09.2015 liebt poesie und geschichten

GFDK - Redaktion

Mélinée offenbart ihre Zweifel und ihren Spleen wie viele unterschiedliche Landschaftsbilder der Befindlichkeit, spricht über ihre Liebesabhängigkeiten, ihre Begegnung mit einem „Astronhomme“ oder „AstronoMann“, oder zeichnet ein eindrucksvolles Bild von Tangotänzern… Erweist ihrem Akkordeon oder der deportierten Jüdin Etty Hillesum eine Reverenz  oder erzählt uns vom schwierigen Metier der Schauspielerei…

  Ihre Texte sind dicht und wohl gefeilt geschrieben, gleichzeitig persönlich und poetisch, von universeller Kraft. In ihnen finden sich Hoffnung und Nostalgie, aber auch hintergründiger Witz und Humor, als passender Kontrapunkt zur Melancholie. Das alles zusammen ergibt diese „melancomische“ Welt, die ihr ganz eigen ist.

  An ihr Akkordeon angeschirrt sammelte sie erste Erfahrungen auf einigen Toulouser Bühnen mit ihrem Komplizen Maxime Dupuis am Cello. Zusammen gewannen sie im Mai 2010 den dritten Platz beim Prix Nougaro.

Als „Berlinerin“ lernte sie 2012 die Cellistin Samira Aly, 2013 den Gitarristen Jonathan Bratoëff  kennen, mit denen sie auftritt und im Frühling 2014 eine CD aufnehmen wird.

Mélinée schreibt Liebeslieder

  Ihre Lieder wurzeln in „L'Amour avec un grand Aïe“, (Der Liebe mit einem großen L-eid) der enttäuschten, unmöglichen oder nur geträumten Liebe, aus denen Lieder gemacht werden. Sie selbst gerät bei all dem ins Wanken, lässt Federn und löst dabei ihre eigene,  angerührt  von denen, die sie ihre „musots“ nennt („Maskuline Form der Muse, Köstlichkeit meiner Worte“).

  Im Goethe-Institut von Toulouse spielt sie weiter Theater, steigt ein in Werthers Sprache und hält sich immer mal wieder kurz auf der anderen Seite des Rheins auf, wo ihre Faszination für Berlin immer größer wird. 2010 landet sie dort und in einer Liebesgeschichte.

Mélinée liebt Berlin

Berlins Geschichte und seine Orte, seine urbane Poesie und seine beunruhigende Zukunft inspirieren die Sängerin zu ergreifenden Versen.

  « Weil ich die Leute vom Tacheles – das berühmte, besetzte Berliner Künstlerhaus, das jetzt geschlossen ist – getroffen habe und mit neuen Musikern gespielt habe, konnte ich über diese Schwelle gehen, habe ich mich endlich getraut, Toulouse zu verlassen. Ich hab es nie bereut, es war ein Traum, der in Erfüllung ging und damit ein so ganz anderes und spannendes Leben, das begann, weit weg von den Dämonen meiner Heimatstadt… Meine Liebe zu Berlin bleibt unangetastet, auch wenn es die Zeit des Tacheles, nach der ich mich manchmal sehne, nicht mehr gibt und mich die Zukunft der Stadt beunruhigt. Diese Stadt beruhigt, inspiriert mich, entfaltet mich… Wenn ich weg von ihr bin, fehlt sie mir, wie Anderen ein Mann, für mich ist es die Stadt meines Lebens! »

Mélinée über ihr neues Album Timezone

Insgesamt sind auf dem Album 17 Original-Kompositionen zu hören (darunter eine Version vom  Fernsehturm auf Deutsch).

  Der Gitarrist Jonathan Bratoëff begleitet mich auf der Bühne seit zwei Jahren. Er ist ein anerkannter Komponist und Musiker der britischen Jazz-Szene, immer auf der Suche nach neuen Einflüssen und verliebt in meine Texte – deshalb war es für mich eine klare und einfache Entscheidung, ihm die künstlerische Leitung des Albums anzuvertrauen. Jonathan hat ein mediterranes Temperament,  das sich mit einer perfektionistischen  Seite  verbindet, und hat die Aufnahme des Albums mit viel Leidenschaft geleitet.

Die Arrangements der Lieder, mal gipsy, mal jazzig oder rockig, tragen und schmücken Mélinées Poesie.

  Jonathan hat die Musik in Partituren gesetzt, deshalb mussten wir wenig zu sechst proben. Wir haben die Stücke während einer Woche in Berlin im Studio Audio Cue aufgenommen, unter den Bedingungen eines Live-Auftritts. Nur der Akkordeon-Part wurde in der Nähe von Toulouse aufgenommen.

Kann man sich einen besseren Ort vorstellen als die Berliner Jam-Sessions um virtuose Jazzmusiker ausfindig zu machen? Drei von ihnen wurden so entdeckt: Marcel Krömker (Kontrabass), Eugenio Corsaro (Piano) und Joe Smith (Schlagzeug). Sie waren von der Idee meines Albums gleich begeistert. Seit einem Jahr schon spielte ich mit der Cellistin Samira Aly, die einen klassischen Parcours hinter sich hat.

  Was den wunderbaren Akkordeonisten Grégory Daltin betrifft, so ist er ein langjähriger Freund. Ich konnte einfach niemanden anderen bitten bei uns mitzuspielen!

Derzeit tritt Mélinée hauptsächlich in Trio auf zusammen mit dem Gitarristen Jonathan Bratoëff und dem Kontrabassisten Carmelo Leotta.

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29.09.2015 selbermacher

GFDK - Hessischer Rundfunk

Das Kasseler Musik-Duo „Milky Chance“ feierte in den vergangenen beiden Jahren national und international große Erfolge, unter anderem mit ihrem Debüt-Hit „Stolen Dance“.

Jetzt nehmen sich die Nordhessen eine Auszeit, um an einem neuen Album zu arbeiten. Und das in einem neuen Bandraum im heimischen Kassel. Im YOU FM-Interview sprechen Clemens Rehbein und Philipp Dausch über Pläne und Offerten.

„Milky Chance“ erzählen im YOU FM-Interview über …

… das Interesse von Produzenten:

Clemens Rehbein:
„Wir haben einmal Rick Rubin (Anm.: US-amerikanischer Musikproduzent, u.a. von Ed Sheeran, Red Hot Chili Peppers, Lady Gaga, Eminem) getroffen. Er findet das Ganze ganz interessant, was wir da machen, aber wir wollten noch nicht. […] Wir sind eher die Selbermacher. […] Wir haben einen neuen Bandraum, ganz frisch. Da wollen wir uns dann einnisten.“

… die Arbeit am neuen Album:

Clemens Rehbein
: „Songs schreibe ich schon die ganze Zeit. Da nehme ich mir noch ein bisschen Zeit, um alles fertig zu kriegen. Im nächsten Jahr fangen wir dann an aufzunehmen.“
Philipp Dausch: „Wir nehmen uns kein Datum vor, um den Druck wegzulassen.“
Clemens Rehbein: „Was die Lyrics betrifft, da fehlt noch ziemlich viel. Es gibt schon viele Songs, wo eine Strophe da ist, ein Refrain und Akkorde dazu. Aber dazu gehört ja noch viel mehr. Also der Grundbau ist bei vielen Sachen fertig.“

… den Schutz von Kreativität und Identität:

Philipp Dausch
: „Wir haben uns weiterentwickelt, haben ganz neue Erfahrungen gemacht und sind nicht mehr so ganz befreit. Wir wollen uns durch Zeit und Raum wieder befreien.“
Clemens Rehbein: „Man muss ein bisschen auf sein Inneres hören. […] Das ist bestimmt teilweise gar nicht so leicht, aber das sollte man versuchen.“

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22.07.2015 Jasmine im interview

GFDK - Anna-Theresa Kröber

SIE ist DER Shootingstar des Jahres: Jasmine Thompson. Nach gemeinsamen Hits mit Robin Schulz („Sun Goes Down“) und Felix Jaehn („Ain#T Nobody“) hat die sympathische 14-jährige im Juni ihre erste eigene Single „Adore“ veröffentlicht.

Jetzt spricht Jasmine Thompson in einem exklusiven Interview über YouTube, ihre Musik, Klavierspielen, Cover Songs, ihr neues Leben als Popstar, Freunde und ihre Heimat London.

Wie bist du zu YouTube gekommen?

„Mein Bruder hat YouTube sehr viel genutzt und ich habe viel Zeit mit ihm verbracht. Als ich eines Tages mit 10 Jahren aus der Schule nach Hause kam, war mir langweilig und meine Mutter wusste von meiner Passion fürs Singen und das ich YouTube mochte. Also inspirierte sie mich zu der Idee mein erstes YouTube-Video zu posten, welches ein Cover von „The Lazy Song“ von Bruno Mars war. Und so haben wir dann immer weiter gemacht.“

 

Wann hast du mit Klavierspielen angefangen?

„Mit Klavierspielen habe ich angefangen als ich 8 Jahre alt war. Also zur gleichen Zeit als ich auch mit meinen Gesangsstunden angefangen habe. Mit den Gesangsstunde habe ich auch nur angefangen, weil meine Mutter mich bestochen hat, weil ich so gerne zur Klaviermusik gesungen habe. Meine Mutter sagte mir, dass ich keinen Gesang lernen kann ohne Klavier spielen zu lernen.“

 

Wie beschreibst du selbst deine ungewöhnliche Stimme?

„Wenn ich singe ist das meine natürliche Tonlage. Viele Leute sagen, dass ich sehr traurig klinge beim Singen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum es so traurig klingt. Das passiert einfach so.“

 

Wie gerne schreibst du eigene Songs?

„Ich liebe es sehr eigene Songs zu schreiben. Besonders wenn ich Co-Writer habe, also andere Leute die mit mir schreiben. Was ich so an den Songwriting-Lessons mag, ist: Du sitzt da mit einem total fremden Menschen von dem du nur den Namen kennst, aber sobald man anfängt an das Konzept hinter dem Song zu denken und beginnt gemeinsam zu arbeiten, fängt man an so viel über diese fremde Person kennenzulernen. Ich mag den Prozess des Songwritings wirklich sehr.“

 

Worum geht es in deinem Song „Adore“?

„In ‚Adore‘ geht es um Musik und Liebe. Musik ist meine erste große Liebe, es ist eine wirklich große Passion von mir. Die Lyrics ‚I adored you before I laid my eyes on you‘ sagen genau das aus, wie ich zur Musik stehe. Durch die Musik kann ich meine Gefühle ausdrücken, deshalb ist Musik so unheimlich wichtig für mich.“

 

Was können wir von deiner EP erwarten?

„Insgesamt werden auf der EP 5 Songs zu finden sein, darunter auch ‚Adore‘“.

 

Warum bringst du eine EP heraus und kein ganzes Album?

„Ich will schon lange meine eigene Musik veröffentlichen und jetzt gerade habe ich meine Single ‚Adore‘ veröffentlicht. Ich habe mich für eine EP entschieden weil es die Vorstufe zu einem Album ist, das hoffentlich irgendwann im nächsten Jahr erscheinen wird.“

 

Mit welchen Produzenten hast du für die EP zusammen gearbeitet?

„Ehrlich gesagt mit vielen verschiedenen. Ich habe u.a. mit einem Produzenten namens Josh Grant aus New York zusammen gearbeitet. Aber auch mit Jesse Chatkin aus La, der zum Beispiele ‚Chandelier‘ von Sia geschrieben hat. Es sind wirklich verschiedene Leute mit denen ich für die EP zusammen gearbeitet habe. Jeder Song der EP wurde mit verschiedenen Leuten geschrieben.“

 

Wie gefällt es dir in Deutschland?

„Ich liebe es hier in Deutschland zu sein. Ich bin in den letzten Wochen einmal quer durch Deutschland gereist. Leider konnte ich nicht allzu viel sehen, aber wir hatten einen Off-Day in Köln und haben da einen Bootsausflug auf dem Rhein gemacht und ganz viel Eis gegessen.“

 

Was ist dein Wunsch für die Zukunft?

„Ich möchte für den Rest meines Lebens Musik machen und durch die Welt reisen. Natürlich gemeinsam mit meinen Freunden und meiner Familie. In naher Zukunft will ich erst mal meine EP veröffentlichen und später noch ein Album mit meiner eigenen Musik. Mein Traum ist es mein ganzes Leben mit der Musik zu verbringen.“

Jasmine Thompsons Weg zur Musik

Mit ihrer spärlich dekonstruierten Neuinterpretation des Rufus & Chaka Khan-Tracks „Ain’t Nobody“ stieg sie 2013 erstmalig in die britischen Charts ein und sicherte sich in Folge dessen eine stetig wachsende Fanbase mit derzeit über 1,3 Mio. YouTube-Abonnenten. Inzwischen ist die Londoner Sängerin/Songwriterin Jasmine Thompson die neue Muse zahlreicher DJs und EDM-Produzenten und überzeugte im letzten Jahr, mit ihrem weltweit erfolgreichen Feature auf dem Robin Schulz-Track „Sun Goes Down“, erstmalig auch international. Im Vereinten Königreich wird sie derweil bereits als nächster Megastar gefeiert. Zeit also für Jasmine Thompson, sich ihrer vielversprechenden Solo-Karriere zu widmen.

 

 Newcomer Jasmine Thompson beeindruckt die Musikszene

Als der deutsche DJ Felix Jaehn ihre Version des R&B-Klassikers „Ain’t Nobody“ hörte, fühlte er sich dermaßen inspiriert, dass er den Song remixte und im Zuge dessen nicht nur Platz #5 der Spotify Viral Top 50 US-Charts erreichte, sondern ebenso die internationalen iTunes-Charts eroberte. In Deutschland thront sein Remix aktuell auf Platz #1 der Single-, iTunes-, Spotify- und Shazam-Charts. „Sie ist ein zukünftiger Superstar“, sagte Jaehn kürzlich über Jasmine Thompson. Der mit Multiplatin ausgezeichnete DJ/Produzent Avicii wiederum war so von der jungen Britin beeindruckt, dass er sie persönlich um ein Cover seiner Single „The Days“ bat. Jasmine Thompson verwandelte den Track in eine sehnsüchtig elegante Piano-Ballade, die Avicii via Twitter für „atemberaubend“ befand und die auf YouTube inzwischen mehr als 1,7 Mio. Views zählt. Ihre kristallklaren Vocals ließen neben Kygo und Naughty auch Passenger aufhorchen, der – nachdem Jasmine Thompson ein Cover seines Songs „Let Her Go“ hochgeladen hatte – in einem Billboard-Interview über sie sagte: „Sie hat eine unglaubliche Stimme und wird ein riesiger Star.“ Ihr Cover von „Let Her Go“ zählt bislang über 21 Mio. Views auf YouTube.

 

 DJ Robin Schulz hat mit Jasmine Thompson gearbeitet

2014 wurde der deutsche DJ und Produzent Robin Schulz auf sie aufmerksam und gewann sie für ein Feature auf seinem Track „Sun Goes Down“. Dieser entwickelte sich zum internationalen Top 10 Dance-Hit, während das dazugehörige Video derzeit knapp 70 Mio. Views auf YouTube zählt. „Jasmines Vocals waren die perfekte Begleitung zu meiner Produktion“, sagt Schulz. „Ihre Stimme hat eine globale Empfindsamkeit und das Potenzial die Welt in ihren Bann zu ziehen.“ Jasmine Thompson ihrerseits sagt: „Das war das erste Mal, dass ich meine Stimme auf einem Dance-Track hörte. Mir gefiel, wie sich der Sound von meinen bisherigen, auf Klavier und Vocals beruhenden Cover-Versionen unterschied. Es ist ein großartiges Gefühl, dass ich, über die Welt der Piano-Balladen hinaus, nun auch im Dance ein Zuhause habe.“

Jasmine Thompsons neues Album

Jasmine Thompsons neugefundene Vorliebe für funkelnden Dance-Pop kommt auch bei ihrer Debüt-Single „Adore“ zum Zuge, auf der die volle Emotionalität ihrer leicht rauchigen Stimme mit pulsierend elektronischem Elan einhergeht. Hinter „Adore“ steckt jedoch mehr als nur ein reiner Liebessong. Der Text spiegelt nämlich Thompsons eigene Beziehung zur Musik wieder: „Der Refrain lautet ‘I adored you / Before I laid my eyes on you’. Die Musik war schon immer für mich da, bevor mir überhaupt klar war, dass ich Sängerin werden wollte“, erklärt sie.

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17.05.2015 Joseh´s Musik

GFDK - Redaktion

Ein neues Folk-Pop Projekt aus Hamburg wollen wir euch heute vorstellen. Die Quellen, aus denen Sie Ihre Kompositionen speisen, liegen vor allem in der Post-Nick-Drake-Songwriter-Szene. Alles erscheint spontan aus einem Durcheinander zwischen Morgenkaffee und Restalkohol, verblichenen Urlaubspostkarten und unbezahlten Rechnungen entstanden zu sein.

Das Album "Open up" ist  im Frühjahr 2015 bei colddog records erschienen und bietet herrliche Hymnen für die manchmal vom Mut verlassenen. Die Songs sind Balsam, wie der gute Rat eines Freundes und eine warme Umarmung.

Gitarre, Harfe und Backup-Band

Die Texte handeln von Josehs Rastlosigkeit in der Kindheit durch die Touren seiner Eltern, die ebenso Musiker sind sowie seine jetzige Suche nach Sinn im Leben, nachdem er seinen Job gekündigt hat. Liebe die man sucht, findet oder schon längst begraben hat.

Freundschaften, die durch Distanz oder der Zeit nicht totzukriegen sind. Trauer, Freude, Melancholie, Wehmut, Besinnung, Warmherzigkeit und Verlust.
Das Album macht einen traurig und dann glücklich und dann wieder … "Open up" ist ein musikalischer Roadtrip.

Joseh´s Musik - Open up

Joseh sagen dir, hey, kümmer’ dich nicht so sehr um die Vergangenheit, freu’ dich auf das was kommt. Von manchem muss man eben auch mal Abschied nehmen, um anderem Hallo zu sagen. Dafür stehen die ruhigeren melancholischen Songs wie „Barest love oder “Be silent“. Und so schön wie auf „The angst and the storm“ kann auch nicht jeder sagen, dass man einfach nicht zusammenpasst. Doch schon auf dem nächsten Song „Friend“ gilt – wie auch im Leben an sich – alles wird gut. Joseh würde vermutlich sogar sagen „All is good“.

Anspieltipps: Something, Don't stand still, The angst & the storm, Friend, These tiring days, Be silent

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19.03.2015 entfesselt

GFDK - Maria Franecka und Helene Bosecker

Alltägliche Gebrauchsgegenstände und postindustrielle Materialien stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Christoph Mügge. Sowohl in seiner Malerei als auch in seiner Tätigkeit als Bildhauer untersucht der Künstler den Abfall der Zivilisation auf seine ästhetischen Werte hin.

Christoph Mügge befasst sich mit jenen Gegenständen, deren Daseinsberechtigung durch ihre Funktion definiert wird. Geht diese verloren werden sie von der Gesellschaft zu Müll deklariert. Mügge verleiht den Objekten, die von der Mehrheit der Menschen ignoriert werden, durch diese kontextuelle Verschiebung wieder eine Sichtbarkeit.

Inspiration durch Fundstücke

Der Künstler lässt sich auf verschiedene Weise von seinen Fundstücken inspirieren: die Gegenstände können sowohl das Material einer Arbeit darstellen oder sind in ihrer Erscheinung selbst das ideengebende Modell. In der Installation „Interface“, 2012 verbindet er Kabel und transparenten Kunststoff mit Holz, um die Spannungsfelder zwischen synthetischen und lebendigen Materialien zu untersuchen.

Die Arbeit „Schlauch“, 2012 erinnert an eine organische Form, die mit einem industriellen Verbindungselement verwachsen ist. Dieser Synthese stellt Christoph Mügge darüber hinaus eine überraschende Materialwahl entgegen: die Verwendung von Bronze führt zur einen weiteren Funktionsverfremdung und eröffnet ein breites Assoziationsfeld. Der Akt der Objektwahl durch den Künstler trägt zum Statuswechsel  des Gegenstands bei - von einem Fundstück zu einem sehenswerten Original. Mügges Herangehensweise stellt den Prozess der Wertzuschreibung in unserer Gesellschaft in Frage –in welcher Weise über die Klassifizierung der Objekte in dem sozialen System entschieden wird. (Text von Maria Franecka)

Über den Bildhauer Christoph Mügge

Der deutsch-schwedische Künstler Christoph Mügge (*1983 Bonn) studierte 2006–2013 Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tal R, Reinhold Braun (2011 Meisterschüler) und Richard Deacon.

Christoph Mügge gilt als Schaffenswütiger einer Malerei, die "innerer Notwendigkeit" (Kandinsky) von Formen und Farben entspricht. Er fügt existenzielle Katastrophen ("auf großer Fahrt"), explosive Abläufe ("Zersplitterung"), Kosmische Visionen ("ohne Titel", 2009), mikroskopische oder technische Details zu autonomen, dramatischen Bildern.

Seine verfremdeten und besessenen Bildformulierungen könnte man als die "systematische Ausbeutung des Zufälligen und künstlerisch provozierenden Zusammentreffens von wesensfremden Realitäten auf einer Bildebene" sehen, wobei der Funke Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt, aufleuchtet. Zwar geht Mügge natürlich von erkennbaren Realitätsfragmenten aus (u. a. Gestänge, Klempnerrequisiten, Landschafts- und Naturbruchstücke, Schiffswracks, rote Blutkörperchen und Bakterien, Brücken- und Architekturdetails), ordnet dies jedoch alles unter rein malerischen Aspekten und neuen, meist beunruhigenden Visionen ein.

Der junge Maler huldigt einer scheinbar chaotischen Malweise mit entfesselten Farben und durcheinander laufenden Linien. "Eine überstürzende Comicwelt schreit Weltelend und ertränkt jeden Schrei in und mit Farbe ... sind Pinselschläge Vogelschwingen gleich Raumventilatoren die Luftwirbel erzeugen, in denen dann das Papier kurz vor dem Zugriff zittert und bebt ..." (M. Lüpertz).

Ausstellung in der Galerie Gerken Berlin

Christoph Mügges Arbeiten wirken wie ein wilder, schmerzlicher Aufruf an kosmische Kräfte. Im Atelier "wird ausgetestet und Neues entwickelt. Werte werden respektlos in Frage gestellt, Grenzen und eigene Schranken überschritten, Tabus durchbrochen." (Reinhold Braun). Nach einem AAA-Stiftung-Stipendium in Schweden (07 - 08) hat Christoph Mügge in der galerie gerken, Berlin seine erste Einzelausstellung im Jahr 2009 und im Jahr 2010 eine weitere Ausstellung zu zweit. Author: Helge Gerken

Christoph Mügge hat Malerei und Bildhauerei studiert

Christoph Mügges Doppelstudium der Malerei und Bildhauerei vermittelte ihm eine Sensibilität für räumliche und farbliche Konzeptionen. Sein Interesse an Materialien und deren Einsetzbarkeit als Vermittler von künstlerischen Ideen, verlassen gewohnte Trampelpfade. Die Ironie der Funktionsverfremdung von Arbeitsmaterialien wird inhaltlich im Werk gespiegelt: Ein bronzener Schlauch erinnert an die Anatomie eines Blinddarms, der sich als potentiell gefährliches Rudiment im menschlichen Körper befindet. Der rote Alarmknopf folgt der Aufgabe, vor Gefahr zu warnen: vom Stromnetz abgeschnitten verfällt er jedoch in eine gewissenlose Sinnlosigkeit. Die Funktion, bzw. der Funktionsverlust, der ironischerweise durch Struktur und Ordnung getilgt werden sollte, wird zur Quelle der Destruktion. Mügge rückt das Unerwartete, Unkontrollierbare als produktive Ressource in ein notwendiges Licht, das gegen Einengung durch Automatismen blendet. Author: Helene Bosecker

* 11.10.1983

Werdegang

1983 geboren in Bonn
2006 Studium der Malerei und Bildhauerei an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Tal R, Reinhold Braun, Prof. Richard Deacon
2011 Meisterschüler
2013 Akademiebrief

Ausstellungen

Einzelausstellungen:
2014 Kunstverein Bochumer Kulturrat, Bochum
2012 Laden N° 5 (Künstlerhaus Schloß Balmoral), Bad Ems
2010 Galerie Gerken, Berlin Gruppenausstellungen: 2012 Kunsthaus Rhenania, Köln
2012 Museum Kunstpalast, Düsseldorf
2011 Sammlung Philara, Düsseldorf
2009 Fördergesellschaft zeitgenössischer Kunst, Essen
2009 K21
2007 Kunsthistorisches Institut der Uni Bonn

 

Galeriekontakt:

galerie gerken

Linienstraße 217

D - 10119 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 978 940 66

info@galerie-gerken.de

www.galerie-gerken.de

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18.11.2014 rockröhre

GFDK - Jörg Himmrich

Seit Jahrzehnten ist Martina Edoff ein bekannter Name im schwedischen Musikgeschäft. Ihre Stimme kennt die ganze Welt spätestens seit den 90ern. Da war sie die Backgroundstimme bei Dr. Alban. Ihre markante Stimme war speziell bei "Sing Hallelujah und "It's my life" nicht zu überhören. Ihre Stimme sorgte auch bei der bekannten Popband Ace of Base (All That She Wants) und der schwedischen Dance Band E-type (1999 Life) für den richtigen Ton.

Die Musik der Rockschwestern Ann und Nancy Wilson, besser bekannt als Heart (Barracuda), die als weibliche -Rock-Pioniere in der Welt der meist männlichen dominierten Megagruppen der 70er und 80er galten motivierte sie in einer Heart Tribute Band zu singen.

Ihre fantastische Stimme und die authentischen Arrangements machten Heart Attack in kurzer Zeit zur der Nr.1 Cover Band Schwedens. Ihre Konzerte begeisterten Veranstalter und Publikum gleichermaßen.
Der Erfolg der Band und die Musik inspirierte Martina Edoff im Stil einer heißblütigen Rockröhre mit einigen der besten Top-Produzenten Schwedens ihr Album zu produzieren.

Beste weibliche Rockstimme Schwedens 2014

Die schwedische Presse spart nicht mit Lob und bezeichnet Martina als beste weibliche Rockstimme Schwedens 2014, was ihr die Auszeichnung Band des Monats in England als bester Rock-Act beim Firebrand Radio und Magazin im October 2014 einbrachte.

Ihr Debütalbum "Martina Edoff" ist seit dem 28. August 2014 auf dem Musikmarkt und unter  anderem in folgenden Stores über Import zu erhalten: AOR Heaven,  Amazon, iTunes sowie als Download.

Ihre erste Single-Auskopplung " On The Top" aus ihrem Album ist in England bereits erfolgreich
gestartet. Das Video zur Single hat seit seiner Einstellung bei Youtube am 20.09.2014 bereits über
20.927 Klicks erhalten.
Zurzeit steht Martina Edoff für ihr zweites Video "SEDUCE YOUR MIND" vor der Kamera das Ende November erscheinen wird.

Information und Booking:

Himmrich Entertainment
Grabbestr.1
D-32257 Bünde
Ansprechpartner: Jörg Kudlaczyk

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