Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

08.04.2017 kennt keine Tabus

h.r.fox

Wenn Kirsten Anais Miller den Raum betritt, zieht sie alle Blicke auf sich. Genau wie ihre expressive, figurative Malerei strotzt sie nur so vor Leidenschaft und Ausdruckskraft. Sie bearbeitet Themen wie sexuelle Beziehungen, Schwangerschaft (in der Kunst offensichtlich immer noch ein Tabu), aber auch Ausbeutung von Mensch und Tier sowie Tod.

Mit einer geradezu hellseherischen Präzision bringt KAM stark symbolhaltige Bilder aus den inneren Räumen in die Alltags-Welt. Dabei wirkt sie fast wie ein Orakel: "Ich male die Bilder nie nach Abbild sondern immer aus meinem Inneren heraus, wobei mir die Bedeutung der Bilder oft erst einige Zeit später bewusst wird. Sie alle aber haben eine Geschichte und somit eine Kontinuität.“

In den ersten Jahren ihres Schaffensprozesses hat KAM ausgiebig mit kräftigen Farben in mehreren Schichten gearbeitet. Sie hat die Leinwände bemalt, dann gespachtelt und später regelrecht traktiert indem sie Formen und Figuren herauskratzt hat.

Die Farbe in der Malerei hat sie mit der Frage: „Wo hört Zeichnung auf, wo fängt Malerei an?“ mehr und mehr reduziert. Konstant verbessert Kirsten ihre Techniken, um mit der Materie "Malerei" umzugehen, wie zum Beispiel das experimentelle Herausarbeiten von Figuren aus Erde und Sand.

Mittlerweile ist Miller transmedial unterwegs: seit 10 Jahren arbeitet sie mit Plastik- und Naturmaterialien und schafft daraus dreidimensionale Objekte: z.B. sogenannte 'Zauberstäbe' (und Plastikstrippen-Bilder sowie Fotocollagen. KAM's Werke werden regelmässig in Galerien, Messen, sowie in Privat-Ausstellungen und Live-Performances im In- und Ausland gezeigt.

Seit 1996 arbeitet Kirsten Anais Miller als freischaffende, bildende Künstlerin.

Ihre Haupttätigkeitsfelder sind :

Malerei mit diversen Materialien und einer ganz eigenen entwickelten Methode, durch welche sie Unsichtbares sichtbar werden lassen kann

Fotocollagen, bestehend aus diversen Plastik- und Naturmaterialien und meist doppelt belichteten Fotografien („meine Werke sind nicht mit Photoshop bearbeitet, sondern eigens mit meinen Händen geschaffen“)

Zauberstäbe aus Pflanzen und Tierteilen (welche von Ihr persönlich mit heilender Energie aufgeladen werden)

Art Fashion untragbar, tragbare Art Fashion Design Mode aus Plastik oder Naturmaterialien, passend zur Zeit

 

Seitdem jährliche Ausstellungen im In- und Ausland, Malkurse für Kinder und Erwachsene, Deutschkurse für Migranten. Zudem ist Miller Qi Gong- und Taiji-Trainerin und gibt mit Leidenschaft ihre Erfahrungen mit diesen inneren Kampfkünsten an ihre SchülerInnen weiter.

2011 wurde Miller vom West-Deutschen Rundfunk zum Thema 'KunstKleider' interviewt sowie vom B Beyond Magazin/London. Das Interview erscheint zudem bald auf ArtCollectors.org.

Momentan stellt sie in den Galerie-Räumen des Immobilienagent Bielefeld von Thomas Klingenberg aus. Die Vernissage mit Artikel im TOP Magazin findet am 15 Februar 2012 statt.

Eine Reportage mit dem Online Magazine TV Ultrafeel.tv ist in Planung.

 

Kirsten Anais Miller
Ravensbergerstrasse 29a
33602 Bielefeld
Germany
Ce

 

Pressekontakt:

H.R. Fox

fox@kirstenanaismiller.com

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08.04.2017 Von der Provinz in ein internationales Umfeld

ACT Music & Vision

Seit ihrem Debüt Album „Remember Chet“ (2006), mit dem der damals erst 17-jährige Julian Wasserfuhr in die Fußstapfen Chet Bakers schlüpfte, avancierten die Wasserfuhr-Brüder aus dem beschaulichen oberbergischen Dorf Hückeswagen zu Ausnahmeerscheinungen des Young German Jazz. Eine solch unglaubliche und verblüffende Reife eines jungen Trompeters hatte man seit dem frühen Till Brönner lange nicht gehört.

Nicht minder beeindruckend war die Souveränität, mit der Julians gerade mal drei Jahre älterer Bruder Roman am Klavier nahezu symbiotisch begleitete. „Am Anfang einer Karriere steht Epigonentum”, befand einst der Trompeter Manfred Schoof: Und so arbeiteten sich die beiden Brüder zunächst am Vorbild ab, denn erst die Auseinandersetzung mit der Tradition bildet die Grundlage für ein eigenes Œuvre.

Auf unzähligen Konzerten erspielten sich die Wasserfuhr-Brüder schnell ein breites Publikum und einen Namen in der Szene. „Upgraded“ hieß dann logischerweise ihr zweites Album (2009): Von der Provinz in ein internationales Umfeld, mit den Jazzstars Nils Landgren und Lars Danielsson legten sie bei der Aufnahmesession in Göteborg das Etikett „Young German“ ab und stiegen in die erste Liga des deutschen Jazz auf.

Nun folgte „Gravity“: Das Album erzählt davon, wie wichtig die Bodenhaftung ist, wenn der Karriere Flügel wachsen. Es geht um die Schwerkraft und ihre Überwindung: Man muss geerdet sein, festen Boden unter den Füßen haben, um abheben zu können. Und wieder sind Weltklasse-Musiker an der Seite der Wasserfuhrs:

Erneut der schwedische Bass-Melodiker Lars Danielsson und erstmals Deutschlands gefragtester Jazz-Schlagzeuger Wolfgang Haffner. Sie bilden eine Rhythmus-Gruppe von Weltklasse-Format und erweisen sich als ideale Wahl: Wie die Wasserfuhrs sind beide Freunde eines direkt in die Seele zielenden Jazz mit Liebe zu Details und Klangschönheit.

Darüber hinaus ist Haffner mit seinem feinen Gespür für Dramaturgie und Atmosphäre als Produzent für „Gravity“ verantwortlich. Für die Wasserfuhr-Brüder findet er anerkennende Worte: „Trotz ihrer noch jungen Karriere haben die beiden eine sehr genaue Vorstellung von ihrer Musik und wissen, wie sie klingen wollen. Die gemeinsame Arbeit an „Gravity“ war sehr anregend und fruchtbar.

Was die Musik der Wasserfuhr-Brüder so besonders macht, ist ihr Mut zu bezaubernder Schlichtheit, ihr absolutes Vertrauen in die Melodie und ihr Gefühl für Lyrik und innere Spannung. Bemerkenswert für die jungen Musiker ist der Verzicht auf jede unnötige Effekthascherei.

„Das muss man sich trauen. Zu bewundern ist dann das Gegenteil von Angeber – Jazz“, merkt der bekannte deutsche Schauspieler Matthias Brandt in seinen Liner Notes zum Album an. Als Arrangeur und prägender Begleiter führt Roman musikalisch Regie. Julian ist als tragender und träumender Solist der Hauptdarsteller.

Handwerkliches Können und instrumentale Virtuosität werden nicht wahllos zur Schau gestellt, sondern ganz im Dienste des Songs und für den für die Wasserfuhrs so typischen Transport von Emotionen eingesetzt. „Und das ist, in jeder Kunst, das Schwierigste überhaupt. Aber, wenn’s gelingt, auch das Schönste“, so der Künstlerkollege Brandt weiter.

Man muss nur einmal ihre intime Version von Bert Kaempferts „L.O.V.E“ auf sich wirken lassen, diese auf den musikalischen Kern reduzierte, alles in den Dienst des melodischen Gedankens stellende Interpretation, dann spürt man die Kraft der Wasserfuhrschen Klangwelt. Oder man genießt die bezaubernde Atmosphäre, die sie mit Stings „Englishman in New York“ erschaffen.

Mehr Cover-Versionen braucht es indes nicht, denn was die beiden Brüder selbst komponieren, besitzt ähnlich melodische Qualität. Das beschwingt impressionistische „Branca“, der hymnische Uptempo-Blues „Midnight Walk“ oder die ergreifende Ballade „Fool’s Paradise“ haben selbst das Zeug, zu Jazz-Standards zu werden. Und wie groovend, fast funky der sanfte Minimalismus der Wasserfuhrs werden kann, zeigt „Blue Desert“.

„Gravity“ ist ein schwergewichtiges Argument dafür, dass der junge deutsche Jazz vital ist wie nie und für die Zukunft schöne Aussichten verspricht.

ACT Music & Vision GmbH & Co.KG


D-80453 München

Telefon: + 49 - (0) 89 - 72 94 92 - 0

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08.04.2017 Musikern des Ensembles Bell’arte Salzburg

GFDK/Hasko Witte

Das gemeinsame Interesse an der reichen Musikkultur in den europäischen Musikzentren des 17. und 18. Jahrhunderts verbindet die Musiker des Ensembles Bell’arte Salzburg. Die Begeisterung über die Musik von Biber, Hofer, Muffat. Mozart, M.Haydn und anderen Komponisten, die in Salzburg wirkten, führte 1995 bei der Gründung von Bell’arte zur Namensgebung.

Seitdem hat das Ensemble einen hervorragenden Ruf erworben, zu dem die instrumentale Virtuosität der Musiker sowie die klangvollen, farbigen Besetzungsmöglichkeiten für eine überzeugende Gestaltung der Konzertprogramme beigetragen haben. Intensität des Ausdrucks, nuanciertes und lebendiges Spiel zeichnet das Ensemble aus, dessen Mitglieder Spezialisten auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis sind. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Annegret Siedel.


Das umfangreiche Kammermusikrepertoire des Ensembles erfordert verschiedene Besetzungen, die für einige Konzertprogramme mit namhaften Sängern erweitert werden. Über die Jahre besteht eine musikalische Zusammenarbeit mit Sängern wie Emma Kirkby, Susanne Rydén, Nuria Rial, Monika Mauch, Jan Kobow, Wolf Matthias Friedrich und Gotthold Schwarz.


Bell’arte Salzburg folgte Einladungen zum Rheingau Musik-Festival, den Tagen Alter Musik Stuttgart, den Bachkonzerten in der Alten Oper Frankfurt, der Salzburger Bachgesellschaft, dem Festival Klang & Raum Irsee, den Bach-Tagen Köthen, dem Heinrich-Schütz-Fest Dresden, den Europäischen Wochen Passau, der Tonicale München und anderen renommierten Konzertreihen und Festivals.


Konzertprogramme des Ensembles wurden oftmals live vom Rundfunk aufgezeichnet, wie in der Reihe "Das Alte Werk" Hamburg, den Tagen Alter Musik Herne, den Brühler Schlosskonzerten und dem Köthener Herbst, bei den Wartburgkonzerten Eisenach und den Galeriekonzerten in Dresden, den Schlosskonzerten Goldegg oder im Dom zu Maria Saal.


Das Bayerische Fernsehen produzierte live eine "Musikalische Vesper" mit Werken von Andreas Hofer und eine weitere Folge über den Komponisten Hofer im Jahr 2007. Konzertreisen führten das Ensemble durch Deutschland und Österreich, nach Italien, Spanien, Portugal, Großbritannien und in die Schweiz.

Annegret Siedel studierte in ihrer Heimatstadt Berlin und war als erste Geigerin im Orchester der Komischen Oper Berlin und im Mozarteum Orchester Salzburg engagiert. Sie erweiterte ihre künstlerische Ausbildung bei Michael Vogler in Berlin und Ernst Kovacic in Wien und studierte bei Hiro Kurosaki (Barockvioline), sowie bei Nicolaus Harnoncourt (historische Aufführungspraxis) an der Hochschule Mozarteum in Salzburg.


Annegret Siedel gibt seit 1995 Konzerte als freischaffende Solistin, Kammermusikpartnerin und Konzertmeisterin von Orchestern, die mit historischen Instrumenten barocke, klassische und romantische Musik aufführen.


Ihr vielseitiges Violinrepertoire erweitert sie mit Konzerten für Viola d’amore und Partien für Violino piccolo. Sie unterrichtet am Hamburger Konservatorium, auf Kursen und projektbezogen an Musikhochschulen. Zunehmend liegt ihr Augenmerk auf Kammermusikprogrammen sowohl mit dem Ensemble Bell’arte Salzburg als auch in der Besetzung für Violine mit Hammerflügel, Orgel, Cembalo, Laute oder Harfe.

 

SALZBURG BAROCK
Heinrich Ignaz Franz Biber
:
Sonata VI in a-Moll, aus dem „Fidicinium sacro-profanum“
Andreas Hofer:
„Nisi Dominus“, Psalm 126 */**
Heinrich Ignaz Franz Biber:
„O dulcis Jesu“, Geistliches Konzert */**
Georg Muffat:
Sonata II in g-Moll aus „Armonico tributo“
Abraham Megerle:
„Gaudete et Exultate“ */**
Anonymus (Stift Nonnberg):
„Ach kommet vom Himmel, ihr göttlichen Flammen“ */**
Steffano Bernardi:
„Magnificat“ */**
Carl Heinrich Biber:
Concerto a quattro per la chiesa**
Mathias Sigismund Biechteler:
„Aria de Sancta Scholastica“ */**
Anonymus (Stift Nonnberg):
„Ad Pulpitum“ */**

* EMMA KIRKBY, Sopran
** WELTERSTEINSPIELUNGEN

BELL’ARTE SALZBURG

Ulrike Titze: Barockvioline
Hermann Hickethier: Viola da gamba
Christian Zincke: Viola da gamba
Matthias Müller: Violone
Thomas Boysen: Theorbe, Mandora
Margit Schultheiß: Orgel
Annegret Siedel: Barockvioline(n), Viola d’amore, Leitung

 

VÖ: 13.05.2011 Berlin Classics

 

 

 

Edel:Kultur
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17.01.2017 künstlerische Bewegungen

GFDK - Gottfried Böhmer

Stefanie Tendler hat sich nach ihrer schulischen Laufbahn zunächst der Tourismusindustrie zugewandt, denn Reisen ist seit ihrer Kindheit, die sie in Marokko verbracht hat, eine ihrer größten Passionen. 

Kulturelle und künstlerische Bewegungen, Subkulturen, Vielschichtigkeit haben für die gebürtige Heidelbergerin einen sehr hohen Stellenwert in ihrem Leben eingenommen, daher zog es sie 2011 nach Berlin. 

Die Kreativ-Hauptstadt ermöglicht einen unkomplizierten Austausch mit Gleichgesinnten und bietet Stefanie die Möglichkeit Kollaborationen einzugehen, die von Experimentaltheater zu ersten eignen Fotografieprojekten reichen.

Für den transatlantischen Blog www.station-station.com fängt Stefanie die Welt der kreativen Szene ein und porträtiert Künstler, Musiker, Mode-Designer und Kreativschaffende, die in Berlin ähnlich wie sie selbst ein neues Zentrum für ihr schaffen gefunden haben.

Mit der "Ich bin für Straßenmusik"-Kampagne, schafft sie als Mitgründerin der Inititiative Berlin Street Music ein seit 2011 andauerndes Foto-Projekt, dass die Straßenmusikszene in Berlin unterstützen soll. 

Fotografie wird schließlich zu ihrem persönlich gewählten Medium, mit dem sie die facettenreichen Umwelten, die ihr auf ihren Reisen begegnen einfängt.

Ihre Reihe Swirlways wird das erste Mal in der Eventreihe What the Frau ausgestellt und umfasst eine kunstvolle Zusammenstellung von architektonisch einzigartigen Treppen, die eine besondere Faszination auf die Fotografin ausüben.

Swirlways:

Auch wenn sich Gebäude in ihrem oberflächlichen Erscheinungsbild unterscheiden, teilen sie die Gemeinsamkeit ihrer Funktionalität. 

Treppen sind der Inbegriff dieses Konzepts. Ihr Dasein gilt vordergründig der Verbindung verschiedener Stockwerke. 

Der Betrachter kann jedoch zwischen Funktion und expressiver Freiheit des Architekten differenzieren und aus ganz unterschiedlichen Winkeln verschiedene Assoziationen für sich selbst erfinden. Das Design des Architekten illustrieren seinen individuellen kunstvollen Einfluss auf das Bauwerk.

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31.12.2016 Farbeier auf Leinwand

GFDK - Elaine Abrams

"Ich stehe hier für die Freiheit der Frauen, sich frei bewegen zu können. Und für die Errungenschaften der letzten 50 Jahre, dafür dass man diese Werte nicht mit Füßen tritt. Dafür, dass Frauen sich nicht maßregeln lassen müssen", sagte Milo Moiré nach den Kölner-Sex Mop-Silverster angriffen auf Frauen.

Moiré meinte zu der heftig kritisierten Äußerung von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Frauen sollten zu Fremden "eine Armlänge Distanz halten", damit es nicht erneut zu Geschehnissen wie denen aus der Silvesternacht komme.

"Ich denke, es ist der falsche Weg, dass man den Opfern vermittelt, dass sie etwas falsch gemacht haben. Frauen sollen weiterhin mit erhobenem Haupt selbstbewusst durchs Leben schreiten. Mit einem wachsamen Auge, aber trotzdem selbstbewusst und selbstbestimmt", so Moiré.

"Respektiert uns! Wir sind kein Freiwild selbst wenn wir nackt sind!"

Nach Kotz-Künstlerin Millie Brown, die farbige Milch auf ihre Leinwände erbricht, die nächste unglaubliche Performance: Milo Moiré ist Schweizerin, 33 Jahre alt und lebt in Düsseldorf. Zur "Art Cologne" 2014 reiste sie nach Köln und sorgte für einen handfesten Skandal.

Die hübsche Künstlerin und Psychologin spanisch-slowakischer Abstammung zog sich pudelnackt aus, stellte sich auf ein selbstgebasteltes Podest und legte Eier. Was das mit Kunst zu tun hat? Milo füllte sechs Eier mit Tinte und Acrylfarbe, führte sie in ihre Vagina ein und "gebar" sie. Durch das Hinunterfallen zerbrach die Schale und die Farbe spritzte auf die Leinwand.

Kann man Kunst gebären?

Nackt, auf einem Podest "gebar" sie die Farbeier auf die Leinwand
Ihre Performance zelebrierte Milo genau vor dem Gebäude, in dem die große Kölner Kunstmesse stattfindet - ohne Erlaubnis, versteht sich. Das Ergebnis nannte Moiré "The PlopEgg Painting Performance # 1 - A Birth Of a Picture" (Die PlopEier Malperformance Nr. 1 - Die Geburt eines Bildes). Für die 33-Jährige sei das Erschaffen ihrer Kunst eine "persönliche, intuitive Erfahrung", wie sie der Zeitung "Le Matin" verriet. "Ich verwende die Urquelle der Weiblichkeit, meine Vagina."

So erklärt die Künstlerin ihre Performance (Text von Elaine Abrams auf der Page der Künstlerin):


"Mühevoll verlässt das Ei den Geburtskanal der Künstlerin und zerschellt auf der Leinwand, rote Farbe fließt raus. Das nächste Ei birgt eine andere Farbe und so entsteht nach und nach, begleitet nur von lauten „Plops“, ein abstraktes Werk – archaisch, unkontrollierbar und intuitiv.

Am Schluss der fast meditativen Art-Birth-Performance wird die befleckte Leinwand zusammengeklappt, glatt gestrichen und auseinander gefaltet zu einem symmetrisch gespiegelten Bild von überraschender Farbgebung und kraftvoller weil universeller Symbolik.

Das vaginal entstehende Bild

Das unmittelbar aus der Vagina entstandene Bild setzt augenblicklich Gedankenketten frei – über die Schöpfungsangst, die symbolische Kraft des Beiläufigen und die kreative Macht der Weiblichkeit. Ein Vergleich zu wilden Assoziationen kommt auf und durch die Intensität des Gesehenen und (Mit)-Erlebten wird klar, dass die Kunst wie so oft die Körperlichkeit braucht, um sich manifestieren zu können."

Zuschauer sahen interessiert zu - aber nicht alle wegen der Kunst
Die Zuschauer zögerten nicht, ihre Handys zu zücken und fleißig mitzufilmen. Die Meinungen der Zuschauer waren geteilt. Eine Dame machte sich laut "20 Minuten" Sorgen, wegen des Platzes, den sechs Eier bräuchten. Andere wandten sich angeekelt ab. Viele sahen gespannt zu, allerdings nur ein Teil der eifrigen Zaungäste war auch an der Kunst interessiert.

Moiré hat kein Problem mit Nacktheit, im Gegenteil. Vor einem Jahr (er)regte sie die Düsseldorfer auf, als sie nackt Straßenbahn fuhr.

Kunstexperten sind übrigens nicht aus dem Häuschen wegen des Bildes. Seit Nitschs Blut-Schüttbildern in den 60ern echauffiert sich in der Kunstszene niemand mehr wegen Körperflüssigkeiten und ähnlichem.

Das Ergebnis sieht übrigens nicht übel aus und ist käuflich zu erwerben. Mehr Infos und das fertige Bild sehen Sie auf Milo Moirés Homepage.

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17.10.2016 Der Mensch im Zentrum

GFDK - Marie-Louise Abele

Gerade erst hat der Künstler und Bildhauer Ralf Ehmann den Gustav-Seitz Preis auf Schloß Trebnitz erhalten. Aufgrund seiner beeindruckenden Arbeiten möchten wir Euch gerne den Künstler Ralf Ehmann, seine Arbeiten und seine Inspirationen näher vorstellen.

Sie stehen wie zum Spalier. Das Atelier von Ralf Ehmann ist umringt von figürlichen Darstellungen und Gegenständen in Stein gehauen und Bronze gegossen. Sie sind Ergebnis und Zeugen unterschiedlicher Schaffenszeiten und ein Hinweis auf das, was einem im Inneren erwartet. Zum einen im Kiebinger Atelier, zum anderen im Inneren des Künstlers selbst, sieht er doch seine Arbeiten als gesellschaftskritische Ansichten, als Spiegel der Zeit.

Bildhauer Ralf Ehmann

Sein Atelier besteht aus mehreren Räumen. Gleich im Bildhaueratelier, wo Holzboden und Wände mit einer zarten Steinstaubschicht überzogen sind, entstehen seine Skulpturen. Bronze, Kalk- und Sandstein sowie vor allem Marmor sind seine bevorzugten Werkstoffe.

Neben dem schweren Handwerkszeug, Feilen, Hammer, Meißel, drängen sich auch hier aus früheren Schaffensperioden bildgewordene Figuren und Köpfe. Diese eigens geschaffene, plastische Welt umgibt ihn täglich, er lebt mit seinen Figuren, arbeitet unter ihren Blicken und doch ist stets reichlich Platz für das Entstehen von Neuem.

Direkt darüber, im lichtdurchfluteten Dachgeschoss, arbeitet er an seinen großformatigen Malereien, hier stapeln sich links und rechts an den Wänden gelehnt ebenfalls Werke.

In der Druckwerkstatt warten Druckerpressen und Lithographiesteine auf das Produzieren von Radierungen und Lithografien. Alles in diesem Raum hat seinen Platz, ist klar geordnet, die Schubladen sind gefüllt mit Werken. Hier ist präzises, genaues und konzentriertes Arbeiten gefragt. Die Drucke müssen punktgenau sitzen, sonst ist die Arbeit zu verwerfen, der Ehrgeiz bei dieser Technik ist in dem Raum fast zu spüren.

Kurzum: Ralf Ehmann bedient sich verschiedener künstlerischer Techniken und präsentiert damit ein reiches Oeuvre.

Warum der stete Wechsel zwischen den Kunsttechniken?

Er liebt die Abwechslung. Es tummeln sich verschiedenste Bilder in seinem Kopf, da kommen ihm die unterschiedlichen Ausdrucksebenen sehr entgegen. In immer neuen Zyklen und Serien arbeitet er sich durch seine Themen.

Alles beginnt mit einem Schlaglicht, das sich aus mehreren Sequenzen zu einem Ganzen zusammensetzt, auch in der künstlerischen Verarbeitung. Zunächst als Zeichnung, dann als plastische Figur nimmt es Gestalt an. Doch während dieser körperlichen Arbeit entsteht der Wunsch nach komplexerem Ausdruck, der sich nur auf der freien, zweidimensionalen Ebene ausarbeiten lässt.

Skulpturen von Ralf Ehmann

„Die Skulptur ist sehr kompakt, konzentriert und reduziert und lässt nur eingeschränkt das Thema verarbeiten“, sagt er. Die Arbeiten in den verschiedenen Räumen und Techniken vollzieht er parallel, je nach Tagesform und innerem Antrieb. In jedem Bereich zieht sich seine ganz eigene Handschrift durch die Werke. Die Werke, Malerei oder Skulptur, leben von Andeutungen, dem Feinsinnigen, der dichten Interpretation. Und immer wieder taucht die eine männliche Figur in den Ansichten auf, sie trägt eindeutige, autobiografische Züge.

Sind es tatsächlich Selbstporträts?

Als ein Stellvertreter bezeichnet Ralf Ehmann die Figur fast freundschaftlich. Ein Typ, der eine Botschaft trägt, der erlebt, durchsteht und am Ende hoffentlich gewinnt – an Einsicht, an Lebenskraft, an Stärke? Der Mensch ist das zentrale Motiv, das ihn seit frühen Kindheitsjahren künstlerisch begleitet. Körper, Köpfe, Paare, der einzelne Mann, immer wieder im Dialog mit der Umwelt, die ihn herausfordert.

Seine steingewordenen Figuren bewegen sich meist aus ihrem Stein heraus. Felsig-raue und glatte Oberflächen, die natürlichen und die von Hand geformten, gehen ineinander über. Damit reagiert der Künstler auf den Stein und seine Gegebenheiten. Ralf Ehmann liebt die Andeutung, die Offenheit der Interpretationen sowie der Gedankengänge, die folgen.

Seine Bronzeplastik „Kopf“ (2012) ist weitgehend ausgearbeitet aber nicht weniger offen für individuelle Interpretation. Frontal ist er nur als Gesicht auszumachen, geht der Betrachter nun um den Kopf herum, eröffnet sich sein Innenleben und zeigt einen kleinen Menschen, der sich gekrümmt liegend, ganz klein farblich vom Gesicht absetzt. Wer wohnt dort noch in ihm? Ist es das Kind im Manne, eine Idee oder einfach der Mensch, der er gerne sein möchte?  

„Zenit“ nennt er zwei Arbeiten, die er 2012 parallel als Stein- sowie Bronzefigur entstehen ließ. Eine große Figur hebt gebückt eine kleinere, die den Blick streng gen Himmel richtet, aus dem Stein empor. Sie stützt sie, hält sie, scheint ihr von der eigenen Kraft abzugeben. Obwohl sie als zwei Figuren auszumachen sind, sind sie dennoch kompakt mit ihrem Stein verwachsen.

Die Skulpturen und Bronzearbeiten geben jeweils eine Situation preis, Ralf Ehmanns Malereien dagegen haben etwas Collagenartiges, auch hier finden fremd wirkende Elemente ihren Platz, die für seine typische surreale Wirkung sorgen.

Sind die Arbeiten dem Surrealismus zuzuschreiben?

Mit dieser Einordnung ist der Künstler nicht zufrieden. Es geht ihm eher um die Bildbetrachtung, die aus verschiedenen Wahrnehmungssequenzen und –ebenen besteht. Das Surreale ist dabei nur eine Wahrnehmung. So erscheinen seine Werke als traumhaft, verwunschen.

Sie zeigen zwar Bekanntes, welches in der gesamten Bildkomposition gleichzeitig fremdartig wirkt, mitunter gar beängstigend und düster, wobei seine eher helle, klare Farbwahl anderes verspricht und im irritierenden Kontrast dazu steht.

Die Bildräume sind unklar, als malerisches Mittel verwendet er Lasuren, die übereinandergelegt Schicht um Schicht ganz eigene Raumtiefen entstehen lassen, sie überlagern sich und das Gefühl der Unwirklichkeit wird noch durch ungleiche Proportionen der Bildmotive verstärkt. Es wird das zum Bild, was verbal nicht erfasst, geformt oder zum Ausdruck gebracht werden kann und so treffen auch mal mehrere Themen und Kopfbilder im Werk aufeinander.

Ralf Ehmann nutzt viele Gegenstände mit symbolischem Charakter, wie ein kokon-, larvenartiges Gebilde. Ein organisches Ding, das im Werden ist, das reifen muss, annehmen und wachsen? So manches Mal erscheint es beziehungslos im Raum, abgegrenzt von allem anderen und doch sehr groß, präsent.

Ebenso wichtig ist Ralf Ehmann in jüngeren Werken das Motiv der Waage. Es ist das menschliche Abwägen, das Bewerten und Einordnen, das er in seinem Werk „Die Gerechten“ (2010) thematisiert und als Malerei und Radierung gleichzeitig entstehen ließ. Es zeigt den Stellvertreter am Rande einer der Waagschalen, den Abgrund hinunterblickend.

Im Bildvordergrund fällt sein nackter Gegenpart bereits hinab, ein anderer liegt gekrümmt in der gegenüberliegenden Schale. Der düstere, rote Himmel öffnet sich fernab mit ersten hellen Sonnenstrahlen – oder zieht er sich zu? Jeder der Protagonisten ist sich selbst überlassen, hilflos seinem Schicksal ausgeliefert.

Und schon drängen sich Fragen auf wie „Hat er ihn gestoßen?“ oder gar „Sind hier nicht mehrere Zeitebenen zeitgleich zu sehen?“ So wäre zum einen das erste Abwägen mit dem Blick noch unten zu sehen, dann das „Nackte-mit-sich-Ringen“ liegend in der Schale und schließlich der Sprung, der Sturz ins Ungewisse.

Die Landschaften, die seine Protagonisten umgeben, sind irritierend. Gebirge und der einzelne Berg, als kaum zu überwindendes Hindernis, finden sich in all seinen Kunstbereichen wieder. Aus dem Nichts schießen plötzlich Hochhäuser aus dem Boden wie seinem Werk „Träumer“ (2010), in dem Stacheldraht schmerzlich das Sehen unterbindet. Graue, triste Häuserwände und gleichermaßen triste Gesichter gibt „Die Straße“ (2005) preis, dabei stellt er dem Grau ein starkes Gelb als Kontrast gegenüber. Es geht ihm um Abgrenzung, Verknüpfung und Verbindung.

Ralf Ehmann scheint seine Bilder im Werden spüren zu wollen. Die schweißtreibende, kraftvolle Arbeit an den Skulpturen und Objekten sowie die Anstrengung an der Druckerpresse sprechen für sich. Gleiches lässt sich auch in seiner Malerei entdecken. Ehmanns Bilder sind stets von einer kraftvollen Bewegung, einer aufregenden Dynamik und einem starken Duktus begleitet.

„Ich bin nicht der stille Typ“, sagt er, der seinem Gegenüber im Gespräch sehr ruhig begegnet. So sind es wohl die inneren, lauten Szenerien, die ihn unruhig antreiben. Die Arbeiten, Malerei oder Skulptur, leben von Andeutungen, dem Feinsinnigen und schließlich der dichten Interpretation.

Titel haben bei Ralf Ehmann einen hohen Stellenwert. Zunächst entstehen Arbeitstitel, die im Laufe der Schaffenszeit auch Veränderungen unterliegen können. Er sieht sie als Fingerzeig, eine Handreichung des Künstlers an seinen Betrachter und gleichzeitig die Aufforderung zur individuellen Begegnung. Dieser wiederum sucht nach Antworten, nach eigenen Wegen des Verstehens, nicht ohne die Irritation, die ihn bei der Suche durch die Bildräume stets begleitet.

Marie-Louise Abele, Freie Journalistin, Reutlingen

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27.08.2016 universelle Projektionen

GFDK Redaktion

Die Lebens- und Studienstationen von Suzanne Levesque erstrecken sich von Luxemburg über Hamburg, Wien, New Haven, Baltimore bis New York. 

Die kreative Seite von Suzanne Levesque wurde seit ihrer Kindheit von der familiären Seite her unterstützt, die Großmutter ist selbst Malerein, beide Eltern sind Musiker. Die ersten entstanden Zeichnungen zeigen Kindergesichter, ein bis heute bearbeiteter Fokus im Werk. Das Studium der Malerei absolvierte sie in Hamburg und Baltimore, schon während des Studiums wurden erste Einzelausstellungen mit ihren Arbeiten realisiert.   

"Eigentlich wollte ich Ärztin werden. Aber ich hatte kein großes Latinum. Also dachte ich: Wenn ich medizinische Zeichnungen machen würde, dann könnte ich beide Vorlieben miteinander verbinden. Ich habe aber bald gemerkt, dass es mir nicht um das reine Darstellen ging." Ihr Interesse an einem Grenzgang führte dann dazu, dass sie Krankenhäuser besuchte und dort Verstorbene zeichnete. "Ich wollte wissen, wie es ist. Die Präsenz, die irdische Schwere und Körperlichkeit ohne Regung erleben. Es war sehr friedlich, weil es etwas Abgeschlossenes hatte."
Im nächsten Schritt wollte sie erfahren, "was passiert, wenn ich ihnen auf dem Papier wieder Menschlichkeit einhauche." 

Zeichnungen und Ölbilder von Suzanne Levesque


Seit diesen ersten tiefgreifenden Erfahrungen kreisen die Zeichnungen und Ölbilder von Suzanne Levesque weiterhin um Gesichter, verwundbare, schutzlose Körper, meist von Kindern, bei denen weder Alter noch Geschlecht bestimmbar sind. Sie scheinen im Raum zu schweben, ziehen sich durch das Bild, ohne Raumkomposition.
Die lasierende malerische Vorgehensweise scheint dem Motiv gut angepasst. Die Farbpalette ist begrenzt, es ist keine Grisaille-Malerei, die Farben Grün, Gelb und Blau werden spärlich eingesetzt.

Die Arbeiten von Suzanne Levesque sprechen eine sehr eigene Sprache und bringen mit ihren Phantasmen eine empfindliche, verstörende  Saite beim Betrachter zum Klingen,  "ein blankes Feld für universelle Projektionen", wie es die Künstlerin selber nennt.

 Zu sehen ab 1. September bis 24.9.2016 in der

Galerie Pfundt

Knesebeckstraße 89
10623 Berlin / Charlottenburg

Tel.: 030 – 327 66 500
mobil: 0179 – 395 77 29
 
info@galerie-pfundt.de

Mi-Fr 13-18 h / Sa 10-14 h

Suzanne Levesque


1983            geboren in Luxemburg
bis 2005      Lyme Academy College of Fine Arts
2010 - 11    Maryland Institute College of Art, Baltimore
2006 - 12    HAW, Hamburg
2013           Elysee-Preis für Malerei

Ausstellungen in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den USA

Ausstellungen von Suzanne Levesque

 

 
 
 
2016
 
 
 
 
 

Galerie Pfundt - zum Gallery Weekend Berlin
Galerie Goethel, Hamburg

 
 
 
 
 
 
2015
 
 
 
 
 

kiddo, Atelier Xylos, kuratiert v. Franz Chavanne (solo) (Katalog)
Wunderkind, Mozarteum, Salzburg (solo)
The Daily Moods of Suzanne Levesque - Herr Beinlich, Bielefeld (solo)

 
 
 
 
 
 
2014
 
 
 
 
 

Atta Girl!, Fabrik der Künste, Hamburg, Germany (solo) (Katalog)

 
 
 
 
 
 
2013
 
 
 
 
 

Lichtwark Edition, Suzanne Levesque, Lichtwark Haus, Hamburg
LULLABIES, Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg (solo)
Holotypes, Mary'sches Haus, Hamburg (solo)

 
 
 
 
 
 
2012
 
 
 
 
 

In Gedenken der Kinder, Medizinhistorisches Museum, UKE, Kuratiert von Alexa Seewald, Hamburg

 
 
 
 
 
 
2011
 
 
 
 
 

DisOrder, Rosenberg Gallery, MICA, Baltimore

 
 
 
 
 
 
2010
 
 
 
 
 

Identity, Rosenberg Gallery, MICA, Baltimore
12x12, Mighty Tanaka Gallery, kuratiert v. Alex Emmart, NY

 
 
 
 
 
 
2008
 
 
 
 
 

Wet Paints, Hygenic Gallery, New London, Connecticut
Medizinische Studien, Amalie-Sieveking-Klinik, kuratiert von Hinnerk Bodendieck

 
 
 
 
 
 
2007
 
 
 
 
 

Gut und Böse, Haus 73, kuratiert von Frank Diersch, Hamburg

 
 
 
 
 
 
2016
 
 
 
 
 

The Best Thought I've Had, OneArtSpace, New York

 
 
 
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28.06.2016 Electronic-Punk-Rock

GFDK - Redaktion

Die Münchner Electronic-Punk-Rock-Band "Mila Masu" besteht aus vier Musikern, denen Jazz, Rockabilly und Konzertgitarre einfach nicht laut genug waren. Punk-Röhre und Frontfrau der Band Mila redet Klartext und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Die Vier haben sich gesucht und gefunden. Mila inserierte folgendes auf sämtlichen Portalen: „Sympathische Punk-Rock-Queen sucht drei hemmungslose Typen, um die Bretter der Welt zu erobern. “Mit frechen Texten, rasanten Riffs und treibenden Electronics geben die Vier neue Töne vor. A.K., Till und Mila schlossen sich im Jahr 2011 zusammen, um dem Studioprojekt "Mila Masu", mit dem damaligen Produzenten/Gitarristen Chris Gabler, auch live ein Gesicht zu geben. 2013 gesellte sich Gitarrist Leo hinzu und machte das Puzzle komplett.

Im März hat Mila Masu ihr absolutes Herzens-Album „Klartext“ veröffentlicht und sind jetzt heiß darauf die Bühnen zu rocken.

 

Neues Album Klartext

Story zum Album „Klartext“:„Sei Du selbst und lass Dich von niemandem unterkriegen!“

Wir sind direkt auf die 12, ironisch, prangern an, lachen, weinen, sprechen immer Klartext, können aber auch über uns selbst lachen. Musik ist das, was wir über alles lieben und genau das wollen wir auch an die Leute tragen. Aber macht euch am Besten selber ein Bild und hört in unser Album rein. Das könnt ihr auf allen gängigen Portalen wie itunes, amazon, spotify, ... oder bestellt euer Exemplar einfach unter www.mila-masu.de/shop

Mila Masu - Musik mit Herzblut

Mila Masu ist eine leidenschaftliche Live-Band, der man den Spaß auf der Bühne und ihr Herzblut zur Musik wirklich ansieht!

Album „Klartext“ ist seit März 2016 auf dem Markt!

Management:

bart@agentur-eam.de

Label: Into The LimeLight Records

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28.06.2016 Action und Abenteuer

GFDK - Melanie Marten

Hagen Vogels (*1988, Berlin)  Einflüsse kommen aus der Internet- und Gamerszene und deren Fankultur und -Kommunikation sowie vom Fanatismus. Angesiedelt zwischen Hochkultur und Pop portraitiert Hagen Vogel seine Helden in aufwändigsten Techniken der Ölmalerei. Lara Croft, als bekanntester Videospielcharakter der Gegenwart, wird auf großflächiger Leinwand zum Kunstwerk erhoben.

Hagen Vogel liebt gute Stories

Als Vorlage wählte Hagen Vogel das Adventure-Game aus 2013, in der Croft erstmals weniger sexistisch gestaltet und die Story von einer Frau geschrieben wurde. In diesem Spiel wird sie zur verwundbaren Abenteurerin, bildreich dargestellt von Hagen Vogel in lebensfeindlicher Szenerie mit Schiff- und Flugzeugwracks. Vogel liebt gute Stories und bringt virtuelle Charaktere in die reale Welt, u.A. mit Gemälden von Dr. Earnhardt („Far Cry“) vor seiner psychedelischen Pilz-Ernte, Citra („Far Cry“), die den Dolch entgegennimmt, und mit einem klassischen Portrait der jungen Ellie, die im Survival-Horror-Videospiel „The Last of Us“ als Einzige immun gegen den Pilzbefall der Menschheit ist.

Mit selbst hergestellten Malmitteln und feinsten Werkstoffen aus Belgischem Leinen, Schweizer Gesso-Grundierung und einem sich abwechselnden Schicht-Verfahren aus Eitempera und Harzölfarbe erarbeitet Vogel anspruchsvoll Werke, die über 500 Jahre halten bevor sie restauriert werden müssen. Die dargestellten Charaktere in ihrer typischen Umgebung hält er damit für die Ewigkeit fest.

Motive unserer Zeit

Weitere Arbeiten umfassen weltliche Motive unserer Zeit, wie das epische Captain Picard Facepalm-Meme, das als Ausdruck non-verbaler Kommunikation in die Geschichte der Internet-User eingeht. Ein von Caspar David Friedrich übernommener Schauplatz enthüllt Sven Marquardt als Wanderer und das Berghain im Nebelmeer.

Stillleben mit Gangster und Kanonen

Action und Abenteuer sind sich durchziehende Themen, darunter das romantisierte Gangster-Stillleben aus Zigarre, Knarre, Crystal Meth, Dollar-Scheinen, Herradura-Tequila und Habaneros und das Survival-Stillleben aus Rucksack, Beil, Ethanol, Tape und Feuerstarter. Im Kontrast zu Letzterem die lebensgroße Plastik einer Lidl-Tüte als Ressource eines Obdachlosen, dem Überlebenskünstler.

Hagen Vogel spiegelt die Welten die wir uns schaffen so, dass man das Abgebildete zweifelsfrei erkennt. Manche dieser Welten verblassen schon etwas, wie Papst Benedikt XVI, der als Vorgänger von Papst Franziskus die Kirche in Person verkörperte. Kurz nach seinem Rücktritt wurde er von Vogel auf riesiger Leinwand festgehalten, mit goldener Robe, aufdringlichem, goldenem Kreuz in der Faust und göttlich in den Himmel gehoben. Die Klarheit in den Bildnissen, den Farben und der Ästhetik Vogels verblasst nicht.

Über den Künstler Hagen Vogel:

1988 in Berlin geboren, in Franken aufgewachsen und für das Studium an der Universität der Künste nach Berlin zurückgekehrt. Von 2009 bis 2014 studierte er Freie Bildende Kunst u.A. bei Fritz Balthaus, Gregor Schneider und Valérie Favre. Nach einem Experiment im Stil von Georg Baselitz, bei dem Hagen Vogel ein Hitler-Gemälde schuf und damit eine Beschlagnahmung durch die Staatsanwaltschaft als sich-selbst-erfüllende Prophezeiung auslöste, wurde Vogel der Universität verwiesen. Daraufhin entstand Vogels Gemälde von Papst Benedikt XVI.

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12.06.2016 Menschen auf Zeit

GFDK - Herwig Nowak

Gila Abutalebi (geboren 1971 in Österreich), aufgewachsen in Hamm Westfalen, studierte Sprachen, Wirtschaft, Schauspiel in Deutschland, USA und Spanien. Seit ihrer Kindheit ist sie Stift und Sprache verbunden.

Die Deutsch Iranerin offeriert ein in sich homogenes aber auch heterogenes Oeuvre: die Begegnung der Kulturen, der persischen als auch europäischen. Mit einer ungeheuren geradezu deutschen Akkuratesse, schreibt sie ihre Werke und vermischt diese mit ihrem orientalischen Flair.

Dabei arbeitet sie ausschließlich mit den lateinischen Buchstaben. Die „Schrift- und Sprachkünstlerin“ visualisiert also Buchstaben, Wörter und eigene Texte mit leichten Farben wie Pigmenttinte und Acryl und arbeitet auf transparenten Materialien. Die vielfach in mehreren Schichten übereinander gelegten Werke erlangen in ihrer Mehrdimensionalität geradezu einen Schwebezustand.

Ihre Arbeiten kreisen stets um den Menschen und das Zeitgeschehen, die Emotionen und Stimmungen mit dem Ziel vielschichtige Reflexion beim Betrachter auszulösen. Abstrakt, narrativ und poetisch transportieren ihre Werke eine Leichtigkeit, auch um der Schwere des Seins mit Leichtigkeit zu begegnen. Seit Jahren konzentriert sich Abutalebi auf den Buchstaben „K“ - ihre aktuelle Serie „In Love with K – K Visuals“.

Ob kopflose Kreaturen, Kommunikation, Kettenreaktion, Kraft, Komposition, Kosmos, Kultur, Kunst, Kapitalismus, Krieg, Kommunismus, Konzentration, Kuss, Konflikt, Kreis(lauf), … - das K ist zum Held ihrer Werke geworden. Gelegentlich empfängt ihr Held auch Gäste, wie das „O“ oder andere Buchstaben, gar Wörter.

Seit 2016 hat sie einen weiteren Helden: das „M“. Titel ihrer neuen Serie: „M in Process – M Visuals“. Die erste Ausstellung in 2016 widmet sie ihrem Text „Menschen auf Zeit“, alles kreist im wahrsten Sinne des Wortes um den Menschen.

Auch hat sie ihrer Arbeit eine erweiterte Dimension in der Mehrdimensionalität geschenkt:: „das sprechende Bild“, Bild und Ton in einem. Die Vertonung von Abutalebis lyrischem Text „Menschen auf Zeit“ ist von den NOIZMAKERS aus Frankfurt produziert worden.
Gila Abutalebi lebt und arbeitet in Köln.

Herwig Nowak

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