Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

17.05.2013 Statement eines ganzen Lebensgefühls

GFDK Peter Göbel

2010 veröffentlichte die Alin Coen Band ihr Debüt-Album „Wer bist du?“, inzwischen hat es sich mehr als 30.000 Mal verkauft. Die Band ist in kleinen und großen Hallen aufgetreten, wurde mit jedem Tag bekannter. Vor mehr als sechzigtausend Fans haben sie bereits gespielt, fast jedes Konzert ihrer letzten Tour war ausverkauft.

2011 nahm die Alin Coen Band an Stefan Raabs Bundesvision Song Contest teil, spielte als Vorband von Sting und wurde mit dem deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet.

Jetzt hat die Band ihr zweites Album fertiggestellt: „We're Not The Ones We Thought We Were“. Es ist frischer und anspruchsvoller als der Vorgänger. Die Sounds sind mächtig im Klang und mutig in den Arrangements. Es klingt international, was auch daran liegen mag, dass auf diesem Album mehr englisch- als deutschsprachige Lieder sind.

Die hervorragenden Texte von Alin Coen sind Gedichte, Geschichten. Eins der Stücke, „A no is a no“, richtet sich gegen Beziehungsgewalt. Ein anderes heißt „Disconnected“ und es erzählt von der Entfremdung zwischen Menschen und den Produkten, die sie konsumieren. Es sind Themen, die den Finger in die Wunden der Gesellschaft legen.

Der Albumtitel „We're Not The Ones We Thought We Were“ kann als Statement eines ganzen Lebensgefühls gelesen werden. „Viele Leute aus unserem Publikum sind zwischen 20 und 30“, sagt die Bandleaderin Alin Coen. Die neuen Songs treffen auf Herz und Verstand einer Generation, die sich noch finden will und stetig auf der Suche ist. Und genau diese Suche spiegelt sich auch in der Musik wider: dann torkelt der Slide-Bass und der Rhythmus drängt vorwärts.

VÖ Daten

14.06.2013 Single: "A No Is A No"

28.06.2013 Album: "We`re Not The Ones We Thought We Were"

Tour Daten

21.05.2013 München, Milla

22.05.2013 Tübingen, Sudhaus

23.05.2013 Köln, Werkstatt

24.05.2013 Hamburg, Elbjazzfestival

25.05.2013 Hamburg, Stadtpark

28.05.2013 Berlin, Privatclub

14.06.2013 Mainz, Nordmole

15.06.2013 Leipzig, Völkerschlachtdenkmal

17.06.2013 Kassel, Rothenbach Halle/Hessentag

18.06.2013 Köln, Tanzbrunnen

20.06.2013 Bielefeld, Soundpark

03.07.2013 Freiburg, Zelt Musik Festival

04.07.2013 Karlsruhe, Zeltival

12.07.2013 Magdeburg, Volksbad Buckau Open Air

13.07.2013 Gera, 360 Grad

24.07.2013 Wien, Theater am Spittelberg

25.07.2013 Wien, Theater am Spittelberg

26.07.2013 Kärnten, Acoustic Lakeside Festival

27.07.2013 Ludwigsburg, Residenzschloss

06.09.2013 Berlin, IFA Sommergarten

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16.05.2013 lachen, applaudieren, jubeln, tanzen

GFDK - Birgit Enge

Dem Himmel sei Dank, es gibt noch Überraschungen!
Das Universum beweist Humor.

Wenn einer der erfolgreichsten Konzertpianisten der Gegenwart die ernste Musik ein wenig beiseite lässt, und sein Feuer an den restlichen Klängen der Welt entzündet, heißt das fürs Publikum in erster Linie: staunen, lachen, applaudieren, jubeln, tanzen!

Unverschämt musikalisch und kreativ in alle Richtungen.

Stellen Sie sich vor, Mozart trifft im Wald Piazzolla, ein kurdischer Cowboy reitet in den Sonnenuntergang, Chopin erzählt Steirerwitze, Paganini schickt Liebesgrüße vom Zuckerhut, und all das wohl temperiert zwischen Sehnsucht, Leidenschaft und überschäumender Lebensfreude.
In den Hauptrollen: Oud, Schalmei, Akkordeon, Sax, Rahmentrommel, Tuba, Gitarre, Congas, Cello, Hammond B3, Steirische Knöpferlharmonika, Violine, Cajon, Stimme und Klavier.
Beseelt durch die hochkarätigsten Musiker aller Herren Länder und deren Musikkulturen, zaubern sie einen klingenden Äther aus orientalischer Folklore, Jazz, Soul, Funk, Ethno, Austro und natürlich immer wieder Klassik.

United live.

Aber SCURDIA ist nicht einfach "nur" Musik vom Feinsten. Markus Schirmer, sein künstlerisches Alter Ego, der orientalische Oud-Meister Risgar Koshnaw und deren Freundesschar haben noch etwas ganz anderes im Sinn: Sie wollen starre Grenzen gegen neue Perspektiven eintauschen.

Nachrichten aus der Musikbranche


Durch Hinfühlen, Zuhören, Annähern entsteht in spontaner Improvisation Freches, Verblüffendes, Intimes und gibt dabei eine völlig frische Sicht auf die Musik und ihren unermesslichen Reichtum frei.
Und so zieht diese kunterbunte Virtuosenbande los, erobert spielerisch Neuland, bis Vielfalt plötzlich als Einheit gelebt, und scheinbar Unvereinbares in fröhlicher Selbstverständlichkeit zelebriert wird.

Wäre die ganze Welt wie SCURDIA, dann…

Markus Schirmer/Österreich – Klavier

Risgar Koshnaw/Irak – Oud, Gesang

Mario Berger/Österreich - Gitarre


Marina Bkhiyan/Armenien – Violine

Jon Sass/USA – Tuba,


Christian Bakanic/Österreich - Akkordeon, Steirische, Cajon


Sophie Abraham/Niederlande - Violoncello


Franz Kreimer/Österreich - Hammond B3

Hussein Zahawy/Irak (Kurdistan) – Daff

Toti Denaro/Italien – Percussion

Kiril Kuzmanov/Mazedonien – Saxophon, orientalische Klarinette

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13.04.2013 Sie studierte Journalistik und Arabistik

GFDK - Tobias Häuser

Die Limburger Regionalkorrespondentin Sabine Brütting (31) hat am 11.4. 2013 in Frankfurt den Kurt-Magnus-Preis der ARD erhalten. Mit ihr wurden vier weitere junge Radiotalente ausgezeichnet: Den ersten Preis, dotiert mit jeweils 6000 Euro, teilen sich Martin Seidemann (NDR) und Johannes Nichelmann (rbb). Den dritten, mit 4000 Euro dotierten Preis, erkannte die Jury Verena Klein (SR) zu.

Den vierten Preis, dotiert mit jeweils 3000 Euro, teilen sich Oliver Neuroth (SWR) und Sabine Brütting (hr). Den zweiten und fünften Preis vergab die Jury nicht. Ihr gehörten in diesem Jahr Gerold Hug (Hörfunkdirektor des SWR), Joachim Knuth, (Hörfunkdirektor des NDR und Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission) sowie Heinz Sommer (Hörfunkdirektor des hr und ständiger Jury-Vorsitzender Kurt-Magnus-Preis) an.

Sabine Brütting, geboren und aufgewachsen in Augsburg, studierte Journalistik und Arabistik an der Universität Leipzig. Bereits während ihres Studiums volontierte sie beim MDR und arbeitete als freie Mitarbeiterin für den BR. Seit Februar 2012 ist sie Regionalkorrespondentin des Hessischen Rundfunks in Limburg. Aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse des arabischen Raums hat sie für den hr im September 2012 eine ausgedehnte Reportagereise in die syrischen Flüchtlingslager unternommen.

„Besonders imponiert Sabine Brütting mit ihrer Fähigkeit, im Korrespondentengespräch lebendig und anschaulich in schwierigen Situationen direkt vom Ort des Geschehens zu berichten“, so die Jury, „ob von der Grenze zwischen Jordanien und Syrien oder nach einem Flugzeugabsturz in der Wetterau.“

Der Kurt-Magnus-Preis der ARD wird in diesem Jahr zum 51. Mal verliehen. Der Hörfunk-Nachwuchsförderpreis der ARD, einer der bedeutendsten Hörfunkpreise in Deutschland, wurde zu Ehren des Rundfunkpioniers Kurt Magnus in dessen Todesjahr 1962 gestiftet.

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14.03.2013 Eine Hommage an Marlene Dietrich

Jörg Himmrich - 3 Bilder

Jean Cocteau sagte: "Marlene Dietrich, dieser Name beginnt wie eine Zärtlichkeit und endet mit einem Pauckenschlag."

Einem Millionenpublikum wurde Julia Horvath durch ihre Rolle «Dana Castellhoff» in der ZDF Serie «Alisa- Folge Deinem Herzen» sowie dem Nachfolger «Hanna» bekannt. Sie spielte in Wien die Hauprolle u.a. in «The Rocky Horror Show», «Grease», «Non(n)sens» und «Keep Cool» mit Marco Rima. Im Kino sah man sie in «Joe und Max» mit Til Schweiger und mit Jean Claude Van Damme in «Until Death», «Shortcut to Hollywood» mit Markus Mittermaier sowie dem Horrorthriller «Bella Kiss». Im deutschen TV kennt man ihr Gesicht aus Serien wie «Hallo Robbie», «Klinik im Alex», «Kommisar Rex», «Der Winzerkönig» und «Der Tote auf dem Eis» neben Manfred Zapatka. Bei den Störtebeker Festspielen liebte sie als weibliche Hauptrolle Klaus Störtebeker.

Mit ihrem Programm «Marlene Unplugged» erweckt die Schauspielerin und Sängerin Julia Horvath das deutsche Liedrepertoire von Marlene Dietrich in eigener Interpretation zu neuem Leben. In dem Theaterstück «D' Illusion» spielte der Star aus Film und Fernsehen in New York City die junge Marlene Dietrich. Die Gegensetze dieser unvergessenen Ikone faszinieren sie bis heute. Sämtliche Lieder wie z.B. «Nimm Dich in Acht vor Blonden Frauen», «Lilli Marlen», «Die Fesche Lola», «Ich hab noch einen Kopfer in Berlin», «Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt» wurden von ihrem musikalischen Begleiter Zarko Jovasevic für klassische Gitarre neu bearbeitet. Geschichten und Zitate über Hollywood, Hemingway und preußsische Disziplin werden mit einem Augenzwinkern erzählt.

 

Ein Konzert der besonderen Art.

Show oder Konzert mit Erzählung in deutscher oder englischer Sprache buchbar.

 

Pressekontakt:

Jörg Himmrich Entertainment

Ansprechpartner: Jörg Himmrich
Südring 42, D- 32257 Bünde

Tel.: 05223 940 26 69
Handy: 
0157777 63 133

E-Mail: info@joerghimmrich.com

 

Booking und Information:

Jörg Himmrich Entertainment

Ansprechpartner: Jörg Himmrich
Südring 42, D- 32257 Bünde

Tel.: 05223 940 26 69
Handy:
0157777 63 133

E-Mail: info@joerghimmrich.com

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26.02.2013 die Realität hinter der Realität

GFDK - Norbert Schäfer - 8 Bilder

Menschen und Natur ziehen sich wie ein roter Faden durch Schäfers Fotografie. Die Motive spielen dabei meist nur eine Nebenrolle: Sie dienen als Ausgangspunkt für ausgedehnte und oft ungewisse Expeditionen in die Realität hinter der Realität.

Als Künstler fasziniert Schäfer die Darstellung von Bewegung und Zeit und das grenzenlose Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Seine PhotoArt war schon immer das Ergebnis unterschiedlicher Bewegungen von Sujet und Kamera. Die vielschichtigen Motive spielen mit Realität und Abstraktion. Durch Schichtungen und Überlagerungen entstehen weniger klassische Fotos, sondern Gemälde aus Licht.

Wie sehen wir? Und wie viel hat das Bild in unserem Kopf mit der Realität zu tun? Diese Fragen haben Schäfer schon immer interessiert. Den Anstoß, eine künstlerische Antwort darauf zu finden, gab das Foto Touch of Red, aufgenommen vor 30 Jahren in Paris.

Worum geht es? Der Mensch sieht in Wirklichkeit selektiv. Nur einen winzigen Ausschnitt unseres Gesichtsfeldes sehen wir scharf. Die Augen machen gewissermaßen eine Kamerafahrt, und das Gehirn setzt viele Einzelbilder zu einem Gesamteindruck zusammen. Unser Bild im Kopf ist also kein korrektes Abbild der Wirklichkeit, sondern immer eine Interpretation der Realität durch unser Gehirn. Mit seiner PhotoArt versucht Norbert Schäfer, diesen Prozess der Bildverarbeitung im Gehirn wieder zurück zu spulen; all die “Blind Spots”, die Unschärfen und Bewegungen wieder sichtbar zu machen.

Zwar bleiben der “magische Moment” und die Fähigkeit (und das Glück), das richtige Motiv zu erkennen und festzuhalten, die Grundlage für jedes gute Foto. Dennoch spielen dem Fotografen die heute verfügbaren technischen Werkzeuge natürlich in die Hände. Computer und Software eröffnen faszinierende Möglichkeiten: ästhetische Überhöhungen banaler Motive, übersteigerte Farbwirkungen oder Schichtungen unterschiedlicher Wirklichkeiten und Zeitebenen. So kann Schäfer fast wie ein Maler mit Farbe, Licht und Formen agieren.

Seit Touch of Red ist die PhotoArt ein faszinierendes Spielfeld für Fantasie und Experimentierfreude des Düsseldorfers. "Bei der Entstehung der Bilder ist der Zufall ein mächtiger Verbündeter, auf den ich mich immer wieder gern verlasse", sagt Schäfer. "Ein Beispiel sind die Tiermotive aus der Urban Animals-Reihe, die ich ganz neu für mich entdeckt habe. Ohne die zufällige Begegnung mit einem Großwildjäger und intensive Einblicke in seine faszinierende Welt wäre es wohl nie dazu gekommen." Jetzt tummeln sich Steinbock & Co in urbanen Straßenschluchten und geben den New York-Impressionen des Künstlers eine neue überraschende Dimension.

seine aktuelle Ausstellung läuft vom 28.2. bis 21.4.2013

Über Norbert Schäfer

Norbert Schäfer ist seit 30 Jahren als Künstler und Porträt-Fotograf erfolgreich. In seinen Studios in Düsseldorf und auf Mallorca arbeitet er außerdem als Werbefotograf für renommierte Unternehmen und Marken.

Mehr Infos: www.photoart-dus.de

 

Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-19 Uhr, Sa. 12-17 Uhr

 

Norbert Schäfer PhotoArt

Heerdter Lohweg 226 b

40549 Düsseldorf

info@norbertschaefer.com

 

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24.02.2013 Runter vom Hügel rein in den Club

GFDK - ACT Music - 3 Bilder

Man wird Michael Wollny und Eva Kruse sicher nicht zu nahe treten, wenn man feststellt, dass Eric Schaefer in Michael Wollny’s Trio [em], „Deutschlands kreativstem Jazztrio" (Kulturspiegel), am deutlichsten für das Pop-Element und die humorvollen Untertöne steht. Seine „kompromisslose Vitalität in völlig verschiedenen Richtungen wie freie Improvisationen und klassische Komposition, Punk und vielfältige Folklore, neue Musik oder Minimal Music, Pop und Elektronik“ (Neue Zürcher Zeitung) hat der Berliner Schlagzeuger außer mit [em] bereits in den verschiedensten Bandprojekten unter Beweis gestellt, von „Soulmate“ und „Henosis“ bis zu „Johnny La Marama“ und dem Arne Jansen Trio. Stets nutzt Schaefer die ganze Palette der jüngeren Musikgeschichte und sein mit teilweise selbstgebauten Perkussionsinstrumenten und Elektronik ergänztes Drumset, um ein ganz persönliches Klang-Amalgam zu erschaffen, was ihn laut Die Zeit zu einem "der heimlichen Zentralgestirne in der […] deutschen Jazzszene“ macht.

Trotzdem ist es eine Überraschung, was sich Schaefer für sein erstes eigenes ACT-Album ausgesucht hat: Mit „Who is afraid of Richard W.?“ nimmt er sich den umstrittensten und monumentalsten aller Opernkomponisten vor. Richard Wagners 200. Geburtstag ist da nur der Anlass, die Gründe liegen tiefer: „Ich habe mich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte rückwärts gehört“, erklärt Schaefer. „Zuerst spielte ich Ravel und Debussy im Orchester, dann entdeckte ich Mahler und über ihn habe ich schließlich bei Wagner viele Dinge gefunden, die ich eigentlich schon kannte, aber erstmals bei ihm mit dieser Durchschlagskraft gehört habe. Vor allem in die Vorspiele habe ich mich zuerst verliebt: Lohengrin, Tannhäuser, Tristan und Isolde.“ Wobei die Verbindung streng genommen bereits viel früher hergestellt worden war: „Als Kind habe ich ,What‘s Opera, Doc?' geliebt: ,Der Ring‘ in zehn Minuten mit Bugs Bunny und Elmer Fudd im Zeichentrickformat – wenn man solch einen kleinen humoristischen Hau weg hat und dennoch mit Liebe zur Sache dabei ist, dann kann man die Walküre so interpretieren wie wir das hier gemacht haben“, erzählt Schaefer schmunzelnd. In der Tat ist der gelegentlich aufflackernde Humor von „Who is afraid of Richard W.?“ ein Mittel, durch welches das grotesk Monumentale eine Nahbarkeit und Alltagsrelevanz gewinnt.

„Wagner ist natürlich ein wahnsinniges Gewicht, ein Gigant, ein Titan, der da auf einen zurollt. Bei dessen Gesamtkunstwerk wurde von Nietzsche über Adorno und Thomas Mann bis Jonathan Meese um die Deutungshoheit gekämpft. Und da komme ich mit meiner Jazz-Affinität. Und gerade der Jazz ist ja auch subversive Musik, die Totalitäres bricht. Von dieser vom Maximalismus befreiten Perspektive aus kann man einen neuen Standpunkt generieren, der Wagner wieder möglich macht“, befindet Schaefer.

Und nicht nur das, die Variabilität des aktuellen Jazz, für die auch ein Eric Schaefer steht, holt Wagner direkt in die Gegenwart, vom Bayreuther Hügel rein in den Club. Denn der Dub-Step-, HipHop- und Elektronik-Liebhaber Schaefer stellt die Opernthemen des Gesamtkunstwerk-Romantikers in einen groovenden Kontext. „Das war für mich ganz natürlich und einfach,“ erzählt Schaefer, „denn die Melodien sind so flashy, dass mir sofort Ideen kamen, wie ich sie und die ihnen innewohnenden Emotionen und Dramaturgien umsetzen kann.“ Schon im einleitenden „Prelude“ also wabert die Orgel, malt ein Synthesizer Sphärenklänge, thront eine helle, hallige West-Coast-Jazz Trompete über dem Geschehen. Munter im Psychedelic-Sound der Seventies geht es auch beim „Lohengrin-Vorspiel“ zu, dem Schaefer selbst mit langsam rollendem, federnden Schlagzeug den Takt vorgibt. Die Walküren wiederum reiten wie später auch „Nietzsche In Disguise“ im heavy Dub-Groove heran und auch Siegfried rüstet sich mit Reggae zum Kampf. „Isoldes Liebestod“ und auch Tristans Trauer werden zu chilligen, perkussiv durchgerüttelten Balladen.

Mit dem jungen britischen Trompeter Tom Arthurs (der bereits dreimal den BBC Jazz Award gewann), dem Keyboarder Volker Meitz und dem Avantgarde-Bassisten John Eckhardt hat Schaefer ein dafür offenkundig ideales Quartett zusammengestellt, das er selbst am besten mit dem nötigen Enthusiasmus vorstellt: „Wir kommen aus ganz unterschiedlichen Ecken. Tom ist tief in der Jazztradition verwurzelt, so spielt er etwa mit John Taylor oder Fred Hersh. Er hat diese unfassbare Melodiösität, diese Sensibilität und auch den Humor, um diese tausendmal gehörten Melodien so spielen zu können, dass sie frisch klingen. Volker nimmt mit der Orgel eine Schlüsselstellung ein, weil sie das Orchester und das Monumentale darzustellen in der Lage ist wie kein zweites Instrument. Er kommt aus der Club-Richtung, aus der feinen, souligen, groove-orientierten Ecke, hat mit Sonar Kollektiv gearbeitet und Remixes von 4hero gemacht. John wiederum ist ein gefragter Bassist der Neuen Musik, der etwa im Ensemble Modern, beim Klangforum Wien oder der musikFabrik NRW selbst schon Erfahrungen gesammelt hat, klassisch romantische Musik in einen aktuellen Kontext zu stellen.“

Wenn Schaefer konstatiert: „All das ergab für mich eine reizvolle Mischung“, dann ist das eine mächtige Untertreibung. Selten klang Klassisches so frisch, nie hat einer zugleich den Monumentalismus und die zartesten Regungen in Wagners Werk so spannend wie lässig bewältigt – dank des überzeugenden Konzepts, das den alten Meister mit Infusionen vom Progrock und New Wave bis zu Ambient und Dub neu belebt: Willkommen im Club, Herr Wagner!

 

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23.02.2013 Lindseystomp

GFDK - Kai Manke - 3 Bilder

Die junge und erfolgreiche Amerikanerin Lindsey Stirling bricht mit vielen Konventionen und vereint damit die unterschiedlichsten Musikgenres - Ihr Debütalbum erschien am 08.02.2013 bei Universal Music.

Hinter der Violinistin und Choreographin Lindsey Stirling verbirgt sich eine außergewöhnliche Künstlerin. Mit ihrer atemberaubend individuellen Mischung aus klassischen Kompositionen, modernen DubStep-Rhythmen und progressiven Tanzeinlagen hat die 26-Jährige nicht nur ein eigenes Genre erschaffen. Sie verbindet zudem auf vollkommen neue Weise die Tiefe von E-Musik und künstlerischer Tanz-Performance mit der Leichtigkeit moderner Pop- und Clubmusik.

Lindsey Stirling wuchs in einfachen Verhältnissen in Gilbert/Arizona auf, wo sie bereits als Kind aufmerksam den Klassik-Platten ihres Vaters lauschte. Im Alter von fünf wünschte sie sich eine Violine, für Unterricht fehlte aber das Geld. Ihr zweites Interesse galt dem modernen Tanz, dessen technische Grundzüge sie sich über Lehrvideos im Internet beibrachte. Ihr überbordender Enthusiasmus überzeugte die Eltern schließlich, in ihre künstlerische Ausbildung zu investieren. Bereits als Teenager begann Lindsey, ihr Instrument auch außerhalb üblicher Klassik-Kontexte auszuprobieren. Mit ihrem Spiel, das ebenso mutig wie kontrolliert, expressiv wie geschmeidig ist, gewann Lindsey Stirling zahlreiche Preise.

2007 etablierte sie mit 'Lindseystomp' ihren eigenen YouTube-Kanal, auf dem sie ihre kraftvollen Kompositionen zwischen Klassik und DubStep mit progressiven Tanz- und Performance-Videos verknüpfte, bei denen sie größtenteils selbst Regie führte und deren Choreographien sie entwarf. Zügig entwickelte Lindsey sich zum Internet-Phänomen und zu einer der meistangesehenen Künstlerinnen auf YouTube: 'Lindseystomp' zählt aktuell mehr als eine Million Abonnenten, ihre Videos wurden insgesamt über 208 Millionen Mal angeklickt

Das im September erschienene Debütalbum "Lindsey Stirling" erreichte Platz 1 der US-Dance- und Platz 2 der US-Klassik-Charts – ein Spagat, der noch keinem Künstler zuvor gelungen ist.

Nach ihrer bereits im Vorfeld ausverkauften Clubtour sind neue Live-Daten für Mai in Planung.

 


 

 

Kai Manke
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19.02.2013 auf den Pfaden deutscher Dichtung

GFDK - Uwe Kerkau Promotion - 5 Bilder

Waren es auf dem Vorgängeralbum "Lieder und Liebe und Tod" vor allem deutsche Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschreiben sich die beiden Musiker nun ganz dem Geist der Romantik, denn hier finden sie ihre spirituelle Heimat.

Ein Lebensgefühl, das im Wandel der Zeiten in seinem Wesen doch dasselbe geblieben ist. Und so trägt Bobo die Gedichte von Friedrich Rückert, Conrad Ferdinand Meyer oder Joseph v. Eichendorff auf den Flügeln ihres klaren und kraftvollen Gesanges in unsere heutige Zeit.Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte

Sebastian Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bass und Metallinstrumenten einen magischen Soundtrack zu diesen Liederseelen. Denn jedes Lied hat eine Seele. Und sie wird manchmal, irgendwann, wieder geboren.

Die Seelen der Lieder wandern, sie tragen schwer, sie gründen tief und erheben sich doch zuletzt. Ihnen haben sich Bobo und Herzfeld an die Fersen geheftet und nähern sich ihren Sehnsuchtsgründen auf völlig eigenständige Weise. Dabei klingen ihre Vertonungen so bekannt und vertraut, als seien sie in den Gedichten schon seit jeher verankert. Sie stellen sich den starken Gemütsempfindungen, geben der Sinnlichkeit nach und erfinden neu, ganz wie die Poeten, deren Texten sie sich gewidmet haben. Ihrer musikalischen Umsetzung haftet ein Zauber der Zeitlosigkeit an. Indem sie dem Klang der Worte lauschen, reflektieren und entwickeln sie eine berührende und intensive musikalische Poesie.

Herzfeld gestaltet sein Instrumentarium, insbesondere das Klavier, mit phantasievollen Präparationen immer wieder neu. Bobos klare und aufrichtige Stimme trägt die Melodien, denen es gelingt, Altbekanntes, Vertrautes zu finden, und Neues, Unentdecktes als Ahnung, als Schwingung hörbar zu machen. So können sie es sogar riskieren, das wundersam schwere "Ich bin der Welt abhanden gekommen" von Friedrich Rückert, das wir als Lied von Gustav Mahler kennen, neu zu vertonen. Und das Wagnis gelingt in aller Schlichtheit.

Bobo und Herzfeld erwecken die Lieder und Texte zu neuem Leben, geben ihnen ihre Magie zurück, lassen sie schwingen. Uns schenken sie eine Ahnung von Tiefe. Wir wollen lauschen.

 

Bobo wuchs in Sachsen Anhalt als Tochter eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin mit Chorälen und Liedern der Romantik auf, bevor sie Singer/ Songwriter, Bands und ihre eigene Leidenschaft für das Singen entdeckte. Später studierte sie in Weimar Gesang und zog dann nach Berlin, wo sie ihre Band Bobo in White Wooden Houses gründete, die mit ihrem melodiösem Gitarren Pop bald bekannt wurde. Zahlreiche Konzerttourneen, weitere Alben und Kollaborationen mit verschiedensten Künstlern gaben ihrer stimmlichen Vielseitigkeit immer wieder neuen Ausdruck, international ist ihre Stimme als Rammsteins Engel bekannt. In den letzten Jahren entdeckte sie ihre Liebe für deutsches Liedgut, mit dem sie auf sehr eigene Weise eine Brücke zu ihren musikalischen Ursprüngen schlägt.

Der aus Halle/Saale stammende Sebastian Herzfeld lernte als Kind mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenenJazz Bands. Später studierte er an Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Bass. Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnliche Rhythmen. Im Laufe der Jahre wandte er sich dann immer mehr der Komposition von Theater - und Filmmusik zu. Als jahrelanger musikalischer Leiter des "Neuen Theater" und als Gast an vielen Theatern Deutschlands, ua. des Berliner Ensembles, komponierte er zahlreiche Schauspielmusiken, die von seinem unverwechselbaren Sound auf dem präparierten Klavier, das er oft gleichzeitig zum Harmonium spielt, geprägt sind.

Bobo und Herzfeld verbindet eine jahrelange musikalische Freundschaft, die einst in einer Band in Halle begann und sich viele Jahre später zu dem gemeinsamen Herzensprojekt "Lieder von Liebe und Tod" entwickelte, bei dem die beiden Musiker ihre musikalischen Wurzeln ausgruben und Volkslieder und Texte der Romantik neu vertonten, wofür sie 2008 den Deutschen
Weltmusikpreis bekamen.

 


Live:

23.02.2013 Dresden, Dreikönigskirche

24.02.2013 Leipzig, Nato

01.03.2013 Berlin, Sophienkirche  (Record Release)

10.03.2013 Köln, Stadtgarten

07.04.2013 Stralsund, Kulturkirche

 

 

UWE KERKAU PROMOTION

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Hammermühle 34 D-51491 Overath

www.uwe-kerkau-promotion.de

 

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17.02.2013 jung, blond und blauäugig

GFDK - Universal Music - 5 Bilder

Irgendwie kommt man von der Vorahnung nicht los, dass uns hier das wohl unbeschwerteste Album des Frühjahres 2013 ins Haus steht. Dass hier eine Künstlerin im Anmarsch ist, der schon jetzt so viele erliegen, dass man sich – auch so eine Art von Leslie Clio – über das Morgen nicht den Kopf zerbrechen muss.

Irgendwie ist sie eine Herzenfängerin. Auf der Bühne, wo sie bei Joss Stone oder Michael Kiwanuka zeigt, dass sie mehr ist, als der „Support“-Act. Auf ihren eigenen Konzerten und Festivalauftritte. Mit einem Video zu ihrer ersten Single „Told You So“, das bereits mehr als 1.000.000 mal allein auf youtube angeschaut wurde und eine Künstlerin zeigt, die weder Angst vor offen gelegten Gefühlen noch vor klaren Ansagen hat. Mit bereits über 500 Plays für die aktuelle Single „I Couldn’t Care Less“ jede Woche im Radio.


Es brodelt gewaltig um Leslie Clio, die weder Angst vor offen gelegten Gefühlen noch vor klaren Ansagen hat. Doch wenn man sie fragen würde, was dieser steigende Druck auf dem Aufmerksamkeitskessel mit ihr macht, sie würde wahrscheinlich antworten: „I Couldn't Care Less“ und weiter einfach vor Freude in die Luft springen. Wir machen mit!

 

Leslie Clio

Jetzt nur nicht zu clever erscheinen. Nicht dumm aber auch nicht zu clever. Das wäre fatal - und unnötig. Sie ist jung, blond und blauäugig. Ihr Soul ist blauäugig. In diesen grossen, blauen Augen spiegelt sich das Staunen über unser irdisches Dasein. Sie haben schon mehr gesehen als die ihrer Altersgenossen. Leslie ist eine Reisende; ihr gehört die Welt, denn sie lässt sich nicht aufhalten.

Das glaubt einem keiner. Man kann das Gebot der Stunde gar nicht überstrapazieren. Nicht zu clever erscheinen. Nicht zu dick auftragen. Die Realität ist prall genug. Nehmen wir zum Beispiel die Pop-Nation schlechthin, Großbritannien. Die liebt den leichten Anflug von mangelnder Perfektion. Das Publikum ist misstrauisch, wenn die Dinge zu slick erscheinen. Lieber klammert es sich an die Illusion von Unbekümmertheit. So erklärt Dusty Springfield, in den Sixties die Queen des so genannten “Blue-Eyed Soul”, dass sie bis heute nur als Interpretin bekannt ist. “Ich dachte, Credits in Anspruch zu nehmen, wäre nicht förderlich für meine Glaubhaftigkeit als kleine, unschuldige Sängerin.”

So etwas kann Leslie nicht passieren. Trotz aller Bewunderung für die klassischen und modernen Stimmen des Souls hat sie sich bereits vor der Produktion für einen ganz eigenen Weg entschieden, und der führt an allen Stereotypen vorbei. Leslie macht kein Geheimnis aus ihrer Selbstermächtigung und vertraut lieber Nikolai Potthoff als einer Armada von prominenten Produzenten und Co-Autoren. Zusammen haben Leslie und Nikolai über viele Monate hinweg einen musikalischen Kosmos ausgestaltet, der seinesgleichen sucht. Im selben Moment leicht und dennoch gehaltvoll, brilliert die facettenreiche Produktion mit Beats und Sounds, die man in dieser Form noch nicht gehört hat. Auffallend ist die konzentrierte Einfachheit, die transparenten Arrangements und das urbane Setting - Referenzen an freundlicheren Post-Punk und dunkleren Trip-Hop sind hier ebenso in homöopathischer Dosierung zu finden wie die Spuren der älteren und jüngeren Soul-Geschichte. Als hätten sich die beiden eingeschlossen, mehrere geschmackvolle Plattensammlungen eingedampft und daraus pure Magie destilliert.

Im Kern scheinen alle Songs von grossen Gefühlen zu handeln. Mad Drama! Doch das wirkt nur so. “In meinen Liedern reflektiere ich einfach, was mich beschäftigt,” behauptet Leslie und zieht die Stirn in Falten, wenn sich jemand erdreistet, noch mal nachzufragen. Warum gerade das Scheitern der Liebe eine so grossen Raum bei ihr einnimmt? Ist doch klar: “Negative Gefühle verlangen einfach nach einem ganz anderen Maß von Verarbeitung.” Und als ein Paradebeispiel dafür, wie sich Niederlagen in einen Triumph verwandeln lassen, kann ihr Song “I Couldn’t Care Less” gelten. Die Botschaft lässt sich mit einer modernen Zen-Haltung vergleichen und ambitionierte Feuilletonisten finden darin vielleicht sogar das philosophische Konzentrat einer ganzen Generation. Nach eigenen Angaben will uns aber Leslie damit nur verraten, dass wir “den ganzen kleinen, alltäglichen Dramen des Alltags auch mal den Mittelfinger zeigen müssen, weil man sich oft, ohne dass man es will, von wahnsinnig unwichtigen Dingen verrückt machen lässt.”

Im Überwinden der uralten, längst überkommenen Dichotomie zwischen Kopf und Herz versöhnt Leslie Clio die vermeintlichen Gegensätze zwischen Mainstream und guten Geschmack. Musik und Texte mögen intelligent erscheinen, möchten aber auch einfach “nur gefallen”. Dahinter steckt weniger Berechnung als ein Bedürfniss. Erfolg akzeptiert Leslie nur zu ihren eigenen Bedingungen. Und ihr größter Erfolg präsentiert sich ihr bereits vor der ersten Veröffentlichung. Sie bleibt, wer sie ist. Und sie singt, was sie will. Für Leslie Clio soll die Musik sprechen, denn aus der Musik spricht Leslie Clio.

Das mag auch der Grund sein, warum Leslie gern so tut, als hätte sie nichts über ihre Musik zu erzählen. Dann beantwortet sie Fragen nach ihren persönlichen Vorlieben mit einem naseweisen Bekenntnis wie: “Keine Ahnung, ich mag Kaugummis.” Oder es bricht bei einem Gespräch über Kunst plötzlich aus ihr heraus: “Ich stehe zur Malerei wie Garfield zur Maniküre!” Statt eine Kindheit im Gospel-Chor herbei zu fabulieren, erinnert sie sich lieber an die Goldenen Jahre des deutschen Schlagers und an originäre Typen wie Heintje. - oder auch mal an die Afrikanische Musik, mit der Sie von Ihrer Mutter beschallt wurde. Das ist ehrlich (und) anders. Als eine der ganz wenigen Frauen ihrer Generation vermag es Leslie, aus feinen Beobachtungen einnehmende Geschichten zu spinnen und aus diesen Geschichten noch etwas attraktivere Songs zu machen. Die Songs sind ein Spiegel ihrer Seele. Sie stecken voller Liebe, Hoffnung und Witz - und am Ende sind sie allesamt beseelt von einem unerschütterlichen Glauben an das Gute in uns allen.

Wer Fragen hat, wird in diesen Songs alle Antworten finden.

Wer Ohren hat, der höre ...

 

Musikvideo zu "Told You So":

http://www.universal-music.de/leslie-clio/videos/detail/video:280636/told-you-so

 

Rezensionen:

http://www.rollingstone.de/reviews/alben/article370286/leslie-clio-gladys.html

http://www.laut.de/Leslie-Clio/Gladys-%28Album%29

 

 

Universal Music
Julia Keutner
Julia.Keutner@umusic.com

Weiterführende Links:
http://www.universal-music.de/leslie-clio/home
http://www.leslieclio.com/player/

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06.02.2013 vom techno-dj zur schlagerparty

Redaktion GFDK

Kein anderer Schlagersänger aus Hannover, hat in den letzten Wochen für soviel Aufmerksamkeit gesorgt wie Ron Paulik. 20 Jahre begeisterte Ron Paulik Millionen von Menschen als DJ auf den Techno Paraden dieser Welt. Der Spaß und die Freude an der deutschen Musik und deutschen Texten veranlasste Ron jedoch dazu, sein da sein als Techno und House DJ zu vergessen.

Er konzentrierte sich immer mehr auf das Covern von bekannten deutschen Songs. Mit seiner ersten eigenen Single ,,Halt mich fest’’ beweist Ron Paulik, dass die Schlagermusik ihn fand und festhält. In einem Radiointerview sagte er einmal ,,Ich hätte nie gedacht, dass den Menschen meine Musik so gut gefällt’’ Mittlerweile ist er in den Charts mit auf den oberen Plätzen und er erobert immer mehr Herzen mit seiner stimmungsvollen Musik, welche von der ewigen Liebe spricht.

Zu seinem Show Programm gehören Lieder wie z.B. „Ein Stern“, „Sie liebt den DJ“, „1000 Träume weit“ und alles was das Herz des Pop-Schlager begehrt. Als Schlagerkünstler aus Hannover ist er mittlerweile Gast auf Stadtfesten, Discotheken, TV Auftritten sowie Oktoberfesten in Deutschland vertreten. Bei einem Newcomer-Voting der Schlagerhits schaffte er es immerhin auf Platz 3. Wer mehr wissen will über den Schlagersänger hat die Gelegenheit auf www.ron-paulik.de

Wie sind Sie damals in die Techno Szene gelangt?

Ich glaube, entscheidend ist, wie man damit in Berührung kommt. Als es bei mir losging, das war 1993, gab es die ersten großen Raves in Hannover. Die ganze Szene war total unwirklich, die Lichter, der Nebel, der Beat setzt ein, der Break kommt, alle schreien, einfach nur geil.

Diese Euphorie hat mich total gepackt. Und dann die Trance-Elemente, die Harmonien und Sounds, das finde ich ja bis heute noch richtig gut, wenn einen das packt. Da war für mich die New-Wave-Zeit auf einen Schlag vorbei. Wenn man das damals nicht miterlebt hat, zumindest kann ich mir das vorstellen, ist es vielleicht auch schwer, den Zugang zu finden.

Warum haben Sie sich jetzt, fast 20 Jahre später, entschieden, diese Techno und House Szene zu verabschieden.

Es ist schon viele Jahre nicht mehr der Kick für mich. Ich glaube vor 10 Jahren hatte ich schon keine Lust mehr. Ich habe es einfach weitergemacht aus Gewohnheit. Wissen Sie, wenn Sie als DJ einmal vor fast einer Million Gästen aufgelegt haben und das Publikum sich innerhalb der letzten Jahre auf ein paar „hängen“ gebliebene reduziert hat, haben Sie keine Lust mehr. Ich Denke, dass ich das Glück hatte diese Zeit der Musikrevolution mit zu erleben.

Die Leute von früher sind auch älter geworden und haben Familien mit Kindern wie ich. Ob Sie es Glauben oder nicht, viele mit denen ich früher in der Szene gefeiert habe, tanzen heute zu meinem Schlager und deutscher Musik.

Gab es für Sie ein besonderes Ereignis aus dieser Zeit was Sie nie vergessen werden?

Besondere Ereignisse gab es viele, aber das für mich war Mitte der 90ger. Ich hatte damals eine Freundin in Polen. Sie hatte dort ein Haus in den Masuren. Ich bin dort immer hin gefahren um meine neuen Platten zu studieren und neue Sets zu üben. Ich hatte dort die meiste Ruhe, denn es gab nicht was mich da abgelenkt hat, außer die Freundin vielleicht. An irgendeinem Wochenende wollte sie mit mir in eine Dorfdisco fahren an der Grenze zur Ukraine.

Wie gesagt, wir da hin und da spielte irgend so eine Band auf einer Balalaika Volkslieder. Das erste was ich gesehen habe, das die PA die sie dort hatten einen Klinkenanschluss hatte. Ich bekam die Idee, dass ich doch da meine Plattenspieler auch anschließen könnte. Gesagt getan, ein kurzes Gespräch mit dem Besitzer, wir fuhren dann meine Player holen und wieder zurück zu dieser Dorfdisco. Als ich da wieder mit meinem Equipment rein marschierte, sahen die mich schon an wie von einem anderen Planeten.

Als ich dann die ersten Stretcheinlagen spielte, drehten die Leute dort völlig durch und fingen an zu Schreien. Ich dachte mir nur „Mann so müssen sich die Stones auf ihren Konzerten gefühlt haben’’. Ich war dort glaube ich der erste Techno DJ den die jemals Live gesehen haben. Die kannten das ja nur aus dem Radio. Einfach irre, diesen Tag werde ich nicht vergessen.

Wann haben Sie für sich den Schlager entdeckt?

Ich musste den Schlager für mich nicht neu entdecken. Ich habe schon sehr früh damit angefangen Schlager auf Hochzeiten und Feiern auf zu legen. Jedes mal wenn ich dieses gemacht habe, gelang es mir auch den letzten Sitzenbleiber zum tanzen zu bewegen. Schlager ist eine Musik die Menschen mitzieht, egal welchen Alters. Was ich für mich, glaube ich entdeckt habe ist es deutsche Texte zu singen. Jeder der mir zuhört versteht was ich damit ausdrücken will und es kommen keine Fragen auf. Man kann in einem deutschen Text viel über Gefühle mitteilen und über das, was einen bewegt. Jeder der es dann hört weiß was ich damit sagen will, oder singt es sogar mit, weil er sich damit identifizieren kann oder gar ähnliches erlebt haben.

Wie stellen Sie sich Ihren weiteren weg in der Schlagerbranche vor.

Wissen Sie, ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht wie es weiter geht. Ich lasse alles auf mich zu kommen. Solange es Menschen gibt denen ich ein Lächeln ins das Gesicht zaubern kann, spielt es für mich keine Rolle. Ich bin als Entertainer auf diese Welt gekommen und somit werde ich immer versuchen die Leute zu unterhalten. Das wichtigste dabei für mich ist, dass ich selbst dabei Spaß habe und mich selbst mit dem was ich mache identifizieren kann. Sonst kann ich es auch lassen, denn ich würde nicht lange Freude daran haben.

Haben Sie bei dem was Sie jetzt machen auch schon Fans?

Oh ja die habe ich. Einmal im Monat gehe ich in Altenheime und singe dort für die Senioren ihre alten Lieder. Wenn ich dann auch noch Rosen verteile und „Rote Rosen, Rote Lippen, Roter Wein“ singe geht da richtig die Post ab. Ich glaube die lieben mich, denn die quälen dann Wochenlang die Betreuer, wann ich wohl wieder kommen würde um für sie zu singen.

Mir macht das richtig Spaß, denn diese alten Leute werden ein Stück an ihre Vergangenheit erinnert, da fließen dann manchmal schon so kleine Freudentränen aus ihren Augen. Mein größter Fan neben meiner Frau ist glaub ich meine Tochter. Sie ist sechs und singt mir alle meine Lieder nach.

Seit einigen Jahren sind Schlagersängerinnen und –Sänger wie Andrea Berg, Helene Fischer und Michael Wendler wieder ganz vorne in den Charts. Was meinen Sie wie es zu diesem Revival kam und wo sehen Sie sich da?

Es stimmt, der Schlager war out. Die meisten Künstler versackten im volkstümlichen Schlager. Aber dann kam eine neue Generation, die zwar auch herkömmliche Schlager machten, siehe Andrea Berg, aber in einem neuen Sound. Schließlich kam Michael Wendler, der den Foxtrott gestaltet hat, vor allem durch die unglaublich laute Bass Drum auf seinen Stücken – die donnert alles weg, so dass es dir wirklich in den Bauch geht.

Wendler hat es vollbracht, den Jugendlichen, die sonst auf Trance absteppen, wieder den Schlager nahe zu bringen. Wegen des harten Rhythmus läuft der neue Schlager auch in den Großdiskotheken. Ich denke er ist ein großes Vorbild für mich und das kann man auch in meinem neuen Song hören. Der Beat bewegt mich und ich habe Freude daran, aber wer weiß womit ich noch rumexperimentieren werde. Schlager ist so vielfältig.

Heißt das auch, dass Ihr jetziger Stiel morgen anders sein kann?

Nein, weil das, was ich mache, im Moment einfach absolut authentisch ist. Ich arbeite mit Thomas Nöhre von villa-entertainment zusammen. Wir sind ein eingeschworenes Team und in dieser Branche ist es unwahrscheinlich wichtig, dass man Menschen hat, auf die man sich voll verlassen kann. Das, was ich mache, ist hundertprozentig Ron Paulik und deswegen stellt sich auch nicht die Frage, das in irgendeiner Form zu verändern.

Kontaktdaten:

Ron Paulik

info@ron-paulik.de

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