Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

06.07.2014 es war einmal...

GFDK - Fabrik der Künste

Albert Schindehütte wird 1939 in Breitenbach bei Kassel geboren. Schon als Kind gilt seine große Leidenschaft dem Zeichnen. Von 1957 bis 1961 studiert er an der Werkkunstschule Kassel bei Karl Oskar Blase, der 1959 die erste Ausstellung mit Zeichnungen von Schindehütte veranstaltet.

Anfang der 60er Jahre geht Albert Schindehütte nach Berlin und gründet gemeinsam mit Günter Bruno Fuchs, Uwe Bremer, Johannes Vennekamp und Arno Waldschmidt die „Werkstatt Rixdorfer Drucke“, die  durch ihre einzigartige Verbindung von Holzschnitt und literarischem Werk bekannt wird und bis heute besteht.

Neben dem Holzschnitt werden in dieser Zeit auch Radierungen und Lithographien zu weiteren Schwerpunkten in Schindehüttes künstlerischem Schaffen.

Albert Schindehütte - romantisch veranlagt

Der Künstler fühlt sich zeitlebens mit der Epoche der Romantik, insbesondere mit den  großen Literaten des 19. Jahrhunderts wie Lewis Caroll, Edgar Allan Poe, Heinrich Hoffmann, Hans Christian Andersen sowie den Brüdern Jacob, Wilhelm und Ludwig Emil Grimm stark verbunden.

Auch zeitgenössische Dichter und Schriftsteller stehen ihm nah. Ihre Märchen, Sprüche und Gedichte werden zu zentralen Motiven in Schindehüttes Werk und inspirieren ihn seit den 80er Jahren zu Zeichnungen und Kalligraphien, die er mit Feder und farbiger Tusche fertigt. Auch seine Holzschnitte sind geprägt durch romantische Motive, die Schindehütte mit einer weit entwickelten graphischen Technik darstellt.

1997 wird in seinem Heimatort Schauenburg-Breitenbach die Schauenburger  Märchenwache mit Arbeiten von Schindehütte eingerichtet. 2011 bringt er gemeinsam mit Heinz Rölleke den Märchenband „Es war einmal… die wahren Märchen der Brüder Grimm und wer sie ihnen erzählte“ heraus, der mit Tuschzeichnungen aus Schindehüttes Feder illustriert ist.

Albert Schindehütt lebt und arbeitet seit 1967 in Hamburg.

info@fabrikderkuenste.de

 

 

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01.06.2014 schrill und schräg

Redaktion GFDK

Ein kleines Mädchen hangelt sich spielerisch über einer Apparatur aus spitzen Zahnrädern – gefunden natürlich in PHILADELPHIA einem winzigen Dorf nahe Berlin bei Boston. Ein erotischer BOX Sack mit zwei prall nackten Brüsten - 3D-plastisch - an schweren Ketten hängend, durchschnitten von einem Oldtimer mit Osnabrückner Nummernschild aus dem ein sich selbstvergessen küssendes Paar in barocken Gewändern entsteigt. So beschreibt der Dadist Klaus Rudol seine Bilder und erzählt uns, wie er zur Kunst kam.

Ich glaube es war 1977. Eine entfernte Bekannte aus dem Siegerland schenkte mir einen surrealistischen Bildband. Max Ernst, de Chirico, Delauney, Miro, Magritte - ich tauchte ein in eine mir bis dato nur in Träumen bekannte Welt, der magisch, suggestiv rauschhaften Bilder, die im besten Sinne keine Grenzen kennt.  In der ummauerten Welt der betonköpfigen möchtegern Weltverbesserer à la DDR, hatten die Meister des Unbewussten, künstlerisch rabiate Grenzverletzer wie Breton + Apollinaire, Arp,  Huelsenbeck keine Chance.

1982 schmiss ich mein Studium an der Leipziger Kunsthochschule bzw. wurde geschmissen und tauchte ein in die anarchistisch, dadaistisch, skurrile Welt des Leipziger Undergrounds. Dann eröffnete ich zusammen mit dem Saxophonisten Conny Bauer die brisante Ausstellung Museum VON MERZ BIS HEUTE im Altenburger Lindenau-Museum, in der ich auch, als lebende Installation mit gelbem Hut zu sehen war. Mit dem eigen + ARTigen Gerd Harry Lybke las ich gemeinsaim den legendären LEIPZIGER HERBSTSALON - das erste dadaistische Manifest der Neuzeit – DAda IST DIE ABSOLUTE BEJAHUNG - und präsentierte zum Anlass surreal farbbrillante Bilder im illegalen Messehaus-Salon Ambiente von Frieder Heinze, Günter Huniat, Hans Henrik Grimmling und anderen schrill, schrägen DDR-Exoten.

Mentaler Brückenschlag

Um mir 1988 - das nicht nur DDR spezifisch extravagante Vergnügen zu gönnen, eine dadaistische KUNSTpARTei zu gründen, die im Mai 1988 mit einem fulminanten Happening und u.a.  Bildwelten + Objekten von Ingo Regel, Andreas Hanske, Akos Novaky - TOP Künstlern der Galerie EIGEN+ART – kollektiv kreativ  + drei Gerüchen - an den Start ging  und schon 1991 mit einer 10 Meter hohen interaktiven Klang-Installation zur Kieler Woche  ihren fulminanten Sieg im Norden feiern konnte.   

Gemeinsame Zeit mit Neo Rauch

Wie immer rasant grenzüberschreitend  –  die gecraschte Grenzmauer  – locker  durchbrechend . Die interaktive Klang-Wind-Installation WIND° TON° SPIEL° KIEL° OBJEKT wurde von Künstlern + Besuchern  aus aller Welt – exstatisch  KUNSTpARTlich -  klang-krach-improvisierend umspielt . Heiner Goebbels: JEDER KLANG IST MUSIK, Heiner nicht Joseph. In einem kleinen Vorstadthaus mit Plumsclo auf dem Hof im montmatre-idyllischen Leipzig Connewitz mit noch handangezündeten Gaslaternen lebte ich einige Zeit mit Neo Rauch + Rosa Loy, die erst kürzlich gemeinsam in Houston/Texas präsentierten. Neo Rauch,  der damals noch studierte, kam  gerne mal zu mir hoch, um sich an meiner surreal-DDR-renitenten Kunst zu berauschen,  um dann später auf unserem begrünten Dachgarten noch etwas höher zu sitzen und bei Schallplattensounds Charles Aznavour, Edith Piaf und  Rotwein in jeder Menge zu genießen.

Erste Ausstellung in Gerd Harry Lybkes Kunstsalon

In „Judy’s“ Gerd Harry Lybkes Kunstsalon –  heute  Galerie EIGEN+ART und eine der erfolgreichsten Galerien der Welt - habe ich meine surreal expressiven Psychoimpressionen erstmals öffentlich gezeigt.

Dadaistische Projekte der KUNSTpARTei agierten in der DDR offiziell unter dem underground Label - VOGEL + ei  -  flatternd, fliegende, stets ei-nmalige  ei-potente Vorboten rasanter Veränderungen. Graumäusig tröge Agit Prop ART gegen farbbrilliant radikal  eigen+ARTiges -  der ästhetische Krieg – ein KUNSTKRIEG - hART - und unerbittlich, hatte weit vor 89 begonnen.  FLUXUS sprengte alle Grenzen.

Hatten mich in Leipzig Künstler wie de Kooning, die jungen Wilden um Salome + Fetting oder der Chemnitzer Wolfram Adalbert Scheffler, die Happening-Aktionen der Gruppe 37.2 , um Hans Schulze fasziniert, eröffnete sich mir mit den fulminanten Möglichkeiten des Photoshop völlig neue Welten in der rasant inflationären Bilderflut des Internet.  

KUNST WIE CHAMPAGNER

...hieß es 2011 bei meiner surreal-erotischen Präsentation in der Galerie ART&Champagne am Berliner Kurfürstendamm, um zum gegebenen Anlass in die Fußstapfen von Josephine Baker tretend – neben Bildern wie - Küssendes Paar aus Osnabrück - eine burlesk mondäne KU-Damm Queen zu krönen. Sponsered by Beate Uhse. Im temporären ROSA Kunstsalon in Berlin gab es 2012 nicht nur brillant surreales wie - Frosch auf hellblau schwebenden Wäscheklammern - zu sehen, sondern auch den Film ein Traum in Erdbeer-Folie  von Marco Wilms, über das DDR underground Modellabel CHICK CHARMANT + DAUERHAFT - um die Mode-Ikone Sabine von Oettingen. Der Film brillierte zuvor  bereits im  MoMA New York . Marco Wilms kam zur Vernissage direkt vom brodelnden  Tahir Platz in Kairo . Er drehte dort im tobenden ART WAR - den Film ART WAR. Kurz zuvor hatte ich höchst gutgelaunt in der Präsentation - DDR Aktionskunst in der Leipzig Connewitzer  KUB-Galerie ein Kakalakenballett – eine kinetisch lebendige Lichtinstallation mit menschelnden Monumental-Kakalaken inszeniert - die sich auf eine lautstark schrill VOGEL + ei ige Zeitreise - zurück  ins eigen + ARTig turbulente Bohemeleben Leipzigs begaben.

ICH BIN EIN HAMBURGER

...verkünde ich stolz bei meiner aktuellen Präsentation, in einer groupshow im Bremerhafen TIME PORT 2 und ein riesiger Hamburger auf einen DVD Player installiert; mit lecker Monumental-bio-Sprossen garniert rauscht pop-up-ARTig durch das Universum. Ich bin ein Hamburger – ganz Kennedy like in einer Zeit der Neuaufteilung der Welt durch Referenden ein klares Bekenntnis zur freien Hansestadt Hamburg. Beim letzten gallery weekend im flippigen Berlin war es mir ein großes Vergnügen das Publikum zu verkunsten – cool kinetische  KULE Installationen  brachten einen „hordistischen Durchbruch“ . Das dadaistisch zu agieren inspirierte Publikum war begeistert, hantierte, kollektiv kreativ, hoch künstlerisch mit Besenstielen, einer silbernen Kugel, weißen Quadraten  und erschreckte die ausstellenden Künstler,  das geht ja gar nicht,  ein renitentes Publikum macht mobil......

                                             

1978

Gestaltung eines konstruktivistischen Wandbildes in Berlin – 2 Jahre später überstrichen

1980

Studium an der Kunsthochschule  Leipzig  u.a. mit Neo Rau + Wolfram Adalbert Scheffler

1984 

erste Ausstellung mit surrealen Impressionen bei Gerd Harry Lybke /  EIGEN+ART

1987

multimediale EIGEN+ART Collage  Hommage Kurt Schwitterts Galerie EIGEN+ART, performance ROTE QUADRATE  Galerie EIGEN+ART mit Bildwelten Roland Borchert, Musikalisches Einspiel   Cäsar Renft

1987 

multimediale EIGEN+ART Collage – performance mit gelbem Hut   GALERIE  EIGEN+ART    

1988  Aktion KUNSTFORM KELLNER zwischen dem Restaurant BACHSTüBL in LEIPZIG  -  der Vernissage der einzigsten Beuyspräsentation in der ddr ( Berlin Marstall – Galerie Kunsthochschule Leipzig ) und der NACHBEUYS  Präsentation in der Galerie EIGEN+ART wird ein mentales Band gezogen Interaktiv beteiligt  - Enders : Bundesdeutsche Vertretung – Keller : DDR Kulturminister, (89-90) -Wilhelm : Landschaftsverbandsvorsitzender von Nordrhein Westphalen  u.v.a.

Aktion BEMALTER STEIN   Wiederbelebung beuysschen Geistes in der ddr mit Andrea Telemann versteht sich als Beginn eines kulturrevolutionären Prozesses in der ddr: Die These  :  Josef Beuys ALLES ist KUNST wird zur Basisthese der KUNSTpARTei

Dokumentation :  FOTOSTRECKE

1988

15.Mai   Gründungshappening der KUNSTpARTei in Leipzig   Moritzbastai

PRO-GRAMM  :  JEDEM SEINE EIGENART   mit Bildwelten + Objekten u.a. von  Ingo Regel, Andreas Hanske, Dietrich Gnüchtel, Akos Novaky , Tobias Ellmann  u.v.a.                                                     

1988 

NACHTMäR   - 10 Stundenaktionen nonstop  -  Kunsthochschule Dresden, Größter Gruppenauftritt von ddr Aktionskünstlern, Kuratorin  WANDA  -  Claudia Reichelt   Galeristin der underground gallery VILLA MARIE am BLAUEN WUNDER u.a. mit den  Dresdner AUTOPERFORATIONSARTISTEN um ViaLewandowsky, Klaus Hähner Springmühl u.v.a.

Dokumentation :    FOTOSTRECKE      

1990  

Video  KUNSTpARTei  u.a. mit Wolf Vostell und Robert Rauschenberg, Gerd Sonntag,Reinhard Zabka

Altes Museum Berlin, Galerie am Weidendamm, Haus am Lützowplatz

1991-2007 

Zahlreiche Happening-Installationen  und performance Projekte, mit Unterstützung u.a. von 2 Documenta Chefs Jury  BüRO-ART unter Mitwirkung von Prof.Manfred Schneckenburger (Chef Documenta)

performance Ziehung  Licht-Klang-Evironment mit Unterstützung von Jan Hoet (Künstlerischer Leiter Documenta 9 ) Solar-Klangtreppen GmbH unter Leitung von Katrin Specker - Pressesprecherin von Christo & Jeanne Claude ( siehe oben ) u.a.    

WIND°TON°SPIEL°KIEL°OBJEKT   Happeninginstallation 1991 Kieler Woche

MÜLL°STREIT°OBJEKT Happening-Installation 1993 Potsdam, Schirmherrschaft   Matthias Platzeck

VOGELTRAUMTREPPE Treppenhaus-Happening-Installation 1996 Berlin, Schirmherrschaft  Thomas Krüger

2008  

Photoshopausbildung by comhART  - seitdem Konzentration auf Surreal  - pop – up – ARTige -  Collagen

2010                  

Galerie Neonchocolate Berlin  -  surreale Impressionen

2011                  

Galerie ART&Champagne   Berlin Kurfürstendamm  –  surreale Impressionen

2011                  

ROSA Kunstsalon BELLE ETAGE Berlin Kreuzberg  - pop ARTige Impressionen

2012                  

QuadriART  EAGL Galerie  Berlin Teilnahme  pop – up - ARTige Impressionen        

ART’ otel  Andy Warhol – Präsentation – Teilnahme  mit pop ARTiger Impressionen

BAGL Springtime Kunstmesse

Rudolf bei  Tous’ pour L’art – ARTE  TV, mit Sydney Picasso – Paris , Christiane zu Salms, Prof. Peter Raue Berlin

Kunstpreis ART’otels  Berlin Andy Warhol, Baselitz, Vostell °°° Köln Budapest

ART Center Bethanien Berlin   ART pARTy Stipentiaty - Kunstraum Kreuzberg

2013                  

Galerie Kunststück Berlin-Neucölln   collagen + Brotkatzen-Happening

2014                  

Galerie POP-UP-ART  Berlin Schöneberg collagen   +   OLYMPIC°PINK°SKULPTURE

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13.05.2014 Fantasie zwischen Fotografie und Malerei

Redaktion GFDK

Gottfried Römer sieht in seinen Bildern eine Synthese aus Malerei und Fotografie. Wir von Freunde der Künste sehen darin pure Emotionen, die uns begeistern und die wir ihnen hier näher bringen wollen.

Die Bilder Gottfried Römers wirken auf den ersten Blick durch ihren stark ausgeprägten malerischen Charakter nicht als Fotografien im üblichen Sinn. Es handelt sich im ursprünglichen Sinn um Foto-Grafie, also um Licht-Malerei, die hier durch seine spezielle Art des Fotografierens zu impressionistischer Malerei mit der Kamera wird.

Der Fotograf Gottfried Römer hat hierfür einen extra Begriff entwickelt. "Painto" steht für die beiden unterschiedlichen Gattungen Painting und Photo, die in seinen Bildern zu einer neu gesehenen Einheit verschmelzen.

Durch experimentelle Techniken der Bewegung während des Belichtungsvorgangs beim Fotografieren entstehen seine "Paintos":

Fantasie zwischen Fotografie und Malerei

Charakteristisch dafür ist eine Reduktion oder Verschiebung von Formen der Wirklichkeit: Struktur und Kontur befinden sich in einem Auflösungsprozess. Damit wird Aktivität beim Betrachter ausgelöst, der geneigt sein wird, diesen Auflösungsprozess durch imaginäre Ergänzung zu kompensieren  und zu subjektivieren. So entstehen ganz eigene Bilder im Kopf.

Zur Darstellung kommt also nicht das Wahrgenommene, sondern der Wahrnehmungsprozess, welcher vom Betrachter ergänzt und weiter entwickelt werden kann.

Dadurch subjektiviert sowohl der Fotograf als auch der Betrachter das Gesehene und das Ergebnis ist eine individuelle Impression mit einer ganz eigenen Ästhetik: hier ist ein Loslassen bisheriger Sehgewohnheiten erforderlich….

Neue Sichtweisen

So erschließen sich völlig neue Sichtweisen und ungewohnte emotionale Zugänge beim aktiven Sehen der Paintos von Gottfried Römer. Es entsteht Freiraum für die eigene assoziative und kreative Fantasie…

Gottfried Römer fotografiert nach eigener Aussage schon gefühlt seit seiner Geburt und fand den Weg zu seiner Painto-Fotografie allerdings erst sehr spät nach Jahrzehnten des konkret-realistischen Fotografierens.

Mittlerweile fotografiert er seit 3 Jahren nahezu ausschließlich im Painto-Modus. Vorzugsweise Landschaft, Natur, aber auch Stadt- und Architekturimpressionen sowie Stimmungseindrücke gehören zu seinen bevorzugten Motiven.

Bislang wurden seine Paintos in verschiedenen Zusammenhängen ausgestellt  in Lich, Grünberg, Gießen, Hamburg, Kampen, Westerland/Sylt.

Die Paintos werden vornehmlich auf Leinwand gedruckt und auf einen 4cm Galerie-Holzrahmen aufgezogen, können aber auch direkt auf Alu-Dibond gedruckt werden.

Kontakt: fotoart@painto.de

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05.05.2014 gesellschaftskritische Sujets

Redaktion GFDK

Die Idee, die Philosophie meiner Bilder basiert auf der Frage: Gibt es eine Wirklichkeit, eine Wahrheit? Als Maler suche ich sie in den Gesichtern, der Körperhaltung, den Bewegungen meiner Protagonisten – oft in ihrer „Nacktheit“. Menschen aus dem Jetzt und aus der Vergangenheit.

Solitär oder angeordnet in einer bewusst gewählten Szene. Die Themen meiner Bilder suche ich in der Gesellschaft. Häufig begebe ich mich dann auf „Zeit-Reisen“ durch die Epochen der Geschichte und Mythologie: Neid, Gier, Imperialismus, Ausbeutung, Egoismus ... gestern wie heute.

Die Gesellschaft mit ihren politischen und sozialen Strukturen in der Vergangenheit wie im Jetzt versuchte und versucht immer wieder, Wahrheiten zu vertuschen, die Menschen zu belügen, um eigene Interessen problemlos durchsetzen zu können. Dabei blieben häufig Zeitgenossen mit ihren Ideen und Visionen für die Gesellschaft und unser aller Umwelt auf der Strecke. Ich sehe es als meine Aufgabe als Künstler, mit der Wahl von gesellschaftskritischen Sujets an den Betrachter zu appellieren, „doch mal“ hinzuschauen und sich mit mir auf den Weg zu machen - die Wahrheit zu finden ...

Ästhetik und Schönheit ist Florian Simon Eiler unerläßlich

Dabei sind Ästhetik und Schönheit für mich die metaphorische Brücke, um den Betrachter in die Dramatik meiner Figuren „hineinzubewegen". Ich male bevorzugt in Acryl auf Leinwand, setze häufig Paste ein, um Akzente zu setzen, experimentiere mit Gold, Silber und Kupfer – meine Farben. Dabei „spiele" ich mit Techniken, Raumkonzeptionen, Farben, Licht und Schatten, um die Vielfalt meiner Figuren an „Körper, Geist und Seele" aus ihnen herauszuholen - ihnen zu ihrer „wahren“ Wahrheit zu verhelfen. Auch über deren Tod hinaus ...

Über den Künstler Florian Simon Eiler

Florian Simon Eiler wurde in Tegernsee geboren. Von 2006 bis 2011 war er tätig als TV-Redakteur bei Pro7Sat1. Von 2011 bis 2012 absolvierte er ein Aufbau-Studium „TV-Journalismus“ an der Donau-Universität Krems, Abschluss als Akademischer Experte. Mit dem Malen begann Florian Simon Eiler 2008. Anfänglich suchte er in abstrakten Motiven und eher mit dekorativen Elementen seinen Ausdruck zu finden. Doch bald war dem jungen Maler klar – seine Bilder-Sprache ist „der Mensch“ in seinen vielfältigen Facetten. Durch die Themenwahl seines Abschlussfilms „Porträt einer Passauer Hutmacherin“ kam Eiler in Kontakt mit dem Passauer Kunstverein „Agon“ und wird Mitglied.

Florian Simon Eiler lebt und arbeitet als freischaffender Künstler und Journalist in Holzkirchen, Oberbayern.

 

Buchpublikationen von Florian Simon Eiler

   "Zeit, sich zu bewegen", WESSP.-Verlag 2003

   "Felix Fit und der Fürst der Faulheit", Novum-Verlag 2005

   "Promi-Luder(n) leicht gemacht“, kdp 2013

         

Ausstellungen: 

    2010 Kunstverein "Agon" Weihnachtsausstellung, Passau

    2011 Kunstnacht, Thema "Wasser",  Passau

    2011 Kunstverein "Agon" Weihnachtsausstellung, Passau

    2012 Einzelausstellung: Audi Akademie, Ingolstadt, Das Ursprüngliche suchen  

    2012 Einzelausstellung: Raiffeisenbank Holzkirchen,  Nichts als die Wahrheit  

    2013 Ausstellung der Nominierten zum Heise Kunstpreis, Alte Feuerwache, Dessau-Roßlau

    2014  Januar – März Einzelausstellung Kunst im Oberbräu, Holzkirchen Vanitas

    2014 Juni - Juli Ausstellung in der Galerie Kunstpfad in Linz, Austria

 

Nominierungen:

2011 nominiert für den Palm Award 

2012 nominiert für den Palm Award

2013 nominiert für den Heise Kunstpreis, Dessau, Sachsen Anhalt

 

Stipendien: 

2013 Erwachsenen-Stipendium, Kunstakademie Bad Reichenhall,„Maltechniken“ bei Kathrin Kinseher, Leiterin der Studienwerkstatt  für Maltechnik an der Akademie der Bildenden Künste, München

 

Private Ankäufe

 

Kontakt: post@floriansimoneiler.de

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28.04.2014 ausstellung in der galleria360 in florenz

GFDK - Sabine Schulz-Marow

Ernst Marow, 1934 in Königsberg/Neumark, dem heutigen polnischen Chojna, geboren, gelangte durch Flucht und Vertreibung 1945 nach Niedersachsen, wo er 1954 das Abitur machte um an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bis 1959 zu studieren.

Im Jahr 1969 fasste er den Entschluß, die Wirklichkeit zu studieren entgegen der Tendenz des vorherrschenden Tachismus. Es folgte 1972 die erste Ausstellung „Realismus aus dem Küchengarten“ in der Galerie Brusberg in Hannover mit den spanischen Realisten Garcia, Lopez und Quintanilla.

Ausstellungen in berühmten Häusern

Seitdem ist kein Jahr vergangen, in welchem Ernst Marow nicht eine oder mehrere Ausstellungen im In- und Ausland aufbauen konnte. Ausstellungen in der Villa Hammerschmidt, Wohnsitz des Bundespräsidenten in Bonn, waren so selbstverständlich wie Ausstellungen im Sprengel-Museum in Hannover oder im Martin Gropius Bau in Berlin.

Mehrere Jahrzehnte wurde er von der legendären, nunmehr aus Altersgründen geschlossenen Galerie Dieter Brusberg – der Ernst Marow 1971 auch entdeckte - in Berlin vertreten.

Das graphische Hauptwerk Ernst Marows, der Radier-Zyklus "Für Odysseus", bestehend aus 105 Kaltnadelradierungen, entstand in den Jahren 2000 - 2012. Sein graphisches Opus magnum, welches dem Künstler eine intensivste Auseinandersetzung mit dem historischen Stoff abverlangte.

Ernst Marow gilt als überzeugter Realist

Als überzeugter Realist steuerte Ernst Marow sein gesamtes Leben in seinem künstlerischen Oeuvre gegen andere zeitgenössische Tendenzen in der Kunst.

Der Maler und Graphiker Ernst Marow nutzt den künstlerischen Ausdruck als Werkzeug zur Analyse und Interpretation der Realität und erscheint als Nachfahr und Fortsetzer der Neuen Sachlichkeit. Im Berlin der Nachkriegszeit und insbesondere in einer Ära der abstrakten Kunst sieht er sich als Revolutionär, der gegen den Strom schwimmt.

Ganz wie Homers Odysseus geht er den Weg zu seiner inneren Identität, über die Vielfalt der Wirklichkeit fällt auch Ernst Marows sensibler Blick auf die wundersamen Aspekte des Lebens. Malen ist für ihn eine Entdeckungsreise, die von außen in eine innere Dimension führt, in der die furchtbaren Grenzen nicht länger die Säulen des Herkules, sondern die Grenzen zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten, dem Sichtbaren und dem Imaginären sind.

Die Arbeiten des Künstlers befassen sich mit den kleinsten Aspekten der Realität.Seine Werke bilden eine Brücke, die „das Unsichtbare durch die Realität sichtbar macht“ - so zieht Marow beispielsweise Vegetations- oder Landschafts-Teile, die auf realen Erlebnissen basieren mögen, ganz dicht an den Betrachter heran, sodaß sie in ihrem Ausdruck etwas Überwirkliches zeigen.

Ausstellung in Florenz vom 2. bis 27. Mai 2014


Mit einer großen Einzelausstellung/Retrospektive anläßlich des 80. Geburtstags des deutschen Malers und Graphikers Ernst Marow würdigt die Galleria360 in Florenz Leben und Werk des Künstlers.

 

Biographischer Überblick Ernst Marow

1934 geboren in Königsberg / Neumark (heute Polen)

1945 Flucht nach Niedersachsen

1954 Abitur

1955 – 1959 Studium an der ‚Hochschule für Bildende Künste Berlin‘

1969 Entschluß, die Wirklichkeit zu studieren gegen den vorherrschenden Tachismus

1972 erste Ausstellung in der ‚Galerie Brusberg – Hannover‘ „Realismus aus dem Küchengarten“ (mit den spanischen Realisten Garcia, Lopez und Quintanilla)

„Natur in Abbild und Vorstellung“ - Ausstellung in Hannover

1973 Ausstellung in der „Villa Hammerschmidt“ in Bonn

Ausstellung im „Deutschen Künstlerbund“ in Berlin

1974 „Kunstmarkt Köln“ - Ausstellung der ‚Galerie Brusberg‘ „Handzeichnungen“ ausgestellt von der ‚Neuen Gruppe München‘

1976 „Aspects of Realism“ internationale Wanderausstellung (mit Köthe, Petrick und Sorge)

„Retrospektive“ im Kunstverein Mannheim (mit Volkmar Oellermann)

Reportage im ZDF über den Künstler - Film-Beitrag „Gegen den Strom“

1977 „Regenbögen für eine bessere Welt“ausgestellt im ‚Württembergischen Kunstverein‘ in Stuttgart

1978 „Neue Bilder aus Niedersachsen“ ausgestellt in der ‚Galerie Brusberg‘

1980 „Deutscher Künstlerbund“ Ausstellung in Hannover, Der Maler erhält für seine Werke das „Niedersächsische Künstlerstipendium“

1981 Ausstellung im ‚Forum Kunst‘ in Rottweil

Ausstellung im ‚Sprengel – Museum‘ in Hannover

Für sein ‚Zeichnerisches Werk‘ erhält der Künstler den „Bernhard-Sprengel-Preis“

1982 „Landschaften und Stilleben“ ausgestellt in der ‚Galerie Brusberg – Berlin‘

1983 widmete das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Ernst Marow den Band 19 aus der Reihe „Niedersächsische Künstler der Gegenwart“ erschienen im Westermann-Verlag, Braunschweig

1986 „Neue Bilder“ Ausstellung im ‚Kunstkreis Hameln‘

1990 Ausstellung mit Max Uhlig in der ‚Galerie Brusberg – Berlin‘

1993 „Realismus Triennale“ im ‚Martin-Gropius-Bau‘ in Berlin

1996 „Die Kraft der Bilder“ - Europäischer Realismus

1999 „Landschaften“ ausgestellt im ‚Kubus‘ in Hannover

2000 – 2012 entstehen Ernst Marows ‚105 Radierungen zur Odyssee – Für Odysseus‘

2004 „Bilder und Radierungen zur Odyssee“ - Doppelausstellung im ‚Kunstverein Norden‘

2007 „Für Odysseus“ - Eine Auswahl aus den Radierungen zur Odyssee, ausgestellt in der ‚Galerie Brusberg – Berlin‘

2013 „ART.FAIR Köln“ – internationale Kunstmesse im Staatenhaus am Rheinpark

2014 „Mostra personale“ in der ‚Galleria360‘ in Florenz/Italien (02. – 27. Mai 2014)


Galleria360 - Galleria d´arte moderna e contemporanea

Angela Fagu & Riccardo Piagentini

Via il Prato 11R

50123 - Firenze (Italia)

Phone: +39 055 2399570 - cell.: +39 329 10 35 619 /+39 329 10 34 908

Website: www.galleria360.it

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23.03.2014 der größte Sohn von Filderstadt

Gottfried Böhmer

Der Künstler Wolfgang Neumann bedient sich in seinem künstlerischem Werk aus der Kunstgeschichte, den Medien, TV und Internet. Hier findet er seine Figuren, die alltäglichen Geschichten und Stories, die er mal satirisch, mal mit Ironie oder auch Sarkasmus in seinen Gemälden unterbringt.

Dabei bleibt der Künstler immer nah an dem schrillen Zeitgeist, dem wir Tag täglich ausgesetzt sind. Damit folgt Wolfgang Neumann als Chronist der Tradition vieler Künstler vor ihm, ohne allerdings belehrend oder politisch zu werden.

Dem 36 Jahre alten, noch recht jungem Künstler, der mit wachem Blick und gesunder Skepsis das Treiben in einer recht lauten Welt beobachtet und mit wuchtigem Duktus auf die Leinwand bringt, dürfen wir eine große Zukunft voraussagen. Studiert hat Wolfgang Neumann an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Seine Lehrmeister waren Professor Moritz Baumgartel und Professor Cordula Güdemann.

Die Handschrift von Cordula Güdemann, die auch an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Dieter Krieg studiert hat, lässt sich bei Neumann nicht leugnen, auch sie betonte in ihrem großformatigen Gemälden Bezüge zu Gesellschaft aber auch zu Politik und Literatur.

Colmar Schulte-Goltz schrieb über Wolfgang Neumann

"Bilder mit Sprengkraft"

"Innerhalb der jungen deutschen Malerei der Gegenwart nimmt Wolfgang Neumann eine spannende und eigenständige Position ein. Farbintensiv und lebendig wirken die Gemälde, die einen unverschämt kraftvollen, spontanen Eindruck machen. Ihre Ästhetik allerdings ist grenzwertig. Neumanns Arbeiten alternieren zwischen Skurrilität und Ideal, also sehr extremen Positionen. Poppige, bunte Farbwelten treffen auf verstö­ren-de Figuren und Formen".

Geboren wurde der Künstler in Filderstadt, in der Mitte von Baden-Württemberg und da er sein Multitalent seitens der Familie verneinte, machten wir uns auf die Suche nach großen Vorfahren seiner Geburtsstadt. Aber wir sind nicht fündig geworden, ein Kupferstecher, ein Sänger, zwei Schauspieler, ein Opernsänger und eine Dirigentin waren die magere Ausbeute der Söhne und Töchter von Filderstadt. Von daher hat ihn sein Geburtsort wohl nicht von der Muse geküsst.

Malen - Musik - Schreiben

Neben der Malerei schreibt Wolfgang Neumann Kurztexte, Gedichte und Songtexte, die schon in vielen Publikationen veröffentlicht wurden. Besonders am Herzen liegt ihm die Plattform Linienscharen für zeitgenössische Zeichnung in Stuttgart, die 2013 gegründet wurde.

Linienscharen bietet den Künstlern einen lokalen wie überregionalen Ort für den Austausch, Diskussionen und Präsentationen der Zeichnungsszene. Dazu gehören regelmäßige Treffen im Württembergischen Kunstverein.

Wolfgang Neumanns künstlerischer Schwerpunkt liegt auf der Malerei, der Zeichnung und Druckgrafik; immer wieder stellte er zudem Videoarbeiten, Installation und Kleinplastik aus.

Aber Neumann ist das nicht genug. Mit dem Künstlerkollegen Sven Gossel arbeitet er unter dem Pseudonym "Gos Neu" seit vielen Jahren zusammen, dabei entstehen Musiktitel und Videos. Den neun-minütigen Kurzfilm, eine Art Persiflage auf den Western mit dem Titel "Mal mir das Bild vom Tod", der 2000/ 2001 an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart entstanden ist, haben wir für Euch unter dem Text eingefügt. Der Film belegte den ersten Platz beim Kurzfilmfestival der HdM Stuttgart.

Der größte Sohn von Filderstadt

Nebenher schreibt Wolfgang Neumann Kurztexte, Songtexte und auch Gedichte, die man in "Labile Seitenlage" und "Viva Navi Naiv" lesen kann. Von 1998 bis 2009 gehörte Wolfgang Neumann, der Mafioso-Groove-Popband "die Drahtzieher" an, die sich anscheinend aufgelöst hat, denn wir konnten bei unserer Recherche keine neuen Erkenntnisse gewinnen.

Damit war die musikalische Arbeit von Neumann allerdings nicht beendet. Seit 2012 ist er nun auch Sänger, Komponist und Texter des Bandprojekts "Art-Attacke". Ohne jede Frage ist Wolfgang Neumann ein Multitalent und hat gute Aussichten als größter Sohn von Filderstadt in die Geschichte einzugehen.

Gottfried Böhmer


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08.03.2014 Die Natur verbindet sich mit der Kunst

Redaktion - LINDEN CORPORATE ARTE GALLERY

Kunst ist aus Unternehmen nicht mehr weg zu denken. Der Kölner Künstler Hans-Jürgen Linden nutzt die künstlerische Fotografie als Ausdrucksmittel für eine neue Interpretation der Corporate Art.

Die großformatige Umsetzung unterstreicht die Exklusivität seiner floralen Motive, die insbesondere in großen, repräsentativen Räumlichkeiten wie Foyers oder Empfangshallen zur Wirkung kommen.

Bildsprache geprägt von Fokussierung und bestechender Klarheit

So werden Pflanzen zur Skulptur, Blätter und Blüten zur außergewöhnlichen Reflexion. Natur und Raum schaffen durch florale Inspiration – man könnte auch sagen „joy of nature“ – das ist die Vision. Hans-Jürgen Linden geht stets von der Realität aus, interpretiert den Moment und komponiert die Bilder neu.

Die Natur verbindet sich mit der Kunst

In Anlehnung an den amerikanischen Kunsthistoriker William John Thomas Mitchell vollzieht Linden die Wende zum Bild. Seine eigenständige Bildsprache und prägnante Farbkompositionen gehen eine symbiotische Verbindung ein mit dem charakteristischen Umgebungsfeld: "Die Natur verbindet sich mit der Kunst als Ausdruck unendlicher, schöpferischer Kraft. Ein Wechselspiel, das visuelle Eindrücke und die Komplexität der räumlichen Situation verdichtet. Dies überträgt sich auf den Betrachter und schafft Orte der Harmonie und Inspiration."

Die großformatige Umsetzung seiner aktuellen Fotokunstwerke mit Maßen von zum Beispiel 300 x 180 cm und größer ist ein kreatives Statement. Produziert werden alle Werke in Galeriequalität im hochwertigen und patentierten Diasec-Verfahren. Sie sind jeweils in einer limitierten Auflage von 12 Stück auf der Rückseite signiert, datiert und nummeriert.

Interdisziplinärer Grenzgänger zwischen Kunst und Kommunikation.

Corporate Art eine logische Konsequenz der kreativen Laufbahn von Hans-Jürgen Linden, die in den 1970er-Jahren mit einem Studium an den Kölner Werkschulen und der Kölner Fachhochschule für Fotografie startete. Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet er mit der digitalen Fotografie. Die floralen Motive seiner aktuellen Serie arrangiert er durch Verfremdung zu neuen Sichtweisen und Perspektiven. Alle Werke und Kontaktdaten finden Sie unter www.linden-corporate-art-gallery.eu

LINDEN CORPORATE ARTE GALLERY
Hans-Jürgen Linden
Stammheimer Str. 15
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19.02.2014 wo ist die wertschätzung der zeit geblieben?

JAY KAY Event & Music

Inwieweit Künstler und insbesondere Live-Musiker eine exhibitionistische Ader brauchen, damit ihr Publikum das Gefühl bekommt, dass sie ihr Innerstes offenbaren, ist eben so schwer zu ermitteln wie der Prozentsatz an schauspielerischem Talent, der nötig ist, um dasselbe Ziel zu erreichen, ohne Exhibitionist zu sein.

Das klingt kompliziert. Aber so ist das Leben eben. Da sitzt schon mal einer bereits im harm- aber nicht furchtlosen Alter von fünf Jahren am Klavier, klopft sich an den Tasten die Fingerkuppen platt und freut sich über jede Melodie, die ihm gelingt. Braucht aber dann noch mal fast 20 Jahre mehr, bis er sich Singer/Songwriter mit eigenen Kompositionen schimpfen darf. Hochoffiziell.

Wie Michael Wolfschmidt zur Musik kam

Dazwischen liegen Jahre voll musikalischer Demut vor Helden, deren Platten und Namen jeder kennt, der zwischen 1975 und 1985 geboren und mit deutschsprachiger Rockmusik sozialisiert wurde. Genau wie all jene wurde auch Michael Wolfschmidt, beheimatet in der DIY-Rock-Diaspora Mittelfranken, von der Musikalität der eigenen Muttersprache überwältigt. Wie schnell ein paar einfache Worte intensive Gefühle ausdrücken, echte Erlebnisse zu Songs machen und im richtigen Augenblick Bock auf mehr Leben machen können, hat ihn schwerwiegend beeindruckt. Also beginnt er selbst im eigenen Leben zu kramen.

Michael Wolfschmidt ist alles andere als ein einsamer Wolf

Und das hat für ihn anfangs ein recht überschaubares Programm vorgesehen: Nämlich nach Abitur und kaufmännischer Ausbildung, den Dienst als Tankwart an der gepachteten Servicestation der Eltern zu verrichten. Immerhin ein Job, der ihn ernährt und tagtäglich mit Hunderten von Leuten zusammenbringt. Es dauert nicht lange, bis auch aus diesen Begegnungen Lieder entstehen. Zunächst sind es Notizen, dann Melodien am Klavier. Trotzdem bedeutet Musik zu machen für Wolfschmidt nicht etwa sich zu verkriechen. Im Gegenteil. Er braucht Publikum, denn er will gar nicht der „einsame Wolf“-Schmidt sein, im Studio oder auf der Bühne. So entwickelt sich aus der Bekanntschaft zu Gitarrist Michael Birkel bald ein ständig lodernder Austausch von Gedanken und Inspirationen.

Michael Wolfschmidt begeistert mit seiner direkten Art

Eine Freundschaft, eine soziale Gruppe, die bei jedem Livekonzert um exakt die Zahl der anwesenden Zuschauer wächst. Schon bald wird er als genialer Support-Act entdeckt, hat inzwischen dreimal als Vorband für Rainhard Fendrich mehrere Tausend Leute überzeugt und wird auf Festivals wie dem Tollwood München gebucht. Weil Wolfschmidt nicht mit Pathos auf die Bühne geht, ohne Inszenierung. Das mag manchen zu roh klingen, andere mag seine unkostümierte, direkte Art verunsichern. Wieder anderen scheint er vielleicht zu einfach gestrickt. Wenn die mal wüssten wie vielschichtig und –dimensional es hinter seiner Stirn zugeht.

Er holt einen fertigen Satz aus der Tasche und der passt.

Genau darin steckt sein Talent. Dass er Geschichten so unpoetisch und unprätentiös rüberbringt, wie das viele Jahrzehnte lang nur die ganz großen Folk- und Rockhelden, Songwriter aus dem Mutterland des Genres hinbekommen haben. Wolfschmidt stürzt sich nicht vom meterhohen Turm in ein Meer aus Worten, um nach dem richtigen zu tauchen.

Seelenstriptease und Exhibitionismus

Das ist so aufrichtig, dass viele hinter seinen Songs publikumswirksame Seelenstrips vermuten. Aha, denken sie: Wieder einer, der seine exhibitionistische Ader auslebt. Gut, dass er so kamerageil ist und nebenher als Moderator und Schauspieler seine Charakternase in der Glotze zeigt. Denn dadurch hält ihn genau dieselbe Gruppe von Leuten kurz darauf wieder für einen abgebrühten Inszenator seiner selbst.

Mitreissender Unterhalter und Geschichtenerzähler

Wie gesagt: Es ist schwer zu ermitteln, was ein Künstler eher braucht. Wolfschmidt, dieser mitreißende Unterhalter, der Rockenthusiast mit der überlegenen Coolness eines Alltagshelden, scheint die Antwort zu kennen. Aber geben wird er sie uns nicht. Dafür hat er viel zu viel andere wichtige Dinge zu sagen!

Michael Wolfschmidt präsentiert sein neues Album "Kostbar"

Jene Zeit, die wir im Job verballern, mit sinnlosen Beziehungen, mit Feiern, mit dem Alltag? Oder die Zeit, in der wir einfach stirnglatt daheim vor der Glotze sitzend in den Tag hinein brodeln in der Hoffnung, dass noch irgendwas aufkocht? Lassen wir es lieber. Darüber nachzudenken lohnt sich nicht.

Denn im Banalen liegt die Kraft des Ganzen. Wenn der fränkische Singer & Songwriter Michael Wolfschmidt die Frage stellt, wann wir die Sekunden oder Stunden des Bewusstseins zum letzten Mal gelebt haben, spätestens dann wird es still um uns. Denn das Nebenherleben hat Hochkonjunktur. Mal dies, mal das. So wundert es nicht, dass plötzlich solche Texte in der deutschen Popmusik zur Folklore werden.

Und auch wenn der Vollblutmusiker und Schauspieler Wolfschmidt aus Nürnberg eine Art Pionier in dieser Disziplin ist, er verkörpert seine Haltung mit einer Stimme, die so herrlich defensiv beratend wie ein Fahrlehrer daherkommt. Vielleicht ist Michael Wolfschmidt dem Hörer keine Hilfe. Aber das will er auch gar nicht. Er versinnbildlicht vielmehr den ultimativen Vorwurf:

MACH ENDLICH WAS AUS DEINER EINEN GELEGENHEIT!!!

...und wenn dieser Text eines kann, dann ist es das: Die Worte des Michael Wolfschmidt noch mal herunter zu brechen auf das Elementarste. Vor uns liegt ein Stück Musik für Menschen. Und jetzt lassen Sie uns hoffen, dass es genügend von denen zu hören kriegen...

Für alles andere ist unsere Zeit zu KOSTBAR

Kontakt

Jürgen Kerber
JAY KAY Event & Music
www.jaykay.de
kerber@jaykay.de 

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07.02.2014 Björn Frahm hat immer wieder neue Ideen

GFDK - Redaktion

Klassik meets Rock- All are one
Als Teenager wechselte der Musiker "Freeze 4U" von der Trompete zum Gesang und begab sich in rockige Gefilde. Als er dann das Album von Deep Purple mit dem "Royal Philharmonic Orchestra" in die Hand bekam, wusste er sofort: "So etwas möchte ich irgendwann auch mal machen."

Im Namen seines internationalen Medien Musik Projektes "United We Change" für Integration und Frieden musizierte er schon mit vielen Chören, in den verschiedensten Sprachen sowie mit Musikern aus den unterschiedlichsten Genres samt exotischen Instrumenten. Als er durch Zufall die Projekte des Landesmusikrates NRW kennenlernte, war er gleich Feuer und Flamme, so ein Projekt zu realisieren.

Ein Zufall kommt selten allein und so stellte Margit Nickolay, vom Studio für Musikunterricht, Freeze den Dirigenten und Komponisten "Tobias van de Locht" vor. Bei so einem Namen und Vita war ihm klar: Das ist der richtige Mann. Und sofort war man sich einig: Tobias dirigiert das Projekt "Klassik meets Rock - All are one".

Als sich dann heraus stellte, dass van de Locht`s Mentor "Sir Malcom Arnold" war, derjenige, der die LP mit der Rockband Deep Purple samt dem Londoner Orchester aufnahm, war der Traum zum Greifen nahe - er wird wahr- der Kreis schließt sich und es steht nun alles unter einem wunderschönen Stern.

Freezes Band besteht aus Musikern, die ebenfalls mit zahlreichen namenhaften Musikern arbeiten, sie haben sich dem Funk, Rock und Soul verschrieben. Das Projekt, ein Experiment vereint Laien und Profis genre- und altersübergreifend von 18 bis 70 Jahren. Die Musiker kommen von der Philharmonischen Gesellschaft, dem Ärzteorchester Düsseldorf sowie vom Studio für Musikunterricht, Margit Nickolay.

Bei Proben wurden Jam Sessions abgehalten, den Klassikmusikern die spontane Spielfreude der Improvisation vorgelebt und den Bandmitgliedern die Form des Spielens nach Noten mit vielen Mitstreitern samt Dirigent offenbart. Für jeden Einzelnen eine neue Erfahrung,
aber hierbei gilt stets: "All Are One".

Die Partituren der Songs von "Freeze 4U" haben die Komponisten Malte Mekiffer aus Düsseldorf, der auch ein Klavier-Solo präsentierte und der Münchner Samuel Dalferth, arrangiert. Eine große Herausforderung ist außerdem die Tonabnahme der unterschiedlichen Instrumente samt Beschallung. Dank Prof. Werner Roth und Reinhard Klose vom Institut Fuer Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule kam es unter der Leitung des Studierenden Michael Hohnstock hierfür zu einer Kooperation, wobei mehrere Studierende die technische Umsetzung tatkräftig unterstützen.

Eine ebenso große Anforderung wie die gemeinsame musikalische Performance aller beteiligten Musiker.

Das Projekt wird unterstützt vom Landesmusikrat NRW und dem Ministerium für Familie

Charmant und humorvoll durch den Abend

Freeze 4U führte das Publikum mit seiner charmanten und humorvollen Art durch den Abend. Zu jedem seiner Songs gab es kurzweilige Anekdoten, welche die sowieso heitere Stimmung im Saal noch weiter beflügelten. Den größten Teil der Songs präsentierte der Sänger mit Band-, Orchester- und Chorbegleitung.

Ergänzt wurde das Hauptprogramm mit unterschiedlichen Einlagen und Darbietungen. So konnte man eine Improvisation des Bandgitarristen Antonio Topino, Freeze 4U mit Akkustikgitarre und dem Violinisten Roman Brnčić hören.

Der Komponist und Pianist Malte Mekiffer präsentierte ein kurzes Solo am Flügel. Die Sängerin Sarah Tsehaye trug ein selbst komponiertes Lied mit dem Titel „Ohne Worte“ vor und wurde dabei von der Band begleitet. Als Anspielung an die musizierenden Ärzte coverte die Band im weiteren Verlauf des Abends das Stück „Difficult to cure“ der Hardrockband Rainbow, welches eine Hommage an Beethovens 9. Symphonie darstellt.

Beifall, Standing Ovations und der Ruf nach Zugaben

Gegen Ende der Veranstaltung gab es frenetischen Beifall, Standing Ovations und den Ruf nach Zugaben, die dann auch direkt erfolgten. Abgerundet wurde der Abend mit einem gemeinsamen Singen und Musizieren von Publikum und den Musikern des von Freeze 4U geschriebenen Friedenssongs „The beauty of our world“.

Die authentische Ausstrahlung, Begeisterung und Motivation der Sänger, Musiker und des Dirigenten versprühten einen ganz besonderen Charme. Die Beteiligten präsentierten ein buntes Bild der Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Laien und professionellen Musikern.

Klassik meets Rock von Freeze 4U

Das Publikum erwies sich dem Experiment „Klassik meets Rock“ gegenüber sehr aufgeschlossen. Auf der Seite des Klassik-Publikums konnte man Stimmen hören, die stolz berichteten erstmalig einem „Rock-Konzert“ beigewohnt zu haben. Wohingegen sich eingefleischte Rock/Pop-Fans dazu bekannten, sich in die „Streicher-Sounds“ verliebt zu haben…

Das Projekt wurde vom Landesmusikrat NRW aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Sport und Kultur NRW gefördert.

Sandra Heidbrink

Gottfried Böhmer

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07.02.2014 2014 soll es aber erst richtig losgehen

GFDK - Gottfried Böhmer

Liebe Leser, die Freunde der Künste wollen Euch nach Flora P., Kat Edmonson, Anna Alina, Tanja Selzer, Cäthe, Elif Demirezer, Lana Del Rey, Leslie Clio, Valentine, Nina Bradelin, Barbara Petzold, Anna Witt, Nina Nolte, Anna Pusica, Stephanie Lottermoser, Carola Paschold und vielen anderen Künstlerinnen nun Antonia Dering und das Bandprojekt Bartomuk vorstellen.

Professionalität und Spielfreude, Klanggefüge aus Stimme und Saxophon, so haben wir euch Antonia Dering kurz beschrieben. Wir wollen aber etwas ausführlicher werden, um die Künstlerin vorzustellen.

Die 24-jährige in München geborene Antonia Dering ist ein kleines Multitalent. Schon in jungen Jahren nahm sie Klavier und Gesangsunterricht, tanzte sich die Seele aus dem Leib und erprobte ihr Schauspieltalent in verschiedenen Schauspieljugendgruppen.

Bartomuk, das sind Antonia Dering, Julia Kellner und Leonhard Kuhn

Nach ihrem Abitur war sie 6 Monate in Bogamoyo, Tansania auf dem College of Art, wo sie verschiedene Tanz und Trommelkurse absolvierte und Kiswahili erlernte. Kiswahili ist eine Bantussprache und die am meisten verbreitete Sprache in Ostafrika. Kiswahilil, auch Swahili geschrieben wird von mehr als 80 Millionen Menschen gesprochen und ist Amtssprache in Tansania.

Im Juli 2012 machte Antonia Dering ihr künstlerisches und pädagogisches Diplom im Fach Jazz-Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seit Herbst 2013 studiert das junge Allroundtalent zudem noch Jazz-Kontrabass auf Bachelor am Konservatorium der Privatuniversität in Wien.

Bass spielt Antonia Dering nun schon seit zwei Jahren. In der Vergangenheit arbeitete sie in verschiedenen Formationen: Einem Jazz-Duo namens Ladybird, einem Vocal-Trio genannt "The Twitter Sisters and Band", in der sie mit Carlotta Dering und Pia Hinze auftritt.

Bis vor kurzem spielte sie auch noch in der Max-Manouche-Band, in der sie Stücke von Django Reinhard spielte. Die Hauptband von Antonia Dering ist das experimentierfreudige Jazz-Rock-Minimal-Trio Bartomuk, mit denen sie auch ihr Diplomkonzert absolvierte.

Bartomuk ist eine Liebeserkärung an die Musik und macht Antonia Dering sehr glücklich

Die Band Bartomuk macht die junge Künstlerin, mit ihrem vielfältigen Anspruch besonders glücklich, da sie dort sowohl ihren Gesang, Kontrabass, das Schauspiel und ihre Tanzleidenschaft verbinden kann.

2014 soll es aber erst richtig losgehen. Antonia Dering (Gesang/Bass), Julia Kellner (Baritonsax, Bassklarinette) und Leonhard Kuhn (Gitarre/Effekte) lassen es dann richtig krachen. Sie verbinden sich in herrlich kleinkarierten minimal, donnernden und wütend, drohenden Rock, sie projezieren farbenprächtige Musikcollagen an jede sich bietende Leinwand. So haben es die drei Künstler jedenfalls versprochen.

Gottfried Böhmer

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