Künstler mit besonderen Leistungen auf GFDK

05.02.2019 Philosoph der kunst

GFDK - Marco Hompes

Der Maler Rainer Magold kann auf unzählige Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken. Von Italien nach Polen, von Brasilien über Japan nach Dänemark, China, den USA, Israel... die Liste ist lang. Zu lang, um sie in aller Fülle hier darlegen zu können.

Seine Biografie ist aufs Engste verbunden mit großen Namen der Kunstgeschichte: Elvira Bach, Markus Lüpertz oder Joseph Beuys. Auch dem Maler Magold gebührt ein fester Platz in der Kunstgeschichte.

Rainer Magold - Über die Kunst

Ernst Cassirer schrieb in seinem, 1944 im amerikanischen Exil entstandenen Text „An Essay on Man“ folgendes: „Die Wissenschaft gibt uns Ordnung im Denken; die Moral gibt uns Ordnung im Handeln; die Kunst gibt uns Ordnung in der Auffassung der sichtbaren, greifbaren und hörbaren Erscheinungen.“1

Die Kunst vermag also, folgt man Cassirer, ganz andere Ordnungen, oder wie ich ergänzend hinzufügen möchte, Erfahrungen zu bieten.

Gerade in der heutigen digitalen, schnelllebigen Zeit, ist es vor allem die Kunst, die Beständigkeit schafft und sozusagen als Regulativ wirksam werden kann. Genau diese Möglichkeit der Beständigkeit macht Kunst heutzutage zu einer der beliebtesten Kapitalanlagen überhaupt. Wer die Kunst aber ausschließlich als solche betrachtet, der würde sie missverstehen.

Denn ihre Beständigkeit schafft sie gerade erst durch ihr Potenzial, andere Erfahrungen zu schaffen. Sie kann Momente der Entschleunigung, der Sinnlichkeit, der Überraschung bieten. Sie erlaubt uns eine alternative Sicht auf die Dinge, die uns umgeben.

Die Malerei Magolds

Gerade die Gemälde Magolds können dem Betrachter die oben genannte Sichtweise ermöglichen. Ich würde sein  Werke gerne als „Manifestationen des Sinnlichen“ bezeichnen. Denn sie bieten uns Farben und Formen, in die wir vollends mit unserem geistigen Auge eintauchen können; beispielsweise kräftiges, Energie geladenes Rot, kühles, beruhigendes Blau, mysteriös, transzendent scheinendes Schwarz, sattes Grün... All diese Farben bieten Emotionen. Sie wecken Assoziationen, welche auch viel über unsere kulturelle und soziale Prägung verraten können – und auch über unsere persönlichen Leidenschaften.

Mit den großen Künstlern verbunden

Rainer Magold trägt die Farben in expressionistischer Manier, mit breitem und schnellen Pinselduktus auf. Man kann ihn daher durchaus als Expressionisten bezeichnen. Tut man dies aber, so darf man es nicht falsch verstehen. Es geht in seiner Malerei nicht darum, einen Stil vom Anfang des 20. Jahrhunderts zu adaptierten oder gar zu kopieren. Seine Gemälde haben nur eine marginale Verwandtschaft mit den Werken von Künstlern wie Ernst Ludwig-Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Erich Heckel.

Am ehesten könnte man ihn noch in die Nähe zu Emil Nolde, Gabriele Münter oder Marianne von Werefkin bringen. Dies aber nicht unbedingt aus stilistischen Gründen. Während eines Telefonats sagte mir Rainer Magold, dass der Expressionismus für ihn kein Stil sei. Einen solchen Stil gebe es gar nicht. Vielmehr ist es eine Lebenseinstellung. Der Expressionismus also als Lebenseinstellung?

Wie Münter, Nolde oder Werefkin treibt auch den Maler Magold eine große, fast intime Begeisterung für seine Sujets an. Und genau darin liegt ja auch die Crux des Expressionismus: Er ermöglicht es einem jedem Maler und einer jeden Malerin den ganz eigenen Stil zu finden, die eigenen Motive zu finden, die eigenen Farben und auch den eigenen, persönlichen Pinselstrich. In diesem Sinne ist der Expressionismus eine höchst individualistische Ausdrucksweise und, wie Rainer Magold richtig sagte, kein Stil per se.

Es geht in seiner Malerei nicht um konzeptuelle Überlegungen an theoretische Diskurse der Malerei, auch wenn man seinen Werke eine starke philosophische Tiefe nicht absprechen kann. Vielmehr ist das Thema der Bilder schlicht und einfach: Leidenschaft! Und ich denke, dass man wohl behaupten darf, dass man diese Leidenschaft seinen Gemälden anmerkt.

Wer offen ist für die Malerei, wer bereit ist sich auf sie einzulassen, der- oder diejenige wird diese starke Emotion wohl nachvollziehen können. Denn genau das ist es ja, was die Kunst ausmacht. Bereits der Philosoph Martin Heidegger konstatierte, dass das Kunstwerk zwar immer auch Material sei, dass es ein Kunstwerk immer auch ein Ding sei. Anders als aber „Zeug“, kann es nicht reduziert werden auf eine Dienlichkeit, auf sein Wozu, sondern weist immer auch über die bloße Materialität und eine mögliche Nützlichkeit hinaus.

Kunstwerke lassen Wahrheiten erschließen, oder wie Heidegger es sagte: Das Kunstwerk definiert sich durch das „Sich-ins-Werk-Setzten der Wahrheit“.2 Letztlich konstatiert ein Kunstwerk ein Da-Sein, und das macht es zu einem idealen Ort, um sich und seine Umgebung in einer anderen Form zu betrachten.

Die Motive Magolds

Die Themen, die Rainer Magold behandelt, sind äußert vielfältig. Was diesen Aspekt angeht, lässt er sich nicht einschränken. In seinem umfangreichen Oeuvre tauchen Landschaften, schöne Frauen, mythologische Themen, Heroen, abstrakte Gemälde aus Pech und auch zahlreiche Porträts auf.

Unter Letzterem sind viele bekannte Persönlichkeiten zu finden: die schöne und gleichzeitig tragische Marilyn Monroe, die Sängerin Tina Turner, die elegante und mysteriöse Coco Chanel, der in sich gekehrte, rot erstrahlte Mahatma Ghandi oder auch der müde Charlie Chaplin. Man könnte fragen: „Wie passt all das zusammen?“.

Rainer Magolds Motivwahl basiert auf seinem Interesse für die dargestellten Persönlichkeiten. Doch eines haben sie alle gemein: Sie alle besitzen eine enorme Ausstrahlung, Charisma oder genießen eine aufgeladene, zwiegespaltene  Meinung in der Bevölkerung. Alle haben sich durch Leistung und Mut hochgearbeitet. Dieser Ehrgeiz beeindruckt Magold. Doch alle die Bilder zeigen auch eine andere Seite.

Marilyn Monroe galt als Sex-Symbol

Doch hinter dieser Fassade war sie auch eine traurige Person. Auch Magolds Gemälde „Der Papst trägt Prada“ zeigt zwei Seiten ein und derselben Medaille. Der Titel verweist auf den Kinofilm: „Der Teufel trägt Prada“, dargestellt wird Papst Benedikt XVI in einem grell rötlichen Ton, was ihm fast diabolische Züge verleiht. Im gleichen Zuge verweist der Titel auch auf eine reale Begebenheit, auf die roten Schuhe, welche der Pontifex bei einem öffentlichen Auftritt trug.

Lange kursierte das Gerücht, dass es ein Paar des Modehauses Prada sei. Magolds Bilder haben also immer mehrere Ebenen, immer auch einen doppelten Boden. Dazu passt auch, dass viele der Gesichter Risse in der Malschicht aufweisen. Diese Krakelee sollen aber nicht als kritische Hinterfragungen der gezeigten Prominenten verstanden werden. Vielmehr soll die Fragilität der Seele, das Menschliche an ihnen betont werden.

Es sind diese inneren Dualismen oder besser: diese innere Dialektik, die Magolds Bilder aufladen und mit Bedeutung versehen. Welche der verschiedenen, angedeuteten Ebenen der Betrachter erkennt, das bleibt offen. Denn auch wenn der Maler seine Gemälde aus einem inneren Schaffenstrieb heraus herstellt, so ist es letztlich immer der Betrachter, der die Bilder vollendet.

Um noch einmal zurückzukommen zu den diversen Themen. Für seine Malerei schöpft der Maler frei aus einem riesigen, niemals endenden Pool an Bildern und Motiven der realen Welt. Das ist auf keinen Fall selbstverständlich! Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa war lange kein Platz für die gegenständliche Kunst. Alle Formen und Möglichkeiten der abstrakten Kunst wurden durchexerziert.

An den 1960er Jahren aber wurde der Ruf einiger junger, vielleicht radikaler Künstler nach einer Rückbesinnung auf die Gegenständlichkeit immer lauter. Hier sind Namen zu nennen wie Georg Baselitz, Eugen Schönebeck, Markus Lüpertz,  Gerhard Richter oder eben auch Rainer Magold.

Das neue an dieser Malerei war, dass diverse Möglichkeiten der Gegenständlichkeit ausprobiert wurden. Themen wurden spielerisch, manchmal ironisch, manchmal symbolisch in die Malerei übertragen. Es wurde häufig mit neuen Materialien experimentiert. Sigmar Polke etwa experimentierte mit giftigen Chemikalien, Anselm Kiefer applizierte Blech, Eisen und andere Stoffe auf seine Leinwände und Rainer Magold experimentiert seit über 30 Jahren mit Pech.

Diese Bilder gehören zu seinen abstrakten Arbeiten. Ähnlich wie Gerhard Richter will sich auch er nicht für das eine oder das andere entscheiden. Und das ist das Schöne an der heutigen Kunst. Bildende Künstler müssen sich nicht mehr festlegen. Darüber hinaus bedürfen die Pechbilder keiner Motivik. In ihrer Wirkung, ihrer beinahe skulpturalen Gestalt, sind sie so aufgeladen und intensiv, dass es keiner Farben und keiner Motive bedarf.

Aber auch die gegenständliche Objekte sind keine Nachahmungen von Realität. Wie schon deutlich wurde, versucht Magold etwa die bekannten Persönlichkeiten nicht in der realen, medial mediatisierten Gestalt dazustellen. Vielmehr ist die Malerei eine Realität für sich.

Häufig sind dien Dargestellten Personen der heutigen Populärkultur. Ähnlich wie die Künstler der Popart, Andy Warhol oder Roy Lichtenstein, bringt er Bekanntes in seine Bilder ein. Die Zutrittsschwelle ist daher für den Betrachter nicht hoch. Alles Bekannte wird gerne betrachtet, wir kenne es, wir haben unsere Meinung dazu. Genau das ist aber der Trick der Bilder und das macht sie so spannend.

Denn wenn wir ohne Scheu auf das Bild zugehen, ist dies der erste Schritt in die wunderbare Welt der Formen und Farben, der Leidenschaften und Emotionen. Erst bei näherer Auseinandersetzung entdecken wir die inneren Dualismen, tauchen ein in die innere Dynamik der Gemälde, und wenn alles gelingt, springt der Funke auf uns über.

Diese Vorgehensweise hängt eng mit Rainer Magolds persönlichem Interesse zusammen. Es liegt in seinem humanistischen Werdegang begründen, dass er mit seiner Kunst nicht nur abbilden oder kommentieren will, sondern dass er mit seiner Kunst auch etwas erreichen, etwas ändern möchte. Dieser vielleicht anthroposophische Gedanke ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Hierzu braucht es Zeit und Ruhe und fordert die sinnliche Auseinandersetzung mit den Bildern.

Dann können wir verstehen, dass der Mensch Freiräume braucht, geistige und emotionale Freiräume, und dass es eben Kunst ist, die uns diese Freiräume schaffen kann. Erfahren wir diese Freiräume durch die Kunst, kann es uns helfen, um es mit Cassirer zu sagen, „Ordnungen in der Auffassung der sichtbaren, greifbaren und hörbaren Erscheinungen“ zu schaffen.  

Marco Hompes

1 Ernst Cassirer: Versuch über den Menschen. Meiner Verlag, Hamburg 2007, S. 257

2 Martin Heidegger: Der Ursprung des Kunstwerks“, Reclam Verlag, Leipzig 1960, S.33

3 Tatsächlich aber stammten die roten Schuhe vom Designer Adriana Stefanelli, der unter anderem auch Schuhe für den russisch-orthodoxen Patriarchen Alexij II oder den polnischen Politiker Lech Wałęsa entwarf.

 

Vita Rainer Magold

In Karlsruhe geboren, ist Rainer Magold in einer Welt der modernen Malerei aufgewachsen. Sein Vater (Maler der Akademie der Bildenden Künste/München und Gründer der Südpfälzischen Kunstgilde) gab ihm vieles weiter, insbesondere das Talent, Emotionen, Lyrik und Meditation expressiv und abstrakt zu malen. Er ermöglichte es ihm vielen Künstlern in Deutschland und Frankreich zu begegnen. Schon früh begeisterte Magold sich auf Ausstellungen in Strassburg und Paris für Turner, Picasso, Jean Arp.

 

Dem folgten mit 17 Jahren Studienreisen nach München, Venedig und Rom. Einer ersten eigenen Ausstellung in London (1970) folgten Studienaufenthalte oder Ausstellungen in Italien, Marokko/Algerien/Tunesien, Sao Paulo/ Brasilien, Dänemark/Schweden, Frankreich/Holland/Belgien, China, Hongkong, Jugoslawien, Israel, Schweiz, Barcelona/Madrid, Österreich, Sri Lanka; zuletzt 2009 in Mannheim und Berlin.


Prof. Joseph Beuys bestärkte Rainer Magold in der„Freien internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung e. V“ konsequent seinen eigenen unabhängigen Weg zu gehen. Er hat mit vielen international bekannten Designern und Künstlern gearbeitet; 2009 z. B. mit Elvira Bach, Prof. Thomas Hornemann (Berlin), Prof. Fritz Dickgiesser (Kunstakademie Düsseldorf) und Prof. Markus Lüpertz.

Sein Atelier war im Anwesen Barthélemy, seit über 200 Jahren eine Kraftquelle vieler internationaler Künstler. Dieser Tradition ist der Maler Rainer Magold verbunden. Schon früh entwickelte seine eigenen Methoden und Techniken. Er ist heterogen in seinen vielseitigen Techniken aber immer homogen und konsequent in der mystischen Thematik.

Nach 50 Jahren Erfahrung als Maler verbindet Rainer Magold den klassischen Deutschen Expressionismus mit abstraktem Expressionismus in seiner einzigartigen Handschrift, die in emotionalen Portraits und abstrakten Landschaften deutlich wird.

Seine Bilder hängen bei Kunstsammlern in der ganzen Welt, z. B. in Frankreich, Hongkong/China, Italien, London/Großbritannien, Wien, Salzburg/Ostereich, Sao Paulo/Brasilien, Lausanne/Schweiz, New York/USA.

Heute lebt und arbeitet er in der Südpfalz an der französischen Grenze.

Kontakt:

Salten Theater & Kunst Promotion

lilo.salten@saltengastspiele.de

 

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20.01.2019 Starke Farben in Konstantin Voits Gemälden

GFDK - Peter Verclas

Künstler Vorgestellt -  Die vermutlich größte Schablonensammlung der Welt, gängige Acryl- und Sprayfarben in 250 Farbtönen, dies ist das Instrumentarium des Mannheimer Künstlers und WeldePublikumspreisträgers Konstantin Voit.

Seine Werkzeuge nutzt er für Werkreihen, deren Gegenstand stets ein Teil seiner Schablonensammlung ist und die er Blöcke nennt. Die aktuelle Reihe heißt Equinox: Tag- und Nachtgleiche.

Aufmerksamkeit auf die Farbe

Für den Künstler Voit, der in Hamburg bei Sigmar Polke studierte, ist die Farbe das zentrale Thema. Seine Bilder wirken direkt aus der Farbe. Es geht Voit nicht um eine realistische Abbildung.

Vielmehr soll das Thema bestimmter Schablonenserien wie etwa bei "Equinox" die Aufmerksamkeit auf die Farbe lenken. Nichts soll von der Farbe ablenken, weshalb die Bilder von Voit auch stets vertraute DIN-Formate haben.

Malerische Möglichkeiten

Die Schablonen Voit besitzt tausende, auch historische sind das wichtigste Werkzeug seiner Malerei. Sie schränken wegen der vorgegebenen Formen zwar ein, sagt Voit, andererseits fordere es aber heraus, die malerischen Möglichkeiten innerhalb dieser bewusst gewählten Reduktion zu erforschen. Er kombiniert Schablonen im Computer zu neuen Mustern.

Experimentieren und Verändern

Auf diese Weise entsteht eine Vielzahl von Entwürfen. Anschließend setzt Voit einen Teil dieser Entwürfe handwerklich in Gemälde um. Der Unterschied zwischen Entwurf und Bild ist ihm wichtig: Ein Bild ist greifbar, sichtbar und besteht aus physischen Farben.

Die Entwürfe hingegen dienen zum Experimentieren und Verändern; im Computer lässt sich das alles leicht bewerkstelligen. Als bereits fertiges Bild sind ihm diese jedoch zu glatt: Deshalb erfolgt die anschließende Umsetzung in die physische Welt der Malerei.

Es geht immer um das nächste spannende Bild

Bislang hat Voit zehn Blöcke geschaffen, die jeweils zwischen 32 und 119 Bilder umfassen. Es gibt keinerlei Vorgaben, wann eine Serie zu Ende ist: Es ist einfach eines Tages soweit, berichtet er.

Dann hat Voit bereits Ideen für den nächsten Block aus dem einen Thema ergebe sich das nächste. Neue Entwürfe und die tatsächliche Arbeit auf der Leinwand laufen parallel: Es geht immer um das nächste spannende Bild, sagt er in Bezug darauf, dass sich künstlerische Arbeit trotz aller Ordnungssysteme nur schwer planen lässt.

Konstantin Voit Kurzbiographie

1964        geboren in Mannheim

1989-96   Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg

1996        Diplom an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg

2003 ff.    Dozent an der Freien Kunstakademie Mannheim, freischaffender Künstler

Preise und Stipendien

2014         WeldePublikumspreis

2006         Kunstpreis der 16. Künstlermesse Karlsruhe

2003         WeldeKunstpreis

2003         Kunstpreis der Stadt Bühl/Baden

Stipendien

Stadt Mannheim, der Länder Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen

Ausstellungen(Auszug)

Mannheim, Ludwigshafen, Wiesbaden, New York, Hamburg, Berlin

Die fünf WeldePublikums-Preisträger im Überblick

Dietmar Brixy lebt und arbeitet in Mannheim. Das jetzt mit dem WeldePublikumspreis ausgezeichnete Werk, ein Ölgemälde, stammt aus der 2012 begonnenen Werkreihe Discover.

Konstantin Voit betreibt in Mannheim die Malfabrik. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für das Werk Evolution.

Marisa Vola lebt in Heidelberg. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt sie für das gewebte Werk Webthings.

Michael Volkmer, Jahrgang 1966, lebt und arbeitet in Neuhofen bei Ludwigshafen. Den WeldePublikumspreis 2014 erhielt er für sein Werk FUN.

Olga Weimer & Marcel Weber sind in Mannheim ansässig. Ihr mit dem WeldePublikumspreis 2014 ausgezeichnetes Werk ist ein Ölgemälde mit dem Titel Strandgut.

Informationen zum Publikumspreis 20 Jahre WeldeKunstpreis 2014

  • Preisverleihung und Vernissage: Montag, 20. Oktober, 19 Uhr, Palais Hirsch, Schlossplatz 2, 68723 Schwetzingen
  • Preisträger-Ausstellung mit mehreren Arbeiten jedes der 5 Publikumspreisträger: 21. Oktober bis 23. November, Kunstverein Schwetzingen, Palais Hirsch. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr, Eintritt frei.

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01.01.2019 Der freien Kunst droht Gefahr

GFDK - Künstler Vorgestellt - Gottfried Böhmer

Im Zeichen der hysterischen #MeToo-Debatte, wo man hinter jedem Baum sexuelle Übergriffe und Missbrauch vermutet, ist auch die künstlerische Freiheit in Gefahr. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, in Berlin wird ein angeblich sexistisches Gedicht übermalt, und man fragt sich wo die Zensur beginnt.

Der freien Kunst droht Gefahr

„Es ist ein Zeichen der Verblödung von Studenten,“ meinte dazu der CDU Politiker Michael Braun. Es zeigt absurde Züge einer vermeintlichen Sexismus-Kritik“, empörte sich auch der FDP-Kulturexperte Florian Kluckert.

Akt-Bilder werden aus Ausstellungen entfernt und jüngst, man kann es kaum glauben, hat ein Museum in Manchester das Gemälde „Hylas and the Nymphs“ (1896) von John William Waterhouse abgehängt, weil es angeblich sexistisch ist.

Damit ist ein erstes Gemälde Opfer der gegenwärtigen Sexismus-Debatte geworden. Die Begründung der Kuratorin Clare Gannaway ist abenteuerlich oder einfach nur dumm: „Das Gemälde stellt den weiblichen Körper als passive, dekorative Form dar," meinte sie.

Gefahr für die Kunst droht aber auch von anderer Seite. In der Volkshochschule Hellersdorf in Berlin wurden unlängst Akt-Bilder der Künstlerin Susanne Schüffel abgehängt, weil diese nach Aussage der Schulleitung die Gefühle von Muslimen verletzen würden. Leider ist das kein Einzelfall mehr, schon vor drei Jahren wurden erotische Fotos von Wolfgang Hiob im Rathaus Köpenick abgehängt.

Der Fotokünstler Kristian Liebrand

Und weil das alles so traurig ist, stellt die GFDK-Redaktion ihnen nun einen bemerkenswerten Künstler vor, der sich mit großer Leidenschaft der Akt-Fotografie verschrieben hat. Und das ist ohne Frage Kunst. Es lebe der Akt.

Kristian Liebrand meint dazu: Ich hatte natürlich auch schon oft mit Vorbehalten zu kämpfen. Insbesondere bei der Suche nach Locations für Ausstellungen. Oft wurde argumentiert, dass es im Hinblick auf den Jugendschutz nicht geht. Meine Meinung dazu: "In Zeiten von Smartphones und überall verfügbaren Hardcore-Pornos sind AKTFOTOGRAFIEN für Jugendliche in etwa so gefährlich wie Kaugummis."

Nicht die Nacktheit ist entscheidend

Mehr als nackt! / „more than nude.“  Das ist der Anspruch des 1973 geborenen Fotokünstlers Kristian Liebrand, der das anspruchsvolle Genre der Aktfotografie immer wieder aufs Neue interpretiert. Seine Werke zeigen, dass nicht die Nacktheit entscheidend für ein Aktfoto ist.

Kristian Liebrand hat sich vor 10 Jahren für seine Passion entschieden und dafür seinen gut dotierten Job als Betriebswirt und Manager an den Nagel gehängt. „Mir war wichtig, etwas zu machen, das mich und andere Menschen mit Freude erfüllt."

Bleibende Werte zu schaffen, die nicht materialistisch sind. Gute Aktfotografien verlieren nie ihren Wert und bleiben über Jahrzehnte, selbst in einer oberflächlichen Wegwerf-Gesellschaft“.

Kristian Liebrand geht es um die individuelle Schönheit der Frau

Die Aktfotografie von Frauen bietet Kristian Liebrand den kreativen Spielraum, um seine visuellen Kompositionen umsetzen zu können. Die Nacktheit spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es darum, die individuelle Schönheit der Frau hervorzuheben.

Durch eine besondere Komposition aus Licht, Perspektiven und Posen, die man noch nicht schon zigfach gesehen hat.  So  kommen auch Bodypaintings zum Einsatz, um besondere Akzente zu setzen.

Der Bildgestaltung widmet sich der Fotograf auch selbst. „Externe Bildbearbeiter sind für meine Arbeiten  tabu. Sie kennen nicht die Persönlichkeit des Models, die Stimmung am Set und meine Bildintention.

Somit kann ein externer Bildbearbeiter nur technisch arbeiten. Da fehlt dann das Gefühl, und das ist entscheidend. Eine gute Bildbearbeitung ist sensitiv, und nicht rein technisch.“

Der Freiraum für die Fantasie des Betrachters

Das Ergebnis überrascht und verführt den Betrachter ohne explizit zu sein. Freiraum für die Fantasie des Betrachters ist dem Fotokünstler wichtig. „More than nude“ ist der Name seiner zwei bisher veröffentlichten Bildbände

Ausgestellt wurden seine Aktfotografien bisher in Düsseldorf, Köln, Berlin, Wien, London und New York. Der Künstler möchte dabei nicht nur Menschen erreichen, die Galerien besuchen, sondern alle anderen Leute. Er stellt daher auch an ungewöhnlichen Orten aus. Damit möchte er allen zeigen, dass Aktfotografie auch eine kreative Kunstform sein kann und keine plumpe, unästhetische Ablichtung von Geschlechtsmerkmalen.

Auch die Frau von nebenan kann zu einem Kunstwerk werden

In Bochum betreibt der Fotograf ein 360 qm großes Atelier mit zahlreichen Kulissen. Seine privaten und gewerblichen Kundinnen kommen aus ganz Europa. Mit der Erfahrung aus mehr als 1.000 Akt-Fotoshootings kann Kristian Liebrand auch die „Frau von nebenan“ zu einem Kunstwerk werden lassen. 

Die Fotoshootings sind grundsätzlich ohne Zeitlimit. „Ein Fotoshooting soll so entspannt wie möglich sein. Wenn im Hintergrund die Uhr tickt, ist das für alle Beteiligten nicht gut und somit schlecht für das Foto.“, so Kristian Liebrand. 

Der Fotograf hat klare Vorstellungen wie das Bild werden soll und arrangiert das gesamte Set. Von der Pose über die Perspektive bis hin zum Licht. Als fotografierte Person benötigt man daher weder Modelerfahrung noch eine Modelfigur.

Die Liste der bisherigen Fotolocations ist bemerkenswert: Flughafen, Schauspielhaus, Waschstraße, Fußballstadion, Badausstellung, Diskothek, Lost-Places, Strand, Industriehalle, Werkstatt, Kino, Wasserfall, Pferdestall, Schrottplatz, Kokerei, U-Bahnhof, Berliner Mauer, Rennstrecke, Labor, Parkhaus, Kaserne, Pool, Golfplatz, Eisenbahnwaggon, Frisörsalon, Bahngleis, Strand, Meer, See, Hotel, Yacht, Zeche, Unterwasser sowie Public Places wie Venedig und die Altstadt von Havanna.


Ein paar seiner Fotografien stellen wir Ihnen hier vor. Seine gesamte Bildergalerie, darunter viele  international ausgezeichnete Werke, und weitere Informationen über seine Arbeit finden Sie hier.

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01.01.2019 ein ausnahmetalent

GFDK - Jörg Schwarz

Pablo Picasso ist sein Idol, er malt farbige, „expressiv-abstrakte Bilder“, und seine Ausstellungen sind überall auf der Welt in kürzester Zeit ausverkauft: Leon Löwentraut, gerade mal 19 Jahre alt, ist der Shootingstar der internationalen Kunstszene.

Gerade erst machte der Nachrichtensender ntv, unter der Leitung von ntv Kunstexperte Wolfram Kons und Produzent Kai Böcking vermittelt durch den Düsseldorfer Galeristen und Kunstverleger Dirk Geuer, ein Porträt des jungen Künstlers.

Leon Löwentraut - Ausnahmetalent der Kunst

Für die Dokumentation „Leon Löwentraut – Ausnahmetalent der Kunst“, traf Wolfram Kons den jungen Maler in Düsseldorf und ging mit ihm auf Spurensuche. Er sprach mit Löwentrauts Eltern und seiner Kunstlehrerin, die ihm nur eine 3 auf dem Zeugnis gab, beleuchtete den Werdegang des Erfolgs und erfuhr auch sehr private Dinge über Niederlagen, Träume, Wünsche und Pläne des Künstlers.

Besonders beeindruckt war Wolfram Kons von der Entstehung eines Gemäldes, wo er hautnah mit dabei sein durfte: „Das war wirklich Malen bis zur Ekstase“, beschreibt Wolfram Kons die Malaktion. „Wie Leon Löwentraut zu lauter Musik ein neues Werk auf die Leinwand zaubert, ist von atemberaubender Dynamik und leidenschaftlichem Exhibitionismus.“

Malen mit vollem Körpereinsatz

Löwentraut kombiniert Farben und Formen gestisch wild, malt oftmals mit Tube statt mit Pinsel. Seine Sujets sind vielseitig, beschäftigen sich mit Menschen und Zwischenmenschlichem, oszillieren zwischen Optimismus und Kritik, zeigen oftmals den isolierten Menschen hinter der sozialen Fassade.

Dabei spielt der Aktionismus, wie er im sogenannten Action Painting zum Ausdruck kommt, in der Werkentstehung eine entscheidende Rolle. Bevorzugt malt Löwentraut auf dem Fußboden - mit vollem Körpereinsatz.

Die nächste Ausstellung von Leon Löwentraut „Singles & Couples“ findet in der Düsseldorfer Galerie Geuer & Geuer an der Heinrich-Heine-Allee 19 statt und wird am Freitag, dem 29. September 2017 im Beisein des Künstlers um 19 Uhr eröffnet.

Die n-tv Inside Art -  Doku "Leon Löwentraut - Wunderkind der Kunst" lief am Sonntag, 17.09 um 14:05 Uhr.

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27.11.2018 Die Malerin Yvonne van Acht

GFDK - Künstler Vorgestellt

Liebe Kunstfreunde, hier haben wir eine neue Künstlerin, die wir Euch vorstellen wollen. Am 24. November eröffnet der Kunstverein Ulm die neue Ausstellung „Zwischen Göttern und Menschen – Trojas Transzendenz“ der Düsseldorfer Malerin Yvonne van Acht, einen Werkzyklus, den die Künstlerin eigens für den Kunstverein Ulm geschaffen hat.

Die Einzelausstellung zeigt über 65 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle zu den Themen des Trojanischen Krieges und der griechischen Mythologie.

In den teils großformatigen, figurativen Arbeiten setzt sich die Künstlerin und Schriftstellerin insbesondere mit der Frage nach dem Schicksal auseinander und entwickelt aus der Freiheit der Zeichnung heraus einen neuen expressiven Malstil.

Dadurch erhält das Figurative in ihren Bildern eine ungebändigte, zeichnerische Kraft, die von einer dynamischen Farbgebung ausdrucksstark unterstrichen wird. Man kann ihren unverwechselbaren Stil auch als eine zeichnende Malerei bezeichnen, die durchaus erzählerische Qualitäten offenbart. Thematisiert wird dabei das Verhältnis zwischen Menschen und Göttern.

Das Gemälde „Auf Troja“, das Titelmotiv der Ausstellung, zeigt die spannungsbeladene Dualität zwischen dem übergeordneten Göttlichen und denen ihm unterworfenen Menschen, die den Launen eines trinkenden und mit Lorbeer gekörnten Zeus hilflos ausgeliefert sind.

Strahlendes Gelb trifft auf markantes Schwarzweiß, spitze Linien und rote Pfeile deuten, kompositorisch durchdacht, das fatale und besiegelte Schicksal von Hektor und Achilles an. Krieg und Tod scheinen unausweichlich, kehren in ihrer symbolischen Form der roten Blitze in „Hektor und Andromache“ zurück.

Neben achtzehn, teils großformatigen Leinwandarbeiten aus 2018 werden auch erstmalig Zeichnungen und Studien der 43-jährigen Künstlerin aus 2003 präsentiert, die sowohl inhaltlich als auch stilistisch Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Menschlichen im Verhältnis zum Göttlichen bilden.

Komplettiert wird die Werkschau von Aquarellen und 24 von Hand übermalten Buchseiten aus Homers Ilias, die Ilias Lied in 24 Gesängen behandeln.

Yvonne van Acht, die freie Malerei, Grafik und Zeichnung an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen bei Stephan Schneider und Thomas Ruch von 2003 bis 2006 studiert hat und als ihre Meisterschülerin gilt, machte bereits mit mehreren Einzelausstellungen u.a. in der Kunsthalle Osnabrück in der Dominikanerkirche und im Osthaus Museum Hagen auf sich aufmerksam.

Darüber hinaus hat sie die Künstlerausgabe des „Brockhaus in einem Band“ 2011 gestaltet und war Finalistin des Gesellschafter Art Awards 2006. Die Düsseldorfer Malerin wird von der Galerie Geuer & Geuer vertreten, die auch Julian Schnabel 2017 nach Ulm gebracht hat.

Die Vernissage – ebenfalls im Beisein der Künstlerin und ihres Galeristen – ist am Samstag, dem 24. November 2018, um 17 Uhr. Begrüßung: Dr. Dippel, Vorstand Kunstverein Ulm. Die Ausstellung läuft bis zum 6. Januar 2019.

 

 

 

 

 

 

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05.10.2018 28. FILM FESTIVAL COLOGNE

GFDK - Künstler Vorgestellt

Der Berliner Schauspieler Lars Eidinger wird beim 28. FILM FESTIVAL COLOGNE, das am morgigen Freitag beginnt, mit dem International Actors Award ausgezeichnet.

Der Preis geht an Persönlichkeiten, die durch ihre schauspielerischen Leistungen Bekanntheit und Anerkennung im internationalen Film- und TV-Geschehen erlangt haben.

Eidinger, der derzeit in der Rolle des Bertolt Brecht in „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ auf der Leinwand zu sehen ist, hat sich nicht nur in der deutschen Kino- und Fernsehlandschaft einen Namen gemacht.

Auch in zahlreichen internationalen Produktionen, darunter der russische Kinofilm „Mathilde – Liebe ändert alles“ und die britische BBC-Miniserie „SS-GB“, wirkte er mit.

Im Programm des Festivals in Köln wird er in Claire Denis‘ neuem Science-Fiction-Abenteuerfilm „High Life“ zu sehen sein, der in der Reihe Best of Cinema gezeigt wird.

Zudem hat Eidinger einen Gastauftritt in Jan Bonnys jüngster Regiearbeit „Wintermärchen“, die für die Reihe Made in NRW ausgewählt worden ist.

Die Verleihung des Preises an Eidinger findet am Freitag, 12. Oktober, im Rahmen der Film Festival Cologne Awards statt.

Position Public Relations

 

 

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02.09.2018 Silber & Salz

GFDK - Künstler Vorgestellt

nackt - In der Aktfotografie bemühen sich Modell und Künstler in der Regel darum, einen Moment von besonderer Schönheit zu treffen. Es geht darum, intensiv zu sein, elegant, grazil oder stark, in den meisten Fällen aber irgendeinem Ideal zu entsprechen.

Unvorteilhafte Positionen werden vermieden, Narben und Druckstellen kaschiert, Falten und Hautunreinheiten retuschiert.


Thomas Rusch begibt sich mit „nackt“ auf die Suche nach einem anderen Ausdruck. Seine Fotos zeigen Menschen jenseits von klassischen Posen und Schönheitsidealen.

Er bittet seine Modelle ihn nicht zu beachten. Positionen einzunehmen, die nichts anderes darstellen wollen als ihr Gefühl für den Augenblick. Er fängt damit somnambule Momente voller Entspannung und Energie, In-sich-Ruhen und langsamer Bewegungen ein.


Diese Portraits zeigen unterschiedlichste Körper, die nicht immer den gängigen Schönheitsidealen entsprechen. Sie sagen: Nichts ist abgeschlossen, nichts bleibt und nichts ist perfekt. Erst „Makel“ machen das Schöne vollkommen.


Thomas Rusch lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg, ist 55 Jahre alt und hat eine kuhle Wampe.

Ab Ende der achtziger Jahre wurden seine Porträts berühmter Persönlichkeiten aus Kultur und Politik in diversen Magazinen veröffentlicht, u. a. in Zeitmagazin, Der Spiegel, Max, GQ. Zeitgleich entstanden zahlreiche prämierte Ausstellungsprojekte, wie „Paradise Lost“, „Cirque O“, „die Ecke“ und mehr

Auch die Bilder mit Heike Makatsch als Laura Eichhorn in der hr-Produktion "Sechzehneichen" wurden von Thomas Rusch fotografiert.

Ausstellung vom 31.8. - 29.11.2018
Vernissage am 31.8.2018, 19h bei  Silber & Salz,  Holzmarktstrasse 25, 10243 Berlin

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15.08.2018 einflussreiche Künstlerin

GFDK - Künstler Vorgestellt

Robyn gilt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Mit großer Hingabe fördert sie immer wieder neue Talente und tritt für die Stellung der Frauen in der Musikbranche ein.

Die heute 39-Jährige dreht noch mal auf

Robyn startete ihre Karriere im Popmusikbusiness im Alter von 16 Jahren und hat sich bis heute ganz oben gehalten. Nach acht Jahren kommt nun das Comeback des Jahres. Robyns Bedeutung für die Pop- und Dance Music wird 2018 weiter gestärkt.

Robyns Kreativpause ist beendet

Nach 23 Jahren im Musikbusiness, fünf Studioalben, vier Singles in den UK-Top-10, fünf Grammy-Nominierungen, mehreren Hundertmillionen Streams und einigen der kultigsten Songs der letzten zwei Jahrzehnte – darunter „Dancing On My Own“, „Call Your Girlfriend“, „Hang With Me“ und die Nummer 1-Single „With Every Heartbeat“ –, meldet sie sich jetzt mit ihrer brandneuen Single „Missing U“ zurück.

Song über das plötzliche Verschwinden von Menschen

„Missing U‘ ist ein Song über das schräge Phänomen, das eintritt, wenn Menschen plötzlich verschwinden.
Der lang erwartete und heiß ersehnte Song wurde in Paris und Stockholm aufgenommen, wo Robyn auf Joseph Mount (Metronomy) und ihren Langzeit-Kollaborateur Klas Åhlund (Robyn, Charli XCX, Madonna) traf, die den Song gemeinsam mit ihr geschrieben und produziert haben.

Auf einmal werden sie ganz klar und du siehst sie überall“, sagt Robyn über ihren neuen Song. „Missing U“ wird von einem Kurzfilm begleitet, den die Musikerin gemeinsam mit dem Regisseur Danilo Parra während einer Reise nach New York gedreht hat.

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22.07.2018 urbane Popmusik von Kiddo Kat

GFDK - Künstler Vorgestellt

Kiddo Kat (27) ist wie eine Sonnenbank für die Seele - eine musikalische Leibspeise im deutschen Singer-Songwriter-Melancholie-Einheitsbrei.

Ein Energiebündel mit ellenlangen blonden Haaren

Die Wahlhamburgerin aus dem Schoße der Hauptstadt schießt mit ansteckender Lebensfreude und Beat-betonter urbaner Popmusik wie mit Leuchtraketen um sich und beweist allen Schwarzmalern, dass englischsprachige Musik aus Deutschland den internationalen Vergleich nicht scheuen muss.

Musik wie ein Schoko-Kuchenstück

Wenn das Energiebündel mit den ellenlangen blonden Haaren live Ihre kirschrote Flying-V Gitarre um den Hals hängt und mit einer lässiger Selbstverständlichkeit spielt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht, wickelt sie Ihr Publikum um den Finger wie Kaugummi.

Ihr Debut-Album trägt den Titel ‚Piece Of Cake‘ (engl.:Kuchenstück/Kinderspiel) und hat tatsächlich einen ganz ähnlichen Effekt, wie eben so ein „Schoko“-Kuchenstück: Es geht einem direkt viel besser, ganz ohne Hüftgold. Kiddo Kat serviert dicke Rnb Beats in knisternd bunter und moderner Pop-Verpackung.

Mit einer charmant dreckigen Power-Stimme verbindet sie international anmutende Pop-Hooks mit rotzigem Sprechgesang, den sie in akzentfreiem Englisch performt. Wer in Ihre Lyrics eintaucht, trifft auf eine selbstbewusste Frau mit viel Selbstironie, die einen kometenhaften Start hingelegt hat:

Im April 2016, landet Kiddo Kat über Nacht einen viralen Megahit im Internet, als sie mit einer Kollegin (Heidi Joubert) in eine Frankfurter S-Bahn steigt und mit nichts als einer Gitarre und einer Cajon innerhalb weniger Minuten den Wagon in ein Party-Abteil verwandelt.

Das Video Ihrer Kiss-Cover-Version bei der spontan ein Fahrgast rappend in die Performance einsteigt wurde weltweit mittlerweile über 100 Millionen mal angeklickt. Daraufhin kann sie sich vor Presse-Anfragen kaum noch retten, gibt Interviews für zahlreiche deutschen Radiostationen und Zeitungen, sitzt bei Markus Lanz in der Sendung und landet auf der Titelseite des Hamburger Abendblattes.

Die Erfolgs-Welle trägt sie nur einen Monat darauf in Zusammenarbeit mit der Konzertdirektion Karsten Jahnke auf ihrer ersten Headliner-Tour durch Deutschland und wenig später zu diversen Support Shows für u.a. Jamie Lidell und Lucky Chops.

Um all die Eindrücke und Erfahrungen aus dieser intensiven Zeit zu verarbeiten, zieht sich die junge Musikerin 2017 ins Studio in Ihrer Heimatstadt Berlin zurück, wo sie in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Patrik Majer (Echogewinner und u.a. Wir Sind Helden/Rosenstolz) ihr Debut-Album aufnimmt. Das Album kommt am 13. Juli 2018.

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22.07.2018 FASTLAND heißt das neue Werk

GFDK - Künstler Vorgestellt

Zuletzt haben wir berichtet: Kiddo Kat ist wie eine Sonnenbank für die Seele - eine musikalische Leibspeise im deutschen Singer-Songwriter-Melancholie-Einheitsbrei. Sie macht Musik wie ein Schoko-Kuchenstücke.

Jetzt kommt was neues von Tina Dico aus Dänemark

Auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere wagt die dänische Singer/Songwriterin Tina Dico einen Aufbruch zu neuen Ufern. Ihr Credo: „Lieber ein Abenteuer, als gewohnheitsmäßige Routine.“ Und so klingt auch ihr neues Album: mutig, anders – aber vor allem wie gewohnt: eindringlich.

FASTLAND heißt das neue Werk, vier Jahre nach dem Album WHISPERS, das sie in Dänemark zum fünften Mal an die Spitze der Charts und in Deutschland bis auf Platz 26 führte – so hoch hatte sich noch keine ihrer Platten zuvor platziert.

Live spielte Tina Dico kurz vor Weihnachten 2017 ein schon jetzt legendäres Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie, bei dem sie die Songs ihres Durchbruchalbums COUNT TO TEN akustisch spielte – und zwar so intensiv, dass man im riesigen Saal eine Stecknadel hätte fallen hören können.

Im Mai gab sie Frederik von Dänemark, dem Kronprinzen ihres Heimatlandes, ein Geburtstagsständchen: Sie spielte für ihn den eigens für diesen Anlass komponierten Song „Adams House“. Vor 12.500 Zuschauern in der Royal Arena in Kopenhagen. Und 1,4 Millionen vor dem Fernseher.

Für den Albumtitel hat Tina Dico das dänische Wort FASTLAND gefunden, es steht für „Festland“. Andere Künstler geben ihren Alben einen Namen, der sich nett liest oder gut vermarkten lässt. Bei Tina Dico steckt hinter dem Titel eine sehr persönliche Theorie: „FASTLAND ist mein Kommentar zur modernen Welt, in der die Dinge immer in Bewegung sind.“

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