21.12.2013 09:47 Zeit des Überflusses und des Konsums

Werk der Woche zur Weihnachtszeit: Stefan Philipps wünscht "Schöne Bescherung"

Schoene Bescherung Stefan Philipps

Darf Kunst lustig sein? Stefan Philipps präsentiert Objekte, die zum Nachdenken anregenden sollen, alle Fotos (c) Stefan Philipps

Knochenhaus von Stefan PhilippsFliegender Weihnachtsbraten Stefan PhilippsDarf Kunst lustig sein Stefan PhilippsHuhn Kunstwerk von Stefan PhilippsPortrait Kuenstler Stefan PhilippsHuehnereier von Kuenstler Stefan PhilippsMalzeit Teller mit Huehnerfuss von Stefan PhilippsMalzeit Teller mit Huehn Stefan PhilippsWerk der Woche: Stefan PhilippsAusstellung in Trier Stefan Philipps
Von: GFDK - Kunstverein Trier

Die Freunde der Künste wollen Euch nun den Künstler Stefan Philipps als Werk der Woche vorstellen. Die Weihnachtszeit naht und damit die Zeit des Überflusses und des Konsums. Unter dem Motto Schöne Bescherung zeigt Stefan Philipps im Kunstverein Trier Junge Kunst seine neuesten künstlerischen Ueberraschungen.

Wie schon zuvor thematisiert Philipps den Umgang des Menschen mit Umwelt und Natur, indem er Alltägliches zu kuriosen Objekten umformend den Vanitasgedanken thematisiert. Die Präsentation der Objekte erinnert dabei einmal mehr an barocke Wunderkammern, Kuriositätenkabinette oder auch an phantastische Traumbilder.

Stefan Philipps will den Betrachter zum Nachdenken bringen

Inhaltlich geht es dabei nicht nur darum, dem Betrachter ein Schmunzeln zu entlocken, sondern auch um assoziatives Betrachten und die Visualisierung der Ernsthaftigkeit des menschlichen Handelns in der Welt. Humor ist jedoch eine wichtige Zutat der ausgestellten Arbeiten und diese sollen so auch die oftmals sehr verbissene Ernsthaftigkeit des Kunstbetriebes in Zweifel ziehen.

Darf Kunst lustig sein?
Die Frage ob Kunst lustig sein darf, wird in der Hinsicht beantwortet, dass allen Objekten und Malereien eine tiefgreifendere, zum Nachdenken anregende Ebene zugrunde liegt. Jeder Betrachter kann diese in dem Bewusstsein, dass Humor nie gleichbedeutend mit Banalität ist, für sich entdecken.
Die Objekte und Installationen in der Galerie Junge Kunst werden zu Metaphern menschlichen Handelns und illustrieren auf humorvolle Weise Themen unserer Zeit.

Über seinen Werkzyklus "Knochenobjekte" sagt Stefan Philipps:

Humor spielt eine wichtige Rolle bei der Betrachtung der Knochen-Arbeiten, doch im selben Moment bleibt das Lachen im Halse stecken und eine weitere finstere und düstere Ebene offenbart sich. Kronleuchter, Teppiche und blumige Stoffmuster präsentiert Stefan Philipps in der Tradition barocker Wunderkammern. Schöpfung und Vergänglichkeit werden mit Hilfe witzig verfremdeter Objekte aus Hühnerknochenabgüssen thematisiert.

Brathähnchen und andere verlorene Paradiese

Alltagsobjekte wie Lampen, Teppiche, Tapeten oder eigenartige Gewächse in gemeinen  Blumentöpfe spickt der Künstler Stefan Philipps mit Hühnerknochen und läßt sie zu Versatzstücken einer absurden Inszenierung werden. Sie zeigen den Hang zum Künstlichen, die Suche nach dem ewig Neuen. Unter dem Deckmantel einer humoristischen Oberfläche beschäftigen sich Philipps Arbeiten mit der Genesis im Sinne einer Neukreation. Ihr Fetischcharakter ermöglicht eine Vielzahl von Interpretationen und Sichtweisen. Als Memento mori im barocken Sinn zitieren sie auch den Gedanken: Jegliche Kreatur gedenke ihrer Vergänglichkeit oder sie erzählen uns einfach phantastische Geschichten vom Brathähnchen und anderen verlorenen Paradiesen.

 

Vita Stefan Philipps

1958 geboren in Saarburg Bez. Trier, lebt und arbeitet in Trier und York

1978-94 Studium der Geographie und Politikwissenschaft in Trier und Montreal/Kanada

Lehrerausbildung, Zivildienst

Studium der Bildenden Kunst in Mainz, Staatsexamen

Studium der Freien Bildenden Kunst in Mainz bei Prof. Elfi Knoche-Wendel

seit 1993 Kunsterzieher in Wiesbaden, dann Trier

seit 1995 freie Arbeit in Trier

seit 2006 freie Arbeit in York

seit 2009 Vorsitzender Kunstverein Trier Junge Kunst in Trier

(http://www.junge-kunst-trier.de/)

 

Einzelausstellungen

2013 Trier, Kunstverein Trier, Schöne Bescherung!

Morbach, Kunst im Gewächshaus 2013

2011-14Y ork, Open Studios

2011 Echternach (Luxembourg), Studio Zenz, Rost-Rot II

2008 Rockenhausen, Mueum Pachen „Hühnerei“

2006 Schweich, Synagoge, „Rost-Rot, Neue Arbeiten“

Köln, Kunstraum 320, „Pret à manger…“

2005 Winningen, Galerie im Kelterhaus, „Pret à manger…“

Schönecken, Altes Amt, „Pret à manger…fast food in slow motion“

Trier, Rathaus, Trier Zimmer, „Rost Rot“

2003 Grevenmacher/Luxembourg, Kulturhuef, „Trautes Heim…“

2001Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst „Neues aus dem Wienerwald“

Altenkirchen, Galerie Scafare, „Prozesskunst“

Winningen, Galerie im Kelterhaus, „Textile Objekte“

 

Auszeichnungen

1990 1.Preis: Speyer Sozialgericht: Der Mensch und das Recht

1991 1.Preis: Jockrim, Z

 

Gruppenausstellungen

2012 York, Barlane Studios, Art Trier - Kunst York

Trier, Tuchfabrik, Reliquie - Teisch in Kirche, Kunst und Konsum

York, Greys Court, YOS Taster exhibition

York, Open Studios York 2012

2011 Luxembourg, Galerie beim Engel, L’art en marche

York, Open Studios York 2011

2009 Gloucester, UK, Art festival

Trier, Tufa, „Ad hoc“

2006 Köln Kunstraum 320, Mir sin die wo gewinne welle

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

2005 Bopard, Villa Belgrano, Kunstverein Mittelrhein, Künstler des

Kunstvereins Trier, Junge Kunst Trier,

Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

2004 Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

2003 Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst, Künstler der Galerie

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Jahresausstellung

Brüssel, Luxembourg, Pirmasens, Trier, „ Mein Aldi mon Cora de Lux (K)

2002 Trier Kunstverein Junge Kunst, Jahresausstellung

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst,: Sieh um Dich

Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst: Wahlverwandtschaften

2001 Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, Baukasten Trier (K)

Trier, Katholische Akademie: Sein oder Nicht Sein

Trier, Rockenhausen, Kunstverein Trier Junge Kunst: 40 x40

1999 Trier, Tuchfabrik,: L´art en marche

Trier, Kunstverein Trier Junge Kunst: 40x40

1998 Trier, Museum Simeonstift, Ramboux-Preis der Stadt Trier

Sprinkange (Lux): L´art en marche

Trier, Kunstverein Trier, Junge Kunst: Jahresausstellung

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst: Jahresausstellung

Thionville,(F), Centre Culturel Jaques Brel: L´art en marche

1996 Bad Mondorf, (Lux) Casino

1995 Winningen, Galerie im Kelterhaus, 50 x 50

1994 Mainz, Frankfurter Hof: Bitte anfassen – Kunst zum Begreifen

Frankfurt , Museum für Kunsthandwerk, 6. Triennale 1994 (K)

Leipzig, Grassi Museum, 6. Triennale 1994 (K)

1992 Luxembourg, LAC, Salon de Printemps 1992 (K)

Mainz, Landesmuseum Mainz :: Landeskunstausstellung (K)

1991 Kunstverein Neustadt: Textil

München, Galerie Handwerk: Sommerfahnen

Brandenburg, Petrikapelle: Plastik zum Begreifen

Jockrim, Zehnthaus: Junge Künstler Rheinland-Pfalz

1990 Speyer, Sozialgericht, Der Mensch und das Recht

Sindelfingen Textilpreis der Stadt Sindelfingen (K)

Saarbrücken, Metz, Mein Aldi mon Cora de Lux

Trier, Gesellschaft für Bildende Kunst, „Oh Mosella“

Luxembourg, LAC, Salon de Printemps (K)

Mainz,, Kunstverein Trier Junge Kunst im Landtag, „40x40x40“Kunstverein Trier Junge Kunst, Wahlverwandtschaften

(K) = Katalog / Catalogue


Kontakt Stefan Philipps:
Merianstr. 15
54292 TRIER/D

21 Murray Street
YO24 4JE YORK/UK

stefanphilipps@gmx.de

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