26.08.2017 08:07 Mimik, Gestik und Zustand

Werk der Woche: Der Leipziger Künstler Mathias Perlet nimmt uns mit auf eine Reise in die schaurig-schönen Untiefen der menschlichen Psyche

Lassen wir also die Bilder von Mathias Perlet reden und schweigen

Lassen wir also die Bilder von Mathias Perlet reden und schweigen. Alle Bilder © Mathias Perlet

Malerei ist die einzige Moeglichkeit mit meiner Umwelt zu kommunizieren

Malerei ist die einzige Möglichkeit mit meiner Umwelt zu kommunizieren.

Werk von Mathias Perlet

Werk von Mathias Perlet

Der Kuenstler Mathias Perlet

Der Künstler Mathias Perlet

Von: GFDK - Jörg Schwarz

In seinen mehr als 50 Arbeiten nimmt uns der Künstler mit auf eine Reise in die schaurig-schönen Untiefen der menschlichen Psyche. Perlets Figuren trotzen der Schwerkraft –  es sind Wartende und sehnsüchtig Hoffende, die in träumerischen, oft surrealistisch anmutenden Situationen ihren Wünschen und Ängsten begegnen.

Mathias Perlet studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er war Meisterschüler von Professor Arno Rink. Ebenso wie sein Kommilitone Neo Rauch zählt auch der 1958 in Elgersburg geborene Maler zu den Vertretern der „Neuen Leipziger Schule“. Er selbst sagt dazu: „Malerei ist die einzige Möglichkeit für mich mit meiner Umwelt zu kommunizieren.“ Dann schweigt Perlet.

„Mathias Perlet steht mit seinen Arbeiten in der Tradition der figurativen Malerei. Er verbindet das alte Schöne mit ungewöhnlichen Inhalten, die zu Unbehagen führen. Deshalb haben wir ihn ausgesucht“, erläutert Galerist Peter Lewerentz und Kathrin Kleeberg ergänzt:  „Perlet sucht den non-verbalen Dialog.“

Nonverbale Kommunikation auf der Leinwand. Geht das überhaupt? Klar. Auf Perlets Arbeiten gibt es keine Sprache und somit auch keine eindeutigen Geschichten, sondern Mimik, Gestik und Zustand. Farbe, Komposition und Bildaufbau behaupten den Raum.

„Seine stark komponierten Bilder wirken friedlich und beunruhigend zugleich, so entsteht mitunter eine beinahe magische Spannung“, erklärt die Galeristin und Künstlerin Kathrin Kleeberg. „Bevor jemand meine Arbeiten zu Gesicht bekommt, habe ich bereits den Schlüssel zum Bild weit weggeworfen,“ entgegnet der Künstler und dreht sich weg. Lassen wir also die Bilder reden und schweigen.  

 

Jörg Schwarz
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