04.05.2012 09:04 kunst aus Müllcontainern

Über 115.000 Klicker forderten die „Hinrichtung“- Iman Rezai, "Das Chaos hat seine eigene Ordnung" - Kunst aus Plastikresten und Kleidungsstücken

Bild 1 Iman Rezai provoziert auch gerne

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Von: GFDK - 7 Bilder

Iman Rezai ist Künstler. Kunst ist für ihn »... was es ist. Punkt. Aus.« Plastikreste und Kleidungsstücke, Gegenstände gefunden in Müllcontainern, Dinge, die selbst schon eine Geschichte haben, werden zu großflächigen Collagen verarbeitet und leuchten durch die grellen Neonfarben aus dem grauen Alltagsanblick.

Das Chaos hat seine eigene Ordnung und ist Ausdruck des gewaltigen Innenlebens Rezais.

Rezai begann seine künstlerische Laufbahn in einer Kunstschule in Teheran, studierte in Tokyo und London, bevor er nach Berlin zog, wo er als Meisterschüler die Universität der Künste besucht. "Imanismus" nennt er die Ausdruckskraft seiner Bilder, die seine Anschauungsweise der Welt darstellen.

Lässt man sich auf diese ein, muten die bunten Waffen in seinen Arbeiten nicht mehr wie Plastikspielzeug an. «Wenn mein Kunstwerk alleine nicht sprechen kann, werde ich auch nicht an dessen Stelle sprechen», sagt Rezai.

Und er versteht die Kommunikation durch Kunst wie kein anderer. Er arbeitet mit viel Witz und Ironie und mit bewusst provokanten Aktionen prüft er die Gesellschaft auf seine Art. 

Rezais aktuelles Experiment heißt »Die Guillotine«. In einer unter seinen Regeln aufgestellten demokratischen Abstimmung darf hier entschieden werden, ob ein Schaf durch das von Farbigkeit leuchtende Tötungsinstrument hingerichtet werden soll oder eben nicht.

Bisher stimmten über 2 Millionen Menschen weltweit ab, über 300 internationale Medien berichteten über den Aufruhr, den Rezai in Zusammenarbeit mit Rouven Materne mit der Aktion verursachte. 

Anstatt lange Vorträge über die Missstände in der Welt zu halten, zeigt er den Menschen lieber das, was sie sehen wollen. Eine Show.

Ausstellungen:

  • 2009 "Nacht & Nebel Neukölln", Berlin (DE)
  • 2010 "Hands and friends I" UdK, Berlin (DE)
  • 2010 "Hands and friends II", Pels Leusden at home, Berlin (DE)
  • 2010 "Forgotten Bar I", Berlin Kreuzberg (DE)
  • 2010 Kongress für Anders", Hamburg (DE)
  • 2010 "Forgotten Bar II", Berlin Kreuzberg (DE)
  • 2010 "Rough&Tough", UdK Berlin, Berlin (DE)
  • 2010 "Dragonz, come out to play", Tapetenwerk, Leipzig (DE)
  • 2010 "MEETING POINT", Kommunale Galerie Berlin, Berlin (DE)
  • 2010 "Meine Hochzeit in Bagdad", Galerie Ei, Berlin (DE)
  • 2010 "No Limit", MAU, Tokyo (JP)
  • 2010 "Musashino Art Festival", MAU, Tokyo (JP)
  • 2010 "Artpoint", Bereznitsky Gallery, Donetsk (UA)
  • 2010 "MEETING POINT", Forum Kunst und Architektur, Essen (DE)
  • 2011 "Bubble Projects", (NL)
  • 2011 "Zu Gast bei Connex", Connex, Leipzig (DE)
  • 2011 "Veilchen", Uferhallen, Berlin (DE)

Über 115.000 Klicker fordern die „Hinrichtung“

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