29.06.2012 08:25 Freitag, 29. Juni 2012 I 19.30 Uhr I Großes Haus

Wiesbaden - Zum letzten Mal Yuki Mori in Romeo und Julia - Der japanische Tänzer und Choreograf übernimmt die Leitung von „Theater Regensburg Tanz“

Von: Lucia Zimmermann - 8 Bilder

Yuki Mori, seit 2007 beim Ballett des Hessischen Staatstheaters, tanzt zum letzten Mal auf der Bühne des Großen Hauses. Zum Abschied ist er am Freitag, 29. Juni, 19.30 Uhr in einer seiner Glanzrollen als Tybalt in Romeo und Julia von Stephan Thoss zu erleben.

Der japanische Tänzer und Choreograf übernimmt mit Beginn der Spielzeit 2012/13 die Leitung von „Theater Regensburg Tanz“. Nach der letzten Vorstellung des beliebten Ballettklassikers in dieser Spielzeit wird Yuki Mori auf der Bühne verabschiedet.

Nach Ausbildung an der Sadamtsu-Hamada Ballettschule und der Schule des Hamburger Ballett John Neumeier führte Yuki Mori 1998 das erste Engagement an das Ballett Nürnberg. 2001 wurde er von Stephan Thoss für das Ballett der Staatsoper Hannover verpflichtet.

2006 war er am schwedischen Ballett der Göteborg Operan engagiert, bevor er 2007 dem Ruf von Stephan Thoss nach Wiesbaden folgte. Mori tanzte u.a. in Choreografien von John Neumeier, William Forsythe, Mats Ek, Tero Saarinen, Regina van Berkel und Daniela Kurz.

Seit 1999 ist Mori auch als Choreograf tätig. Seine Choreografie Missing Link wurde 2005 beim Internationalen Wettbewerb für Choreografen Hannover mit dem Kritiker- und dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2006 choreografierte er Les Enfants Terribles für das Ballett der Staatsoper Hannover.

Im Januar 2008 erhielt er in Osaka den in Japan sehr renommierten ‚New Artist Award’ für seine Produktion Chain of Feathers, die er im Sommer 2007 mit der Sadamatsu-Hamada Ballet Company in Kobe, Japan erarbeitet hat. Für das Staatstheater Wiesbaden kreierte er im April 2008 fragments blue mit Uraufführung in der Wartburg und im Februar 2010 black earth, den 1. Teil von Es war einmal… Im Februar 2011 folgte für das Theater Innsbruck sein abendfüllendes Ballett Mein Herr, Othello

Romeo und Julia

Von einer bösen Vorahnung wird Romeos Herz bewegt, als er sich entschließt, das Fest der verfeindeten Capulets zu besuchen – die Vorahnung eines Verhängnisses, das ‚noch verborgen in den Sternen heut Nacht den furchtbaren Zeitlauf beginnen wird‘. Einen frühen Tod ahnt er für sich voraus, und tatsächlich überstürzen sich von diesem Moment an die dramatischen Ereignisse, an deren Ende eine Reihe von jungen Menschen einen sinnlosen Tod gestorben ist.

Die tragisch endende Geschichte von Romeo und Julia hat, seit William Shakespeare seine gleichnamige Tragödie verfasste, in ihren verschiedenen Fassungen immer wieder die Zuschauer bis ins Innerste berührt. Die beiden Protagonisten wurden schnell zum berühmtesten Liebespaar der Welt stilisiert.

Erstaunlicherweise hat es lange gedauert, bis das Drama um zwei junge Menschen, die ihre Liebe nicht leben können und durch den Hass ihrer Umgebung zerstört werden, seinen Weg auf die Tanzbühne fand. Erst 1938 wurde das Ballett ‚Romeo und Julia‘ in der kongenialen musikalischen Umsetzung von Sergej Prokofjew uraufgeführt und gehört damit zu den moderneren Werken der Ballettliteratur. Heute zählt das Stück zu den Klassikern des Repertoires und ist von internationalen Ballettspielplänen nicht mehr wegzudenken.

In seiner Interpretation hinterfragt Stephan Thoss die Zwangsläufigkeit im Ablauf der Katastrophe. Was bringt zwei junge Menschen wie Romeo und Julia dazu, so konsequent und zielgerichtet den Weg in den Tod zu gehen? Welche Vorstellungen von der Liebe haben sie, und wie sind diese Bilder in ihren Köpfen entstanden? Hätte es Möglichkeiten zu einer anderen Entwicklung gegeben? Und warum kann Liebe, wenn sie stärker ist als der Tod, nicht stark genug sein, um glücklich zu machen?

Wolfgang Wengenroth Musikalische Leitung I Stephan Thoss Choreografie und Bühne

Mit dem Ballett und dem Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

 

Freitag, 29. Juni 2012 I 19.30 Uhr I Großes Haus

Einführung um 19.00 Uhr im Foyer

Kasse im Großen Haus
Telefon: 0611 / 132 325
Fax: 0611 / 132 367

Kassenstunden
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Samstag 10.00-14.00 Uhr
Sonntag und Feiertag 11.00-13.00 Uhr
Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
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