10.05.2012 07:01 Weitere Vorstellungen: 23. Mai und 7. Juni

Theater in Zürich: Hannah, das Eis schmilzt - groteske Untergangsvision einer überforderten Gesellschaft ab 22.5.2012

(c) Theater Rigiblick

Von: Theater Rigiblick

Komposition: Boris Bell. Text: Marianne Freidig. Regie: Matthias Mooij. Ausstattung: Jean-Marc Desbonnets. Kostüme: Mirjam Egli. Technik: Stefan Marti. Schauspiel: Anna-Katharina Müller. Sebastian Krähenbühl. Bariton: Robert Koller, Ensemble Tzara: Zoï Tsokanou, Piano, Korrepetition; Moritz Müllenbach, Cello; Sebastian Hofmann, Schlagzeug; Dawid Jarzynski, Klarinette. Kostüme: Mirjam Egli. Raum: Jean-Marc Desbonnets. Produktion: stranger in company, Gianna Olinda Cadonau in Koproduktion mit Theater Tuchlaube Aarau und dem Schlachthaus Theater Bern. Mit Dank an Peter-Jakob Kelting.

Eine Gruppe von Inuit freut sich tanzend und lachend: Endlich schmilzt das Eis! Endlich haben sie Zugang zu fruchtbarem Ackerboden! Endlich können sie Karotten anbauen! Ist diese Szene bloss eine grotesk-zynische Überspitzung unserer mit dem Klimawandel verbundenen Ängste oder bald schon Realität? Den schmalen Grat zwischen der Gewissheit, Zeuge einer Katastrophe zu sein, und dem Verdacht, einer inszenierten Realsatire beizuwohnen, betreten die Autorin Marianne Freidig und der Komponist Boris Bell mit dem Stück «Hannah, das Eis schmilzt». Hannah und Jens, Mitarbeiter eines Ölkonzerns, fördern das flüssige Gold in der Arktis. Als die Tanker, die es nach Europa transportieren sollen, ausbleiben, fallen sie zunehmend aus ihrer bekannten Welt heraus und bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Realität, (Alb-)Traum und Halluzination. Die einheimischen Inuit nehmen die Unruhe der Fremdlinge ungerührt zur Kenntnis. Doch während ihr Auftraggeber in seinem Chefbüro das überflutete Europa besingt, bereiten sie sich auf ihre neue Existenz als Bauern vor – und wir sind live dabei, wenn die neue Spezies des arktischen Bauern geboren wird. Die groteske Untergangsvision einer von ihren eigenen Möglichkeiten überforderten Gesellschaft: ein Szenario, dessen Zukunft uns näher liegt, als es uns lieb sein kann.


Dienstag, 22. Mai, 20.00 Uhr, Fr. 30.–/25.–
Weitere Vorstellungen: 23. Mai und 7. Juni

 

Theater Rigiblick
Germaniastrasse 99, 8044 Zürich
tel 044 361 80 51 - fax 044 361 80 31
info@remove-this.theater-rigiblick.ch

Weiterführende Links:
http://www.theater-rigiblick.ch