19.02.2013 09:00 Kleines Schauspielhaus

Theater in Wuppertal: Nora oder Ein Puppenheim - Schauspiel von Henrik Ibsen bis zum 28.4.2013

Theater in Wuppertal: Nora oder Ein Puppenheim - Schauspiel von Henrik Ibsen bis zum 28.4.2013

(c) Uwe Stratmann

Von: GFDK - Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH - 5 Bilder

Weihnachten steht vor der Tür, und offensichtlich muss man bei den Helmers nicht um das heimische Idyll bangen: der akkurate Bankangestellte Torvald sieht einer Beförderung zum Direktor entgegen. Seine Frau Nora und ihre drei Kinder geben eine mustergültige Familie ab, die der Reputation des Mannes nur förderlich sein kann. Würde nicht Noras Vergangenheit in Gestalt des Erpressers Krogstad die Bühne betreten.

Dieser weiß um eine Urkundenfälschung Noras, mit der sie sich das Geld erschwindelt hatte, um ihrem Mann eine teure medizinische Behandlung zu finanzieren. Die rettete ihm zwar das Leben, erfahren durfte er davon aber nichts – er hätte Noras Manipulation niemals geduldet. Krogstad will sich über Nora bei Torvald eine angesehen Position in der Bank sichern. Unter diesem Druck offenbart sich die Brüchigkeit der Helmer-Ehe. Noras Welt entpuppt sich: als Puppenstube, sie selbst als ein wertvolles Spielzeug ihres Mannes.

 Torvalds falscher Ehrbegriff, seine Vorstellung von einer Frau als Besitz und seine kleinbürgerlichen Abstiegsängste treiben Nora zu einer außergewöhnlichen Entscheidung.
Nora, die bekannteste Figur aus Ibsens Dramen, bringt wie kaum eine andere Frauengestalt des 19. Jahrhunderts den mühsamen Weg der Emanzipation zur Anschauung. Mit ihr hat Ibsen die Meisterschaft seiner psychologischen Gestaltungskunst und die unbedingte gesellschaftliche Relevanz seiner Stücke dauerhaft unter Beweis gestellt.

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