26.10.2014 09:00 Oper von Giacomo Puccini

Theater in Würzburg: Madama Butterfly - Aufeinandertreffen der unterschiedlichsten Erwartungshaltungen und Wunschvorstellungen

Madama Butterfly wuerzburg

Ein Land im fernen Osten; (c) Falk von Traubenberg

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Von: GFDK - Mainfranken Theater Würzburg

Ein Land im fernen Osten. Jahrhunderte lang hat man sich hier abgeschottet gegen die Einflüsse westlicher Kulturen und vor dem Eifer christlicher Missionare.

Theater in Würzburg

Doch irgendwann war diese selbstauferlegte Isolation nicht mehr aufrecht zu erhalten und so kamen mehr und mehr Fremde in das Land. Manche der Einheimischen sahen darin eine Chance, den als starr und zu streng empfundenen Gesetzen der heimatlichen Tradition zu entkommen. Die Vertreter der westlichen Welt hingegen sahen das unbekannte Land als eine Art Paradies, in dem exotische Frauen nur darauf zu warten schienen, ihre Reize den Männern aus dem Westen zu offenbaren.

Genau von diesem Aufeinandertreffen der unterschiedlichsten  Erwartungshaltungen und Wunschvorstellungen erzählt Giacomo Puccinis Oper Madama Butterfly. Was wie ein Spiel zwischen der japanischen Geisha Cio-Cio-San und dem amerikanischen Marineleutnant Pinkerton beginnt, wird schließlich bitterer Ernst, denn Cio-Cio-San hält bis zur letzten Konsequenz an ihrer Liebe zu Pinkerton fest, obwohl dieser sich in seiner Heimat längst eine neue Frau gesucht hat.

Freunde der Kunst

Diesen „Clash of Cultures“ werden in Würzburg zwei Künstler von hohem Rang auf die Bühne bringen, die zum ersten Mal am Mainfranken Theater arbeiten. So wird die gefeierte Choreografin und Regisseurin Arila Siegert Puccinis Oper inszenieren, während der renommierte Architekt, Buchautor und Bühnenbildner Hans Dieter Schaal für die Raumgestaltung verantwortlich zeichnen wird.

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