12.04.2012 08:00 nach dem Roman von Daniel Glattauer

Theater in Wilhelmshaven: "Gut gegen Nordwind" Apriltermine ausverkauft - für beide Mai-Termine gibt es noch Karten!

(c) Landesbühne Niedersachsen Nord

Von: Torben Schumacher - 3 Bilder

Emmi Rothner wollte eigentlich nur ihr Abonnement der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch ihr „e vor i Fehler“ führt dazu, dass die Mail nicht den Verlag, sondern den charismatischen Sprachpsychologen Leo Leike erreicht. Aus dem Austausch von ein paar harmlosen Nachrichten entwickelt sich schließlich eine Online-Beziehung, die weit über die Bildschirmoberfläche hinausgeht. Doch vor einem Treffen in der Realität – jenseits der schützenden virtuellen Wände des World Wide Web – schrecken beide zurück. Kann der Andere, die echte Person, der in der Phantasie konstruierten Idealvorstellung überhaupt standhalten? Eine berührende Geschichte über eine E-Mail mit ungeahntem Gefühls-Anhang.

Regie: Andreas Ingenhaag
Bühne & Kostüme: Kerstin Junge
Dramaturgie: Peter Hilton Fliegel
Regieassistenz: Clemens Wolff

mit: Anna Rausch (Emmi Rothner) / Jarno Stiddien (Leo Leike)

Premiere: Sonnabend, 3. März 2012 / 20.00 Uhr / Rheinstr. 91 Wilhelmshaven AUSVERKAUFT

Weitere Termine in der Rheinstr. 91 Wilhelmshaven:
Do., 05.04.2012 / 20.00 Uhr AUSVERKAUFT
Di., 13.04.2012 / 20.00 Uhr AUSVERKAUFT
Di., 08.05.2012 / 20.00 Uhr Neuer Termin!
Fr., 18.05.2012 / 20.00 Uhr Neuer Termin!

Weitere Termine im Spielgebiet:
Fr., 20.04.2012 / 19.30 Uhr / Theater auf der Werft Papenburg
Do., 19.05.2012 / 20.00 Uhr / Neues Theater Emden

Pressestimmen:
"GUT GEGEN NORDWIND feierte im Jungen Theater eine gelungene Premiere - Das Theater in der Rheinstraße war voll besetzt. (...)

Funktionale Möbel, Sitzsäcke, helle Farben und Loungemusik: Willkommen in der „Generation Facebook“. In dieser Welt leben Leo Leike und Emmi Rothner, lernen sich in der virtuellen Welt zufällig kennen, verlieben sich – und können aber keinen richtigen Zugang zueinander finden. (...)

Die Liebe in Zeiten des Internets: Das ist das große Thema des Stücks. Schnell wird ein gewisser Grad an Intimität zwischen Emmi und Leo erreicht. Sie teilen Freude, Erotik, aber auch Alltag und Langeweile miteinander – und vergessen dabei oft, dass sie sich noch nie begegnet sind.

Regisseur Andreas Ingenhaag und Bühnenbildnerin Kerstin Junge nutzen ein schlichtes, aber wirkungsvolles Konzept, um Nähe bei gleichzeitiger Distanz der Protagonisten darzustellen: Auf dem linken Teil der Bühne lebt Leo, der rechte Teil ist Emmis Bereich, in der Mitte thront ein gewaltiger Schreibtisch. Emmi und Leo sitzen sich direkt gegenüber und lesen laut die E-Mails, die sie an den anderen verfassen, vor: Mal streng, mal lustig, mal wütend, mal säuselnd. Emmi und Leo gehen im Raum herum, trinken Wein, werden nervös, wenn der Bildschirm blinkt. Aber so nah sie sich auch im Schriftverkehr kommen mögen: Nie blicken sie sich in die Augen, sondern sehen konsequent aneinander vorbei.

„You don’t know me at all – du kennst mich gar nicht richtig“ von Ben Folds und Regina Spektor ertönt immer, wenn das Licht ausgeht. Und das Licht geht oft aus. Der E-Mail-Kontakt zwischen Leo und Emmi ist keine kurze Episode, er zieht sich über Monate. (...) 

„Ich kann nicht schlafen, wenn nachts der Nordwind weht“, klagt sie Leo ihr Leid. „Und Sie sind fantastisch gut gegen Nordwind.“

Finden Emmi und Leo zueinander, und können die aufgebauten Fantasiegebilde einem Treffen standhalten? Diese Frage bleibt bis zum Schluss offen und sorgt für Spannung. „Mein Gott, ich kann es kaum abwarten“, raunt eine Zuschauerin gegen Ende des Stücks."
(Wilhelmshavener Zeitung, 5. März 2012)

"Beifall total für die Studio-Aufführung GUT GEGEN NORDWIND der Landesbühne (...) Dieses Erfolgskonzept regte die Landesbühne Niedersachsen Nord an, den NORDWIND auch in Wilhelmshaven anzufachen. Am vergangenen Sonnabend hatte die Studio-Aufführung im Jungen Theater an der Rheinstraße Premiere, eine mit anhaltendem Beifall bedachte Inszenierung von Andreas Ingenhaag mit dem Bühnenbild von Kerstin Junge. (...)

Es gibt sicher Personen, die aus GUT GEGEN NORDWIND ein hypothetisches oder sozialpolitisches Liebesdrama machen möchten. Dem ist nicht so und auch nicht gewollt. Das macht die schlichte Inszenierung so sympathisch, die der jungen Generation zugeordnet ist, obgleich die älteren Zuschauerinnen und Zuschauer in Erinnerungen schwelgen und verloren gegangenen Illusionen nachhängen können. (...)

Das Stück, mit moderner Jazz-Rhythmik unterlegt, wird sicher mit zunächst 13 weiteren Vorstellungen auf Erfolgskurs gehen."
(Jeversches Wochenblatt, 5. März 2012)

 

Torben Schumacher

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